Schweiz
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ZU DEN ZAHLEN 2012/13 DER EU-BILDUNGSKOMMISSION ZUM BILDUNGSPROGRAMM ERASMUS STELLEN WIR IHNEN AM DONNERSTAG, 10. JULI 2014, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG -  Diverse Karten und Tafeln informieren ueber die Moeglichkeiten zum Studentenaustausch und Erasmus, im International Relations Office der Universitaet Zuerich am 24. Maerz 2014. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Maps and charts give an overview over the student exchange possibilites and the Erasmus programme, in the International Relations Office of the University of Zuerich, in Zuerich, Switzerland, March 24, 2014. The International Relations Office of the University of Zuerich handles inquiries of students and organizes student exchanges. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bleibt harzig: Ein Austausch an ausländischen Unis ist für Schweizer Studierende noch immer erschwert. Bild: KEYSTONE

Enttäuschung für Schweizer Studierende: Erasmus+ bleibt ein Provisorium

Das Austauschprogramm Erasmus+ bleibt für Schweizer Studentinnen und Studenten ein Provisorium. Der Bund verhandelt derzeit nicht wie erwartet über eine Vollmitgliedschaft. 

05.02.17, 13:01 05.02.17, 14:06


Seit die EU den Austausch nach dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative 2014 auf Eis gelegt hat, arbeitet die Schweiz an einer Übergangslösung. Dadurch können Schweizer Studierende, Lernende und Fachleute weiterhin von den europäischen Mobilitätsprogrammen profitieren – allerdings stehen ihnen weniger Universitäten offen, und die Unis müssen mit jeder europäischen Hochschule ihrer Wahl einzelne Verträge abschliessen.

Im Herbst des vergangenen Jahres hatte der Bundesrat die Übergangslösung bis Ende 2017 verlängert. Ab 2018 hätte die Schweiz dann wieder assoziiertes Vollmitglied werden sollen. Allerdings finden derzeit keine entsprechenden Verhandlungen zwischen Bund und EU statt, wie «Luzerner Zeitung» und «St.Galler Tagblatt» am Samstag berichteten.

Die zuständige Abteilungsleiterin beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) bestätigte dies der Nachrichtenagentur SDA. «Der Bund geht zurzeit davon aus, dass eine Wiederaufnahme und ein erfolgreicher Abschluss der Verhandlungen für eine Assoziierung an Erasmus+ nicht in einem realistischen Zeithorizont erfolgen können», schreibt Therese Steffen. Deshalb bereite das SBFI eine Botschaft vor, die auch ohne Assoziierungsabkommen eine mehrjährige Planungssicherheit schaffen soll.

Studierende sind empört

Die Jugendverbände sind konsterniert. Noch am Samstag lancierte die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände einen Aufruf zur Vollassoziierung an Erasmus+. «Schluss mit den Provisorien: Wir gehören zu Europa!» heisst es in der Mitteilung dazu. Nach drei Jahren Unsicherheit sei jetzt eine dauerhafte Lösung fällig.

ARCHIV --- ZUR MELDUNG, DASS DIE SCHWEIZ DEFINITIV NICHT MEHR AM AUSTAUSCHPROGRAMM

Proteste nach der MEI-Annahme vor der ETH Zürich. Bild: KEYSTONE

Auch die Universitäten sind nicht glücklich mit dem Provisorium. Die Übergangslösung bringe für die Schweizer Universitäten zahlreiche Einschränkungen und negative Konsequenzen mit sich, sagte eine Vertreterin von Swissuniversities zu «Luzerner Zeitung» und «St.Galler Tagblatt».

Erasmus+ ist bei Studierenden sehr beliebt. Rund 678'000 Menschen haben 2015 mit dem EU-Jugendaustauschprogramm Erasmus die Möglichkeit genutzt, im Ausland zu studieren, eine Aus- oder Weiterbildung zu machen oder Arbeitserfahrung zu sammeln. (dwi/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bowell 05.02.2017 16:38
    Highlight Als mündiger Erwachsener kann man auch selber etwas organisieren. Ja, es ist bei weitem nicht so einfach, wie wenn alles von den beteiligten Unis vorgekaut und zur Verfügung gestellt wird. Wenn der organisatorische Aufwand aber jemanden von einem Auslandsemester abhält habe ich herzlich wenig Mitleid. Ich war auch ein Semester in Dänemark, ohne Erasmus.
    30 10 Melden
  • Alnothur 05.02.2017 14:38
    Highlight Auslandssemester an anderen Unis gibt es in Europa seit fast 1000 Jahren...
    22 4 Melden
  • CASSIO 05.02.2017 13:58
    Highlight Ich staune vielmehr, wie schnell Erasmus auf Eis gelegt wurde. Was, wenn wir die PFZ ebenso schnell und einseitig eingeschränkt hätten? Heute ist die Nettozuwanderung noch immer positiv (als Zahl, nicht als Effekt). Somit dürfen, sollen und müssen wir uns schon auch fragen, wie tief die Freundschaft mit unsern Nachbarn ist. Klar sind wir Rosinenpicker, das ist auch legitim, aber DE seinerseits ist es genauso (ich denke da an meine lieben Griechen).
    19 7 Melden
  • Eurostar 05.02.2017 13:47
    Highlight Es gibt immer noch viele Erasmus-Möglichkeiten für Schweizer-Studierende. Ebenfalls gibt es sehr viele Incoming-Erasmus Studenten. Der Unterschied ist einfach, dass die Schweiz sowohl Incoming- als auch Outgoing-Studenten bezahlt. Betrachtet man jedoch die hohen Kosten für eine Vollmitgliedschaft, bei welcher auch ganz andere Sachen als der Austausch finanziert werden, so finde ich dies momentan eine gute Lösung. Und Tertiär A (ETH, Uni, FH) und B (HF) hier zu vergleichen ist sowieso komplett unsinnig, aufgrund unterschiedlicher Ausgangslagen (Einkommen) und Anforderungen.
    16 0 Melden
  • Lowend 05.02.2017 13:40
    Highlight Bildung ist der natürliche Feind der rechtspopulistischen SVP und daher ist es den Völkischen total egal, wenn der wissenschaftliche Austausch europäischer Hochschulen auf dem Altar der Masseneinwanderungslüge massakriert wird.
    Nur dumme Menschen brauchen die Abschottung, weil sie Angst haben, dass sie im Wettbewerb mit den EU-Bürgern unterliegen würden, während die intelligenteren sich gerne diesem Wettbewerb stellen würden, was aber leider von den gesellschaftlichen Verlierern verunmöglicht wird.
    65 86 Melden
    • Hierundjetzt 05.02.2017 14:03
      Highlight 1 Semester Madrid ist natürlich voll sinnvoll und bringt einem im Studium extrem weiter. Klar.

      Vielleicht sollten einige Studenten das Leben weniger als Candy Shop begreifen aus dem man einfach mal ebenso öppis billiges lustiges wählen kann und als 25 jährige begreifen, was Selbstverantwortung wirklich heisst.

      Vor Erasmus gings ja auch. Wer *wirklich* will, kommt immer noch zum Auslandsaufenthalt. Ohne Probleme.
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    • Pitsch K. Matter 05.02.2017 14:11
      Highlight Solange man die gesellschaftlichen Verlieren nicht mit den Gewinnern sozialpolitisch mitbegleited und mitträgt, wird dieses Verhalten auch immer so bleiben.
      7 3 Melden
    • guby 05.02.2017 14:13
      Highlight Austauschsemester sind sicher förderlich für die persönliche Entwicklung. Für die Bildung aber haben wir in der Schweiz hervorragende Institutionen, dafür muss niemand ins Ausland. Der tatsächliche Nutzen von Erasmus, ausser in wenigen sehr spezifischen Studiengängen, ist daher in meinen Augen eher klein. Es ist ein hübscher Zusatz, ja. Aber für die Allermeisten kein Muss.
      18 6 Melden
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  • Hierundjetzt 05.02.2017 13:23
    Highlight Ich bin sehr für Erasmus. Ehrlicherweise muss man dennoch festhalten, dass sich dieses Programm nur an max. 30% der Studierenden mit Tertiär A Werdegang richtet.

    70% (Tertiär B) werden nie davon profitieren. Nie.

    Der Bundesrat hat daher ein ideales Arangement getroffen. Ein guter Kompromiss zwischen zwei Extremvarianten.

    Und nein, wir sind nicht Mitglied der EU und können nicht einfach immer nur fordern nur weil ein paar reiche junge Menschen ein lustiges Praktikum in einer Werbeagentur im Ausland machen möchten.

    Für Assis, PhD usw. ist der Austausch nach wie vor zu 100% gegeben
    69 17 Melden
    • Bene_ 05.02.2017 14:39
      Highlight Weshalb muss man dazu reich sein? Mit etwas Arbeit neben dem Studium kann man sich auch so ein Erasmus-Semester finanzieren
      8 2 Melden
    • guby 05.02.2017 17:14
      Highlight @Bene: Nicht in arbeitsintensiven Studiengängen.
      4 3 Melden
    • Laertes123 05.02.2017 19:31
      Highlight Das ist komplett falsch. Erasmus+ umfasst neben der Hochschulbildung explizit auch die Berufsbildung, sowie die Zusammenarbeit im Bereich Jugend und Sport (so werden zum Beispiel auch gewisse internationale Anlässe der Pfadi oder von ähnlichen Organisationen unterstützt).

      Die Schweizer Übergangslösung konzentriert sich einseitig auf die studentische Mobilität, die anderen Aspekte von Erasmus+ werden vernachlässigt. Daher kommt auch das Missverständnis, dass es nur um Studis geht.

      Es ist gut Möglich, dass die Berufsbildung am meisten von einer Mitgliedschaft profitieren würde.
      4 2 Melden
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