Schweiz
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bild: watson/rafaela roth 

Luana – Wie sie ihren Vergewaltiger im Kosovo heiraten und in die Schweiz holen musste

Eine Albanerin, die sich in der Schweiz schon lange zuhause fühlt, wird im Kosovo sexuell missbraucht. Sie geht nicht zur Polizei. Im Gegenteil: Um ihre Ehre zu wahren, heiratet sie ihren Peiniger. Der folgt ihr in die Schweiz und bringt sie an den Rand des Selbstmords. 



Im Dezember 2014, vor einem Schweizer Bezirksgericht, holt Luana* die eigene Geschichte ein. Die Finger der 23-jährigen Kosovarin verkrampfen sich, ihre Hände werden zu Krallen. Luft dringt kaum noch in ihre Lungen, sie keucht. Tränen fliessen aus ihren Augen, ihr Herz hämmert. 

Luana hört die Fragen des Gerichtspräsidenten nicht mehr. Wie Statuen sitzen er und die vier Bezirksrichter vor ihr, bis sie von hellem Licht überblendet werden. Alles wird weiss. Luana schliesst die Augen und macht sich bereit zu sterben. 

Luana stirbt nicht. Nicht dieses Mal, nicht all die vorangegangenen Male, nicht einmal, als sie nur noch sterben wollte. Seit sie durch die Hölle gegangen ist, gehören Panikattacken und Angstzustände wie diese zu ihrem Leben

«Das ist das Haus meiner Tante. Hier haben wir unsere Ruhe, keine Angst.»

Die Hölle begann für Luana nicht etwa im Krieg, sondern zwölf Jahre danach, 2011, an einem kalten Herbsttag im südlichen Kosovo. Sie ist 20 Jahre alt und zu Besuch in ihrer alten Heimat. Als ihre Cousine und deren Vater sie zu einem abendlichen Café-Besuch mitnehmen, weiss sie nicht, dass sie direkt in eine Falle gerät. 

Arsim* stösst zu der Runde im Café. Luana kennt ihn nicht. Nach kurzer Zeit will der junge Mann alleine mit ihr reden. Luana zögert. «Geh nur, es ist okay», sagt ihre Cousine. Luana war mit ihr aufgewachsen. Vor dem Café überredet Arsim Luana, in sein Auto zu steigen. Sie fahren zu einem leeren Haus. Draussen ist es schon dunkel. «Das ist das Haus meiner Tante. Hier haben wir unsere Ruhe, keine Angst», sagt Arsim. Luana hat Angst. 

Im Haus will Arsim Luana küssen. Sie will nicht. Luana schliesst sich im Badezimmer ein und bittet ihn, sie nach Hause zu bringen. Er verspricht es. Luana geht zurück ins Wohnzimmer. Arsim verschliesst die Tür hinter ihr und beginnt, sie auszuziehen. Sie versucht sich zu wehren. «Ich will das nicht», schreit Luana. Arsim packt sie an den Haaren, stösst sie aufs Sofa, hält ihre Arme fest und reisst ihr die Leggings runter.

«Jetzt bist du meine Frau», sagt Arsim danach.

Luana schluchzt. 

«Du darfst niemand anderen heiraten», sagt Arsmin. 

«Ich will nach Hause», sagt Luana. 

«Wir werden zusammen in der Schweiz leben», sagt Arsim. 

Luana sagt nichts. 

«Wenn du jemandem erzählst, was passiert ist, kannst du deine Familie vergessen», sagt Arsim.

Luanas Cousine fragt nicht, als sie am nächsten Morgen die blauen Flecken auf Luanas Körper entdeckt. Luana bleibt den ganzen Tag im Bett. Arsims Mutter sagt zu ihrem Sohn: «Jetzt bist du ein richtiger Mann mit einer Frau.»

«Es wird später gut, wenn ich in die Schweiz komme.»

Luana reist zurück in die Schweiz. Doch die Welt der 20-Jährigen ist dunkler geworden. Sie versucht, sich zusammenzureissen. Mit ihrer Jungfräulichkeit hat sie ihre Freiheit verloren, das weiss Luana. «Wenn man mit einem Mann Geschlechtsverkehr hat, muss man ihn heiraten. Das ist so bei uns», gibt Luana Jahre später bei der polizeilichen Konfrontationseinvernahme zu Protokoll. 

Luana ist überzeugt: Kein anderer Mann würde sie jetzt noch heiraten wollen. Ihr Vater würde sie vielleicht sogar verstossen, wenn er wüsste, dass sie nicht mehr Jungfrau ist. Er würde sein Gesicht verlieren. Ihre Cousinen würden denken, sie sei eine Nutte.  

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bild: watson/rafaela roth 

«Vergewaltigung ist eine Machtdemonstration, die beim Opfer Scham und Ohnmacht auslöst», wird Luanas Therapeutin drei Jahre später vor Gericht aussagen. «Luana konnte sich nicht vorstellen, dass irgendjemand auf ihrer Seite steht und geriet in eine Art Zustand der Hörigkeit dem Täter gegenüber», sagt sie. 

Arsim schreibt Luana jetzt täglich per Messenger.

«Du wirst mit mir nicht glücklich, ich liebe dich nicht», schreibt sie. 

«Es wird später gut, wenn ich in die Schweiz komme», schreibt er. 

«Bitte such dir eine Frau, die dich liebt, und werde glücklich», schreibt sie. 

«Du bist meine Frau. Du wirst mich lieben», schreibt er. 

«Wie kannst du so etwas tun, wenn du willst, dass ich dich liebe?», fragt sie. 

«Wenn du jemanden davon erzählst, bringe ich deine Brüder um», schreibt er. 

Luanas Brüder blieben in ihrem Elternhaus im Kosovo, als sie im Alter von 18 Jahren mit ihrer Schwester und ihrer Mutter in die Schweiz zu ihrem Vater zog. Sie mochte das Land von Anfang an und lernte schnell Deutsch. Eine Schweizerin half ihr mit der Sprache, einfach so, ohne Bedingung. Luana war überrascht. Sie wurden Freundinnen. Was passiert war, konnte Luana nicht mit ihr teilen. Niemandem auf der Welt konnte sie das erzählen. Alte albanische Traditionen hatten ihr Leben in der Schweiz gefangen genommen. 

Im Sommer 2012 hat Luana keine Ausrede, nicht mit ihren Eltern in den Kosovo zu fahren. Sobald sie im Haus ihrer Brüder ist, taucht Arsims Auto auf. «Wenn du nicht raus kommst, erzähle ich ihnen alles», sagt er. Luana geht raus und schläft wieder mit ihrem Vergewaltiger. «Lieber leide ich alleine, als dass meine ganze Familie leidet», denkt sie. 

Als Arsim, sein Vater, sein Onkel und sein Cousin an einem Sommertag im August vor ihrem Haus vorfahren, geht Luana mit. Vor dem Standesamt packt Arsim sie am Arm. Sie verspricht ihm, seinen Namen anzunehmen. Zur Standesbeamtin sagt sie, sie wolle ihren Namen behalten. Arsim tritt sie unter dem Tisch ins Schienbein. Luana unterschreibt. Arsims Vater ruft ihren Vater an: «Es ist alles erledigt», sagt er. «Nimm den Ehevertrag in die Schweiz und mach die Papiere», sagt Arsim zu Luana. 

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Bild: watson/rafaela roth 

«Versuch nicht, mich auszutricksen. Geh in eine Fabrik arbeiten.»

Fast jede Woche fragt Luanas Schwiegermutter jetzt nach der Aufenthaltsbewilligung für ihren Sohn. Arsim schreibt täglich auf Facebook. Luana versucht, Zeit zu gewinnen. Sie hofft, Arsim würde sich in eine andere Frau verlieben, wenn sie die Formulare für die Migrationsbehörden nur lange genug nicht beisammen hat. 

«Warum geht es so lange mit den Papieren?», schreibt Arsim im Messenger. 

«Ich muss zuerst einen Job haben», sagt Luana. 

«Deine Mutter hat meiner Mutter erzählt, dass du arbeitest», sagt er. 

«Es ist nur ein Praktikum», sagt sie. 

«Versuch nicht, mich auszutricksen. Geh in eine Fabrik arbeiten», sagt er. 

Luanas Praktikum in der Pflege läuft gut. Ihre Mitarbeiter mögen sie, ihre Chefin will sie anstellen. Doch eine feste Anstellung bedeutet, dass ihr die Migrationsbehörden eine Einreisebewilligung für ihren Ehemann ausstellen würden. Luanas Welt wird immer dunkler. 

«Du willst mich umbringen? Dann bring mich um!»

Im Dezember 2013 schliesst Luana zum zweiten Mal mit ihrem Leben ab. «Ich werde sterben», ist der einzige Gedanke der 22-Jährigen, als ihr Ehemann im Flugzeug in die Schweiz sitzt. Als sie an diesem Abend von ihrer Schicht nach Hause kommt, ist ihr Vergewaltiger bei ihr eingezogen. 

Eine Woche später sitzen Arsim und Luana auf dem Sofa und schauen fern. Arsim rückt näher. Er beginnt Luana zu küssen und zu berühren. «Ich will das nicht», sagt sie. Arsim hält sie fest und beginnt, ihr den Pyjama auszuziehen. Luana drückt ihn weg, springt auf, geht im Zimmer hin und her, schreit. Arsim packt sie an den Haaren, wirft sie aufs Sofa, dreht sie auf den Bauch, hält ihre Arme fest und drückt ihre Schultern nach unten. 

«Du wirst nicht mehr lange leben», sagt er danach zu Luana, wie die Anklageschrift festhält. 

Luana macht Überstunden, um nicht nach Hause gehen zu müssen. Sie hört auf zu essen, magert ab und gewöhnt sich das Rauchen an. «Ich war innerlich tot», sagt sie zwei Jahre später. Noch immer hat sich Luana keiner Menschenseele anvertraut.  

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Bild:watson/rafaela roth 

Arsim hatte sich das Leben in der Schweiz anders vorgestellt. Deutsch zu lernen, fällt ihm schwer. Er findet keine Arbeit. Seinen Frust lässt er an seiner Frau aus. «Ich bringe dich um, wenn du mir nicht mehr Gefühle entgegen bringst», sagt er zu ihr. Dreimal versucht Luana, sich das Leben zu nehmen.

Ihre Schweizer Freundin spürt, dass mit Luana etwas nicht stimmt. 2013 schenkt sie ihrer muslimischen Freundin ein Buch. Darin liest Luana von Liebe, von der Liebe Gottes, von der Liebe Jesu. Das gibt ihr Kraft. Sie erzählt Jesus ihre Geschichte. «Er war das, was fehlte», sagt Luana. «Es war, als würde wieder Licht in mein Leben kommen.» 

Beim nächsten Streit mit Arsim, wählt Luana die Flucht nach vorn. «Du willst mich umbringen? Dann bring mich um», schreit sie. «Aber zuerst werde ich alles erzählen.» Luana stürmt ins Haus ihrer Eltern und hört nicht auf zu reden, bis alles gesagt ist. In Todesangst rennt sie weiter, direkt zur Polizei. Luana schliesst sich auf der Wache in der Toilette ein, bis der erste Polizist den Dienst aufnimmt. Sie kommt direkt ins Frauenhaus.  

«Sie hat nicht für mich gewaschen, nicht gekocht, redete kaum mit mir und arbeitete nur noch.»

«Lügt die Klägerin?», fragt der Richter. 

«Ja», übersetzt die Dolmetscherin Arsims Antwort. «Ich habe sie nie vergewaltigt.»

«Warum sagt sie das?», fragt der Richter. 

«Sie will sich von mir scheiden lassen und vor ihrer Familie trotzdem gut dastehen», sagt Arsim. 

«Wollen Sie sich scheiden lassen?», fragt der Richter. 

«Nein. Ich liebe sie», sagt Arsim. 

«Sie lieben sie noch, obwohl sie Sie angezeigt hat und Ihnen vorwirft, sie vergewaltigt zu haben?», fragt der Richter.  

«Ich habe alles zurück gelassen und bin wegen ihr hierher gekommen», sagt Arsim. Seine Augen zeigen ein nervöses Zucken. «Doch sie hat nicht für mich gewaschen, nicht gekocht, redete kaum mit mir und arbeitete nur noch.»

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bild: watson/rafaela roth 

Diese Aussagen von Arsim hört Luana nicht mehr. Nach ihrer Panikattacke hat sie das Gerichtsgebäude verlassen. Mit einer Freundin wartet sie im Café vis-à-vis auf ihren Anwalt. Sie zittert. Ihr kleiner Körper nimmt noch weniger Raum ein als sonst. Die Tür geht auf, ihr Anwalt tritt ein. 

Er lächelt. «Es hat einen Schuldspruch gegeben», sagt er. Luana schaut ungläubig. Sie vergewissert sich in den Gesichtern der anderen, dass das etwas Gutes bedeutet. Luana legt die Hände wie zum Gebet aufeinander und schickt einen Kuss in Richtung Himmel: «Danke.»

Das Schweizer Gericht verurteilte Arsim wegen mehrfacher Vergewaltigung, mehrfacher Nötigung und mehrfacher Drohung zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und einer Geldstrafe von 1'800 Franken. In seiner Urteilsbegründung kam der Richter zum Schluss, «dass kein Theater gespielt wurde» und entschied klar zugunsten der Glaubwürdigkeit von Luana. 10'000 Franken Genugtuung muss Arsim ihr bezahlen. Er und sein Anwalt haben gegen das Urteil Berufung eingelegt. 

Luana hat ihr Leben zurück. Sie lebt in ihrer eigenen Wohnung und hat eine Ausbildung abgeschlossen. In ihre Augen ist Glanz und Lebenslust zurückgekehrt. Manchmal wenn sie alleine ist, glaubt Luana, Arsim könnte sie heimsuchen. Die Drohungen seiner Familie haben aufgehört. Eigentlich hätte die heute 24-Jährige gerne einmal eine Familie. «Doch für Männer fehlt das Vertrauen», sagt Luana.

*Die Namen der Betroffenen und einige Details wurden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes geändert. Bitte bleibt sachlich in der Diskussion, rassistische Kommentare werden nicht freigeschaltet.

Kontakt zur Autorin: rafaela.roth@watson.ch

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    Alle Leser-Kommentare
  • URSS 01.07.2016 17:24
    Highlight Highlight Hoppla da komme ich ein Jahr zu spät...
  • URSS 01.07.2016 17:23
    Highlight Highlight Die Muslimin liest ein Buch von Jesus und erzählt Jesus ihre Geschichte. Ja klar .
    Diese Geschichte habe ich vor ein paar Jahren schon einmal gelesen.Damals wars eine Türkin.
  • bubu3000 08.12.2015 13:19
    Highlight Highlight bin selber von dort (bevor jemand hier die Rassismus keule schwingt) komme ursprünglich aus dem west teil von Kosovo

    es ist absolut absurd so etwas als "Ehe" zu bezeichnen! er ist nicht ihr Mann und sie nicht seine Frau
    das war ein abgekartetes Spiel mit der Cousine zusammen

    diese altertümliche Kultur hat sich dort weiterentwickelt, jedoch nicht für die "Albaner" die im Ausland leben. Sie leben mit der Kultur mit der sie im Ausland eingetroffen sind vor sich hin. Sie sind kulturell hängengeblieben
    dem Mädchen wünsche ich nur das beste! obwohl ich Sie nicht kenne bin ich stolz auf Sie!



  • Kaiserin 05.08.2015 09:36
    Highlight Highlight http://www.bger.ch/index/juridiction/jurisdiction-inherit-template/jurisdiction-recht/jurisdiction-recht-urteile2000.htm

    Ist das Luanas Fall oder einfach noch so eine Gräuelgeschichte?
  • querdenker77 02.08.2015 08:42
    Highlight Highlight "Vergewaltigung, mehrfacher Nötigung und mehrfacher Drohung..." nachvollziehbar, warum das Vertrauen für andere Beziehungen weg ist. Auch die Psyche wurde da attackiert.
  • Arta Ora 01.08.2015 10:42
    Highlight Highlight 2..., es fiel mir schwer. Da es kein gutes Sozialamt gibt, kein gutes Justizsystem und kein gutes System in allgemein (dass verständnissvoll ist, da wir 600 Jahre im Krieg waren), gingen wir nicht. Meine Familie sprach mit den Jungen, der psychische Probleme hatte (die, die Massaker seines Vaters vor seinen Augen ausgeweckt hatte) und ich hatte nie mehr Probleme. Die Leute des Dorfes kriegten alles mit und waren alle sehr hilfsbereit.
    Es tut mir Leid für Luana, aber sie muss von einer nicht so guten Familie kommen.

    Entschulgigt mich für mein Deutsch, habe es seit 13 Jahren nicht gebraucht.
  • Arta Ora 01.08.2015 10:39
    Highlight Highlight 1. Für alle die das als Teil der Albanischen Kultur sehen: Ist es nicht!

    Ich war als 13 jähriger Kind auch sexuell angegriffen (nicht vergevältigt), ich hatte aber keinerlei Angst es zu erzählen, obwohl er mich drohnte dass er mich umbringen würde. Dass erste das ich tat war weinend zu meiner Familie zu rennen (die aus mehreren Leute als meine enge Familie entsand, bzw meine Grosseltern, Onkel und deren Familie) um ihnen alles zu erzählen. Natürlich verurteilten die mich nicht! Sie standen völlig zu mir. Sie wollten sofort zur Polizei, aber ich wollte nicht mit fremden Polizisten reden...
    • Jay_Jay 14.01.2016 11:19
      Highlight Highlight Ich denke es macht schon eine. Unterschied ob man mit 13 oder mit 20 vergewaltigt wird... Und dann frage ich mich welche 600 Jahre?!? Bitte was soll das?!? Ich komme aus Bosnien und mir können Sie die 600 Jahre nicht auftischen....
  • Max Heiri 31.07.2015 00:55
    Highlight Highlight Vielleicht wäre es intelligent indem der Gesetzgeber reagiert und Druck von den Betroffenen nimmt. Vielleicht erst eine Aufenthaltsbewilligung für den Ehepartner nach einem Jahr...
  • Sylvan Coron 30.07.2015 02:26
    Highlight Highlight Nachdem ich den Artikel und die Kommentare dazu gelesen habe, frage ich mich, liegt irgend ein medizinisches oder psychologisches Gutachten vor, oder wurde das Urteil anhand der Aussagen der Beteiligten getroffen?
    • JasCar 02.08.2015 10:00
      Highlight Highlight Genau diese "Sachlichkeit" macht es für die Opfer so schwer, darüber zu reden. Was, wenn meine Beweise nicht genügen?
      Die Taten sind ja schon schlimm genug, aber dass einem dann nicht geglaubt wird, weil "Beweise" fehlen, das macht die ganze Geschichte unerträglich!
      Ich wünsche allen Opfern ein verständnisvolles, glaubendes Ohr!
    • Sylvan Coron 04.08.2015 10:50
      Highlight Highlight Aber genau diese Sachlichkeit braucht es, um ein Urteil zu sprechen!
      Ich sage nicht, dass ich kein Verständnis habe, ich sage, dass Gefühle und subjektive Wahrnehmung in der Rechtssprechung nichts verloren haben.
    • Jay_Jay 14.01.2016 11:20
      Highlight Highlight So kann nur ein Mann fragen... Eine Vergewaltigung ist nicht nur ein reiner körperlicher Missbrauch....
  • MergimMuzzafer 29.07.2015 21:48
    Highlight Highlight Mittlerweile bin ich entgegen der öffentlichen Meinung einfach der Ansicht, dass es gute und weniger gute Kulturen gibt. Ich denke, ein Kulturkreis, in dem Frauen praktisch keine Rechte haben, kann nicht als gut angesehen werden. Dieses Bild von "Alle Kulturen sind gut und können miteinander leben" müssen wir vielleicht revidieren. Wir waren früher zwar auch nicht besser, trotzdem kann ich es nicht glauben, dass solche Fälle im 21. Jhd. noch möglich sind. Unglaublich sowas. Einfach widerlich.
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 30.07.2015 00:19
      Highlight Highlight Ich verstehe dein Argument, aber man sollte eine Kultur nicht anhand einem negativem Arsch beurteilen. Obwohl man das nie in den Medien hört, glaube ich, dass Vergewaltigung in diesen Regionen nicht Teil der Kultur ist.
    • Commi 30.07.2015 07:27
      Highlight Highlight An einem Fall, den wir hier in der Schweiz mitbekommen haben, den Kulturkreis gleich schlecht machen? Ich bin mir sicher das es aus der gleichen Kultur auch Geschichten gibt die positiv sind.
  • zombie1969 29.07.2015 21:07
    Highlight Highlight Und auch diese traurige Geschichte endet am Schluss auf dem hiesigen Sozialamt. Versprochen!
    • jacoby 29.07.2015 21:09
      Highlight Highlight Ja, und? Für irgendetwas ist das Sozialamt ja da, nicht?
    • 1337pavian 30.07.2015 12:42
      Highlight Highlight Der Staat verliert derart viel Geld durch Steuerhinterziehung (notabene legale Steuerhinterziehung, man sehe sich die Quote derer, die sich die Verrechnungssteuer zurückholen bzw. korrekt deklarieren, an; sie ist gering) und dann hat man noch den Nerv, sich über das Sozialamt zu beklagen, das der Gesellschaft beim besten Willen Kosten erspart, die in Franken nicht aufzuwiegen sind. Aber du heisst ja "zombie", passend.
  • Alan Smithee 29.07.2015 19:23
    Highlight Highlight Ich wünsche mir das Luana die Kraft findet sich von diesen Leuten zu lösen also auch von ihrer Familie der sie sich nicht anvertrauen kann und darf,also bitte ein Vater der seiner Tochter nach ihrer Vergewaltigung vorwerfen kann sie hätte Schande über die Familie gebracht empfindet ,ziemlich sicher keine Liebe gegenüber seiner Familie.
    Anscheinend ist für gewisse Leute ihr eigenes Ego wichtiger als das Wohlergehen der eigenen Kinder.
    Dann reden sie von Ehre und Schande obwohl sie sich mit der wahren Bedeutung dieser zwei Worte noch nie auseinander gesetzt haben.
  • Chlinae_Tigaer 29.07.2015 18:33
    Highlight Highlight Aus Sicht dieses Mannes wurde er zu unrecht verurteilt.

    Er wird nicht einsehen das er was falsches tat.

    Im Gegenteil. Er fühlt sich voll im Recht.

    So ist die Kultur aus der er kommt.

    Ist DAS seine Schuld?

    Wie würde es aussehen wenn er genau dieses Argument braucht... noch einen Schritt weitergeht und Rassismus ins Spiel bringt?
    • Xheme Binakaj 29.07.2015 19:18
      Highlight Highlight Wie kōnnen Sie sagen das es deine Kultur ist jemanden so was anzutun. Bei uns ist eine Frau eine Kōnigin wir machen alles für sie. lieben und geliebt zu werden so làuft es auch im Kosovo mich hat diese Geschichte sehr traurig gemacht und es ist eine Ausnahme sehr selten hōrt man sowas. Aber natürlich passiert es einmal steht in Zeitungen als würde es täglich passieren. Und dieser Mann hat mindestens Lebenslang verdient. lg
    • Martin Minder 29.07.2015 19:32
      Highlight Highlight Gewalt anzuwenden kann nie und nimmer ein gutes und tolerables Vorgehen sein, weder gegen das gleiche noch das andere Geschlecht.
    • 1337pavian 30.07.2015 12:45
      Highlight Highlight In seiner Gesellschaft würde vielleicht so geurteilt.
      ("Ist DAS seine Schuld?" und weiter vielleicht so: "Nein! Es ist unsere! Komm an die Brust, Jüngele, egal wie viele Chätzli du verbrauchst!")
      Bei uns (und woanders auch) ist jeder ein Stück weit selbst verantwortlich (frei).
      Deshalb gibt es ja überhaupt Gerichte!
      (Jetzt hab ich Hunger gekriegt..)
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 29.07.2015 17:54
    Highlight Highlight Ich verstehe dass das Gesetz davon ausgeht das jemand sich bessern kann respektive wieder in die Gesellschaft integrierbar ist, aber in so einem Fall wünschte ich mir es würde ein "Dexter" geben....
  • Law 29.07.2015 17:41
    Highlight Highlight Ich wette mich euch: Sie ziehen den Fall bis zum Bundesgericht, und dann wird Arsim Unschuldig gesprochen. Wie bei jedem Fall. Das Bundesgericht ist im Gegensatz zu den Kantonsgerichten einfach zu nett.
  • NatValCas 29.07.2015 17:34
    Highlight Highlight Und nun sitzt er auf unsere Kosten eine schöne Zeit in unseren Hotels mit Gitterstäben mit vollen Kost und Logis ab? Gut gemacht.
    • Martin Minder 29.07.2015 19:33
      Highlight Highlight und Fernseher...!
    • 1337pavian 30.07.2015 12:48
      Highlight Highlight Wir brauchen dringend wieder einen Gulag.

      Was ist das Sibirien der Schweiz, Graubünden?

      Da käme das zu liegen. Steine klopfen, mmhh.

      Gerechtigkeit much.
    • Albi Gabriel 30.07.2015 15:10
      Highlight Highlight Wieso Graubünden? Zu uns kommen die Leute in die Ferien! Schickt ihn besser in den Aargau oder nach Basel - die Strafe wäre schlimmer... ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Addi 29.07.2015 15:55
    Highlight Highlight Rassistische Kommentare?
    Brauchts da keine, der Artikel ist wirklich gut und ehrlich.

    Mir tun nur die Frauen leid, die so was ertragen müssen.
  • Addi 29.07.2015 15:55
    Highlight Highlight Wird der dann jetzt wenigstens abgeschoben? Oder hat der sich die Schweiz er-vergewaltigt?
  • Angelo C. 29.07.2015 14:03
    Highlight Highlight Gut und einfühlsam geschriebener Artikel von Raffaela Roth. Einer der vielen Fälle, nebst den bekannten "Ehrenmorden" und all den markanten ethnologischen Mentalitätsunterschieden, welche zu einer westlich aufgeklärten Gesellschaft in klarem Widerspruch stehen und de facto nicht mit ihr kompatibel sind. Daher kommt es ja auch immer wieder zu solchen und ähnlichen Geschichten, was wohl auch kaum je ändern mag.

    Da viele Schweizer den Ausdruck KANUN noch nie gehört oder gelesen haben, dieses sog. ungeschriebene Gesetz aller Albaner und Kosovaren, hier zwei aufklärende Infos aus politisch unverdächtiger Quelle :

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kanun_(Albanien)

    https://www.fluechtlingshilfe.ch/assets/herkunftslaender/europa/kosovo/kosovo-bedeutung-der-tradition-im-heutigen-kosovo.pdf


    • Citation Needed 29.07.2015 14:54
      Highlight Highlight Ohne Hintergrundwissen kann man tatsächlich nicht begreifen, warum sich Frauen aus archaischen Kulturen nicht gegen ihre Peiniger wehren. Darum danke für die Links. Obwohl: Deine Aufklärungsarbeit soll wohl auch zeigen, dass Mentalitätsunterschiede unüberwindbar sind (ergo Menschen aus z.B. Kosovo nicht integrierbar sind). Keiner sagt, es sei leicht. Bedenke aber, dass Luana etwas tat, was im kosovarischem Kontext undenkbar ist: sie ging zur Polizei. Sie hat sich also spät aber deutlich gegen ihre Herkunftskultur gewandt und sehr "rechtsstaatlich" agiert. Das muss man auch bedenken.
    • Citation Needed 29.07.2015 14:56
      Highlight Highlight Nochwas: wenn Du Dich mit Kanun etc. auseinandersetzt empfehle ich "Zerrissener Frühling" von Ismail Kadaré (sowie auch andere Bücher des Albanischen Nobelpreisträgers! Tiefe Einblicke in die Kultur und Gesellschaft).
    • Amanaparts 29.07.2015 16:30
      Highlight Highlight Der Kanun sieht keine Ehrenmorde bei Frauen vor. Im Gegenteil, Frauen haben eine besondere Rolle im Kanun. Auch bei Männern ist der Ehrenmord letzte Instanz. Bitte mit Halbwissen aufpassen. Die meisten, die sich auf den Kanun berufen, haben leider keine Ahnung. Ähnlich wie Terroristen sich auf den Koran berufen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Law 29.07.2015 12:01
    Highlight Highlight Was meinen Sie mit:" Sie haben Berufung eingelegt." Kommt es zu einer Neubeurteilung oder klagen sie vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ( was keinen Sinn ergäbe, da er sich nicht an die Menschenrechte gehalten hat ) ?
    • Rafaela Roth 29.07.2015 13:48
      Highlight Highlight Es handelt sich um ein erstinstanzliches Urteil, das der Angeklagte angefochten hat, weshalb der Fall nun von der übergeordneten Instanz, dem Kantonsgericht, neubeurteilt wird. Bei solch einem harten Urteil auf Basis dieser Beweislage (Aussage gegen Aussage), ist es "normal", dass der Angeklagte und sein Anwalt weiterziehen.
    • Law 29.07.2015 17:36
      Highlight Highlight Vielen Dank. Ich dachte eben, dass das Bundesgericht diesen Urteil ausgesprochen hätte. Ich hoffe das Kantonsgericht gibt im noch eine härtere Strafe.
    • Marmot 14.01.2016 11:22
      Highlight Highlight Das Obergericht ist doch das "Kantonsgericht", womit das Urteil nur noch an das Bundesgericht weitergezogen werden kann, welches nur Rechtsfragen behandelt, die Beweislage also nicht neu klären kann.
  • Law 29.07.2015 11:54
    Highlight Highlight Ist ja fast schon peinlich für die Schweiz. Nur 4 Jahre Haft? Das macht mich wütend. Aber ein ganz grosses Lob an die Redaktion, weiter so!
    • Dandolor 29.07.2015 14:40
      Highlight Highlight Ich wäre für 4 Jahre Haft. Aber in Albanien. Und Einreiseverbot in die Schweiz. Solche Menschen habe bei uns nichts verloren!
    • SanchoPanza 29.07.2015 15:29
      Highlight Highlight @Dandolor, Haft in Albanien für einen in der Schweiz Verurteilten ist keine Haft. Google mal den Fall Def Gecaj... kaum überstellt wurde er freigelassen und gefeiert - weil er hier einen Lehrer erschosssen hat (und damit seine 'Ehre' wiederherstellte).
    • Mafi 29.07.2015 17:27
      Highlight Highlight @Dandalor die meisten Verurteilten werden nach absitzen ihrer Haftstrafe ausgeschaffen.
  • Ms. Song 29.07.2015 11:07
    Highlight Highlight Es bricht mir wirklich das Herz, wenn ich solche Geschichten lese. Kinder von Migranten werden den Traditionen oftmals hilflos ausgesetzt. Man darf nicht vergessen, dass auch die Söhne zwangsverheiratet werden. Für sie ist es genau so schlimm, wie für die Töchter. Man kann nur hoffen, dass die neue Generation sich von den Traditionen trennt und Mut hat in ein eigenständiges Leben zu gehen. Leider tun das viele nicht, da sie Angst haben, in ihrer alten Heimat verstossen zu werden. Ich wünsche Luana alles Gute und Schutz. Hoffentlich wird sie einmal einen Mann treffen, den sie lieben kann.
    • Adonis 29.07.2015 11:26
      Highlight Highlight Etwas vergessen: Hoffe natürlich, dass der Mann die Schweiz verlassen muss! Oder kuschelt man wieder mal?
    • Ms. Song 29.07.2015 12:03
      Highlight Highlight Nein, das habe ich nicht vergessen. Als nicht involvierte Privatperson, ohne juristische Ausbildung und ohne Fakten, masse ich es mir nicht an, eine Ausschaffung zu verlangen. Das überlasse ich den Richtern. Wenn jemand zu 4 Jahren Haft verurteilt wird, würde ich jetzt auch nicht von kuscheln sprechen. Alle wollen härtere Strafen, aber wenn es sie selbst trifft, z.B. bei Verkehrsbussen, dann übertreibt der Staat natürlich masslos. Merkste was?
    • Law 29.07.2015 12:19
      Highlight Highlight Dieser Mann muss ausgeschafft werden. So will es die Verfassung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tobias K. 29.07.2015 10:47
    Highlight Highlight Ich hoffe für Luana, dass Sie nicht noch nach Jahren Opfer einer dieser wiederlichen Ehrenmorde wird. Es gab einen Fall in der Ostschweiz, bei dem ein Ehrenmord nach 18 Jahren in einer Moschee verübt wurde. (Kann man googeln)

    DIe Frau macht hoffentlich anderen Mut, mit solchen Schicksalen zur Polizei zu gehen.
    • 1337pavian 29.07.2015 14:42
      Highlight Highlight Da sieht man, wie wenig die Justiz dem Opfer helfen kann!

      Gut wurde hier im Sinne des Opfers entschieden, so verhilft das Recht zumindest der Hoffnung zum Sieg.
  • Surri 29.07.2015 10:44
    Highlight Highlight Einfach nur schrecklich! Immer wider hört man solche Geschichten aus diesem Kulturkreis... und wen ich dann höre, bei uns ist das halt so, könnte ich kotzen! Bei uns in der Schweiz ist das nicht so! Wird der Typ ausgewiesen?? Der sitzt eh nur ein halbes Jahr und kommt wegen guter Führung wider raus oder wird therapiert....
    • Kyle C. 30.07.2015 11:15
      Highlight Highlight Wirklich sehr übel. Aber gell, auch Schweizer vergewaltigen. Nur wird das nicht kulturell kontextualisiert. Die Berichterstattung macht nunmal sehr oft den Unterschied, dass Ausländerkriminalität kulturell erklärt wird, während bei Schweizern psychische Probleme, Eifersucht, Geldnot etc. die Auslöser sind. Diese Tat verschwindet dann nach ein zwei Tagen aus den Medien, während bei Ausländern das über Wochen ausgeschlachtet wird. Die Tat bleibt sich aber gleich! Ich sags darum, weil so trotz aller Tragik das Risiko besteht, dass die gesamte Kultur in ein schlechtes Licht gerückt wird.
  • URSS 29.07.2015 10:33
    Highlight Highlight Sorry aber dieser Artikel tönt nach Kirchgemeindehaus, ziemlich unglaubwürdig,.,
    Viele Passagen , wie, sie liest ein Buch von Jesus, bitte... Ist die Autorin vielleicht bei ICF ? Oder sonst Christlich?
    • Rafaela Roth 29.07.2015 11:12
      Highlight Highlight Nein ist sie nicht, die Autorin, danke der Nachfrage!

      Können Sie sich vorstellen, dass ein solches Buch einem Menschen, der unter solch enormen Druck steht, vielleicht Hoffnung geben kann? Ist das ok? Ja, ist es. Müssen Sie es gut finden? Nein, eigentlich nicht.
    • Snus116 29.07.2015 12:03
      Highlight Highlight Der Schwerpunkt lag im Artikel ja nicht auf Jesus. Viele finden in sehr schweren Lebensphasen etwas, das ihnen Hoffnung gibt. Manchmal ist es halt Religon.
    • R&B 29.07.2015 13:06
      Highlight Highlight @ Urs Sonderegger:
      Warum soll diese Geschichte unglaubwürdig sein? Oder geht es Ihnen nur ums Pöbeln? Ich bin sehr irritiert über Ihren Kommentar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • 有好的中国老虎 friendly chinese Tiger 29.07.2015 10:30
    Highlight Highlight bin sprachlos, dass so eine Einstellung im Jahre 2015 immer noch gibt.
    Hoffe Luana wird irgendeinmal ihre glückliche Familie haben.
    • elly 29.07.2015 13:58
      Highlight Highlight Heutzutage gibt es auch in der Schweiz immer noch Lohnungleichheiten oder schlechtbezahlte Care-Arbeit die mehrfach von Frauen ausgeübt werden, sowie in den Top Positionen immer noch viel mehr Männer als Frauen oder auf Werbeplakaten sexistische Darstellungen von Frauen etc...
      In Albanien sind die Ungleichheit und die Machtverhältnisse zwischen Frauen und Männer ersichtlicher durch solche Gewalttaten an Frauen. Aber auch bei uns in der Schweiz im Jahr 2015 existieren noch ganz klare Unterschiede.
  • L Gandi 29.07.2015 10:17
    Highlight Highlight starke Geschichte. Luana ist eine sehr mutige Frau. Hoffentlich ermutigt diese Geschichte auch andere Frauen in ähnlichen Situationen, aus der Isolation auszubrechen und sich gegen Gewalt zu wehren.
  • sobre 29.07.2015 10:14
    Highlight Highlight An Luana für deine Zukunft wünsche ich dir nur das Beste.

    Wurde Arsim nach der Verurteilung ausgewiesen?
    • Rafaela Roth 29.07.2015 10:32
      Highlight Highlight Arsim sitzt in einer Schweizer Haftanstalt. Die Möglichkeit besteht, dass er nach dem Verbüssen seiner Strafe ausgeschafft wird. Er und sein Anwalt haben das Urteil jedoch angefochten.
    • sobre 29.07.2015 10:51
      Highlight Highlight Zum Glück bin ich kein Pflichtverteidiger. So einem Rechtbeistand zu leisten, kann ich mit meinem Gewissen nicht verkraften.
    • Baba 29.07.2015 10:58
      Highlight Highlight Wenn dieser Arsim nicht ausgeschafft wird, verstehe ich die Welt nicht mehr...
      Danke, für diesen feinfühlig und eindrücklich geschriebenen Artikel. Es ist unglaublich, was diese junge Frau durchgemacht hat. Ihr wünsche ich eine glückliche, sichere Zukunft, in der sie geliebt und ihre Wünsche respektiert wird/werden.
  • Boston5 29.07.2015 09:56
    Highlight Highlight 4 Jahre für so eine grausame Tat sind zu wenig, ich hoffe dieser Mann wird auch zurück in sein Heimatland verbannt und darf nie wieder in die Schweiz einreisen!

    *Tolle journalistische Leistung!
    • Citation Needed 29.07.2015 16:15
      Highlight Highlight ratson: immerhin hat er seinen Anker in der Schweiz verloren und gemerkt, dass er hier ohne Sprache oder sonstige Integrationsbemühungen nichts zustande kriegt. Ob/wie er diese Schmach verkraften wird ist eine andere Frage. Falls er ausgeschafft wird und in den vier Jahren Haft nicht gescheiter geworden ist (da hab ich wenig bis keine Hoffnung), könnte er im Kosovo die Verwandten Luanas zu bedrängen versuchen. Hoffentlich wissen die sich vor ihm zu schützen, sonst geht das Trauerspiel bis auf ewig weiter.
  • Bijouxly 29.07.2015 09:50
    Highlight Highlight toller Bericht. Sachlich, aber nicht zu distanziert geschrieben - grosses Lob!
    • Rafaela Roth 29.07.2015 11:19
      Highlight Highlight danke!
  • DerDude 29.07.2015 09:49
    Highlight Highlight 4 Jahre? Echt jetzt?
  • droelfmalbumst 29.07.2015 09:48
    Highlight Highlight Habe Gänsehaut :-/

    Der hat ganze 4 Jahre bekommen für all das? wow... 40 wäre angebrachter...

    Wie kann man nur so zurückgeblieben sein. Religion hin oder her, sowas ist schlicht und einfach KRANK!
    • Ms. Song 29.07.2015 11:11
      Highlight Highlight Das hat nichts mit der Religion zu tun, sondern mit den Traditionen. Der Kosovo ist beherrscht von teilweise schrecklichen Traditionen. Das Land ist so abgeschottet, dass die Bevölkerung sich kaum weiterentwickelt hat. Auch viele Auswanderer halten daran fest, da es einfach sehr tief in ihnen verwurzelt ist. Genau so, wie unsere Gesellschaftsstruktur in uns verwurzelt ist und uns sagt, dass Vergewaltigung schlecht sei.
    • 1337pavian 29.07.2015 14:53
      Highlight Highlight "Genau so, wie unsere Gesellschaftsstruktur in uns verwurzelt ist und uns sagt, dass Vergewaltigung schlecht sei. "

      Du meinst wohl die Heuchelei oder bist du einfach schlecht informiert? Das ist heutzutage vielleicht so, die Wurzeln sind dieselben. Was du implizierst geht in die Richtung von Rassismus.

      Nur so.
    • Ms. Song 29.07.2015 15:17
      Highlight Highlight @1337Pavian
      Sorry, aber ich glaube, dass Du meine Aussage völlig falsch verstehst. Frage mich gerade, wieso und warum, aber offensichtlich ist es so. Ich bin nicht rassistisch, im Gegenteil! Ich weise lediglich darauf hin, dass es Gesellschaftsstrukturen gibt, in denen die Vergewaltigung immer noch geduldet wird. Wie es dies bei uns früher ebenfalls der Fall war. Es geht nicht um das Gesetz oder um Verurteilung einer Bevölkerung. Es geht um den Umgang, den einzelne Gemeinschaften untereinander pflegen. Und es gibt nun mal Gesellschaften, die Vergewaltigung als etwas "normales" ansehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • nay 29.07.2015 09:31
    Highlight Highlight Tragisch. Einfach nur tragisch. Ein hoch auf die Gerechtigkeit und das journalistische Können, welches es braucht eine solch tragische Geschichte, so gut und schön zu schreiben.
    • Rafaela Roth 29.07.2015 10:36
      Highlight Highlight danke!
  • scriptCH 29.07.2015 09:28
    Highlight Highlight woow einfach sprachlos, wünsche der jungen frau viel kraft und denen die sich für das verantworten müssen und weggeschaut haben nur das schlimmste!!!
  • kEINKOmmEnTAR 29.07.2015 09:20
    Highlight Highlight Wieso wird man für ein solches Verbrechen, mehrfache Vergwaltigung und Zwangsheirat nicht länger als nur vier Jahre hinter Gitter gesperrt? Dieser Täter sollte in den nächsten zehn bis dreissig Jahre keine frische Luft mehr atmen dürfen.

    Jemandem ein Leben zu stehlen, ihn unter solchen Druck zu setzen sollte härter bestraft werden.
    • lily.mcbean 29.07.2015 09:45
      Highlight Highlight genau das dachte ich mir auch.. hacker und typen die gebrannte dvds verkaufen müssen länger sitzen, und DIE haben keinem das leben versaut... aber da muss man halt auch die "religiösen" aspekte in frage stellen.. mein freund und seine fam sind auch moslems aber so etwas würden die NIEMALS dulden.
    • droelfmalbumst 29.07.2015 10:10
      Highlight Highlight @lily... ich kenne da eben genau solche geschichten wie in diesem bericht. und es sind nicht einmal moslems sondern christen. dennoch aus diesem land... wehe die tochter kommt mit einem mann nach hause der nicht aus dem selben loch kommt und die selbe religion hat. zeigt also dass es nichts mit der Religion zu tun hat sondern mit der teilweise wiederlichen Kultur der länder!
    • lily.mcbean 29.07.2015 12:40
      Highlight Highlight ja gut mein freund ist halt ein bosnischer moslem die sind um einiges toleranter... und ja die christen stehen den moslems in gar nichts nach!!
      ich frag mich bei so blödsinnigen, nennen wir sie mal tradizionen, wo da der gesunde menschenverstand hin ist? welche mutter möchte denn zb das eigene kind zwangsverheiraten ohne zu wissen ob sie glücklich ist?
    Weitere Antworten anzeigen
  • wayne 29.07.2015 09:19
    Highlight Highlight Liebe Rafaela, ich weiss jetzt nicht genau was du uns mit dieser Leidensgeschichte mitteilen willst???
    • kEINKOmmEnTAR 29.07.2015 09:34
      Highlight Highlight Ist wohl ein Teil der watson goes Serious Geschichte mit der NZZ und Tagi Leser hier her gelockt werden sollten^^
    • Michael Mettler 29.07.2015 09:54
      Highlight Highlight Lieber Wayne, falls du lesen könntest würdest du merken. A) diese Art gehört zur Tradition dieser Menschen. B) es leben ganz viele Menschen mit dieser Nationalität und in diesem Land. Mit dieser Geschichte will man also auf etwas aufmerksam machen was auch in unserem Land passiert. Und ja, ich kenne auch viele Menschen aus dem Balkan welche sich nicht so verhalten und sich top integrieren.
    • Rafaela Roth 29.07.2015 09:59
      Highlight Highlight Lieber Michael, besser hätte ich es nicht schreiben können. Gerne wiederhole ich es nochmal für wayne: Es geht hier darum, Aufmerksamkeit für ein wichtiges Thema zu schaffen. Ausserdem kann Luanas Geschichte anderen Frauen Hoffnung geben, die sich vielleicht in einer ähnlichen Situation befinden. Luana hat es geschafft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 29.07.2015 09:16
    Highlight Highlight WTF :-(
  • posti 29.07.2015 09:16
    Highlight Highlight Krass, möchte nicht Wissen wieviele Frauen weltweit so leiden müssen. Zum Glück gibt es in der Schweiz ein Rechtssystem das Frauen schützt.

    Ich hoffe auch für Luana, dass sie ihre Erlebniss wird verarbeiten können und einmal einen guten Mann heiratet und eine Familie wird haben können.
    • Xi Jinping 29.07.2015 10:08
      Highlight Highlight Nur leider ist das Problem genau jenes was hier angesprochen wird. Frauen haben oft nicht den Mut zur Polizei oder zu den Eltern zu gehen, da ihr Peiniger sie unter Druck setzt. Leider gibt es solche Männer (aber auch Frauen)... Ich möchte mal wissen, warum jemand so was tut...
    • 1337pavian 29.07.2015 15:00
      Highlight Highlight Das Recht ist nicht die Lösung aller gesellschaftlichen Probleme, sondern das Eingeständnis, dass sie eben nicht final lösbar sind und deswegen Kompromisse eingegangen werden müssen. Schlussendlich ist es ein gesellschaftliches Problem. Sobald die Gerichte damit beschäftigt sein, ist es schon schiefgegangen.

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

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