Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Drogenboss und Mafioso in Genf festgenommen

05.06.17, 21:05 06.06.17, 06:57


Die Genfer Polizei hat am Freitag ein Mitglied der kalabresischen Mafia 'Ndrangheta festgenommen. Er war seit zwei Jahren auf der Flucht. Laut den italienischen Strafverfolgungsbehörden ist der Mann ein dicker Fisch im internationalen Kokain- und Heroinhandel. In Italien drohen ihm bis zu 17 Jahre Haft.

HANDOUT - Die Videosequenz der ''Operazione Helvetica'', die die kalabresische Polizei am Freitag, 22. August 2014 ins Internet stellte, Ein Dutzend Maenner sitzen um zwei Tische, vermutlich in einem Restaurant. Die eingeblendeten Gespraeche in sueditalienischem Akzent kreisen um die seit 1830 geltenden Regeln, um die geschaeftlichen Moeglichkeiten wie Erpressung, Kokain, Heroin und ueber die ''Gesellschaft in Frauenfeld''. - Am fruehen Dienstagmorgen sind in einer koordinierten Aktion in den Kantonen Thurgau, Zuerich und Wallis zeitgleich 15 mutmassliche Mitglieder der kalabresischen Mafia-Organisation 'Ndrangheta festgenommen worden. Sie sitzen in Auslieferungshaft. (CARABINIERI DI REGGIO CALABRIA) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***

Die kalabresische Mafia 'Ndrangheta erlangte durch ihre Frauenfelder Zelle 2016 auch in der Schweiz Bekanntheit. Bild: CARABINIERI DI REGGIO CALABRIA

«Er wurde auf Antrag der italienischen Justiz verhaftet», sagte Folco Galli, Sprecher des Bundesamts für Justiz (BJ), am Pfingstmontag gegenüber der Westschweizer Zeitung «Tribune de Genève». Er sei gesucht worden, weil er seine Strafe verbüssen müsse – vor allen wegen seiner Drogengeschäfte.

«Der Mann wurde am Samstag angehört», sagte Galli weiter. Er wehre sich gegen seine Auslieferung. «Italien wird daher ein formelles Auslieferungsersuchen einreichen.» Bis dahin werde der 39-jährige Mafioso im Genfer Gefängnis Champ-Dollon untergebracht.

Lange bespitzelt

Nach Angaben der «Tribune de Genève» wohnte der Mann vor seiner Festnahme in der französischen Gemeinde Veigy-Foncenex im Département Haute-Savoie. Er überquerte regelmässig die Grenze, um in einer Pizzeria in Carouge GE als Koch zu arbeiten.

Le fameux cadenas geant photographie devant l'entree de la prison de Champ-Dollon. Les agents de detention genevois ont debraye, ce jeudi 11 decembre 2014 a Geneve. Pour protester contre des conditions de travail inacceptables. Ils ont reitere leurs revendications quant a l'augmentation de leurs effectifs et l'unification de leur statut. Entre 30 et 60 agents provenant de toutes les prisons genevoises tournent devant la prison de Champ-Dollon, ou est installe le piquet de debrayage. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Das festgenommene Mitglied der kalabresischen Mafia 'Ndrangheta sitzt derzeit im Genfer Gefängnis Champ-Dollon. Bild: KEYSTONE

Die Verhaftung ist das Ergebnis monatelanger Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Monza und einer Spezialeinheit. Durch Abhörmassnahmen und die Überwachung von E-Mails waren die Strafverfolgungsbehörden in der Lage, die Bewegungen des Flüchtigen zu verfolgen und seinen Wohnsitz in Frankreich zu eruieren. Dies berichten mehrere italienische Medien auf ihrer Internetplattform. Die Polizeien Frankreichs und der Schweiz wurden demnach erst vor kurzem eingeschaltet.

Nicht erster Mafia-Fall

Der Mafiosi war seit Oktober 2015 flüchtig. Er entkam den italienischen Behörden während eines Hausarrests, den er aus gesundheitlichen Gründen gewährt bekam.

Die Schweiz steht häufig im Zentrum grosser internationaler Straffälle. Aufgrund eines Auslieferungsersuchens der italienischen Behörden wurden im März 2016 in den Kantonen Thurgau und Zürich zeitgleich Mitglieder der mutmasslichen Frauenfelder 'Ndrangheta-Zelle festgenommen.

Gegen alle 13 Festgenommenen wurde die Auslieferung verfügt. Eine Person wurde mittlerweile an Italien ausgeliefert. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Ist Trump nun ein Faschist oder nicht?

Die 7 schlimmsten Momente, die du an einer Prüfung erleben kannst

Die Grünen sind die unverbrauchten Linken

Norilsk – no fun. Das ist Russlands härteste Stadt

«In einer idealen Welt wären Solarien verboten»

Diese Nachricht lässt jede Playstation 4 sofort abstürzen – so schützt du dich

30 Millionen Facebook-Profile gehackt. User-Daten weg. So merkst du, ob du betroffen bist

Diese Inder löschen Pornos und Gräuel-Bilder aus dem Netz – und leiden dabei Höllenqualen

Warum Tabubrecher triumphieren und was die Schweiz damit zu tun hat

Swisscom erhöht Abopreise um 191%: So reagieren die Kunden auf den erzwungenen Abowechsel

Mit diesen 10 Tricks und Tipps holst du das Beste aus Spotify raus

Wir haben die Kantonsgrenzen neu gezogen – so sieht die Schweiz jetzt aus

Diese 7 Frauen hätten einen Nobelpreis verdient – nur eine könnte ihn noch bekommen

GoT-Star Natalie Dormer meint: «MeToo war absolut notwendig!»

Alpentourismus kämpft mit Gigantismus um Gäste: Kann das gut gehen?

Der Staat soll Stillpausen für berufstätige Mütter bezahlen

Wie AfD-Weidel mit falschen Schweizer Asylzahlen Hetze gegen Ausländer macht

Diese Tweets zeigen dir, was mit Menschen passiert, wenn sie zu lange keinen Sex haben 😂

Sorry, Bundesrat Berset, aber es ist Freitag und wir hatten nichts Besseres zu tun ...

«Einmal Betrüger, immer Betrüger» – 7 Leute erzählen von ihrem Beziehungsende

11 Schritte für mehr Nachhaltigkeit in deinem Alltag

präsentiert von

Du denkst, du kennst die Kommaregeln? Ha!

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen

Immer mehr Good News beim Klimaschutz – ausser in der Schweiz

Der Weltklimarat fordert zu raschem Handeln im Kampf gegen die Erderwärmung auf. Viele Städte, Regionen, Unternehmen und Investoren haben wichtige Schritte eingeleitet. Keine gute Falle aber macht die Schweiz.

Der Sommer scheint fast kein Ende zu nehmen. In den nächsten Tagen steigen die Temperaturen im Schweizer Mittelland auf Werte von gegen 25 Grad, und das Mitte Oktober. Damit setzt sich der Trend eines Jahres fort, das ohnehin deutlich wärmer und vor allem trockener ist als der Durchschnitt. In solchen Fällen wird schnell einmal der Klimawandel als Ursache herangezogen.

Nun aber sind Wetter und Klima zwei unterschiedliche Phänomene. Trotzdem werden sie gerne vermischt. «Klimaskeptiker» etwa …

Artikel lesen