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Grippe shutterstock

Bild: shutterstock

Hatschiii! Die Grippewelle hat die Schweiz fest im Griff

Die Grippewelle droht sich zu einer der schlimmsten Epidemien der Schweiz zu entwickeln: Bereits 100'000 Menschen haben sich angesteckt.

fabienne riklin / schweiz am Sonntag



Ein Artikel von Schweiz am Sonntag

Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Husten, Schnupfen und starkes Fieber: Fast jeder kennt zurzeit einen Arbeitskollegen, eine Freundin oder ein Nachbarskind, die krank im Bett liegen. Die Grippe hat die Schweiz im Griff. Besonders in den vergangenen zwei Wochen haben sich viele infiziert. Wie neuste Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zeigen, haben allein im Februar 47250 Menschen mit Grippesymptomen einen Arzt aufgesucht.

Insgesamt registriert das BAG fast 100'000 Praxis-Besuche seit Winterbeginn. «Wir verzeichnen eine mittelstarke Grippeepidemie», sagt Daniel Koch, Leiter der Abteilung Übertragbare Krankheiten beim BAG. Aber: «Nehmen die Infektionen weiter so stark zu wie im Februar, könnten wir eine der schwersten Grippeepidemien der letzten 10 Jahre erleben.»

Bereits letztes Jahr war die Grippe besonders hartnäckig. Damals gingen während des ganzen Winters 276'000 Menschen wegen der Infektionskrankheit zum Arzt. Doch da nie alle Erkrankten Hilfe suchen, weiss auch das BAG nicht, wie viele Personen tatsächlich die Grippe haben oder hatten. «In Wirklichkeit dürften es x-mal mehr sein, als wir erfassen», sagt Koch.

Am stärksten betroffen sind aktuell junge Menschen. Zum einen Kinder unter 14 und junge Erwachsene bis 29 Jahre. Ebenfalls gab es diese Woche besonders viele Neuerkrankungen im Kanton Tessin und Graubünden.

Schlechte Impfmoral in der Schweiz

Gegen die Influenzaviren geimpft hatten sich diesen Herbst 1,2 Millionen Menschen. «Vor allem bei den über 65-Jährigen stellen wir eine höhere Akzeptanz als noch vor ein paar Jahren fest», sagt Koch.

So sind mittlerweile über 60 Prozent der Senioren geimpft. «Das ist erfreulich, doch es reicht noch nicht, um vor allem die sehr alten und schwachen Menschen zu schützen.» Und nicht nur Hochaltrige, sondern darüber hinaus genauso ihr Pflegepersonal, ihre Coiffeuse, ihr Enkelkind seien zu impfen. «Die Vorbehalte sind hierzulande allerdings noch immer gross.» So hat die Schweiz eine der tiefsten Impfraten in Europa. Unverständlich für Koch ist vor allem, dass nur knapp 20 Prozent des Gesundheitspersonals geimpft sind.

Die Folge der niedrigen Impfrate: Jedes Jahr müssen bis zu 5000 Grippekranke ins Spital. 1500 Menschen sterben.

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Chili 21.02.2016 09:36
    Highlight Highlight "Die Folge der niedrigen Impfrate: Jedes Jahr müssen bis zu 5000 Grippekranke ins Spital. 1500 Menschen sterben." !?
    Werde ich als nicht gegen Grippe geimpfter, beschuldigt verantwortlich für an Grippe gestorbene Menschen zu sein! Versucht man da über falsche Anschuldigungen die Impfrate und gewinne von Chemiekonzerne zu steigern?
  • EvGro 21.02.2016 07:15
    Highlight Highlight Mich hats leider trotz Impfung erwischt...
  • Charlie Brown 21.02.2016 07:14
    Highlight Highlight Ich bin kein Impfgegner, meine Kinder sind gemäss Empfehlung geimpft. Aber bei der Influenza sehe ich beim besten Willen den Sinn nicht ein. Da lässt mich das Gefühl von dem ganz grossen Business mit der Angst nicht los.
  • Floatingsissy 21.02.2016 06:42
    Highlight Highlight Ich würde mich nicht impfen lassen. Besonders nicht, wenn es für andere ist. Der Influenzavirus wird ja nicht ausgerottet werden, wie bei den Pocken, nehme ich mal an. Und solange ich stark genug bin um das selber wieder auszukurieren, macht für mich eine Grippeimpfung keinen Sinn. Hört sich jetzt leider ziemlich egoisitsch an.

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