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Chlor im Poulet, «theoretischer Blödsinn» und Verlierer SVP-Reimann – das war die «Arena» zum TTIP

Wollen wir die Globalisierung? Bringen Freihandelsabkommen wie TTIP Wohlstand? Wenn ja, wem? Auf diese Fragen sollten die Gäste in der hochkarätig besetzten «Arena» Antworten liefern. Doch die politischen Schwergewichte verzetteln sich dabei regelmässig dermassen, dass man vergisst, worum es eigentlich geht. Zum Glück behält eine Politik-Professorin den Durchblick.



«Welche Tricks haben Sie, wenn Sie völlig übermüdet sind, Herr Grünenfelder?», fragt Projer, nach sechs Wochen Vaterschaftsurlaub zum ersten Mal wieder auf Sendung und gezeichnet von einer kurzen Nacht, den Avenir-Suisse-Direktor vor Beginn der Übertragung. «Ich komme in die Arena», antwortet dieser, und erntet dafür Lacher von allen Seiten.

Tatsächlich wird die zu Beginn nur schleppend vorankommende Diskussion zum Monsterthema Globalisierung mit fortschreitender Sendezeit zwar weder verständlich noch erkenntnisstiftend, dafür aber überraschend unterhaltsam.

Die Unterhaltung ist einem Running Gag auf Kosten des SVP-Nationalrats Lukas Reimann zu verdanken, einem applausfreudigen Publikum und einem erstaunlich milden Jonas Projer, der die Streithähne seelenruhig gewähren lässt.

Für die wenigen erhellenden Momente sorgt eine Professorin im Expertenstand, die im Gegensatz zu den vier «Arena»-Gästen in dieser komplexen Debatte erfrischend einfache Worte findet – zum Beispiel zum Widerstand gegen die Freihandelsabkommen, jenem Widerstand, den in dieser Sendung das ungleiche Team Tamara Funiciello (Juso-Präsidentin) und Reimann formiert.

Worauf der Widerstand gründet:

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Video: streamable

Die Hoffnung des Zuschauers, die Diskussion möge nun so verständlich weitergehen, wird damit zerschlagen, dass die Gäste (neben Reimann und Funiciello sind das FDP-Ständerat Ruedi Noser und Avenir-Suisse-Direktor Peter Grünenfelder) innert weniger Minuten über Rolltreppen und AKW, Konzerndiktatur, Investorenschutz und Parallel-Justiz dermassen aneinander vorbeiparlieren, dass beim Zuschauer eigentlich nur ein einziger Satz hängenbleibt:

«Sie reden theoretischen Blödsinn, tuet mer leid.»

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Video: streamable

Es ist Professorin Walter, die wieder einigermassen Ordnung in die Sache bringt. Die Frage, ob es Freihandelsabkommen brauche oder nicht, sei obsolet, sagt die Politologin, die Frage sei nur, wie die Konfliktlösungen ausgestaltet würden.

«Wir müssen uns drei Fragen stellen ...»

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Video: streamable

Auch nach diesem Statement verzichten die Gäste nicht darauf, sich zu verzetteln. Immerhin schafft es Funiciello einigermassen, mit gewohnt kraftvoller Rhetorik den Zuschauer zu erreichen. «Das internationale Recht, das ich will, schützt den Bürger», sagt Funiciello. Die heutigen Probleme müsse man auf einer internationalen Ebene lösen, doch man müsse die Arbeitnehmer schützen – was diese Abkommen nicht täten.

«Ich will internationale Gesetze …»

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Video: streamable

Der Fabrikarbeiter im Emmental verliere, die Grosskonzerne gewännen, sagt die Juso-Präsidentin, niemand könne ihr sagen, was mit dem Fabrikarbeiter im Emmental geschehe, sagt sie gleich noch einmal. Noser und Grünenfelder betonen stoisch die Dringlichkeit und Vorteile von Freihandelsabkommen. Neue Märkte, mehr Vernetzung, mehr Arbeitsplätze.

Alles schon gehört, das führt zu nichts, denkt sich der Zuschauer, da rettet Professorin Walter die «Arena» wieder aus der Parolenspirale. Beide hätten recht, es gebe Gewinner der Globalisierung, und es gebe Verlierer, und diese müsse man irgendwie auffangen.

«Sie haben beide grundsätzlich recht.»

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Video: streamable

Von dieser versöhnlichen Lösungsorientiertheit lassen sich die «Arena»-Gäste nicht beirren, im Gegenteil, es scheint, als hätten die vier nach Walters Statement gedacht, sie müssten wohl die Ellbogen stärker ausfahren, kann ja nicht sein, dass alle ein bisschen recht haben – von nun an soll es Seitenhiebe hageln und dem Gegner herablassend ins Gesicht geschmunzelt werden.

Besonders unter die Räder gerät dabei Lukas Reimann. Für die Aussage, Globalisierung sei eine nicht wegzuredende Tatsache, erntet er belustigte und erstaunte Blicke von Funiciello, auf seine Lobesrede über Taiwan (Reimann trägt einen Taiwan-Schweiz-Pin auf der Brust und schwärmt davon, dass dieses Land kein internationales Abkommen habe, aber Export-Weltmeister sei – so müsse man es doch machen, ganz ohne staatliche Bürokratie) reagiert Grünenfelder mit: «Herr Reimann, ganz konkret, wie wollen Sie das machen? Bei einem Glas Bier besprechen?» Und Noser, ganz irritiert, vergisst ob Reimanns kruden Argumenten sogar die Etikette.

«Ich dachte, du seist Jurist!»

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Video: streamable

Der Spruch, er sei doch ein Jurist, gefällt Noser und Grünenfelder dermassen, dass sie ihn in den nächsten Minuten – die Diskussion dreht sich mittlerweile um Ernährungssicherheit, Tierfutter aus dem Ausland und mit Chlor kontaminierte Hühner – noch zwei Mal bringen. Die Lacher haben Noser und Grünenfelder auf ihrer Seite, den Applaus Funiciello, als sie sagt, es sei ja klar, dass Noser sich nicht um das Chlor im Poulet schere, er könne sich das Bio-Hühnchen ja leisten.

Der wenig erfolgreiche Reimann versucht nach den Seitenhieben wieder Fuss zu fassen, indem er Funiciello ohne Rücksicht auf eine sinnvolle Diskussionslinie angreift. «Was machen eigentlich die Linken!?», plärrt er, erntet dafür zwar zunächst Applaus, rollt damit aber zu seinem eigenen Nachteil Juso-Präsidentin Funiciello den Teppich für einen Streit über die «Anti-Menschenrechts-Initiative» der SVP aus, den Moderator Projer tatsächlich so lange gewähren lässt, bis sich der klare Verlierer Reimann zurückzieht.

«Ich will gar nichts mehr sagen zu diesen Menschenrechten.»

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Video: streamable

Das führt zu nichts, denkt sich der Zuschauer erneut, Professorin Walter muss sich einschalten. Das macht sie dann auch: Die Globalisierung passiere, es gebe Risiken, die man nicht unterschätzen dürfe, nicht jeder würde gewinnen. Die Schweiz sei in einer schlechteren Verhandlungsposition bei TTIP. Und wenn das Abkommen Realität werde, werde es für viele Unternehmen attraktiver, in der EU zu produzieren als in der Schweiz.

Erfrischend sachlich und verständlich, denkt sich der Zuschauer, doch irgendwie hat man auch das schon gehört. Der nächste Einspieler verspricht Abwechslung: Der Greenpeace-Kampagnen-Film gegen TTIP, dessen Verantwortlicher sitzt auf der Zuschauerbank in der «Arena». Der Film ist an «Herr der Ringe» angelehnt, ein «hoch globalisierter Film», sagt Projer, «Demagogie», wirft Grünenfelder ein. Man sei für eine Globalisierung, aber TTIP sei nicht die Lösung, verteidigt sich Greenpeace-Kampagnen-Leiter Christian Engeli. 

Mit «Herr der Ringe» gegen TTIP

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Video: YouTube/stop dark trade

Die Sendezeit neigt sich dem Ende zu, der Zuschauer atmet erleichtert auf, als Funiciello sagt, sie würde gern einen Punkt finden, muss dann aber doch geduldig zusehen, wie die Gäste noch das eine oder andere Fass aufmachen, Koreas Stabilität beispielsweise, der Rückgang der Kindersterblichkeit, Vaterschaftsurlaub, Pestizide und KMU.

Nach ein paar Minuten ist es wieder Funiciello, die die Hoffnung schürt, man komme in dieser «Arena» auf einen Punkt: Als die Juso-Präsidentin über den Kaffee spricht, auf den sie nicht verzichten wolle, sieht der Zuschauer schon, wie sich der Kreis schliesst, zurück zu Tricks gegen Übermüdung. Doch Funiciello lässt die Chance nicht aus, noch ein Mal gegen Noser und Grünenfelder zu schiessen.

«Ich will nicht auf meinen Kaffee verzichten.»

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Video: streamable

Projer muss den Angegriffenen wohl oder übel noch die Chance geben, sich zu verteidigen. Erhellendes kommt auch da nicht mehr heraus, aber danach kann der Moderator Streithähne und Zuschauer guten Gewissens in den Apéro entlassen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • bracher tinu 15.10.2016 23:39
    Highlight Highlight Ich habe die Arena gestern gesehen und den Artikel gelesen und stelle fest:
    Watson versucht weiterhin SVP-ler zu denunzieren, Leser sollen weiter dogmatisiert werden, dass nur SP-ler und Grünen gut sind, aber Hauptsache die bösen SVP-ler werden vernichtet.

    Also im Westen nichts Neues!!
  • David Hofmann 15.10.2016 17:28
    Highlight Highlight Daria Wild hat wohl die Sendung nicht gesehen oder ein Juso-Propaganda-Papier abgedruckt. Mich überzeugte einzig und alleine Nationalrat Lukas Reimann: sachlich, verständlich und konsequent demokratisch. Und er vertritt wohl kaum die SVP bei diesem Thema, sondern das Volk und die Schweizer Demokratie.
    • Daria Wild 15.10.2016 17:52
      Highlight Highlight Daria Wild hat die Sendung gesehen und kein Juso-Propaganda-Papier ausgedruckt. Aber so sind die Meinungen eben unterschiedlich :)...
    • Spooky 15.10.2016 20:33
      Highlight Highlight
      "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing."

      Die Wahrnehmung ist abhängig vom Brötchengeber.
    • bracher tinu 15.10.2016 23:12
      Highlight Highlight Herr Hofmann, Da muss ich Daria Wild in Schutz nehmen! Es ist ihr Verfassungsmässiges Recht ihre Meinung kundzutun, denn die Bundesverfassung sieht nicht vor, dass nur fähige Personen Journalisten sein dürfen, nein dieses Recht gibt die Bundesverfassung auch allen andern!
  • Lowend 15.10.2016 15:38
    Highlight Highlight Es scheint der Wunsch der neuen neusprechenden und doppeldenkenden Leserschaft zu sein, dass Watson in Zukunft die Texte zuerst den Propagandaabteilungen der Bürgerlichen und der Völkischen zur Prüfung und Korrektur vorlegt?
    Wo kämen wir hin, wenn die Meinungen der Journalisten nicht mehr dem bürgerlichen Mainstream wiedergeben und statt deren PR-gesteuerten Gehirnwäsche plötzlich eigenständige Ansichten, wie sie hier jene von Daria Wild dem Publikum zugemutet werden?
    Wegen solchen Artikeln müssen die rechten Parteien Millionen in Kampagnen stecken, um ihr angeschlagenes Image zu schönen! ;-)
    • R&B 15.10.2016 16:27
      Highlight Highlight @Lowend: Guter Kommentar!
  • pachnota 15.10.2016 14:25
    Highlight Highlight Frau Wild... mal im Ernst. Hat ihnen dieses tumbe Auftreten von Frau Funiciello wirklich Eindruck gemacht?
    • Daria Wild 15.10.2016 17:16
      Highlight Highlight Danke für die Frage, pachnota. Ich habe nirgends geschrieben, dass sie mir Eindruck mache, aber wenigstens sind ein, zwei Aussagen von ihr hängengeblieben, was ich bei den anderen Gästen leider nicht behaupten kann. Wirklich überzeugt haben mich alle vier nicht. Wer war Ihrer Meinung nach gut?
  • R&B 15.10.2016 13:18
    Highlight Highlight Das war die schlimmste Arena-Sendung seit langem. Ich wollte mich umfassender über TTIP informieren, konnte dies leider nur bedingt und musste feststellen, dass Noser und Grünenfelder sich sehr arrogant verhalten haben und kein Interesse hatten, auf die Kritikpunkte der Gegner einzugehen. Sie haben Funiciello und Reimann systematisch unterbrochen, mit dem Ziel, berechtigte Kritik an deren Haltung zu verhindern. Funiciello hat dies schnell erkannt und sich angepasst. Reimann nicht und ist so voll unter die Räder geraten, obwohl er einige gute Argumente hatte.
    • David Hofmann 15.10.2016 17:30
      Highlight Highlight Reimann war der einzige mit starken Argumenten und im Gegensatz zur Juso-Tante auch konsequent in Sachen Demokratie und individuelle Bürgerrechte!
  • Berggurke 15.10.2016 13:16
    Highlight Highlight Im Grunde eine völlig überflüssige Disskusion. Das Freihandelsabkommen kommt sowieso nicht zustande, da sich die USA und die EU zum Glück nicht einig werden...
    • rodolofo 15.10.2016 19:14
      Highlight Highlight Ja das ist wahr. Da wir nicht in der EU sind, werden wir uns dem anpassen, was die beiden Gross-Organisationen miteinander ausgehandelt haben...
      Aber wir können uns ja trotzdem übungshalber an diesen Verhandlungen beteiligen und damit simulieren, dass wir dabei wären.
  • Against all odds 15.10.2016 11:54
    Highlight Highlight Die Grosskonzerne wollen wie immer den Fünfer und das Weggli. Mit diesen Abkommen wollen sie das unternehmerische Risiko auf die jeweiligen Länder (Steuerzahler) abwälzen. Jahrelang wurden Entwicklungsländer ausgenutzt (Billiglöhne, fehlende Umweltschutznormen). Kein Wunder verlagert z.B. adidas die Produktion von Südostasien wieder nach Europa (Roboterfabrikation).
    • rodolofo 15.10.2016 19:15
      Highlight Highlight Was haben wir von Roboter-Fabriken?
      Und brauchen Roboter Turnschuhe?
  • Xriss 15.10.2016 10:19
    Highlight Highlight Bei jedem Arena-Rückblick stehen die Bürgerlichen dumm da und die lonken Diskussionsteilnehmer brillieren, sei es rhetorisch oder inhaltlich.. Eine etwas differenziertere Betrachtung täte auch einem linken, hippen Onlinemagazin gut...
    • weepee 15.10.2016 11:14
      Highlight Highlight Wie wahr!
    • Plöder 15.10.2016 11:56
      Highlight Highlight Ähm hast du die Arena gesehen?
      Und wenn man liest (besser gesagt Versteht) dann wird klar das es ein ziemlich müder Lupf war... Egal von welcher Strömung. Und einen Gewinner gabs nicht.
      Also zuerst die eigene Subjektivität zurückstellen bevor man die Objektivität anderer beurteilt.

      Zudem sollte eine Disskusion zum selbständigen Denken anregen, um gewisse Punkte zu revidieren oder eben noch zu stärken. Aber die Partei-Hampelmänner und Frauen stehen nicht mit ihrem persönlichen Gedanken da, sondern sind auf Parteilinie getrimmt...
    • Mario le magnifique 15.10.2016 13:06
      Highlight Highlight Wenn du das gefühl hast dass es keine gewinner gab solltest du den kommentar von xriss befürworten - denn im titel des beitrags steht "svp-verlierer" reimann...
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  • Dragon Link 15.10.2016 10:19
    Highlight Highlight Wie wärs mal mit einer Arena über PPAP?
  • Hierundjetzt 15.10.2016 09:22
    Highlight Highlight Gebt dem Noser einen anderen PR Mensch. Das gehampel ist ja nicht auszuhalten.

    Zum Thema: Noser sieht alles aus der IT Perspektive da kann man schon sehr ins Schwärmen kommen. Blöd nur, dass die Realwirtschaft zu 90% nicht aus IT'lern besteht
    • atomschlaf 15.10.2016 09:52
      Highlight Highlight Blöd nur, dass die IT-Wirtschaft in der Schweiz massiv unterschätzt und vernachlässigt wird.

      Wenn ich im Gegensatz dazu sehe, wie unsinnig viel Einfluss die paar Bauernhampel in Bern haben...
    • Karoon 15.10.2016 10:56
      Highlight Highlight Blöd ist nur, dass die Realwirtschaft zu 99% nicht aus Grosskonzernen besteht.
    • Hierundjetzt 15.10.2016 14:25
      Highlight Highlight atomschlaf: absolut korrekt. Aber da es nur ein kleiner Teil zur CH Wertschöpfung beiträgt und zeitgleich der grösste Profiteur von TTIP ist, war Noser eher (der Wahrnehmung nach) arrogant in den Aussagen
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 15.10.2016 09:07
    Highlight Highlight Amerika- und "Big Business"-Fan Noser sagte, dass die Amerikaner der Konsumentenschutz erfunden hätten.
    Aber über die Gentechnik und die fehlende Deklarationspflicht von Produkten, die GVO enthalten, und welche die EU-Länder bei einer Annahme übernehmen müssten (Nivellierung von Standards nach unten) sagte er wohlweislich nichts!
    Tamara Funicello sagte es klar und deutlich:
    Dieses Freihandels-Abkommen wird von den Grosskonzernen und deren Geschäfts-Interessen diktiert!
    Und diese Leute kommen nicht selber in die Arena, sondern schicken ihre bürgerlichen Lakaien von der Politik und ihrer Lobby.
    • E7#9 15.10.2016 09:38
      Highlight Highlight Grundsätzlich richtig, doch sie sagte Lobbyisten und Lakaien, nicht bürgerliche Lakaien. Rodolofo, man muss nicht (wie auch im Artikel) die Tatsachen immer noch ein bisschen zugunsten der persönlicher Ideologie frisieren.
    • rodolofo 15.10.2016 09:50
      Highlight Highlight Was für Lakaien sollten das denn sein, wenn nicht bürgerliche?
      Ich glaube kaum, dass diese Grosskonzerne versuchen werden, Tamara Funicello zu kaufen...
    • E7#9 15.10.2016 10:02
      Highlight Highlight Mag sein, rodolofo. Ich weiss es nicht, vielleicht gibt es auch linke TTIP-Befürworter. Jedenfalls hat Funcinello es nicht so gesagt. Das deren Lakaien bürgerlich sind hast du gesagt, nicht sie. Ok, es ist ein kleines aber unnötiges Detail. Aber auch viele Bürgerliche sind gegen TTIP. Man müsste eher gegen Wirtschaftsbosse schiessen als gegen Bürgerliche, auch wenn die meisten davon bürgerlich sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • fcsg 15.10.2016 08:41
    Highlight Highlight War eigentlich ganz unterhaltsam... Schade wurde Frau Funiciello eingeladen, welche ständig ihr Parteiprogramm, bezüglich Mindestlöhne abgespult hat. Da gäbe es kompetentere Leute auf der Gegnerseite. Eines ist klar: Ohne Freihandel müssen wir gar nicht über Mindestlöhne reden, weil viele Löhne wegfallen. Und Ttip wird kommen und wir müssen uns daran anpassen, ob wir wollen oder nicht.
    • Karoon 15.10.2016 10:09
      Highlight Highlight Bin ich einverstanden. Die Linke ist oft genau so polemisch bis populistisch wie die Rechte.
    • _kokolorix 15.10.2016 10:22
      Highlight Highlight TTIP wird vor die Urne kommen, dann schauen wir weiter.
      Deine Aussagen erinnern doch sehr an Maggie Thatcher. Und wie genau läuft es jetzt im vereinigten Königreich?
      Wir haben immer eine alternative und lokale Märkte funktionieren im allgemeinen besser als globale, weil international einfach mehr beschissen wird. Davon profitieren nur ein paar wenige, die meisten müssen Nachteile in Kauf nehmen. Das ist einfach von Juristen ausgedachter Bullshit, der vor allem die horrenden Einkommen der Juristerei sichert und ein paar Weltkonzernen den Weg ebnet
    • Karoon 15.10.2016 10:44
      Highlight Highlight Wie so oft haben die Gegner keine überzeugenden Argumente und setzen auf Angst. Fakt ist, dass Handel grundsätzlich für alle Parteien den Wohlstand erhöht. Das ist eine Tatsache, ob man das wahrhaben will oder nicht. Natürlich gibt es kurzfristig Verlierer, die entschädigt werden müssen. Und 99% der Firmen in der Schweiz sind KMU, die dank weniger Bürokratie etc. von einem Freihandelsabkommen profitieren. Mehr und einfachere Exporte ins Ausland bedeuten eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts Schweiz. Wer das nicht sieht, der ist ideologisch leider zu verblendet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hüendli 15.10.2016 08:40
    Highlight Highlight Dass man 'Sie' als Anrede gross schreibt, lernt man doch in der Primarschule? 😧 Bitte watson, führt einen Fehlermelde-Button ein, damit man solcherlei nicht in die Kommentare schreiben muss.
    • Donald 15.10.2016 10:07
      Highlight Highlight Das hat man vermutlich vor 50 Jahren mal so gelernt...
    • Raphael Bühlmann 15.10.2016 10:53
      Highlight Highlight Danke für den Input, habs korrigiert.
  • amore 15.10.2016 08:08
    Highlight Highlight Nach dieser Sendung ist für mich klar, ein solches Abkommen wäre wie Gift für das allgemeine Volk, die Tiere und die Umwelt.
  • pamayer 15.10.2016 02:50
    Highlight Highlight Was sich durch's Band abzeichnet ist, dass wenn bürgerliche, voran svp-lerInnen, mit Experten diskutieren, die svp-lerInnen weder das notwendige wissen für eine fundierte Diskussion, noch eine umsetzbare Strategie an den tag legen.
    Sie sind ignoranten, due nur poltern, diffamieren und verdrehen können.
    • Moti_03 15.10.2016 08:08
      Highlight Highlight Bei allem Respekt, auch wenn man die svp nicht mag, Herr reimann wusste von was er sprach. Arena gar nicht geschaut? Noser und avenir Suisse sind ja mehr als überheblich. Klar kann sich der Noser Alles kaufen. Hat sich auch im primetower für 2 Millionen eine Wohnung gekauft.
    • rodolofo 15.10.2016 09:16
      Highlight Highlight Ich finde auch, dass Reihmann einige wichtige Dinge gesagt hat. Ausserdem ist er ein SVP'ler der umgänglicheren, sympathischen Sorte.
      Hingegen regte ich mich über den arroganten "Oberlehrer" von der FDP uns seine gelangweilt und überheblich von oben herab dozierende Vorlesung auf!
      Ergänzt wurde "der Chef" vom scheinraffiniert dauergrinsenden Lobbyisten von "Avenir Suisse" der den Anderen in bekannter Manier vorwarf, nur Schlagworte zu bringen.
      Selber wiederholte der Massanzug mit Krawatte nur immer wieder, wie viel Wohlstand und Arbeitsplätze die ganze Welt mit dem Freihandel erreicht hätten.
    • rodolofo 15.10.2016 09:45
      Highlight Highlight @ Bob Alexander
      Tatsächlich kam es mir so vor, dass die beiden Geschäftsherren im Nadelstreifenanzug davon ausgehen, dass sie TTIP mit den üblichen Gebeten an den gepriesenen Mammon und seine wundervollen Segnungen des Konsums durchwinken können, während das Volk der Gläubigen mit Drohungen vor der ewigen Verdammnis und den Höllenqualen, verursacht durch Handelsbarrièren und staatliche Regulierung zum ängstlichen Kuschen gebracht wird.
      Doch die aufgeweckte und lebenslustige Tamara Funicello, sowie der bescheidene Bauer im Hintergrund störten ihre Kirchenruhe.
      Das Grinsen des Lobbyisten gefror.
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  • Spooky 15.10.2016 01:21
    Highlight Highlight Mit mir selber haben diese Talking Heads in der Arena eigentlich nichts zu tun. Auf unserem Planeten gibt es nur entweder Gewinner oder Verlierer. Eric Ambler hat das in seinen Büchern bestens beschrieben. Aber wer kennt schon die guten Dichter? Jedenfalls nicht das Nobelpreiskomitee!
    • kurt3 15.10.2016 09:55
      Highlight Highlight Genau , und Gölä hätte anstelle von Bob Dylan den Literaturnobelpreis bekommen sollen 😂
    • Karoon 15.10.2016 10:11
      Highlight Highlight Und ein Thrillerautor durchblickt die Komplexität weltwirtschaftlicher Zusammenhänge? Das ist wie wenn ein Historiker medizinische Diagnosen stellen würde.
    • Spooky 15.10.2016 15:28
      Highlight Highlight @Fretzman
      Also, wenn schon musst du wenigstens den ganzen Wikipedia-Eintrag über Ambler lesen, nicht nur die ersten zwei Sätze.

      Und ausserdem: weltwirtschaftliche Zusammenhänge und Machtpolitik realistisch zu beschreiben - dazu eignet sich die Form des Thrillers am besten.
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