Schweiz
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Anklage gegen zwei Winterthurer «IS»-Rückkehrer

04.05.18, 18:04


Gegen zwei Winterthurer, die sich 2014 dem sogenannten Islamischen Staat angeschlossen haben sollen, hat die Jugendanwaltschaft Winterthur Anklage erhoben. Die mittlerweile volljährigen Personen waren im Dezember 2015 bei ihrer Rückkehr in die Schweiz verhaftet worden.

Die Jugendanwaltschaft Winterthur habe seit Dezember 2015 eine «sehr aufwändige und zeitintensive Strafuntersuchung» gegen die beiden Geschwister geführt, bestätigte eine Sprecherin der Zürcher Oberjugendanwaltschaft eine Online-Meldung der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Freitag. Diese Untersuchung wurde nun abgeschlossen.

Anfang Mai erhob die Jugendanwaltschaft Anklage gegen die Geschwister wegen der Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über das Verbot der Gruppierung Al-Kaida und Islamischer Staat sowie verwandter Organisationen und wegen der Unterstützung einer kriminellen Organisation.

Da die beiden zum Zeitpunkt der ihnen vorgeworfenen Taten minderjährig waren, kommt das Jugendstrafrecht zum Zug. Jugendstrafverfahren sind grundsätzlich nicht öffentlich, die Oberjugendanwaltschaft gibt deshalb keine detaillierteren Informationen zum vorgeworfenen Sachverhalt und der beantragten Sanktionen.

Im Dezember 2015 waren die damals 16- und 17-Jährigen per Flugzeug von Istanbul nach Zürich gereist, wo sie von der Polizei festgenommen wurden. Die Geschwister sollen sich Ende 2014 nach Syrien begeben und die Terrormiliz Islamischer Staat unterstützt haben. (sda/vom)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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    Alle Leser-Kommentare
  • pippapo 05.05.2018 09:06
    Highlight Haben in diesem Fall nicht die Eltern eine gewisse Verantwortung? Werden sie sich auch vor Gericht erklären müssen?
    13 1 Melden
    • Saraina 05.05.2018 16:30
      Highlight Weisst du noch, wie der Vater verzweifelt seine Kinder suchte und auch den Gang an die Öffentlichkeit nicht scheute? In die Türkei reiste, um sie zu suchen? Hast du Kinder im Alter von 14 bis 17? Weisst du alle deren Geheimnisse? Kennst du alle ihre Kontakte?
      8 7 Melden
  • Repplyfire 04.05.2018 21:47
    Highlight Wer beim is war sollte der irakischen oder der syrischen Justiz überstellt werden. Auch diese Jugendlichen wussten wem sie sich anschlossen und unterstützen dessen Ideologie bewusst.
    83 10 Melden
    • Baloo 05.05.2018 19:17
      Highlight Ich glaube nicht, dass jemand in diesem Alter solche Dinge bewusst macht. Mit 17 war kein Watsonleser so weit, dass er/sie wirklich klar über so etwas denken kann. Verzweiflung bringt einen weit...leider...
      4 4 Melden
  • Lindaa 04.05.2018 18:39
    Highlight Wieso dürfen die in die Schweiz zurückkehren? Sogar das Gefängnis hier ist zu gut für solche Typen.
    105 24 Melden
    • MetalUpYour 04.05.2018 19:45
      Highlight Vielleicht weil sie noch gar nicht verurteilt sind und Anspruch auf ein faires Verfahren haben!?
      39 51 Melden
    • Saraina 04.05.2018 19:48
      Highlight Weil die 15, resp. 16 Jahre alt waren, und relativ rasch eingesehen haben, dass das eine saublöde Idee war?
      37 60 Melden
    • Roterriese 05.05.2018 00:40
      Highlight Man kann auch alles schönreden.
      16 2 Melden
    • meine senf 05.05.2018 08:48
      Highlight Weil es für den Kampf gegen den IS contraproduktiv wäre, wenn solche, die sich, sei es aus Bösheit oder aus Dummheit, ihm angeschlossen haben, sich nie wieder vom IS abwenden könnten.
      7 2 Melden
    • Saraina 05.05.2018 16:27
      Highlight Das sowieso. Dann wäre der einzig mögliche Ausstieg der über ein Selbstmordattentat. Man ermöglicht zudem auch Leuten, die in ihrer Jugend Anhänger von Neonazis und anderen gewalttätigen Gruppen waren den Ausstieg. Jugendliche lassen sich leicht beeinflussen. Etwas anderes ist es, wenn Rückkehrer aktiv gekämpft und Kriegsverbrechen verübt haben, wie im Fall der englischen "Beatles", die sich beim Köpfen von Menschen filmen liessen.
      7 8 Melden
    • redeye70 05.05.2018 20:04
      Highlight @Saraina
      Diese ausstiegswilligen Neonazis, die du zum Vergleich bemühst, waren aber zu keinem Zeitpunkt einer Terrorgruppe im Ausland angehörig. Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Die Geschwister gehören vor Ort vor Gericht gestellt und nicht hier bei uns.
      7 3 Melden
    • Saraina 05.05.2018 20:54
      Highlight Ja gut, Redeye. Erst mal fünf Jahre in Syrien im Knast, weil momentan ja nicht viel Kapazität für Verhandlungen da ist, dann als Mitläufer, die nicht gekämpft haben zu 10 Jahren verurteilt - und dann so um die 30 Jahre alt, wieder in der Schweiz, keine Ausbildung, traumatisiert und nicht wirklich mehr wirklich integrierbar. Sozialhilfe. Oder eine Jugendstrafe in der sie eine Lehre absolvieren, dann ein normales Leben. Die Kids waren nicht mal ein Jahr in Syrien. Überzeugungstäter geht anders.
      Und sie können der Bundesanwaltschaft wertvolle Info über die Anwerbung des IS geben.
      4 8 Melden
    • Maria B. 05.05.2018 21:40
      Highlight Saraina 20:54

      Zitat :

      "Und sie können der Bundesanwaltschaft wertvolle Info über die Anwerbung des IS geben."

      Das ist m.E. nicht allzu wahrscheinlich, weil diese Art der Prägung nicht wie ein schmutziges Hemd abgestreift wird. Eine spätere Zuwendung zum Terrorismus hierzulande wäre jedenfalls um einiges denkbarer.
      8 3 Melden
    • Saraina 06.05.2018 00:21
      Highlight Prägung? Bei einer 14-Jährigen, die zum Entsetzen der Eltern mit ihrem 16-jährigen Bruder nach Syrien durchbrennt, und ein halbes Jahr später von dort wieder flüchtet und in die Schweiz heimkehrt, weil sich der IS als Alptraum entpuppte?



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