Schweiz
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Wiedersehen in München: Suher und Imat schliessen ihre Söhne nach drei Jahren zum ersten Mal in die Arme. bild: watson

Das glückliche Ende der Flucht von Suher und Imat – und was watson damit zu tun hat



«Jeder Mensch hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgungen Asyl zu suchen.» 

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
vom 10. Dezember 1948

«Blopp», ein neues Chat-Fenster taucht auf meinem Desktop auf. «Hi Rafaela ...», steht da, «ich habe deinen Artikel auf watson gelesen ... du erwähnst, dass Suher einen 17 Jahre alten Sohn in Deutschland hat ... bitte sag ihr und ihrem Ehemann, dass sie Familienzusammenführung beantragen können ... Sylvia.»

Die Nachricht der freiwilligen Helferin Sylvia Hanslik aus Deutschland sollte den Anfang vom Ende der Flucht von Suher und Imat aus Syrien markieren. 

Ich habe Suher und Imat aus Damaskus in der prekärsten Phase ihrer Flucht im griechischen Elends-Camp von Idomeni kennen gelernt. Das Paar hatte den Vorort Sahnaya vor sieben Wochen zuvor verlassen. Ihr ganzer Besitz lag in zwei Koffern auf dem Grund des Mittelmeeres, es regnete pausenlos, sie hausten in einem Zelt, in dem sie nicht einmal die Beine ausstrecken konnten. Sie hatten kaum noch Geld, konnten weder zurück noch weiter, dabei wollten sie nur zu ihren drei Söhnen nach Deutschland.

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Suher (links), Imat (rechts) und ich.  Bild: watson/rafaela roth

Imat und Suher waren zwei von rund 14'000 an den mazedonischen Grenzzäunen gestrandeten Flüchtlingen. Ich sprach drei Tage lang mit den Campbewohnern von Idomeni, verbrachte eine Nacht in Suher und Imats Zelt: «This is not for humans» – «Das hier ist nicht für Menschen», titelte ich meine Reportage.

Richtig verabschieden konnte ich mich nicht von Suher und Imat. Die beiden erhielten die Möglichkeit, in der Unterkunft von freiwilligen Helfern zu duschen – das erste Mal nach über zwei Wochen. Sie mussten sofort los. Als sie zurück waren, war ich schon unterwegs zum Flughafen Thessaloniki.

«Were are you?», schrieben sie.
«Ich bin schon weg. Wie war die Dusche?», schrieb ich. 
«Gut. Wirst du zurück kommen?»
«Ich weiss es nicht, vielleicht sehen wir uns ja mal in Deutschland», schrieb ich.

Ich glaubte nicht wirklich daran.

Beinahe auf den Tag genau sieben Monate später nehme ich den Zug nach München und Amer (27), Naser (23) und Ghali (18) schütteln mir am Flughafen München die Hand, als würden sie mich schon lange kennen.

Ghali kann kaum still stehen, er war fünfzehn, als er seine Mutter zuletzt gesehen hat. Er hat letzte Nacht kein Auge zu getan. Naser reckt ständig den Hals, mit seinem Angry Birds-T-Shirt sieht er schon fast aus wie ein Deutscher. Amer reisst sich zusammen, rückt seine Krawatte mit der Ernsthaftigkeit eines ältesten Bruders zuercht, der für seine Geschwister früh erwachsen werden musste.

Dann ist der Moment gekommen, an dem Amer wieder Sohn sein kann. Nach fast drei Jahren kann er seine Eltern erstmals wieder in die Arme schliessen: 

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Video: watson.ch

Was vorletzte Woche am Flughafen München passierte, eine – juristisch gesehen – simple Familienzusammenführung von Flüchtlingen aus kriegsversehrten Ländern, ist in der Praxis des europäischen Flüchtlingschaos' praktisch unmöglich. 

Unter den üblichen Umständen hätten Suher und Imat nicht von ihrem Recht auf Familienzusammenführung Gebrauch machen können. Unter den üblichen Umständen würden Suher und Imat jetzt immer noch wie Tausende andere in einem Flüchtlingscamp auf Griechenland sitzen und warten. Und warten. Und warten.

Unter den üblichen Umständen hätte es – wenn es überhaupt geklappt hätte – viel länger gedauert als die drei Jahre, die Suher und Imat auf das Wiedersehen mit ihren Söhnen warten mussten. Diese waren bereits im November 2013 aus Syrien über die Balkanroute geflüchtet, weil die Eltern nicht wollten, dass sie eingezogen und möglicherweise im Krieg sterben würden. 

Aber Suher und Imat haben Glück. Zufällig liest die Deutsche Sylvia Hanslik von unserer gemeinsamen Nacht im Zelt in Idomeni und diese Deutsche hat sich – aus welchen Gründen auch immer – dafür entschieden, nicht mehr für Sportfirmen zu arbeiten, sondern ihre Zeit dafür zu nutzen, Flüchtlingen bei der Familienzusammenführung zu helfen.

Im Gegensatz zu Hanslik wissen Suher und Imat wie alle anderen Flüchtlinge, die ich in Idomeni getroffen habe, nichts über die rechtlichen Möglichkeiten, in Europa Asyl oder eine Familienzusammenführung zu beantragen. 

Mit Hanslik kommt Bewegung in die Sache: «Es war mir wichtig, die beiden vor dem 18. Geburtstag von Ghali zu informieren», schreibt mir die Deutsche später. «Ich wusste, wie sehr die Zeit drängte, weil Ghali im August dieses Jahres die Volljährigkeit erreichen würde», sagt sie.

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Sylvia Hanslik mit einem syrischen Flüchtling, der bald ein neues Kunstauge erhalten wird.   Bild: zvg

Hanslik drängt die beiden, ganz in den Norden nach Alexandroupolis zu reisen, weil es dort die Möglichkeit gibt, Asyl zu stellen. Griechenland bietet zu diesem Zeitpunkt Asyl-Termine per Skype-Leitungen an, die aber permanent überlastet sind. Ich weiss, dass die beiden kein Geld mehr übrig haben. Also logge ich mich bei Western Union ein, schicke 200 Euro nach Griechenland, «Charity», deklariere ich. Ich will nicht, dass Suher und Imats ohnehin geringe Chancen, aus Idomeni herauszukommen, an Geldmangel scheitern. Eine weitere Deutsche Helferin bringt die beiden in den Norden. 

Am 4. April im Greek Asylum Service Alexandroupolis haben Suher und Imat wieder Glück. «An dem Tag wurden gerade mal zwei Familien angehört und sie waren zufällig jene, die vorsprechen konnten», sagt Hanslik. Dann kontaktiert Hanslik Galis Vormund in Deutschland, der kontaktiert das Deutsche Bundesamt für Migration (BAMF) in Dortmund. Am 4. Juli stimmt das BAMF der Überstellung zu. Suher und Imat werden darüber informiert, nicht aber über weitere Schritte. Sie erhalten eine Überstellungsgenehmigung nach Dublin III für sechs Monate. 

Dann passiert erst einmal nichts. Suher und Imat warten. Über eine Kirche finden sie eine kleine Wohnung in Katerini bei Thessaloniki. Ein Monat vergeht, zwei Monate vergehen. «Wir logen unsere Kinder an und sagten, dass wir bald kommen würden», sagt Suher später weinend zu mir. «Zu diesem Zeitpunkt hatten sie die Hoffnung verloren», sagt mir Naser in München, mit dem grossen Koffer seiner Eltern kämpfend. 

Dann, nach zwei Monaten Warten, geht alles ganz schnell. Am 28. September werden Suher und Imat informiert, dass sie das Land am 17. Oktober verlassen dürfen. Einzige Bedingung: Dass sie am gleichen Tag die Flugtickets nach München bei Himalaya Travel Agents kaufen. «Eigentlich wäre Griechenland für die Finanzierung der Überstellung verantwortlich», sagt Sylvia Hanslik. «Den Griechen fehlt aber das Budget, also drängen sie die Leute dazu, die finanziellen Mittel selber aufzutreiben.»

Wieder haben Suher und Imat Glück. Der Schweizer Michael Grossenbacher, Gründer des Hilfswerks «The voice of thousands» kennt das Paar aus Idomeni. In letzter Minute überweist er das Geld für den Flug nach Deutschland. «Ich wollte nicht, das Imat und Suher wieder in ein Camp müssen», sagt er. «Wenn man einmal draussen ist, ist es sehr schlimm zurück zu kehren.» 

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Michael Grossenbacher mit Suher bei ihrem Zelt.  Bild: zvg

Sylvia Hanslik schätzt gemäss Zahlen der Flüchtlingsagentur UNHCR, dass alleine in Griechenland noch ungefähr 6000 solche Fälle zu erwarten sind. Es handelt sich vorwiegend um Frauen mit Kindern, die Anrecht auf Familienzusammenführung hätten. 

Die meisten von ihnen werden kein Glück haben. Wenn es denn dazu kommt, dass beide Familienteile Zusammenführung beantragen und die nötigen Papiere vorlegen können und der Dublinstaat dem Gesuch statt gibt, bleibt immer noch die 24-Stunden-Frist, um das Geld für die Tickets aufzutreiben. Nur jene Flüchtlinge, für die der unwahrscheinliche Fall eintrifft, dass sie dann, nach monatelanger Flucht, noch 300 Euro pro Person für einen Flug bezahlen können, können gehen. Für die anderen verfällt die Überstellungsgenehmigung. Und sie werden wieder warten. Und warten. Und warten. 

Ich bin Journalistin. Weder Asylbeauftragte, noch NGO-Mitarbeiterin oder Politikerin. Ich höre zu, ich beobachte, ich frage, ich schreibe, ich greife nicht ein. Doch wenn Staaten auf Flüchtlinge mit Zäunen reagieren, müssen Menschen mit Zivilcourage das Richtige tun. So wie Sylvia Hanslik, Michael Grossenbacher und tausende andere freiwillige Helfer. 

«Humans of Idomeni»: 18 Botschaften aus dem schlimmsten Flüchtlingslager Europas

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    Alle Leser-Kommentare
  • manhattanportage 02.11.2016 08:20
    Highlight Highlight Danke für den wohltuenden Bericht und das grosse Engagement im Namen der Menschlichkeit! Neben all dem möchte ich etwas hervorheben, das mich noch mehr berührt hat. Eine junge Journalistin versetzt Berge. Was für eine wunderbare Perspektive für uns alle. Es ist eine Generation am Start, die hoffnungsvoll stimmt! Es werden nicht die Alten sein, die erhaben beurteilen. Es sind dir Jungen, die MACHEN. Danke
    12 5 Melden
  • Balthasar Sager 02.11.2016 01:29
    Highlight Highlight ❤️
    5 2 Melden
  • Maracuja 01.11.2016 20:25
    Highlight Highlight Grosses Lob für Ihr Engagement und Ihren bewegenden Artikel, Frau Roth.
    22 12 Melden
  • Nyx 01.11.2016 18:27
    Highlight Highlight "Doch wenn Staaten auf Flüchtlinge mit Zäunen reagieren, müssen Menschen mit Zivilcourage das Richtige tun. So wie Sylvia Hanslik, Michael Grossenbacher und tausende andere freiwillige Helfer." So wie du liebe Rafaela! Danke für deine Zivilcourage!
    36 26 Melden
  • lilie 01.11.2016 18:17
    Highlight Highlight Danke für das wunderbare Update!

    Ich finde, dass diese Geschichte zeigt, was engagierter Journalismus bewirken kann.

    Natürlich mussten sehr viele Hürden genommen werden und es brauchte viele selbstlose Helfer und auch eine ganze Menge Glück.

    Aber die Familie wäre mit grösster Wahrscheinlichkeit jetzt noch getrennt, wenn Rafaelas preisgekrönter Artikel nicht gewesen wäre.

    Darauf darf sie stolz sein!👍
    33 19 Melden
    • lilie 02.11.2016 07:43
      Highlight Highlight Was gibt es hier eigentlich zu blitzen? Wäre schön, jemand würde sich auch äussern. Ich sehe nicht ein, warum man meinen Kommentar ablehnen soll? ;(
      7 8 Melden
    • Anam.Cara 03.11.2016 10:56
      Highlight Highlight @lilie: Ich finde Deinen Kommentar toll. Es macht mich auch ein bisschen traurig, dass ein lobender Kommentar, der für die Menschlichkeit spricht, geblitzt wird.
      Es scheint, dass bei einigen Themen nur noch die Ablehnung eine Rolle spielt (aus welchen Gründen auch immer).
      Natürlich stehen wir (Europa, CH) vor riesigen Herausforderungen. Aber das schaffen wir. Und ich finde es richtig und wichtig, dass Beispiele der Menschlichkeit von Journalisten aufgegriffen werden.
      1 1 Melden
  • Sapere Aude 01.11.2016 17:23
    Highlight Highlight Dieser Artikel hat mich sehr berührt, ein grosses Kompliment an die Autorin für ihre Zivilcourage, Einfühlungsvermögen und den Mut zum Handeln. Gerade in Zeiten wo Flüchtlinge alleine auf Begriffe und Zahlen reduziert werden ist es wichtig, diesen ein Gesicht zu geben. Damit uns bewusst wird, dass es immer noch um Menschen geht.
    34 17 Melden
  • Calvin Watsn 01.11.2016 15:19
    Highlight Highlight Die SVP Mehrheit muss katholisch sein, und heute Freigang haben, anderst kann ich mir das Blitzgewitter hier nicht erklären!!!
    44 34 Melden
    • Andi Amo 02.11.2016 01:23
      Highlight Highlight *Gääähn*
      Und noch einer, der sich eine super simple Erklärung zurechtlegt...klar, das KÖNNEN ja alles nur so SVP-Wähler sein, die da blitzen...

      Schon mal überlegt, dass es diverse Gründe gibt, wieso Kommentare geblitzt werden??
      Lebt sich aber sicher schön unbeschwert mit so einfachen Feinbildern, oder? ;-)
      7 5 Melden
    • Calvin Watsn 02.11.2016 08:43
      Highlight Highlight @Andi Amo , schau nur für dich :D

      Play Icon


      3 6 Melden
    • Andi Amo 02.11.2016 10:50
      Highlight Highlight @Calvin
      Das Video an sich ist geil, aber so als Antwort finde ich es ziemlich schwach. Aber mehr kann man wohl nicht erwarten, von jemandem mit so simplen Feindbildern...:-)
      3 5 Melden
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  • Andi Amo 01.11.2016 13:57
    Highlight Highlight Das scheinen sehr sympathische und anständige Menschen zu sein und es ist schön anzusehen, dass eine Familie wieder zueinander gefunden hat. Handkehrum sollte man aber auch das übergeordnete Grosse betrachten und nicht vergessen, dass genau dieses Vorgehen - also zuerst die jungen gesunden Männer nach Europa vorauszuschicken, und dann später die Familie nachzuholen - bewusst so geplant worden ist. Da dies Schule machte, können sich Flüchtlingszahlen schnell mal noch verdoppeln oder verdreifachen, dabei wurde die verträgliche Kapazität in DE oder SWE eigentlich offensichtlich schon erreicht!
    52 57 Melden
    • Nyx 01.11.2016 18:32
      Highlight Highlight Hast du dir auch mal überlegt, dass dies absolut logisch ist? Wahrscheinlich würden auch deine Eltern, wenn sie in dieser Situation wären, zuerst versuchen ihren Kindern die Flucht in ein besseres Leben zu ermöglichen bevor sie selbst gehen. Ein bisschen mehr Empathie wäre hier angebracht.
      34 19 Melden
    • Andi Amo 02.11.2016 01:30
      Highlight Highlight Klar habe ich mir das auch schon überlegt. Und wie gesagt, ich habe definitiv Empathie für die hier gezeigte Familie. Ich habe mir aber auch schon überlegt, dass ein kleiner Kontinent wie Europa nicht Millionen von kulturfremden Einwanderern innerhalb so kurzer Zeit überhaupt verkraften kann und dass auf jedes gezeigte Musterbeispiel (wie die hier gezeigte Familie) rein von der Wahrscheinlichkeit her auch ein Anti-Beispiel von Migranten existiert, was in solchen Massen Teile von Europa in ernstzunehmende Krisen stürzt und noch mehr stürzen kann. Und wer bitte kann das schon ernsthaft wollen??
      9 3 Melden
    • Menel 02.11.2016 07:15
      Highlight Highlight Nyx, genau das wollte ich auch schreiben. Ich würde auch zuerst schauen, dass meine Kinder in Sicherheit sind und mich erst dann um meine kümmern. Auch wenn dies bedeuten würde, dass ich sie dadurch lange nicht sehen werde und es mir das Herz brechen wird...
      4 7 Melden
  • Büsi 01.11.2016 13:50
    Highlight Highlight Ich bin schockiert ob der vielen Blitze bei diesen teils schönen Kommentaren! Gibt es echt so viele Leute in der CH, denen das Herz bei so einer schönen Geschichte nicht aufgeht? Die nur den Schmarotzer sehen und diesen Flüchtenden nicht das kleinste Bisschen Würde und Menschlichkeit und Glück gönnen?... Das hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack nach einem eigentlich aufbauenden Artikel: Faith in humanity restored... NOT!
    72 47 Melden
    • Andi Amo 01.11.2016 14:05
      Highlight Highlight Ich konnte bisher hier keinen Kommentar lesen, in dem dieser Familie ihr Glück nicht gegönnt wurde oder wo nur schon das Wort 'Schmarotzer' vorkam? Interpretieren Sie das vielleicht gerade selber in die Blitze rein?
      35 28 Melden
    • Büsi 01.11.2016 15:37
      Highlight Highlight Ich rede auch nicht von den Kommentaren, sondern vom Blitzgewitter auf diese Kommentare, die den Artikel loben! Die Kommentare sind ja durchaus positiv (meist) und loben den Artikel, aber wer verteilt siese vielen Blitze?!
      30 22 Melden
    • Andi Amo 02.11.2016 01:37
      Highlight Highlight Kurz zusammengefasst, werfen Sie also Ihnen total unbekannten Personen (anhand von Blitzlis!) konkrete menschenverachtende Meinungen vor, die so gar nie geäussert und überhaupt erst von Ihnen eingebracht wurden?
      9 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ohniznachtisbett 01.11.2016 13:41
    Highlight Highlight Eine sehr schöne Geschichte. Ich mag dieser Familie dies von Herzen gönnen. Dennoch, der Staat, die EU oder wer auch immer, sollte Geld dafür ausgeben, dass die Leute nicht flüchten müssen. Man gibt Milliarden für Flüchtlinge aus, muss man ja auch, aber keinen Cent für die Befriedung dieses Konflikts. Syrien ist jetzt schon das Vietnam der 10er-Jahre. Ein komplett zerstörtes Land. Es gilt jetzt schon Vorbereitungen zu treffen, damit Syrer die nach dem Krieg zurück wollen eine Starthilfe bekommen. Die Deutschen tun gar nichts. RU, GB, USAund FR bombardieren, das kaputte Land noch kaputter..toll
    17 21 Melden
    • Andi Amo 01.11.2016 14:00
      Highlight Highlight Teile doch deine Vorschläge, wie Europa den jahrelangen und sehr komplizierten Bürgerkrieg in Syrien einfach mal so schnell 'befrieden' soll.
      25 18 Melden
    • Ohniznachtisbett 01.11.2016 14:39
      Highlight Highlight Ich habe nicht gesagt, dass es einfach ist. Ich sage, dass es nicht sein kann, dass Europa kaum etwas tut. In diesem Land wird alles zerstört, Hundertausende sind tot, Millionen geflüchtet und weder die EU noch die Staaten tun etwas. Etwas beschwichtigen und ein paar schöne Worte. Europa (nicht nur aber auch die EU) versagt in diesem Konflikt auf voller Stufe.
      10 11 Melden
    • Menel 02.11.2016 07:17
      Highlight Highlight Sagen sie das der EU und der Schweiz von vor 2 Jahren, als sie beschlossen, die Hilfsleistungen, gegen alle Warnungen, zu halbieren...
      5 4 Melden
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  • dodo62 01.11.2016 11:16
    Highlight Highlight Es gibt bestimmt in jedenFlugzeug welches Griechenland verlässt leere Sitzplätze. Weshalb schaffen die Fluggesellschaften nicht einen Ort wo sich die Leute mit der bewilligung zur Ausrei e melden können und nehmen sie dann gratis mit wenn Plätze frei sind?
    69 42 Melden
    • maxi 01.11.2016 11:40
      Highlight Highlight ja genau jeder normale soll bezahlen aber leute die schon nicht arbeiten und dann hier alles vom staat bekommen sollen gratis fliegen?... ich gehe auch nicht ins ausland wenn ichs mir leisten kann...
      61 160 Melden
    • stalker 01.11.2016 12:22
      Highlight Highlight Oh maxi, du hast einen bedauernswert kleinen Horizont. Ich glaube kaum, dass dodo von Menschen spricht, wenn sie von Griechenland aus in den Urlaub fliegen.

      Ich wünschte mir, dass alle Menschen für eine Woche mit einem Flüchtling (oder jemandem, der im Kriegsgebiet geblieben ist) tauschen müssten. Würde mich sehr interessieren, wie viele anschliessend noch mit Sprüchen wie 'jeder normale Mensch muss bezahlen, und die bekommen alles gratis' kommen. Ich kann nicht verstehen, wie man so denken kann...
      71 22 Melden
    • Ichweissnicht 01.11.2016 12:36
      Highlight Highlight Was ist mit dir los? Vergleichst du ernsthaft Ferien mit einer Flucht aus einem Kriegsgebiet? Krank.
      73 21 Melden
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  • Kookaburra 01.11.2016 10:50
    Highlight Highlight Du schreibst nirgends, wieso und von wem sie verfolgt wurden. Also haben sie laut der einführenden Deklaration gar kein Recht auf Asyl.
    Wenn ich meine Dienstpflicht nicht erfüllt hätte, wäre ich in der Schweiz ins Gefängnis gesteckt worden.
    Tja, wass soll man sagen? Herzlichen Glückwunsch zur Menschenschieberei und zum Schlepperdienst. Familiennachzug ist schlecht und gehört abgeschafft.
    70 190 Melden
    • Hanslishans 01.11.2016 11:21
      Highlight Highlight Alle in Griechenland "Gestrandeten" haben ein Recht ihren Asylantrag vor Ort zustellen. Im Zuge des EU Verteilungsschlüssels, werden dieselbigen dann "Zielländern" zugeführt. SO zumindest wurde das kommuniziert?!
      39 19 Melden
    • Datsyuk * 01.11.2016 11:31
      Highlight Highlight Familiennachzug gehört sicher nicht abgeschafft. Wieso soll man Menschen ihre Familie vorenthalten?
      91 27 Melden
    • ljc 01.11.2016 11:34
      Highlight Highlight Haha. Mega logisch, weil man ja immer nur dann Recht auf Asyl hat, wenn sich eine Journalistin in einem Artikel direkt auf den Fluchtgrund bezieht, oder?
      40 21 Melden
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  • Randy Orton 01.11.2016 10:43
    Highlight Highlight Vielen Dank für den genialen Artikel. Es ist sehr schön zu lesen, dass die Familie wieder zusammen ist. Gleichzeitig unglaublich traurig und eine Schande für Europa, dass tausende Mütter und Väter von ihren Kindern getrennt werdent.
    103 32 Melden
  • Shoutout 01.11.2016 10:33
    Highlight Highlight Ein sehr schöner Artikel, vielen Dank für diesen Einblick. Gibt es die Möglichkeit diesen Person innerhalb dieser 24 Stunden Frist ein Flugticket zu kaufen? Somit könnten spendenfreudige Menschen direkt einer Person helfen und diesen den Abflug zu ihren Familienmitgliedern ermöglichen.
    105 29 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 01.11.2016 12:01
      Highlight Highlight Super Idee!
      33 14 Melden
    • Büsi 01.11.2016 13:44
      Highlight Highlight Da wäre ich auch sofort dabei! Das wär ne tolle Sache...
      19 12 Melden
    • Fraste 01.11.2016 17:18
      Highlight Highlight Wie im Artikel erwähnt springt beispielsweise die Organisation "The Voice of Thousands" in solchen Fällen ein. Spenden sind dort sicher sehr willkommen!
      9 6 Melden
  • Lowend 01.11.2016 10:31
    Highlight Highlight Danke für diesen Bericht! Es ist schön, dass solche Artikel aus Flüchtlingen wieder Menschen machen, die auf Hilfe in der Fremde angewiesen sind und es ist schön, dass es Menschen gibt, die ihnen diese Hilfe zukommen lassen.
    Als ich den Artikel las, kamen mir die ganzen Headlines wieder in den Sinn, wo Asylflut, Tsunamis und ähnlich entmenschlichende Ausdrücke vorkamen und dachte mir nur noch, wie sehr es doch die Schweizer Politik geschafft hat, unsere Herzen zu versteinern, indem fast alle Parteien des Bürgerblocks diesen Hass gegen Menschen gefördert und uns gegen sie aufgehetzt haben!
    89 45 Melden
    • saukaibli 01.11.2016 11:15
      Highlight Highlight Die Parteien haben nicht Hass auf Menschen geschürt, sie haben die Flüchtenden ganz einfach entmenschlicht mit den von dir genannten Ausdrücken.
      Ich frage mich gerade was für eine Art Menschen das sein muss, die bei den ganzen positiven Kommentaren hier auf den Blitz klickt.
      53 32 Melden
    • Lowend 01.11.2016 11:35
      Highlight Highlight Dass sind vermutlich irgendwelche Schreibarbeiter von einer PR-Agentur, die hier, wie eigentlich in den meisten Foren, jede Form von Menschlichkeit zublitzen und zutexten müssen, wenn es z.B. um Ausländer, Putin, Trump, usw., oder anders gesagt um Themen geht, die der grössten Partei des Landes wichtig sind.
      37 36 Melden
    • äti 01.11.2016 11:41
      Highlight Highlight @saukaibli: Blitzer sind vermutlich Neider die (irgendwo) gelernt haben, dass immer andere an allem die Schuld haben.
      39 34 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Calvin Watsn 01.11.2016 10:30
    Highlight Highlight Eine schöne Geschichte die berührt und hoffen lässt... Danke Watson👍🏻
    82 29 Melden
  • Hops 01.11.2016 10:25
    Highlight Highlight Ach Watson... jetzt musste ich ein Tränchen im Büro verdrücken! Bei mir hat sich der Gedanke eingeschlichen, dass die ganze Welt kacke und alles überhaupt verloren ist. Ich fühle mich schlecht, hier im schweizerischen-Mittelschicht Luxus zu baden und denke oft, dass ich außer Spenden und Nächstenliebe praktizieren nicht viel tun kann. Solche Geschichten wie diese machen mir aber Hoffnung. Wenn schon nur einem anderen Menschen irgendwie geholfen werden kann, gibt es noch einen klitzekleinen Funken Hoffnung. Danke! (Und wehe öpper blitzt, denn gitzz gad eis). :D
    112 45 Melden
    • saukaibli 01.11.2016 11:21
      Highlight Highlight Ich glaube wer bei der Story blitzt muss eine psychopatische Persönlichkeitsstörung haben. Leider ist sowas verbreiteter als man denkt. Diese Menschen sind physiologisch nicht im Stande Mitgefühl zu empfinden.
      51 41 Melden
    • Hanslishans 01.11.2016 13:00
      Highlight Highlight saukaibli es ist vielmehr ein pathologisches Problem, nicht mit gesundem Menschenverstand analysieren zu können.
      6 16 Melden
    • Olaf! 01.11.2016 14:52
      Highlight Highlight @saukaibli Ich habe in Hoffnung auf ein Bier geblitzt, vielleicht habe ich da aber den Hops auch missverstanden.
      5 6 Melden
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