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Hatte Stephan Roh Kontakt zu russischen Wahlhelfern? screenshot: youtube / russiancouncilvideo

Auf diesen Zürcher Anwalt hat es US-Sonderermittler Mueller abgesehen

14.05.18, 07:00 14.05.18, 07:24

Der Zürcher Anwalt Stephan Roh soll von FBI-Agenten und von Mitarbeitern des US-Sonderermittlers Robert Mueller verhört worden sein. Das schreibt der TagesAnzeiger in seiner heutigen Ausgabe.

Roh soll bei der Passkontrolle am New Yorker Flughafen von schwer bewaffneten Beamten aus der Warteschlange geholt, in einen Verhörraum gebracht und stundenlang befragt worden sein. Bei der Befragung ging es um mögliche Verbindungen des Wahlkampfteams von Donald Trump nach Russland

Der 50-Jährige ist ein Wirtschaftsanwalt aus Zürich. Laut dem Zeitungsartikel stand er in Verbindung zu einem Russen und einem Malteser. Diese beiden Männer sollen dem Wahlkampfteam von Donald Trump gehackte Mails mit «Schmutz über Hillary Clinton» angeboten haben.

Roh entgegnet, er sei unfreiwillig in die Affäre hineingezogen worden und habe grossen Schaden erlitten. Das FBI habe Informationen über die Russland-Affäre gesucht, «die es gar nicht gibt».

Roh bringt Buch heraus

Der «TagesAnzeiger» schreibt, Roh und dessen Familie seien während des gesamten Aufenthalts in New York von FBI-Beamten begleitet, beschattet und abgehört worden.

Jetzt wolle Roh in seinem Buch «The Faking of Russia-Gate» seine Version der Geschichte darlegen: Die Darstellungen in der westlichen Presse seien ungenau, die angeblichen Russland-Verbindungen inszeniert worden, um Trump zu schaden. 

Und wie geriet der Schweizer Anwalt in das Visier des US-Sonderermittlers? Während des US-Wahlkampfs im Frühjahr 2016 habe ein Berater des Trump-Teams namens George Papadopoulos seine Fühler nach Russland ausgestreckt und ein mögliches Treffen mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin angeboten, heisst es. Papadopoulos sei dazu im Januar 2017 vom FBI befragt und im Juli wegen Falschaussagen verhaftet worden. Seither kooperiere er mit Sonderermittler Mueller.

Trumps Berater George Papadopoulos. Bild: twitter.com/cnnbrk

Mueller hegt Verdacht

Seine Aussage unter Eid sei daraufhin veröffentlicht worden: Darin schildere der heute 29-Jährige, wie er im März 2016 einen Professor aus Malta namens Joseph Mifsud traf, der von seinen guten Kontakten ins russische Aussenministerium erzählt habe. Einen Monat später habe ihm Mifsud aus russischen Quellen «Tausende Mails mit Schmutz über Hillary Clinton» angeboten.

Und nun die Verbindung zu Roh: Mifsud sei Berater für Rohs Kanzlei gewesen und habe an einer italienischen Privatuniversität, die zum Teil einer Firma Rohs gehört, unterrichtet, so die Zeitung.

Die Befragung und die Beschattung Rohs in New York würden darauf hindeuten, dass Sonderermittler Mueller dem Verdacht von Rohs verdächtigen Verbindungen nach Russland nachgehe. (sar)

So sieht man aus, wenn man Trump 31 Minuten lang zuhören muss

Video: watson

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Alex Foyle 14.05.2018 16:44
    Highlight Oho, Herr Roh tut unschuldig und schreibt ein fake Buch über einen fake Skandal. Bis zum Erscheinen empfehle ich diesen Artikel aus dem Atlantic: www.theatlantic.com/politics/archive/2018/05/muellers-probe-is-more-expansive-than-it-seems/560255/
    2 0 Melden
  • Juliet Bravo 14.05.2018 13:31
    Highlight Wenn Roh offenbar weiss, dass „die Darstellungen in den westlichen Medien ungenau“ seien, kann er sicherlich zur Aufklärung beitragen;)
    4 1 Melden
  • Vanessa_2107 14.05.2018 09:48
    Highlight "Die Darstellungen in der westlichen Presse seien ungenau, die angebl. Russland-Verbindungen inszeniert worden um Trump zu schaden". Ist Herr Roh ein heimlicher Trump Verehrer? Wissen Sie, Herr Roh auch in der Schweiz haben wir Internet und können uns deshalb über die sozialen Medien informieren, was In den USA gerade abläuft. Wir sind bestens und richtig informiert (oder können uns deshalb bestens informieren). Und nun will Herr Roh darüber sogar ein Buch schreiben, mol mol, das wird sicher ein Bestseller mit noch nie gehörten Bombshells.
    38 6 Melden
  • Aaaaaarrghh 14.05.2018 08:13
    Highlight Nicht involviert und keine Informationen vorhanden, kann aber ein Buch schreiben über "seine Version der Geschichte"? Da stimmt doch was nicht...
    59 4 Melden
  • Nomade 14.05.2018 07:33
    Highlight Und jetzt will der werte Herr mit einem Buch reich werden!

    Nach einem Skandal Bücher zu schreiben um damit reich zu werden scheint mir ein neuer Volkssport zu werden!
    43 2 Melden

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