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epa06096435 A woman holds a banner reading: '1 Million TakeDown Roundup!' to protest the use of the 'Glyphosate' herbicide in front of the seat of the European Commission at the Berlaymont building in Brussels, Belgium, 19 July 2017. The protest was held in the context of a debate within the European institutions, on whether or not to ban 'Glyphosate', a braodband hebicide which some scientists regard as being highly carcinogenic.  EPA/STEPHANIE LECOCQ

Das bekannteste Glyphosat-Produkt stammt vom Gentech-Konzern Monsanto und heisst «Roundup». Bild: EPA/EPA

Frankreich verbietet Pflanzengift von Monsanto & Co – Schweizer Grüne wollen nachziehen

Die französische Regierung hat angekündigt, das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat zu verbieten. Damit wagt das Land einen Alleingang innerhalb der EU. Nun wollen die Grünen auch hierzulande ein Verbot.

27.09.17, 06:42 27.09.17, 16:10


Die französische Regierung hat am Montag angekündigt, das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat bis zum Jahr 2022 komplett zu verbieten. Nun wollen Schweizer Politiker nachziehen: «Die Grüne Fraktion wird vom Bundesrat ein Verbot der Anwendung von Glyphosat bis 2022 verlangen», sagt Nationalrätin Maya Graf auf Anfrage. 

Die Grünen pochen schon seit geraumer Zeit auf ein Verbot von glyphosathaltigen Pestiziden – bislang erfolglos. Nun, nachdem sich Frankreich – entgegen der Linie der EU – für ein Verbot ausgesprochen hat, wittert Graf Morgenluft: «Die französische Regierung setzt damit ein wichtiges Zeichen – und zeigt Mut, sich gegen die Chemie zu stellen.»

«Wahrscheinlich krebserregend»

Über die gesundheitlichen Folgen des Glyphosat-Einsatzes streiten Politiker und Umweltverbände schon seit geraumer Zeit – in der EU genauso wie in der Schweiz. 2013 haben Forscher europaweit menschlichen Urin auf Glyphosat und das Abbauprodukt Aminomethylphosphonsäure untersucht. Ergebnis: Das Pflanzengift konnte in den Urinproben nachgewiesen werden – auch in solchen aus der Schweiz. 

Nachdem der Sprecher der französischen Regierung, Christophe Castaner, das Verbot am Montag angekündigt hatte, relativierte er seine Aussage in späteren Interviews. Die Regierung verpflichte sich, in diesem Bereich bis 2022 «signifikante Fortschritte» zu erzielen. «Ziel ist es, bis Ende der fünfjährigen Regierungszeit Ersatzprodukte gefunden zu haben», lautet sein letztes Statement. (kün)

Wie gefährlich das Herbizid aber tatsächlich ist, ist umstritten. Die zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehörende Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) befand, dass das Pflanzengift für den Menschen «wahrscheinlich krebserregend» sei. 

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hingegen stufte das Mittel als ungefährlich ein. Sie berief sich dabei auf Forschungsergebnisse, ohne diese offenzulegen. 

Auf diesen Bericht beruft sich auch der Bundesrat in seinen Antworten auf mehrere Vorstösse zum Thema. Allerdings versprach er Anfang des letzten Jahres, zusammen mit der EU zu prüfen, warum die beiden wichtigen Gremien zu unterschiedlichen Resultaten kommen. Erst danach will das zuständige Bundesamt für Landwirtschaft weitere Schritte prüfen. 

Klar ist, dass sich die Schweizer Politik der Thematik stellen muss. Neben parlamentarischen Vorstössen wollen auch zwei Volksinitiativen den Pestizid-Hahn zudrehen in der Schweiz. Derzeit sammelt ein Komitee Unterschriften für eine Initiative, die synthetische Pestizide komplett verbieten will. Ein weiteres verlangt, dass Landwirte keine Subventionen mehr erhalten, wenn sie Pestizide verwenden. 

In der Schweiz stärkere Einschränkungen als in der EU

Der Schweizer Bauernverband wehrt sich im Gespräch mit watson gegen Schnellschüsse. David Brugger, Leiter Geschäftsbereich Pflanzenbau: «Wir verlassen uns auf die Zulassungsbehörde. Solange sie Glyphosat nicht verbietet, sehen wir auch kein Problem.» Laut Brugger sei das Mittel in der Schweiz zudem mit viel stärkeren Einschränkungen belegt als in der EU: «Die Anwendung von Glyphosat kurz vor der Ernte ist in der Schweiz nicht zugelassen. Das Mittel wird hier vor allem zur Bekämpfung problematischer Unkräuter zwischen zwei Saaten eingesetzt, die Kultur selber wird nie besprüht.»

Glyphosat wird von Landwirten und Privaten zum Vernichten von Unkraut angewandt. Das bekannteste Produkt stammt vom Gentech-Konzern Monsanto und heisst «Roundup». Auch die SBB spritzen damit ihre Bahngleise, wie die Zeitung «Le Matin» im Juni berichtete. 

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117Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 29.09.2017 07:43
    Highlight Ein Schritt in die richtige Richtung!
    Und nebenbei wird den Leuten möglicherweise auch auffallen, dass zwischen Krebserkrankungen und dem Einsatz von Pestiziden ein Zusammenhang besteht, auch wenn sich dieser wissenschaftlich nur sehr schwer beweisen lässt.
    Am Ende kommt uns die billige Agro-Industrie viel teurer, als wir denken, wenn wir in der Migros 1 Kilo Orangen für 1 Franken 50, oder einen Liter Milch für 1 Franken 50 im Regal stehen sehen...
    Das Grundproblem:
    Die "Externen Kosten" dieser Billig-Massenproduktion bezahlt die Allgemeinheit via Steuern, oder verminderter Lebensqualität.
    5 0 Melden
  • Weisnidman 27.09.2017 16:43
    Highlight Yes!! Endlich legt sich jemand mit Monsanto an!
    49 2 Melden
  • word up 27.09.2017 12:49
    Highlight warum zögern und nicht einfach mal auf fie sichere seite wechseln? klar, das herbizid wird wohl in den angewendeten mengen günstig sein aber welcher preis verursachen die auswirkungen? es reicht leider nich, nur bis zum geldbeutel zu denken. darüber hinaus, das wäre gute politik!

    was denkt ihr?
    42 4 Melden
  • chnobli1896 27.09.2017 11:28
    Highlight [...] Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hingegen stufte das Mittel als ungefährlich ein. Sie berief sich dabei auf Forschungsergebnisse, ohne diese offenzulegen. [...]

    Da schrillen bei mir alle Alarmglocken.. Transparenz ist für mich in solchen Fällen extrem wichtig.
    70 2 Melden
    • Weisnidman 27.09.2017 16:46
      Highlight Weil sie keine hat, Monsanto ist die reinste Monopolfirma, die die amerikanischen Farmer mit aller Gewalt zu ihren Produkten hinreiste, ohne dass sie eine Wahl hatten.
      25 0 Melden
  • AllumeTaSalade 27.09.2017 10:44
    Highlight Ist diese News wirklich aktuell? So wie ich gelesen habe hat die Frz. Regierung einen Rückzug gemacht und will Glyphosat doch nicht verbieten, sondern nur "wesentliche Fortschritte" machen...
    3 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 27.09.2017 09:57
    Highlight Schier unglaublich, dass die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und unser Bundesrat sich auf Forschungsergebisse abstützen, welche explizit nicht offengelegt werden. Derweil unabhängige Analysen von Forschern aus ganz Europa klar Glyphosatrückstände im Urin von Menschen nachgewiesen haben.

    Ein ganz unschöner Vorgeschmack was mit dem TTIP Standard sein wird!

    Bei solchen Diskussionen, kommt mir immer dieser Spruch in den Sinn...
    53 7 Melden
  • LeChef 27.09.2017 09:44
    Highlight Die wichtige Frage ist wahrscheinlich nicht, ob Glyphosat karzinogen ist, sondern in welcher Konzentration - und wie gross das Risiko tatsächlich ist.

    Tatsache ist, dass wir uns täglich vielen Risiken aussetzen. Bspw. fahren wir mit dem Auto/Fahrrad, obwohl die Chance dabei zu verunfallen gar nicht mal so klein ist. Wir essen angebrannte Lebensmittel, trinken, rauchen, atmen Dieselabgase ein etc.

    Es ist immer ein Abwägen: Wie gross ist der Nutzen? Wie gross das Risiko? Gibt es geeignete Alternativen?

    Wer Glyphosat verbieten möchte, sollte sich etwas mit diesen Fragen beschäftigen.
    15 15 Melden
    • meine senf 27.09.2017 12:19
      Highlight Ob man raucht oder Auto oder Velo fährt oder verbrannte Lebensmittel isst, kann man selber entscheiden. Ob man Glyphosat konsumiert nicht.

      Es geht nicht "nur" um Krebs, sondern z.B. auch um Bienen.

      Auch mit diesen Fragen sollte man sich beschäftigen.
      37 5 Melden
    • LeChef 27.09.2017 16:56
      Highlight Ich denke schon, dass man auch als Gesellschaft bereit sein sollte, gewisse Risiken einzugehen. Sozusagen ein erzwungenes gesellschaftliches Risiko. Darüber kann man aber sicher geteilter Meinung sein.
      6 4 Melden
  • LeChef 27.09.2017 09:36
    Highlight Mir ist schon klar, dass ich hier etwas auf verlorenem Posten stehe. Trotzdem möchte ich auch noch etwas Gelassenheit in diese Debatte bringen, denn Empörte hat es sicher genug.

    Laut Wikipedia lag in der Urin-Studie von 2013 die durchschnittlichen Konzentrationen um den Faktor 1000 unter dem europäischen Risiko-Richtwert. Die Maximalkonzentration war immer noch um mehr als den Faktor 100 kleiner.

    Es lohnt sich auch den Abschnitt zur Karzinogenität zu lesen. Die IARC steht ziemlich alleine da. Tatsächlich kommen sämtliche grossen Zulassungsbehörden zum gegenteiligen Schluss.
    11 6 Melden
    • aglio e olio 27.09.2017 12:56
      Highlight mit den Richtwerten ist das so eine Sache. Diese werden meist "einfach mal so" festgelegt. Langfristige Auswirkungen können dabei gar nicht berücksichtigt werden weil Informationen dazu fehlen.
      Die Wechselwirkung mit anderen Substanzen werden in der Regel nicht ausreichend untersucht.
      16 1 Melden
    • LeChef 27.09.2017 17:00
      Highlight Das stimmt. Aber wir brauchen doch eine Entscheidungsgrundlage. Ist es sinnvoll, Technologien Jahrzehnte lang zu verbieten, bis sämtliche Eventualitäten ausgeschlossen sind? Möglicherweise ist der Verlust durch die "verlorenen" Jahre deutlich grösser als ein vielleicht eintretender Schaden.

      Es muss doch so etwas geben wie ein ausreichend kleines und deshalb vertretbares Risiko.
      5 6 Melden
    • Jol Bear 27.09.2017 18:30
      Highlight "wahrschenlich krebserregend" nach WHO ist jene Klassifikation zu der z.B. auch Bündnerfleisch oder Solariumbesuch gehören. Die wichtige Problematik bezrifft daher eher die Persistenz in der Umwelt (z.B. Nachweis in Gewässern über längere Zeit). Allerdings gilt Glyphosat nicht als schwer abbaubar. Also liegt das Problem evtl. eher bei falscher Anwendung: zu nahe an Gewässern, auf durchlässigen Böden usw. Deshalb kann in diesem Fall die Haltung des Bauernverbandes (gegen ein Totalvebot angesichts widersprüchlichen Forschungsergebnisse zur Giftigkeit) als vernünftig angesehen werden.
      5 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Domino 27.09.2017 09:29
    Highlight Die Frage ist doch was nun anstatt Glyphosat verwendet wird....
    ich hoffe die Alternativen sind unbedenklich...
    6 2 Melden
    • Echo der Zeit 27.09.2017 17:40
      Highlight Nee - Es wird wahrscheinlich verdünnt oder etwas Neu zusammen Gemischt - Passiert schon Länger bei denn Pflanzenschutzmitteln so. Das Problem ist eher das die Menschen überhaupt keine Ahnung mehr haben von Lebensmittelproduktion -Besonders die Super Grünen Stadt Menschen. Aber Egal, Glyphosat ist eh unter Druck - nicht wegen den Grünen Gesundmenschen sondern wegen der Resistent Bildung der Acker Flora.
      5 5 Melden
  • meine senf 27.09.2017 09:20
    Highlight Das Motto dieser Studien ist etwa so:

    "Jemand wurde erschossen. Es ist aber nicht bewiesen, dass er deswegen starb. Vielleicht hatte er ja eine Sekunde zuvor einen Herzinfarkt".
    10 8 Melden
  • Herbert Anneler 27.09.2017 09:00
    Highlight Vive la France! Ich plädiere für eine Umkehr der Beweislast. Die Chemieproduzenten müssen die Unbedenklichkeit für Mensch, Fauna und Flora nachweisen, nicht die Betroffenen den Schaden! Die Brugger Seppentonis wollen uns weis machen, in CH werde gesund produziert. Eine infame Lüge! Relativ gesehen, wird in CH mehr an Pestiziden und Antibiotika verwendet als in der EU! Zugleich behauptet die Brugger Bauernlobby, in CH seien die Preise höher wegen der angeblich besseren Qualität. Diese Lüge stinkt auch immer mehr Schweizer Bauern. Aber die Lobby des Schweiz. Bauernverbandes ist stark und brutal.
    23 3 Melden
    • trollo 27.09.2017 13:59
      Highlight Bitte gib überprüfbare und vergleichbare Daten für deine Behauptung an.
      Die höhere Berechnung der Belastung pro Flächeneinheit in der Schweiz durch Pflanzenschutzmittel, liegt an der unterschiedlichen Definitionen von Nutzfläche. In der CH werden Alpweiden und Oekoflächen nicht als Ausbringfläche für PSM gerechnet. In anderen Länder werden zwecks Schönung der Statistik solche Flächen eingerechnet.
      In intensiven EU Ackerbaugebieten wird gespritzt was das Zeug hält. Habe schon Spritzpläne von EU Kollegen gesehen und gestaunt.
      8 3 Melden
    • Herbert Anneler 28.09.2017 09:25
      Highlight Hi Trollo, gehe einmal einen Knospen-Bauer fragen!
      1 0 Melden
  • Wehrli 27.09.2017 08:53
    Highlight Die Trump & AfD Saat geht auch bei uns auf: Den Behörden nicht mehr trauen und sich die "NEWS" aus Facebook, wikipedia und Entertainment News zusammenbasteln.

    Weil hey! Ich weiss viiiiiiel mehr als der Kantonschemiker, der ist ja sicher geschmiert, gekauft, gebraten und paniert ...
    15 8 Melden
  • Schnuderbueb 27.09.2017 08:35
    Highlight Da kann ich ja wieder französischen Wein trinken und den Walliser "Gspritzte" in den Ausguss kippen.
    54 6 Melden
    • Wehrli 27.09.2017 08:54
      Highlight Beim Wein, darfst du, wenn du BIO anbaust, wieder das giftige Kupfer brauchen, weil das ist eine "alte" natrüliche und daher durch "BIO" erlaubte Methode. Hoffe ich hab deine heile Welt nicht angekratzt ...
      13 5 Melden
    • Schnuderbueb 27.09.2017 13:06
      Highlight Wein mit "nur" Kupfer ist immer noch besser, als wenn auch noch das Monsanto Zeugs drin ist. Hoffe du geniesst diesen VS Wein mit beidem drin.
      7 2 Melden
    • OenoPhil 27.09.2017 13:23
      Highlight @Wehrli: auch konventionelle Winzer verwenden Kupfer, weil die Schadpilze gegen die synthetischen Stoffe schnell Resistenzen entwickeln. Kupfer ist zudem ein natürlicher und wichtiger Mikronährstoff für die Pflanzen, bei guter Versorgung sind sie weniger anfällig auf Pilze. Im Wein hat es keine Kupfer-Rückstände. Und die Bodentoxitzität durch Kupfer wurde durch neueste Untersuchungen relativiert.
      8 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • SJ_California 27.09.2017 08:20
    Highlight Wie kann es sein, dass die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wie auch der Bundesrat sich auf Forschungsergebisse abstützen ohne diese offenzulegen?!? Wären die Forschungsergebnisse legitim, sprich neutral und professionell zustande gekommen, so gäbe es keinen Grund, diese nicht offenzulegen.
    97 4 Melden
  • Zaba 27.09.2017 08:19
    Highlight Sehr guter Entscheid. Hoffentlich ein Präzedenzfall!
    58 6 Melden
    • Wehrli 27.09.2017 08:58
      Highlight "Diese Bande" verkauft schon lange hier. Und du isst es.

      Geh doch deine AfD oder PDA wählen oder sonst einen "Globalisierungsverliererverein"
      7 14 Melden
  • The Hat Guy 27.09.2017 08:18
    Highlight "Eine Initiative, die synthetische Pestizide komplett verbieten will."

    Das ist einfach so lächerlich. Es gibt offenbar immer noch Leute, die nicht begreifen, dass es nicht darauf ankommt, wie etwas hergestellt wird, sondern was drin ist. Diverse «natürliche» Pestizide und Düngemittel, deren Einsatz in der biologischen Landwirtschaft erlaubt ist, sind schädlicher als gewisse «synthetische», die verboten sind.
    39 26 Melden
    • Wehrli 27.09.2017 08:43
      Highlight Erklär das mal der "Feelgood-Truppe" hier.

      Der Bauch entscheidet, das Hirn folgt.
      25 27 Melden
    • aglio e olio 27.09.2017 09:12
      Highlight Welche wären das? Ich kenne mich da nicht so aus.
      5 0 Melden
    • lilas 27.09.2017 09:39
      Highlight Seid ihr den Landwirte? Oder habt ihr Agrarwissenschaften studiert? Oder ist es Schrebergartenweisheit die hier verbreitet wird?
      7 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Linus Luchs 27.09.2017 08:13
    Highlight Glyphosat sei unbedenklich, sagt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit aufgrund von Forschungsergebnissen, die sie nicht offenlegt, und unser Bundesrat beruft sich wiederum auf den Befund dieser Behörde. Und mit diesem offensichtlich abgekarteten Spiel kommen die durch. Wahnsinn. Unser Politiksystem der hochgeschmierten Interessenvertreter macht es möglich.
    77 7 Melden
  • Snowy 27.09.2017 08:04
    Highlight Good News!
    Bitte nun noch die Fairfood-Initiative der Grünen leicht modifiziert * umsetzen.

    *Schwerpunkt sollte auf Steuererleichterungen und verringerte Importzölle für fair produzierte Ware liegen.
    33 11 Melden
    • Snowy 28.09.2017 09:37
      Highlight Werde aus Deiner Aussage nicht ganz schlau, Nyssa.

      Zollermässigungen erhalten natürlich nur fair und nachhaltig produzierte Ware.
      Gerade der "Eierskandal" zeigt, dass wir der Industrie klare Vorgaben bezüglich nachhlatiger machen müssen (und diese auch konsequent einfordern) und nicht auf deren Freiwilligkeit zählen können.
      0 0 Melden
    • Snowy 28.09.2017 10:46
      Highlight Bezüglich unserer "vorbildlichen" Landwirtschaft gibt es noch viel Luft nach oben. Vorbildlich vielleicht im Vergleich mit Übersee, effektiv wohl eher nicht: https://nzzas.nzz.ch/notizen/achtung-pestizide-im-trinkwasser-ld.1301514
      0 0 Melden
  • N. Y. P. D. 27.09.2017 07:52
    Highlight Liebe Grüne
    Das schafft ihr unmöglich. Nicht bei uns. Unser Parlament ist durchdrungen vom Filz der Pharma, Chemie etc.
    Auch der Bundesrat hat nicht die Eier.
    Eine Initiative hätte gute Chancen.

    Es kommen jetzt ja zwei Initiativen in diese Richtung. Ich werde auf jeden Fall JA stimmen.

    Falls Ihr Grüne es schafft, dass dieses Mittel (wie in Frankreich) verboten wird, werde ich 2019 das Erste Mal Grün wählen. Versprochen.
    59 7 Melden
    • Wehrli 27.09.2017 08:44
      Highlight Leider sind die Grünen bei uns Melonengrün: Innendrinn rot.

      Sonst wären sie schon lange wählbar ...
      19 36 Melden
    • Snowy 27.09.2017 09:46
      Highlight Darum Grünliberal wählen!
      0 4 Melden
    • Tilman Fliegel 27.09.2017 10:12
      Highlight Lieber innen rot als innen braun.
      9 2 Melden
  • derlange 27.09.2017 07:42
    Highlight Mutmasslich krebserregend - Wennnich das nur höre.
    An der Tankstelle Benzin einatmen ist erwiesen Krebserregend.
    Womit kommt ihr öfter in Kontakt - an einem Kanister mit dem Inhaltsstoff glyphosat oder mit Benzingeruch an der Tanke?
    17 124 Melden
    • Posersalami 27.09.2017 07:46
      Highlight Mit Glyphosat, welches über dir Nahrungskette irgendwie den Weg in fast alles findet, dass sie essen und trinken.

      Wenn sie nicht auf Benzin stehen kaufen sie sich doch ein E-Auto.
      67 8 Melden
    • Valon Behrami 27.09.2017 07:46
      Highlight Möchtest du lieber erst handeln, wenn etwas nachweislich krebserregend ist?
      51 6 Melden
    • Bruno S. 88 27.09.2017 07:58
      Highlight Also weil etwas anderes Krebseregender sein soll, kann man das erstere getrost ignorieren? Läuft bei dir!
      54 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 27.09.2017 07:30
    Highlight Ich mag Gift nicht. Also Bio.

    Nur wenig oder gar keine Zusatzstoffe.
    En GUETE.
    44 14 Melden
    • derlange 27.09.2017 07:45
      Highlight Warum ist dann die FiBl betriebsmittelliste so endlos lang?
      Und auch Schwermetalle sind soviel gesünder?
      17 4 Melden
    • The Hat Guy 27.09.2017 08:20
      Highlight Schon einmal versucht einen Fliegenpilz zu essen?

      Keine Zusatzstoffe. Also Bio. Ziemlich giftig.
      En GUETE!
      18 22 Melden
    • Wehrli 27.09.2017 08:48
      Highlight Bio ist die Herstellungsmethode, nicht die Menge an Gift. Bio ist manchmal ungesünder, aufgrund von natürlichen Giften.

      Es lebe die Ignoranz!
      4 8 Melden
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  • Valon Behrami 27.09.2017 07:11
    Highlight Gut so! Wir müssen gegen einen solch fahrlässigen Umgang mit der Natur vorgehen.
    52 8 Melden
  • Wilhelm Dingo 27.09.2017 07:07
    Highlight Guter Entscheid Frankreich! Die Frage ist einfach immer ob nun verbleibenden Pestizide besser sind. Ich bezweifle es.
    42 4 Melden

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