Schweiz
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ZUR EIDGENOESSISCHEN ABSTIMMUNG FUER EINE STARKE AHV (AHVPLUS) VOM SONNTAG, 25. SEPTEMBER 2016, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Ein Rentnerpaar sitzt auf einer Bank am Obersee in Arosa, am Dienstag, 14. Mai 2013. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Es bleibt ein wesentlicher Punkt, bei welchem sich die Wirtschaft nicht durchsetzen konnte, und an welchem sich das Schicksal der Vorlage wohl entscheidet. Der Zustupf à 70 Franken AHV für jeden Neurentner.  bild: Keystone/ arno balzarini

AHV-Reform: Wirtschaft hält trotz grossem Erfolg dagegen

11 Forderung setzte die Wirtschaft durch, nur eine Kröte hätte sie schlucken müssen

Anna Wanner / Nordwestschweiz



Verkehrte Welt in der Sozialpolitik: Bis vor sechs Jahren erklärten der Gewerkschaftsbund und dessen Chef, Paul Rechsteiner, die AHV sei solide finanziert, sie schreibe Überschüsse. «Der Bundesrat hat den Leuten ständig mit falschen Zahlen Angst gemacht und damit den Leistungsabbau gerechtfertigt», beklagte der SP-Ständerat aus dem Kanton St. Gallen in der «NZZ». Unter anderem verstehe er nicht, wieso die Bürgerlichen das Rentenalter der Frauen auf 65 erhöhen wollten. Das war im Sommer 2011. Heute kämpft Rechsteiner für ein Ja zur Altersreform, deren Inhalt er massgeblich mitbestimmt hat. Dazu gehört auch die Erhöhung des Frauenrentenalters.

Wo sich die Wirtschaft durchsetzte

Doch damit nicht genug: Sozialminister Alain Berset erinnerte an der Medienkonferenz im Juni daran, dass sich die Wirtschaft (und mit ihr die bürgerlichen Parteien) in fast allen Punkten durchgesetzt haben:

Das Frauenrentenalter wird ab 2018 jährlich um drei Monate auf 65 erhöht. Ab 2021 ist es also jenem der Männer angeglichen.

Um die Pensionskassen zu entlasten, wird die Rente aus der zweiten Säule um 12 Prozent gekürzt. So wird der Mindestumwandlungssatz in vier Schritten um jeweils 0.2 Prozentpunkte pro Jahr von 6.8 auf 6 Prozent gesenkt.

Die Mehrwertsteuer wird nicht um 2 oder 1.5 Prozentpunkte erhöht, wie es der Bundesrat forderte, sondern um 0.6 Prozentpunkte, wie es der Arbeitgeberverband (SAV) in der Vernehmlassung 2013 verlangte.

Eine Senkung der Eintrittsschwelle in der beruflichen Vorsorge hat das Parlament in Rücksicht auf die Wirtschaft ebenfalls abgelehnt.

Ähnlich erging es der Möglichkeit einer Frühpensionierung für tiefe Einkommen: abgelehnt.

Das Parlament hat sich zudem erfolgreich gegen eine Reduktion des Bundesbeitrags gewehrt. Der Bundesrat wollte diesen auf 18 Prozent senken, nun bleibt er bei 19.55 Prozent.

Das Parlament hat hingegen die Lebensversicherer verschont: Heute müssen diese laut Gesetz 90 Prozent ihrer Erträge den Vorsorgeeinrichtungen abgeben, zehn Prozent dürfen sie abschöpfen. Der Bundesrat wollte die sogenannte Mindestquote von 90 auf 92 Prozent erhöhen. Das Parlament hat dies abgelehnt.

Die Erhöhung der Lohnbeiträge für Selbständigerwerbende konnte das Parlament ebenfalls abwenden. Der Bundesrat wollte alle gleichstellen. Ohne Erfolg. Während Arbeitgeber und -nehmer zusammen 8.4 Prozent Lohnbeiträge abgeben, zahlen Selbstständige weiterhin bloss 7.8 Prozent.

Den Wunsch einer Flexibilisierung des Rentenbezugs zwischen 62 und 70 Jahren hat der Bundesrat umgesetzt.

Zudem wird der Koordinationsabzug nicht ganz abgeschafft, aber angepasst und leicht gesenkt. Zudem werden die Altersgutschriften für 35- bis 54-Jährige um 1 Prozentpunkt erhöht, so wie es der SAV in der Vernehmlassungsantwort vorschlug.

Auch vergleichsweise kleine Änderungen wie die Abschaffung der Kinder- und Witwenrenten verhinderte der Arbeitgeberverband erfolgreich.

In diesem Jahr wirst du pensioniert

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Die «rote Linie»

Es bleibt ein wesentlicher Punkt, bei welchem sich die Wirtschaft nicht durchsetzen konnte, und an welchem sich das Schicksal der Vorlage wohl entscheidet. Der Zustupf à 70 Franken AHV für jeden Neurentner. Dieser soll über eine Erhöhung der Lohnabgaben von 0.3 Prozentpunkten finanziert werden. Im Parlament bezeichneten bürgerliche Politiker diesen Zustupf als «rote Linie». Die AHV müsse saniert und nicht ausgebaut werden, so der Tenor. Bis heute ist dies der Hauptgrund, wieso sich Wirtschaftsverbände, FDP und SVP gegen die Reform wehren. Und wieso sie auf einmal auch eigene Forderungen als schlechte Lösungen verkaufen. So warnte SVP-Nationalrat Thomas de Courten (BL) die Frauen, dass sie bei Annahme der Vorlage länger arbeiten müssen.

Freilich ärgern sich die Befürworter nun darüber, dass die Kampagne sich nur um den «ungerechten Zustupf» dreht. Alain Berset wirft den Gegnern gar vor, die 70 Franken allein aus «Prinzipiengründen» abzulehnen. Denn finanziell hätte es zwischen den zwei Vorlagen, die am Ende übrig blieben, keinen Unterschied gemacht. Berset sprach von Kompromiss, von Geben und Nehmen. «Die 70 Franken waren der notwendige Schritt, um jene Kreise, die gegen all die anderen Punkte waren, für die Vorlage zu gewinnen.» (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sophia 21.08.2017 08:21
    Highlight Highlight Die AHV ist der zentrale Pfeiler der Schweizer Altersvorsorge! Für zwei von drei Rentnerinnen und Rentnern ist die AHV die wichtigste Einnahmequelle im Alter ganz besonders auch für unsere Bauern!. Eine Erhöhung der AHV um 4 bis 6% ist deshalb substanziell. Dank des Umlageverfahrens und der solidarischen Finanzierung ist die AHV für normalverdienende die kostengünstigste Altersvorsorge!

    • Bert der Geologe 25.08.2017 12:37
      Highlight Highlight Genau: Ich brauche, also muss ich bekommen. Ein beliebter Denkansatz, gerade unter Bauern. Aber zentral ist doch: wo nehmen, ohne zu stehlen. Meine Generation die sorglos in den 60ern und 70ern gedieh, hatte die Alten ausgelacht, weil sie immer sparen wollen. Nun kriegen wir Panik, weil unser Batzen auf der Seite nirgendwohin reicht und jammern und pochen auf Solidarität.
  • Sophia 18.08.2017 09:36
    Highlight Highlight Das Sozialwerk AHV wurde von Anbeginn von Rechts bekämpft. Die stetigen Parolen, die Jungen müssen für die alten blechen, dann aber: Die geburtenstarke Jahrgänge werden von den Jungen ausgebeutet, Rechnungen, die keiner durchschaut, sollen die Gesellschaft und die Solidarität zu untergraben. Das soll sich in Köpfen der Menschen festsetzen! Wer erarbeitet in unserem Staat z.B. 40 Milliarden Dividenden, die 2017 alleine von den SMI Firmen ausbezahlt werden?» Der fleissige Mensch, dem diese Abräumung am Hintern vorbeigeht! Und für die AHV soll es nicht reichen? Denkt nach uns stimmt JA!!!!
  • Herbert Anneler 08.08.2017 14:24
    Highlight Highlight 70 CHF für alle zukünftigen RentnerInnen mit Giesskanne stinkt mir, aber eine entsolidarisierte Gesellschaft wie die USA stinkt mir unendlich viel mehr. Aber genau dies ist die hidden agenda von FDP/SVP. Mit ihrer Erhöhung der PK-Beiträge für Arbeitnehmende und Arbeitgebende verteuern sie die Lohnkosten - und fördern so die Auslagerung von Arbeitsplätzen in Billiglohnländer. Damit verkleinern sie die Basis für das Substrat der Altersvorsorge weit mehr als mit den 70 CHF pro RentnerIn. Daher ist die AHV-Abstimmung eine wichtige Weichenstellung: Mehr USA oder gleichviel Schweiz wie heute!
  • HAL9000 08.08.2017 14:05
    Highlight Highlight Ich seh schon, am Ende hab ich nichts mehr...
    • mogad 08.08.2017 17:44
      Highlight Highlight Womit die Angstmacherei von SVP/FDP ein voller Erfolg ist. Passen Sie auf: es wird die nächste Finanzkrise sein, die unsere Sozialkassen leert und nicht 70 Franken mehr AHV für die Rentner.
    • HAL9000 09.08.2017 09:25
      Highlight Highlight Ach nö, Angst hab ich nicht. Es wird sowieso kommen wies kommt.
      Zuweilen, in gut 50 Jahre sowieso andere Systeme und Lebensweisen dominieren werden.
      Es ist fast unmöglich eine Altersvorsorge aus der früheren Zeit in der neuen noch gebrauchen zu können. Schon alleine durch die technologisierung wird im Alter vieles anders, evtl sogar günstiger usw.
      Ich lass mich da nicht einschüchtern.
    • Sophia 21.08.2017 16:48
      Highlight Highlight Es ist doch eine ganzeinfach Geschichte. kein Staat der Welt (ein zivilisierter) kann es sich leisten, dass seine Bürger verarmen. Das wäre gleichbedeutend, mit einem Bankrott. Wo keine Konsumenten sind, braucht es auch keine Produktion. Also muss ein Staat für seine Bürger sorgen. Das müsste er auch, wenn es z. B. gar keine Arbeitsplätze mehr gäbe, weil Maschinen die Produktion naherzu alleine übernähmen. Jemand muss die Waren kaufen, damit der Kreislauf des Geldes stattfindet. Es wird daher irgendwann auf ein allgemeines Grundeinkommen hinauslaufen. Dafür gibt es bereits Feldversuche!
  • N. Y. P. D. 08.08.2017 12:38
    Highlight Highlight Die Mehrwertsteuer wird nicht um 2 oder 1.5 Prozentpunkte erhöht, wie es der Bundesrat forderte, sondern um 0.6 Prozentpunkte, wie es der
    👉 Arbeitgeberverband verlangte.

    Berset erinnerte an der Medienkonferenz im Juni daran, dass sich die 👉Wirtschaft in fast allen Punkten durchgesetzt hat.

    Das Parlament hat hingegen die
    👉 Lebensversicherer verschont..

    Eine Senkung der Eintrittsschwelle in der beruflichen Vorsorge hat das Parlament in Rücksicht auf die 👉Wirtschaft ebenfalls abgelehnt.

    Danke für den Text. Ich weiss jetzt, was ich abstimmen werde.


  • Bert der Geologe 08.08.2017 12:03
    Highlight Highlight Das Problem bei solchen Vorlagen ist die Ueberforderung von uns Stimmbürgern. Wir müssten Statistiken interpretieren und anhand von komplexen Prognosen entscheiden können. Wir überhöhen aber die eigenen Erfahrungen. 10% Arbeitslose über 50 heisst nicht, dass es nach 50 hat keine Arbeit mehr gibt, sondern dass 90% über 50 einen Job haben. Es gibt etliche Leute > 65, die mit Freude weiterarbeiten. Einige Kröten der Solidarität müssen von den Jungen geschluckt werden, aber dies erfordert umgekehrt eine stärkere Einsicht, dass man zum Angesparten Sorge tragen muss und nicht nur fordern darf.
    • mogad 08.08.2017 17:48
      Highlight Highlight Klar, das tumbe Stimmvouch ist immer überfordert, bzw. verwirrt wenn es nicht denkt und stimmt wie die Neoliberalen Steuersenker und Sozialabnauer es wünschen. Schon mal was von Demokratie gehört? Ja, um die hab ich langsam Angst!
    • Sophia 21.08.2017 17:00
      Highlight Highlight Wölfli, ganz deiner Meinung, aber schau doch mal weiter untern, welche Gnome sich da versuchen, die einfachsten Zusammenhänge zu verstehen. Also ich glaube schon, dass der Bürger so ungefähr von 30% Idioten durchsetzt ist. Das Schlimme daran ist, dass die grössten Dummköpfe auch die grössten Mäuler haben und kaum jemand sich vorstellen kann, dass es so viel Dummheit auf einen Haufen überhaupt geben kann. Und völlig dumm ist es, wenn die Neoliberalen Sozialabbauer nicht merken, dass Rentner auch wichtige Konsumenten sind. Ich hätte dir gerne 100 Herzchen angklickt!
  • mogad 08.08.2017 09:32
    Highlight Highlight Es gab diesen Sommer am TV "Im Schatten der Burg - Leben wie vor 500 Jahren". Da mussten die Bauern dem Vogt den Zehnten abliefern. Was für ein schöner Brauch! So schön, dass wir ihn gern bis heute pflegen! Lieber dem Pensionskassenvogt 10% vom sauer Verdienten überlassen als dem betagten Nachbur, der nicht mehr so werchen kann wie ein Junger, einen Laib Brot zu schenken!
  • mogad 08.08.2017 09:17
    Highlight Highlight Die Bürgerlichen wollen unsere Gesellschaft amerikanisieren, sprich den Sozialstaat abbauen. Sie sind aber nicht ehrlich und mutig genug das offen zu sagen, deshalb versuchen sie u.a. seit Jahren die Jugend gegen die Rentner, ihre geliebten Grosseltern, aufzuhetzen. Es sind die gleichen Leute, die bei der Bildung sparen, im Gesundheitswesen, die Lehrabgängern nur kaum bezahlte Praktikumsstellen anbieten usw..
    • reaper54 08.08.2017 11:20
      Highlight Highlight Bei der Bildung wird nicht gespart. Wieso immer diese Lügen?

      Quelle Bundesamt für Statistik (wie auch auf dem Bild ersichtlich)
      User Image
    • Troxi 08.08.2017 13:22
      Highlight Highlight Es wird bei der Bildung nicht gespart? Darf ich raten, der Kt. LU ist ihnen abhanden gekommen. Eine Woche zusätzlich Ferien unbezahlt bei Berufsschulen, Kantonsschulen und weiteren Schulen nennen sie keine Sparmassnahmen? Im übrigen konnten so läppische 4 Mio eingespart werden.
    • mogad 08.08.2017 13:46
      Highlight Highlight @reaper54. Die Ausgaben werden der wachsenden Anzahl Schüler und Studenten nicht gerecht, deshalb muss von Sparen gesprochen werden. Natürlich wachsen die Ausgaben - in allen Bereichen, aber weniger als sie müssten, viel lieber senkt man die Steuern, damit die Reichen immer reicher werden. Oder haben Sie eine Statistik, die das Gegenteil beweist? Zum Beispiel, dass es in der CH immer weniger Millionäre und Milliardäre gibt?
  • simiimi 08.08.2017 09:12
    Highlight Highlight Ist auch völlig richtig, gegen die Vorlage zu sein. Ich verstehe wirklich nicht, warum die SP auf Biegen und Brechen auf den 70 CHF mehr für alle bestanden hat. Die Mindestrenten um 70 CHF anzuheben, das wäre ein Kompromiss gewesen. Was jetzt vorliegt ist Resultat eines linken Powerplays, welches sich der Realität des demografischen Wandels verweigert.
  • Sensenmaa 08.08.2017 09:12
    Highlight Highlight Ich hätte da eine gute Idee. Beispiel Amerika und an die anderen Ländern welche dem Beispiel folgen. Cannabis legalisieren! Steuern einnehmen! Ganz einfach.
    • HAL9000 08.08.2017 14:06
      Highlight Highlight Maaan, das sag ich ja seit Jahren...
  • mrmikech 08.08.2017 08:54
    Highlight Highlight Rente wird eh nicht reichen, chf 70 mehr oder weniger ist eine blöde diskussion. Eine grosse gruppe pensionierten muss geld zum ausgeben haben, sonst bricht die wirtschaft ein. In Europa reden wir von 30% im alter 65+ in 2050. Dazu wird es auch noch viel mehr ausgaben für gesundheitsvorsorge geben. Es braucht also ein totales umdenken der wirtschaft.
    • Sophia 21.08.2017 08:24
      Highlight Highlight Die Stärkung der AHV deshalb so eminent wichtg, weil die privaten Pensionskassen seit Jahren unter Tiefzinsen und Anzockern, und Gnomen leiden. Das bisherige Rentenniveau kann nur durch deutlich höhere Beiträge gehalten werden. Ausserdem hat die AHV für alle mit tiefen und mittleren Einkommen ein viel besseres Preis-Leistungsverhältnis als alle anderen Arten der Altersvorsorge. Und wie du richtig schreibst, hängt auch unsere Wirtschaft stark von den künftigen Ausgaben der Rentnern ab!
  • Elpolloloco 08.08.2017 08:37
    Highlight Highlight Erfolg oder Misserfolg dieser Vorlage zeigen sich m.E. erst an der Urne und nicht schon jetzt, wie der Titel des Artikels suggeriert.
  • Bert der Geologe 08.08.2017 08:19
    Highlight Highlight 70 CHF nach dem Giesskannenprinzip auszuschütten ist auch für den Altruisten Sheldon nicht schlüssig. 210 CHF für die 30%, welche das wirklich brauchen, wäre gleich teuer, aber wesentlich logischer.
    • _helmet 08.08.2017 10:45
      Highlight Highlight Dagegen hätte sich die Bürgerlichen genau so mit Händen und Füssen gewehrt. Sie wollen Sozialstaat abbbauen und dass die Reichen mehr vom Reichtum für sich behalten können. Die Vorlage ist ein kleiner Schritt in die Richtige Richtung, mit viel Leistungsabbbau mit höherem Alter und Kürzungen in der 2ten Säule, deshalb sind die 70 Fr mehr für alle richtig, sonst hätte die Vorlage vor dem Volk null Chancen. Die Bürgerlichen sind Deppen, machen genau den gleichen Fehler wie bei der USRIII und stehen am Schluss vor einem Scherbenhaufen. Hoffentlich kommen sie nicht durch. Zum wohl der Schweiz!
  • Ich mein ja nur 08.08.2017 07:49
    Highlight Highlight Die Wirtschaftsverbände bekämpfen die AHV konstant, weil sie eine erfolgreiche Konkurrenz für ihre Pensionskassengeldmaschinen ist. Für alle, statt für wenige halt...
    • Toerpe Zwerg 08.08.2017 08:45
      Highlight Highlight Pensionskassengeldmaschine? Ähä.
  • MaxHeiri 08.08.2017 07:48
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht wie man als junger Bürger dafür sein kann. Das Rentenalter wird nur minim erhöht während andere Länder schon bis 70 gehen. Zusätzlich soll ich noch mehr MWSt bezahlen, damit Pensionäre noch 70 CHF mehr bekommen?
    • Toerpe Zwerg 08.08.2017 08:47
      Highlight Highlight Und es ist noch schlimmer. Der Übergangsgeneration wird auch noch die PK Rente garantiert. Die Jungen werden abgezwickt.
    • pun 08.08.2017 08:48
      Highlight Highlight Die 70 CHF für Neurentner werden über 0,3 zusätzliche Lohnprozente finanziert und weshalb ich mich als junger Bürger dafür einsetzen soll, dass ich noch länger arbeiten muss, während schon heutige ü50 Bürger nur noch schwer eine neue Stelle finden, kann ich nicht ganz nachvollziehen.
    • mogad 08.08.2017 08:53
      Highlight Highlight Andere Länder sind wirtschaftlich viel weniger erfolgreich als die CH, haben sich aber die 35 Stdn.-Woche geleistet usw. Dank der Finanzkrise, die wir auch jenen verdanken, denen die AHV ein Dorn im Auge ist, müssen jetzt anderswo Sparkorrekturen gemacht werden. Die schwer arbeitenden Einwohner des wettbewerbsfähigsten Landes der Welt haben sich die AHV verdient!
    Weitere Antworten anzeigen
  • 7immi 08.08.2017 07:48
    Highlight Highlight eigentlich schon erbärmlich, dass es die bürgerlichen brauchte, um das rentenalter anzugleichen (=gleichberechtigung!!!) und dies nicht vom bund oder sp (setzt sich ja sonst immer für die weibliche gleichberechtigung ein) kam. ausserdem frage ich mich, was dieser punkt in einer abstimmung zu suchen hat. dies sollte schon lange umgesetzt worden sein mit dem gleichstellungsartikel. man stelle sich mal vor, es wäre anders rum (mann mit 64 pensioniert), der skandal wäre gigantisch...
    • pun 08.08.2017 08:49
      Highlight Highlight Weil Frauen weiter bei Lohn und Beförderungen benachteiligt sind.
    • mogad 08.08.2017 08:54
      Highlight Highlight Jetzt bräucht es auch noch die Bürgerlichen, um die Lohngleichheit für Mann und Frau durchzusetzen!
    • 7immi 08.08.2017 10:12
      Highlight Highlight @pun, wölfli
      Welche lohnungleichheit? Es gibt keine statistik, die die löhne 1:1 vergleicht (arbeitserfahrung wird nicht berücksichtigt). Ausserdem hat die frau bei ungleichem lohn die möglichkeit, rechtliche mittel zu ergreifen, da illegal. Dies kann der mann nicht, da das pensionsalter 64 legal ist. Ihr vergleicht also eine allfällige straftat (lohnungleichheit) mit einer legalen diskriminierung (pensionsalter).
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 08.08.2017 07:42
    Highlight Highlight Bei den Auseinandersetzungen über die AHV-Reform, zeigt sich wieder mal, dass die Rechtsbürgerlichen Knallharten Verhandler keinen Centimeter nachgeben!
    Sie wollen die Egoshooter-Pensionskassen-Säule stärken, weil das die Geiz ist geil - Mentalität stärkt und weil sehr viele FDP-Mitglieder in Verwaltungsräten von Krankenkassen gross absahnen können, allen voran der aussichtsreichste Bundesrats-Kandidat aus dem Tessin, Ignazio Cassis...
    Das AHV-Umverteilungsmodell zugunsten der ärmeren Bevölkerung soll geschleift werden, damit noch mehr Rechtsbürgerliche sich ein Klo aus Gold leisten können...
    • rodolofo 08.08.2017 08:28
      Highlight Highlight Äh... ich wollte eigentlich Pensionskassen sagen.
      Aber dann sind mir die Krankenkassen mit Ignazio Cassis als Anhängsel reingerutscht...
      Ist doch Hans was Heiri!
      Einfach ein Bürokratisches Gebilde, in dem viel Geld umgesetzt, verwaltet und investiert wird.
      Das könnten auch Banken sein...
  • Toerpe Zwerg 08.08.2017 07:38
    Highlight Highlight Und wieder ein langer Artikel über die Rentenreform, welcher kein Sterbenswörtchen darüber verliert, wie die Junge Generation von den Babyboomern schamlos über den Tisch gezogen wird. Diese sogenannte Reform kreiert eine willkürliche Grenze beim Jahrgang 1973. Alle mit Jahrgang 1973 und älter profitieren von einer auch für die Zukunft geltenden Besitzstanwahrung in der zweiten Säule. Zusätzlich steigt deren AHV Rente. Noch schlimmer ist es, wenn sie verheirazet sind. Ausgerechnet die geburtenstärksten Jahrgänge erhalte mehr Rente. Das demografische Problem wird veschlimmert. Stimmt Nein!
    • mogad 08.08.2017 09:06
      Highlight Highlight Die Babyboomer ziehen die Jungen schamlos über den Tisch? Allein diese herzlose Aussage sollte jedem Jungen Grund für ein JA sein. Denn wer die AHV zu Gunsten von Banken und Versicherungen schwächen will hat bereits bei der Bildung massiv gespart, zahlt der
      Generation "Praktikum" miese Löhne, lässt Mieten und KK-Prämien steigen! Alles zu Lasten der Jungen. Da sind die 70 Fr. mehr AHV, die bis zur Einführung längst von der Teuerung aufgefressen sein werden, (s. weiter oben) ein Globuli-Chügeli!
    • Bert der Geologe 08.08.2017 09:21
      Highlight Highlight Das wiederum ist auch eine zu einfache Argumentation. Denn was kommt danach ? Eine linkere Reform? Wohl kaum. Rentenalter 67, was demographisch logisch wäre? Wohl kaum. Heute ist der Umwandlungssatz bei den Pensionskassen zu hoch und die AHV-Kasse zu leer. Also wenn wir nein stimmen und alles so lassen, dann tattern wir dann als Greise und essen schimmliges Brot.
    • Chnebeler 08.08.2017 09:40
      Highlight Highlight Komisch ist ebenfalls, dass im der Bundesversammlung wohl nur gewinner sind welche profitieren sprich vor 1973 geboren wurden.
      Ist doch schön wenn man sich die eigene Rente selbst bestimmen kann.

      Ich werde auch klar nein Stimmen zu dieser Verarschung der Jungen.
      Sonst beginnen wohl schon bald die Lehrlinge mit einzahlen in Pensionskasse und 3. Säule.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dechloisu 08.08.2017 07:37
    Highlight Highlight Könnte eine knappe Geschichte werden
    Einerseits ist die linke Seite unzufrieden mit Variante welche von der Wirtschaft bestummen wurde.
    Auf der anderen Seite wollen die Rechten ihre eigene Variante nicht.

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

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