Schweiz
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Schweizer Paar in Indien von Männern angegriffen – Passanten filmten, anstatt zu helfen

26.10.17, 12:18 26.10.17, 16:10


Ein Schweizer Touristenpaar ist im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh von einer Männergruppe angegriffen und schwer verletzt worden. Die beiden 24-Jährigen aus Lausanne wurden laut der Zeitung «Times of India» bereits am Sonntag mit Steinen und Stöcken attackiert.

Der Vorfall fand demnach in der bei Touristen beliebten Stadt Fatehpur Sikri, 35 Kilometer westlich von Agra mit dem weltberühmten Monument Taj Mahal, statt. Die Männer hätten das Paar nach der Attacke verletzt auf der Strasse zurückgelassen.

Die Schweizerin sei mit einem gebrochenen Arm ins Spital gebracht worden, ihr Freund habe schwere Verletzungen am Kopf davongetragen. Das Paar war seit dem 30. September in Indien unterwegs und hatte zuvor Agra besucht.

Untätige Passanten

Wie News18 weiter berichtete, erklärten die beiden verletzten Schweizer, dass die jungen Männer ihnen zunächst den Weg abgeschnitten hätten. Danach hätten sie die Frau gezwungen, mit ihnen für Selfies zu posieren.

Sie seien während fast einer Stunde von den Tätern verfolgt worden, sagte der Schweizer. Schliesslich sei er mit Stöcken auf den Kopf geschlagen worden. Seine Freundin habe sich vergeblich gewehrt und sei ebenfalls verletzt worden.

Gemäss News18 schauten mehrere Passanten dem Vorfall tatenlos zu und filmten gar mit Smartphones, als das Paar verletzt am Boden lag. Darauf angesprochen verwehrte sich Tourismusminister Alphons dagegen, dass dies ein negatives Bild auf die Tourismusdestination Indien werfen werde.

Minister reagieren auf Vorfall

Zwei Verdächtigte seien im Zusammenhang mit dem Vorfall festgenommen worden, sagte der Regierungschef von Uttar Pradesh, Yogi Adityanath. Einer der Festgenommenen ist gemäss dem indischen TV-Nachrichtensender News18 erst 14-jährig.

Indiens Aussenministerin Sushma Swaraj erklärte via Twitter, sie habe von dem Überfall aus der Zeitung erfahren und daraufhin einen Bericht der Regierung von Uttar Pradesh angefordert. Ihre Mitarbeiter würden das Paar im Spital in Neu Delhi besuchen.

Auch Indiens Tourismusminister Alphons Kannanthanam reagierte laut News18 auf den Vorfall. Er habe gegenüber Regierungschef Yogi Adityanath seine Besorgnis ausgedrückt. Er sei sich aber sicher, dass die Schuldigen bald erwischt würden.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, dass zwei Schweizer Staatsbürger in Indien Opfer eines Angriffs geworden seien. Die Schweizer Botschaft in der Hauptstadt Neu Delhi stehe ihnen im Rahmen des konsularischen Schutzes bei.

Beliebte Reisedestination

Indien ist eine beliebte Reisedestination. Nach Regierungsangaben wurde das Land im Jahr 2016 von 8,8 Millionen ausländischen Touristen besucht. Dies entspreche einem Wachstum von fast zehn Prozent innert eines Jahres.

Die Touristenstadt Fatehpur Sikri war Ende des 16. Jahrhunderts die Hauptstadt des Mogulreiches. Seit 1986 stehen die Baudenkmäler des Palastbezirks unter dem Schutz der UNESCO und gehören zum Weltkulturerbe der Menschheit. (whr/sda/dpa/afp)

So poetisch zerstört diese Inderin sexistische Kackscheisse

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 26.10.2017 22:09
    Highlight Zu versuchen, Indien in ein paar Zeilen zu beschreiben, ist wie zu versuchen, das Meer in eine Tasse zu schütten.
    5 0 Melden
  • N. Y. P. D. 26.10.2017 13:43
    Highlight Als ich sehr sehr jung war, wollte ich immer nach Indien, weil es dort viele Elefanten gibt. Weil dort Frieden herrscht und alle fröhlich sind. Buddhisten hocken vor ihren Räucherstäbchen und beten. Schöne Landschaften. So stellte ich es mir vor.
    Und heute ?
    Schau Dir dieses bekackte Land an. Ein rigides Kastensystem. Die Dalits zum Beispiel werden systematisch diskriminiert. Frauen haben keine Rechte, sind je nach Kaste Freiwild. Die Polizei ist korrupt. Verbrechen wird nicht nachgegangen.
    Das die Schweizer angegriffen wurden, hat niemanden gekümmert.
    178 14 Melden
    • Lord_Mort 26.10.2017 14:07
      Highlight "Buddhisten hocken vor ihren Räucherstäbchen und beten." Viel übers Land weisst du aber nicht gerade. Buddhisten machen in Indien ca. 1% aus. https://www.indienaktuell.de/indien-information/religionen-in-indien/
      Da leben übrigens auch ca. 1 Milliarde Menschen. Das sind ca. 300 Millionen mehr Menschen, als auf dem Kontinent Europa leben. Indien hat sicher Probleme, so wie Europa auch. Deswegen ein ganzes Land als bekackt zu bezeichnen, ist somit mehr als nur verallgemeinernd.
      46 52 Melden
    • Sapere Aude 26.10.2017 14:30
      Highlight Der Buddhismus stammt zwar aus Indien, hat sich dort aber kaum verbreitet, weil der Hinduismus diesen quasi in Indien absorbiert hat. Wobei in letzter Zeit gerade viele Unberührbare zum Buddhismus konventieren, weil das die einzige Möglichkeit ist, ansatzweise aus dem Kastensystem auszubrechen.
      43 2 Melden
    • Nonvemberbal 26.10.2017 14:50
      Highlight In einen Land wo gerade mal 0.7% Buddihsten sind. Kein wunder bist du enttäuscht
      19 9 Melden
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