Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Gute Nachrichten für Zappelphilippe: Ständerat will Verschreibung von Ritalin nicht einschränken

17.03.15, 11:37 17.03.15, 13:13

Der Ständerat sieht keinen Grund, die Verschreibung von Ritalin einzuschränken. Er hat am Dienstag einen Vorstoss abgelehnt, der im Nationalrat noch eine Mehrheit gefunden hatte.

Gemäss der Motion der nationalrätlichen Gesundheitskommission sollte der Bundesrat dafür sorgen, dass Ritalin nur dann verschrieben wird, wenn es wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich ist sowie im Rahmen einer umfassenden Therapie und Behandlung verabreicht wird. Diese Regeln sollten im Betäubungsmittelgesetz verankert werden.

Der Ständerat hält nichts von dieser Forderung. «Die gesetzlichen Grundlagen genügen», sagte Felix Gutzwiller (FDP/ZH). Die kleine Kammer lehnte den Vorstoss ohne Gegenstimme ab und folgte damit der vorberatenden Kommission. Diese hatte festgehalten, dass aus ihrer Sicht die bereits angekündigten Massnahmen genügten. Die Kommission stützte sich dabei auf einen Bericht des Bundesrates vom vergangenen Jahr.

Demnach hat die Verschreibung von Ritalin zwar zugenommen, doch werden Kinder und Jugendliche nicht missbräuchlich damit behandelt. Dennoch will der Bundesrat prüfen lassen, ob die Behandlungsqualität verbessert werden kann. Zudem will er die Entwicklung im Auge behalten und die Anzahl Verschreibungen künftig beobachten.

Vom Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) sind gemäss dem Bundesratsbericht in der Schweiz rund 3 bis 5 Prozent aller Kinder und Jugendlichen im Schulalter betroffen. Gemäss den verfügbaren Daten werde ein Viertel von ihnen mit Methylphenidat – am besten unter «Ritalin» bekannt – behandelt. (wst/sda)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
9
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Steffen Hauck 17.03.2015 14:59
    Highlight Überschrift ist schonmal völlig falsch wenn überhaupt müsste es heißen Gute Nachrichten für gestresste Lehrer und Erzieher!
    Ich selbst musste seit meinem 8ten Lebensjahr,diese Volksdroge hinter die Birne schmeißen und ich habe daraus nur schlechtes Empfunden. Schön und gut Ritalin hilft einem beim lernen, da sag ich auch nichts dagegen, des ist ja auch der Hauptgedanke dahinter aber die Nebenwirkungen treten zu gerne in den Hintergrund.
    Ich werd mal kurz erläutern wie ich meine Behandlung von 8-16 empfunden habe (danach habe ich bewusst abgesetzt, darunter hat zwar der Notendurchschnitt ein bisschen gelitten aber Wert wars mir!)
    Die Behandlung hat bei 10mg angefangen, ich war auch nie der große Fall gegen Ende war die Höchstdosis auch 'nur' 40mg in 25-15 retard kapseln.
    Aber jetzt mal zum wichtigen Teil
    Solange man auf Ritalin ist konzentriert man sich Nurnoch aufs lernen, für Eltern zwar ein Traum für Kinder aber der Horror.
    Ich konnte nie groß soziale Kontakte in meiner Schulzeit pflegen ich war immer Gedankenabwesend und habe nie groß Anschluss in einer Gruppe gefunden da ich trotzdem irgendwie anders war. Dann kommen die Klausurenzeiten und da wird sich der ein oder andere denken, ja Mensch wenn des zum lernen hilft dann nehm ich mal die doppelte Dosis und lern einfach den ganzen Tag durch.
    Grober Fehler!! Das Herz fängt an wie verrückt zu schlagen man wird absolut überempfindlich und ja lernen klappt dann auch nichtmehr so ganz..
    Mein Kommentar ist zwar ein wenig unübersichtlich, weil wegen ADS, aber mir ist es lieber ein Lebensfroher Mensch zu sein bei dem im Kopf zwar ein Hermes durcheinander herscht als ein Roboter der nur fürs lernen lebt!
    4 0 Melden
    • Viktoria 17.03.2015 15:07
      Highlight Hallo Steffen. Möchtest du mir, bzw. uns (der Redaktion) deine ganze Geschichte erzählen? Wenn ja, schreib mir doch einfach direkt eine E-Mail: viktoria.weber@watson.ch Liebe Grüsse!
      3 0 Melden
    • Steffen Hauck 17.03.2015 15:17
      Highlight Kann ich gerne machen :)
      3 0 Melden
  • cassio77 17.03.2015 12:57
    Highlight Kleine Kinder werden von Schulpsychiatern, überforderten Alleinerziehenden und Lehrern in die Abhängigkeit getrieben, das Parlament unterstützt diese Drogensucht noch
    3 0 Melden
  • D. Wright 17.03.2015 12:50
    Highlight ist der Titel ironisch gemeint?
    Denke kaum das Kinder Ritalin gerne nehmen...
    4 0 Melden
  • HugoHabicht 17.03.2015 12:38
    Highlight Gute Nachricht???
    5 0 Melden
  • Michel@sith 17.03.2015 12:36
    Highlight Wer provitiert hier wohl am meisten? Die Kinder wohl kaum.
    4 0 Melden
    • Sa Scha 17.03.2015 12:48
      Highlight Glaube ich auch.
      Würde meine Kinder niemals mit so seien vollpumpen.
      3 0 Melden

Wie mit Hypnose in Schweizer Spitälern die Prämienexplosion gestoppt werden soll

Schweizer Krankenhäuser behandeln ihre Patienten vermehrt mittels Hypnose. Ein bekannter Ex-Nationalrat will der Methode nun definitiv zum Durchbruch verhelfen – und so die Prämienexplosion stoppen.

Der Chirurg setzt das Skalpell am Hals der Patientin an, setzt den ersten Schnitt. Normalerweise wird eine Schilddrüsenoperation unter Vollnarkose durchgeführt. Doch nicht in diesem Fall: Die Frau, die in dem Spital im belgischen Lüttich auf dem Schragen liegt, befindet sich in Trance. Ihr Hals wurde lediglich lokal betäubt.

Die Szene stammt aus einem Dokumentarfilm, der vergangenes Jahr auf dem Sender Arte ausgestrahlt wurde. Sie könnte sich aber in ähnlicher Art auch in einem Schweizer …

Artikel lesen