Schweiz

Die Krankenkassen buhlen um ihre Kunden – zusehends auch mit fragwürdigen Mitteln. Bild: KEYSTONE

Und täglich winkt die «Superprovision» – Krankenkassen-Makler packen aus

06.12.16, 21:26 07.12.16, 06:42

Der Konkurrenzkampf zwischen den Krankenversichern in der Schweiz ist enorm. Über 60 verschiedene Krankenkassen kämpfen im Versicherungsmarkt täglich um die Gunst der Kunden. Dabei werden auch Krankenkassen-Makler eingesetzt, Vermittler, die für das Anwerben von Neukunden engagiert werden.  

Laut Recherchen der Sendung «Kassensturz» bezahlen Krankenkassen ihren Versicherungsmaklern viel mehr als bisher bekannt. Ein Makler legte anonym gegenüber SRF seinen Verdienst offen: «Es gab kaum einen Monat, in dem ich weniger als 30‘000 Franken verdiente» erzählt er und belegt seine Aussage mit Kontoauszügen. 

1‘300 Franken für Einzelkunden, 4‘000 für Familien

Dies bestätigen auch weitere Vermittler. Konkret erhalten die Makler für jeden einzelnen Neukunden 1‘300 Franken Provision. Noch lukrativer sind Familien. Bei einem Krankenkassenwechsel zur Visana beispielsweise, erhält der Vermittler 4‘000 Franken – für eine vierköpfige Familie

Visana wollte sich laut «Kassensturz» gegenüber diesem konkreten Beispiel nicht äussern. Auch die restlichen Krankenkassen machen um ihre Provisionen ein grosses Geheimnis. Auf Anfrage vom «Kassensturz» bei den grössten Krankenversichern, nannten lediglich drei Kassen konkrete Zahlen. 

Die «Superprovision»

Nebst den regulären Provision, winkt den Krankenkassen-Maklern auch die sogenannten «Superprovisionen». Je mehr Abschlüsse sie erzielen, desto höher fällt die «Superprovision» aus, ein zusätzlicher Bonus zur regulären Provision also. Die Krankenkasse Sanitas zahlt dem Makler ab einer jährlichen Provisionssumme von 25‘000 Franken zusätzlich 40 Prozent der erreichten Summe. Bei 75‘000 sind es gar 60 Prozent. Auch Santias wollte sich gegenüber dem «Kassensturz» nicht äussern. 

Eine Beratung durch einen Versicherungsvermittler ist grundsätzlich nicht problematisch. Solange er die Interessen des Kunden vertritt. Zwischen einem Makler und dem Versicherungsnehmer besteht nämlich das gleiche Rechtsverhältnis wie zwischen einem Arzt und seinem Patient. Der Makler ist folglich verpflichtet, nichts vorzunehmen, was diese Interessen-Wahrnehmung gefährden könnte. 

Unabhängige Beratung gefährdet

Laut dem Professor für Privatversicherungsrecht Stephan Fuhrer setzten die Krankenkassen jedoch durch Provisionen, Boni und Superprovisionen falsche Anreize für die Versicherungsvermittler. Eine unabhängige Beratung der Kunden wird so fast unmöglich gemacht. Auch handelt der Makler gegen die Interessen-Wahrnehmung des Kunden, indem er ihm eine Versicherung und Zusatzversicherungen verkauft, die er eigentlich gar nicht benötigt.

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73Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 16:40
    Highlight Ach so.... die bekommen Geld dafür? Ich dachte, heutzutage arbeitet man nur, 'weil es Spass macht'.
    Achtung: Diese Bemerkung könnte Spuren von Sarkasmus enthalten.
    5 12 Melden
    • moedesty 07.12.2016 20:04
      Highlight achtung, du verwechselst sarkasmus mit ironie.

      haha.
      4 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 15:07
    Highlight Das ist ein Skandal: Laufend Leute belästigen mit ihren Werbeanrufen zum Wechseln der Krankenkasse und dann noch überhöhte Provisionen kassieren. Und dies alles zu Lasten der treuen Krankenkassen-Kunden.
    23 1 Melden
  • Hypolaristic 07.12.2016 12:35
    Highlight Wer aufgrund dieses Artikels eine Einheitskasse fordert, kriegt eine virtuelle Flättere von mir.

    Krankenkassen sollen gefälligst ihre Werbe- und Marketingzahlen vorlegen, statt sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

    Oder glaubt hier jemand die Schweizer sind konsequent genug, eine Kasse zu wählen, die in dieser Hinsicht transparent ist?
    4 30 Melden
    • Tubel500 07.12.2016 16:52
      Highlight Die virtuelle Flättere kannst du zusammen mit den bisher fehlenden Argumenten bei mir abliefern..
      21 0 Melden
  • Homes8 07.12.2016 10:27
    Highlight Neben den Provisionen kassieren auch Firmen wie Comparis und andere ähnliche Firmen für Ihre Vergleichsdienste. Ein Click auf deren Webseite genügt und sie kassieren.
    Aus Wiki: "Laut Branchenangaben erhält Comparis von den Krankenkassen zwischen 40 und 50 Franken pro Offerten­anfrage."
    Auch das bezahlen wir mit den KK Gebühren.
    26 1 Melden
    • zwan33 07.12.2016 17:49
      Highlight Immerhin ist Comparis transparent und man findet die günstigste Kasse. Die Prämien sind im Vergleich zu den Maklerprämien geradezu mickrig klein. Und, ganz wichtig, mit dem System Comparis sind keine Betrugsfälle möglich, die schlussendlich über die geschädigte Krankenkasse auch nur wieder die Kunden ausbaden müssen...
      3 4 Melden
    • Homes8 08.12.2016 09:11
      Highlight Wieso soll man jemandem 40 bis 50 Franken für das anschauen einer Übersichtsliste bezahlen? gehts noch?
      Ich muss je nach dem meine Kunden 1-2 Stunden im Laden beraten und krieg eventuel ohne Auftrag keinen Franken dafür. Bei Offertanfragen genauso.
      3 0 Melden
  • Evan 07.12.2016 09:48
    Highlight Der Konkurrenzkampf scheint nicht gross genug zu sein wenn die sich das leisten können.
    29 5 Melden
  • Homes8 07.12.2016 09:09
    Highlight Hätten wir eine Einheitskasse könnte man auch kontrollieren wieviel Zeit ein arzt pro Tag verrechnet. Habe grad so eine Rechnung auf dem Tisch wo ich weiss dass ich nur 10 min für eine erst noch falsche Diagnose beim arzt war (inkl. Rapport) und er hat mir 20min verrechnet. Ausserdem hat er mir 2 Sorten Tabletten ohne Originalverpackung in falscher Menge verrechnet (er habe keine 20er Schachteln mehr, er habe diese 20 aus einer 50er Schachtel genommen, die andere hätte 30 beinhalten sollen waren aber auch nur 20 drin. Geld hat er bereits von KK kassiert. Seit 2 Wochen warte ich auf Rückmeldung
    43 7 Melden
    • RedWing19 07.12.2016 09:31
      Highlight Könntest du mir mal erklären, weshalb man das mit einer Einheitskasse besser kontrollieren können sollte?
      9 24 Melden
    • Homes8 07.12.2016 10:09
      Highlight Wenn der Arzt zB. pro Stunde 6 Kunden je 20min verrechnet und die Rechnungen davon an drei bis sechs verschiedene Kassen gehen, merkt niemand dass er doppelte Zeit verrechnet hat.
      Bei Einheitskasse müsste dann eigentlich auf der Rechnung auch die Tageszeit der Behandlung notiert sein, damit er nach einem halben Tag Arbeit nicht einen ganzen Tag verrechnet und den Nachmittag frei nehmen kann.
      37 2 Melden
    • RedWing19 07.12.2016 10:50
      Highlight Einer Einheitskasse wäre das schlichtweg egal, ob der Arzt den Kunden zu viel Zeit verrechnet. Weshalb? Fehlender Wettbewerb. Werden halt einfach die Prämien erhöht, die Kunden bzw. Versicherten können ja ehh nicht davonlaufen.
      Da es über 60 KK's gibt, will jede KK seine Prämien so tief wie möglich halten und deshalb ist die Rechnungskontrolle bei einer KK sicherlich genauer und besser, als dies bei einer Einheitskasse der Fall wäre.
      8 37 Melden
    • The Origin Gra 07.12.2016 11:45
      Highlight Ich habe für Einheitskasse gestimmt :(
      Die SUVA Funktioniert genauso Gut / Schlecht wie Wettbewerbsversicherer
      26 3 Melden
    • Hypolaristic 07.12.2016 12:38
      Highlight Oh Mann. Man sieht ja wie gut es den Patienten in Deutschland geht, welche bloss gesetzlich versichert sind.

      Und gewisse Ärzte behandeln nur noch Privatpatienten, weil sie sich die Bürokratie mit den Kassenpatienten gar nicht mehr antun wollen.
      4 8 Melden
    • RedWing19 07.12.2016 12:58
      Highlight @ The Origin Gra; Die SUVA kannst du leider nicht mit der Krankenkasse vergleichen..
      4 7 Melden
  • n3utrino 07.12.2016 08:35
    Highlight Gehört die Provision nicht dem Kunden? So wie bei den Retrozessionen für Fonds welche die Banken den Kunden weitergeben müssen. Ist für mich dasselbe.

    https://www.law-news.ch/2012/12/bundesgerichtsurteil-retrozessionen-kickbacks
    22 1 Melden
    • däru 07.12.2016 10:22
      Highlight Da ist leider keine Analogie auszumachen. Bei den Retrozessionen bist Du als Bankkunde Auftraggeber, die Bank als Auftragnehmer erhält von den Anbietern von Finanzprodukten Provisionen, für welche es sich (gemäss BGer) nicht rechtfertigt, diese gestützt auf 400 I OR nicht an den Auftraggeber (Bankkunde/Anleger) herauszugeben.
      Bei der Versicherungsmäkelei hingegen ist die Versicherung Auftraggeber, nicht der Versicherte. Ohnehin richtet sich das Verhältnis Versicherung-->Broker i.d.R. nach dem Mäklervertrag (412 OR) oder Agenturvertrag (418a OR), Provisionen sind da vorgesehen und logisch.
      4 0 Melden
    • däru 07.12.2016 10:25
      Highlight 2. Teil:
      Stell Dir mal vor, die Provision würde dem Kunden (Versicherungsnehmer) zufliessen... Keine Versicherung würde auf Fixlohnbasis Broker einstellen, da keine Garantie, dass diese für den Lohn auch tatsächlich Geschäfte abschliessen/vermitteln.
      Aber einverstanden, da sind offensichtlich grosse Missstände vorhanden.
      Auch bei den Ärztehonoraren sollte man endlich mal genauer hinschauen, das darf doch gopferteli nicht so eine heilige Kuh sein, "Götter in weiss" (my ass..) hin oder her..
      15 1 Melden
    • n3utrino 07.12.2016 11:08
      Highlight Ok. Theoretisch läuft alles richtig.

      Praktisch bezahl ich mit meiner Prämie die Provision für eine "Beratung" und Abwicklung. Ich würde mal sagen es wäre der qualität der Beratungen zuträglich wenn das ganze transparent ist.
      13 0 Melden
    • Der Rückbauer 08.12.2016 12:39
      Highlight däru: Tja, dann müssten die Versicherungen eben direkt verkaufen. Die Zwischenverkäufer (genannt "Berater", die ihre "Kunden" nur über den Tisch ziehen), sollen sich einen anständigen Job suchen. Für mich ist es eine Frage der Zeit, bis denen der Stecker gezogen wird. Siehe auch Kommentare unten "Vertrauen und Treuepflicht". Die Vermittler leben vom Vertrauensmissbrauch, und das nicht einmal schlecht, sonder sehr guuuuuuut!
      3 0 Melden
    • däru 08.12.2016 16:52
      Highlight @Rückbauer: Komplett einverstanden!
      Habe nur rechtliche Klarheit schaffen wollen :)
      2 0 Melden
  • Viserion_targaryen 07.12.2016 08:15
    Highlight Bravo Watson! Endlich wird auch auf dieser Plattform über diese Missstände aufmerksam gemacht (ebenso gegen via Sicura danke!). In meinem Kollegenkreis arbeiten ebensolche "Makler" (meist ohne fundierte Ausbildung, meines Wissens ist diese Obligatorisch ab nächstem Jahr) und verdienen sich eine goldene Nase. Mein Input hat jetzt nichts mit Neid zu tun. Die Prämien steigen unter dem Deckmantel von überrissenen Provisionen um die 80'000 Franken! Kundendaten (Cheats) werden einfach gekauft.Es besteht dringender Handlungsbedarf.
    48 3 Melden
  • Pius C. Bünzli 07.12.2016 08:13
    Highlight Wir wollten ja keine Einheitskrankenkassen da sollten wir uns auch nicht wundern, dass wir Mehrkosten tragen müssen. Nur schon die Gehälter der verschiedenen Verwaltungsräte und die ausgaben für Werbung/Makler sind halt nicht gerade billig.
    34 6 Melden
    • Tscherno Bill 07.12.2016 09:01
      Highlight Mimimi Einheitskasse mimimi. Lern Volksentscheide zu akzeptieren.
      Ausserdem sind die Vermittlungsprämien nur so hoch, wenn Zusatzversicherungen mit im Spiel sind. Diese wären von der Einheitskasse gar nicht betroffen gewesen.

      Wollt ihr KK-Kosten sparen? Dann informiert euch selbst über richtige Franchisen, Zusatzversicherungen und rennt nicht immer bei jedem Bobo gleich zum Arzt. Punkt!

      Die Blitze was es wert :-)
      14 53 Melden
    • Pius C. Bünzli 07.12.2016 09:26
      Highlight Man muss wegen jedem Bobo zum Artzt rennen wenn der Arbeitgeber Artztzeugnisse verlangt. Mir egal ich vermag es zu zahlen. Mir tun nur die Leute Leid die es sich nicht leisten können und desswegen mit Grippe zum Arbeitsplatz pilgern müssen.
      27 2 Melden
  • CASSIO 07.12.2016 06:09
    Highlight Und der ganze Scheiss wird von uns Kunden bezahlt. Nun weiss ich auch, weshalb ein junger Versicherungsberater (keine 25) mit einer fetten Rolex zum Kundengespräch auftaucht. Externer Berater, obwohl ich bei der KK selbst um Anmeldeformular gebeten hatte. Wollte gar kein Gespräch, musste aber eines (am Ende deren drei, weil alles schief lief) wahrnehmen.
    49 1 Melden
  • Thinktank 07.12.2016 05:57
    Highlight Auch wenn der Lohn viel zu hoch ist, ist das die Marktwirtschaft und günstig. Würden die professionellen Staatsangestellten hier beginnen zu wirken, würden die Kosten explodieren.
    8 69 Melden
    • zimibimi 07.12.2016 07:30
      Highlight Bullshit, Staatsangestellte die die OBLIGATORISCHE Grundversicherung an den Mann bringen müssten oder wie?! Weil ja denn der Wettbewerb nicht mehr existiert (im Bereich der Grundverdicherung) würden solche Bonus komplett von dem Markt resp KKKosten fallen, und ich als Konsument kann dann noch immer zu einer privaten Unternehmung gehen und mit zusätzlich versichern lassen. In dem Segment herrscht ja dann auch noch ein Wettbewerb, aber diesen Wettbewerb auf dem Rücken der obligatorischen Kosten - hat ja schon fast Steuercharakter - ist definitiv nicht das was die heutigen Kassen günstig macht.
      29 0 Melden
    • Hausmeister krause 07.12.2016 09:59
      Highlight Bei einer obligatorischen Versicherung von Marktwirtschaft zu sprechen ist eine Frechheit, Willkür auf dem Buckel der Geknechteten trifft es wohl eher.
      15 1 Melden
  • Theodorli 07.12.2016 01:50
    Highlight Bei einer Einheits-Kasse gäbe es Hunderte ,wenn nicht tausende Arbeitslose Versicherungsangestellte.
    Auch all die gekauften Verwaltungsräte welche in der Politik darauf schauen dass es keine Einheits-Kasse geben wird. Das Schaf blökt weiter vor sich hin und wird geschoren.
    64 5 Melden
  • Donald 07.12.2016 00:29
    Highlight Welche KK macht bei diesem Spiel nicht mit? Ich will dahin wechseln.
    Es ist eine Frechheit, dass die KK den ganzen Telefonterror finanzieren. Offenbar gibt es in unserem Gesundheitssystem ja doch übriges Geld.
    71 3 Melden
    • RedWing19 07.12.2016 08:49
      Highlight Die Kleinkassen machen nicht mit ;-)
      6 0 Melden
  • Der Rückbauer 07.12.2016 00:19
    Highlight Es gibt eine direkte Parallele zu den Vertriebsentschädigungen für Fonds (Vermittlungsprovisionen und Bestandespflegekommissionen) bei den Banken. Hier hat das Bundesgericht entschieden, dass solche Kickbacks dem Kunden gehören und die Banken verpflichtet sind, dem Kunden diese Gelder auszuhändigen. Ich wundere mich, dass eine solche Klage bisher nicht bei KK-Provisionen eingereicht wurde. Ich bin sicher, eine solche Klage hätte Erfolg. Wer klagt? Ein Kunde, der über den Tisch gezogen wurde, muss klagen.
    37 1 Melden
    • däru 07.12.2016 10:30
      Highlight Wo siehst Du die Parallele? Bei der Versicherungsmäkelei bist Du als (späterer) Versicherungsnehmer nicht Auftraggeber, 400 I OR ist da nicht anwendbar, keine Chance auf Retrozessionen. "Auftraggeber" ist vielmehr die Versicherung, "Auftragnehmer" der Mäkler.
      2 0 Melden
    • Der Rückbauer 07.12.2016 19:15
      Highlight däru: Ich sehe die Parallele darin: Das Bundesgericht hat festgehalten, dass die Bank als Auftragnehmerin in einem Vertrauensverhältnis zum Auftraggeber, dem Kunden steht, und dass die Bank die Treupflicht verletzt, wenn sie nicht den besten Fonds kauft, sondern jenen, welcher die meisten Provisionen zahlt. Zu dem Provisionen bei der Vermittlung von Krankenkassen: Du hast recht, zwischen dem Interessierten und der Krankenkasse besteht kein Auftragsverhältnis; insofern kann ein Vertrauen nicht missbraucht werden. Fortsetzung im nächsten Post....
      0 0 Melden
    • Der Rückbauer 07.12.2016 19:25
      Highlight Fortsetzung: Zwischen dem Vermittler und seinem Kunden besteht indessen sehr wohl ein Vertrauensverhältnis, indem der Kunde darauf bauen kann, dass der Vermittler (Mäkler) seinem Kunden die für ihn, den Kunden, beste Versicherung empfiehlt, und nicht jene, die am meisten Provision bezahlt. Kommt in Verletzung dieses Vertrauens doch ein für den Kunden nachteiliger Abschluss zustande, könnte der Kunde den Vermittler einklagen und, eventuell, als Nebenbeklagte die Versicherung. Deshalb verkaufen die Banken mittlerweile nur noch "retrofreie" Fonds. Ob das stimmt, bleibe dahin gestellt.....
      0 0 Melden
  • AllknowingP 07.12.2016 00:07
    Highlight Wo kanni h mich beweben?
    8 12 Melden
  • thdom 06.12.2016 23:38
    Highlight Liebes Watsonteam, wenn ihr möchtet kann ich euch einmal die detaillierten Provisionen der Visana mailen...
    83 2 Melden
    • Viserion_targaryen 07.12.2016 08:23
      Highlight Davon hörte ich auch und überstieg meine Vorstellungskraft!!!!!
      7 1 Melden
  • Radesch #Nein zu NoBillag 06.12.2016 22:45
    Highlight Der Souverän hat zu meinem Bedauern die Einheitskasse abgelehnt. Warum eigentlich?
    90 10 Melden
    • Hans_Olo 07.12.2016 13:48
      Highlight Weil die Einheitskasse daran nichts geändert hätte. Die Provisionen werden auf den Zusatzversicherungen bezahlt. Die Einheitskasse deckt aber nur die Grundversicherung ab. Es wäre also alles gleich geblieben
      3 4 Melden
  • Elpolloloco 06.12.2016 22:25
    Highlight "Krankenkasse" ist etwas vage formuliert, handelt es sich um Versicherungen nach KVG oder VVG?
    17 1 Melden
    • #bringhansiback #NoNoBillag 06.12.2016 23:35
      Highlight Beides. Die erwähnten 4000Fr der Visana sind aber nur KVG, Spital allgemein, so wie ich den Kassensturzbeitrag verstanden habe
      Mein Vorschlag wäre, beim KVG Boni, Provisionen und co verbieten, beim VVG, da privat, erlauben.
      27 1 Melden
    • droelfmalbumst 07.12.2016 13:15
      Highlight anständige Kassen haben das schon längst so :)
      2 1 Melden
    • #bringhansiback #NoNoBillag 07.12.2016 16:31
      Highlight Welches sind dann da die anständigen Kassen?
      2 0 Melden
    • droelfmalbumst 07.12.2016 22:49
      Highlight Sicher nicht die Billigkassen ;)
      Wer sich dort versichert ist selber Schuld!
      0 1 Melden
    • #bringhansiback #NoNoBillag 08.12.2016 06:39
      Highlight Frage nicht beantwortet, setzen, 1. So ist es nur eine Behauptung ohne Fakten. Es geht um die Provision für Vermittler. Das Kassensturz Beispiel nennt Visana. Du sagst, anständige Kassen zahlen keine Provision. Welche sind das? Und woher weisst du das?
      Vermutlich die kleinen, die aber trotzdem billig sein können wie z.B die KK Steffisburg in Aarau im 2017...
      0 0 Melden
  • Humbolt 06.12.2016 22:14
    Highlight Und ich hatte sogar noch 10 Minuten Mitleid mit ihm, dass er 2h weg für nichts auf sich genommen hatte.
    Nächsten Herbst nehme ich mir extra ein paar Tage Ferien und lade die Dödels auf extralange Gespräche ein, um möglichst viele für nichts kommen zu lassen!

    Hallo! Gewisse Familien haben hier nicht 4000.- im Monat und dieser Sack macht mit nix doppelt soviel wie jemand mit 20 Jahren Ausbildung + 20 Berufserfahrung!
    97 10 Melden
    • James Blond 06.12.2016 23:42
      Highlight Nicht nix, das risiko auf sich genommen sich selbstständig zu machen. Zudem entweder Verkaufsgeschick und Fachkenntnisse.
      10 62 Melden
    • droelfmalbumst 07.12.2016 22:51
      Highlight Humbolt, wenn es ja so einfach ist mach es doch auch?

      Man vergisst dass jeder Job seine Tücke. Hat. Unabhängig vom Verdienst
      0 0 Melden
    • Humbolt 08.12.2016 07:05
      Highlight Ich will Leuten helfen, die nicht so viel Glück hatten wie ich und nicht sie noch mehr verarschen.
      Die Tücke ist hier dass der jeden Morgen in den Spiegel schaut und sich fragen muss, was mache ich da eigentlich?!
      0 0 Melden
  • FrancoL 06.12.2016 22:07
    Highlight Wieso sollte die Einheitskasse doch genau abgelehnt werden?
    96 8 Melden
    • Nick_ 06.12.2016 22:47
      Highlight ...die genannten Beträge bei Provisionen gelten inklusive Zusatzversicherungen nach VVG. Hat also nicht direkt mit der Einheitskasse im KVG zu tun.
      Nicht das ich solche Provisionen gutheissen würde, aber man sollte bei der Wahrheit bleiben
      13 24 Melden
    • FrancoL 06.12.2016 23:38
      Highlight @Nick, was willst Du uns damit sagen, dass wenn keine Wechsel stattfinden (im KVG) die Provisionen doch ausbezahlt werden?
      Ich glaube Deine Wahrheit ist doch nicht unbedingt die richtige.
      Ist Dir noch nie aufgefallen dass für andere Versicherungen nicht annähernd der gleiche Verkaufsaufwand getrieben wird?
      Oder ruft man Dich wöchentlich für Deine Hausratversicherung an?
      30 2 Melden
    • Nick_ 07.12.2016 07:19
      Highlight Es bedeutet, dass niemals so hohe Provisionen bezahlt werden wenn NUR die Grundversicherung gewechselt werden. Somit wäre dein angedeutetes Einsparpotenzial bei einer Einheitskasse im KVG sehr gering. Meinst du wirklich die Versicherung bezahlt 1'300 nur für einen KVG Kumde der nach einem Jahr wechseln kann und rund 2'500 Prämienvolumen/Jahr generiert? Bei VVG mit Mehrjahresverträge sehr wohl. Dies betrifft aber eben nicht die Einheitskasse KVG.

      2 12 Melden
    • cheeky Badger 07.12.2016 08:04
      Highlight Ich kann mir schlecht vorstellen, dass "nur" für Zusatzversicherungen ähnliche Proviaionen bezahlt wurden. Mein Zusatzprämie beträgt ca 35.- /monat. Die grundversicherung das 10-fache.
      14 0 Melden
    • RedWing19 07.12.2016 08:52
      Highlight Da gebe ich Nick_ schon recht, das KVG ist zu wenig attraktiv für solche Provisionen. Da geht es hauptsächlich um Mehrjahresverträge im VVG-Bereich (v.a. Privatzusatzversicherungen).
      1 3 Melden
    • Homes8 07.12.2016 09:19
      Highlight Mit einer Einheitskasse würde man ausserdem merken, wenn ein arzt zB. pro Stunde 6x 20min abrechnen würde.
      8 4 Melden
    • FrancoL 07.12.2016 09:42
      Highlight @RedWing19; Da muss ich widersprechen, die Familien die sich einen hohes VVG erlauben können sind spärlich gesät und haben häufig auch schon einen Versicherungsbetreuer. Im Jahr wechseln ca 1 Mio Versicherte ihre KK und da sind nicht sehr viele dabei die ein wirklich hohes VVG haben. Es sind viele Junge deren VVG kaum die Hälfte des KVG ausmacht.
      6 0 Melden
    • RedWing19 07.12.2016 10:56
      Highlight @FrancoL; ja, stimmt natürlich schon.
      1 0 Melden
    • Hans_Olo 07.12.2016 13:44
      Highlight @FrancoL; Ich weis aus eigener Erfahrung das die Provisionen nur das VVG betreffen. Wechselst du für eine 4 Köpfige Familie nur das KVG, erhälst du pro Kopf rund 50.-, kombinierst du mit einem Mehrjahresvertrag im VVG sind es pro Kopf schnell mal die erwähnten 1'000.-
      Und das nur wenige Familien Zusatzversicherungen haben ist ebenfalls Schwachsinn. Alle Familien die ich in meiner rund 6 Jährigen Beratungszeit kennen gelernt hatte und das wahren gegen 1000 Kunden, hatten mindestens 2 Zusatzversicherungen (1x Ambulante Leistungen, 1x Spitalzusatz)
      1 1 Melden
    • FrancoL 07.12.2016 14:50
      Highlight @hans olo. Meine Daten sind von der Sanitas. Heisst dass Sanitas offenbar eine gänzlich andere Struktur hat oder wie Du sagst Schwachsinnig ist. Kann ja sein, ich verkaufe ja keine KK Policen.
      0 0 Melden
    • Hans_Olo 07.12.2016 15:39
      Highlight Witzig, da ich für die Sanitas gearbeitet habe, würde mich wunder nehmen von wo genau Sie Ihre Angaben haben. Ausser den Kunden die Krankheitshalber keine VVG Policen mehr abschliessen konnten, habe ich das nicht so erlebt.
      0 0 Melden
    • FrancoL 07.12.2016 16:34
      Highlight @Hans–Olo; Aus der Marketingabteilung, da wurde mir bestätigt dass das ein gut ausgestattetes VVG nicht derart breit verbreitet sei und vor allem jüngere Mitglieder das VVG eher sehr tief ausstatten.
      Dies war ein Diskussionsthema zusammen mit Sanitas und und anderer Versicherer betreffend dem Thema Unterversicherung der jüngeren Generationen, als Anleitung für UN im Sinne einer Teilnahme an den VVG-Kosten, bzw einer Zusatzdeckung für die Mitarbeiter.
      0 1 Melden
  • philosophund 06.12.2016 22:04
    Highlight Guten Morgen :-P
    Versicherungen und Banken... die grössten Verbrecher
    94 15 Melden
    • Pius C. Bünzli 07.12.2016 08:17
      Highlight Isso
      4 1 Melden
  • menakis 06.12.2016 21:59
    Highlight Hmm ... please follow up on this :p
    16 2 Melden
  • Maragia 06.12.2016 21:49
    Highlight Oh was ein Wunder, wer hätte das gedacht... Ironie off
    Aber die Einheitskasse wollten wir ja nicht, müssen wir halt damit leben, dass wir Versicherten diese Löhne bezahlen. Bei etwas, was wir nicht auswählen können und gezwungen sind so viel zu bezahlen!
    92 8 Melden
  • Bärnere 06.12.2016 21:37
    Highlight Makler 😏
    13 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 06.12.2016 21:33
    Highlight Wenn die KKs so viel Geld übrig haben, sollen sie doch bitte die wirklich krankhaft überrissenen Mitgliederbeiträge senken. Das ganze System wird bald explodieren und diesen asozialen Abzockern um die Ohren fliegen. Aber gründlich.
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    • zimibimi 07.12.2016 07:35
      Highlight Und die Bevölkerung schaut dabei zu und applaudiert was wir doch für eine tolle Marktwirtschaft haben und unheimlich glücklich die uns macht!
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    • droelfmalbumst 07.12.2016 13:17
      Highlight Wer sagt dass die KK so viel Geld übrig haben?

      Das Hauptproblem für die jährliche Preiserhöhung sind die Ärzte, Spitäler und die Pharmalobby wo unsere liebe Politker in den Verwaltungsräten sitzen und dick kassieren...

      Aber ist typisch Mensch immer den einfachsten Weg suchen um einen Schuldigen zu finden...
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«Die Leute müssen endlich begreifen: Ich bin HIV-positiv, aber ich bin nicht ansteckend»

HIV-positive Menschen leiden heute weniger an ihrer Infektion denn an ihrer Stigmatisierung. Zwei infizierte Frauen erzählen, warum sich endlich etwas ändern muss.

Simone*, 53 Jahre alt, aus der Region Bern, ist eine ruhige Frau von zierlicher Gestalt. Sie spricht mit Besonnenheit, macht beim Erzählen Pausen, wirkt manchmal nachdenklich. Jennifer, 25 Jahre alt, Schwyzerin, ist von grosser Statur, der Schritt zackig. Sie spricht in schnellem Tempo, bringt das Gesagte routiniert auf den Punkt.

Zwei Frauen, zwei Generationen, zwei Geschichten. So unterschiedlich sich Simone und Jennifer auch sind, eines eint die beiden: Sie tragen den HI-Virus in ihren …

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