Schweiz
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ZUR NICHT DURCHGEFUEHRTEN GRIPEN-FLUGSHOW STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES THEMENBILD ZUR VERFUEGUNG - Ein Gripen-Flugzeug beim Start anlaesslich einer Medienkonferenz ueber das schwedische Kampfflugzeug Gripen am Donnerstag, 17. Januar 2013, auf dem Militaerflugplatz in Emmen im Kanton Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Bild: KEYSTONE

Kampfflugzeuge

Kampfjet-Gegner: Gripen ist ein teures und unnötiges Risiko

31.03.14, 14:30 31.03.14, 21:21


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Leere Kassen bei Bund, Kantonen und Gemeinden: Für das Bündnis «Nein zu den Kampfjet-Milliarden» kommt der Kauf von 22 Gripen-Kampfflugzeugen für 3,1 Milliarden unter diesen Umständen nicht in Frage.

Die Kosten über die gesamte Betriebsdauer beziffern die Gegner gar mit 10 Milliarden Franken. Dieses Geld könne sinnvoller bei der Bildung, im öffentlichen Verkehr oder für die AHV eingesetzt werden, sagte der Grüne Nationalrat Daniel Vischer (ZH) gemäss Redetext am Montag vor den Bundeshausmedien.

Neben den hohen Kosten führen die Gegner das Risiko ins Feld, das die Schweizer mit dem Kauf des Gripen eingehen. Das ausgewählte Modell existiere erst auf dem Papier, sagte Nationalrätin Evi Allemann (SP/BE). Sollten die Jets nicht oder zu spät geliefert werden oder die Kosten aus dem Ruder laufen, würden die Schweizer Steuerzahlenden das Risiko tragen.

Am 18. Mai an der Urne

Für die Gegner ist der Gripen ein «teures und unnötiges Risiko», denn die Schweiz kaufe sich damit keine zusätzliche Sicherheit. Die Luftwaffe könne mit den vorhandenen 32 F/A-18-Jets ihre Aufgaben für die nächsten Jahrzehnte erfüllen.

Der Gripen soll die in die Jahre gekommenen Tiger-Kampfflugzeuge ersetzen. Das Schweizer Stimmvolk entscheidet am 18. Mai aber nicht über den Kauf selber, sondern über das Gripen-Fonds-Gesetz. Dieses bildet die Grundlage für die Finanzierung von 22 Gripen-Kampfjets des schwedischen Herstellers Saab für gut 3,1 Milliarden Franken.

Das Referendum ergriffen haben die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), linke Parteien und Organisationen sowie die GLP. Nach Ansicht der Befürworter ist der Gripen-Kauf nötig, weil mit der F/A-18-Flotte allein der Schweizer Luftraum nicht gesichert werden kann. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 31.03.2014 22:19
    Highlight Wenn der Gripen vom Volk abgelehnt wird, dann wird eine Miet-/Leasing-Lösung mit gesprochenem Budget vom VBS umgesetzt. Wie lange ginge diese Lösung bis das Volk erneut abstimmen müsste? Die Zeit könnte genutzt werden zur Evaluation eines mehrheitsfähigen Fliegers. Der Gripen mag eigentlich keiner so richtig. Und wenn etwas von Anfang an unstimmig läuft, wird es im Verlauf kaum besser.
    2 1 Melden
    • Neptun 31.03.2014 22:46
      Highlight Auch der Gripen läuft über das ordentliche Budget. Die Abstimmung kann ja nur dank des Gripen-Fond-Gesetzes, welches man zwecks der Schaffung einer Referendumsmöglichkeit beschlossen hat, stattfinden. Ob die Leasing-Lösung dann wirklich günstiger ist wage ich zu bezweifeln.

      Auch glaube ich nicht, dass was mit der Evaluation nicht stimmt. Ich habe viel mehr das Gefühl, dass hier in erster Linie Partikularinteressen vorherrschen...

      Der Gripen ist ein solides und gutes Flugzeug. Auch und gerade im Vergleich mit Konkurrenzprodukten: http://www.thedailybeast.com/articles/2014/03/24/the-planet-s-best-stealth-fighter-isn-t-made-in-america.html
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  • Neptun 31.03.2014 18:40
    Highlight Und mal wieder wird schön brav unter den Teppich gekehrt, dass Kauf und Unterhalt aus dem ordentlichen Armeebudget bestritten werden. Weniger Geld für AHV, Bildung etc.? --> Fehlanzeige!
    3 1 Melden

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