Schweiz

Das Matterhorn zieht die Touristen immer noch an. Allerdings sieht es, was die Übernachtungen betrifft, dieses Jahr bisher nicht rosig aus.  Bild: KEYSTONE

Die Deutschen und die Russen fehlen – Schweizer Hotels mit 200'000 Übernachtungen weniger

05.08.16, 09:40 05.08.16, 09:54

Mehr Schweizer, aber viel weniger ausländische Gäste: Die Schweizer Hotels haben ein schwieriges erstes Halbjahr 2016 hinter sich. Die Übernachtungszahlen gingen um 1,2 Prozent zurück. Zu denken geben dürfte vor allem das Fernbleiben von chinesischen Touristen.

Gemäss der aktuellsten Beherbergungsstatistik des Bundesamts für Statistik (BFS) vom Freitag ist die Zahl der Logiernächte sowohl im ersten Halbjahr als auch im Juni zurückgegangen. Insgesamt verzeichnete die Schweizer Hotellerie zwischen Januar und Juni rund 16,8 Millionen Logiernächte. Das sind knapp 200'000 weniger als in der entsprechenden Vorjahresperiode.

Auch Chinesen fehlen

Dies hat mit dem Ausbleiben ausländischer Gäste zu tun. Hier gingen die Übernachtungszahlen um 2,5 Prozent (-234'000) zurück. Die zugenommene Nachfrage von inländischen Gästen von 0,5 Prozent (+36'000) konnte das Minus nicht kompensieren. Auffallend ist der Rückgang bei den Gästen aus Deutschland, Russland, Belgien, den Niederlanden und Frankreich.

Sorgen machen dürfte den Hoteliers am meisten das Minus bei den kaufkräftigen chinesischen Touristen. Diese buchten 80'000 Übernachtungen weniger als im ersten Halbjahr 2015. Das bedeutet einen Rückgang um 14,3 Prozent.

Bergregionen leiden

Sieben der vierzehn Tourismusregionen wiesen im ersten Semester gemäss BFS einen Logiernächterückgang auf. Graubünden verbuchte mit einem Minus von 113'000 Logiernächten (-4,5 Prozent) die deutlichste Abnahme in absoluten Zahlen. Es folgen das Wallis (-70'000/-3,7 Prozent) und das Berner Oberland (-63'000/-3,6 Prozent).

Die Region Luzern/Vierwaldstättersee verzeichnete ebenfalls ein Minus von 28'000 Übernachtungen (-1,7 Prozent). Demgegenüber registrierte die Genferseeregion das stärkste absolute Wachstum (+46'000 Logiernächte/+3,6 Prozent). Es folgt die Region Zürich mit einem Plus von 18'000 Logiernächten (+0,7 Prozent).

Was der Schweizer Vize-Direktor zum aktuellen Stand des Schweizer Tourismus sagt, erfährst du hier

(sda).

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    Alle Leser-Kommentare
  • dergraf 05.08.2016 13:39
    Highlight Es liegt beim Preis/Leistungsverhältnis, das in der Schweiz an den meisten Orten seit Jahren nicht mehr stimmt.
    Viele Hotels/Restaurants an beliebten Ausflugsziele sehen im Kunden/Touristen noch einen den man im wahrsten Sinn des Wortes ausnehmen kann.
    Qualität der aufgetischten Speisen am unteren Ende der Skala. Personal, das kaum die lokale Sprache versteht; auch Hochdeutsch knapp; English, Französisch oder Italienisch schon gar nicht. Aber die Preise sind dafür im oberen Teil der Skala angesiedelt.
    Ich selber reise aus diesen Gründen meist ins nahe Ausland: Italien, Österreich, Deutschland.
    2 4 Melden

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