Schweiz

Gleichgeschlechtliches Paar im Standesamt der Stadt Zürich.  Bild: KEYSTONE

Für Lesben gilt die Männerregel – nun wollen auch sie eine Witwenrente

Lesbische Frauen, die in einer eingetragenen Partnerschaft leben, haben beim Tod ihrer Partnerin kein Anrecht auf eine WitwENrente, höchstens auf eine WitwERrente. Unfair, findet die Lesbenorganisation Schweiz. 

19.11.17, 14:01 21.11.17, 19:41

Ein schwules Paar, das gemeinsam ein Kind aufzieht – noch immer weckt dieses Bild in einigen Köpfen Ängste. Zu Unrecht, findet die Schwulenorganisation Pink Cross, die sich in ihrem neuesten Postionspapier dafür einsetzt, dass auch gleichgeschlechtliche Paare Kinder adoptieren dürfen.

Schweizer Homosexuelle kämpfen für ihre Gleichberechtigung, denn auf vielen Ebenen harzt es noch immer – nicht nur bei der Adoption. Auch beim Todesfall werden Homosexuelle diskriminiert, wie ein Fallbeispiel zeigt. 

Hetero-Frau, 46 Jahre alt, kinderlos

Stirbt ihr Ehemann so erhält sie eine Witwenrente.

Lesbische Frau, 46 Jahre alt, kinderlos

Stirbt ihre eingeschriebene Partnerin, so erhält sie keine Witwenrente. 

Zum Vergleich: Ein Mann in einer eingetragenen Partnerschaft, hat im Todesfall seines Partners den gleichen Rentenanspruch wie ein Mann, der mit einer Frau verheiratet ist. Bei Frauen ist dies aber anders, wie ein Artikel im Sozialversicherungsrecht festhält:

«Stirbt eine Partnerin oder ein Partner, so ist die überlebende Person einem Witwer gleichgestellt.»

Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, Artikel 13, Absatz 2

Wer hat Anspruch auf eine Witwenrente?

Frau, deren Ehemann stirbt und sie entweder:
– Kinder hat.
– über 45 Jahre alt ist und mindestens 5 Jahre verheiratet war.

Geschiedene Frau, deren Ex-Mann stirbt und entweder:
– Kinder hat und die Ehe mindestens 10 Jahre hielt.
– älter als 45 Jahre alt ist und die Ehe mindestens 10 Jahre hielt.
– ihr jüngstes Kind erst nach ihrem 45. Geburtstag 18 Jahre alt wird/wurde.

Wer hat Anspruch auf eine Witwerrente?

Männer deren Ehefrau oder Ex-Frau stirbt und:
– sie Kinder unter 18 Jahre haben (aber nur solange).

Unfair, findet die Lesbenorganisation Schweiz (LOS), die sich jetzt gegen diese Ungerechtigkeit wehrt. Unter dem Leitspruch «Eine Witwe ist kein Witwer» hat der Verein dem diskriminierenden Sätzchen im Gesetzbuch den Kampf angesagt und sammelt Unterschriften für eine Petition. 

«Über 1000 Unterschriften haben wir bereits zusammen», sagt Anna Rosenwasser, die neue Geschäftsführerin von LOS. Die Petition soll vor allem den beiden Vorstössen mehr Gewicht geben, die die beiden SP-Nationalrätinnen Yvonne Feri und Liliane Maury Pasquier eingereicht haben.

«Es geht nicht um Geld», stellt Rosenwasser klar. «Sondern darum, eine weitere Ungerechtigkeit aus der Welt zu schaffen. Die heutige Regelung ist sinnbildlich dafür, dass wir noch immer zu wenig ernst genommen werden.» Grundsätzlich finde sie, die Witwenrente sollte nicht mehr nötig sein. «Aber solange es sie geben muss, haben auch lesbische Frauen in einer eingeschriebenen Partnerschaft Anrecht auf Rente.»

Die Geschäftsführerin von LOS ist zuversichtlich, dass eine Mehrheit der Bundesparlamentarier einsichtig sein wird und die entsprechende Gesetzesänderung durchkommt. 

Yvonne Feri ist eine der beiden Verbündeten Nationalrätinnen der LOS, die das Anliegen mit einem Vorstoss ins Bundeshaus bringt. «Wir sind noch nicht so weit, dass wir in der Schweiz die Witwenrente abschaffen können», sagt die SP-Nationalrätin. Auch heute seien noch viele Frauen nach dem Tod ihres Ehemannes darauf angewiesen, weil sie keine zweite Säule hätten. «Bei homosexuellen Frauen ist dies beim Tod ihrer Partnerin nicht anders.»

Der Bundesrat wollte eigentlich auf die Rentenreform 2020 die Witwenrente der Witwerrente anpassen. Doch bereits vor der Abstimmung haben die Räte diese Änderung aus der Vorlage gestrichen, die im September vor dem Volk Schiffbruch erlitt. 

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64Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • papipapo 20.11.2017 15:38
    Highlight Das ist unsere Diskriminierung. Lesben sollen sich eine eigene suchen. # reclaimyourdiscrimination
    3 0 Melden
  • moimoimoi 20.11.2017 08:12
    Highlight Die Witwenrente ist überholt. Sie geht davon aus, dass die Witwe den Haushalt führt und nie gearbeitet hat.
    Die Witwerrente existiert, aber nur solange ein Kind zu versorgen ist. Das Gesetz diskrimiert den Mann resp. bevorzugt die Frau. Mal wieder.
    53 5 Melden
  • luckyrene 20.11.2017 06:28
    Highlight hier müsste zuerst der Wittwer genau gleich behandelt werden wie eine Wittwerin. Für mich sollte erst mal diese Ungerechtigkeit aus dem Weg geräumt werden (Dieses Gesetz ist ja sowas von veraltet) dann unterstütze ich auch so ein Anliegen der lespischen Paare.
    41 6 Melden
  • Silent Speaker サイレントスピーカー 20.11.2017 00:59
    Highlight Vielleicht sollte man diese Witw*rente einfach ganz abschaffen und alle Menschen als Individuen betrachten. Das Konstrukt Ehe gänzlich abschaffen und für generelle Gleichberechtigung sorgen. Manch ein Mensch sucht sich nicht aus, alleine durchs Leben zu gehen. Ein solcher hat keinen Ausblick auf irgend so eine Rente. Ich bin für's Abschaffen dieser Rentenart. Und auch für's Abschaffen der Heirat. Man kann die Partnerschaft von mir aus eintragen, aber das sollte auch schon reichen.
    21 19 Melden
  • Karl Müller 19.11.2017 19:13
    Highlight Männer werden also bei der Witwenrente schlechter gestellt. Und die grosse Erkenntnis daraus ist, dass das diskriminierend ist ... und zwar für Lesben, die mit den Männern gleichgestellt werden. Realsatire?
    73 1 Melden
    • Hierundjetzt 20.11.2017 00:31
      Highlight Nö. Werden Sie nicht
      3 12 Melden
  • Karl33 19.11.2017 19:07
    Highlight Ein schönes Beispiel, wie Feministinnen nur auf ihren eigenen Vorteil aus sind. Wollten sie wirklich Ungerechtigkeit aus der Welt schaffen, würden sie sich für die Abschaffung von ungleichen Witwer/Witwenrenten für Mann und Frau einsetzen.

    Wer Gleichstellung will, muss den egoistischen und diskriminierenden Feminismus überwinden. Eine FDP beispielsweise setzt sich zuverlässiger für echte Gleichstellung ein als die Linken, SP, Grüne etc.
    57 13 Melden
    • Yamamoto 21.11.2017 20:14
      Highlight Ja, deshalb setzt sich die Mehrheit der FDP-PolitikerInnen tatkräftig für eine wirkliche Gleichstellung von homosexuellen und heterosexuellen Menschen ein und gegen die Benachteiligung der Männer bei der Wehrpflicht... nicht. Das zeigt, dass die Partei nicht liberal ist, ausser in wirtschaftlichen Themen. Die sollten sich eine Scheibe abschneiden von ihrer Jungpartei.
      Die meisten Linken, die ich kenne, setzen sich für wirkliche Gleichstellung ein. Frauen sollen den gleichen Lohn erhalten, dafür dürfen Männer im Familienrecht und bei der Wehrpflicht nicht mehr benachteiligt werden.
      2 0 Melden
  • Groovy 19.11.2017 18:53
    Highlight Als verheirateter Hetero Mann fühle ich mich langsam aber sicher diskriminiert.
    60 5 Melden
  • Jaing 19.11.2017 17:40
    Highlight Eingetragene Partnerschaft sollte auch für Hetero-Paare möglich sein. Das ist aktuell diskriminierend.
    49 6 Melden
  • Flötist 19.11.2017 16:33
    Highlight "«Es geht nicht um Geld», stellt Rosenwasser klar. «Sondern darum, eine weitere Ungerechtigkeit aus der Welt zu schaffen."

    Wenn das wahr ist, warum setzen sie sich dann nicht dafür ein, dass auch Männer die gleiche Rente erhalten, wie eine Frau? Dann hätten sie gleich zwei Ungerechtigkeiten behoben...
    195 9 Melden
    • Grave 19.11.2017 21:06
      Highlight Ah wennetwas GEGEN männer ist, ist eh nie ungerecht... 🤐




      11 2 Melden
    • Alnothur 19.11.2017 22:52
      Highlight Weil muh patriarchy privilege
      5 3 Melden
  • Kasuari 19.11.2017 16:22
    Highlight Ich bin ganz klar der Meinung, dass a) auch Männer und b) auch Lesben eine Witwen/- Witwerrente erhalten. Überhaupt sollte einfach eine Hinterbliebenenrente gezahlt und nicht zwischen Witwen- oder Witwerrente unterschieden werden.
    92 0 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 20.11.2017 01:15
      Highlight Es lebe die Giesskanne. Vielleicht sollte man einfach diese Form der Rente abschaffen. Wenn ein Mensch finanziell in Not kommt, gibt es andere Optionen. Sie ist unfair gegenüber allen, die partnerlos leben. Die einzige Form der Hinterbliebenenrente, die in Ordnung ist, ist die für Kinder, wenn sie ein Elternteil oder beide Eltern verlieren.
      17 5 Melden
  • Adrian Bühlmann 19.11.2017 16:14
    Highlight Der Verweis auf den Artikel im Gesetz ist falsch. Richtig wäre: Artikel 13a Absatz 2 ATSG (nicht Artikel 13).
    https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20002163/index.html#a13a
    (Nach der Artikelnummer setzt man vor "Absatz" übrigens kein Komma).
    19 3 Melden
  • walsi 19.11.2017 16:02
    Highlight Die Frauen können ja dafür kämpfen, dass die Wittwer und Wittwen bei der Rente gleich behandelt werden, dann wäre das Problem gelöst. Also die Ungleichheit bei Wittwen und Wittwer abschaffen und die Wittwerrente auf das Niveau der Wittwen angleichen. Ich denke, dass das Mehrheitsfähig wäre. Sonst schreien die Frauen auch immer nach Gleichberechtigung, hier hätten sie eine gute Chance zu beweisen, dass es ihnen ernst ist mit der Gleichberechtigung.
    52 3 Melden
  • Refe25 19.11.2017 15:55
    Highlight Bei der Witwenrente sind ausschliesslich hetero Frauen bessergestellt als alle anderen. Der Fehler liegt nicht bei der ungleichbehandlung zwischen hetero und homo sondern zwischen Frau und Mann. Aber da es vorallem Männer sind, die hier per Gesetz diskriminiert werden, bloss nicht allzu sehr drauf rumhacken. Männer dürfen erst gleich wie Frauen behandelt werden, wenn ALLE Forderungen der Frauen umgesetzt wurden. Das nennt man dann Gleicherechtigung.
    53 4 Melden
  • Bonzino 19.11.2017 15:55
    Highlight Bald gehört die Welt sowieso den etwas anders veranlagten Menschen. Alle sind etwas schwul, lesbisch oder gendermässig unterwegs. Schwule und Lesben wollen Kinder. Überhaupt möchten alle von Allem etwas mehr. Nun auch noch eine Witwenrente. Ich möchte, dass meine Frau eine Eselsrente bekommt, sie hat ja einen geheiratet.
    41 50 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 20.11.2017 01:23
      Highlight Lass mal den Genderteil raus. Das hat nichts mit einer sexuellen Neigung und Liebelei zu tun, sondern mit Identität. Fakt ist, dass weder Lesben noch Schwule untereinander Kinder haben können. Transmenschen können das aber sehr wohl, solange noch keine invasiven Eingriffe vorgenommen wurden, da ihre sexuelle Ausrichtung nicht an die Identität geknüpft ist. Trans* findet im Gehirn statt, nicht in den primären Geschlechtsmerkmalen. Du beleidigst mit deinem letzten Satz übrigens alle Esel dieser Welt.
      9 1 Melden
  • Redly 19.11.2017 15:49
    Highlight Bei der Minderheit Lesben ist‘s nun ein Problem. Für die 50% Männer ist‘s aber in Ordnung, weil sind ja NUR Männer.
    Männer kann man sogar systematisch diskriminieren (AHV, Militär, Witwerrente, Maturquote, ...).
    56 10 Melden
    • Charlie Brown 19.11.2017 16:59
      Highlight Maturquote? Wird die etwa per Gesetz vorgegeben? 🤔
      20 12 Melden
    • Redly 19.11.2017 17:52
      Highlight @Charlie: Nein, Maturquote (nur noch ca. 1/3 Männer) wird nur indirekt bestimmt. Z.B. durch Gewichtung der Fächer.
      Die Quote muss entweder das Resultat sein von
      -Gewichtung der Fächer, Präferenz Lehrerinnen (Mehrzahl weiblich)
      - oder Männer, die dümmer sind, andere Präferenzen haben oder in diesem Alter weniger weit sind.
      Meine Meinung: die Gewichtung der Fächer ist zumindest ein wesentliches Problem (u.a. weil für Wohlstand wichtiges zuwenig gewichtet wird) und unfair.


      19 19 Melden
    • Charlie Brown 19.11.2017 21:22
      Highlight @Redly: Auf der Sekundarstufe sind nur 43.2% der Lehrkräfte weiblich (bfs 2011).

      Und auch sonst sind deine „Fakten“ doch eher dürftig.

      Zum Vergleich:
      Berufswahl der Jugendlichen in der Schweiz (Quelle: Bundesamt für Statistik, 2010)

      Weibliche Jugendliche, die eine Lehrestelle wählen in Wirtschaft und Verwaltung: 51%

      Männliche Jugendliche, die eine Lehrestelle wählen in Wirtschaft und Verwaltung: 25.7%

      In Wirtschaft und Verwaltung geht es doch um Kompetenzen, welche für den Wohlstand wichtig sind. Wie erklärst du dir denn dort die weibliche Übermacht?
      8 6 Melden
    • Charlie Brown 20.11.2017 07:53
      Highlight @Redly: Und by the way... Fast nur noch ein Drittel? 42.4% sind es. Also nicht 1/3 sondern 3/7. Und das ist deutlich näher bei der Hälfte als bei einem Drittel.

      Wenn doch nur Mathematik in den Schulen stärker gewichtet würde...
      4 2 Melden
    • Chanichang 21.11.2017 03:55
      Highlight Danke Charlie!
      2 0 Melden
  • Eskimo 19.11.2017 15:34
    Highlight Wenn das so unfair ist...
    Wann gilt dann für Männer die Frauenregel?
    48 3 Melden
  • Loeffel 19.11.2017 15:22
    Highlight Das einzig wirklich bedenkliche ist doch, dass überhaupt zwischen Witwer- und Witwenrente unterschieden wird. Wieso sollte das generell heute noch so mittelalterlich unterschieden werden. Meine Frau ist arbeitstätig und verdient 30% mehr als ich.... sie würde aber höhere Rente als ich bekommen nur weil sie eine Frau ist? #nonsense
    176 4 Melden
    • Loeffel 19.11.2017 16:05
      Highlight Möchte noch anmerken, dass meine Fau zurecht 30% mehr als ich verdient, weil sie mehr in Ausbildung und Karriere investiert hat. Sie hat mehr geopfert als ich. Und sie trägt mehr Verantwortung als ich. Ich gönne ihr die 30% von herzen.
      36 0 Melden
    • Hierundjetzt 19.11.2017 16:13
      Highlight Weil Dein Lebensentwurf nicht Standard ist. Das Gesetz hingegen sämtliche Lebensentwürfe berücksichtigen muss.

      Frauen mit Kindern haben gar nie die Möglichkeit ein Leben lang 100% AHV einzubezahlen, da die meisten Teilzeit arbeiten (wollen / müssen), was dazu führt, das sie eine kleinere AHV Rente erhalten.

      Die etwas höhere Wittwenrente trägt diesem Umstand Rechnung.

      Kurz: Das System ist sehr sozial.
      20 56 Melden
    • phreko 19.11.2017 16:59
      Highlight Beitragslücken haben nichts mit Teilzeitarbeit zu tun.
      Was du meinst, ist die Pensionskasse.
      33 4 Melden
    • Hierundjetzt 19.11.2017 19:58
      Highlight Nö. Arbeitest Du Kinderbedingt nur noch 50% anstatt 100% fehlen Dir 50%...
      4 22 Melden
    • Roman h 19.11.2017 20:04
      Highlight @hierundjetzt
      Selten so einen Unsinn gelesen.
      Wie kann das System sozial sein nach dem super Beispiel von Loeffel?
      Er erwähnt genau das Problem das hier von vielen angesprochen wird
      14 2 Melden
    • phreko 19.11.2017 21:02
      Highlight @hierundjetzt: Du hast offensichtlich null Ahnung von Sozialversicherungen...
      10 0 Melden
    • Hierundjetzt 20.11.2017 00:30
      Highlight Nö. Komplett falsch. Du und Loeffel erfindet einfach irgendwas was, etwas gut tönt. Mehr nicht.

      Nochmals zum mitschreiben (und sonst lies jetzt endlich die Faktenblätter der AHV)

      Das System ist darum sozial, weil es Rücksicht auf Menschen nimmt, die nicht das ganze Leben lang AHV einzahlen können.
      3 12 Melden
    • chrisdea 20.11.2017 10:48
      Highlight @hierundjetzt: von mir aus, aber besagter Fall trifft nicht auf alle Frauen und alle Männer zu. Man sollte also die Regel so definieren, dass beide gleichgesetzt behandelt werden, AUSSER einer der beiden Partner hat sich vermehrt der Erziehung der Nachkommen gewidmet, und daher weniger eingezahlt hat. Nur dann wäre es gerecht.
      Jetzt kapiert?
      2 1 Melden
  • Hierundjetzt 19.11.2017 15:12
    Highlight Zitat: "Grundsätzlich finde sie die Witwenrente ein «alter Zopf»"

    Ich bin mir zu 100% sicher, dass sämtliche Frauen deren Mann gestorben ist dies anders sehen. Wie will den eine Wittwe ohne Wittwenrente über die Runden kommen? Via Sozialamt?

    Was soll das?

    - Die rechtliche wie finanzielle Gleichstellung ist ja vorhanden, wo ist das Problem?

    - Wir haben Rekordarbeitslosigkeit, keine Ahnung wie die Sozialwerke finanziert werden sollen aber sollen Millionen dafür ausgeben, weil eine Einwohnerin sich daran stört das im Gesetzestext zwei Buchstaben fehlen?

    Ernsthaft jetzt?
    12 44 Melden
    • Eskimo 19.11.2017 15:54
      Highlight "Wie will eine Witwe ohne Witwenrente über die Runden kommen?"

      Vielleicht mit arbeiten wie es Witwer auch tun...
      47 4 Melden
    • Hierundjetzt 19.11.2017 19:59
      Highlight Aha. Deine Grossmutter arbeitet also auch noch? Ernsthaft?
      6 22 Melden
    • Eskimo 19.11.2017 20:38
      Highlight Nein aber mein Grossvater😉
      10 1 Melden
    • Loeffel 19.11.2017 23:52
      Highlight @hierundjetzt: WIR wollen ja nicht dass deine Grossmutter weniger Rente bekommt. Sie braucht diese, keine Frage. WIR wollen lediglich, dass deine Grossmutter und mein Grossvater die gleiche Rente bekommen. Alle gleich viel - nicht gleich wenig... got it?
      16 2 Melden
    • Masche 20.11.2017 06:39
      Highlight @hierundjetzt: Das System der AHV offensichtlich nicht begriffen. Ist die Grossmutter noch nicht im AHV Alter, spricht ja nichts dagegen, wenn sie noch arbeitet. Ist sie im AHV Alter, erhält sie AHV und die Witwenrente erlischt, sollte diese kleiner sein, als die AHV Rente. Siehe Erläuterungen zur AHV: “Erfüllen Sie gleichzeitig die Voraussetzungen für eine Hinterlassenenrente und für eine Alters- oder Invalidenrente, wird nur die höhere Rente ausgerichtet“.
      5 0 Melden
  • Li La Launebär 19.11.2017 14:52
    Highlight WitweR-Rente ist kleiner, weil die verstorbene Frau wirtschaftlich nicht so wichtig war.
    Nicht meine Meinung, aber die einzige logische Erklärung dafür, dass die Witwer benachteiligt werden.

    Gemäss dieser (falschen) Logik müssten eigentlich Schwule und nich Lesben wie Witwen behandelt werden!
    40 2 Melden
  • chrisdea 19.11.2017 14:51
    Highlight Wieso wird eigentlich zwischen Witwe und Witwer unterschieden? Ist das nicht grundsätzlich schon diskriminierend?
    240 5 Melden
    • Hierundjetzt 19.11.2017 16:16
      Highlight Weil das Sozialversicherungsgesetz unterscheidet, wie viele Beitragsjahre lang Du einbezahlt hast und dies als Basis für Deine Renteberrechnung nimmt.

      Eine Frau mit Kinder arbeitet vielfach Teilzeit und verliert so Beitragsjahre, die Wittwenrente gleicht dies dann am Ende des Lebens aus.

      Sehr sozial finde ich.

      Es hat also nichts mit einer theoretischen Gleichberechtigung zu tun sondern mit simpler Mathematik. Andersrum würden die Männer bevorteilt.
      9 48 Melden
    • Charlie Brown 19.11.2017 17:04
      Highlight @Hierundjetzt: Und bei kinderlosen Ehepaaren? Und bei Hausmännern und Berufsfrauen? Oder bei Paaren, die ganz einfach Familien- und Erwerbsarbeit gleichermaßen aufteilen?

      Willkommen in der neuen Zeit.
      43 2 Melden
    • Hierundjetzt 19.11.2017 20:01
      Highlight Hä? Habt Ihre alle sowenig Ahnung von der AHV Berrechnung?

      Aber grossartig abstmmen gehen, was?
      🤦🏼‍♂️

      Die Ausgangsfrage wurde beantwortet. Nicht das Sozialversicherungsgesetz
      2 24 Melden
    • MaxM 19.11.2017 22:27
      Highlight @ Das Wort "Erziehungsgutschriften" habe ich von einer Person, welche angeblich eine Ahnung von der Rentenberechnung hat, habe ich hier aber nicht gehört.
      1 1 Melden
    • Nick_ 19.11.2017 23:36
      Highlight @hierundjetzt: Derjenige, der die AHV nicht versteht bist leider du. Bei Ehepartnern wird während der Ehe die Beiträge jeweils zur Hälfte dem Partner gutgeschrieben. D.h. die Frau ist absolut gleichgestellt mit dem Mann. Wenn der Mann 100k verdient, wird 50k bei der Frau auf das AHV IKS gutgeschrieben. Es gibt bei Kindern auch noch Erziehungsgutschriften bei der AHV. Dem Mann geht es also genau gleich gut oder schlecht wie der Frau bezüglich AHV Beiträge und Summe.
      Bei der Witwen(r) ist der Mann benachteiligt.
      13 0 Melden
    • pippapo 20.11.2017 00:11
      Highlight Sollte in Gesetzestexten nicht grundsätzlich auf geschlechtsspezifische formulierungen verzichtet werden?
      8 0 Melden
    • Booker 20.11.2017 05:43
      Highlight Genau - nennen wir es ab sofort einfach das Witwum - und halten es Tender neutral.
      5 2 Melden
    • Chanichang 21.11.2017 04:01
      Highlight Witwum 😂
      0 0 Melden
    • Hierundjetzt 21.11.2017 09:13
      Highlight Nick: Man kann doch von Gleichstellung sprechen, wenn die Wittwe nur eine 2/3 Rente erhält! Die Frau ist in jedemfall im Alter benachteiligt.
      0 1 Melden
    • Nick_ 21.11.2017 11:54
      Highlight @Hierundjetzt: Ich weiss jetzt leider nicht was du meinst. Warum nur eine "2/3" Rente? Meinst du allenfalls die 150% Plafonierung bei der Ehepaarrente? Die Kürzung betrifft die Mann- sowie die Frauenrente gleichermassen. Die Frauen (im generellen) sind im Alter absolut bevorteilt bei der AHV. Sie bezahlen gleiche Beiträge wie Männer aber erhalten (im Schnitt) durch die höhere Lebensdauer viel mehr Leistungen. Ist auch okey so, habe kein Problem damit.
      1 0 Melden
    • Nick_ 21.11.2017 12:00
      Highlight @Hierundjetzt
      Weil du ja aber unbedingt eine Benachteiligung suchst in der AHV. Diese gibt es sehr wohl: Bei Konkubinatspaaren, wenn eine Person zuhause fürs Kind schaut (als Bsp). Dort schaut die nicht arbeitende Person (ob Mann oder Frau) in die Röhre bei der Rente, da kein Splitting (keine 50% Anrechnung der Einkommen des Partners, nur Erziehungsgutschriften) sowie gibt es keine Witwerente.
      Dafür haben doppelverdiener Konkubinatsp. den Vorteil dass sie keine Plafonierung haben.

      Dass aber Frauen per se schlechter gestellt sind, ist einfach Quatsch.
      1 0 Melden
  • Arutha 19.11.2017 14:51
    Highlight Aha. Das ist Gleichberechtigung. Wir finden zwar, dass wir es nicht brauchen, aber wir wollen es, denn sonst könnte man uns ja mit Männer verwechseln. Die kriegen es nicht, das ist in Ordnung, wir sind jedoch Frauen und wollen besser gestellt sein.
    41 4 Melden
  • p4trick 19.11.2017 14:51
    Highlight Hä?? Da gibt's ja schon ein Unterschied zwischen Mann und Frau. Geschiedener Mann bekommt nur Geld bis alle Kinder 18 sind, geschiedene Frau aber für immer solang sie die Kinder nach ihrem 27ten Lebensjahr bekommen hat??
    Irgendwie macht das gesamte Gesetz keinen Sinn da müssen wir um gleichgeschlechtlich gar nicht erst anfange zu reden?
    44 3 Melden
  • häfi der Spinat 19.11.2017 14:37
    Highlight Kommt als nächstes die Ehe für Kinder?
    19 28 Melden
  • häfi der Spinat 19.11.2017 14:36
    Highlight Anspruch auf eine Witwenrente.

    Um Himmels Willen.

    Es wird immer abstruser.

    In was für einen verrückten Zeit leben wir eigentlich ?
    22 27 Melden
  • atomschlaf 19.11.2017 14:29
    Highlight Endlich gleiche Regeln für alle - egal ob verheiratet oder verpartnert, egal ob Mann oder Frau.
    Aber sicher nicht eine Sonderregelung für Lesben, die diese stossende Ungleichbehandlung auch noch zementiert.
    Wenn schon müsste man nach Beschäftigungsgrad bzw Einkommen der überlebenden Person vor dem Tod des Partners oder der Partnerin differenzieren.
    46 2 Melden
    • Arutha 20.11.2017 08:50
      Highlight "Endlich gleiche Regeln für alle - egal ob verheiratet oder verpartnert,..."

      Nein nicht gleiche Pflichten für alle. Menschen die heiraten machen einen bewussten Entscheid für etwas und gegen etwas anderes. Menschen die nicht heiraten ebenfalls.
      Indem alles gleichgestellt gemacht wird, entmündigt man den Bürger und sagt, egal wie du dich entscheidest, wir regeln das für dich und deine Entscheidung spielt keine Rolle.
      0 3 Melden
    • Arutha 20.11.2017 08:51
      Highlight Entschuldigung ich habe deinen Beitrag missverstanden, somit kann mein anderer vorhin ignoriert werden. Bzw. hat nichts mit deinem zu tun. :-)
      1 1 Melden
  • grandvlad 19.11.2017 14:25
    Highlight Unglaublich wie lange dauert es, bis Frau und Mann in der Schweiz gleiche Rechte haben...
    27 5 Melden
    • gusg 19.11.2017 19:11
      Highlight @grandvlad: Und Pflichten. Da hapert es nach wie vor...
      9 3 Melden

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