Schweiz
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«Meine Ex ist mit den Kindern ausgewandert» – Yves verlorener Kampf um seine Familie

Am planschen in Griechenland. Bild:

Seitdem seine Ex mit den gemeinsamen Kindern nach Griechenland ausgewandert ist, kämpfte Yves um ihre Rückkehr. Kein Einzelfall in Zeiten von zahlreichen binationalen Ehen. Der Schweizer zieht den Fall nun vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.



Dutzende Ordner voller Gerichtsakten – das ist alles, was von der einstigen Liebesgeschichte übrig geblieben ist. Die Griechin Marina* und der Genfer Yves** waren zwölf Jahre lang ein Paar. Während ihrer Ehe bauten sie sich steile Karrieren im Finanzsektor auf, kauften ein Eigenheim im schicken Genfer Vorort Chêne-Bougeries – und wurden Eltern.

Heute ist Yves von seinem alten Leben nur noch die Karriere als Bankier geblieben. Seine Noch-Ehefrau ist mit ihren zwei Kindern ohne sein Einverständnis nach Griechenland ausgewandert. Der Fall beschäftigte bereits alle Schweizer Gerichte. Nun liegt er beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Wir treffen Yves zum Gespräch in einem Restaurant der Calvin-Stadt. Es ist Mittagszeit, im Lokal herrscht reger Betrieb. Er sitzt gerade, in Anzug und Krawatte, auf seinem Stuhl, ist zuvorkommend. «Ça va? Vous avez fait bon trajet?», erkundigt er sich lächelnd.

Image

Yves im Gespräch mit watson. bild: watson

Frustriert wirkt er nicht, die Niederlage vor Bundesgericht sieht man ihm nicht an. Doch kaum liegt das Aufnahmegerät auf dem Tisch, sprudelt es nur so aus ihm heraus: «Dass ich heute öffentlich das Wort ergreife, kann vielleicht in Zukunft anderen Vätern helfen, die sich in derselben Situation wie ich befinden.» Er hofft auch, seinen Kindern damit eines Tages beweisen zu können, alles daran gesetzt zu haben, um sie zurückzuholen.

Flucht ins Heimatland

Wie jede Eskalation hat auch diese ihre Vorgeschichte. 2011 trennen sich Yves und Marina. Yves zieht aus, die Kinder (damals fünf beziehungsweise drei Jahre alt) bleiben bei Marina in Obhut, das heisst sie wohnen mit ihr im selben Haushalt. Die Eltern teilen sich die elterliche Sorge, Yves hat also das Recht, in Erziehung, Ausbildung und Ähnlichem mitzuentscheiden. Ausserdem erhält er ein regelmässiges Besuchsrecht.

Knapp zwei Jahre später erfährt er, dass Marina mit den Kindern nach Singapur auswandern will. Es sei nicht seine Ehefrau gewesen, die ihn informierte, wie Yves betont. Er stellt sich quer – «Ich will doch meine Kinder aufwachsen sehen und ihnen beistehen» – und beginnt so eine jahrelange Gerichtsschlacht.

Ein Fortschritt vor allem für die Väter

Seit 1. Juli 2014 gilt in der Schweiz der Grundsatz der gemeinsamen elterlichen Sorge. Dies bedeutet, dass die Eltern alles, was das Kind betrifft, gemeinsam regeln. Bei gemeinsamer elterlicher Sorge darf der Aufenthaltsort des Kindes nur mit Zustimmung des anderen Elternteils oder gestützt auf eine Entscheidung des Gerichts oder der Kinderschutzbehörde ins Ausland verlegt werden. Vor dem 1. Juli 2014 durfte das Elternteil, bei dem die Kinder leben, den Wohnort ohne Einverständnis des anderen Elternteils ändern. Inwiefern das unrechtsmässig war, kam auf die Einschränkung des Besuchsrechts des anderen Elternteils an und auf die Einschätzung der Gerichte.

Im Juni 2013 zieht Marina während des Schul- beziehungsweise Kindergartenjahres mit den Kindern in ihr Heimatland Griechenland und kommt erst auf Drängen der Behörden hin und wieder zurück: Yves konnte das Gericht überzeugen, Marina einen Umzug ins Ausland zu untersagen, solange die Justiz noch keinen definitiven Entscheid über die elterliche Obhut geschlossen hat. Doch wirklich beruhigt ist er dadurch nicht. «Sie hatte mich ja wieder nicht über ihre Pläne informiert! Stellen Sie sich vor, welche Sorgen ich mir gemacht habe.»

«Da ist meine Welt zusammengebrochen.»

Yves

Als er im Frühsommer 2014 zu hören bekommt, Marina plane mit den Kindern erneut am darauffolgenden Freitag nach Singapur zu ziehen, reagiert Yves panisch: Am Donnerstag holt er die Kinder aus der Schule zu sich nach Hause, ohne Marina zu informieren. Die Situation eskaliert endgültig: Marina beschuldigt Yves des Kidnappings und reist drei Tage später mit den Kindern im Schlepptau in ihr Heimatland – und bleibt endgültig dort, in der Stadt Thessaloniki, wo auch ihre Familie lebt. Yves: «Da ist meine Welt zusammengebrochen. Ab dann habe ich meine Kinder zwei Jahre lang nicht gesehen.»

Dass sich Marina ins Ausland abgesetzt hat, haben die Richter im Februar 2015 erstinstanzlich als unrechtsmässig beurteilt. Sie müsse die Kinder sofort wieder in die Schweiz bringen, heisst es im Urteil, das watson vorliegt. Doch nichts passiert. 18 Monate später hält das Genfer Zivilgericht dagegen: Die Kinder würden den Vater zwar vermissen, fühlten sich an ihrem neuen Wohnort aber wohl, begründen die Richter den Entscheid. Yves erhebt Einsprache und der Fall kommt vor Bundesgericht. Doch auch dort bekommt die Mutter Recht. Da die Kinder nun bereits seit Jahren in Griechenland leben, entspreche es dem Kindeswohl, dass sie auch dort bleiben.

Grenzfall Liebe

Mutter und Kinder bleiben also in Griechenland. Besonders bitter für Yves: «Ich wohne nur 200 Meter von unserem ehemaligen Haus entfernt, hätte die Kinder also mehrmals pro Woche sehen können. Jetzt darf ich sie nur ein paar Mal pro Jahr in einem fremden Land besuchen.»

Doch in der jetzigen Lage hat Yves keine Wahl. Er geht davon aus, dass er seine Kinder nie mehr in die Schweiz zurückholen kann. Um anderen Vätern dasselbe Schicksal zu ersparen, zog er das Urteil nun weiter an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte – und hofft auf einen Präzedenzfall. Der Entscheid steht aus.

230 Fälle pro Jahr

Die Geschichte von Yves und Marina ist kein ein Einzelfall. Mit der steigenden Zahl von binationalen Ehen und Partnerschaften nehmen internationale Konflikte rund um das Sorge- und Besuchsrecht der Kinder zu. Die Zentralbehörde zur Behandlung internationaler Kindesentführungen im Bundesamt für Justiz behandelt jährlich rund 230 Fälle, wovon etwa die Hälfte bereits laufende Verfahren aus dem Vorjahr sind.

Kindesentführung Infografiken Camille

Grafik: lea senn

Rund drei Viertel der neuen Fälle betreffen die Rückführung von Kindern, rund ein Viertel die Ausübung des Besuchsrechts. In drei Viertel der Fälle ist es die Mutter, die das Kind ins Ausland entführt, bei der Verweigerung des Besuchsrechts liegt der Anteil der Mütter bei 90 Prozent.

Kindesentführung Infografiken Camille

grafik: lea senn

Weihnachten im Hotelzimmer

Nach dem Misserfolg vor Bundesgericht hat sich Yves nun auch an die griechischen Behörden gewandt, «weil mir ja keine Wahl blieb», wie er sagt. Dort wurde ihm ein Besuchsrecht zugesprochen. «Nun kann ich meine Kinder sechs Mal pro Jahr ein paar Tage sehen – jedoch nur innerhalb von Griechenland.» Dabei seien die Zwei seit mehr als drei Jahren nicht mehr in ihrem Heimatland gewesen, so Yves. «Wenigstens skypen wir ein- bis zweimal pro Woche.»

Besonders tragisch war für Yves ihr Weihnachten 2016: «Wir haben in meinem Hotelzimmer in Athen gefeiert. Stellen Sie sich vor, wie bitter das ist.» Er ist vor einigen Monaten nochmals Vater geworden – von einer kleinen Tochter. Angesprochen auf die geographische Entfernung, die seine drei Kinder trennt, beginnt die Fassade des gefassten Bänkers zu bröckeln: «Pardon, j’ai besoin d’un moment.» Er holt tief Luft, wischt sich eine Träne aus dem Auge: «Wissen Sie, es macht mich wirklich traurig, dass die zwei Grossen nicht wie meine kleine Tochter mit ihren beiden Elternteilen aufwachsen können.»

Dank seinem Beruf ist Yves finanziell abgesichert. So kann er sich die regelmässigen Reisen nach Griechenland leisten. Auch in den juristischen Kampf um seine Kinder habe er viel Geld gesteckt: «Ich weiss mich glücklich schätzen, denn ich habe wenigstens die Möglichkeit gehabt, zu versuchen, mich zu wehren. Das bleibt vielen Vätern verwehrt.»

Marina wollte keine Stellung nehmen.

*Name geändert. 
**Vollständiger Name der Redaktion bekannt. 

Auch das Westschweizer Fernsehen hat Yves’ Fall bereits thematisiert. Hier das Video:

«Isch mir egal, was die andere Chinder dörfed»

Play Icon

Video: watson

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    Alle Leser-Kommentare
  • Einstürzende_Altbauten * 27.10.2017 08:53
    Highlight Highlight "Rund drei Viertel der neuen Fälle betreffen die Rückführung von Kindern, rund ein Viertel die Ausübung des Besuchsrechts. In drei Viertel der Fälle ist es die Mutter, die das Kind ins Ausland entführt, bei der Verweigerung des Besuchsrechts liegt der Anteil der Mütter bei 90 Prozent."

    Ich frage mich, ob bei der Verweigerung des Besuchsrechts auch die Fälle eingerechnet sind, bei denen der Vater das Besuchsrecht gar nicht bzw. nicht entsprechend Urteil wahrnimmt.

    @Camille: Weisst Du das?
  • fax 27.10.2017 05:48
    Highlight Highlight ...aber trotzdem Alimente zahlen, für viele alleinerziehende Väter eine realität.
  • fax 27.10.2017 05:46
    Highlight Highlight Gemeinsames Sorgerecht stell ich mir anders vor.
  • CASSIO 27.10.2017 05:32
    Highlight Highlight zum wohl der kinder hätte sie eigentlich gar nie ausreisen dürfen. dies wäre durchzusetzen gewesen.
  • honesty_is_the_key 26.10.2017 22:39
    Highlight Highlight Vielleicht sehr naiv, aber sollte nicht das höchste Glück aller Eltern sein, dass es den Kindern gut geht ?

    Und wie kann es Kindern gut gehen wenn die Mutter mit ihnen in Griechenland wohnt, und der Vater in der Schweiz ?

    Egal wer "schuld ist", wer recht hat, was welches Gericht entschieden hat etc. - das Glück der Kinder sollte doch das Wichtigste sein für beide Elternteile. Hier leider ganz offensichtlich nicht passiert.
  • honesty_is_the_key 26.10.2017 22:23
    Highlight Highlight Es gibt immer 2 Seiten zu jeder Geschichte, und ich war nicht dabei und weiss nicht was zwischen den 2 Ex-Partnern passiert ist und masse mir deshalb kein Urteil an.

    Trotzdem finde ich das Ganze sehr beängstigend und erschreckend. Und ich als emanzipierte Frau finde dass hier das Recht vom Vater mit den Füssen getreten wurde.

  • Erklärungsbedarf your limits 26.10.2017 19:01
    Highlight Highlight Die Sicht der Frau kommt im Artikel nicht vor. Das macht es natürlich einfacher über sie herzuziehen und ihr irgendwelche Charakterzüge zu unterstellen...
    • Dä_Dröggo 26.10.2017 20:16
      Highlight Highlight Die Tat spricht ja wohl für sich selbst. Der Entzug der Kinder ist für fast jeden Elternteil eine der grössten Formen der emotionalen Erpressung die es gibt. Ausserdem entzog die Frau den Kindern die Entscheidungsfreiheit über ihren Verbleib. Man(n) muss es hinnehmen. Sehr fair, was?
    • Erklärungsbedarf your limits 27.10.2017 07:19
      Highlight Highlight Nja. Der Mann darf seinen Teil der Geschichte geschönt darlegen und der Frau wird emotionale Erpressung und foulplay unterstellt.

      Die Rollen sind klar verteilt. Der Mann ist das Opfer, der auch mal ein Tränli verdrückt... total unschuldig.
      Die Wahrheit ist leider komplexer und wird hier nicht abgebildet. Das ist alles was ich dazu sage.
    • Dä_Dröggo 27.10.2017 08:36
      Highlight Highlight Die Frau dürfte dies sicher auch. Ich denke WATSON wäre sehr interessiert an der Sichtweise dieser Frau. Da sie sich selbst jedoch der Möglichkeit der Äusserung entzieht, bleibt ihr keine Möglichkeit diese Äusserungen zu dementieren. Ist ganz logisch.

      Und zum "Krokodilstränli": Ja die Welt ist komplex und es kommt sicher nicht alles zur Sprache aber ein derartiger Entzug der Kinder grenzt an psychischer Folter und hat Züge einer Kindesentführung (Rechtssprechung wird umgangen).
  • dswohlen 26.10.2017 17:57
    Highlight Highlight Wenn sich diese Väter-verachtende (Un-)Rechtsprechung nicht endlich ändert, darf sich niemand wundern, wenn ein verarschter Vater mal mit der Waffe in der Hand solchen Richtern antwortet.
    • Dä_Dröggo 26.10.2017 20:21
      Highlight Highlight Gewalt ist faktisch eine Lösung, lässt aber auf einen geringen IQ und EQ schliessen. Gewalt ist stets das billigste Mittel der Meinungsäusserung.

      Erst denken, dann tippen. Handeln Sie nie unter dem Einfluss von Wut und Enttäuschung (Ihr Kommentar sprudelt förmlich davon).

      Das Sie Waffe und Richter in einem Satz erwähnt haben, kann Sie auf eine Beobachtungsliste des Bundes bringen.

      (Ja das meine ich ernst)

      LG

      SonShine
    • Erklärungsbedarf your limits 27.10.2017 07:24
      Highlight Highlight Zurück zum Faustrecht oder was? - Sonst sind Sie gebacken?
  • Phipsli 26.10.2017 14:14
    Highlight Highlight "Dass sich Marina ins Ausland abgesetzt hat, haben die Richter im Februar 2015 erstinstanzlich als unrechtsmässig beurteilt." So und jetzt müssten eigentlich Taten folgen, aber passiert ist nichts... die gemeinsame elterliche Sorge ist rechtlich gültig, das Recht wird aber wohl nur umgesetzt wenn es nicht zu viel Aufwand bedeutet..
    • Dä_Dröggo 26.10.2017 20:22
      Highlight Highlight Wie sagt man so unschön?

      Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei Dinge.
  • pedrinho 26.10.2017 14:00
    Highlight Highlight zahlen fuer die ex und kinder darf er sicher.....

    rechte wird er (aus eigener erfahrung) dafuer kaum erhalten. Leider sinnlos als mann dagegen anzukaempfen.
  • Lattenknaller 26.10.2017 13:36
    Highlight Highlight Tja Männer haltet eure Schwänze unter kontrolle und die Frauen sollten lernen sich selbst zu befruchten dann können wir uns auf Bier trinken konzentrien und alles wird gut.
    • Charlie Brown 26.10.2017 17:11
      Highlight Highlight Dieser Beitrag liefert imho keinen fruchtbaren Beitrag zur Diskussion.

      Womit ich mich auch noch zu einem Kalauer hinreissen lassen habe.
  • Political Incorrectness 26.10.2017 13:29
    Highlight Highlight Mit anderen Worten:
    Eine illegale Handlung wurde legal, weil die schweizer Justiz zu lange brauchte um zu entscheiden, ob es nun legal oder illegal war. Ist das nicht paradox, bzw. macht das die Richter nicht auch zu Mittäter?
    • Mens sana 26.10.2017 17:00
      Highlight Highlight So lautet auch mein Fazit: Die Kindsentführung der Mutter wurde von den Gerichten gutgeheissen. Frau darf das, Mann nicht.
  • MiQue 26.10.2017 13:19
    Highlight Highlight Ganz vielen Vätern geht es so, leider erhält nur der Geldadel sich zu wehren (vor Gericht) und dadurch auch die mediale Präsenz. Ein absolutes Armutszeugnis wie die Schweiz mit Vätern in der heutigen Zeit umgeht!!!
    • clint 26.10.2017 14:37
      Highlight Highlight Das stimmt so nicht: In der CH erhält jede Prozesspartei unentgeltliche Prozessführung (und einen unentgeltlichen Anwalt), wenn die Sache nicht von vornherein aussichtslos ist, und zwar in Zivil- wie auch in Strafsachen. Sollte die Person später wieder zu Vermögen kommen, wird unter Umständen eine Rückzahlung zum Thema.
      Also bitte in Zukunft etwas sparsamer mit "!" umgehen. OK?
    • akp 26.10.2017 20:52
      Highlight Highlight @clint das mit der unentgeltlichen Rechtspflege stimmt schon. Aber dabei vergisst man den ganzen Mittelstand. Der hat zu viel Geld für die unentgeltliche Rechtspflege, aber zu wenig um zu prozessieren, wodurch ihm den Zugang zum Gericht verwehrt wird.
  • Alterssturheit 26.10.2017 13:13
    Highlight Highlight Absurdes System und für die Praxis völlig untauglich.
  • Nelson Muntz 26.10.2017 13:09
    Highlight Highlight Die wahren Verbrecher sind die Richter! Zuerst dauerte eine halbe Ewigkeit bis ein Fall ans Kantons- oder Bundesgericht kommt und dann ist genau diese Zeit entscheidend für das Urteil 🤦‍♂️🤦‍♂️.

    Trotzdem, man müsste beide Seiten hören um sich eine Meinung zu bilden. Bleibt zu hoffen das beide Elternteile das Kindswohl dem eigenem Egoismus überordnen.
    • ThomasHiller 26.10.2017 14:06
      Highlight Highlight Unter Umständen können aber auch die Richter nichts dafür, daß jeder Hansel mit jedem Schxxxx zum Gericht rennt und die Gerichte daher mit Fällen überflutet werden, so daß gar nicht mehr schnell erntschieden werden kann.
  • mein Lieber 26.10.2017 13:03
    Highlight Highlight Wenn ich so Zeug lese bin ich froh dass meine Kinder aus meiner ersten Ehe nun mündig sind und meine Partnerin keine Kinder möchte. Nein danke, nochmal so ein Theater....
  • Dogbone 26.10.2017 12:45
    Highlight Highlight An alle ausländischen Frauen, die ihren Mann verlassen und mit den Kindern zurück in ihre alte Heimat wollen: hier habt ihr eine Anleitung wie ihr es machen müsst. Unsere Gerichte oder die KESB müsst ihr nicht ernstnehmen, nur genug lang ignorieren, dann schlägt sich irgendwann sogar unser Bundesgericht auf eure Seite...

    Bleibt zu hoffen, dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte den Schweizer Behörden eine richtige Klatsche austeilt und die Sache damit auch international Beachtung findet.
    • Posersalami 26.10.2017 16:53
      Highlight Highlight Nana, wie wollen doch keine fremden Richter!
  • road¦runner 26.10.2017 12:44
    Highlight Highlight Ich warte noch auf die Kommentare von Feministen, sofern sich diese überhaupt auf diesen Beitrag verirren: "Ein Mann als Opfer? Interessiert mich nicht." Oder wenn er noch keins wäre, würde man ihn zu einem machen.
    In der Gleichstellung darf das Geschlecht keine Rolle spielen.
    • honesty_is_the_key 26.10.2017 22:31
      Highlight Highlight Sorry, aber ich finde deinen Kommentar total überflüssig / unpassend.

      Ich bin eine emanzipierte Frau, und ich musste fast weinen als ich heute den Artikel gelesen habe. Der Vater hat seine Kinder 2 Jahre lang nicht gesehen ? Was Schlimmeres gibt es nicht meiner Ansicht nach. Da hat unser Rechtsystem extrem versagt.

      In einem bin ich genau deiner Meinung: Ich bin sehr für Gleichberechtigung, und ja klar, die geht in beide Richtungen.
  • stadtzuercher 26.10.2017 12:13
    Highlight Highlight Gleichstellung im Jahr 2017.
  • chnobli1896 26.10.2017 12:05
    Highlight Highlight Traurige Geschichte, immerhin geht es hoffentlich den Kindern gut.
    Play Icon

    • Scaros_2 26.10.2017 14:10
      Highlight Highlight Ja, und in Griechenland bekommen sie eine super ausbildung, die arbeitslosenquote bei jugendlichen ist auf EU rekordtief und auch sonst sieht die karriere sonnig aus,.....
    • Joshuuaa 26.10.2017 15:19
      Highlight Highlight Beide Eltern sind im Finanzsektor tätig und haben "steile Karrieren" hinter sich. Diejenigen, deren Familien genug Geld haben, erhalten (fast) überall eine gute Ausbildung. Und mit einer solchen lässt sich dann auch arbeiten (vielleicht halt ausserhalb von Griechenland)....Die ganze Sache ist eine Schweinerei. Aber die Kinder haben die Möglichkeit ihren Weg zu gehen;)
  • Mätse 26.10.2017 11:53
    Highlight Highlight Eine traurige Geschichte! Es scheint aber gerichtlich rechtens zu sein so. Wenn ein Elternteil ins Ausland zieht, kann im Steitfall nur ein Gericht entscheiden, wo die Kinder zu leben haben - ein Elternteil wird dabei immer verlieren, leider.
    • Eskimo 26.10.2017 12:24
      Highlight Highlight Das ist so. Aber es kann nicht sein dass der Elternteil gewinnt der auswandert. Schliesslich haben sie die Familie ja hier gegründet.
    • Scaros_2 26.10.2017 14:12
      Highlight Highlight Das Gericht begründet aber das die kinder nun schon so lange da wohnen daher sei es ok. Aber das ist nur möglich weil das Gericht jahre brauchte fur ein urteil

      Will heissen, hätten sie den fall innert 1 monat bearbeitet würde das urteil anders sein
    • AnnaX 26.10.2017 14:37
      Highlight Highlight Eskimo: Birgt doch dann soziales konfliktpotential wenn es Flüchtlinge oder Sozialhilfeempfänger sind- aber auch sonst ist deine logik nicht ganz durchdacht
    Weitere Antworten anzeigen
  • ThomasHiller 26.10.2017 11:52
    Highlight Highlight "Da die Kinder nun bereits seit Jahren in Griechenland leben, entspreche es dem Kindeswohl, dass sie auch dort bleiben."

    Ein typischer Satz, den man so in der Form dauernd liest. Klar sollte das so sein, daß das Kindeswohl im Vordergrund steht. Aber in vielen Fällen werden auf diese Weise Fakten geschaffen, gegen die der andere Elternteil machtlos ist. Und der machtlose Teil ist da in 99% der Fälle der Mann.

    Nimmt man #meToo dazu kommt man zu der Erkenntnis: Männer sind Schweine - Frauen aber auch.

    Irgendwie traurig...
  • blaubar 26.10.2017 11:38
    Highlight Highlight Wenns ein Mann gewesen wäre... dann wäre die Hölle los.
  • Snowy 26.10.2017 11:24
    Highlight Highlight Man stelle sich die Geschichte mit vertauschten Geschlechterrollen vor. Der Mann wäre in Griechenland verhaftet worden.

    Unser Zivilgesetze atmen diesbezüglich noch immer den Geist des frühen 20. Jahrhunderts.

    Wer heute als Mann (egal ob Akademiker oder Hilfskraft) in der Schweiz mit einer Frau ein Kind zeugt*, hat eine 30% Wahrscheinlichkeit 8 Jahre später auf dem Existenzminimum (oder nahe dran) zu leben.

    * ob mit oder ohne Heirat spielt seit 2017 keine Rolle mehr. Jedes Kind welches nicht einem One Night Stand entsprungen ist, wird einer "eheähnlichen Beziehung" gleichgesetzt.
    • MaskedTruth 26.10.2017 11:58
      Highlight Highlight Heute? Das war schon gestern und vorgestern nicht anders!
    • Konstruktöhr 26.10.2017 12:06
      Highlight Highlight Interessant, aber woher die Zahlen? Würde gern mehr darüber lesen.
    • Snowy 26.10.2017 16:06
      Highlight Highlight Wieviele Kinder in der CH nicht bei beiden Elternteilen aufwachen, kannst Du hier nachlesen: https://www.bfs.admin.ch/bfsstatic/dam/assets/2347880/master

      Wie hoch der Anteil der Männer ist, welche den Hauptanteil das Familieneinkommens beisteuern ebenfalls.

      Wenn die Beziehung der Eltern nach ein paar Jahren in die Brüche geht (was eher die Regel als die Ausnahme ist), der Mann deutlich mehr arbeitet/verdient als die Frau (ebenfalls die Regel) und der Beziehung zwei Kinder entsprungen sind, arbeitet der Mann fortan de facto für Frau und Kind (ausser er verdient mehr als 200K/Jahr)
  • Madison Pierce 26.10.2017 11:18
    Highlight Highlight Traurig für die Kinder. Man würde denken, dass gebildete, intelligente Leute zum Wohl der Kinder eine bessere Lösung finden können.
    • Takapuna 26.10.2017 12:05
      Highlight Highlight Auch bei intelligenten und gebildeten Leuten herrscht halt nach wie vor meistens der Egoismus.
      Wäre dem nicht so wäre wohl die Welt ein gutes Stück besser.

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