Schweiz

Tiana Moser meint, sie könnte die Rolle nicht so erfüllen, wie es für die Partei nötig sei. Bild: KEYSTONE

Favoritin Tiana Moser will nicht GLP-Präsidentin werden

17.06.17, 10:00 17.06.17, 10:27

Tiana Angelina Moser will nicht Präsidentin der Grünliberalen werden. Die Zürcher Nationalrätin war als Favoritin gehandelt worden. Nun sind mit Kathrin Bertschy und Jürg Grossen zwei Berner die aussichtsreichsten Kandidaten.

Im Interview mit dem «Tages-Anzeiger» vom Samstag sagt Moser, sie könnte die Rolle nicht so erfüllen, wie es für die Partei nötig sei. Offenbar hatte Moser bereits am Freitag gegenüber dem «Bund» ihren Verzicht auf eine Kandidatur bekannt gegeben.

Die GLP brauche jemanden, der neben der Öffentlichkeitsarbeit die lokalen und kantonalen Parteien aufbaue und besuche, sagte Moser im Interview. «Das bedeutet, abends und am Wochenende viel unterwegs zu sein – eine Belastung, die im Wahljahr nochmals zunimmt.» Als Fraktionspräsidentin hingegen könne sie flexibler arbeiten, das habe ihren Entscheid beeinflusst.

Bertschy und Grossen zeigen Interesse

Zudem hält Moser einen doppelten Wechsel an der Parteispitze für ungünstig. Denn würde sie Parteipräsidentin werden, müsste auch die Fraktionsspitze neu besetzt werden.

Die 38-jährige Tiana Angelina Moser war als Favoritin für den zurücktretenden Parteipräsidenten Martin Bäumle gehandelt worden. Neu in der Favoritenrolle sind zwei Berner, die im Nationalrat politisieren: Kathrin Bertschy und Jürg Grossen. Beide haben bereits Interesse signalisiert. Bäumle hatte im Mai seinen Rücktritt auf den Sommer angekündigt. Der Zürcher Nationalrat war seit der Gründung der Grünliberalen im Jahr 2007 deren Präsident. (viw/sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Israelischer Professor zum Trump-Entscheid: «Jerusalem war nie das Hindernis für Frieden»

«So etwas macht man nicht» – FDP-Boss Gössi kritisiert Geheimtreffen vor Juncker-Besuch

«Bilder von unten» – 12 Leute erzählen, was sie auf Tinder und Co. nicht sehen wollen

Bitte, Nintendo, diese 15 Games gehören auf einen Game Boy Classic Mini!

Warum nach einem Amoklauf in den USA noch viel mehr Menschen starben

Jahre des Zorns – was der Palästinenser-Aufstand bedeutet

Diese Obdachlosen haben vielleicht ihr Zuhause verloren – nicht aber ihren Humor

Trump macht Jerusalem zur Israel-Hauptstadt – die Nahost-Eskalation in 9 Punkten erklärt

Dieser Schweizer Soldat musste gerade durch die Französisch-Hölle – aber sowas von

Orgasmus oder Gewichtheben – siehst du das Kommen?

Eine Lokalzeitung befeuert jahrelang die KESB-Debatte – dem Chef drohen jetzt Konsequenzen

Du hast vielleicht die wichtigste Botschaft auf dem «Time»-Cover übersehen

Back to the Future – so gut ist das iPhone X wirklich

Schone dein Portemonnaie und die Umwelt: 19 Tipps, wie du weniger Müll produzierst

#metoo im Bundeshaus: Was sich Nationalrätinnen anhören müssen – und wie sie sich wehren

Nathan Fillion ist der lustigste Promi-Twitterer der Welt. Der Beweis in 18 Posts

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Howard271 17.06.2017 12:32
    Highlight Schade! Sie hätte das sicher gut gemacht.
    7 6 Melden

Von wegen «immer zuerst Telmed» anrufen: Die Krankenkasse merkts nicht

Krankenversicherungen mit Telefon-Erstkonsultation boomen. Doch in manchen Fällen scheinen die Versicherten gar nicht zum Hörer zu greifen – und die Krankenkassen merken es nicht. 

Zum Jahresende gibt es neben den Weihnachtsvorbereitungen für Herr und Frau Schweizer einen weiteren wichtigen Punkt auf der To-do-Liste: den Krankenkassenwechsel. Bis gestern hatten die Versicherten Zeit, ihre Grunddeckung zu kündigen und zu einer anderen Krankenkasse zu wechseln. Laut dem Internet-Vergleichsdienst Comparis tun dies jedes Jahr zwischen 8 und 10 Prozent aller Versicherten – der Prozentsatz variiert je nach Prämienerhöhung.

Auch mit Wechseln innerhalb derselben …

Artikel lesen