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Remo Schmid im Promo-Video des «Beobachters» zum «Prix Courage». bild: youtube

Frau vor möglicher Vergewaltigung bewahrt: Junger Zürcher erhält «Prix Courage»

Weil er eine Frau vor einem Sexualtäter beschützte, ist der 31-jährige Dübendorfer Remo Schmid am Freitag mit dem «Beobachter Prix Courage» 2017 ausgezeichnet worden. Sein beherztes Eingreifen bewahrte die Frau wahrscheinlich vor einer Vergewaltigung.

17.11.17, 19:52 17.11.17, 22:30

Im vergangenen Sommer hörte Schmid mitten in der Nacht durch die geöffneten Fenster die Hilfe-Schreie einer Frau. Er rannte hinaus und entdeckte bei der Bushaltestelle vor dem Haus einen Mann, der sich gerade die Hose hochzog – vor ihm eine weinende Frau, die aus der Nase blutete. Offenbar hatte der Mann die Frau ins Gesicht geschlagen und dann genötigt.

Schmid zögerte nicht, zerrte den Schläger weg und wurde daraufhin selber verprügelt. Doch es gelang ihm, den Mann mit Hilfe eines herbeigeeilten Nachbars zu Boden zu drücken und festzuhalten, bis die Polizei eintraf.

Dank seines beherzten Eingreifens habe er die Frau mit grösster Wahrscheinlichkeit vor einer Vergewaltigung bewahrt, schreibt der «Beobachter» in seiner Mitteilung. Für seinen Einsatz erhält Schmid den mit 15'000 Franken dotierten «Prix Courage».

Zivilcourage gegen sexualisierte Gewalt

SP-Ständerätin und Jury-Präsidentin Pascale Bruderer sagte in ihrer Laudatio, dass Zivilcourage wie sie Remo Schmid bewiesen habe, immer wichtiger werde. Sexualisierte Gewalt nehme zu und werde auch in alltäglichen Situationen zum Thema. Schmid habe viel Risiko auf sich genommen, um jemandem zu helfen. «In unseren Augen eine Heldentat.»

Als «Held» fühlte sich Schmid bei seiner Tat allerdings nicht. «Man ist schon ein bisschen auf sich alleine gestellt», sagte er. Ihm ist der Begriff «Helfer» denn auch sympathischer.

Ein «Helfer» wurde an diesem Abend auch mit Pfarrer Sieber geehrt. Er erhielt den mit 10'000 Franken dotierten «Lifetime Award» für sein Lebenswerk. Der 90-Jährige setze sich schon sein ganzes Leben für Menschen in Not ein, für Obdachlose, Randständige, Drogensüchtige, begründete die «Beobachter»-Redaktion ihre Wahl.

Pfarrer Ernst Sieber und seine Sozialwerke seien als Begriffe längst so vertraut, dass man das Angebot als selbstverständlich erachte. Aber ohne Sieber gäbe es wichtige Angebote für Menschen am Rande der Gesellschaft nicht.

Die diesjährige Preisübergabe war die letzte von Jurypräsidentin Bruderer. Sie tritt aus Zeitgründen zurück. Wer ihre Nachfolge übernimmt, gibt der «Beobachter» Anfang 2018 bekannt. (dwi/sda)

Hilfe gegen sexuelle Übergriffe in Klubs

Video: srf

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
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16
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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • meliert 18.11.2017 09:33
    Highlight er hat diese Fr. 15000.- mehr als verdient, grossartig!
    17 0 Melden
  • Don Alejandro 18.11.2017 08:43
    Highlight Well done! Hoffe der andere Typ wurde entsprechend bestraft.
    29 1 Melden
  • Spooky 18.11.2017 07:38
    Highlight Und wir sollen diesem doofen, finanzabhängigen Beobachter glauben, was er uns erzählt?

    Fragt mal Hugo Stamm!

    Er glaubt nicht mehr alles, was der Beobachter erzählt.
    3 60 Melden
  • Thinktank 18.11.2017 07:36
    Highlight Wo sind wir bloss hingekommen, wenn wir Menschen feiern müssen, die das Versagen des Staates kompensieren. Wenn sich Frauen bewaffnen dürften wären sie sicher. Im Moment müssen sie in Angst und Schrecken leben, sobald es dunkel wird, in unserem linken Land.
    5 97 Melden
    • JaneSoda 18.11.2017 10:38
      Highlight Seit wann ist unser Land links regiert? Schau dir doch bitte mal die Parteiverteilung in National-, Stände- und Bundesrat an ehe du so einen Quark raus lässt....Danke!
      48 7 Melden
    • Eskimo 18.11.2017 12:18
      Highlight @JaneSoda
      Die meisten Städte sind nach wie vor links dominiert.
      Gesamtschweizerisch gibt es zwar einen Rechtstrend aber auch eine CVP ist schon lange nicht mehr bürgerlich und kann man durchaus als links bezeichnen.
      Da weiterhin versucht wird kriminelle (egal ob CH oder Ausländer) zu schützen und die negativen Folgen der Zuwanderung zu beschönigen wird sich der Rechtstrend fortsetzen.
      5 16 Melden
  • Eskimo 18.11.2017 00:00
    Highlight Danke Remo für deinen Mut.

    Etwas stutzig macht mich die Aussage von der SP Frau dass sexuelle Gewalt zunehme...
    Es hiess doch immer das seien nur Angstmacherei und Lügen der Rechtspopulisten..
    Was stimmt denn nun liebe SP?

    25 13 Melden
  • Spooky 17.11.2017 22:18
    Highlight Wer liest eigentlich noch den Beobachter?
    13 124 Melden
    • Datsyuk 18.11.2017 00:47
      Highlight Spooky... ☺ Warum immer so negativ? Schönes Wochenende... Ah: Manchmal schaue ich rein und lese Artikel. Gutes Magazin.
      39 1 Melden
    • meliert 18.11.2017 14:40
      Highlight Ich
      11 1 Melden
    • Spooky 18.11.2017 16:22
      Highlight @ meliert

      Genial :-))))))))
      5 2 Melden
  • JaneSoda 17.11.2017 21:40
    Highlight Toller Mensch! Und Hut ab, vor soviel Zivilcourage!
    89 4 Melden
  • zweistein 17.11.2017 20:45
    Highlight Ausgezeichnet gemacht von Remo, herzlichen Glückwunsch!
    186 4 Melden
  • Robi_27 17.11.2017 20:21
    Highlight Diesen Preis hat der Mann definitiv verdient. 👍
    162 4 Melden

«Lieber Herr Balsiger, wer trägt eigentlich den Elefanten weg?»

Die Befürworter des neuen Geldspielgesetzes versuchen sich in ihrer Plakatkampagne in der bewährten Taktik der Angstmacherei – und machen dabei einen kapitalen Fehler. 

Lieber Herr Balsiger 

Wie ich Ihrer Email-Signatur entnehme, sind Sie «Kampagnen-Koordinator» für die Befürworter des neuen Geldspiel-Gesetzes. Ich nehme nicht an, dass Sie persönlich für deren Plakatkampagne verantwortlich sind. Aber vielleicht können Sie meinen Rat ja an die richtige Stelle weiterleiten:  

Wenn Sie diese Abstimmung noch irgendwie gewinnen wollen, dann hängen Sie die Plakate sofort ab! 

Sie behaupten auf diesen Plakaten, bei Ablehnung des Gesetzes würden …

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