Schweiz

Jugendliche wollen eigentlich, haben aber zu wenige Möglichkeiten: 70 Prozent halten eine politische Bildung für wichtig.  Bild: shutterstock

¾ der Jungen in der Schweiz haben keine Ahnung von Politik – jetzt müssen sie nachsitzen

Flexibel, fit, digital und öko: Der Generation Z wird vieles nachgesagt. Grosses politisches Engagement gehört nicht dazu. Das soll sich ändern – und zwar mit einem eigenen Schulfach Politik.

03.11.17, 09:44 03.11.17, 17:31

Nur jeder vierte Schüler zwischen 15 und 25 Jahren ist sich sicher, dass er an den nächsten eidgenössischen Wahlen 2019 teilnehmen wird. Das zeigt die Umfrage des «easyvote-Politikomonitors 2016», die im Auftrag des Dachverbands Schweizer Jugendparlamente (DSJ) durchgeführt wurde. Ein eigenes Schulfach «Politik» soll das Problem des fehlenden Interesses lösen. 

Denn der Wille der Jugend wäre eigentlich da. Rund 70 Prozent der Befragten gaben an, politische Bildung als sehr wichtig zu erachten. Nur tut sich die Politik etwas schwer. Auf Ebene des Bundes versanden regelmässig Offensiven für mehr politische Bildung in der Schule. Doch jetzt kommt Druck von unten. In drei Westschweizer Kantonen wurde Politik bereits als Schulfach eingeführt. In Genf, Fribourg und Neuenburg besuchen 7.- bis 9.-Klässler «Bürgerkunde» als eigenes Fach.

Auch in weiteren Kantonen findet die Idee Anklang. Im September haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger des Kantons Tessin Ja zur Staatskunde als eigenes Schulfach gesagt. Im Kanton Basel-Stadt versuchen die Jungfreisinnigen, das Thema aufs Parkett zu bringen. Vergangenen Sommer lancierten sie die Volksinitiative «Ja zu einem Fach Politik».

Ob ein Schulfach «Politik» tatsächlich die Partizipation der Jungen bei Abstimmungen und Wahlen steigert, ist jedoch noch nicht erwiesen. Eine 2015 durchgeführte Studie in Genf konnte bislang keine Partizipationssteigerung nachweisen. 

Weisst du, wer Ernesto «Che» Guevara war?

1m 3s

Weisst du, wer Ernesto «Che» Guevara war?

Das könnte dich auch interessieren:

Wo ist Walter? (Natur-Edition) Diese 14 Tierarten haben Forscher erst vor kurzem entdeckt

Video zeigt dramatische Flucht von nordkoreanischem Soldaten

Til Schweiger hat sich mit diesem Facebook-Post mal wieder in Schwierigkeiten gebracht ...

Uber vertuscht massiven Hackerangriff – 57 Millionen Kundendaten weg

Das sind die beliebtesten (und fairsten) Smartphones der Schweiz

Weil es schon wieder früh dunkel wird: 13 Glühbirnen-Witze zum Abschalten

Hast du auch dieses Teil an deiner Heizung? So funktioniert es richtig

12 geniale Erfindungen, die deinen Koch-Alltag einfacher machen

Nach dem «Haka» der «All Blacks» bleiben die Waliser einfach stehen 

Die 10 witzigsten Rezensionen bei Amazon – zum Beispiel für diese Huhn-Warnweste

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
54
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
54Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • schuhva 03.11.2017 21:14
    Highlight Ich bin daführ dass das Fach Geschichte aufheteilt wird. In "alte Geschichte" und "moderne Geschichte" dh. ca. Ab dem 2. Weltkrieg bis heute. Dazu würde auch die Politik gehöhren.
    1 0 Melden
    • Luca Brasi 03.11.2017 21:54
      Highlight Die Geschichte wird doch schon jetzt einigermassen so aufgeteilt, zumindest an Gymnasien. 1. Jahr Antike und Mittelalter. 2. Jahr Renaissance, Entdeckungen, Reformation. 3. Jahr Aufklärung, Französische Revolution, 19. Jahrhundert. 4. Jahr 1. WK, 2. WK, Kalter Krieg und Zeit bis heute. Politik ist in allen Zeitebenen vertreten (Griech. Demokratie, Röm. Republik, Konkurrenzsituation Kirche und Herrscher im Mittelalter (Investiturstreit), Kolonialismus und Imperialismus, Nationbuilding, Parteienbildung, Wohlfahrtsstaat und Int. Organisationen.
      1 0 Melden
    • who cares? 04.11.2017 07:26
      Highlight Politik und Geschichte sind schon sehr verwandt und gehören zusammen behandelt. Meiner Meinung nach hat es leider jetzt bereits zu wenige Geschichtslektionen, wo wenigstens der relevante Stoff behandelt werden könnte. In der Sek kommt man meistens knapp zum 2.WK
      0 0 Melden
    • Luca Brasi 04.11.2017 08:59
      Highlight @who cares?: Die Sek macht auch wirklich eine "Schnellbleiche". Da hat man je nach Kanton 3 Jahre 1-2 Stunden in der Woche und dann meistens noch vermischt mit Geografie. Vielleicht gibt es dann noch ein Fach "Gesellschaft", wo man noch den Rest reindrückt. Zudem müssen dort die Lehrkräfte oft ein breites Spektrum an Fächern abdecken und es fehlt am tiefer gehenden Wissen im Bereich Geschichte.
      2 0 Melden
  • Luca Brasi 03.11.2017 17:49
    Highlight Jeder vierte zwischen 15 und 25 Jahren ist sich bereits jetzt sicher in 2 Jahren wählen zu gehen?
    Ich finde das beeindruckend, denn viele planen doch nicht 2 Jahre im Voraus in diesem Alter. Zudem machen viele auch Sprachaufenthalte in Australien oder Kanada oder ziehen aus beruflichen Gründen in ein anderes Land. Und dann gibt es eben -wie bei den Erwachsenen auch- Leute, die nicht daran glauben, dass sich wirklich etwas in ihrem Sinne ändert oder ein Grundvertrauen in die Teilnehmenden hat. Ist das schlimm?
    1 0 Melden
  • AL:BM 03.11.2017 14:56
    Highlight Die heutigen Jungen wissen teilweise nicht einmal, dass es gefährlich ist, auf einem Skateboard, mit Headphones auf und das Handydisplay fixierend, eine Strasse zu überqueren. An Politik ist also überhaupt nicht zu denken.
    6 3 Melden
    • Jol Bear 03.11.2017 23:45
      Highlight Es gibt immer wieder "gestandene Politiker", die nicht einmal wissen, dass es gefährlich ist, in alkoholisiertem Zustand mit dem Auto zu fahren. Oder solche, welche mit Smartphones Bilder ihrer Genitalien umhersenden und und... Also mit gehobenem Niveau hat Politik nicht zwingend viel zu tun.
      3 0 Melden
  • Squ33zy 03.11.2017 14:33
    Highlight Wir haben jeweils vor Abstimmungen die Vorlagen für ein/zwei Lektionen in Geschichte diskutiert und einmal einen Themenblock Staatskunde durchgenommen. Fand ich sehr sinnvoll, hat mein politisches Interesse auf jeden Fall geweckt. Funktioniert meiner Meinung nach auch gut ohne eigenes Schulfach.
    9 0 Melden
  • BetterTrap 03.11.2017 13:37
    Highlight Ich weiss nicht - man fordert immer mehr und mehr von den jungen Leuten, Zeit lassen will man ihnen aber dafür nicht. Versteht mich nicht falsch, das politische Interesse vieler Jugendlicher ist ernüchternd. Aber man versucht ein neues Schulfach wie Politik zu schaffen aber wo? Geschichte und Geographie als ein Fach? Dass ich nicht lache.. und dann wird trotzdem erwartet, dass bei diesen Fächern eine solide Grundbasis vorhanden ist. Wie soll das gehen? Die Menschen werden heute älter denn je.. studiert jmd. aber länger als mit 24 oder macht eine zweite Lehre wird er komisch angeschaut..
    15 0 Melden
  • DWO 03.11.2017 12:53
    Highlight Ein wichtiges Ziel vom Lehrplan 21 ist, neben der Harmonisierung der kantonalen Lehrpläne , das erreichen von klar umschriebenen Kompetenzen.
    Unser System mit seinen Instrumenten zu verstehen, benötigt Kompetenzen, die gelernt werden müssen.
    Ob dafür ein Schulfach vonnöten ist? Hauptsache ist, dass unser System den Schülern nahe gebracht wird.
    0 0 Melden
  • EvilBetty 03.11.2017 12:52
    Highlight 3/4 der Politiker auch nicht. Die können vor allem auf ihrem Sitz kleben bleiben 😂
    13 1 Melden
    • Fabio74 03.11.2017 15:49
      Highlight Die kleben nicht. Die werden gewählt. Es liegt am.Volk andere zu wählen oder sich selber wählen zu lassen
      2 2 Melden
  • DonChaote 03.11.2017 12:41
    Highlight Es ist ja nicht im Interesse der Politik, dass die Bürger Ahnung von Politik haben. Sonst könnten die ja nicht tun und lassen was sie wollen! Klar kommt der Effort von unten und oben versandet es...
    11 16 Melden
  • einmalquer 03.11.2017 12:28
    Highlight Noch wichtiger wäre das Wissen über die Wirtschaft und das Wirtschaftssystem.

    Denn das beeinflusst das Leben nachhaltig ohne dass wir da mitbestimmen könnten weil es nicht demokratisch organisiert ist. Und vor allem, weil sie "die Wirtschaft" um demokratische Beschlüsse selten kümmert.

    Im Gegensatz zu Regierungen können sie Firmen - pauschalierend gesagt - das Volk (den Staat) selbst aussuchen.
    14 3 Melden
    • Fabio74 03.11.2017 13:10
      Highlight Falsch. Es braucht beides und zwar dringend
      2 2 Melden
  • Schnapphahn 03.11.2017 12:04
    Highlight Nicht schlecht. Den LP 21 noch nicht mal auf Sek. 1 eingeführt und schon werden Stimmen laut (in der Westschweiz notabene), welche ein neues Fach fordern. Hauptsache Geografie und Geschichte werden zusammengelegt. Super gmacht, mou.
    18 2 Melden
  • purzelifyable 03.11.2017 11:33
    Highlight Hat man auch überprüft, wie viele Schweizer von 25 bis 100 Jahren keine Ahnung von Politik haben? Ich denke mal, so viel besser wird es bei denen auch nicht sein.
    41 7 Melden
  • Little Flip 03.11.2017 11:22
    Highlight Finde die Idee mit dem eigenständigen Fach Bürgerkunde sehr gut. Demokratie soll von allen "gemacht" werden und nicht nur von denen die Zeit dazu haben. Sonst haben wir in 20 Jahren ein grosses Problem.
    12 1 Melden
  • penpusher 03.11.2017 11:10
    Highlight Fehlt da im Norden der Zentralschweiz nicht noch ein Z und ein G in der GrafiK? ;-)
    Ich fühle mich gemobbt!
    7 3 Melden
    • Idrisi 03.11.2017 12:33
      Highlight Wegen dem Finanzausgleichsgestänker wird Zug von der politischen Karte genommen. Finde ich fair aber dein Gefühl täuscht nicht. Es ist Absicht.
      4 0 Melden
  • Nuka Cola 03.11.2017 11:10
    Highlight Früher gabs ja das Fach Staatskunde, aber hey, musste man ja auflösen...

    Aber dafür hat man in einer schulischen Berufsbildung, in einem Beruf in dem Französisch als sekundär oder tertiär Sprache ausstirbt noch immer 5 Lektionen die Woche Franz, und wer sich für Politik interessiert kann über den Mittag ins Freifach gehen.

    10 11 Melden
  • w'ever 03.11.2017 11:06
    Highlight eine meinung haben ist das einte, aber ich bezweifle, dass eine mehrheit der erwachsenen wirklich über politik bescheid weiss
    11 2 Melden
  • WalterWhiteDies 03.11.2017 11:03
    Highlight Bin selber noch "jung" und finde, dass die jugend nur noch verblödet. Ein wenig Interesse für unsere Zukunft sollte einfach da sein. Leider intressieren sich die meisten eher dafür, was gerade auf Instagram und Youtube "trendet". Genau aus sollchen Gründen konnte die neue AHV reform auch nicht angenommen werden. Da sich zu wening jugendliche um die Zukunft kümmern.
    12 14 Melden
  • stimpy13 03.11.2017 10:53
    Highlight Ich zähle mich auch eher zu den politischen Tieffliegern. Das Hauptproblem beim fehlenden Wissen sehe ich darin, dass Parteien mit ihren manipulativen Parolen und Halbwahrheiten sich eben an die Leute wenden, die sich zu wenig auskennen. Mit Massnahmen wie den youtube-Videos von easyvote oder dem Schulfach dagegen zu halten finde ich sehr lobenswert und notwendig.
    16 1 Melden
  • phreko 03.11.2017 10:19
    Highlight Zwischen Instagram, Fitness und neusten Modetrends bleibt für Politik einfach keine Kapazität und Zeit mehr übrig.
    62 32 Melden
    • Troxi 03.11.2017 11:24
      Highlight Vorurteile sind so unnötig wie ein Fundbüro in Polen!
      33 6 Melden
    • Olaf! 03.11.2017 11:43
      Highlight "Rund 70 Prozent der Befragten gaben an, politische Bildung als sehr wichtig zu erachten. Nur tut sich die Politik etwas schwer."
      5 1 Melden
    • Christian Mueller (1) 03.11.2017 12:25
      Highlight das sind halt Milizwähler ;-)
      0 0 Melden
    • FAIKUE 03.11.2017 13:17
      Highlight Bei Ihnen passts zwischen Ländler hören und täglichem Fussballschauen noch? Verallgemeinern kann ich auch.
      2 0 Melden
  • Hierundjetzt 03.11.2017 10:10
    Highlight Aber dann das Stimmrechtsalter auf 16 runtersetzen wollen 😂😂😂🤦🏼‍♂️
    98 22 Melden
    • phreko 03.11.2017 10:45
      Highlight Was änderts? Interessierte können mittun, und allenfalls könnte es noch weitere zum mittun bewegen.

      Wo liegt das Problem, wenns nur wenige machen?
      5 4 Melden
    • Idrisi 03.11.2017 12:29
      Highlight Staatskundeunterricht hatte ich mit 16 an der Gewerbeschule als Teil der Allgemeinbildung. Fundamentale Dinge wie das "Warum Gewaltentrennung wichtig ist", habe dort gelernt. Das hat mich bezüglich politischem Wissen traurigerweise wohl ins erste Quantil katapultiert. Die Motivation meiner Mitschüler wäre wohl noch grösser gewesen wenn sie hätten Abstimmen können.
      3 1 Melden
    • FAIKUE 03.11.2017 13:15
      Highlight Das wäre für den Viertel die sich für Politik interessieren, denn die würden oft bereits früher abstimmen. Ging mir auch so.
      0 0 Melden
    • Hierundjetzt 03.11.2017 13:31
      Highlight Mündig sein: ab 18
      Alk trinken: ab 18
      Autofahren: ab 18
      Pornos konsumieren: ab 18

      Über Altersvorsorge oder EU abstimmen: Ab 16? Weil man bei hochkomplexen Sachgeschäften mündiger ist als beim Alkeinkauf?

      Nein, das sehe ich nicht ein. Wir setzen alles runter, danach können wir über das Stimmrechtsalter sprechen. Vorher nicht.
      5 5 Melden
    • Troxi 03.11.2017 14:12
      Highlight Alk trinken 18? Beschränkt ab 16 bereits Möglich ;)
      1 0 Melden
    • Alex_Steiner 03.11.2017 14:19
      Highlight @Hierundjetzt: Wo lebst du denn? Alk trinkt man hier immer noch ab 16.
      1 0 Melden
    • Hierundjetzt 03.11.2017 14:31
      Highlight Alex: Schnaps ist ab 18
      2 1 Melden
    • Alex_Steiner 03.11.2017 14:52
      Highlight @Hierundjetzt: Ich weiss? Alk heisst nicht Schnaps.
      2 0 Melden
    • Datsyuk 04.11.2017 07:42
      Highlight Der Schnaps wäre das passive Stimmrecht, Bier das aktive.
      2 0 Melden
  • Linus Luchs 03.11.2017 10:02
    Highlight Politische Beteiligung ist nicht eine Frage des Wissens über das politische System. Dieses Wissen ist durchaus nützlich, aber die Motivation, sich mit Politik zu befassen, entsteht aus dem Gefühl, das sie einen betrifft. Wenn junge Menschen verstehen und spüren, dass politische Entscheidungen betr. soziale Gerechtigkeit, Umwelt, Wirtschaft, Europa etc. ihr Leben beeinflussen und über ihre Zukunft bestimmen werden, dann entsteht politische Beteiligung. Dieses Bewusstsein sollte aber vor allem im Elternhaus gefördert werden. Zum Beispiel indem das neue iPhone nicht das wichtigste Thema ist.
    75 15 Melden
    • loquito 03.11.2017 10:33
      Highlight Genau das ist der Grund weshalb die SVP auf 30% kommt, weil die Leute denken man muss nichts wissen um etwas zu verstehen...
      15 5 Melden
    • Tsunami90 03.11.2017 11:12
      Highlight Ich wiederspreche. Wissen über das Politiscge System ist die Grundvoraussetztung zur Teilnahme. Erst dann ist man in der Lage zu begreiffen, das es "die da oben" oder "die in Bern" gar nicht gibt, und mit genug willen und fleiss einiges zu erreichen ist. Die Schweiz hat ein nahezu klassenloses Politsystem, in dem weder Herkunft noch die grösse des Portemonnaies bestimmende Grössen für Erfolg sind. Aber das muss man zuerst wissen. Klar wäre es wünschenswert wenn die Eltern das übernehmen würden. Die Schule soll aber die Basis legen. Und neben schreiben und lesen, gehört politik dazu.
      13 1 Melden
    • kleiner_Schurke 03.11.2017 11:26
      Highlight So habe ich früher auch gedacht. Wenn man aber etwas reift, merkt man, dass:

      1. auf lokaler Ebene nichts bewirken kann da dort oft lokale Seilschaften oder Filz am Werk ist. Das geht soweit das selbst die lokalen Medien manipuliert sind.

      2. man auf der grossen Bühne (Nordkorea, Russland USA, Iran, EU, Konzerne usw.) rein gar nichts zu melden hat.

      3. auf der Schweizer Ebene ein klein wenig was bewirken kann, die Schweiz wiederum aber unwichtig ist für das Weltgeschehen.

      Also kümmert man sich lieber um das nächste iPhone.
      4 4 Melden
    • Fabio74 03.11.2017 11:32
      Highlight Falsch. Wer das politische System nicht kennt, kennt die Möglichkeiten nicht, die jede und jeder hat zur Mitbestimmung und Mitgestaltung. Erst dann kann ich auch mich zu Themen äussern und weiss was es heisst einer Initiative zuzustimmen und was dann die Arbeit des Parlaments ist.
      Mit diesem Wissen hört dann auch dieses Bashen auf Staat und Politik auf, das die SVP treibt
      9 3 Melden
    • Troxi 03.11.2017 11:41
      Highlight Du hast in praktisch allen Punkten recht. Bei mir zu Hause ist es allerdings so, dass sehr vieles, was Politik angeht angesprochen wird beim Nachtessen. Allerdings, wenn ich mit Reden möchte, dann werd ich gleich Mundtot gemacht mit den Argumenten, es betrifft dich nicht und du hast keine Ahnung. Das fördert es auch nicht, bei mir entwickelte sich eher Rachegelüste als Motivation für politisches.
      3 2 Melden
    • Phrosch 03.11.2017 11:43
      Highlight Ich finde beide Argumente haben was. Oft ist Interesse aber die Grundlage, um sich dann auch Wissen anzueignen. Da ist das Elternhaus ganz wichtig. Als Lind haben wir mit den Eltern Nachrichten gehört und irgendwann Fragen gestellt und dann mitdiskutieren, auch kontrovers. Mit meinen Kindern hielt ich es genauso. Hat beide Male funktioniert.
      4 1 Melden
    • Idrisi 03.11.2017 12:16
      Highlight Das politische System zu kennen ist das unabingbare 1x1 jeder wirksamen politischen Tätigkeit. Das Elternhaus kann nur selten etwas dazu beitragen.
      4 2 Melden
    • Linus Luchs 03.11.2017 12:21
      Highlight loquito, Tsunami90, Fabio74, benutzt jemand E-Banking, weil man weiss, wie es funktioniert? Nein, man will die Vorteile nutzen. Spielt jemand Klavier, weil man die Mechanik begriffen hat? Nein, weil man Musik machen will. Nicht das Wie ist entscheidend, sondern das Wozu. In den 70er-Jahren demonstrierten Junge gegen das AKW Kaiseraugst. In den 80ern gab es eine starke Friedensbewegung. Die INHALTE und das Betroffenheitsgefühl haben die Menschen mobilisiert. Ist dieser Impuls da, beginnt sich der Mensch auch dafür zu interessieren, wie das System funktionier und wie etwas verändert werden kann.
      6 2 Melden
    • Fabio74 03.11.2017 13:16
      Highlight Widerspreche auch deinem 2.Kommentar massiv.
      Wenn du dieses Bashing der SVP auf den Staat hörst und all der Mitläufer, weisst du das was schief läuft. Nämlich, dass die wenigsten eine Ahnung von politischen Rechten und Vorgängen haben.
      Deine Vergleiche passen nicht. Weil ich das Klavier nicht mitbauen will. Mit der Politik aber meine Zukunft mitgestalten will.
      Da muss ich wissen wie das Ganze läuft. Was Majorz und Proporz sind. Was Initiative und Referendum. Was die Aufgaben von SR und NR sind etc usw
      1 2 Melden
    • Alterssturheit 03.11.2017 13:36
      Highlight Grundsätzlich einverstanden. Aber wenn ich so an meine Teenagerzeit zurück denke, wer hat sich damals für Politik interessiert ? Das war auch nur ein sehr kleiner Teil.
      0 0 Melden
    • Linus Luchs 03.11.2017 15:06
      Highlight Fabio74, du hast mich mit deiner Aussage bestätigt: "Mit der Politik aber meine Zukunft mitgestalten will."
      Eben, das ist, was ich meine. Das Wozu. Der Wille, an politischen Entscheidungen teilzuhaben, entsteht aus dem Bedürfnis, seine Lebensbedingungen und seine Zukunft mitzugestalten. Es entsteht, wenn es einem z.B. nicht egal ist, ob X Milliarden Franken Steuergelder für Kampfjets ausgegeben werden oder nicht. Wenn ein junger Mensch das Gefühl hat, das ist für mich relevant, dann wird er politisch. Und dann will er auch lernen und verstehen, wie die Instrumente der Politik funktionieren.
      1 1 Melden
    • Fabio74 03.11.2017 16:01
      Highlight Widerspruch zum Dritten. Wenn der Staat Interesse hat an der Beteiligung der Bevölkerung, dann ist es falsch zu hoffen.
      Der Staat sind wir alle. Und je mehr sich beteiligen, umso legitimierter sind Entscheidungen.
      Es muss weg gekommen werden von diesem Bashing auf die "classe politique". Hin zu einem sachlichen Diskussionsniveau.
      Wie will man wählen und abstimmen wenn man die grundlegendsten Dinge nicht versteht? Dann folgt man den dumpfen Parolen und wohin das führt ist bekannt
      1 0 Melden
    • Linus Luchs 03.11.2017 18:08
      Highlight Fabio74, bin mit allem einverstanden. Wundere mich, dass wir uns nicht einig werden.
      Zur Erinnerung: Es geht darum, wie man die Jungen dazu bringt, sich politisch einzubringen. Ich pauschalisiere: Wenn du einem unpolitischen 18-Jährigen Proporz und Majorz erklärst, wird er dir ins Gesicht gähnen. Aber wenn du ihn dazu bringst, dass er sich intrinsisch motiviert mit politisch relevanten Themen befasst, dann entwickelt er überhaupt einmal die innere Verfassung, sich formales Politikwissen aneignen zu können.
      Lernökonomie: Der Mensch lernt, was ihn interessiert oder was ihm nützt!
      1 0 Melden
    • Fabio74 03.11.2017 23:28
      Highlight In dem man Politin und Staatskunde als Unterrichtsfach bringt ab 16. Und zwar nicht staubtrocken sondern sich mit Tagespolitik auseinandersetzt und Theorie auf der Seite hat
      0 0 Melden

Ganz ohne Plastiksäckli: In Zürich öffnet der erste Zero-Waste-Laden der Deutschschweiz

In Zürich eröffnet der erste Laden ganz ohne Abfall. Wer was kaufen will, muss seinen eigenen Behälter mitnehmen, auch für Nudeln, Reis oder Alkohol. «Zero Waste» heisst die Philosophie und steht ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft. 

Rüebli, Kartoffeln, Nudeln oder Seife, im Foifi, dem ersten Zero-Waste-Lasten in Zürich, findet man eigentlich alles – ausser eben Plastiksäckli. Der neue Laden steht ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft und setzt sich zum Ziel, keinen Abfall zu produzieren. Der Durchschnittsschweizer produziert im Jahr 344 Kilogramm Abfall – viel zu viel, finden die Betreiber des «Foifi». Der Name ist ein Vermerk auf die fünf Axiome von Zero Waste, aber auch eine Liebeserklärung an den Zürcher …

Artikel lesen