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Bio-Gemüse ist eben doch gesünder. bild: shutterstock

«Bio ist besser!»: Branchenvertreter wehren sich gegen Vorwürfe von Syngenta-Chef

«Bio-Produkte sind nicht gesünder und hinsichtlich Lebensmittelsicherheit nicht besser als andere Produkte», behauptet Syngenta-Chef Erik Fyrwald. Seine Aussagen sorgen für deutlichen Widerspruch.

Andreas Möckli / Nordwestschweiz



Syngenta-Chef Erik Fyrwald ist kein Fan von Bio-Produkten. Dies machte er im gestrigen Interview mit der Zeitung «Nordwestschweiz» klar: «Bio-Produkte sind nicht gesünder und hinsichtlich Lebensmittelsicherheit nicht besser als andere Produkte». Aus ökologischer Sicht sehe er nicht nur Vorteile, sagte der Amerikaner. Biolandwirtschaft brauche mehr Land und auch mehr Wasser. Obwohl er sich für die Wahlfreiheit der Konsumenten ausspricht, sagt Fyrwald gleichzeitig, dass die Konsumenten einen höheren Preis für ein Produkt bezahlten, das gar nicht anders sei als ein konventionell hergestelltes Produkt.

Bereits früher hat ein Vorgänger von Fyrwald die Anhänger von Bio-Produkten provoziert. «Meine Kinder kriegen jedenfalls kein Bio-Essen. Weil ich nicht weiss, wie das behandelt wurde», sagte Mike Mack, der bis 2015 Chef des Agrochemiekonzerns war, in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag».

Auch wenn solche Aussagen von Topmanagern eines Saatgut- und Pflanzenschutzherstellers nicht ganz überraschen mögen, so sorgen sie doch für deutlichen Widerspruch. «Bei den ökologischen Wirkungen liegt Herr Fyrwald völlig daneben», sagt Urs Niggli, Direktor des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) in Frick. Ein Bio-Landwirt fördere die Vielfalt auf seinem Betrieb sehr stark. Zudem seien die Böden fruchtbarer, im Grundwasser befinde sich weniger Nitrat, und schliesslich würden von Biofeldern keine Pestizide in die Bäche ausgewaschen. Dies zeigten mindestens 1000 wissenschaftliche Arbeiten, darunter auch jene seines Instituts.

Demonstration am 20. Mai

Über 40 Organisationen haben zur Demonstration gegen Monsanto und Syngenta aufgerufen, darunter Greenpeace, WWF und Pro Natura. «Wird neben der Fusion von Dow und Du Pont und der Übernahme von Syngenta durch ChemChina auch jene von Monsanto durch Bayer Realität, kontrollieren nur drei Agrokonzerne weltweit 61% des Saatgutmarktes und 65% des Pestizidmarktes. Ernährung darf nicht den Konzern- und Kapitalinteressen untergeordnet werden», schreiben sie auf der Website www.marchagainstsyngenta.ch

Strenge Regeln

Unterstützt wird Niggli durch Daniel Bärtschi, Geschäftsführer des Dachverbands Bio Suisse. Die Aussage Fyrwalds, wonach Bio-Produkte zwar teurer seien, aber gar nicht anders als konventionelle Lebensmittel, sei falsch. Ein Biobauer dürfe keine chemisch-synthetischen Dünger und Pestizide einsetzen.

«Gedüngt wird nur mit organischen Düngern, hauptsächlich von den eigenen Tieren. Nur biotaugliche Pflanzenschutzmittel werden zum Schutz der Pflanzen verwendet», sagt Bärtschi. Dies alles wirke sich auf die Qualität der Produkte aus. Biologische Lebensmittel würden im direkten Vergleich mit herkömmlichen meistens besser abschneiden. Damit trügen Biolebensmittel zu einem gesunden und nachhaltigen Lebensstilbei, der Rücksicht auf die Natur und die Gesellschaft nehme, sagt Bärtschi.

Was die Diskussion anbelangt, ob Bio-Produkte gesünder sind oder nicht, verweist Niggli auf eine Studie der Universität Newcastle, an der auch das FiBL beteiligt war. Die Untersuchung wertete 343 Studien aus und kam zum Schluss, dass pflanzliche Bioprodukte einen massiv höheren Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen aufweisen. Es handelt sich dabei um sogenannte Antioxidantien. Von ihnen wird angenommen, dass sie chronische Krankheiten und Altersbeschwerden hinauszögern oder verhindern. Zudem hätten biologische Fleisch- und Milchprodukte eine günstigere Fettsäurenzusammensetzung, sagt Niggli. Sie enthielten im Schnitt einen um 50 Prozent höheren Wert an Omega-3-Fettsäuren.

1000 Bauernhöfe weniger im Jahr

Jeden Tag verschwinden in der Schweiz etwa drei Bauernhöfe. Dieser Trend hat sich auch 2016 fortgesetzt. Vor allem kleine und konventionell bewirtschaftete Höfe werfen das Handtuch. Der Bio-Landbau dagegen floriert. 2016 gab es noch knapp 52 300 Landwirtschaftsbetriebe. Das sind 990 oder 1.9 Prozent weniger als 2015, wie das Bundesamt für Statistik mitteilt. Jahr für Jahr machen rund 1000 Höfe dicht. Seit 1980 hat sich ihre Zahl halbiert. (SDA)

Eine andere Studie unter Leitung einer Forscherin der kalifornischen Universität Stanford dagegen kommt zum Schluss, dass die gesundheitlichen Vorteile nur sehr eingeschränkt nachgewiesen werden können. Diese Studie wertete Ergebnisse von 240 Untersuchungen aus. Den Autoren wurde jedoch vorgeworfen, wichtige Studien ausgeschlossen zu haben. Zu den Kritikern gehörte auch das FiBL. Über das Ausmass der verringerten Pestizidrückstände in Bio-Lebensmitteln sind sich die beiden Meta-Studien ebenfalls uneinig. Immerhin kommen beide zum Schluss, dass das Risiko von Pestizidrückständen in Bio-Produkten geringer ist.

The Dirty Dozen: Dieses Obst und Gemüse kauft man besser immer BIO!

«Teufelskreis durchbrechen»

Niggli spricht aber auch die unterschiedlichen Denkansätze an. Syngenta wolle auf dem bestehenden Boden mehr produzieren, damit mehr Menschen ernährt werden können. Eine höhere Effizienz in der Landwirtschaft bedeute jedoch immer auch, dass mehr gegessen und weggeworfen werde. «Der Biolandbau möchte diesen Teufelskreis durchbrechen», sagt Niggli. Weil bis zu 40 Prozent aller Lebensmittel gar nie auf den Tisch kämen und zu viel Getreide für die Tiermast verfüttert werde, müsse die Gesellschaft gesünder essen, den Fleischkonsum leicht nach unten schrauben und weniger Nahrungsmittel wegwerfen.

In diesem Fall reiche auch die Produktivität des Biolandbaus aus. «Dazu brauchen wir auch im Biolandbau viel Innovation», sagt Niggli. Er meint damit etwa besseren biologischen Pflanzenschutz. «Hier könnte Syngenta mit uns zusammen innovativ sein.» Und Niggli schliesst mit den Worten: «Damit wäre der Bevölkerung mehr gedient, als den Leuten zu sagen, dass Bio nichts bringt und einfach teurer ist.»

Der erste Zero-Waste-Laden in Zürich

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    Alle Leser-Kommentare
  • Anschie85 12.05.2017 16:09
    Highlight Highlight Gestern war hier ein Riesengeschrei "natürlich ist das die Meinung von dem bösen bösen Syngenta-Menschen, der ist ja nicht objektiv"...und heute...
    Hinterfragt niemand die Einschätzung von einem Bio-Landwirt und dem Geschäftsführer von Bio-Suisse???
  • patnuk 12.05.2017 15:30
    Highlight Highlight Gebrauch von mehr Erde und mehr Wasser für Bio rechtfertigt nicht das Gemüse zu vergiften, aussagen für Aktionäre und Investoren
  • Lowend 12.05.2017 14:29
    Highlight Highlight Es geht doch nur darum, dass man Bio-Saatgut nicht patentieren kann und Syngenta darum keine Kontrolle über die Bio-Bauern und deren Produktion erlangen kann.

    Die Aussagen von Frywald sind doch nur gezielte Fake-News zur Durchsetzung des Saatgut-, Pestizid- und Agrochemiemonopols von Syngenta!

    Der industriell hergestellte Gentech-Dreck von Syngenta hat doch mit Bio-Lebensmitteln etwa so viel zu tun, wie billiger Fast-Food mit einem feinen Essen im Restaurant ihres Vertrauens!
    • Victarion 12.05.2017 15:07
      Highlight Highlight Ähm bio saatgut kann man patentieren! Auf den rest mit dem gentech-dreck gehe ich jetzt nicht ein. Sie werden sowieso glauben was sie wollen.
  • wossname 12.05.2017 13:23
    Highlight Highlight Bio zu kaufen ist auch ein Zeichen an den Markt: Nachhaltige Produktion und Umweltschutz ist dem Bio-kaufenden Konsumenten wichtig. Dieses Zeichen sollte theoretisch dann zu mehr nachhaltigen Angeboten führen.
    • Echo der Zeit 12.05.2017 21:01
      Highlight Highlight Aber Bitte keine Bio Erdbeeren kaufen aus Marokko.
  • LeChef 12.05.2017 09:49
    Highlight Highlight Bio mag ökologisch leicht sinnvoller sein. Gesundheitlich sicher nicht, wie auch. "Omega 3 Fettsäuren", "Antioxidantien", was für ein Schwachsinn. Typischer Ernährungs-Bla-Bla. Qualitativ sind Bioprodukte leider auch oft minderwertig, da chemische Dünger und Pflanzenschutzmittel halt einfach bessere Ergebnisse liefern. Der geringe ökologische Vorteil rechtfertigt für mich den Preisunterschied nicht.
    • trio 12.05.2017 12:46
      Highlight Highlight Du meinst wohl optisch anstatt qualitativ
    • Lami23 12.05.2017 13:54
      Highlight Highlight "leider auch oft minderwertig"
      Erlebe ich nicht so.
    • Echo der Zeit 12.05.2017 21:05
      Highlight Highlight Hab mal in einer Bio Demeter Gärtnerei Gearbeitet - der hat so Viel Stickstoff in den Boden Gebracht - die Tomaten waren nicht wirklich Schmackhaft.
  • Harius 12.05.2017 09:36
    Highlight Highlight Ach immer diese Bio gegen Nicht-Bio Diskussion. Die Biologische Landwirtschaft hat sehr gute Schädlingsbekämpfungsmassnahmen geschaffen, welche auch in der IP-Produktion erfolgreich eingesetzt werden (Verwirrungstechnik, Bt, Raubmilben, Viren usw.). Aber mit biologischer Landwirtschaft wird nicht die Welt ernährt. Die Erträge sind viel tiefer, die Lagerungsverluste höher. Es gibt auch gegen biologische Bekämpfungsmittel Resistenzen. Ausser gegen Kupfer natürlich. Wirkt gegen alles Lebende. Und wird mangels Alternativen im Biolandbau sehr oft verwendet. Die Böden sind ensprechend kupfrig.
  • leu84 12.05.2017 09:29
    Highlight Highlight Das Bioprodukt muss nicht gesünder sein, aber um Bauernhöfe oder Landwirtschaftsbetriebe bleibt der Mehrwert an Lebewesen erhalten. Man versucht den Boden langfristig nutzbar zu erhalten.
    • Echo der Zeit 12.05.2017 21:09
      Highlight Highlight Richtig - Der Boden ist Absolut das Heiligste was ein Bauer hat - Der Boden ernährt die Pflanze und nicht der Dünger (ausser bei orsol Produktion)
  • Herbert Anneler 12.05.2017 09:22
    Highlight Highlight Industrielle Landwirtschaft bringt kurzfristig mehr, langfristig sinkt der Grenzertrag jedoch dramatisch: Schädlingsresistenzen, degenerierte Rezeptionsorgane der Pflanzen, Bodendgradation, Gewässer- und Luftbelastung: ein immer bedrohlicheres Wirtschaftsmodell, und mittendrin Syngenta, Monsanto, Bayer. Alles für die Aktionäre, alles gegen Konsumenten und Umwelt. Ein zynisches Geschäftsmodell.
    • Harius 12.05.2017 20:39
      Highlight Highlight Erklär mir mal, was es mit den degenerierten Rezeptionsorganen der Pflanzen auf sich hat. Davon habe ich noch nie was gehört ...
  • meine senf 12.05.2017 08:48
    Highlight Highlight «Bio-Produkte sind nicht gesünder und hinsichtlich Lebensmittelsicherheit nicht besser als andere Produkte»

    Irgendwie tut der so, als hätte er die Bedeutung der Silbe "Bio" nicht verstanden oder dass er absichtlich davon ablenken will. "Bio" heisst "nur" ökologisch vertretbarer Anbau und macht nicht direkt eine Aussage über Gesundheit oder Qualität.

    Ist etwa so, wie wenn man sagt "handgemacht ist nicht gesünder als maschinengemacht".
    • Lami23 12.05.2017 13:55
      Highlight Highlight Finde ich auch.
  • nib 12.05.2017 08:25
    Highlight Highlight Ich glaube auch nicht an daran, dass es gesünder sein soll. Ich kaufe dennoch mehrheitlich Bio, da der massive Chemieeinsatz schon Auswirkungen auf das Ökosystemhat. Dennoch, wie jeder Hobbygärtner wohl bestätigen kann, geht es ohne Chemie manchmal einfach nicht, will man nicht die ganze Ernte verlieren. Daher wäre ich für eine Verschärfung der Pestizidvorschriften, dann braucht es auch kein Bio bei mir.
  • The Hat Guy 12.05.2017 08:14
    Highlight Highlight «Ein Biobauer dürfe keine chemisch-synthetischen Dünger und Pestizide einsetzen. Gedüngt wird nur mit organischen Düngern, hauptsächlich von den eigenen Tieren.»

    Unabhängig von der Diskussion ob Bio oder nicht: Die Leute sollten einfach mal wegkommen von dem Irrglauben, dass alles was «künstlich» hergestellt wurde automatisch schlecht und alles was «natürlich» ist, automatisch gut ist.
    • Anschie85 12.05.2017 16:06
      Highlight Highlight Schlauster Kommentar den ich bei diesen beiden Artikeln bisher gelesen habe...
    • trio 02.06.2017 19:52
      Highlight Highlight Ich Stimme dir zu. Leider jedoch steht bei dem allermeisten, das künstlich ist, die Rentabilität an oberster Stelle. Darum ist es zwar nicht automatisch "schlecht", die Priorität liegt jedoch oft nicht bei "besser" oder "gesünder".
  • Regas 12.05.2017 08:13
    Highlight Highlight Mit durch Gentechnik veränderten, Schädlings resistenten Pflanzen könnte auch dem Biobauern bei der Bekämpfung
    der Schädlinge geholfen werden.
  • ....ich weiss nicht aber: 12.05.2017 07:53
    Highlight Highlight Der Typ hat noch nie ein Bio Rüebli gegessen, oder anders, der weiss wohl gar nicht wie ein ursprüngliches Rüebli schmeckt. Zu guter letzt, die Amis wollen sich in alles einmischen, aber jeder weiss, welcher in Amerika war, dass die Amerikanische Esskultur, nicht überall, aber meistens keine Kultur, sondern eine Unkultur ist.
    • Lami23 12.05.2017 13:57
      Highlight Highlight Bei Rüebli finde ich den Unterschied auch schmeckbar.
    • variabel 12.05.2017 16:53
      Highlight Highlight Niemand der zur heutigen Zeit lebt, hat jemals ein ursprüngliches Rüebli gegessen. Ich bin auch froh, das ich keines essen musste, die würden wahrscheinlich nicht nach besonders viel schmecken.
  • pamayer 12.05.2017 07:28
    Highlight Highlight By the way:
    Las vor einiger Zeit einen Artikel, dass der nobel-nobel Champagner höchst aufwändig und achtsam und Vermeidung von giftigen Pestiziden und ähnlichem produziert werde, also recht Nähe an Bio Qualität.
    Darauf erzählte ich das einem Arbeitskollegen, der sich von seiner Kaufkraft her für diese Nobelgetränke interessierte.
    Er, der sonst nie um eine Antwort verlegen war, schaute betreten Weg und liess sich subito in ein anderes Gespräch verwickeln...
    • Kaviar 12.05.2017 13:44
      Highlight Highlight Champagner war wohl doch nicht sein Ding.
    • pamayer 12.05.2017 14:25
      Highlight Highlight Mo-moll, ebe scho.🍸🍼
    • OenoPhil 12.05.2017 15:15
      Highlight Highlight Tolle Bemühung einer ganzen Region. Die allerbesten Champagner sind allerdings schon lange Bio.
  • Kaviar 12.05.2017 07:21
    Highlight Highlight Ich kann ein Bio-Rüebli nicht unterscheiden von einem konventionellen. Ich kann auch nicht wissen, was von beidem ökologischer ist, oder gesünder. Ich kann nicht wissen, ob tatsächlich Bio drin ist, wo Bio drauf steht. Wo mit bloss einer andersfarbigen Etikette mehr Profit eingeheimst werden kann, muss ich von Betrug ausgehen.
    Darum handle ich vernünftig und kaufe dasjenige, was gerade billiger ist: d.h. fast nie das Biozeug.
    • Datsyuk * 12.05.2017 13:17
      Highlight Highlight Oder Tiere können auch gut noch ein wenig gequält werden. Hauptsache, du gibst nicht zu viel Geld aus...
    • Lami23 12.05.2017 13:58
      Highlight Highlight Wissen könntest dus schon. Aber gewisse Voraussetzungen müssen für Wissen erfüllt sein.
    • Kaviar 12.05.2017 18:49
      Highlight Highlight @Lami23: Dann erkläre mir hier und jetzt, wie ich ein Biorüebli von einem Nichtbiorüebli unterscheiden kann. Denn solange ich das nicht kann, weiss ich nicht, ob es ein Biorüebli ist.
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  • rodolofo 12.05.2017 07:17
    Highlight Highlight Mit der Gentechnologie wird versucht, "Schädlinge", "Unkräuter" und "Krankheitserreger" dadurch zu überlisten, dass Gentechnisch designte "Super-Pflanzen" entweder extrem starke Pestizide vertragen, oder dass solche "Frankenstein-Pflanzen" selber Gifte gegen Schädlinge produzieren.
    Es ist aber klar, dass auch ein solcher Gentechnisch gewonnener Vorsprung von den unerwünschten tierischen und pflanzlichen "Terroristen", welche sich sehr schnell reproduzieren, auf- und überholt wird.
    Dann ist die Agro-Industrie wieder gleich weit, hat aber noch ein zusätzliches Problem: Frankenstein-Monster...
  • rodolofo 12.05.2017 07:08
    Highlight Highlight Ich habe mal einen Film gesehen über konventionelle Gemüse-Produktion unter Plastiktunnels in Spanien:
    Da die Schädlinge gegen alle Chemischen Spritzmittel resistent geworden waren, blieb den Produzenten nichts Anderes übrig, als auf Bio-Methoden bei der Bekämpfung umzusteigen. So werden heute vermehrt gezüchtete Gegenspieler eingesetzt, sogenannte "Nützlinge".
    In Agro-Industriellen Systemen müssen Nützlinge künstlich hinzugefügt werden. In naturnahen Agro-Forst-Systemen finden sie aber gute Überlebens- und Rückzugs-Bedingungen und sind darum ohne unser Dazutun bereit, ihre Rolle wahrzunehmen.
  • pamayer 12.05.2017 06:46
    Highlight Highlight BIO. WHAT ELSE.🍇🍈🍉🍊🍋🍌🍍🍎🍏🍐🍒🍒🍓🍅🍆🌽🍄🌰🍞🍖
    • Kaviar 12.05.2017 08:48
      Highlight Highlight Alle Nahrungsmittel sind bio.
      Nichts was wir essen ist nicht biologischen Ursprungs. So einfach ist das.
    • OenoPhil 12.05.2017 11:30
      Highlight Highlight @Kaviar: chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, Dünger auf Erdölbasis?
    • Kaviar 12.05.2017 13:31
      Highlight Highlight @OenoPhil: Selbst das stammt letzlich von der Mutter Natur.
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  • Redly 12.05.2017 06:33
    Highlight Highlight Bio-Mimimi.
    Schön, wenn Hr. Niggli weniger produzieren will - das ist für Hungernde in der Welt sicher eine gute Nachricht...
    • ojama 12.05.2017 07:23
      Highlight Highlight Die hungern nur weil wir viel zu viel haben und viel zu viel wegwerfen. Nicht weil zu wenig produziert wird. Überbevölkerung ist eh ein ganz eigenes Problem, dass es irgendwie zu lösen gilt.
    • pamayer 12.05.2017 07:29
      Highlight Highlight Sry, hätte Blitzen wollen.
    • rodolofo 12.05.2017 07:30
      Highlight Highlight Gemäss einer UNO-Welt-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung wird Weltbevölkerung vor allem durch Kleinbauern und Selbstversorgung ernährt!
      Diese Einheiten sind zwar weniger effizient, als die Agro-Industriellen Systeme mit ihren gigantischen Monokulturen, kommen aber dafür mit einem Minimum an zugeführter Energie und einem Maximum an Beschäftigung aus. Ausserdem erhalten traditionelle Agro-Forst-Systeme die Fruchtbarkeit der Böden und verhindern die Erosion!
      Darum ist Bio-Kleinlandwirtschaft zentral in der Entwicklungszusammenarbeit vieler NGO's bei uns und in der ganzen Welt!
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