Schweiz
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Zehn Jahre nach den tödlichen Schüssen

«Parkplatzmörder» Bashkim Berisha offenbar ausgeschafft

02.03.15, 18:53


Am 11. Februar 2005 erschoss der Ex-Thaibox-Weltmeister Bashkim Berisha wegen einem Streit um einen Parkplatz in Dübendorf einen jungen Familienvater aus Mazedonien. Zehn Jahre später wurde Berisha aus der Schweiz ausgeschafft, schreibt der Tages-Anzeiger

Ex-Thaibox-Weltmeister Bashkim Berisha. Bild: KAPO ZUERICH

Der 34-Jährige soll vor wenigen Tagen in sein Heimatland Kosovo ausgeschafft worden sein, heisst es weiter. Berisha, der zwei Drittel seiner 14-jährigen Freiheitsstrafe abgesessen hat, sei in seinem Heimatland vermutlich in die Freiheit entlassen worden.

Das Amt für Justizvollzug wollte sich gemäss dem Tagi aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht zum Fall äussern.

Schon Bashkims Brüder wurden ausgewiesen

Der Fall Berisha sorgte landesweit für Schlagzeilen. Nach den tödlichen Schüssen von Dübendorf floh der «Parkplatzmörder» in sein Heimatland, ehe er acht Monate später bei einer Verkehrskontrolle verhaftet und später in die Schweiz ausgeliefert wurde.

Bashkim war nicht der einzige aus dem Berisha-Clan, der in der Schweiz straffällig wurde. Insgesamt vier von fünf Brüdern wurden in der Schweiz wegen diverser Delikte bereits verurteilt. Die Zwillingsbrüder von Bashkim wurden zudem bereits früher des Landes verwiesen. (meg)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Illyrer 02.03.2015 20:27
    Highlight Eindeutig ein Einzelfall. Die grosse Mehrheit der Albaner in der Schweiz sind integriert und führen ein normales Dasein. Gleichzeitig sieht man leider nur Nachrichten über gewalttätige Albaner und deren Ausschaffung, was einen schlechten Gesamteindruck von uns hinterlässt. Ich wünschte es gäbe mehr Berichte über erfolgreiche, vlt. politisch aktive Albaner in der Schweiz, denn so würde, glaube ich, ein anderes Bild von uns entstehen. Albaner, die freundlich, offen, klug und vlt. temperamentvoll sind, so ein Bild ist wünschenswert, aber die einseitige Berichterstattung einiger Zeitungen schädigt dieses Bild.
    10 23 Melden
    • Angelo C. 02.03.2015 21:47
      Highlight Aha, vier Einzelfälle bei fünf Brüdern - und das innerhalb EINER Familie? Danke, Botschaft verstanden ;-)!
      25 8 Melden
    • Señor Ding Dong 03.03.2015 00:17
      Highlight Ich finde, dieses Bild ist schon lange nicht mehr so dominant, wie du denkst. Zumindest in meiner Generation nicht.
      0 1 Melden
    • SeKu 03.03.2015 00:39
      Highlight @Illyrer
      Ich verstehe Sie schon, und auf eine Art haben Sie auch recht. Aber Nachrichten berichten nun mal (meistens) vom Schlechten, da das Schlechte als Ausnahme empfunden wird (und somit eine Berichterstattung wert ist) und das Gute als normal empfunden wird (und damit eine Berichterstattung nicht wert ist). Solang das Schlechte die Ausnahme ist, ist das ja doch auch wieder gut: Eine Schlagzeile ala "Albaner hilft altem Herrn über die Strasse!" wäre ja auch eigenartig. ;)
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  • zombie1969 02.03.2015 19:23
    Highlight "Bashkim war nicht der einzige aus dem Berisha-Clan, der in der Schweiz straffällig wurde. Insgesamt vier von fünf Brüdern wurden in der Schweiz wegen diverser Delikte bereits verurteilt. Die Zwillingsbrüder von Bashkim wurden zudem bereits früher des Landes verwiesen"

    Eine schrecklich nette Familie mit besten Aufstiegsmöglichkeiten in der Unterwelt des Kosovo. Man wird daher bald wieder von ihnen hören...
    36 3 Melden
    • Anded 02.03.2015 19:33
      Highlight Harmloseres Szenario: Vielleicht wird einer von ihnen Premierminister des Kosovos und der andere lässt dann während eines Fussballspiels in Serbien eine Drohne mit Kosovo-Fahne über das Spielfeld fliegen.
      25 3 Melden
    • Angelo C. 03.03.2015 12:29
      Highlight Zombie1969: A propos "schrecklich nette Familie" habe ich mir soeben etwas die Leserbriefe (versehen mit hunderten von likes) aus dem hier verlinkten Berisha-Artikel des Tagesanzeigers betrachtet. Daran kann man das Stimmungsbild gegenüber solchen Familien und Zuzügern gut ermessen. Andererseits sind die Zürcher offenbar masochistisch genug, noch immer Politiker wie einen NR Balthasar Glättli zu wählen, der ihnen u.a. exakt solche Dinge wohllüstig aufs Auge drückt und seine Profilierung über das Wohl der einheimischen Bevölkerung stellt. http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/Parkplatzmoerder-Bashkim-Berisha-ausgeschafft/story/27102903
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  • SeKu 02.03.2015 19:10
    Highlight Gut gemacht Justiz. Zuerst bestrafen, dann wegen dem öffentlichen Sicherheitsinteresse ausweisen und noch vier Jahre Gefängnis der Strafe unverbüsst lassen, so dass er bei einer illegalen Wiedereinreise diese vier Jahre noch verbüssen müsste.
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    • Zuagroasta 02.03.2015 21:48
      Highlight Bist du dir da sicher? Soweit ich weiß hat er die Haftstrafe schon verbüsst. Da er ein Sicherheitsrisiko darstellt, hat man ihn sofort ausgewiesen. (Art.68 Ausländergesetz)
      Normalerweise bekommt man dann ein fünfjähriges Einreiseverbot.
      In schwere Fälle, schätz mal Mord gehört dazu, auch ein unbefristetes.
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Der nette Herr Molina

Ex-Juso Präsident Fabian Molina ist seit gut 100 Tagen im Nationalrat – und mit 27 Jahren der jüngste Parlamentarier im Bundeshaus. Grund genug, um mit dem Zürcher einen Kaffee zu trinken, ein paar Zigaretten zu rauchen und über die grossen Themen zu plaudern.

Fabian Molina sitzt schon seit einer Weile am Tisch nebenan, aber die äusserliche Unscheinbarkeit lässt ihn verschmelzen mit der lustig-zusammengewürfelten Ausseneinrichtung dieses Treatment-Cafés in den Ausläufern des Zürcher Kreis 4. Vielleicht liegt es auch daran, dass er in einem dieser Strandkörbe sitzt, die überall ausser auf Sylt und in vernachlässigten Hinterhofgärten fürchterlich deplatziert wirken, und zudem Kopf und Oberkörper ihrer Bewohner wegschlucken.

Kurz: man sieht ihn nicht.

Er …

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