Schweiz
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Dramatischer AKW-Unfall in Fessenheim: So knapp schlitterte Basel 2013 am Atom-GAU vorbei

Erst jetzt kommt aus: Vor zwei Jahren kam es laut Medienberichten unmittelbar hinter der Grenze zu Frankreich zu einem der dramatischsten AKW-Unfälle Westeuropas.

04.03.16, 11:12 04.03.16, 11:30


A general view shows France's oldest Electricite de France (EDF) nuclear power station, outside the eastern French village of Fessenheim, near Colmar, in this September 5, 2012 file photo. Nuclear power provides about a third of the European Union's electricity generation, but the 28-nation bloc's 131 reactors are well past their prime, with an average age of 30 years. And the energy companies, already feeling the pinch from falling energy prices and weak demand, want to extend the life of their plants into the 2020s, to put off the drain of funding new builds. Closing the older nuclear plants is not an option for many EU countries, which are facing an energy capacity crunch as other types of plant are being closed or mothballed because they can't cover their operating costs, or to meet stricter environmental regulation. To match Insight EUROPE-NUCLEAR/POWER        REUTERS/Vincent Kessler/Files  (FRANCE - Tags: BUSINESS ENERGY)

Fessenheim ist das älteste AKW Frankreichs. Wie es mit dem Kraftwerk weitergeht, ist offen.
Bild: Reuters

Das Atomkraftwerk Fessenheim ist seit Jahren umstritten. Baufällig sei das älteste Kraftwerk Frankreichs und unsicher, monieren Kritiker, wie unter anderem Greenpeace. Auf dem Rhein und mit einer Abseilaktion hatten die Aktivisten vor Terrorgefahr gewarnt – erst jetzt wird bekannt, dass wenige Monate zuvor weit weniger gefehlt hätte zu einem atomaren GAU. 

Am 9. April reichte offenbar eine Überschwemmung, um mehrere Sicherheitsebenen des AKWs auszuschalten. Dies geht aus einem Brief der französischen Atomaufsicht an die Leitung des Kraftwerks hervor, wie die deutschen Medien "WDR" und "Süddeutsche Zeitung" am Freitag publik machten. 

Das eingetretene Wasser hat demzufolge die elektrischen Isolierungen beschädigt und gleich zwei Systeme zur Reaktorschnellabschaltung ausser Kraft gesetzt. Den Reaktor ordnungsgemäss herunterzufahren war nicht möglich, da sich die Steuerstäbe nicht bewegen liessen. 

Bor im Reaktorbehälter

Während mehrerer Minuten sei die Temperatur im Reaktorkern ausser Kontrolle geraten, zitiert die Zeitung aus dem Dokument. Die Mannschaft habe keine Informationen über den Reaktor mehr gehabt. Dies führte zu einer ungewöhnlichen Massnahme: Um den Reaktor herunterzufahren, wurde Bor in den Reaktorbehälter gegeben. 

Manfred Mertins ist Experte für Reaktorsicherheit und beurteilte diese in deutschen AKWS. Gegenüber «WDR» sagte er: «Es hätte kein Wasser eindringen dürfen, insbesondere in die Leittechnikschränke des Reaktorschutzes. Dass ein Strang komplett ausgefallen ist, das geht gar nicht!» Und weiter: «Das ist eine akute Gefährdung für die Bevölkerung.» Er kritisiert zudem, dass der Vorfall nicht der Atomenergiebehörde IAEA mitgeteilt wurde und fordert die Abschaltung des pannenanfälligen AKWS. (bro)

  (bzbasel.ch)

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66
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    Alle Leser-Kommentare
  • Thomas Kern (1) 05.03.2016 20:17
    Highlight Die uns heute vorliegenden Informationen sind unvollständig und damit verwirrend. Angeblich liessen sich die Regelstäbe nicht mehr einfahren. Nur - das brauchen sie gar nicht: im Falle einer elektrischen Störung würden die Regelstäbe losgelassen werden und in den Reaktor fallen. Somit war die Schnellabschaltung durch die Regelstäbe immer gegeben. Wieso wird nun behauptet, die Stäbe hätten nicht bewegt werden können? Elektrisch konnten sie nicht bewegt werden.
    Die Reaktormannschaft hat sich also zum Abschalten mittels Borzugabe entschieden. Das wars.
    1 1 Melden
  • äti 04.03.2016 19:42
    Highlight Falls das Ding (Dinge) schmilzt wären wir plötzlich Flüchtlinge!
    19 2 Melden
  • MaskedGaijin 04.03.2016 18:45
    Highlight hollande hatte im wahlkampf noch versprochen fessenheim 2016 abzustellen. soll inzwischen aber bis 2018 laufen. merci monsieur le president...
    22 0 Melden
  • Butschina 04.03.2016 18:13
    Highlight Ich bin gerne bereit auf unsere AKWs zu verzichten. Aber nicht solange es keine genügende Alternative gibt. Denn Kohle- oder Atomstrom im Ausland kaufen ist für mich keine Alternative.
    7 21 Melden
    • Abnaxos 04.03.2016 19:50
      Highlight Die Alternativen gibt es durchaus. Diese tatsächlich einzusetzen würde jedoch dazu führen, dass einige reiche Menschen ein klein wenig langsamer noch reicher würden. Das ist natürlich ein echtes Problem, deshalb brauchen wir dringend Atomstrom …
      23 2 Melden
    • velolove 04.03.2016 20:45
      Highlight Alternativen gibt es. Zumindest technisch, politisch fehlt einfach der Wille. Eine Möglichkeit die jeder und jede sofort umsetzen kann: den Strom zu hause von einerm ökologischen Produzenten beziehen.
      17 2 Melden
    • atomschlaf 04.03.2016 23:37
      Highlight Wenn man endlich die Landesinteressen höher als das AGW-Dogma gewichten würde, dann könnte man als Übergangslösung, bis genügend Solar- und Windkapazität bereitsteht, Gaskraftwerke bauen. Diese könnten auch später noch als Reserve bei ungünstigen Wetterlagen dienen.
      5 1 Melden
  • atomschlaf 04.03.2016 17:42
    Highlight Zeigt schön auf, dass AKWs in dichtbesiedelten Regionen wie dem CH-Mittelland nichts zu suchen haben, mindestens nicht solange keine inhärent sichere Reaktoren zur Verfügung stehen.
    17 2 Melden
    • _kokolorix 04.03.2016 19:00
      Highlight ein prozess der nur mit grossem technischem aufwand vor einer exponentiellen energieabgabe bewahrt werden kann ist niemals sicher. selbst bei x facher absicherung tritt irgendwann der fall ein, das alle sicherungen versagen. ein objekt mit der potentiellen zerstörungskraft einer atombombe im unersetzlichen lebensraum des menschen zu betreiben ist dumm und verantwortungslos, von den spätfolgen ganz zu schweigen. was würden wir sagen, hätten die agypter etwas derartiges in den pyramiden versteckt?
      10 1 Melden
  • rodolofo 04.03.2016 15:27
    Highlight Lesen unsere rechtsbürgerlichen ParlamentarierInnen diesen Artikel? Eben haben sie die "Energiewende" auf den "St. Nimmerleinstag" verschoben!
    Dieses "Sparen am falschen Ort" wird uns vielleicht noch mal sehr teuer zu stehen kommen!
    Vielleicht müssen wir mal als Flüchtlinge ein unbewohnbares (weil atomar verstrahltes) Europa verlassen und in Afrika um Aufnahme und Asyl betteln...
    48 3 Melden
    • SKH 04.03.2016 16:08
      Highlight Wieso nach Asyl betteln? Wir holen uns, was uns zusteht. Ironie off!
      29 2 Melden
  • pamayer 04.03.2016 13:48
    Highlight Und drei jahre, bis es kommuniziert wird, alle achtung!!
    54 1 Melden
    • Polybertarian 08.03.2016 10:49
      Highlight Es war seit langem auf der Webseite der ASN (französisches Aufsichtbehörde) verfügbar...
      0 0 Melden
  • Daylongultra 04.03.2016 13:44
    Highlight Ich weiss zwar nicht genau ob das die gleichen Systeme betrifft, aber meines Wissens wurde bereits beim Stresstest 2011 eine Anfälligkeit gewisser Systeme auf Überschwemmungen aufgezeigt. Unverständlich wie da scheinbar nichts unternommen wurde. Das auf eine Borvergiftung des Reaktors (was übrigens eine Abschaltoption in so ziemlich jedem KKW vorgesehen ist, also nichts so ungewöhnliches) zurückgegriffen werden musste zeigt, dass eindeutig zu viel schiefgelaufen ist. Hoffentlich wird dies sauber untersucht und die entsprechenden Konsequenzen gezogen.
    32 0 Melden
  • Angelo C. 04.03.2016 13:40
    Highlight Wie heisst es doch nach solchen und ähnlichen Vorfällen (auch bei Chemie) lapidar und nur mässig glaubwürdig :

    "Für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit eine Gefahr!"

    Mit diesen stereotyp abgegebenen staatlich verordneten Beruhigungspillen abgespeist, werden wir mutmasslich eines Tages vom baren Gegenteil überzeugt - doch ob uns dann eine Handvoll Jodpillen auch nur mittelfristig das Leben retten oder uns auch nur die Gesundheit erhalten bleibt, ist wohl kaum realistisch anzunehmen.

    41 0 Melden
    • TomTayfun 04.03.2016 14:48
      Highlight Oh ja wir haben ja Jodpillen . . ok dann lasst SIE laufen wir sind dann ja sicher. Sogar Schulen und Spielgruppen haben die bekommen obwohl keine Medikamente ohne Einwilligung der Eltern abgegeben werden dürfen (lustig) . . . ok nicht lustig.
      22 2 Melden
    • rodolofo 04.03.2016 15:31
      Highlight Nicht zu vergessen das schleichende "Dahinsiechen" durch Krebs!
      Der Zusammenhang zwischen Verstrahlung und Krebs ist -statistisch dokumentiert- offensichtlich.
      Aber die AKW-Befürworter behaupten möglicherweise, eine solche Strahlung sei gesund, weil sie nebst normalen Körperzellen auch "Eindringlinge" schädigt...
      14 2 Melden
  • TomTayfun 04.03.2016 13:28
    Highlight Was genau haben WIR nochmal mit unseren AKWs vor in Sachen Lebensdauer und Laufzeit, das Atomkraftwerk Fessenheim ist gerade mal 39 Jahre alt. Aber wir haben die Sicherheit ja erfunden. schlimm unsere Verdrängung Politik, gegenüber der (günstigen) Energiequelle AKW.
    34 0 Melden
  • Linus Luchs 04.03.2016 13:27
    Highlight SVP-Parteiprogramm: „Die SVP setzt sich für die Beibehaltung des bisherigen bewährten Strommixes ein und lehnt eine politisch motivierte Abschaltung der bestehenden Kernkraftwerke sowie eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen für Energieträger dezidiert ab.“
    FDP-Positionspapier: "Einzelne Technologien dabei zu verbieten lehnt die FDP ab. Genauso wenig will die FDP eine politisch motivierte Bevorzugung einzelner Technologien, ohne dass diese ihre ökonomische und ökologische Effizienz bewiesen haben."
    SVP und FDP wünschen uns – ohne jegliche politische Motivation – eine strahlende Zukunft.
    51 4 Melden
    • B1O 04.03.2016 14:34
      Highlight sehr schön formuliert :D
      17 0 Melden
    • ostpol76 04.03.2016 14:44
      Highlight Genau... machen wir es doch wie unsere deutschen Nachbarn. Wir beschliessen ohne weiter nachzudenken, als eine Kurzschluss Reaktion auf die Ereignisse in Japan, alle AKW abzuschalten.
      Oha... wo bekommen nun die Deutschen den Strom her. Ahh sie haben ja noch die Kohlekraftwerke. Dass aber durch die Luftverschmutzung der Kohlekraftwerke viel mehr Leute ums Leben kommen als je durch Atomunfälle, wird gerne vergessen. Weil Tote durch Luftverschmutzung nicht direkt den Kohlekraftwerke zugeschrieben werden können.
      10 33 Melden
    • amore 04.03.2016 14:58
      Highlight In der Schweiz ginge die Abschaltung aller CH-AKW ohne zusätzliches Gaskraftwerk. Buch lesen von Anton Gunzinger "Kraftwerk Schweiz".
      20 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Elkomentarias 04.03.2016 12:58
    Highlight Eigentlich jenseits von gut und böse... Es gibt nichts das die Macht der Verdrängung dermassen gut "zu Tage" bringt wie Atomkraftwerke. Es könnte 10 Unfälle geben und es gäbe immer noch Leute die behauten Atomkraft sei sicher... obwohl ihre einzige Sicherheit darin besteht potentiell gefährlich zu sein. Diese riesen Arroganz ist kaum auszuhalten, und dann panisch rumrennend wenn die Natur sich mal wieder mit höerer Macht meldet... In Der Schweiz steht eines der ältesten AtomKraftwerke Weltweit, in der Schweiz, einem Land das stolz ist auf seine ---Sicherheiten---...
    62 4 Melden
    • rodolofo 04.03.2016 15:43
      Highlight Also gut, die Franzosen sind noch schlechter, als die Schweizer (die Welschen liegen irgendwo dazwischen).
      Was haben wir davon?
      Dass wir mit dem Finger auf andere zeigen können, im Stil von "Iich nööd, der Ander au!" ???
      4 3 Melden
  • rolf.iller 04.03.2016 12:56
    Highlight Na so was kann ja nur den Russen passieren, undiszipliniert und korrupt. Ähhhhh ich meine bei den Japanern, Asiaten halt. Moment mal das ist ja Frankreich gleich neben Basel. Na immerhin kann das bei uns nicht passieren. Wir sind ja nicht so dämlich wie die. Wir würden ja nie den luftdichten Betonschutzmantel durchboren, um Feuerlöscher aufzuhängen. Auch Hochwasser ist ausgeschlossen, bauen wir ja keine löchrigen Reaktoren direkt unterhalb von Staumauern. Gut dass bei uns die AKWs unbeschränkt weiter laufen können.
    97 3 Melden
  • ghawdex 04.03.2016 12:29
    Highlight Schreibfehler? Im Titel steht 2013, passiert ist das gange aber 9. April 2014.
    13 0 Melden
  • DasMarc_ 04.03.2016 12:24
    Highlight Keine Panik, Keine Panik!

    Wir haben doch unsere Jod Tabletten! Die schützen uns gegen jede Atomare Gefahr!

    #Sarcasm
    69 5 Melden
    • Thinkerer 04.03.2016 13:17
      Highlight Jod? Du hast Jod? Woher denn?
      6 0 Melden
    • pamayer 04.03.2016 13:50
      Highlight Habe meine schon präventiv ins müesli gemischt. Strahle deshalb alle so nett an...
      12 0 Melden
    • Polybertarian 04.03.2016 13:58
      Highlight #Strohmann-Argument
      0 2 Melden
  • Wilhelm Dingo 04.03.2016 12:12
    Highlight Wo sind die 'AKW sind sicher' Kommentierer?
    31 5 Melden
  • Madison Pierce 04.03.2016 12:05
    Highlight Das halte ich für dramatischer als hier dargestellt. Die Steuerstäbe liessen sich nicht bewegen? Die werden eigentlich per Elektromagnet in Position gehalten und sollten bei einem Störfall bzw. Stromunterbruch automatisch herunterfallen.

    Die Vergiftung mit Bor ist nur die allerletzte Massnahme zur Abschaltung, das sollte nie vorkommen.

    Aber wie immer gilt der Satz jeder Pressemeldung von einem AKW: "Zu keinem Zeitpunkt hat eine Gefahr für die Bevölkerung bestanden."
    58 5 Melden
    • auoji 04.03.2016 12:24
      Highlight Es ist Atom. Dadurch ist jede der hier beschriebenen Situationen eine Fast-Katastrophe grössten Ausmasses. Weg mit diesem technischen Sicherheitsgefasel. Dieses missachtet die Verhältnisse des Risikos komplett.
      22 8 Melden
  • Triumvir 04.03.2016 11:54
    Highlight Was für ein Skandal. Die Franzmänner und -frauen sollen diesen uralten Schrottmeiler endlich abschalten! Und zwar lieber heute als morgen! Aber Hollande hat auch in diesem Fall vor seiner Wahl (zu) grosse Versprechungen gemacht und auch diese - wie so viele andere - nicht umgesetzt resp. eingehalten.
    57 1 Melden
    • rodolofo 04.03.2016 16:00
      Highlight Ich halte Hollande für einen charakterlosen "Manöggel".
      Aber so sind viele "Mächtige"!
      Sie sagen immer das, was die Mehrheit der Leute hören wollen, oder was die Meinungsforscher meinen herausgefunden zu haben, was die Mehrheit der Leute hören will...
      Die wissen eben, wie eine Demokratie funktioniert und machen sich das zunutze.
      Wann erleben wir endlich charakterstarke PolitikerInnen in der Regierung?!
      Wenn die Mehrheit der WählerInnen auch einen starken Charakter haben wird...
      2 0 Melden
  • amore 04.03.2016 11:41
    Highlight Die Atomlobby-Arroganz kann mit nichts übertroffen werden.
    80 7 Melden
    • Polybertarian 04.03.2016 14:11
      Highlight Ernst gesagt sehr ich mehr Arroganz (zusätzlich zu Hysterie) im Lager der Gegner. Es ist unglaublich wie viel Leuten, ohne zu wissen, behaupten können.
      1 17 Melden
    • maljian 05.03.2016 11:08
      Highlight Was weiss man denn nicht?
      Was nach einem Unfall passiert? Sieh dir Tschernobyl und Fukushima an.
      Ein "bisschen" Hysterie wird doch wohl erlaubt sein. Bedenke doch mal wie viele Menschen in der "Nähe" wohnen, so nen AKW-Unfall hätte da schon beträchtliche Auswirkungen.
      1 0 Melden
  • mauchmark 04.03.2016 11:29
    Highlight "Dies führte zu einer ungewöhnlichen Massnahme: Um den Reaktor herunterzufahren, wurde Bor in den Reaktorbehälter gegeben"

    Was ist Bor und was bewirkt es?
    29 3 Melden
    • Flint 04.03.2016 12:17
      Highlight Wenn das mit dem eingesetzten Bor so stimmt, war tatsächlich höchste Eisenbahn! Ich bin etwas schockiert! 😨😡
      37 0 Melden
    • RalpH_himself 04.03.2016 12:59
      Highlight Die zugabe von Bor, auch bekannt als "Notborierung", ist normalerweise eine der letzten von vielen Methoden zum abschalten des Reaktors. Dies spricht Bände über die Ernsthaftigkeit dieses Vorfalls!
      24 0 Melden
  • Execave 04.03.2016 11:29
    Highlight Krass!
    Was passiert wen man Bor in den Reaktorbehälter gibt?
    20 2 Melden
    • StealthPanda 04.03.2016 11:56
      Highlight Bor ist ein halbmetall und dient als Neutronenabsorber. Eigentlich wird dies nur bei einer Notsituation verwendet z.b ausgefallener Notabschaltung. Im normfall werden die kernspaltungen mit Steuerstäben geregelt fällt diese aus wird dem Kühlwasser Borsäure beigesetzt die die Neutronen absorbieren und somit weitere Kernspaltungen verhindern.
      25 0 Melden
    • Polybertarian 04.03.2016 14:16
      Highlight "Eigentlich wird dies nur bei einer Notsituation verwendet z.b ausgefallener Notabschaltung. Im normfall werden die kernspaltungen mit Steuerstäben geregelt"

      Das stimmt nicht wirklich. In Druckwasserreaktoren ist Bor immer im Kühlmittel gelöst um den Reaktivität vom Anfang der Brennstoffzyklus zu beherrschen. Vorteil davon ist, dass die Verteilung der Neutronenfluss nicht geändert wird (weil der Bor homogen verteilt ist), im Gegenteil zur Nützung der Steuerstäben.

      In Siedewasserreaktoren ist die Einspeisung von Borsäure aber eine Notmassnahme.
      3 0 Melden
    • StealthPanda 04.03.2016 14:20
      Highlight @Polybertarian. Danke für die Aufklärung. Wusste ich nicht ;)
      4 0 Melden
  • Der Bademeister 04.03.2016 11:28
    Highlight Und was machen die Politiker bei uns... Laufzeitbeschräkung und strengere Auflagen sistieren.Muss den wirklich zuerst ein Unfall in Europa passieren?Abstelle de Seich
    87 6 Melden
    • auoji 04.03.2016 12:25
      Highlight Erst wenn sie selber das Weite suchen müssen und nicht mehr nach Bern in ihren Saal können
      28 1 Melden
    • osaliven 04.03.2016 12:43
      Highlight Gabs doch schon, Tschernobyl, hat aber auch nix gebracht.
      18 0 Melden
    • rolf.iller 04.03.2016 13:04
      Highlight Ahhh Tschernobyl war easy, 100000 Leute umsiedeln und Strasse sperren, fertig.

      So rund um Fessenheim und den Reihn weiter runter leben ein paar Leutchen mehr. Das ist dann nicht mehr so easy.

      Zum Glück sind die AKWs für eine oder zwei Milliarden versichert. Dann bleibt an uns dann nur noch die eine oder andere Billion kleben.
      23 0 Melden
  • tooempty7 04.03.2016 11:26
    Highlight Ob Kernspaltung an sich eine sichere Technologie ist, kann ich nicht beurteilen. Doch solange die Sicherheit von profitorientierten Unternehmen gewährleistet werden, werden wir immer solche Vorfälle haben. Die kurzfristigen Gewinne überwiegen schlicht und einfach die langfristigen Kosten. Dazu kommt noch eine der Industrie nahestehende Überwachungsbehörde, was das Schlamassel perfekt macht. Solche Kraftwerke gehören abgeschaltet!
    74 1 Melden
  • ast1 04.03.2016 11:24
    Highlight Unglaublich, dass das so lange vertuscht wurde. Hoffe, die Betreiber werden dafür ordentlich in die Mangel genommen. (Ist aber wohl leider nicht sehr wahrscheinlich)
    48 0 Melden
    • auoji 04.03.2016 12:29
      Highlight Ob es Konsequenzen hat oder nicht ist alleine von der Politik abhängig. Dieser Vorfall kann man also perfekt dafür verwenden wie die Politik und ihre Einzeltäter zu Atom stehen. Es werden die Masken fallen - aber aufpassen, es wird versucht werden möglichst nichts in der Öffentlichkeit sichtbar werden zu lasse - also gut aufpassen.
      18 1 Melden
  • Tepesch 04.03.2016 11:22
    Highlight Aber Hauptsache wir haben billigen, subventionierten Strom. Leider wird bei den Franzosen so schnell kein Umdenken stattfinden.
    44 2 Melden
  • Pasch 04.03.2016 11:21
    Highlight Alles kein Problem ich hab ja meine Jod-Tabletten (Radaway). Bin auch grad mit Fallout 4 durch und hab da paar Überlebensstrategien.
    77 3 Melden
    • borinod 04.03.2016 11:59
      Highlight Nimm lieber ein Rad-X dann sparst du ein Radaway 😄👍🏻
      22 0 Melden
    • StealthPanda 04.03.2016 12:01
      Highlight Haha der beste. Jedoch ist Radaway nicht mit Jod- Tabletten zu verwechseln. Jod Tabletten sollten verhindern dass sich radioaktives Jod in der Schilddrüse ablagern kann. RadAway währe z.b Berliner Blau das eine Cäsium Vergiftung "ausscheidet"
      16 0 Melden
    • auoji 04.03.2016 12:30
      Highlight Na auswandern nur Minuten nach dem Vorfall ist sicherer.
      16 0 Melden
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