Schweiz

«Wir haben ein Integrationsdefizit.» Keller-Messahli vom Forum für einen fortschrittlichen Islam.
bild: screenshot srf

Forensiker Endrass im SRF-«Club» über die Übergriffe von Köln: «Das ist Machismo»

Wie lassen sich die Respektlosigkeit, die Gewalt und der Sexismus der Kölner Silvesternacht erklären? Machokultur, ungleiche Erziehung, gestörtes Männerbild, sagen Experten in der SRF-Sendung «Club». Nur einer der Gäste bezieht die Taten nicht auf die Religion und Herkunft der Verdächtigen.

13.01.16, 07:25

Es steckt viel Zündstoff im Versuch, die Exzesse in Köln zu erklären. Fünf Experten haben es am Dienstagabend in der SRF-Sendung «Club» gewagt: Ashti Amir, ehemaliger syrischer Flüchtling und Betreuer von Asylsuchenden, «Tages-Anzeiger»-Journalistin Michèle Binswanger, der forensische Psychologe Jérôme Endrass, die Islamwissenschaftlerin Amira Hafner-Al Jabaji, und Saïda Keller-Messahli vom Forum für einen fortschrittlichen Islam.

Darum geht's

Männerbanden haben in der Silvesternacht in Köln Frauen sexuell bedrängt und bestohlen. Über 500 Anzeigen sind bei der Polizei eingegangen, in 40 Prozent ermitteln die Kriminalbeamten wegen Sexualstraftaten. Ähnliches habe sich in anderen deutschen Städten und auch in Zürich abgespielt. Die Verunsicherung in der Bevölkerung ist gross, besonders weil es sich um Männer «vorwiegend nordafrikanischer und arabischer Herkunft» gehandelt haben soll. Die aufgeheizte Stimmung wegen der Flüchtlingsströme wird dadurch zusätzlich belastet.

«Wir glauben immer, dass diese problematischen Gesellschaften durch und durch islamistisch geprägt sind. Aber das Patriarchale war vorher. Das ist keine Erfindung des Islams.»

Hafner-Al Jabaji

Die sexuellen Übergriffe von Köln seien ein Angriff auf Freiheit und Würde der Frau, schrieb Michèle Binswanger gestern in einem Artikel – ein Angriff auf zentrale Errungenschaften der westlichen Zivilisation. Die Motivation für eine solche Tat deshalb, so der einfache Schluss, könne nicht in der westlichen Welt gründen, sondern werde aus anderen Kulturen importiert.

«Wir haben ein Problem im islamischen Milieu. Viele Männer denken, es reicht, Mann zu sein, um über Frauen verfügen zu können. Jetzt müssen wir darüber sprechen.»

Keller-Messahli

Auch Keller-Messahli stellte sich in der Sendung auf diesen Standpunkt. Das Frauenbild, das die arabische Welt pflege und lebe, lasse sich nicht von der Kultur und der Religion trennen. «Belästigung von Männern gehört in der arabischen Welt zum Alltag», sagte Keller-Messahli Migranten kämen aus patriarchalisch geprägten Gesellschaften hierher, wo Vaterfiguren nicht mehr existierten und plötzlich Freiheiten vorhanden seien, mit denen nicht umgegangen werden könne. 

Amir: «Integration sollte für Flüchtlinge aus Krisengebieten vom ersten Tag an stattfinden. Dazu gehören Werte wie Gleichberechtigung und die Selbstbestimmung der Frau. Werte, für die wir auch in Syrien gekämpft haben.»
bild: screenshot srf

Ähnliches erzählte Amir. Man müsse mit Asylbewerbern zusammensitzen und die Normen geraderücken. Es sei eine Frage der Integration – die bei religiösen Familien aber eben halt schwieriger sei. 

«Nur eine kleine Minderheit vertraut der Frau, ihr Leben so zu leben, wie sie will.»

Keller-Messahli

Das waren für Hafner-Al Jabaji zu viele Pauschalisierungen. Die Taten seien in keiner Weise mit den Normen aus dem Islam vereinbar. Beispielsweise habe Alkohol in Köln eine grosse Rolle gespielt – praktizierende Muslime trinken aber keinen Alkohol. Einig war die Islamwissenschaftlerin mit Keller-Messahli aber darin, dass in erster Linie das Männerbild problematisch sei. Männern werde generell Triebhaftigkeit attestiert, Frauen müssten beschützt werden, der öffentliche Raum gelte als gefährlich.

«Es ist kein Flüchtlingsproblem. Es ist ein Integrationsproblem. Das ist bei religiösen Familien schwieriger.»

Amir

«Das gibt es in allen Kulturen»

Grundsätzlich herrschte also Konsens in diesem «Club»: der Islam müsse Teil der Debatte über die Taten in Köln sein und das Geschlechterbild, das Männer mit Migrationshintergrund mitnehmen würden, sei problematisch. Nur Jérôme Endrass brachte eine echte Gegenstimme in die Runde, mit der er fast die «Club»-Debatte für obsolet erklärte.

«Bei den schweren Sexualstraftaten spielen Kultur und Religion eine untergeordnete Rolle», sagte der Forensiker. Es habe viel mehr mit einer stark ausgeprägten Dissozialität zu tun – wenn also Regeln und Normen nicht etabliert seien, schlicht: Jemand nicht erzogen wurde. «Das gibt es in allen Kulturen», sagt Endrass. 

«Beschränkt sich das wirklich so stark auf arabische Kulturen? Es kommt oft in Japan oder Lateinamerika vor, auch auf den Uni-Campi in den USA. Das ist Machismo.»

Endrass

Wie weiter? Genderkurse würden kein zweites Köln verhindern, sagte Endrass. Das sei zu massive Gewalt, zu nahe an der Persönlichkeit. «Das sind Leute, die eine Prädisposition haben.» Für mehr Integration plädierten die anderen. «Wir haben ein Defizit», sagte Keller-Messahli. «Wir haben ein Problem mit Leuten, die sich nicht integrieren lassen, mit Schweizern, die sich nicht integrieren lassen.» Es brauche klare Signale.  (dwi)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Swan 14.01.2016 00:17
    Highlight Ich glaube, dass verschiedene Faktoren dazu geführt haben, wie Kultur, Religion, neue gewonnene, in der Art nie gekannte Freiheit (nicht jeder kann so schnell damit umgehen), Alkoholeinfluss (evtl. zum ersten Mal getrunken), Gruppendynamik usw.
    4 1 Melden
  • Kza 13.01.2016 16:26
    Highlight Wenigstens einer, der etwas weiter denkt. Die Stossrichtung der Sendung ist bei der Gästeliste aber auch schon ziemlich eindeutig: es ging nicht wirklich darum, ob es etwas mit dem Islam zu tun hat, sondern nur was. Schade, SRF!
    1 10 Melden
  • Gelöschter Benutzer 13.01.2016 14:10
    Highlight Bin gespannt wie die Berichterstattung aussieht, wenn der Täter ein Schweizer (also Eidgenosse) ist - wahrscheinlich eine kleine Randnotiz - er werde inhaftiert, da geistig krank. Fertig.

    Wäre Berichterstattung fair, müsste man aber die ganze Schweizer (eidgenössische) Kultur anprangern und verteufeln.

    Sei es bei sexuellem Missbrauch an Frauen, Kindern oder Männern (ja auch Männer können sexuell missbraucht werden - aber im super modernen Westen wird ein Mann in den Medien und sonst überall belächelt, wenn er sich als Opfer sexueller Gewalt sieht...).

    Aber bin gespannt!
    6 11 Melden
    • pachnota 13.01.2016 14:23
      Highlight ist dies nun der Anfang? Melden sich nun auch bei uns die Moralisten, die Jahrelang im Keller geschmort haben, zu Wort und fordern neue Zucht und Ordnung? Bei Uns?
      ..würde mich nicht mal erstaunen...
      4 8 Melden
  • M@ Di11on (亚光狄龙) 13.01.2016 13:07
    Highlight Dieser Psychologe Erdnuss war wirklich der letzte Schrei. Seine Aussagen waren gelinde gesagt naiv und inkompetent. Er hat mir richtig leid getan in seiner eingeschränkten Einfachheit. Was ihn zum "Experten" macht, ist nicht nachvollziehbar.
    15 8 Melden
  • Angelo C. 13.01.2016 11:33
    Highlight
    Wer die Sendung gesehen hat, wo objektive Insider und kompetent wirkende Muslime sich unmissverständlich und mehrheitlich einhellig zur Sache geäussert haben, hat eigentlich nicht mehr allzuviele offene Fragen zu klären. Was gesagt werden musste, wurde dort gesagt. Dem habe ich demnach aus eigener Sicht nicht mehr viel anzufügen...

    http://www.srf.ch/play/tv/club/video/uebergriffe-von-koeln-zuendstoff-der-kulturen?id=b53adfc4-a280-4c56-ad03-95f55e43948c

    Anschauen sollte man sich das m.E. unbedingt, denn es hilft doch sehr, diese grosse Problematik in vollem Ausmass verstehend zu erkennen.
    26 2 Melden
  • Chlinae_Tigaer 13.01.2016 10:49
    Highlight Hört endlich auf zu verwischen sondern redet Klartext.

    Es hat mit der Islamischen Kultur zu tun.

    Und auch die letzten Gutmenschen werden irgendwann nicht mehr drumherumkommen sich mit NOCH EINEM Thema, was den Islam angeht, auseinanderzusetzten.

    "Fast alle Länder, in denen Christen (mehr als 100 Millionen) brutal unterdrückt und verfolgt werden, sind muslimisch geprägt.

    Alles nur Einzelfälle... von ein paar Extremisten verursacht?

    Unter den ersten fünf Ländern in denen die weltweit stärkste Christenverfolgung stattfindet finden wir auch;

    Eritrea, Afghanistan und Syrien.

    61 28 Melden
    • EvilBetty 13.01.2016 11:01
      Highlight Nein du Spassrakete, der Grund ist vor allem mangelnde Bildung. Denn wer nichts weiss muss alles glauben.
      45 18 Melden
    • Marbek 13.01.2016 11:16
      Highlight Und was hat jetzt die Verfolgung von Christen genau mit dem Thema des Artikels zu tun? Ist es das, was du in deinem Eingangssatz mit "Klartext reden" meinst?
      14 17 Melden
    • Chlinae_Tigaer 13.01.2016 11:46
      Highlight @EvilDevil

      Warst nicht du der, der auch schon in anderen Kommentaren schrieb das die Syrer so gebildet wären?

      Wenn nicht, war's einer deiner Gesinnungsgenossen.

      Wäre gut, wenn ihr euch da mal entscheiden könntet.

      Wer nicht glaubt, denkt er müsse alles wissen. Doch der, der weiss, weiss das er nichts weiss.

      @Marbek

      ich schrieb;

      Hört endlich auf zu verwischen sondern redet Klartext.

      Es hat mit der Islamischen Kultur zu tun.

      Und;

      ... mit NOCH EINEM Thema, was den Islam angeht, auseinanderzusetzten.

      Das wär dann die Chr. Verfolgung.

      Siehst du den Zusammenhang wirklich nicht?
      23 11 Melden
    • Mia Mey 13.01.2016 14:08
      Highlight Diese Übergriffe haben sicher mit der Kultur zu tun, aber nicht mehr. Christen sind da keine bessere Menschen. Auch dort hat das Weib zu schweigen und dem Mann zu gehorchen.
      8 8 Melden
    • Linus Luchs 13.01.2016 14:39
      Highlight Es geht weder um den Islam, noch um das Christentum. Es geht um die Überwindung der Religion, um die Überwindung der Macht von Predigern jeglicher Prägung. Also um die Errungenschaften der Aufklärung. Sie führte – gegen die Kirche! – zu den Menschenrechten und zum Rechtsstaat. Dieser Prozess hat in islamischen Ländern nicht stattgefunden.
      Übrigens ist es die SVP, die Grundsätze des Rechtsstaats aufheben und unsere Gesellschaft in einen Zustand zurückführen will, der ganz nahe bei den ach so geschmähten islamischen Ländern liegt. Das ist wohl die SVP-Lösung der interkulturellen Verständigung.
      8 5 Melden
  • m:k: 13.01.2016 09:52
    Highlight Ich verstehe die Aussage von Herr Endrass nicht. Jede Kultur und Religion hat doch unterschiedliche Regeln und Normen. Und genau das wird ja die ganze Zeit diskutiert; sind die Normen die in fremden Kulturen - gerade für das Frauenbild - gelten, mit unseren vereinbar. Vielleicht waren diese Männer nach den Standards die in diesen Ländern gelten ja "gut erzogen". Die sexuelle Integrität der Frau wird einfach anders bewertet als bei uns und das ist das Hauptthema der Diskussion.
    25 9 Melden
    • phreko 13.01.2016 10:02
      Highlight "Gut erzogen" und "besaufen sich", dann haben sie etwas wesentliches verpasst. Da müssen sie definitiv andere Argumente suchen.
      17 7 Melden
    • Macke 13.01.2016 10:56
      Highlight Am besten schaust du die Sendung nach. Kurz zusammengefasst: Personen, die dem Facebook-Aufruf gefolgt seien und sich an den Bhf. begeben hätten, seien in hohem Grade dissoziativ, etwas das sich nicht durch Kultur und Normen, sondern durch die Persönlichkeit erklären lässt. Zudem lassen sich solche Taten auch in den USA, Japan oder auch Südamerika beobachten. Deshalb sei eher der Machismo eine Erklärungsgrundlage, nicht die Religion. Herrn Endrass Erklärungen sind sehr plausibel und lassen sich hier kaum in 600 Zeichen wiedergeben. Aber schaue die Sendung doch bitte nach.
      13 11 Melden
  • Linus Luchs 13.01.2016 09:52
    Highlight In Norwegen gibt es Kurse für männliche Asylbewerber zum Thema Gleichberechtigung der Geschlechter. Hier ein Artikel darüber:
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-gleichberechtigungskurse-in-norwegen-a-1071350.html
    So müssen es die europäischen Länder anpacken. Wir müssen bereit sein, in das Verständnis für unsere Werte und Regeln zu investieren. Aufklärung und Bildung. Verglichen mit den Milliarden, die für Rüstung ausgegeben werden, kosten solche Kurse einen winzigen Bruchteil.
    30 27 Melden
    • Baba 13.01.2016 10:12
      Highlight Die Steuereinnahmen, die aus Waffenverkäufen resultieren (und letztendlich für die Flüchtlinge mitverantwortlich sind) könnten doch für die Integrationsmassnahmen verwendet werden...
      22 8 Melden
    • Angelo C. 13.01.2016 11:50
      Highlight @Linus Luchs : Ohne allzusehr in Pessismus zu machen, erhebt sich bei diesen wohlmeinenden Aufklärungskursen (was anderes bleibt den betroffenen Ländern ja kaum noch übrig) doch die mehr als berechtigte Frage, ob man eingefleischte familiäre und traditionelle Werte, die zumindest viele Jahrhunderte Bestand hatten, in einigen Nachhilfestunden eliminieren und durch unsere ersetzen kann. Ich zweifle entschieden daran.

      Das mag zwar bei den eh schon moderateren, vor Allem aber gebildeteren Muslimen etwas bringen, nicht aber beim Gros der sog. übermütigen jungen Männern und ihren Macho-Idealen.
      25 2 Melden
    • poga 13.01.2016 12:23
      Highlight Welche Werte soll man den da vermitteln? Selbst darüber sind wir uns nicht im klaren. Zudem nützen diese Kurse nur etwas wenn auch die Konsequenzen bei Nichtbeachtung entsprechend sind.
      17 2 Melden
    • Linus Luchs 13.01.2016 14:18
      Highlight @Angelo C. und poga: Ich verstehe die Skepsis, natürlich sind alte Empfindungs- und Verhaltensmuster träge. Aber ich denke, gerade junge Leute sind meistens offen und lernfähig. Von mir aus gesehen gibt es keine Alternative. Wir, der Westen, hat sehr viel dazu beigetragen, dass diese Menschen ihre Heimat verlassen haben und bei uns auf ein besseres Leben hoffen. Dass die Vermittlung unserer Regeln einfach sei, will niemand behaupten.
      Welche Werte, poga? Die Parolen der Französischen Revolution, die Errungenschaften der Aufklärung, die Grundsätze der Menschenrechte und des Rechtsstaats.
      4 2 Melden
    • poga 13.01.2016 14:35
      Highlight @linus verstehe mich nicht falsch. Ich bin nicht gegen solche Kurse. Ich bin nur der Meinung, dass wir auch wissen müssen, was mit denen passiert welche den Inhalt nicht begreiffen wollen/können. Sonst integrieren wir diejenigen welche sich sowieso integrieren würden und verschwenden das Geld bei den anderen. Die Sache mit den Werten: Die Stellung der Frau ist sicher ein Punkt der ziemlich klar sein sollte. Was hingegen eher nicht klar ist sind Dinge wie Religionsfreiheit(Burka zum Beispiel), Renitenz(Gegenüber dem Staat), Faustrecht(Ehrenmord),Körperverletzung(Beschneidung), Zwangsheirat.
      8 0 Melden
    • poga 13.01.2016 14:37
      Highlight Dies nur um ein paar zu nennen. Hier gibt es Dinge ,die jeder anderst sieht. Wutbürger vs Gutmensch. Wir müssen uns da Gedanken machen, damit wir überhaupt wissen was wir vermitteln wollen.
      8 0 Melden
    • Linus Luchs 13.01.2016 15:29
      Highlight poga, ich sehe nicht, weshalb es so viel Unklarheiten geben soll. Das in Frankreich eingeführte Burkaverbot wurde vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte für rechtens erklärt (Religionsfreiheit ist nicht das höchste Rechtsgut.) Was den Widerstand gegen die Staatsgewalt betrifft, schafft Art. 285 StGB Klarheit. Ehrenmord gibt es nicht, es ist Mord. Mädchenbeschneidung steht in der Schweiz seit 2012 unter Strafe, Zwangsheirat seit 2013. Mir ist klar, mit der Umsetzung gibt es teils Schwierigkeiten, aber mir scheint, die Regeln wären eigentlich klar.
      1 0 Melden
    • poga 13.01.2016 15:55
      Highlight @linus Das mit der Burka ist noch lange nicht ausdiskutiert. Ich persönlich finde sie zum kotzen. Den sie ist ein Zeichen der Unterdrückung der Frau, und sie ist ein Zeichen der Abschottung gegen unseren westlichen Lebensstandart. Religionsfreiheit vs offene Gesellschaft. Ich habe oben eventuell ein paar schlechte Beispiele gemacht. Wie wäre es mit Parallelgesellschaften. Oder Islamische Schulen. Wie ist es mit dem Schwimmunterricht. Übrigens: Was machen wir mit den radikalen Christlichen Kirchen die zwar nicht so stark aber auch in Richtung Abschottung tendiern.
      2 2 Melden
    • poga 13.01.2016 16:00
      Highlight Wie steht es mit unserem Verhältnis zur Arbeit. Muss eigentlich jeder Arbeiten oder geht es mehr in Richtung jeder der möchte kann ja. Wie steht es um unseren Rechtsstaat. Muss man den eventuell neu definieren oder stellen wir ihn weiter über unser Bauchgefühl. Ist eine Hausbesetzung zulässig wenn das Gebäude leersteht. Hat jeder das Recht hier zu wohnen wenn er möchte. Solche Dinge müssen wir für uns regeln, wenn wir Werte in Form eines Unterrichts weitergeben möchten. http://E
      3 0 Melden
    • Linus Luchs 13.01.2016 16:48
      Highlight poga, es würde den Rahmen sprengen, auf alles einzugehen. Auf zwei Punkte möchte ich aber reagieren:
      1. Manche radikale christliche Kirchen machen äusserst stark in Richtung Abschottung. Die Zeugen Jehovas zum Beispiel bilden sehr wohl eine Parallelgesellschaft.
      2. Ob der Rechtsstaat weiterhin über unserem Bauchgefühl stehen soll? Ja, unbedingt! Sonst haben wir hier bald Lynchjustiz. Da gibt es nichts neu zu definieren.
      3 1 Melden
    • poga 13.01.2016 17:31
      Highlight 😄 Das die Zeugen eine christliche Sekte ist wusste ich nicht. Umso wichtiger wäre es in dem Fall die Diskussion aufzunehmen. Ich habe das auch eingeworfen, um zu sagen, dass dies nicht nur ein Islamproblem ist( Rassismus und so). Was den Rechtstaat angeht: Ich glaube je mehr man den Ausbaut umso mehr muss er auch das Befinden der Bevölkerung wiederspiegelb. Aber das wäre eine Lange Diskussion. Es bringt auch nichts wenn wir das zu zweit diskutieren. Das muss in der Gesellschaft gemacht werden. Ich hoffe du siehst meinen Punkt, das wir zuerst wissen müssen welche Werte vermittelt werden müssen
      1 0 Melden
    • Angelo C. 13.01.2016 19:10
      Highlight @Linus Luchs: Gerade bei jungen Leuten bin ich eher skeptisch, denn schau dir unsere eigene Jugend an! Da wird sehr oft belächelt, was die Erwachsenen vorschreiben oder empfehlen. Kaum anzunehmen also, dass muslische bzw. arabische junge Männer da anders gestrickt sind. Kommt hinzu, dass die Letzteren Belehrungen von Nichtmuslimen (Kuffar) naturgemäss nicht für sonderlich verbindlich halten, auch ihre jahrhundertelangen Traditionen, welche Frauen stets nur im zweiten Glied sehen, sind tief verwurzelt.

      Aber du hast insofern recht, als dass gar nichts anderes bleibt, als diese Kurse anzubieten.
      7 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 13.01.2016 09:17
    Highlight In der ganzen Sache, die eigentlich nur Verlierer hat (vor allem Frauen die zum Opfer von Missbrauch werden) - frage ich mich schon, woher das ganze kommt.

    Klar, man kann jetzt einfach andere Kulturen anprangern, sie würden hinter dem Mond leben und hätten ein krasses Bild von einer Frau und sehen diese nur als Lustobjekt.

    Man muss sich aber offen gestehen, dass die Menschheit generell extrem "versext" ist - das fängt ja schon bei der Werbung an - Autohersteller verkaufen Autos über attraktive Hostessen - nur stört sich niemand daran.

    Oder noch krasser: ein Playboy wird wahrlich gefeiert.
    42 15 Melden
    • 7immi 13.01.2016 09:48
      Highlight diese "versexung" besteht in beide richtungen. auch frauen schauen gerne hübsche männer an. es ist allerdings ein unterschied, ob models abgelichtet werden oder man wildfremde frauen anfasst und belästigt. das ist keinesfalls zu vergleichen.
      wenn diese täter unsere frauen als freiwild betrachten ist es rassismus. zur abwechslung mal in die andere richtung...
      26 7 Melden
    • Theor 13.01.2016 09:53
      Highlight Sexismus, kein Rassismus. Es sei denn, du betrachtest das Weibliche Geschöpf als andere Rasse (dazu spar ich mir meinen Kommentar, hihi).
      12 18 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.01.2016 09:59
      Highlight Ich möchte das ja nicht irgendwie verharmlosen.

      Aber wir tendieren dazu, vor allem im Westen, Frauen (evtl. unbewusst) als Objekt zu zeigen. In jeder Hinsicht und Form der Werbung.

      Schauen Sie "Dan Bilzerian" an - er hält Frauen an der Leine, stösst sie von Dächern runter, etc. und wird dafür regelrecht gefeiert, auf Facebook aber auch von anderen Medien regelrecht gehypt.

      Auf Rassismus mit Rassismus zu antworten kann ja keine Lösung sein.

      Zudem hat "Machismo" keine Nationalität - würde man es wörtlich nehmen, stammt das Wort aus dem Italienischen - alle Italiener = Machos? Eben...
      15 20 Melden
    • pachnota 13.01.2016 13:50
      Highlight truestory...weiss nicht genau was du willst,,? sollen bei uns die Frauen auch Schleier tragen? Wieder mehr Zucht u. Ordnung?
      2 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.01.2016 14:05
      Highlight Glaube nicht das verschleierte Frauen "besser" dran sind, wenn man die "Sexsklavinnen" vom IS denkt...

      Aber was will eine (halb)nackte Frau auf/vor einem Auto vermitteln? Wäre sie nicht auf einem Auto, sondern einem roten Bett... ist der Fall klar, sie wirbt für SEX!

      Für viele Männer, egal woher sie kommen, ist "viel nackte Haut" eine Einladung für Sex - sehr traurig. Aber finde das hat nichts mit der Religion oder der Kultur zu tun.
      2 1 Melden
    • pachnota 13.01.2016 14:11
      Highlight ...viel nackte Haut ist doch keine Einladung für SEX!!! Sie gehört einfach zu unsere freizügigen Kultur dazu. Und diese Kultur passt mir...und die lasse ich mir nicht durch irgendwelche Religiöse kaputt machen!
      4 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.01.2016 14:17
      Highlight Mir passt das ja auch und ich finde es etwas schönes. Überhaupt schaue ich mir (schöne) Menschen gerne an - ob Mann oder Frau spielt keine Rolle (bin M).

      Aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass wir auch in Europa, Europäer haben, die Frauen sexuell missbrauchen. Daher ist es aus meiner Sicht zu einfach gemacht, wenn man einfach die Flüchtlinge so krass darstellt.

      Ist der Täter aber Europäer... easy, irgend eine kranke Sau. Berichterstattung Ende.
      4 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 13.01.2016 08:19
    Highlight Herr Endrass. Weil es das auch in Lateinamerika gibt sollen wir es hier mit mehr Humor aufnehmen, oder was? Ich frage mich langsam, ob sich diese Leute selbst zuhören? Nein, wahrscheinlich nicht. All diese Erklärungsversuche verschleiern nur die Tatsache.
    58 38 Melden
    • Tilman Fliegel 13.01.2016 10:55
      Highlight Die Tatsache ist, dass sich manche Männer scheinbar nicht im Griff haben. Und zwar Weltweit in so ziemlich allen Kulturen. Das auszusprechen ist keine Verharmlosung. Ich empfinde es eher als eine Verharmlosung, sexuelle Belästigung als rein islamisches Problem deklarieren zu wollen.
      16 16 Melden
    • Macke 13.01.2016 11:01
      Highlight Nein, weil es solche Phänomene auch in Lateinamerika, den USA und Japan gibt, sollten wir den Machismo bekämpfen, nicht die Religion. Oder seit wann ist Lateinamerika islamisch?
      15 14 Melden
    • pachnota 13.01.2016 13:59
      Highlight flieg u macke..ihr behauptet also im Ernst, das es NICHT am negativen Bild der Frau, das im Islam vorherscht, liegen könnte, das viele männlich Muslime ein machohaftes und gestörtes Frauenbild haben?...nein, ihr sagt, bei uns ist es genau dasselbe?
      1 5 Melden
  • Gelöschter Benutzer 13.01.2016 08:07
    Highlight Wir sollten Bildungs-Hemmer verbieten und ächten. Und zwar jeglicher Couleur, Die Wertigkeit einer Kultur sieht man unter anderem daran, wie diese Kultur Frauen behandelt. Es gibt bei allen Kulturen minderwertige Elemente, die dieser Kultur keine Ehre machen. Was aber wenn sie die Mehrheit bilden?
    56 6 Melden
    • nilson80 13.01.2016 08:47
      Highlight Das ist schon richtig, aber man sollte sehr vorsichtig mit Verallgemeinerungen sein. Theoretisch hätte man sonst auch Schweizer bis Anfang 1990 (vollständige Einführung des Frauenstimmrechts) in die selbe Schublade stecken müssen und sie im Ausland zu strengen Integrationskursen (Ali und Urs müssen lernen dass Frauen gleichwertig sind) verpflichten müssen. Aber die Schweizer haben schnell gelernt, vielleicht klappt es auch bei den anderen Völkern.
      32 14 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.01.2016 10:27
      Highlight Das Frauenstimmrecht ist etwas politisches. Auch vor dem Frauenstimmrecht in der Schweiz wurden Frauen nicht verprügelt, erniedrigt oder als zweitklassig abgestempelt. (Ausnahmen, vielleicht) Dass Frauen weniger verdienen ist auch beschämend, hat aber nichts mit Sexismus zu tun. Vielmehr mit Wirtschaftlichkeit. Auch Frauen in hoher Position geben ihren angestellten Frauen nicht mehr Lohn. Dies ist eine Schande ist aber bei Weitem nicht dasselbe.
      15 7 Melden
    • nilson80 13.01.2016 11:50
      Highlight Ich sag auch nicht dass dieses dasselbe ist. Es geht mir mehr um die Warnung vor zu viel Selbstgefälligkeit. Sehr spannend sind auch die ganzen Leute (siehe Leserbriefe Weltwoche) welche sich im gleichen Atemzug über das Frauenbild vieler Muslime beschweren und einen Brief weiter das Frauenstimmrecht als den Beginn des Untergangs der Schweiz betrachten. Viele Menschen die sich seit Jahren über die "Entmännlichung" unserer Gesellschaften beschweren instrumentalisieren nun Frauengleichstellung für ihren Rassismus.
      7 4 Melden
    • pachnota 13.01.2016 14:04
      Highlight nilson,,schau dir mal die Sendung an. Selbst wenn schlimme "Rassisten" nun für die gleichstellung der Frau sind...ist diese Gleichstellung trotzdem wichtig! Wir dürfen nicht zulassen, das eine rückständige Religion nun dies aushebeln will.
      2 2 Melden
    • Mia Mey 13.01.2016 14:16
      Highlight @pachnota, warum rückständige Religion?
      2 2 Melden
    • pachnota 13.01.2016 14:32
      Highlight ..oder geht ihr gar noch weiter..? Hat der Islam überhaupt kein Frauenproblem?...die Frau geniesst in Islamischen Staaten die selbe Freiheit wie bei uns?
      @ mia weil der Islam nie so etwas wie die Reformation im Christentum erlebt hat. Von einer Zeit der Aufklährung ganz zu schweigen!
      ...wird so etwas heute eigentlich nicht mehr an den Schulen vermitelt???
      3 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 13.01.2016 08:02
    Highlight Ja Frau Hafner, da haben Sie Recht. Nur, der Islam hat seither eine angemessene Bildung verhindert. Dasselbe hätte auch leicht bei den Christen und Juden passieren können. Hat es aber nicht.
    Machismo, Sexismus, Aggressionen freien Lauf lassen, Rassismus, etc. ist bildungsabhängig. Und wer hat's vermasselt??? Genau!
    36 25 Melden
    • Zuagroasta 13.01.2016 10:19
      Highlight John, da du, ausser dem Islam, die zwei anderen monotheistischen Religionen ins Spiel bringts, hier ein paar Fragen.
      - seit wann existiert das Judentum, Islam bzw. Christentum
      - wie gross ist der Altersunterschied zwischen allen 3?
      - nach wie vielen Jahren haben sich denn unsere "christlichen" Werte, auf die wir so bauen, entwickelt?
      (Fangfrage, hat mit Religion nix zu tun)
      - wie stand es mit den Werten bevor dieser "Revolution"?
      - es gibt einen erheblichen Unterschied zw. Judentum und den beiden anderen Religionen. Welcher?
      Wikipedia und ein Rechner werden dir die Antworten liefern. :)
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  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 13.01.2016 07:54
    Highlight Weil es keine Vaterfiguren gibt, greifen also Männer wildfremden Frauen zwischen die Beine? Das ist doch Blödsinn. Das sind einfache, banale perverse, angetrunkene Idioten ohne Selbstkontrolle.
    Was sind denn diese Vaterfiguren, die fehlen?
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    • Gelöschter Benutzer 13.01.2016 08:16
      Highlight Nein. Die Typen waren klar einem Kulturkreis zuzuordnen. Dass eine Kultur oder Ethnie die Frauen einer anderen Kultur als Freiwild sehen, hat massiv auch mit Rassismus zu tun. Wenn jemand sich qualitativ über andere stellt, ist das Rassismus. Rassismus ist nicht immer nur weiss gegen schwarz. Jede Art kulturelle Diskriminierung gehört ebenfalls dazu.
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Vom Jäger zum Gejagten – Wildschwein tötet Mann nach Treibjagd

In Greifswald, im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, scheuchten Treiber Wildschweine vor sich her. Eines der Schweine griff daraufhin einen der Jäger an und tötete ihn.

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Der Mann aus der Region Greifswald war bei der sogenannten Nachsuche, als er auf die …

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