Schweiz

Alec von Graffenried oder Ursula Wyss: Wer beerbt Alexander Tschäppät? Bild: KEYSTONE

Frau oder Grüner – heute fällt die Entscheidung im Kampf ums Berner Stadtpräsidium

15.01.17, 05:11 15.01.17, 08:28

In Bern entscheidet sich heute Sonntag, wer die Nachfolge des langjährigen Stadtpräsidenten Alexander Tschäppät (SP) antritt. Beobachter erwarten einen knappen Wahlausgang.

In der Stichwahl stehen sich Ursula Wyss (SP) und Alec von Graffenried (Grüne Freie Liste) gegenüber. Wyss möchte die erste Berner Stadtpräsidentin werden, von Graffenried der erste Grüne im Erlacherhof.

Im ersten Wahlgang von Ende November holte von Graffenried drei Prozent mehr Stimmen, verpasste aber das absolute Mehr. Im Wahlkampf hat sich der 54-Jährige als Brückenbauer zwischen den politischen Lagern empfohlen. Seine Gegner finden, er meide klare Positionen und wolle es allen recht machen.

Seine Zeit als Berner Stadtpräsident geht zu Ende: Alexander Tschäppät. Bild: KEYSTONE

Ursula Wyss warb mit dem Argument, es sei höchste Zeit sei für die erste Stadtpräsidentin. Die 43-Jährige verwies auch auf ihre Führungserfahrung; anders als von Graffenried gehörte sie schon in der letzten Legislatur der Stadtregierung an. Wyss' Gegner finden, der strammen Linken und langjährigen Berufspolitikerin fehle es am Gespür fürs gemeine Volk.

Resultate am Nachmittag erwartet

Die neue Berner Stadtregierung wurde Ende November bestimmt. Sie setzt sich aus 2 SP, 2 Grünen und 1 CVP zusammen. Die grossen bürgerlichen Parteien FDP und SVP sind nicht vertreten; sie gingen bei der Wahl getrennte Wege und schwächten sich damit gegenseitig.

Das Resultat der Stadtpräsidiumswahl soll heute Nachmittag zwischen 15 und 17 Uhr im Berner Rathaus verkündet werden. (sda)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Flughund 15.01.2017 12:02
    Highlight Wie in der USA. Eine Wahl zwischen Pest und Cholera !
    4 2 Melden

Fertig gepafft auf dem Perron? SBB prüfen schweizweit komplett rauchfreie Bahnhöfe 

In etwas mehr als einem Jahr könnte es auch vorbei sein mit Rauchen in Bahnhöfen: Gemäss einem unpublizierten SBB-Papier könnten mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 sämtliche Bahnhöfe in der ganzen Schweiz rauchfrei werden. Dies berichtet die NZZ.

Im Rahmen einer Testphase sollen ab dem nächsten Fahplanwechsel vom 8. Dezember 2017 drei verschiedene Nichtraucherregelungen während eines Jahres geprüft werden.

Gemäss dem Papier will die SBB-Konzernleitung im zweiten Quartal 2018 definitiv …

Artikel lesen