Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schwule dürfen Blut spenden – aber nur, wenn sie 1 Jahr keinen Sex hatten



Blut spenden

Auch Homosexuelle dürfen, aber nur die enthaltsamen. Bild: Keystone

Seit Juli diesen Jahres dürfen homosexuelle Männer Blut spenden. Bedingung ist, dass sie ein Jahr lang keinen Sex mit Männern gehabt haben. Der Nationalrat möchte auch diese Beschränkungen abschaffen, doch der Ständerat ist dagegen.

Mit 22 zu 17 Stimmen bei 1 Enthaltung hat er am Mittwoch beschlossen, eine Motion der BDP-Fraktion abzulehnen. Diese sei zu einem Zeitpunkt eingereicht worden, in dem Homosexuelle noch ganz von der Blutspende ausgeschlossen gewesen seien, sagte Kommissionssprecher Konrad Graber (CVP/LU).

Seither habe das Heilmittelinstitut swissmedic eine Anpassung verlangt. Letzten Sommer wurde die Blutspende von Homosexuellen unter der Bedingung zugelassen, dass sie in den letzten 12 Monaten keinen Sex mit Männer gehabt haben.

Entscheidend sei das Risikoverhalten und nicht die sexuelle Orientierung, erklärte Graber. Auch die Fragen, die vor der Blutspende beantwortet werden müssten, seien nicht diskriminierend. Diese richteten sich an alle Blutspender und dienten der Sicherheit der Empfängerinnen und Empfänger.

Liliane Maury Pasquier (SP/GE) war anderer Meinung. Sex unter Männern in stabiler Partnerschaft stelle kein Risikoverhalten dar, führe aber trotzdem zum Ausschluss, sagte sie. Das konnte Claude Janiak (SP/BL) bezeugen. Er lebt in eingetragener Partnerschaft, nach eigener Aussage aber «nicht in klösterlichen Verhältnissen». Trotzdem sei es ihm unmöglich, Blut zu spenden.

Der Bundesrat hatte sich gegen die Motion ausgesprochen. Laut Gesundheitsminister Alain Berset unterstützt er aber die Lockerung, sofern die Sicherheit der Empfängerinnen und Empfänger gewährleistet ist. Dafür brauche es keine Gesetzesänderung. Berset forderte Blutspende SRK Schweiz auf, die Ausschlusskriterien weiter zu verfeinern, um allfällige Diskriminierungen zu beseitigen.

Mit dem Aufkommen von Aids waren alle Männer, die Sex mit Männern gehabt hatten, von der Blutspende ausgeschlossen worden. Die BDP hatte in ihrem Vorstoss auf die knappen Blut-Reserven hingewiesen. Es komme immer wieder zu Engpässen. (sda)

Chinas fortschrittlicher Sexualunterricht

Homosexualität

Papa ist super. Und Papa auch.

Link to Article

Die zehn genialsten Gay-Kampagnen – auf Platz 10 ist auch die Schweiz vertreten

Link to Article

Diese beiden hübschen Zwillinge sind schwul. Und das eröffnen sie jetzt ihrem Vater. Es ist herzzerreissend

Link to Article

Nach 72 gemeinsamen Jahren gibt sich dieses lesbische Paar endlich das Jawort

Link to Article

Pech im Spiel, Glück in der Liebe: Brasilianische Rugby-Spielerin erhält von Freundin Heiratsantrag

Link to Article

15 Gründe, warum du als schwuler Mann besser dran bist (Gründe 8 und 10 interessieren auch die Frauen)

Link to Article

Wie süss ist das denn! Wien bringt sich mit homosexuellen Ampeln in ESC-Stimmung

Link to Article

Adoption? Leihmutterschaft? Der lange Weg von Ron und Micha zu ihrem Väterglück

Link to Article

Achtung! Lesben verdienen 33 Prozent mehr als andere Frauen

Link to Article

Schwul ist schick, äh, Schick ist schwul

Link to Article

Diese acht (schwulen) Schauspieler machen in der Traumfabrik auf Hetero

Link to Article

Islam und Homosexualität: «Ich küsste ihn unaufhörlich auf seinen schneeweissen Mund»

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

20
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
20Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • The oder ich 29.11.2017 14:44
    Highlight Highlight Man wird ja noch für viel ältere "Sünden" am Blutspenden gehindert: wer vor über 30 Jahren mal ein halbes Jahr in England gelebt hat, darf weiterhin nicht spenden, obwohl das entsprechende Risiko (Creutzfeld-Jakob) sogar in Grossbritannien selbst kaum noch auftritt.
    Aber das SRK wollte und will halt das Blut auch noch in die paranoiden USA verhökern.
  • .:|Caballito de Mantequilla|:. 29.11.2017 13:44
    Highlight Highlight Hirnspenden wären angebracht!
  • MaxM 29.11.2017 13:37
    Highlight Highlight tja, mein AB Rh - braucht es also niemand und ich hätte eigentlich nichts dagegen, immer wieder mein Blut zu spenden
  • Chääschueche 29.11.2017 12:36
    Highlight Highlight Und Heteros die ohne Gummi in der Weltgeschichte herumvögeln dürfen natürlich 👍

    Grandios...Unsere Politik: Nicht ernst zu nehmen.
  • Slavoj Žižek 29.11.2017 11:46
    Highlight Highlight Wenn man das Infektionsrisiko von Heterosexuellen Männern mit dem von Homosexuellen Männern vergleicht, finde ich die Massnahme richtig. Quelle: Wikipedia
    User Image
    • Fabio74 29.11.2017 12:28
      Highlight Highlight Und wenn man noch miteinbezieht wie viele Heteromänner heimlich fremdgehen und dies nicht deklarieren so fällt das Lügenkonstrukt zusammen
    • Chääschueche 29.11.2017 12:38
      Highlight Highlight Schnelltest? Safersex? Usw?

      Wohl neuland für dich hä
    • Gar Manarnar 29.11.2017 12:48
      Highlight Highlight Weil ja nur homosexuelle Männer Analverkehr haben.

      Aus der Tabelle ergibt sich nur dass ungeschützter Analverkehr risikoreicher ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • De Hans-Ueli vom Pragel 29.11.2017 10:40
    Highlight Highlight Ich verstehe sehr gut, dass man Diskriminierung in der GEsellschaft abbauen möchte. Aber die ganze Situation mit Homosexualität und Blutspenden errinert mich ein bisschen an South Park.

    Wieso sollten das BAG unnötig Spender ausschliessen, wenn doch stete Nachfrage nach Blutspenden besteht? Das machen sie nur, weil es zu riskant ist.

    Jeder Test macht Fehler, wenn auch nur ganz selten. Also probiert man möglichst wenig Ansteckungsrisiko in der Grundgesamtheit zu haben, dass wenn der Test nicht funktioniert die Wahrscheinlichkeit möglichst gross ist, dass dies bei einem "Gesunden" passiert
  • Fabio74 29.11.2017 10:03
    Highlight Highlight Sind wir doch froh für die scheinheilige CVP, dass Hetero-Männer allesamt treu sind und gar nie fremd gehen und schon gar nie ohne Gummi.
    Homophobie in reiner Form aber was ist von eine "christlichen" Partei zu erwarten?
    • andrew1 29.11.2017 11:37
      Highlight Highlight Statistisch gesehen ist es nun mal so das homosexuelle viel häufiger hiv haben als heterosexuelle. Von da her ist die warscheinlichkeit auch grösser so infiziertes blut zu erhalten. Hat von mir aus gesehen nichts mit diskriminierung zu tun sondern mit gefahren und warscheinlichkeiten.
    • Fabio74 29.11.2017 12:30
      Highlight Highlight @andrew1 Dann müsste ein Fremdgeher 12 Monate ohne Sex leben. Tut er nicht. Er gint es auch auf den Formularen nicht an. Er wird kaum sich regelmässig testen lassen. Solche Männer sind Gefahrenherde
    • andrew1 29.11.2017 13:45
      Highlight Highlight Nicht ganz. 1. Haben frauen im schnitt deutlich seltener hiv als homosexuelle. 2. Ist die übertragungsgefahr beim "klassischen" gv geringer(keine mikrorisse). Sind nun mal fakten. Solange man etwas nüchtern mit fakten belegen kann ist es für mich nicht diskriminierend sorry.
  • Tikvaw 29.11.2017 09:54
    Highlight Highlight Das ganze ist sowieso ein Witz:

    - Beim Fragebogen kann jeder "ankreuzen" was er will. Ich habe schon von ein paar Personen (Heteros und Homos) gehört, dass sie jeweils falsche Angaben machen z.B. bzgl. Safer-Sex.
    - Jede Blutprobe muss sowieso mehrmals getestet werden bevor sie tatsächlich eingesetzt wird.

    Labortests sind das Einzige dem man mehr oder weniger vertrauen kann und dass es auch dort keine 100% Sicherheit geben kann, ist ja sowieso klar. Die gibt es nirgends.
    • Alnothur 29.11.2017 13:17
      Highlight Highlight "Ich habe schon von ein paar Personen (Heteros und Homos) gehört, dass sie jeweils falsche Angaben machen z.B. bzgl. Safer-Sex."

      Wahrscheinlich findest du das auch noch toll...
  • Ihr Kommentar hat 20min Niveau 29.11.2017 09:45
    Highlight Highlight "Entscheidend sei das Risikoverhalten und nicht die sexuelle Orientierung" - warum darf ein Hetero denn nach einem One-night-stand Blutspenden und ein Homosexueller nicht?

    Und wenns ihnen um HIV geht müsste es heissen kein Sex in den letzten drei Monaten. Schnelltest, und wenn OK dann darf man Blut spenden.
    Man merkt dass man als Politiker keine Fachausbildung braucht, die Leute in diesem Zirkus haben keine Ahnung.
    • De Hans-Ueli vom Pragel 29.11.2017 10:35
      Highlight Highlight darf er nicht. Partnerwechsel innerhalb der letzten 12 Monate ist ein Ausschlussgrund, auch bei Heteros
    • SemperFi 29.11.2017 12:51
      Highlight Highlight @Prolet: Naja, zuerst vor der eigenen Tür wischen. Viel Ahnung scheinen Sie ja auch nicht zu haben. Erstens machen nicht die Politiker die Regeln für das Blutspenden und zweitens ist ein One-Night-Stand sowohl für Homos als auch für Heteros bereits heute als Risikoverhalten definiert. Am besten gehen Sie einfach selber mal Blutspenden, das hilft Infolücken zu stopfen.
    • bibaboo 29.11.2017 13:07
      Highlight Highlight @Prolet: Heterosexuelle können ebenfalls nicht Blut spenden, wenn sie in den letzten drei Monaten GV mit einem neuen Sexualpartner hatten. Hätten Sie schon mal gespendet, wüssten Sie das.
      Dass homosexuelle Männer eine Risikogruppe darstellen, steht ausser Frage, weshalb das Verbot durchaus Sinn ergibt. Insbesondere da es kein Nachteil darstellt, nicht spenden zu dürfen.

Wiederholt gegen Flüchtlinge gehetzt: Kostet es Gemeindeschreiber Wicki diesmal den Job?

Der Gemeindeschreiber Daniel Wicki der Aargauer Gemeinde Boswil hetzt im Internet gegen Flüchtlinge und Sozialhilfebezüger. Jetzt diskutiert der Gemeinderat über den Vorfall.

«Primaaa hat man diese Schweine erwischt! Und jetzt an die Wand stellen und eine saubere 9mm-Impfung verpassen!!! Tut nicht weh, ist effizient und nachhaltig.» Diesen Aufruf zur Todesstrafe schreibt der Boswiler Gemeindeschreiber Daniel Wicki auf Facebook unter einen Artikel über eine Vergewaltigung einer Frau in Deutschland unter anderem durch Asylsuchende. Der «Blick» hat am Donnerstag über die hetzerischen Äusserungen des Gemeindeschreibers berichtet.

Der Kommentar ist längst nicht der …

Artikel lesen
Link to Article