Schweiz

Hier wird's richtig teuer: St.Moritz im Bezirk Maloja. Bild: EPA/KEYSTONE

Eine Wohnung in Zug oder lieber fünf im Tessin? So teuer ist Wohnen in der Schweiz

Um satte 76 Prozentpunkte sind die Kaufpreise für Wohnungen im Bezirk Horgen seit 2007 gestiegen. Die teuersten Wohnungen gibt es aber immer noch in Maloja (mit St.Moritz) und Zürich.

03.11.16, 08:37 03.11.16, 14:23

Aus über 1,5 Millionen Kaufinseraten für Wohnungen und Häuser erhoben die ETH Zürich und der Internet-Vergleichsdienst comparis.ch Daten zu den Preisen. 

Daraus geht hervor, dass du mit einem Quadratmeter in Zürich knapp drei in Trachselwald (BE) kaufen könntest. Oder dass du deine 6-Zimmerwohnung in Zug verkaufen kannst und davon im Tessin (Blenio) deren fünf erwerben kannst.

Die Studie ist wie folgt gegliedert:

  1. Top 10 Bezirke mit dem höchsten Preisanstieg für Wohnungen
  2. Die zehn teuersten Bezirke für Wohnungen
  3. Die zehn günstigsten Bezirke für Wohnungen
  4. Die zehn teuersten Bezirke für mittelgrosse Häuser
  5. Die zehn günstigsten Bezirke für mittelgrosse Häuser 

Top 10 Bezirke mit dem höchsten Preisanstieg für Wohnungen

  1. Horgen (ZH) +76% (Preisentwicklung pro m2 zwischen Q1/2007 und Q2/2016)
  2. Luzern (LU) +67%
  3. L'Ouest lausannois (VD) +65%
  4. Zug (ZG) +65%
  5. Riviera-Pays-d'Enhaut (VD) +62%
  6. Nidwalden (NW) +61%
  7. Küssnacht (SZ) +59%
  8. Sarganserland (SG) +58%
  9. Pfäffikon (ZH) +58%
  10. Veveyse (FR) +57%

Die Top Ten der teuersten Bezirke in absoluten Zahlen bleibt unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Auffällig ist, das Entremont mit der Gemeinde Verbier (VS) 2'500 Franken teurer wurde, während Hauskäufer in Meilen (ZH) und Küssnacht (SZ) um 500 Franken besser wegkommen.

Als Christian Stucki 2008 das Kilchberger Schwinget gewonnen hat, waren die Preise noch rund 70 Prozentpunkte tiefer:

Bild: KEYSTONE

Die zehn teuersten Bezirke für Wohnungen

  1. Maloja (GR) 13'000 (Medianpreis pro m2 per 1. Juli in CHF)
  2. Zürich (ZH) 11'500
  3. Entremont (VS) 11'500 (+2'500)
  4. Meilen (ZH) 11'000 (-500)
  5. Genf (GE) 11'000
  6. Horgen (ZH) 10'500 (+1'000)
  7. Zug (ZG) 10'000
  8. Küssnacht (SZ) 10'000 (-500)
  9. Lavaux-Oron (VD) 10'000 (+1'000)
  10. Höfe (SZ) 9'500 (+500)

Nicht nur teure Wohnungen, auch spektakuläre Freerides gibt's in Verbier:

Bild: EPA/KEYSTONE

Weitaus günstiger ist der Quadratmeter in den folgenden Gemeinden zu haben. Raron im Wallis ist sogar der einzige Bezirk, in dem die Preise seit 2007 um 10 Prozentpunkte gesunken sind.

Die zehn günstigsten Bezirke für Wohnungen

  1. Raron (VS) 3'000 (Medianpreis pro m2 per 1. Juli in CHF)
  2. Leventina (TI) 3'000
  3. La-Chaux-de-Fonds (NE) 3'500
  4. Delémont (JU) 3'500
  5. Goms (VS) 4'000
  6. Trachselwald (BE) 4'000
  7. Hinterland (AR) 4'000
  8. Gösgen (SO) 4'000
  9. Leuk (VS) 4'000
  10. Porrentruy (JU) 4’000

Trotz Eidgenössischen Schützenfestes 2015 ist das Interesse an Raron gesunken:

Bild: KEYSTONE

Falls du lieber ein gebautes Haus kaufen willst, als nur die Fläche dazu, findest du die Preise in den nächsten zwei Tabellen.

Die zehn teuersten Bezirke für mittelgrosse Häuser (5 bis 6 ½ Zimmer)

  1. Zug (ZG) 2'250'000 (Medianpreis pro Haus per 1. Juli in CHF)
  2. Meilen (ZH) 2'250'000
  3. Horgen (ZH) 1'800'000
  4. Genf (GE) 1'600'000
  5. Nyon (VD) 1'600'000
  6. Morges (VD) 1'400'000
  7. L'Ouest lausannois (VD) 1'400'000
  8. Luzern () 1'400'000
  9. Locarno (TI) 1'400'000
  10. Arlesheim (BL) 1'400'000

Zu teuer? Kein Problem! Mit dem Geld kannst an anderen Orten gleich mehrere Häuser kaufen.

Die zehn günstigsten Bezirke für mittelgrosse Häuser (5 bis 6 ½ Zimmer)

  1. Porrentruy (JU) 450'000 (Medianpreis pro Haus per 1. Juli in CHF)
  2. Blenio (TI) 450'000
  3. Leventina (TI) 450'000
  4. Leuk (VS) 500'000
  5. Courtelary (BE) 550'000
  6. Delémont (JU) 600'000
  7. Thal (SO) 600'000
  8. Aarwangen (BE) 650'000
  9. Brig (VS) 650'000
  10. Wasseramt (SO) 650'000

Noch mehr teure Häuser: Die 10 teuersten Wolkenkratzer der Welt

(lae)

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
13
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 03.11.2016 10:35
    Highlight Interessant, aber mir ist das ganze zu wenig visuell, könntet ihr das nicht ein wenig schöner aufbereiten? Grafisch?
    2 0 Melden
    • Laurent 03.11.2016 12:39
      Highlight So auf die Schnelle :)
      8 1 Melden
    • JaneSoda 03.11.2016 13:07
      Highlight Toll visualisiert! :D
      3 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.11.2016 13:10
      Highlight haha ;) der Wille zählt oder was?
      1 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.11.2016 13:13
      Highlight für die Mühe hier ein liedli exklusiv für dich:
      3 0 Melden
  • Bolly 03.11.2016 09:34
    Highlight Na toll, wohne in Horgen!!!! Mal Platz 1./6. das nicht bei was gutem.
    Hier wird vieles abgerissen teure Wohnungen oder Eigentum drauf.
    Sonst fällt eine Wiese wieder zum Opfer. Horgen möchte wohl sein wie die Goldküste. Für wenig bis mittel ist hier was nichts mehr zu finden. Haben uns auch schon mal umgeschaut, so zum Vergleichen, aber das kann man sich nur leisten in dem man von hier wegzieht. Traurige Billanz. Wir regen uns schon seid Jahre darüber auf das es so ist. Das es im teurer wird. 😟😟😟👎🏼👎🏼👎🏼
    32 1 Melden
  • Karl33 03.11.2016 09:23
    Highlight Da fragt man sich: Wie teuer wären die Wohnungen ohne stetige Einwanderung und PFZ?
    Wie teuer wären Wohnungen ohne die Möglichkeit für globale Investoren in der Schweiz in Immobilien zu investieren.
    Und weshalb ist es für Investoren rentabler, Wohnungen leer stehen zu lassen, als sie zu billig zu verkaufen?
    31 27 Melden
    • Hierundjetzt 03.11.2016 09:51
      Highlight Kurze Antwort:

      Bei Negativzinsen kommt mir eine Investion billiger als wenn ichs auf der Bank hätte.

      Dort habe ich Ende Jahr weniger auf dem "Konto"

      12 0 Melden
    • Tepesch 03.11.2016 09:55
      Highlight @Karl33
      Einwanderer die sich solche Wohnungen leisten können, sind eine Minderheit.
      Das Problem ist doch, dass teure Immobilien viel mehr Rendite abwerfen, selbst wenn sie eine Zeit leer stehen. Die Marge ist schlicht viel höher als bei günstigen.
      Die Gemeinden müssten verpflichtet werden ein Gleichgewicht zwischen günstigem und luxus Wohnraum herzustellen.
      19 0 Melden
    • Posersalami 03.11.2016 09:59
      Highlight Wie wäre wohl die wirtschaftliche Lage in der Schweiz ohne pfz und Einwanderung? Das ist nämlich die andere Seite.
      Wie wären die Preise, wenn nicht viele Schweizer zu viel Rendite kassieren würde?
      20 0 Melden
    • Ohniznachtisbett 03.11.2016 10:27
      Highlight Ohne die stetige Zuwanderung wären die Wohnungen wohl deutlich günstiger, nur hättest du wahrscheinlich kein Geld um sie zu bezahlen, weil du in einem von Rezession gezeichnetem Land wohnen würdest. Die Immobilien-Spekulation ist mit der Grundstückgewinnsteuer weitestgehend eingedämmt. Warum leer stehen lassen als billig zu verkaufen? Vergleiche es mit einem Auto, ein Auto das du nicht benutzt verursacht wenige Kosten, aber du hast ein Auto. Weshalb solltest du es billig verkaufen, wenn es mehr Wert hat und die Kosten gering sind. Das Auto stellt für dich dann einen Vermögenswert dar.
      4 0 Melden
    • qumquatsch 03.11.2016 10:38
      Highlight hmm lieber Karl, ohne PFZ wäre es wohl noch "übler" da dann primär reiche Ausländer (gut situierte oder gut verdienende) einwandern würden und die "einfachen Arbeiter" welche die Schaffung von günstigem Wohnraum fördern würden ausbleiben
      0 0 Melden
    • Hoppla! 03.11.2016 10:42
      Highlight @ Tepesch

      Da stimme ich dir zu. Aber in vollem Bewusstsein, dass günstige Wohnung auch günstiger produziert werden müssen als Luxusbleiben. Der ROI auf Immobilien ist im Vergleich zu anderen Anlagemöglichkeiten verschwindend klein.
      1 1 Melden

Wie eine 27-jährige Zürcherin dank einer Fruchtbarkeitsuhr im Silicon Valley durchstartet

Die Zürcherin Lea von Bidder hat geschafft, wovon viele träumen: Sie zählt laut dem renommierten US-Wirtschaftsmagazin «Forbes» zu den wichtigsten Jungunternehmern unserer Zeit. Mit watson sprach von Bidder über Sexismus im Silicon Valley und was es braucht, um als junge Frau erfolgreich zu sein.  

Sie ist jung, erfolgreich und hat es auf die «Forbes»-Liste der 30 wichtigsten Unternehmer unter 30 geschafft: Lea von Bidder. Vor drei Jahren gründete die heute 27-Jährige das Start-up AVA. AVA vermarktet das gleichnamige Armband, das Frauen mittels gesammelter Daten mitteilt, wann sie am fruchtbarsten und somit empfänglichsten für eine Schwangerschaft sind. 

Von Bidder zog vor zwei Jahren von Zürich nach San Francisco und arbeitet seither als Mitgründerin und Marketing-Chefin von AVA im …

Artikel lesen