Schweiz

Nach Finanzhilfen für die Schaffung von Kita-Plätzen will der Bundesrat nun im Steuerbereich aktiv werden. Bild: shutterstock

Bundesrat will Familien mehr Steuerabzüge ermöglichen – und erntet Kritik

Der Bundesrat will höhere Steuerabzüge auf die Fremdbetreuung von Kindern gewähren. Mit seinen Plänen läuft er aber auf – sogar bei den Bürgerlichen, die andere Prioritäten setzen.

27.07.17, 07:35

Doris Kleck / Nordwestschweiz

Über die Fachkräfteinitiative des Bundes wird oft gespottet. Sie soll helfen, das hiesige Potenzial an Arbeitskräften besser auszuschöpfen. Mit der Annahme der Zuwanderungsinitiative der SVP haben die Bestrebungen zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Besonders im Fokus hat der Bund die Frauen. Ihre Beschäftigungsquote ist im internationalen Vergleich zwar hoch, doch der Beschäftigungsgrad tief.

Der Bund fördert deshalb die Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit verschiedenen Massnahmen (siehe Textende). Nach diversen Bundesmillionen für die Schaffung von Kita-Plätzen will er nun im Steuerbereich aktiv werden. Die Landesregierung will die Steuerabzüge für die Fremdbetreuung erhöhen. Beim Bund soll der Abzug von 10'100 auf 25'000 Franken steigen. In den Kantonen sollen mindestens 10'000 Franken abzugsfähig sein.

Heute sind die Kantone lediglich zu einem Steuerabzug verpflichtet, die Höhe und konkrete Ausgestaltung variiert erheblich. Im Wallis beträgt der Abzug pro Kind maximal 3000 Franken, in Uri können die effektiven Kosten geltend gemacht werden. Die Kantone Aargau und Thurgau kennen nebst einer Obergrenze andere Einschränkungen. So können maximal 75 Prozent der effektiven Kosten abgezogen werden, und bei Teilzeitpensen erfolgt eine verhältnismässige Kürzung. In den Kantonen Zug, Luzern, Nidwalden und Wallis können zudem selbst (fiktive) Kosten für die eigene Betreuung der Kinder abgezogen werden.

Höheres Pensum, weniger Lohn

Geht es nach den Plänen des Bundesrates, müssten 18 Kantone ihre Abzüge erhöhen. Eine minimale Abzugshöhe sei notwendig, damit die Frauen einen Anreiz erhalten, mehr zu arbeiten – findet der Bundesrat. Denn in den meisten Kantonen kostet eine Betreuung in einer Kita während fünf Tagen die Woche bis zu 32'000 Franken pro Jahr. Da die Kita-Tarife in verschiedenen Kantonen zudem vom steuerbaren Einkommen abhängen, würden Haushalte mit hohen Betreuungskosten gleich doppelt bestraft: Sie können nur einen Teil der Kosten abziehen und zahlen deshalb mehr Steuern. Damit steigt ihr steuerbares Einkommen – und der Kita-Tarif.

Das hat den Effekt, dass es sich für den Zweitverdiener oft nicht rechnet, das Arbeitspensum zu erhöhen. Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat berechnet, dass es sich für ein Stadtzürcher Paar mit zwei Kindern und je einem Brutto-Einkommen von 100'000 Franken (100 Prozent) die Erhöhung des Arbeitspensums für den Zweitverdiener ab 60 Prozent nicht mehr lohnt. Die höheren Ausgaben für die Kita und die Steuern übersteigen das zusätzliche Einkommen.

Gegen die Erhöhung

Obschon – ausser der SVP – alle Parteien das hohe Lied auf eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie singen, stossen die bundesrätlichen Pläne auf erheblichen Widerstand. Vehement gegen den Eingriff des Bundes wehren sich die kantonalen Finanzdirektoren. Sie monieren, dass damit die in der Bundesverfassung verankerte Tarifautonomie der Kantone verletzt wird. Aus föderalen Gründen sprechen sich auch SVP, CVP und FDP gegen die Erhöhung der kantonalen Abzüge aus. Das Ansinnen dürfte im Parlament also nicht mehrheitsfähig sein. Auch wenn die SP, sonst nicht bekannt als Verfechterin von Steuerabzügen, die Massnahme befürwortet: sie sei effektiv. Denn damit würden untere und mittlere Einkommen gestärkt. Die kurzfristig geschätzten Mindereinnahmen von rund 25 Millionen Franken liessen sich rechtfertigen, da sich auf längere Frist positive Beschäftigungsimpulse einstellen und damit zusätzlicher Steuer- und Sozialversicherungseinnahmen, so die SP.

Die Sozialdemokraten haben allerdings kein Interesse daran, den Abzug bei der direkten Bundessteuer auf 25'000 Franken zu erhöhen. Denn dies nütze nur den höheren Einkommen. Das ist unbestritten so. Denn ungefähr die Hälfte der Familien bezahlt keine direkte Bundessteuer. Für diese Idee kann der Bundesrat zwar FDP, CVP, GLP und BDP begeistern. Doch auch das genügt nicht, weil sich nebst der SP auch die SVP dagegen stemmt. Die Förderung der Fremdbetreuung entspricht nicht ihrer gesellschaftspolitischen Vorstellung. Die Wahlfreiheit der Familie würde weiter eingeschränkt.

Ob der Bundesrat nach der Vernehmlassung an seinen Plänen festhält, wird er in den nächsten Monaten entscheiden.

Bereits beschlossene Massnahmen

Anschubfinanzierung: Der Bund hat verschiedene Massnahmen ergriffen oder geplant, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern. Seit 2003 fördert er die Schaffung von Plätzen für die familienergänzende Kinderbetreuung. Die Anschubfinanzierung wurde bereits zwei Mal verlängert. 2014 sprach das Parlament erneut 120 Millionen Franken. Das Programm läuft noch bis 2019. Der Bund unterstützte mit dem Impulsprogramm die Einrichtung von mehr als 50'000 neuen Betreuungsplätzen.

Tiefere Tarife: Im Juni hat das Parlament zwei neue Arten von Finanzhilfen für die Förderung der Fremdbetreuung beschlossen. Während fünf Jahren will der Bund die Kantone mit weiteren 100 Millionen Franken unterstützen. Einerseits werden sie vom Bund unterstützt, wenn sie mehr Steuergelder für die Senkung der Kita-Tarife aufwenden. Anderseits will der Bund neue Betreuungsprojekte fördern, welche besser auf die Bedürfnisse der Eltern abgestimmt sind. Zum Beispiel Angebote während der Ferienzeit.

Höhere Steuerabzüge: Bereits 2009 führte der Bund einen Kinderbetreuungsabzug ein. Auf Bundesebene liegt er bei 10'100 Franken. Die FDP fordert schon lange eine Erhöhung. Der Bundesrat will der Forderung nun nachkommen und plant einen Abzug von 25'000 Franken. Mittlerweile ist dieser Plan auch bei der CVP mehrheitsfähig. Von links und ganz rechts kommt aber Kritik. Noch umstrittener ist der Plan, dass die Kantone einen Mindestabzug von 10'000 Franken zulassen müssen.

Beseitigung der Heiratsstrafe: Die Steuerprogression führt dazu, dass das Einkommen des Zweitverdieners stärker besteuert wird als das Ersteinkommen. Das System hält verheiratete, gut ausgebildete Frauen von der Arbeit ab. Das Problem ist erkannt, mit der Lösung tut man sich schwer. Am effizientesten wäre die Einführung der Individualbesteuerung, doch diese ist nicht mehrheitsfähig. Der Bundesrat will ein System mit einem ähnlichen Effekt einführen, doch das kostet eine Milliarde Franken. Das Projekt geniesst deshalb keine Priorität.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Chanich das ändere? 27.07.2017 18:52
    Highlight So habe ich jedes Jahr der Steuererklärung meine Argumentation dargelegt: Kinderbetreuung zum abzugsfähigen Tarif (von damals glaubs 3000 / Jahr bei 100%) gibt's höchstens bei den Schwiegereltern, 20 km weit weg. Also: Pendelstrecke plus 40 km pro Tag (abzugsfähig!) darür zusätzlich mit dem Auto zur Arbeit statt Velo...
    Die Abzüge wären einiges höher ausgefallen als wenn ich die effektiven Kosten hätte abziehen können. Dennoch habe ich diesen Unsinn nie gemacht sondern stets knurrend die Korrektur des Abzugs hingenommen.
    Es ist erfreulich, wenn der Bundesrat hier nun endlich etwas tun will!
    4 3 Melden
  • Chanich das ändere? 27.07.2017 18:47
    Highlight Den Abzug für die effektiven Kosten habe ich schon vor 18 Jahren (als ich in der Situation war) gefordert. Für mich unverständlich, warum die Kinderbetreuungskosten (=Gestehungskosten damit ich arbeiten kann!) nicht gleich behandelt werden wie andere Berufsauslagen, z. B. Pendlerabzug. Dort gilt ja auch, wer mehr Kosten hat, kann mehr abziehen, obwohl grosse Pendelstrecken in sehr vielen Fällen freiwillig sind. Auf dem Land (günstig) wohnen, in der Stadt (gut) verdienen kann sich auch nicht jeder leisten, wird aber steuertechnisch klar unterstützt.
    3 3 Melden
  • bibaboo 27.07.2017 15:02
    Highlight Faszinierend, die bürgerlichen Parteien kennen die Verfassung also doch und berufen sich auch tatsächlich darauf. Wenn es jedoch darum geht, Steuererleichterungen für Gewinnausschüttungen einzuführen, scheint dieses Wissen plötzlich vergessen und ein Verfassungsbruch wird gerne in Kauf genommen, um ihr Klientel zu befriedigen.
    4 2 Melden
  • meine senf 27.07.2017 12:00
    Highlight Wenn man Steuern bezahlen muss, konnte man ja offensichtlich Beruf und Familie vereinbaren.

    Wenn man das nicht kann, sprich man kaum etwas verdient, dann bezahlt man auch keine Steuern.

    Von dem würde diese Massnahmen genau jenen nichts bringen, denen sie was bringen sollte.

    "Familien unterstützen" tönt ja immer gut. Wenn man das aber über Steuerermässigungen macht heisst das aber "(vergleichsweise) bessergestelle Familien zu Lasten der ärmeren Familien unterstützen", also Umverteilung nach oben.
    7 7 Melden
  • Holla die Waldfee 27.07.2017 11:33
    Highlight Theorie:
    Wegen Übervölkerung und Ausbeutung ist laut Studien die Zerstörung der Natur nur noch ca. 30 J. vom Point-of-no-Return entfernt. Und da soll Vermehrung forciert und belohnt werden?

    Praxis:
    Die Bevölkerungsentwicklung ist rückläufig. V.a. wenn die Babyboomer durch sind, wird es hierzulande wieder biz ruhiger.
    Es kann und darf nicht sein, dass nur Reiche sich Kinder leisten können. Und was den Umgang von Wirtschaft mit Eltern und Kinder anbelangt, rangiert die Schweiz in Europa sowieso auf den hintersten Plätzen. Aber immerhin nicht auf dem allerletzten Platz wie in der Biodiversität.
    10 16 Melden
  • energywolf 27.07.2017 09:58
    Highlight Ich hatte auch mal Kinder. Mein Verdienst war zu dieser Zeit nicht gewaltig, nicht mal ein Drittel von diesen 100% Referenzwert, aber es wäre mir nie in den Sinn gekommen, meine Gedanken und Energie mit solchen Ansprüchen an die Allgemeinheit zu verschwenden. Vielmehr freute ich mich an meinen Kinder und genoss diese Zeit mit ihnen und wir als Familie hatten trotzdem alles, um gut zu leben.
    22 11 Melden
  • Matthias Studer 27.07.2017 09:44
    Highlight An die, die meinen, sie wollen nicht für Kinder zahlen. Das ist ein sehr kurzfristiger Gedanke. Wer meint ihr, zahlt später eure Rente? Auch wenn man viel Geld angespart hat, meint man sei finanziell abgesichert, Geld und sein wert ist niemals ewig. Konkurs einer Bank, Versicherung genügt schon. Krank werden und und in ein Pflegeheim kommen genügt das bald nichts mehr da ist.
    Das Schicksal kann jederzeit, überall und gnadenlos zuschlagen.
    28 15 Melden
  • N. Y. P. 27.07.2017 09:31
    Highlight Krankenkassenprämien und Mieten (etc.) steigen seit Jahren schneller als unsere Gehälter.
    Das Budget von Mann und Frau oder Mann und Mann oder Frau und Frau wird immer enger für Kinder.
    STATT die Ursachen anzugehen, reden wir hier wieder mal über Umverteilung.

    Ich stimme immer Nein bei Umverteilungsinitiativen. So bleibt der Druck erhalten, die Ursachen anzugehen.

    23 7 Melden
    • Mutzli 27.07.2017 15:26
      Highlight Wie soll denn so eine Verweigerungshaltung helfen? Wenn diese "Umverteilungsinitiativen" nämlich abgelehnt werden, wird das in der weiteren Öffentlichkeit als richtungsweisendes SIgnal aufgefasst, dass schon alles in Ordnung sei bzw. der Leidensdruck nicht hoch genug. Überhaupt scheint mir diese Haltung sehr von einer privilegierten Stellung geprägt, denn für sehr viele Leute wären solche Aktionen absolut wichtig für das tägliche Leben, denen hilft's nicht wenn man ihnen versichert sie müssen jetzt halt untendurch, damit dann der grosse Wurf gemacht werden kann. Was wäre der denn überhaupt?
      6 1 Melden
  • MacB 27.07.2017 09:23
    Highlight Eigentlich ist das Thema ja der Super-GAU für Konservative.

    Bleiben die Frauen nun traditionell zu Hause (wie sie sich das wünschen), haben wir gut ausgebildete (weibliche) Kräfte und können Sie nicht nutzen. Ergo benötigt es mehr Zuwanderung.

    Oder aber es gibt weniger Zuwanderung, dafür mehr Frauen, die trotz Kindern arbeiten.

    :)
    20 12 Melden
  • R. Peter 27.07.2017 09:20
    Highlight Am fairsten wäre, wenn zur Berechnung der Progression das Einkommen von Verheirateten ganz einfach halbiert wird, und dann das gesamte Einkommen auf dieser Progressionsstufe versteuert wird. die Individualbesteuerung fördert ihrerseits das möglichst gleichmässige Verteilen Einkommen zwischen Partnern (zwei tiefe Progressionsstufen) und benachteiligt damit das klassische Familienmodell mit nur einer erwebstätigen Person.
    13 9 Melden
    • Wambolium 27.07.2017 15:16
      Highlight Ich bin für die Individualbesteuerung, da sie Frauen mehr ins Erwerbsleben bringt. Ich sehe nicht ein, warum wir mit unserem Steuersystem ein konservatives Familienmodell unterstützen sollten, welches fördert, dass der Mann vollzeit arbeitet und die Frau gar nicht oder nur in einem kleinen Pensum.

      MMn ist die Individualbesteuerung die fairste Besteuerung, da Kokubinatspaare, Homosexuelle in einer eingetragenen Partnerschaft und Paare in einer Ehe gleich besteuert werden.
      6 3 Melden
    • Wambolium 27.07.2017 15:23
      Highlight Eine Arbeitsaufteilung von 60/60 finde ich erstrebenswert. Da bleibt neben der Arbeit auch genügend Zeit für die Familie und die Arbeit ist fair zwischen Mann und Frau aufgeteilt. Die Individualbesteuerung fördert dieses System am Besten.
      5 2 Melden
    • R. Peter 27.07.2017 18:35
      Highlight Wambolium, das ist doch genau das Problem an der Individualbesteuerung: sie fördert ein Familienmodell! Ich wünsch Wahlfrei, ohne vom Staat dafür belohnt oder bestraft zu werden.

      Was wenn der Mann Hausmann und Vater sein will und die Frau voll arbeiten? Diese Familie wird gegenüber der Familie 60/60 benachteiligt, indem sie bei gleichem Einkommen 20% weniger verdienen und dennoch in einer deutlich höheren Progression landen!

      Das ist NICHT fair.
      3 2 Melden
    • R. Peter 27.07.2017 19:01
      Highlight Dass Kokubinatspaare, Homosexuelle in einer eingetragenen Partnerschaft und Paare in einer Ehe gleich besteuert werden, befürwortete ich auch, ist allerdings eine rein politische Frage, die mit der Art der Besteuerung von Verheirateten nichts zu tun hat. Nötig wäre einzig der politische Entscheid, für alle die gleiche Bemessmethode anzuwenden.
      3 0 Melden
    • R. Peter 27.07.2017 19:02
      Highlight In wiefern unterstützt mein Vorschlag das klassische Einversienermodell? Es behandelt im Gegenteil alle gleich und lässt Wahlfreiheit...
      1 0 Melden
    • Wambolium 27.07.2017 19:53
      Highlight Ein 100% faires System mit 100%iger Wahlfreiheit gibt es nicht. Jedes System bevorzugt ein gewisses Verhalten des Menschen. Bei der Invidualbesteuerung könnte man allerdings den Einverdienerhaushalte ein bisschen entgegen kommen und einen Einverdienerabzug bei den Steuern machen.
      Eine grosse Wahlfreiheit ist für mich aber auch nicht erstrebenswert. Denn der Staat sollte doch ein grosses Interesse daran haben, dass beide Ehepartner (auch bei Kinder) zur Arbeit gehe. Wenn der Staat für die Ausbildung zahlt, ist es wünschenswert, wenn die Menschen dann auch auf diesem Beruf arbeiten gehen.
      4 1 Melden
    • Wambolium 27.07.2017 20:11
      Highlight Gehen wir mal davon aus, dass der Mann/oder die Frau 100% arbeitet und sein/ihr Partner 0%. Wenn jetzt der Partner plötzlich mit einem kleinen Pensum arbeiten anfangen möchte, kann es durch die Progression gut möglich sein, dass die Familie viel mehr Steuern zahlt. Das zweite Einkommen in einer Gemeinschaftsbesteuerung wird übrigens, wegen der Progression, prozentual viel höher besteuert, als das erste Einkommen. Der zweite Ehepartner wird also davon abgehalten wieder zur Arbeit zurück zu kehren.
      2 0 Melden
    • R. Peter 27.07.2017 21:44
      Highlight Das ist bei Einzelpersonen aber auch so, wer mehr arbeitet steigt in der Progression. Daher macht es doch Sinn das Einkommen das zwei Personenen oder eine Person für zweite generieren zur Ermittlung der Progressionsstufe zu halbieren. Versteuert wird natürlich das gesamte Einkommen. Das ist ein faires System weil es eben alle Lebensgemeinschaften gleichstellt: Singles, Paare, Familien. Folglich stimmt die Aussage nicht, dass es kein 100% faires System gebe. Es miss steuerlich nicht gefördert oder bestraft werden.
      1 0 Melden
    • Wambolium 28.07.2017 06:20
      Highlight Auch dein Splittingverfahren fördert und bestraft. Denn wie schon im obigen Post beschrieben, das Splittingverfahren bevorzugt vor allem Einzelernährer.

      Schon klar rütscht man auch in einer Individualbesteuerung vielleicht eine Stufe hoch, wenn die Frau mit einem kleinen Pensum anfängt arbeiten. Doch dieser Effekt ist beim Splittingverfahren grösser als bei der Individualbesteuerung. Das verhältnis der Steuern beim Splittverfahren zwischen 100/0 und 100/20 ist viel grösser, als das Verhältnis der Steuern bei der Individualbesteuerung zwischen 100/0 und 100/20.
      2 0 Melden
    • R. Peter 28.07.2017 09:49
      Highlight Erklär mir das doch bitte nochmal: wenn du 20% mehr arbeitest kommst du in eine höhere Progression, in allen Verfahren. Bei der IB lohnt es sich, wenn der weniger Arbeitende aufstockt, bei der Splittingvariante ist es gleichgültig, denn 100 und 20 % entspräche Stufe 60%, gleiche Belastung wie zwei mal 60% bei IB. Hingegen würde 100/20 % bei der IB Stufe 100% für 100% und 20% für 20% angewendet- also in Franken mehr als bei 60/60%.

      Beim System heute trifft dein Einwand zu, da wird aber nicht gesplittet.
      1 0 Melden
    • R. Peter 28.07.2017 12:51
      Highlight Ich glaube ich hab deinen Punkt doch noch verstanden: du meinst nicht die ungleiche Gesamtbelastung sondern dass sich der Einstieg für den bisher nicht erwerbstätigen Partner unattraktiv sei. Das trifft aber wie oben erwähnt schon heute auf alle Einzelverdiener zu und ist eine gewollte Wirkung der Progression. Das würde aber durch Splitting ebenfalls auf das für Einzelpersonen bestehende und gewollte Niveau abgemildert.

      Nochmal: die Gesamtsteuerbelastung einer Familie mit Teilung 60/60 oder 50/50 wäre bei der IB VIEL tiefer als bei Teilung 100/20 oder 100/0.
      0 0 Melden
    • Wambolium 28.07.2017 14:17
      Highlight Du musst die Zahlen nicht fix betrachten, sondern im Verhältnis.
      Das Splittingverfahren bevorzugt den Einernährerhaushalt. Wenn der Mann 100% arbeitet und die Frau nun plötzlich 20% arbeiten möchte, zahlt man im Verhältnis sehr viel Steuern mehr, da das Einkommen der Frau auf das Gesammteinkommen draufgrechnet wird. Die Steuerprogression der Frau beginnt also nicht bei 0 sondern beim aktuellen Gesammteinkommen durch 2. Bei der IB wird das zweite Einkommen von null weg besteuert. Die Progression des zweiten Einkommens ist bei der IB deshalb tiefer.
      0 0 Melden
    • R. Peter 28.07.2017 17:48
      Highlight Stimmt, dafür ist die Gesamtprogression aber höher bei 100/20 IB im Gegensatz zu Splitting. Man kann doch nicht von Förderung eines Modells (100/0) sprechen, nur weil kein spezifischer Vorteil für ein anderes Modell geschaffen wird? Dass die Progression steigt und Mehreinkommen teilweise auffrisst ist gewollt und gilt genauso wenn du von 80 auf 100% erhöhst.
      0 0 Melden
    • R. Peter 28.07.2017 17:52
      Highlight Splitting fördert weder 100/0 noch 50/50, es behandelt beide gleich, beide Zahlen die selben Steuern - Es behandelt Lebensgemeinschaften als Einheit, unabhängig der Einkommensverteilung. Auch die Steuerprogression ändert sich unabhängig der Einkommenszusammensetzung, egal ob von 100/0 auf 100/20 oder 50/50 auf 60/60 oder 50/70 erhöht wird. IB hingegen fördert 50/50, weil 100/0 mehr Steuern bezahlen muss.
      0 0 Melden
    • R. Peter 28.07.2017 18:03
      Highlight Was du forderst ist eine Förderung eines Gesellschaftsmodells, was damit alle anderen Modelle zwangsläufig benachteiligt.

      Du kritisierst eigentlich die Steuerprogression, wenn du das Splitting als Förderung von 100/0 bezeichnest. Diese hat tatsächlich den Nachteil, dass sie mehr Leistung bestraft, egal ob mehr Lohn durch zusätzliche Wertschöpfung des Einzelnen oder des Partners erwirtschaftet wird. Die IB würde also eine Möglichkeit schaffen, die sonst für alle angewandte Progression zu umgehen, indem das Einkommen möglichst auf zwei Partner verteilt wird,also dieses Modell bevorzugt/fördert.
      0 0 Melden
    • Wambolium 30.07.2017 18:42
      Highlight Ich kritiesiere nicht die Steuerprogression. Mein Statement ist nur, dass beim Splitting modell die Progression stärker zuschlägt, weshalb sich viele Paare überlegen, ob der zweite Ehepartner wirklich mit Arbeiten beginnen soll. Steuerprogression ist mMn etwas sehr wichtiges.
      Ausserdem ist es so, dass mit einer Steuerprogression jedes Steuermodell bestimmte Lebensmodelle bevor. Und wenn es kein Modell gibt, wo alle Lebensmodelle gleich behandelt werden, ist es mir am liebsten dass das Modell bervorzugt wird, wo die Partner möglichst gleich viel arbeiten müssen.
      0 0 Melden
    • Wambolium 31.07.2017 09:19
      Highlight Man könnte ja als Kompromiss einen Einzelverdienerabzug einführen.

      Es macht aber mMn schon Sinn, wenn man fördert, dass Mann und Frau möglichst gleich viel arbeiten. Denn wieso sollte die Ehe gegenüber einem Konkubinat oder einer allein erziehender Mutter/Vater steuerlich begünstigt sein. Eine allein erziehende Mutter oder ein alleinerziehender Vater kann das Einkommen nicht durch zwei teilen wie eine Familie.
      0 0 Melden
    • R. Peter 31.07.2017 11:02
      Highlight Du kritisierst, dass das Aufstocken des Pensums des noch nicht erwerbstätigen Partners zu einer überproportionalen Steuermehrbelastung führt. Das ist die Progression.

      Du musst darum die fixen Zahlen betrachten um di Förderung zu beschreiben: es besteht unter IB ein finanzieller Anreiz, das Einkommen zu verteilen, bei Splitting nicht. Der Sprung von 100/0 auf 100/20 ergibt mehr Einkommen weshalb die Progression greift (egal ob IB oder Splitting). Der Sprung von 100/0 auf 80/20 hingegen ist von der Progression unabhängig und schafft im Splitting keine Veränderung,im IB aber einen Steuervorteil.
      0 0 Melden
    • R. Peter 31.07.2017 11:08
      Highlight Wenn du das nicht willst,sei doch wenigstens so ehrlich und sage, dass du explizit das Modell ausgeglichener Arbeit steuerlich bevorzugen und andere Modelle diskriminieren willst. Dann kann aber Gleichstellung eigentlich auch kein Thema mehr sein😔. Die Ausrede, dass es kein Modell gäbe, das alle Einkommensverteilungen gleich behandelt ist einfach falsch - ich habe oben eines beschriebenen.

      Diskriminiung mit Diskriminierung bekämpfen, bravo 👏
      0 0 Melden
    • R. Peter 31.07.2017 14:07
      Highlight Dass die Ehe gegenüber dem Konkubinat anders bsteuert werden müsste bestreite ich. Und klar, allerziehende haben Nachteile, weil sie alle Lasten alleine tragen.

      Hab mir überlegt, dass IB doch fair wäre, solange keine Kinder unterstützt werden müssen. Was hieltest du von Splitting für Familien (inkl. Konkubinate oder Alleinerziehende) und OB für alle anderen?
      2 0 Melden
    • Wambolium 02.08.2017 07:21
      Highlight Das fände ich eine gute Idee. Splitting für Familien (inkl. Eltern in der Ehe, Konkubinatseltern, Alleinerziehende). Und für die, die keine Kinder haben IB. Man müsste dann halt einführen, dass das Splitting nur bis zu einem bestimmten Alter der Kinder gilt (zB bis das jüngste Kind aus der obligatorischen Schule ist).
      1 0 Melden
  • TheMan 27.07.2017 09:12
    Highlight Alle die gegen Familien sind und gegen Abzüge für Familien, sollen bitte auf die AHV verzichten. Den die Kinder werden mal unsere AHV finanzieren. Oder was davon übrig bleibt durch die Zerstörung durch die Linken und der PFZ.
    9 25 Melden
    • Hoppla! 27.07.2017 12:43
      Highlight Angenommen eine einseitige AHV wäre rechtens: sehr gerne!

      Konsequenterweise kürze ich dann alle meine Steuern um den "Kinderbetrag". Z.B. bei der Bildung oder bei den Sozialausgaben. Für mich wäre dies ein grandioser Deal!

      Ich möchte nicht Stellung für eine Seite beziehen, aber eine Konzentration auf finanzielle Aspekte ist für Eltern ein Schuss ins Knie.
      6 1 Melden
  • insomniac 27.07.2017 09:02
    Highlight Hervorragende Idee. Bestrafen wir doch die, die keine Kinder haben, noch mehr. Ich kann es nicht mehr sehen, wie kinderfreie Menschen immer mehr zu Bürgern zweiter Klasse herabgestuft werden.
    75 77 Melden
    • kleiner_Schurke 27.07.2017 09:17
      Highlight Als Kinderloser fühle ich mich in keiner Art und Weise als Bürger zweiter Klasse. Es hat sehr viel Vorteile keine Kinder zu haben. Wenn ich schon nur an die Diskussionen meiner Kollegen bezüglich der Schule denke... ist der Bengel nun grotenfaul oder ultrahochbegabt? Probleme mit der Lehrerin gibt es so oder so. Was soll das Töchterlein denn mal studieren? Das muss es schon kurz vor der Kita wissen, sonst hat es keine Chance. Kleien Lieschen ist 3 und betreibt 4 Extremsportarten spricht 5 Sprachen und lernt nun auch noch Russisch. Oh wie schön ist es keine solchen Problem zu haben.
      22 3 Melden
    • kleiner_Schurke 27.07.2017 09:21
      Highlight Und ich werde ja dazu “verdammt“ nicht dann Urlaub zu nehmen, wenn die Kinder der Kollegen Ferien habe. Was für ein “schweres Los“. Wenn ich dann in den Urlaub fahre, sind die Hotel, Flüge usw. wesentlich günstiger, der Flughafen ist halb leer und durch den Gotthard fahre ich immer einfach durch. Ich muss mich nicht Impfgegner-Bio-Esoterik-Oeko-Tanten-Lehrerinnen herumschlagen. Am Abend habe ich Feierabend, muss keine Katastrophen ausbügeln, komme an anderen Morgen ausgeruht zur Arbeit und wundere mich über die dunklen Ringe unter den Augen der anderen....
      20 2 Melden
    • NiemandVonNirgendwo 27.07.2017 09:28
      Highlight Wieso wirst du bestraft? Du hast diese Auslagen nicht, ergo kannst du auch nichts abziehen.

      Wer jedoch die Auslagen hat, soll diese doch abziehen können. Eltern haben immer noch die Aufgabe Ihre Kinder zu erziehen. Dies ist nicht gratis.
      17 4 Melden
    • eM.Jay 27.07.2017 09:55
      Highlight Wie wirst Du denn bestraft? Was musst Du mehr zahlen, weil Du keine Kinder hast? 🤔

      Ich bin einer von wenigen alleinstehenden kinderlosen bei mir auf der Arbeit und mein Lebensstandard (d.h. qm Wohnfläche pro Person, Budget für Ferien und Freizeit, etc.) ist, obwohl ich etwas mehr Steuern zahle, deutlich höher als der meiner Kolleg/innen mit Kindern, trotz gleichem Lohn. Kinderbetreuung ist einfach absurd teuer in der Schweiz. Dann noch die Mieten für 3- bis 4-Zi-Wohnungen in den Städten, da bleibt schnell nicht mehr viel übrig.
      23 3 Melden
    • bobi 27.07.2017 10:02
      Highlight Und wer bezahlt ihre AHV?
      9 7 Melden
    • coltfish 27.07.2017 10:24
      Highlight Selten so ein Blödsinn gelesen. In Anbetracht, dass Menschen ohne Kinder im Alter der Gesellschaft nur Kosten auferlegen (Stichwort: Generationenvertrag), ist es richtig, dass der Staat dies unterstützt. So werden die richtigen Anreize geschaffen. Kinderlose und unverheiratete kommen da defintiv nicht zu kurz.
      14 7 Melden
    • insomniac 27.07.2017 10:45
      Highlight Liebe Freunde, die hier immer mit der AHV argumentieren. Ich zahle meine Sozialbeiträge, und zwar über dem Schweizer Durchschnitt. Mit der EINZAHLUNG entsteht mein Recht auf Auszahlung im Alter, nicht mit der Fortpflanzung. Das sind zwei paar Schuhe, die die Natalisten gerne mal durcheinander werfen.
      16 16 Melden
    • Hoppla! 27.07.2017 12:49
      Highlight Genau, insomniac. Ich möchte ergänzen: Mit anständigem Lohn (momentan bei 85'000/Jahr) erhält man die Maximalrente. Ich zahle aber weit mehr ein.

      Das sind die Regeln, Solidarität. Viele können den Mund aber einfach nicht voll kriegen und sehen Solidarität primär einseitig.
      5 3 Melden
  • DrMabuse 27.07.2017 09:01
    Highlight Das problem sind nicht die Bundessteuern! Die Abzüge bei den kantonssteuern sind zu gering! Das einzige was vom zweiten einkommen bleibt, sind die pensionskassenbeiträge!
    40 5 Melden
  • N. Y. P. 27.07.2017 08:57
    Highlight Der Bund fördert deshalb die Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit verschiedenen Massnahmen. Betreuung in einer Kita während fünf Tagen die Woche bis zu 32'000 ! Franken pro Jahr.

    Das ist ok. Aber nicht auf meine Kosten. Wenn sich eine Familie 2 Kinder leistet, obwohl es finanziell einfach nicht drin liegt, soll ich mich also finanziell dran beteiligen.. Danke, nein.
    61 59 Melden
    • Theor 27.07.2017 09:07
      Highlight 2 Kinder pro Familie liegen durchaus im Sinn einer Landespolitik. Ansonsten droht das eigene Volk auszusterben und die Sozialleistungen werden wegen Ungleichgewicht kollabieren.

      Wo ich finde, dass es weniger unterstützt werden sollte, sind Familien mit 3 und mehr Kindern.
      13 10 Melden
    • NiemandVonNirgendwo 27.07.2017 09:08
      Highlight Irgendwann beziehst du auch einmal eine AHV. Wer zahlt den diese?
      12 11 Melden
    • Menel 27.07.2017 09:19
      Highlight Was heisst für sie "finanziell nicht drin liegt"?
      7 6 Melden
    • Makatitom 27.07.2017 09:36
      Highlight Yep, die Kinder beteiligen sich dann in Zukunft via ihre KK- und AHV-Beiträge an deinen Kosten, z.B. für Spital- und Heimaufenthalt. Das wirst du dir dann nämlich auch nicht mehr leisten können. Nennt sich Solidaritätsprinzip und wird von der $SVP immer mehr abgebaut und in den Dreck gezogen. Kein Wunder, mit einem egozentrischen Narzisten als Chef-Strategen
      11 10 Melden
    • andrew1 27.07.2017 10:53
      Highlight @makatitom. Dafür bezahlt man in jungen jahren ahv für die älteren. Unter dem strich zahlt man +- seine eigenen ahv und krankenkassenkosten sonst würde das system zusammenbrechen. Kann ja nicht sein das niemand bezahlt und jeder nur leistungen ausbezahlt bekommt. Würde zwar schon probiert in anderen ländern mit geld drucken aber war mässig erfolgreich.
      8 2 Melden
    • N. Y. P. 27.07.2017 11:10
      Highlight @alle
      Mittagessen liegt an. Das ist noch ein Mü wichtiger als Kommentare beantworten. Antworten werde ich noch.
      P. S. Dutzt doch hier in den Kommentarspalten. Wir sind nicht bei der NZZ ;-)
      2 1 Melden
    • N. Y. P. 27.07.2017 19:09
      Highlight @Menel
      "Finanziell nicht drinliegt" heisst für meine Begriffe zum Beispiel:
      Er verdient Brutto 55'000. - im Jahr, sie betreut 3 - 4 Kinder zuhause. Da reicht sein Lohn einfach nicht für eine Grossfamilie. Abzüge hin oder her.
      1 0 Melden
  • G. Schlecht 27.07.2017 08:53
    Highlight Besser spät als nie? Meiner Meinung nach bringt das nix. Familienpolitik wurde und wird in der Schweiz nicht gemacht. Und ein bisschen an den Steuern rumschrauben, zeigt nur die hilf- und planlosigkeit in der Sache an sich. Ich habe den Eindruck, dass gar kein Interesse an finanziell gesunden und intakten Familien herrscht, sondern es nur darum geht, günstiges Humankapital zur Verfügung zu stellen. Heute eine Familie zu gründen ist sehr, sehr mutig und ich habe grossen Respekt vor allen, die sich das zumuten. Viel Kraft und Glück kann ich denen nur wünschen.
    54 11 Melden
  • Karl33 27.07.2017 08:46
    Highlight Ein Steuerabzug, der nur den besserverdienenden 50% etwas bringen wird? Portiert von der SP? Momol. Welche Partei vertritt eigentlich die schlechter verdienenden 50% der Schweiz?
    27 29 Melden
    • kleiner_Schurke 27.07.2017 09:11
      Highlight Auf alle Fälle sicher nicht die SP. Noch nicht gemerkt?
      8 6 Melden
    • Iseas 27.07.2017 09:15
      Highlight 🤔 Diese intressen werden meines wissen von oligarchen vertreten die ihre wähler büezer nennen. 😂😂
      10 4 Melden
    • Mutzli 27.07.2017 10:50
      Highlight Lesen hilft. Die SP befürwortet die Abzüge auf kantonaler Ebene, ist aber gegen Abzüge bei der direkten Bundessteuer. Die letztere Variante ist die, von der nur Besserverdienende profitieren würden. Die SVP ist dagegen, weil ihr jede Betreuung nicht passt welches nicht auf Frau am Herd hinausläuft. Die anderen grossen Parteien sehen kein Problem darin, der Hälfte der Bevölkerung mit mehr Geld noch mehr Abzüge zu ermöglichen.->Das heisst, in diesem einen Fall ist die SP die einzige die effektiv die Interessen der schlechter verdienenden vertritt, egal was man vom konkreten Anliegen hält.
      18 0 Melden
  • Madison Pierce 27.07.2017 08:46
    Highlight Fremdbetreuung zu fördern ist Unsinn. Der Staat hat kein Betreuungsmodell zu bevorzugen.

    Besser wäre es, die Kinderzulagen zu erhöhen oder pro Kind einen pauschalen Steuerabzug zu erlauben.

    Wenn man Umverteilung will, könnte man den Steuerabzug abhängig vom Einkommen machen.

    Wäre alles sehr einfach und ohne grosse Bürokratie zu lösen. Man müsste nicht prüfen, wie viel die Eltern tatsächlich der Kita bezahlen etc.
    48 15 Melden
    • Bijouxly 27.07.2017 11:40
      Highlight Wenn du einfach nur die Kinderzulagen erhöhst, bzw pro Kind einen Steuerabzug erlaubst, dann gibt es zwar mehr Kinder, aber denjenigen, die arbeiten gehen wollen, hast du damit nicht geholfen. Denn irgendjemand muss sie betreuen und so viel Kindergeld kannst du gar nicht bezahlen. Weil dann haben (sorry) nur noch tiefgebildete 10 Kinder und würden in Saus und Braus wohnen^^

      Es geht ja darum, den Anreiz zu setzen, Kinder zu haben UND zu arbeiten. Dann lohnen sich ja auch die ganzen Investitionen in die Bildung.

      Auch wenn es in der Familienpolitik der CH ziemlich kläglich umgesetzt wird.
      4 0 Melden
    • Madison Pierce 27.07.2017 14:50
      Highlight Das mit den "von den Kindern leben" ist ein gutes Argument. In Frankreich gibt es das Problem, ab fünf Kindern muss man nicht mehr arbeiten, das Kindergeld reicht.

      Deshalb lieber Abzüge bei den Steuern, da profitiert man nur, wenn man arbeitet.

      Aber ich finde, der Staat muss keinen Anreiz setzen, die Kinder fremdbetreuen zu lassen. Das soll die freie Entscheidung der Eltern sein. Der Staat soll es erleichtern, Kinder zu finanzieren, aber ungeachtet dessen, mit welchem Modell sie betreut werden.
      0 1 Melden
  • kleiner_Schurke 27.07.2017 08:44
    Highlight Wie wird in diesen Kitas eigentlich kontrolliert, ob die Bälger die ich da abliefere auch tatsächlich von mir sind?
    26 21 Melden
  • pontifex_maximus 27.07.2017 08:42
    Highlight Wie es sich als richtiger Schweizer gehört, lobe ich stets die Eigenverantwortung und bezeichne die Schweiz aus tiefer Überzeugung als bestes Land der Welt. Jedoch finde ich die Familienpolitik in der Schweiz einfach lächerlich. Das geht von Vater- bzw. Mutterschaftsurlaub über die Subvention von KITA-Plätzen und die Besteuerung von Familien. Es ist ein Armutszeugnis für ein so reiches Land, dass Familien nicht mehr unterstützt werden. Die Kinder sind die Zukunft und schlussendlich auch das Kapital jedes Staates. Das scheint bei aller Liebe zur Eigenverantwortung vergessen zu gehen.
    53 14 Melden
  • Gelöschter Benutzer 27.07.2017 08:36
    Highlight besser die Progression bei der leistingsfeindlichen allg. Bundessteuer glätten!
    8 7 Melden
  • kEINKOmmEnTAR 27.07.2017 08:28
    Highlight Ich verstehe bis heute nicht wieso es die Aufgabe des Staates sein sollte Fremdbetreuung auf Biegen und Brechen voranzubringen.
    Was gibt es besseres für ein Kind als zuhause mit Mami und Papi aufzuwachsen?
    46 39 Melden
    • lilie 27.07.2017 09:26
      Highlight Mit Gleichaltrigen aufzuwachsen?

      Es gibt Dinge, speziell im Sozialverhalten, die ein Kind nur in einer Gruppe mit Gleichaltrigen lernen kann. Wenn es nur mit Erwachsenen aufwächst, verpasst es gewisse Entwicklungsschritte.
      15 7 Melden
    • MacB 27.07.2017 09:46
      Highlight Ja nur funktioniert das volkswirtschaftlich nicht. Gut ausgebildetre Kräfte müssen den WOhlstand erarbeiten. Wenn alle zuhause Kinder betreuen (was an sich ja traumhaft schön wäre!!) , wer bezahlt dann das Essen, die WOhnung, etc.
      SO einfach ist es halt nicht.
      12 5 Melden
    • kEINKOmmEnTAR 27.07.2017 10:43
      Highlight @lilie: Dafür gibt es doch Geschwister und Sandkastenfreunde?

      @MacB: Den Wohlstand schaffen wir auch wenn sich die Eltern die Kinderbetreuung (nach ihren Vorstellungen) aufteilen und 5 Werktage zuhause bleiben.
      2 6 Melden
    • Mutzli 27.07.2017 10:55
      Highlight Mit Mami und Papi? Beide daheim zu 100%? Wie kommt denn da das Geld rein? Fakt ist, dass die Kinderbetreuung auch heute noch überproportional den Frauen angelastet wird, ob die nun möchten oder nicht. Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist es ein Unsinn wenn damit einem grosser Teil der eigentlich arbeitsfähigen Bevölkerung erschwert wird einer Arbeit nachzugehen, auch wenn diese eigentlich möchten. Mal abgesehen von der moralischen Dimension. Eine Möglichkeit dem entgegenzuwirken ist nun Mal der Ausbau Fremdbetreuungsangeboten, wers nicht will muss ja sie ja auch nicht in Anspruch nehmen.
      8 2 Melden
    • lilie 27.07.2017 11:21
      Highlight @keinkommentar: Nicht alle haben Geschwister. Und was ist der Sinn davon, wenn die Mama (oder der Papa) mit dem Kind auf dem Spielplatz sitzt, während sie/er etwas Produktives tun könnte?

      Die Betreuung zuhause ist eine Entwicklung der Moderne, früher konnte man sich das nicht leisten. In Afrika betreuen noch heute die älteren Kinder die jüngeren und alle profitieren: Die jüngeren lernen, sich in eine Gruppe einzufügen, die älteren lernen Verantwortung, die Eltern können arbeiten gehen.

      Bei uns sind alle ein wenig verkorkst, da wir zu wenig Gruppenverhalten und Verantwortung lernen.
      7 1 Melden
    • kEINKOmmEnTAR 27.07.2017 11:28
      Highlight @Mutzli: Ich habe nur gesagt dass sich die Eltern die Kinderbetreuung so einrichten sollte wie das ihren Vorstellungen entspricht, ich habe nicht gesagt die Frau muss 100% daheim bleiben.

      Aus meiner Sicht sind mehr Teilzeitstellen die Lösung des Problems und nicht die Fremdbetreuung.
      1 3 Melden
    • Lami23 27.07.2017 13:40
      Highlight @lilie: Ich bin nicht gegen Fremdetreuung, ich werde sie auch einmal in Anspruch nehmen. Aber das mit den Sozialkompetenzen ist einfach Unsinn. Ich und meine Geschwister sind alle absolut Sozialkometent, obwohl wie keine Fremdbetreuung hatten. Fremdbetreuung bedeutet ja nicht, kein Kinderkontakt. Und spätestens in der schule gleicht sich das sowieso an. "Bei uns sind alle ein wenig verkorkst" klingt nach subjektivem Befinden.
      1 3 Melden
    • lilie 27.07.2017 14:14
      Highlight @Lami: Ich hab ja auch nicht von Einzelpersonen gesprochen, sondern von der Gesellschaft als Ganzes. Ein bisschen mehr Gemeinschaftssinn täte uns allen gut. Und soziales Verhalten Lernen sollte nicht erst in der Schule einsetzen.

      Subjektives Befinden, es geht: Ich höre von vielen, wie schwer es ist, mit Deutschschweizern in einen freundschaftlichen Kontakt zu kommen. Wir sind einfach als Gesellschaft ziemlich xenophob - und das bezieht sich nicht nur auf Ausländern, sondern schon auf den eigenen (Schweizer) Nachbarn.
      1 0 Melden
    • MacB 27.07.2017 14:16
      Highlight @keinkommentar: nicht alle können sich die betreuung teilen. Tief- wie hochlöhner kommen oft nicht aus 100%-pensen raus, da einfach a.geld her muss oder b.als führungskraft die anwesenheit erforderlich ist. Man kann es sich nicht immer aussuchen.
      4 0 Melden
    • kEINKOmmEnTAR 27.07.2017 14:45
      Highlight @MacB-: Dann ist das ein Problem welches wir angehen und lösen sollten anstatt eine milliardenschwere Symptombekämpfung zu machen.
      0 3 Melden
    • Lami23 27.07.2017 14:47
      Highlight Eben wie gesagt, meiner Meinung nach lernt man soziales Verhalten sicher von gleichaltrigen, aber nicht nur. Darum finde ich das Argument nichtig. Da sagt man besser: Ich möchte/muss arbeiten, meine Kinder werden fremdbetreut. Punkt. Und nicht, sie werden fremdbetreut, weil ich ihre Sozialkompetenzen fördern will. Das geht auch anders.
      1 1 Melden
    • lilie 27.07.2017 14:56
      Highlight @Lami: Muss ich zugeben, kann ich nicht beurteilen, habe selber keine Kinder.

      Ich selber wurde nicht fremdbetreut, wenn ich jetzt zurückdenke, war das ein Fehler, denn die Eltern in unserer Umgebung hatten ihre Kinder null im Griff und ich wurde übelst gequält. Da hätte eine Fachperson eingegriffen.

      Aber eben, zu unserer Zeit wurde noch gepredigt, wie die Kinder zuhause sein sollten.
      4 1 Melden
    • Lami23 27.07.2017 15:13
      Highlight Ich habe Jugenarbeit mässig viel mit Kindern zu tun und mache eine andere Erfahrung. Nämlich dass für die Sozialkompetenzen die Eltern sehr entscheidend sind.
      Ja in der Kinderkrippe hätte sie eingegriffen. Aber dort, wo es richtig schlimm wird, in der Schule und auf dem Schulweg, kann dass auch eine Fachperson nicht verhindern.
      3 1 Melden
    • lilie 27.07.2017 17:59
      Highlight @Lami: Deshalb sage ich ja, in der Schule ist es zu spät.

      Ich weiss nicht, ob sie z.B. in Skandinavien die gleichen Probleme haben? Dort werden die Kinder ja früh fremdbetreut und soziale Kompetenzen werden gross geschrieben.
      2 0 Melden
    • Lami23 27.07.2017 20:24
      Highlight Quatsch. Auch im Schulalter entwickeln sich die Sozialkompetenzen noch. Aber natürlich ist der Grundstein sehr wichtig. Aber wie gesagt, m.M.n. wird dieser grösstenteils durch die Eltern gelegt.
      0 0 Melden
  • Martin C. 27.07.2017 08:28
    Highlight Es ist an der Zeit, dass nach den diversen Steuergeschenken an die Unternehmen endlich auch die Privatperson eines erhalten.
    43 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 27.07.2017 09:08
      Highlight Richtig, aber alle Privaten und nicht nur die Familien mit Kindern.
      6 3 Melden
    • MacB 27.07.2017 09:47
      Highlight Deine Haltung und deine Worte. Bist du Martin Candinas? :)
      6 0 Melden
  • infomann 27.07.2017 08:14
    Highlight Viele denken so, aber wenige sagen es.
    Kinder müssen in der Schweiz überhaupt nicht gefördert werden. Die Schweiz ist eh schon überbevölkert!
    Ewiges Wachstum führt über kurz oder lang zum Fiasko.
    27 40 Melden
    • Gelöschter Benutzer 27.07.2017 09:47
      Highlight Infomann, es geht auch nicht um die Kinder. Es geht darum, möglichst viele Frauen in die Erwerbsarbeit zu bringen, damit sie für uns Unternehmer und Investoren Mehrwert generieren können.
      5 5 Melden
  • Chääschueche 27.07.2017 08:00
    Highlight Ich wäre für eine generelle Steuersenkung. Denn dann was man z.B. im Kanton Bern abliefert ist einfach nur eine Frechheit wenn man es mit einigen anderen Kantonen vergleicht...Aber das ist wohl unmöglich denn sonst könnten sich die Politiker nicht mehr ungeniert Lohnerhöhungen geben...
    32 33 Melden
    • Firefly 27.07.2017 08:31
      Highlight Eine andere Lösung wäre mehr Lohn aber dann könnten sich die Manager nicht mehr ungeniert horrende Boni auszahlen lassen.
      34 7 Melden
    • andrew1 27.07.2017 08:35
      Highlight Ist halt linke politik. Möglichst hohe steuern damit man die verwaltungen immer wie mehr aufblähen kann und den durchschnittslohn auf 120000 heben. Der staat wuchs in den letzten 10 jahren deutlich schneller als die wirtschaft was sehr heikel ist. Zudem sollte der staat generell langsamer wachsen als die wirtschaft wegen ständigem verbesserungsprozess und "Economies of scale". Aber eben je mehr steuern man zahlt um so weniger frei verfügbares einkommen hat man und umso mehr bevormundung da der staat sagt was mit meinem geld geschieht.
      21 24 Melden
    • Wilhelm Dingo 27.07.2017 08:38
      Highlight Ausgaben Bern: 26% Bildung, 20% soziale Wohlfahrt, 17% Gesundheit. Die Löhne der Politiker kommen eher hinten. Ich würde eher bei der sozial Wohlfahrt und der Gesundheit ansetzen...
      13 16 Melden
    • Hexentanz 27.07.2017 08:59
      Highlight Wohne zur Zeit in BS (Riehen). Ziehe ende Jahr in den Kanton Bern.. 1500.-- Steuern mehr im Jahr, was ~17% mehr entspricht - gemäss comparis.

      Fragt sich ob jetzt Bundesbern teurer ist, oder das Oberland. Aber in letzterem war ich letztens.. sehr schön einfach.. ^^
      11 4 Melden
    • Ruedi Frei 27.07.2017 10:32
      Highlight Tja unsere Berner 'Griechen' hohe Schulden, hohe Steuern und diese 0bwohl andere Kantone den Bernern noch den kleinen Zustupf von 1300 Mio abliefern müssen. Fass ohne Boden!
      4 3 Melden
    • Mutzli 27.07.2017 10:59
      Highlight Das Geld reicht ja jetzt schon an allen Ecken nicht mehr, auch dank solchen wunderbaren Würfen wie die Autosteuerabstimmung. Wenn es Ihnen wirklich ernst ist mit dem Senken der Steuern in Bern, könnten Sie sich ja in vordester Reihe engagieren um aus der Stadt einen Halbkanton zu machen. Da würde sich doch gleich sehr viel sehr schnell ändern...Ob das dann besser ist sei dahingestellt.
      4 0 Melden
  • Grundi72 27.07.2017 07:54
    Highlight Wer Kinder hat soll diese selber betreuen! Ich kann diese Kitas nicht mehr sehen, an jeder Ecke...!! Es gibt mehr Kitas als Kinder!!

    Entweder selber bezahlen oder Grosseltern etc. aufbieten!

    Wer das nicht will oder kann: www.condomshop.ch
    52 122 Melden
    • MacB 27.07.2017 08:19
      Highlight In der DDR wurden Kinder während 5 Tagen fremd betreut und die Eltern konnten so geregelt der ARbeit nachgehen. Und alle Kinder sind normal geworden, stell dir das mal vor...

      Sei froh, gibt es noch Leute, die Kinder produzieren, dich mal durchfüttern.

      39 19 Melden
    • jjjj 27.07.2017 08:20
      Highlight mimimimimimimi
      19 6 Melden
    • PaulDerGaul 27.07.2017 08:30
      Highlight Grundsätzlich hast du recht. Jedoch sind wir nicht mehr im 1973, wo ein Einkommen genug war um als Familie davon zu leben und noch ein Haus zu kaufen. Die Kosten sind in den letzten 40 Jahren viel mehr gestiegen als die Löhne.
      35 10 Melden
    • Firefly 27.07.2017 08:33
      Highlight Hattest wohl keine schöne Kindheit, was?
      20 8 Melden
    • Wilhelm Dingo 27.07.2017 08:38
      Highlight Nicht KITAS, Kinderkrippe oder Hort bitte.
      12 12 Melden
    • Peeta 27.07.2017 08:43
      Highlight Was für 1er bist denn du?
      Willkommen im Jahr 2017!
      20 8 Melden
    • öpfeli 27.07.2017 08:43
      Highlight Was frustriert dich so sehr?
      11 9 Melden
    • ands 27.07.2017 08:57
      Highlight Sie haben das ganze Problem nicht verstanden. Es geht hier um volkswirtschaftliche Überlegungen. Wir benötigen viel mehr Ausbildungsplätze und sind auf Zuwanderung angewiesen, weil Frauen mit guter (und teurer) Ausbildung zuhause bleiben, weil sich die Fremdbetreuung finanziell nicht lohnt.
      36 8 Melden
    • DrMabuse 27.07.2017 08:57
      Highlight Armselig
      15 7 Melden
    • Firefly 27.07.2017 09:20
      Highlight PaulDerGaul, nein, er hat nicht mal grundsätzlich recht, grundsätzlich ist Kitta und Familie für die Entwicklung eines Kindes besser geeignet als nur Kleinfamilie, sprich Mutter und Kind plus abwesender Vater.
      9 8 Melden
    • PaulDerGaul 27.07.2017 22:10
      Highlight Firefly, das stimmt nicht. Nur weil eine Mutter zum Kind schaut, heisst das als nicht, dass das Kind isoliert aufwächst.
      2 2 Melden
    • Firefly 28.07.2017 08:07
      Highlight Doch, genau das heisst es, das Kind wächst isolierter auf. Fragen sie mal im Kindergarten nach, welche Kinder schon weiter sind, die welche auch in der Krippe waren oder die welche nur bei der Mutter waren. Es hilft schon, wenn der Vater viel anwesend ist. Sie sind dann nicht so Mamma-fixiert.
      2 2 Melden
  • Jaing 27.07.2017 07:48
    Highlight "je einem Brutto-Einkommen von 100'000 Franken (100 Prozent) die Erhöhung des Arbeitspensums für den Zweitverdiener ab 60 Prozent nicht mehr lohnt."
    Die Armen, müssen am Existenzminimum leben, da sie nicht so viel arbeiten können.
    29 19 Melden
    • Kronrod 27.07.2017 08:13
      Highlight Das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass irgendwas am System nicht stimmt, wenn man für's Arbeiten noch draufzahlt.
      35 2 Melden
    • MacB 27.07.2017 08:21
      Highlight Zahl mal eine WOhnung in Zürich, da bist du tatsächlich schnell am Existenzminimum :D
      16 4 Melden
    • Firefly 27.07.2017 08:34
      Highlight Darum gehts nicht, zurück zum Start und noch mal lesen!
      12 4 Melden
    • Karl33 27.07.2017 08:48
      Highlight Ist halt exakt die Klientel der SP. 150'000 Einkommen im Jahr, Krippe, Teilzeitarbeit. Unsere sog. sozial Schwachen...
      21 19 Melden
    • Suchlicht 27.07.2017 09:09
      Highlight Das hat nichts mit Existenzminimum zu tun. Die Familie, bzw. in der Regel die zweitverdienende, gutausgebildete Frau, hat schlicht keine Lust, nur für Staat und Kinderbetreuung arbeiten zu gehen. Wenn da nicht ein erheblicher Anteil in der eigenen Tasche bleibt, bleibt die Frau eben gleich ganz zu Hause.

      Da, wie im Beitrag erwähnt, diese Frauen oft gut ausgebildet sind, fehlen somit qualifizierte Arbeitskräfte auf dem Markt. Kommt dazu, dass die Ausbildung oft mit Steuergeldern ermöglicht wurde und diese eigendlich verschwendet wurden, wenn die erworbenen Fähigkeiten nicht genutzt werden.
      7 3 Melden
  • Kronrod 27.07.2017 07:47
    Highlight Sorry, aber das Föderalismus-Argument sticht. Ich sehe nicht ein, warum der Bund bei den Kantons- und Gemeindesteuern dreinreden soll. Der Bund soll mit gutem Vorbild vorangehen, und die Kantone dann nach eigenem Ermessen nachziehen. Am einfachsten wäre sowieso ein grosszügiger Pauschalabzug pro Kind, unabhängig von der Betreuungsart.
    49 12 Melden
    • MacB 27.07.2017 08:20
      Highlight Ja denk ich auch und gleichzeitig wundere ich mich, dass die CVP sogar den Föderalismus-Gedanken hier über den "Pro-Familien"-Gedanken stellt.
      9 1 Melden
    • PaulDerGaul 27.07.2017 08:32
      Highlight Das stimmt, on Kita oder Mama, beides sollte entsprechend gewürdigt werden.
      7 2 Melden
    • Wilhelm Dingo 27.07.2017 08:41
      Highlight Absolut einverstanden. Für Geringverdiener macht das aber nicht viel aus, weil diese fast keine Steuern zahlen. Darum ist das leider für die SP-Wählerbasis nicht so interessant...
      7 4 Melden
    • ands 27.07.2017 08:52
      Highlight Von einem grosszügigen Pauschalabzug profitieren nur Familien mit mittleren und hohen Einkommen. Wer bereits keine oder kaum Steuern bezahlt hat davon nichts. Daher wäre eher eine Erhöhung der Familienzulagen eine sinnvolle Lösung.
      Das Problem, dass sich in gewissen Fällen eine Pensumserhöhung für Eltern finanziell nicht lohnt, ist aber mit pauschalen Massnahmen nicht lösbar.
      12 2 Melden
    • Firefly 27.07.2017 09:16
      Highlight PaulDerGaul, stell dir vor, es könnte auch ein Papa sein.
      4 2 Melden

Pink Cross geht in die Offensive – Adoptions-Verbot für Schwule soll fallen

Gleichgeschlechtliche Paare dürfen heute in der Schweiz weder Kinder adoptieren noch auf die Fortpflanzungsmedizin zurückgreifen. Das soll sich ändern, fordert der neue Chef von Pink Cross. In einem Positionspapier stellt sein Verband drei unmissverständliche Forderungen auf.

Es ist ein Meilenstein für Schwule und Lesben in der Schweiz: Ab dem neuen Jahr dürfen Homosexuelle, die in einer eingetragenen Partnerschaft leben, das leibliche Kind ihres Partners adoptieren. Die Stiefkindadoption war bisher nur heterosexuellen Ehepaaren erlaubt.

Geht es nach Pink Cross, dem Schweizer Dachverband der Schwulen, sollen schon bald die nächsten Hürden fallen. In einem Positionspapier, das watson vorliegt, formuliert eine Fachgruppe drei glasklare Forderungen:

Das Papier birgt …

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