Schweiz
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 Internationaler Migrationsbericht 2014 

Die Schweiz nimmt pro Kopf am meisten Einwanderer auf

01.12.14, 12:31 01.12.14, 14:31

Grafik_OECD

Pro Kopf hat die Schweiz seit 2012 mit Abstand am meisten dauerhafte Neuzuwanderer aufgenommen. Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung betrug der Anteil der Menschen, die sich 2012 dauerhaft in der Schweiz niederliessen, 1,6 Prozent.

Damit belegt die Schweiz vor Norwegen (1,2 Prozent) und Australien (1,1, Prozent) den Spitzenplatz. Dies geht aus dem Internationalen Migrationsbericht 2014 der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, der am Montag veröffentlicht wurde. 

Im grössten OECD-Einwanderungsland, den USA, betrug der Anteil der Neuzuzüger 2012 «nur» gerade 0,3 Prozent der Bevölkerung, in Deutschland 0,5 Prozent. In absoluten Zahlen liegt die Schweiz mit 125'600 Einwanderern unter dem OECD-Durchschnitt. Diese Liste führen die USA (1,031 Millionen), Deutschland (399'900) und Grossbritannien (285'100) an.

Zuwanderung in westliche Staaten stagniert

Insgesamt stagnierte die Zuwanderung in die westlichen Industriestaaten 2012 bei rund vier Millionen Menschen. Die grössten Herkunftsländer waren China mit fast zehn Prozent aller Zuwanderer, Rumänien (5,6 Prozent) und Polen (5,4 Prozent). Die Zahl der Asylbewerber im OECD-Raum stieg um 20 Prozent, wobei die meisten aus Syrien kamen. Pro Kopf das grösste Aufnahmeland für Flüchtlinge war Schweden.

Innerhalb der EU war die Binnenmigration 2012 erstmals gleich gross wie die Zuwanderung aus Drittstaaten. Die Zuzüge aus «Drittstaaten» in die Europäische Union seien auf 950'000 zurückgegangen, nach einem Höchstwert von 1,4 Millionen im Jahr 2007, heisst es in dem Bericht.

Zuwanderungsmagnet Deutschland

Gemäss vorläufigen OECD-Zahlen blieb Deutschland auch 2013 mit voraussichtlich 465'000 dauerhaften Zuwanderern das zweitgrösste Einwanderungsland nach den USA. Der Anstieg gehe überwiegend auf die innereuropäische Wanderung zurück.

2013 sei jeder dritte Migrant innerhalb der EU nach Deutschland gegangen. Gemäss diesen vorläufigen Zahlen stieg die Zahl der Menschen, die ihren Wohnort in die Schweiz verlegten, im Jahr 2013 auf 136'200 an. (whr/sda/apa)



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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 02.12.2014 07:14
    Highlight Toller Zeitpunkt zur Veröffentlichung dieser Statistik durch die OECD! Reiner Zufall ein Tag nach ECOPOP!
    1 0 Melden
  • cjaensch 01.12.2014 22:41
    Highlight Die Einwanderungsländer sind auch die mit dem höchsten Wohlstand. Seltsam auch. Wer profitiert da von wem?
    3 1 Melden
  • beijingduck 01.12.2014 16:27
    Highlight Weshalb ist das eine Überraschung? Für mich macht es Sinn, dass die Leute eher in die wohlhabenden Länder, wie die Schweiz oder Schweden kommen. Man kann mit solchen Zahlen auch rechnen, bevor die OECD einen solchen Bericht veröffentlicht.
    3 1 Melden
  • zombie1969 01.12.2014 16:16
    Highlight Wenn Zuwanderung positiv für die Entwicklung eines Staates ist, dann müsste sich Italien um die Flüchtlinge reissen und die Tore für Einwanderer öffnen. Dann müssten auch die USA ihren Grenzzaun beseitigen. Dann müssten auch die klassischen Einwanderungländer Kanada/Australien ihre Einwanderungshürden beseitigen.
    Oder sollte die Theorie, dass der Zustrom positiv für die Entwicklung eines Landes sei, etwa nicht stimmen? Sollte es doch zutreffen, dass nur soviele Menschen einwandern dürften, wie es freie Jobs gibt, also eine gEinwanderung, wie es die klassischen Einwanderungsländer betreiben?
    2 1 Melden
  • EssigBanane 01.12.2014 14:53
    Highlight Also ich finde das eine gute Sache. In einer globalisierten Welt ist dies eine Bestätigung für unser tolles System. Kommunikation, Dialog, Weltoffenheit und Multikulturalismus sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft.
    7 12 Melden
  • Marcs 01.12.2014 13:44
    Highlight Interessant, dass solche Statistiken meistens NACH den Abstimmungen erscheinen...
    23 5 Melden
    • Benjmi 01.12.2014 16:29
      Highlight Interessant dü kt mich eher die Frage weshalb die OECD auf eine Volksabstimmnung in der Schweiz achten sollte beim herausgeben ihrer Daten?
      5 3 Melden
  • boxart 01.12.2014 13:41
    Highlight Ihr konntet den Bericht also erst nach der Abstimmung bringen?
    14 6 Melden
    • kettcar #lina4weindoch 01.12.2014 14:25
      Highlight Wer lesen kann ist klar im Vorteil:
      "Dies geht aus dem Internationalen Migrationsbericht 2014 der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, der am Montag veröffentlicht wurde. "
      Und ich bezweifle, dass die OECD ihre Agenda nach der politischen Agenda der kleinen Schweiz ausrichtet...
      15 4 Melden
    • Gleis3Kasten9 01.12.2014 14:42
      Highlight "Dies geht aus dem Internationalen Migrationsbericht 2014 der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, der am Montag veröffentlicht wurde. " - Den Artikel an sich zu lesen anstatt gleich zu der Kommentarspalte zu hüpfen hilft teilweise ungemein, ausserdem ist Mike Shiva mit seinen 5 Franken pro Minute wahrscheinleich über dem Budget von watson.
      9 3 Melden
  • kettcar #lina4weindoch 01.12.2014 12:39
    Highlight "Aufgenommen"? Das ist wohl nur ein kleiner Teil der Wahrheit... "Geholt" würde es wohl besser treffen :)
    14 10 Melden

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