Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Police on guard at a security check point, pictured prior to the World Economic Forum WEF, on Monday, January 18, 2016, in Davos. The WEF takes places from January 20 to 23. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Während dem WEF seien zwei Personen wegen Verdachts auf Dschihadismus in Davos verhaftet worden. Bild: KEYSTONE

Zwei Personen wegen Verdacht auf Dschihadismus während dem WEF verhaftet

24.01.17, 10:05 24.01.17, 13:14


Die Staatsanwaltschaft Graubünden ermittelt gegen zwei Personen wegen «Hinweisen auf einen Verstoss gegen das Bundesgesetz über das Verbot der Gruppierungen al-Kaida und ‹Islamischer Staat› sowie verwandter Organisationen». Das schreibt die Südostschweiz am Dienstag.

Die Festnahmen letzte Woche erfolgten in Absprache und in enger Zusammenarbeit mit der Bundesanwaltschaft, wie Maurus Eckert, Sprecher der Bündner Staatsanwaltschaft, am Dienstag auf Anfrage zu einem Bericht in der Zeitung «Südostschweiz» sagte.

Verhaftet wurden die beiden Personen aufgrund von Hinweisen auf einen möglichen Verstoss gegen das so genannte «IS»-Gesetz. Dabei handelt es sich um das Bundesgesetz über das Verbot der Gruppierungen al-Kaida und «Islamischer Staat» sowie verwandter Organisationen.

U-Haft abgelehnt

Wo die Personen verhaftet wurden und welchen Geschlechts oder welcher Staatsangehörigkeit sie sind, beantwortete die Bündner Staatsanwaltschaft unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht. Die Verdächtigen wurden allerdings nicht in Untersuchungshaft genommen, sondern wieder auf freien Fuss gesetzt.

Die Staatsanwaltschaft Graubünden hatte zwar beim zuständigen Zwangsmassnahmengericht in Chur Untersuchungshaft beantragt. Das Gericht lehnte den Antrag jedoch ab, wie Maurus Eckert sagte.

Die Bundesanwaltschaft in Bern bestätigte die Angaben der Bündner Staatsanwaltschaft auf Anfrage und teilte mit, weitere Informationen zum Fall seien derzeit nicht möglich.

70 Strafverfahren hängig

Bei der Bundesanwaltschaft sind zurzeit gegen 70 Strafverfahren um den dschihadistisch motivierten Terrorismus hängig. Diese Verfahren werden in der Regel geführt wegen des Verdachts des Verstosses gegen Art. 2 des Bundesgesetzes über das Verbot der Gruppierungen al-Kaida und «Islamischer Staat» sowie verwandter Organisationen.

Ein grosser Teil dieser hängigen Strafverfahren beinhaltet laut Angaben der Bundesanwaltschaft die mutmassliche propagandistische Unterstützung von Terrororganisationen. (leo/sda)

Aktuelle Polizeibilder

Das könnte dich auch interessieren:

Wir haben kürzlich dieses BMW-Plakat gesehen – und hatten da ein paar Fragen

Das essen wir alles in einem Jahr

Mehr als nur Sex zwischen Bäumen: Wie dieser Wald im Aargau zum «Schwulewäldli» wurde

Sex, Lügen und Politik: Der Fall Kavanaugh erinnert an die Hetze gegen Anita Hill

Trump Jr. postet dieses Fake-Bild – und wird vom Moderator komplett demontiert

Instagram vs. Realität – wie es hinter den perfekten Fotos wirklich aussieht

Genital-Check bei jungen Flüchtlingen: Jetzt intervenieren Fachleute und Politik

iOS 12 ist hier – das sind 13 nützliche Tipps für iPhone-User

«NACHBARN AUFGEPASST» – Wie eine Touristin in Deutschland zur Einbrecherin erklärt wurde

Diese 19 Comics zeigen, wie sich Depressionen und Angst anfühlen

Autistin flüchtet aus Angst vor SBB-Ticket-Kontrolle – und wird hammerhart bestraft

Das passiert, wenn Manchester-Fans beim FC Basel nach Champions-League-Tickets fragen 😂

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

Weltweit gab es seit 1970 über 156'000 Terroranschläge. In der Schweiz ist seit 20 Jahren niemand mehr einem Attentat zum Opfer gefallen. Doch in den 70er- bis 90er-Jahren ermordeten Terrorgruppen teils Hunderte Menschen jährlich in Westeuropa. Eine Übersicht von 1970 bis Manchester 2017.

Zusammenfassung: In den 70er- bis 90er-Jahren töteten meist europäische Terrorzellen jährlich 100 bis 400 Menschen in Europa. Seit der Jahrtausendwende nehmen die Attentate in Westeuropa und in der Schweiz stark ab. Von 2001 bis 2015 entfielen nur 0,3 Prozent der Terroropfer auf Westeuropa. Hauptsächlich aufgrund der Attentate in Paris und Nizza stieg die Opferzahl zuletzt wieder auf rund 150 Menschen pro Jahr, sprich auf das Niveau der 80er-Jahre. Weltweit nimmt der Terrorismus seit 2005 zu …

Artikel lesen