Schweiz
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Donald Trump dankt seinen Wählern in Mobile im Bundesstaat Alabama. Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Fakten? Egal! 19 politische Erkenntnisse des Jahres 2016



Lügen ist okay

350 Millionen Pfund. Dieser Betrag, den Grossbritannien angeblich pro Woche an die Europäische Union überweist, sollte nach Ansicht der Brexit-Befürworter in das britische Gesundheitssystem fliessen, falls die Stimmberechtigten für den EU-Austritt votierten. Nach der gewonnenen Abstimmung wollten Nigel Farage und Co. nichts mehr davon wissen. Und Donald Trump? Man darf ihn den Hohepriester der politischen Lüge nennen. Trotzdem wurde er US-Präsident.

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Die Politik hat Social Media entdeckt

Donald Trump soll dank einer gezielten Social-Media-Kampagne die Wahl gewonnen haben. Dies deutet ein Magazin-Artikel an. Eine umstrittene Behauptung. Schon Barack Obama verdankte seine Wahlsiege auch dem Einsatz von Social Media. Dennoch ist es eine Erkenntnis dieses Jahres: Social Media gewinnen politisch immer mehr an Bedeutung, auch in der Schweiz. Die Durchsetzungsinitiative dürfte die erste Abstimmung sein, die durch Social-Media-Kanäle (mit-)entschieden wurde.

Diskussionskultur ist tot

Wer sich die MEI-Debatten im Nationalrat oder die Duelle von Donald Trump und Hillary Clinton angetan hat, der wird bestätigen: 2016 war kein gutes Jahr für die politische Diskussionskultur. Wie sagte einst Helmut Schmidt: «Wir dürfen die politische Contenance nicht verlieren.» Genau das aber ist passiert.

Umfragen sind wertlos 

Die grosse Mehrheit der Umfrageinstitute lag mit ihren Prognosen zu den amerikanischen Präsidentschaftswahlen daneben. So richtig daneben. Zum ersten Mal erwischte es auch Umfrage-Guru Nate Silver. In England überraschte der Brexit-Entscheid – 2016 war kein gutes Jahr für politische Prognosen. 

«Peinlich» wird salonfähig 

In den letzten Jahren wurden einige Schweizer Volksentscheide im Ausland mit Verwunderung oder Kritik wahrgenommen (Minarettinitiative, Ausschaffungsinitiative). Hinter vorgehaltener Hand gab man aber zu, dass entsprechende Abstimmungen wohl eine ähnliche Zustimmungsrate hätten.

Und tatsächlich: England hat nun ein «peinliches» Abstimmungsresultat, die USA auch, Österreich ein peinliches Abstimmungsprozedere, und in Deutschland, Holland und Frankreich dürfen sich «peinliche» Parteien plötzlich massiven Zuspruchs erfreuen.

FILE PHOTO: French far-right Front National (FN) party president, member of European Parliament and candidate for French 2017 presidential election, Marine Le Pen (C) stands next to a man dressed as a Santa Claus and French National Front (FN) vice-president Florian Philippot (R) as she visits a Christmas market in Paris, France, December 8, 2016. REUTERS/Benoit Tessier/File Photo

Für die einen eine Freude, für andere Schreckgespenster: Der Weihnachtsmann und Marie Le Pen von der französischen Rechtsaussenpartei Front National. Bild: BENOIT TESSIER/REUTERS

Das Milizsystem ist am Anschlag 

Das Gewürge um die MEI-Umsetzung hat gezeigt, dass der Zeitdruck und die Komplexität der Geschäfte das Schweizer Milizsystem bis an seine Grenzen fordern. Mehr dazu hier:

Das Unmögliche wird möglich: Brexit & Trump hebeln alle Gesetze aus 

Wer hätte das gedacht? Und trotzdem ist es passiert. Ein schillernder Unternehmer und Reality-TV-Star erobert das Weisse Haus. Plötzlich lacht niemand mehr, wenn Kanye West andeutet, auch kandidieren zu wollen.

Ron Jeremy attends the world premiere of

Porno-Legende Ron Jeremy: Wird er der nächste Präsident der USA? Möglich wär's. Bild: Paul A. Hebert/Invision/AP/Invision

Das «postfaktische» Zeitalter

«Postfaktisch» wurde unlängst zum internationalen Wort des Jahres gewählt. Das Adjektiv beschreibe Umstände, in denen die öffentliche Meinung weniger durch objektive Tatsachen als durch das Hervorrufen von Gefühlen und persönlichen Überzeugungen beeinflusst werde, heisst es. Nicht ganz unschuldig daran sind auch die sozialen Medien.

Experten zählen nicht mehr

Neben der «Lügenpresse» gilt der legitime «Experte» als das prominentestes Opfer des Aufstiegs von Falschmeldungen. Wissenschaftliche Befunde werden unverholen in Frage gestellt – auch von fachfremden Personen. Die vakante Stelle des Experten wird vom Demagogen besetzt. Nie war die These richtiger, dass der Mensch nur glaubt, was er glauben will.

Die Abgehängten schlagen zurück

Lange Zeit wurden die Verlierer der Globalisierung wenig beachtet. Ihre geballte politische Macht wurde unterschätzt – bis zu diesem Jahr. Brexit und Trump-Wahl zeigen aber, über welche Sprengkraft die sogenannt Abgehängten verfügen. Und nicht zuletzt jene, die sich vor dem Abstieg fürchten.

Die «Elite» hat den Zugang zum einfachen Bürger verloren 

Die Bedauernswerten – so nannte Hillary Clinton die Hälfte aller Trump-Wähler, eine abschätzige Bezeichnung. Die Quittung für ihre fehlende Nähe zum Bürger erhielt die haushohe Favoritin bei der Präsidentschaftswahl. Hochnäsigkeit und Abschätzigkeit: Diesen Vorwurf müssen sich auch Linke in vielen Ländern Europas vorwerfen lassen. Aber nicht nur das: Hilf- und Ratlosigkeit ebenfalls, denn sie müssen konsterniert zusehen, wie ihre ehemalige Basis ins rechte Lager abwandert.

Die Globalisierung ist nicht länger alternativlos 

Donald Trump attackiert den Freihandel. Im Umfang mit anderen Ländern gilt für ihn eine Devise: «America first.» Die Globalisierung, die nach dem Ende des Kalten Kriegs als alternativlos galt, gerät immer mehr unter Druck. Auch europäische Rechtspopulisten wie Marine Le Pen gehen mit Protektionismus auf Stimmenfang.

Angst ist das Argument Nr.1 

Terrorismus, Flüchtlingsströme, Jobsicherheit, Klimawandel, AKW-Katastrophen, Stromausfälle: Aus Angst lässt sich hüben wie drüben politischer Profit schlagen. Es ist keine neue Erkenntnis, aber in Zeiten der Unsicherheit wirkt sie besonders stark.

An election poster of the right-wing Alternative for Germany (AFD) party for the upcoming Rhineland-Palatinate federal state elections is pictured in the village of Lauterecken, Germany, March 5, 2016. The slogan reads

Wieso kompliziert, wenn es auch einfach geht. AfD-Plakat in Deutschland. Bild: FABRIZIO BENSCH/REUTERS

ABD0001_20150515 - GRAZ - OESTERREICH: THEMENBILD - Ein Wahlplakat der steirischen FPOE, aufgenommen am Mittwoch, 13. Mai 2015, in Graz. Die steirische Landtagswahl findet am 31. Mai 2015 statt. - KEYSTONE/APA/ERWIN SCHERIAU

FPÖ-Plakat in Österreich. Bild: APA

ARCHIV --- ZUR ABSTIMMUNG UEBER DIE

Greenpeace-Plakat vor dem AKW Beznau Bild: KEYSTONE

Es wird gehackt 

Hat Wladimir Putin die US-Präsidenschaftswahl entschieden? Der Geheimdienst CIA deutet es zumindest an. Tatsache ist, dass der Hackerangriff auf die Demokraten, dessen Urheber vermutlich in Russland sitzen, den US-Wahlkampf beeinflusst hat. Es war überhaupt ein Jahr, in dem fleissig gehackt wurde. Betroffen war unter anderem die Antidopingagentur WADA. Auch die «Panama Papers» sollen durch Hacker beschafft worden sein.

Der Stadt-Land-Graben wird tiefer 

Stadt und Land leben sich immer mehr auseinander. Es ist eine Entwicklung, die weltweit zu verzeichnen ist. Hillary Clinton siegte in den urbanen Zentren, Donald Trump eroberte die ruralen Gebieten. Auch in der Schweiz werden immer mehr Städte von Rot-Grün regiert. In diesem Jahr «erwischte» es Luzern und St.Gallen. Agglomerationen und Landgemeinden hingegen bewegen sich nach rechts.

Der neue Luzerner Stadtpraesident Beat Zuesli posiert vor dem Stadthaus und uebernimmt sein Amt vom bisherigen Stadtpraesidenten Stefan Roth am Donnerstag, 1. September 2016, vor dem Stadthaus in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Mit Beat Züsli wurde erstmals ein Sozialdemokrat zum Stadtpräsidenten von Luzern gewählt. Bild: KEYSTONE

Mit Leidenschaft kann man die Rechten bodigen

Ist der Vormarsch der Rechtspopulisten unausweichlich? Nein, vorausgesetzt, man nimmt den Kampf gegen sie an. Die Gegner des Brexit führten eine blutleere Kampagne und verloren. Anders in der Schweiz, wo die Durchsetzungsinitiative (DSI) dank leidenschaftlichem Einsatz von Vertretern der Zivilgesellschaft scheiterte. In Polen musste die nationalkonservative Regierung nach heftigen Protesten von Frauen ein Antiabtreibungsgesetz zurückziehen.

JAHRESRUECKBLICK 2016 - FEBRUAR - Flavia Kleiner, NGO-Komitee gegen die Durchsetzungsinitiative DSI, Mitte, und Gleichgesinnte freuen sich ueber die Ablehnung der DSI am Sonntag, 28. Februar 2016 im Progr in Bern. Das eidgenoessische Stimmvolk hatte heute ueber vier Vorlagen, darunter die Durchsetzungsinitiative der SVP, zu befinden. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Die Operation Libero feiert das DSI-Nein. Bild: KEYSTONE

Mobilisierung ist der Schlüssel zum Erfolg 

Das DSI-Nein wurde möglich durch die enorme Stimmbeteiligung. Während die Zahl der Ja-Stimmen etwa gleich hoch war wie bei der Ausschaffungsinitiative 2010, stieg jene der Nein-Sager stark an. Alexander Van der Bellen wurde österreichischer Bundespräsident, weil er seine Anhänger im zweiten Durchgang weit besser mobilisieren konnte als bei der annullierten ersten Wahl. Gleiches gelang Donald Trump in den USA.

Für eine Weltmacht braucht man kein Geld

Wladimir Putin steht als grosser Sieger auf der internationalen Bühne 2016 da. Und das, obwohl Russlands Wirtschaft darbt. Weshalb es 2016 keine Wirtschaftskraft und keine Soft Power brauchte, um die internationale Agenda zu diktieren, erklärt Autor Philip Löpfe:

Kriege lohnen sich wieder

Die wohl finsterste Erkenntnis von 2016: Despoten können wieder Kriege führen, ohne dass sie dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Baschar Assad und seine Verbündeten durften ungestraft Spitäler bombardieren und den Ostteil der syrischen Metropole Aleppo in Schutt und Asche legen. Die nach dem Kalten Krieg ausgerufene «neue Weltordnung» hat sich in eine Unordnung verwandelt.

Aleppo ist ein Trümmerfeld

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    Alle Leser-Kommentare
  • Jol Bear 28.12.2016 20:56
    Highlight Highlight "Postfaktisch" , wie wahr. Dieses Phänomen aber nur bei den Wählern und Abstimmenden zu erkennen, gehört genauso dazu. Haben nicht die Politiker (sog. "Eliten") Probleme (Fakten) bewusst heruntergespielt? Offene Grenzen ohne Kontrolle von Flüchtlingen und andern Zuwandernden, Personenfreizügigkeit, Euro-Krise usw., angeblich alles problemlos im Griff. Bis negative Folgen nicht mehr verdeckt werden konnten. Die Politik hat ideologisch-emotional durchregiert und Fakten und Befürchtungen ihrer Wähler ausgeblendet. Auf die postfaktische Aktion folgt die postfaktische Reaktion.
  • GeneralButtNaked 28.12.2016 15:39
    Highlight Highlight ZU Punkt 19:
    Und Saudi Arabien bombt den Jemen mit Hilfe des Westens in die Steinzeit zurück.

    Bitte nicht immer nur die ''bösen'' nennen.
    • Datsyuk * 28.12.2016 19:30
      Highlight Highlight Die USA liefern Waffen und helfen beim Auftanken der Flugzeuge. Davon kommt einfach nichts.. Dort werden Leute bewusst verhungern gelassen.
    • Thomas Binder 28.12.2016 21:10
      Highlight Highlight "Since the start of the coalition airstrikes led by Saudi Arabia on Yemen, the media has been silent in reporting the barbarity of the war. Why? Because the corporate media are silent collaborators in crimes against humanity when the perpetrator is a wealthy ally."

      http://www.geopolmonitor.com/deafening-silence-war-yemen/
  • Starfox 28.12.2016 14:53
    Highlight Highlight Zitat: "Die Durchsetzungsinitiative dürfte die erste Abstimmung sein, die durch Social-Media-Kanäle (mit-)entschieden wurde". Das ist doch reine Spekulation...also bitte sehr.
    Hr. Blunschi und Hr. Toggweiler, Sie beide verwechseln immer öfters angebliche Facts mit Ihrer ganz persönlichen Meinung. Das meiste in diesem Artikel ist eine Meinungskolumne, ein seriöser, neutraler Artikel sieht anders aus.
    • R&B 28.12.2016 16:46
      Highlight Highlight Ui Starfox... dann irren sich ja auch alle etablierten CH-Medien 😱
  • René Obi 28.12.2016 14:06
    Highlight Highlight Noch etwas. Die Umwelt geht den allermeisten am Arsch vorbei.

    Für mich etwas vom Dramatischsten überhaupt.
  • Boogie 28.12.2016 12:49
    Highlight Highlight Leider einige bedenkenswerte Entwicklungen. Das die Medienkonsumenten ihre Meinung auf Grund von Medieninhalten nicht ändern, sondern alles so interpretieren, dass ihre Meinung gestärkt wird, ist jedoch kein neues Phänomen. Das stand schon vor 10 Jahren in den Lehrbüchern.
    Tragisch finde ich jedoch, dass heute generell intelligenten Menschen, die wirklich etwas zu sagen hätten, keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt wird. Stattdessen liest man nur von den Dummen und Lauten. Deshalb liebe Medien: Stop making stupid people famous!
    • R&B 28.12.2016 12:59
      Highlight Highlight Ich habe daher vor einigen Monaten begonnen, Berichte über Glarner, Blocher, etc. nicht mehr zu lesen.
    • rodolofo 28.12.2016 17:09
      Highlight Highlight Mir geht es ganz ähnlich.
      Sobald ich die Labels "Blocher", oder "Köppel" höre, dann ist das für mich das Signal zum Abschalten, bzw. Ignorieren.
      Da hat also mein Selbsterhaltungstrieb einen gesunden Abwehr-Reflex aufgebaut, der mich vor Schaden und Frust bewahrt.
      Was ich allerdings allen wärmstens empfehlen kann sind die "Sternstunden Philosophie" auf srf1 am Sonntag morgen, mit hochkarätigen Persönlichkeiten und DenkerInnen, die sehr feinfühlig interviewt werden!
      Ich sehe in dieser Sendung eine Art "Intellektuellen-Gottesdienst für Kirchen-Muffel" mit vollwertiger Geist- und Seelennahrung .
  • Ratchet 28.12.2016 12:30
    Highlight Highlight Schwache Liste! Die Erkenntnisse sind kaum neu und all 19 Punkte beschränken sich so ziemlich genau auf drei Ereignisse: US Wahlen, Brexit und MEI Umsetzung.
    Es geschahen so viele Dinge 2016, doch irgendwie wiederspiegelt es watson dieses Jahr, dass der Jahresrückblick zu 90% aus US-Wahlen, Trump, Analyse, warum Trump gewonnen hat, Sorgen, welche Auswirkungen es haben kann und Panikmache, dass die Rechten nun überall siegen, besteht.
    Wir haben es gehört und seien wir ehrlich, was in die USA passiert, interessiert mich nicht wirklich.
    • René Obi 28.12.2016 14:00
      Highlight Highlight Die USA und die drohenden Rechtsrutsche in Frankreich und Deutschland würde ich noch so gerne ignorieren. Leider ist das alles aber doch noch eine Spur wichtiger für die Welt und damit auch die Schweiz.
    • phreko 28.12.2016 14:56
      Highlight Highlight @Bluetooth, dass dein Horizont etwas eingeschränkt ist, ist den meisten hier auch egal.
      Denn eine US-Wahl betrifft uns sehr. Ohne Georgie W. kein Irakkrieg, kein Zerfallen der Staaten, ergo keine Flüchtlingswelle. Aber ja, Flüchtlinge hier interessieren dich ja auch nicht,oder?
    • Ratchet 28.12.2016 17:17
      Highlight Highlight Dass wir uns nun das ganze Jahr über die Wahlergebnisse der Amis und Briten ärgern, ändert aber genau nichts daran.
      Selbst wenn es uns betrifft, tendiert unser Einfluss gegen Null. Egal wieviel Sorgen wir uns machen, am Schluss geht der Franzose und der Deutsche wählen und der interessiert sich für sich und nicht für die Schweiz.
      Dafür dass wir solche Ereignisse kaum beeinflussen können, wird dem Ganzen einfach viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sophia 28.12.2016 12:09
    Highlight Highlight Man wundert sich über diese neue Zeit. Die Presse lügt, der Trump nicht. Die Merkel ist an allen Schuld, sie hat vielleicht sogar die Bewohner Aleppos aufgefordert, nach Europa zu kommen. Sie frisst ja auch kleine Kinder. Die Briten wurden von Nationalisten nach Strich und Faden belogen, und bekommen jetzt den Hintern nicht mehr hoch.
    Die Orban-Regierung versinkt im Korruptinssumpf, die Wirtschaft geht vor die Hunde, 600 000 (von ca. Millionen Ew.) Menschen aus Ungarn ausgewandert, Flüchtlinge nimmt er keine auf, aber der Orban ist bei den Rechten eines der Vorbilder.
    Der 2. WK war umsonst!
    • Sophia 28.12.2016 17:29
      Highlight Highlight Aron, gehörst du der Gilde der Hellseher?? Na, dann sag doch mal, was du alles in der Zeit siehst!
      Wir sind gespannt!
  • Luca Brasi 28.12.2016 11:16
    Highlight Highlight St. Gallen wurde Rot-Grün? Da sagt mir Wikipedia aber etwas anderes. Kein einziger Grüner in der Stadtregierung, ein FDP-Stadtpräsident und das Verhältnis in der Stadtregierung ist 2 Bürgerliche, 2 Sozialdemokraten und ein Parteiloser. Das Einzige, was ich sehe, ist keine bürgerliche Mehrheit. ;)
    Und dann schaue ich Richtung Monte Bre auf die bevölkerungsreichste Stadt der italienischen Schweiz und sehe eine deutliche bürgerliche Mehrheit in Parlament und Regierung mit einer starken Lega. Das Tessin tickt anders.
    • Peter 28.12.2016 14:19
      Highlight Highlight Der Parteilose im St. Galler Stadtrat steht in vielen Fragen links der Mitte, schreibt das "St. Galler Tagblatt", und die müssen es ja wissen:

      http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/stadt/Ein-Ruck-nach-links-aber-noch-kein-linksgruener-Erdrutsch;art197,4836895

      Und das Tessin tickt tatsächlich anders, aber das ist keine neue Erkenntnis von 2016.
    • Luca Brasi 28.12.2016 16:02
      Highlight Highlight Wo Sie Recht haben, haben Sie Recht. ;)
    • rodolofo 28.12.2016 17:17
      Highlight Highlight Dass das Tessin anders tickt, fällt mir auch immer mehr auf...
      Dieser Kanton wird immer "Innerschweizerischer", das heisst, man schimpft gegen Ausländer und Fremde, lebt aber gleichzeitig vom Tourismus,
      eine schizophrene Haltung, die langfristig nicht aufgehen wird.
      Die NEAT ermöglicht es nämlich, diesen immer unfreundlicher werdenden "Innerschweizer Granit" im Schnellzugstempo zu durchqueren...
  • Steely Dan 28.12.2016 10:52
    Highlight Highlight Gelungene Zusammenstellung wie man das am Ende des Jahres so macht. Man hätte etwas mehr Werbung einstreuen dürfen, wie es sich heutzutage für Social Media gehört. Daneben sollte man auf den Gusto des Lesers zugeschnittene Schnipsel und nur die "rechten" Kommentare anzeigen, damit man sich weiter ungestört in seiner Filterblase suhlen kann.
  • reaper54 28.12.2016 10:36
    Highlight Highlight Ironie des Schicksals die rechten Parteien gewinnen Stimmen mit sozialismus die linken verlieren.
    • rodolofo 28.12.2016 17:47
      Highlight Highlight Sie gewinnen sie mit NATIONAL-Sozialismus!
      Leider hat auch in den 30er-Jahren kurz vor dem Ausbruch des 2.Weltkrieges der engstirnige (Gruppen-) Egoismus gegen den weitsichtigen Internationalismus der Linken die Oberhand gewonnen.
      Die Radikalisierung des Proletariats in eine rechtsextreme- und eine linksextreme Militanz zu verantworten hatte aber damals wie heute eine Schicht von Super-Reichen, die in ihrer masslosen Gier nach materiellem Reichtum und Macht des "Wer bezahlt, der befielt!" die einfachen Leute aussaugten und auspressten, wie schlimme Parasiten! Heute sie Multinationale Konzerne.
    • reaper54 28.12.2016 19:14
      Highlight Highlight Wenn man den Nationalen Sozialismus ämdert wäre er garnicht so schlecht. Ich meine was ist falsch daran auf seine Landsleute zu achten?
  • Alnothur 28.12.2016 10:21
    Highlight Highlight Dieser Artikel ist aber auch ziemlich postfaktisch stellenweise...
    • Steely Dan 28.12.2016 10:47
      Highlight Highlight Oder er hat Deine Meinung nicht bestätigt?
  • rodolofo 28.12.2016 10:12
    Highlight Highlight Wir erleben spannende Zeiten, in denen alles ausser Rand und Band gerät und sehr viele alte Gewissheiten über den Haufen geworfen werden.
    Eine dieser Gewissheiten war mal, dass es im Dezember bei uns winterlich kalt ist, mit Schnee, oder zumindest "Pflotsch".
    Doch seit Wochen liegt ein stabiles Hoch über Mittel-Europa, sehr zur Verwunderung der "Muotathaler Wätterschmökker", die ja einen strengen Winter prophezeit hatten.
    Dafür eröffneten sich den kauzigen Mandlis neue Möglichkeiten in der Fernsehwerbung für Raclette-Käse.
    Wenn selbst die Ameisen lügen, dann müssen wir halt phantasievoll sein!
    • Alnothur 28.12.2016 10:48
      Highlight Highlight Der Winter hat gerade erst vor einer Woche angefangen und dauert noch über zwei Monate, also keine Panik...
    • rodolofo 28.12.2016 11:50
      Highlight Highlight Habe ich gesagt, dass ich Panik habe?
      Mir gefällt es viel besser so!
      Aber ich gehöre trotzdem nicht zu denen, die den rasanten Klimawandel leugnen.
  • pamayer 28.12.2016 10:07
    Highlight Highlight Remo Largo, Jesper Juul und KollegInnen müssen ihre wertvolle Bücher umschreiben.

    Ermutigen Sie ihr Kind zum Lügen. Es festigt die Persönlichkeit.

    Vermeiden Sie Informationen mit Wahrheitsgehalt. Es verdirbt den Charakter eines Menschen.

    Unterlassen Sie Authentizität. Es resultiert eine Beziehung mit verheerenden Folgen daraus.

    Umgehen Sie die FSK Empfehlungen für Games. Eine friedliche Kindheit wird nachweisbar verheerende Schädigungen im Erwachsenenalter nach sich ziehen.

    Schlagen Sie zu. Es härtet ab.

    Sonst wird Ihr Kind nie Chef einer MacDonalds Filiale werden.



    • rodolofo 28.12.2016 11:10
      Highlight Highlight Ich versuche, das Trump-Phänomen zu begreifen, indem ich meine Logik auf den Kopf stelle.
      Alles, was für mich Sinn macht, ist demnach für einen Trump-Fan sinnlos, wogegen all das, was für mich sinnlos erscheint, für einen Trump-Fan sehr wohl Sinn macht.
      Trump beweist mit seinen schamlosen Lügengeschichten und Selbst-Inszenierungen ("Selbst wenn ich jemanden erschiessen würde, würden sie mich wählen."), dass er die Macht besitzt, oder die Macht bekommen will, das zu tun.
      Für Machtmenschen ergibt sein absolut zynisches Verhalten also durchaus einen Sinn.
      Darum jubeln ihm alle Machtmenschen zu...
    • rodolofo 28.12.2016 14:21
      Highlight Highlight @ Aron777
      Wer sich so einfach in etwas hinein treiben lässt, muss sich schon auch mal an der eigenen Nase nehmen.
      Niemand verlangt ja von Dir, dass Du so etwas tust!
  • N. Y. P. D. 28.12.2016 09:33
    Highlight Highlight Amen.
    Richtig zusammengefasst.
    Zu Nummer 11:
    Nehmen wir zum Beispiel die SP Schweiz. Sie hat an ihrem Parteitag zum Bsp. folgende Formulierungen in ihr Parteiprogramm genommen:
    (Ich als Linker sehe Trump, den Brexit, Le Pen, Wilders etc. und erwarte sehnsüchtig ein Lebenszeichen der SP in Form griffiger Formulierungen.)
    Und was sehe ich also :
    "sich multilateral in die europäische Gemeinschaft einfügen"
    "sich aus dem engen bilateralen Rahmen lösen"
    Das also will die SP, meine linke Partei, der geballten Macht der Rechten gegenüberstellen..
    • pamayer 28.12.2016 10:37
      Highlight Highlight Ja. Leider erschreckend hilflos, die einzige Partei, die andere Inhalte als Globalisierung und Profit vertreten sollte.
    • Sophia 28.12.2016 11:57
      Highlight Highlight Es führt kein Weg an Europa vorbei. Und immer nur alles "autonom" nachvollziehen ist keine Lösung auf Dauer, sondern eine kranke Politik. Wir sind von Europa abhänging, aber wir reden nicht mit. Das sind nun mal auch in der postfaktischen Zeit die Fakten. Aber die Sozialdemokraten hatten schon immer die Nase ganz vorne, wo auch schon immer heftiger Wind wehte.
      Und für unseren General Giusan waren sie trotzdem die zuverlässigsten Eidgenossen!
    • Amadeus 28.12.2016 15:37
      Highlight Highlight @Aron777
      Obs den Leuten dank Nationalismus statt Globalisierung besser geht wird sich in den kommenden Jahren zeigen (Brexit, Trump, Orban, PiS...). Die Schotten und Nordiren teilen ihre Meinung jedenfalls nicht.
      Und dem "Monster EU" bescheinigt man schon seit seinem Beginn im Jahr 1993, bald zu kollabieren. Es existiert aber immer noch. Und grade die nationalistischen Visegrad-Staaten können kaum auf die Cohesion-Funds aus der ach so bösen EU verzichten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wiisi 28.12.2016 09:12
    Highlight Highlight 20: Journalisten im Copy/Paste Zeitalter:

    Wer geht von euch eigentlich noch auf die Strasse und macht mal einen richtig gut recherchierten Beitrag, was Eigenes? Für mich ist vieles was ich lese in den Mainstream Medien nur noch ein Einheitsbrei. Fehlt euch das Geld, der Mut?
    • Danyboy 28.12.2016 10:26
      Highlight Highlight Einfache Antwort: Es gibt sie noch, solche Medienprodukte, wo auf der "Strasse" recherchiert wird, wo detailliert über Sachverhalte geschrieben wird. Aber diese Inhalte kosten halt etwas Geld, ob am Kiosk oder online. Und viele glauben halt lieber die kostenlos verfügbaren Lügen auf Twitter, Youtube oder Facebook. Die bestätigen ihr festgelegtes Weltbild ja ohnehin besser...
    • Steely Dan 28.12.2016 10:34
      Highlight Highlight Hast Du für diesen Artikel etwas bezahlt?
    • Alnothur 28.12.2016 10:50
      Highlight Highlight Ich finde es gelinde gesagt ziemlich frech, kein Geld für Journalismus auszugeben und sich dann über fehlende Qualität aufzuregen und sarkastisch zu fragen, ob das Geld fehlt...
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Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

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