Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Die Grünen sind klar gegen die «No-Billag»-Initiative

28.10.17, 17:36 28.10.17, 22:20


Die Grünen haben am Samstag ohne Gegenstimme bei einer Enthaltung die Nein-Parole zur «No-Billag»-Initiative beschlossen. Sie verabschiedeten ebenfalls die Resolution «Medienvielfalt und Medienqualität für die Demokratie in der Schweiz».

Damit sei die Delegiertenversammlung in Riehen BS ganz im Zeichen der Medienpolitik gestanden, teilten die Grünen am Samstag mit. Den Beschlüssen voraus ging eine Podiumsdiskussion, an der Adrienne Fichter (Freie Journalistin), Christof Moser («Republik»-Mitbegründer) sowie Chantal Tauxe (ehemalige stellvertretende Chefredaktorin bei «L'Hebdo») teilnahmen.

Verbessern statt Zerstören

Mit «No-Billag» würde die Schweizer Medienlandschaft zum Spielfeld ein paar reicher Medieneigentümer - nötig sei stattdessen aber ein starkes und vielfältiges Mediensystem, um eine demokratische Debatte und den Zusammenhalt der Landesteile zu garantieren, so die Grünen.

Die Information sei ein wichtiges Kulturgut, sagte die Vize-Präsidentin der Grünen und Genfer Nationalrätin Lisa Mazzone in ihrer Eröffnungsrede. Nur vielfältige und unabhängige Medien seien in der Lage, bestehende Machtverhältnisse in Frage zu stellen. Soziale Medien, die stetig Blasen erzeugten, könnten diese Rolle gerade nicht einnehmen, so Mazzone. Zur medienpolitischen Debatte über die SRG sagte Mazzone: «Unser Motto lautet verbessern, nicht zerstören».

Kooperation und Förderung nötig

In ihrer medienpolitischen Resolution forderten die Grünen eine neue Partnerschaft von privaten und Service-public-Medien. So sei das Schweizer Mediensystem in der Lage, gegenüber der globalen Konkurrenz zu bestehen. In diesem Zusammenhang soll die SRG privaten Medien nach klaren Spielregeln Programminhalte zur Verfügung stellen. Wichtig sei aber auch die Förderung von «neuen demokratischen Medieninitiativen» im Internet, so die Grünen.

Fraktionspräsident und Zürcher Nationalrat Balthasar Glättli erinnerte ausserdem an das Grüne Engagement für die Geschlechtergerechtigkeit: Die Gleichberechtigung müsse auch beim Vaterschaftsurlaub endlich Realität werden. Es sei eine «verkehrte Politik», auf ihn zu verzichten und stattdessen eine Milliarde Franken für Olympia ausgeben zu wollen, so Glättli.

(dsc/sda)

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 29.10.2017 05:39
    Highlight Die SRG soll nicht zerschlagen werden. Viele Programmteile sind in Ordnung. Die No-Billag-Initiative ist mir eigentlich viel zu radikal. Wenn sich aber das Parlament, der Bundesrat und die SRG selbst bezüglich Programminhalten und Gebühreneinnahmen weiterhin in Richtung "weiter wie bisher" bewegen, sehe ich mich gezwungen dieser Initiative zuzustimmen.
    6 0 Melden
    • Richu 29.10.2017 14:08
      Highlight Der Bundesrat, die grosse Mehrheit des Parlamentes und die SRG hatten absolut kein Interesse, den Stimmbürgerinnen und Stimmbürger einen Gegenvorschlag zur No Billag Initiative zu unterbreiten. Aus diesem Grunde sollten auch die Personen, welche die No Billag Initiative viel zu radikal finden, im März 2018 ein JA zu dieser Initiative in die "Urne legen"
      3 1 Melden

5 Zürcher Fussballschläger sitzen in Basel in Haft

Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt hat am 22. Juni – also rund einen Monat nach dem Fussballspiel FC Basel gegen FC Luzern vom 19. Mai – sieben Personen verhaften lassen. Alle Personen befinden sich nach wie vor in Untersuchungshaft. 

Die sechs Schweizer und der Syrer aus verschiedenen Kantonen waren unmittelbar nach dem Match in gewalttätige Auseinandersetzungen in der Umgebung des Stadions verstrickt, wie die NZZ am Sonntag berichtet. 

Nur zwei Personen sind FC …

Artikel lesen