Schweiz
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SBB-Präsidentin Monika Ribar.  Bild: KEYSTONE

«Paradise Papers»: So verteidigt die SBB-Präsidentin ihre Angola-Connection

07.11.17, 05:20 07.11.17, 06:11

100'000 Dollar soll SBB-Präsidentin Monika Ribar für ein heikles Geschäft in Angola kassiert haben, wie der «Tages-Anzeiger» im Rahmen der «Paradise Papers» publik machte.

Im Mai 2015 trat Ribar, damals schon Vizepräsidentin des SBB-Verwaltungsrats, in den Verwaltungsrat der Capoinvest Limited ein. Diese Firma von Jean-Claude Bastos ist auf den Britischen Jungferninseln domiziliert. Sie steht hinter der Finanzierung des Baus eines Tiefseehafens in der angolanischen Provinz Cabinda.

Das Problem: Obwohl der Schweiz-Angolaner Bastos 2011 vom Zuger Strafgericht wegen mehrfacher qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung verurteilt wurde, verwaltet er den angolanischen Staatsfonds. 

«Sachen sorgfältig geprüft»

Im Blick verteidigt Ribar ihr Engagement: Sie habe das Hafenprojekt in Angola logistisch als sehr interessant beurteilt,. Im Rahmen des Mandats habe sie mitgeholfen, das Hafenprojekt aufzusetzen, basierend auf ihren «grossen Erfahrungen in der globalen Logistik, im Management und in Afrika.»

Die Vorgeschichte von Bastos habe sie aus Medienberichten gekannt. «Wie bei der Annahme von allen Mandaten habe ich eine sorgfältige Prüfung durchgeführt», verteidigt sich Ribar im «Blick» . 

Zur fürstlichen Entlöhnung für ihr Mandat sagte die Kaderfrau nur so viel. «Die Entlöhnung bewegte sich im üblichen Rahmen für vergleichbare Mandate.»

(amü)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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19
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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • TheGoon 08.11.2017 18:02
    Highlight 100 000.- an den Aufbau von Berufsschulen in Angola spenden und per sofort das Präsidium bei des SBB abtreten.

    Shame one you!

    Solche Leute braucht die Welt nicht und es wird allerhöchste Eisenbahn mit diesem Mist aufzuräumen. Die Schweiz muss damit aufhören bei jedem schmutzigen Geschäft noch irgendwie die Finger im Spiel zu haben. Hierzulande wurde viel Geld für Despoten gewaschen und wir reiben uns nach wie vor die Hände wenn Firmen wie Glencore hier besteuert werden.
    3 0 Melden
  • Mens sana 07.11.2017 09:02
    Highlight Tja, offenbar kriegt da jemand den Hals nicht voll genug. Sich auf einem gutbezahlten Staatspöstchen ausruhen und dann skrupellos mitverdienen, wenn es darum geht, der Bevölkerung eines Entwicklungslandes noch das letzte Hemd auszuziehen. Aber ich verstehe das, VR-Mandate bei SBB, Lufthansa oder Sika reichen halt einfach nicht, um die monatlichen Rechnungen zu begleichen. Irgendwie muss man ja über die Runden kommen.
    51 1 Melden
    • kleiner_Schurke 07.11.2017 09:49
      Highlight Frau Ribars Anstellung gilt nur als 60% Job! ihr spärliches Gehalt bessert sie mit Nebenjobs auf:

      2001–2010: Mitglied im VR der Bank Julius Bär
      2004–2015: Mitglied im VR der Logitech AG
      2011–heute: Mitglied im VR der Sika AG
      2012–2015: Mitglied im VR der Swiss
      2013–2016: Mitglied im VR der Rexel S.A.
      2014–heute: Mitglied im VR der Lufthansa AG
      2014–2016: Mitglied im VR der SBB

      Ausserdem war sie CIO (2000–2005), CFO (2005–2006) und zuletzt CEO der Panalpina World. Und ich gehen beinahe jede Wette ein, dass sie vom Kanton Beiträge für die Krankenkasse erhält.
      27 0 Melden
  • The truth is out there 07.11.2017 08:26
    Highlight Frau Ribar kann sich noch so aus der Sache rausreden, für mich ist absolut untragbar in ihrer Funktion geworden. Jetzt müssen Konsequenzen folgen.
    58 1 Melden
  • MaskedGaijin 07.11.2017 08:02
    Highlight Warum wollen linke (und nicht nur die) eigentlich eine Frauenquote in den VR der Grosskonzerne? Ob dort jetzt Männer oder Frauen sitzen ist doch egal. Abzocker sind sie genau gleich.
    52 8 Melden
  • dracului 07.11.2017 07:17
    Highlight Die Bevölkerung hat längst gelernt, dass noch nie ein Berater oder VR je Verantwortung getragen hat. Ruth Metzler und Monika Ribar kann man, wie den ehemaligen Swissair-Verwaltungsräten, höchstens grenzenlose Naivität und Geldgier vorwerfen. Solange Honorare im „üblichen Rahmen“ fliessen, ist die Welt doch in Ordnung!
    70 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 07.11.2017 06:39
    Highlight So, so und Monika Ribar, ihres Zeichens SBB Präsidentin hat einen angeschriebenen gratis SBB Parkplatz am Bahnhof Rüschlikon für ihren Maserati. Ausseredem war sie auch im Verwaltungsrat einer Bastos Firma für Fr. 100'000.-- pro Jahr. Nun ist sie Präsidentin des Verwaltungsrates der SBB und garniert auch dort einiges über Fr. 225'000 jährlich, das passt alles zusammen. Steuern vermeiden wo immer es geht und hohe Abgeltungen von staatsnahen Firmen kassieren, Gratulation Frau Ribar.
    181 6 Melden
    • kleiner_Schurke 07.11.2017 07:26
      Highlight Natürlich hat sie auch noch ein unpersönliches 1.Klasse GA.
      45 0 Melden
    • 4kant 07.11.2017 07:53
      Highlight Neid, Neid, nichts als Neid.
      5 89 Melden
    • x4253 07.11.2017 08:48
      Highlight @4kant
      Genau, Privilegien sind für die bereits Priviligierten. Das steht doch bereits im Namen.
      45 2 Melden
    • 4kant 07.11.2017 10:20
      Highlight @x4253
      Jedem, auch Dir, steht es frei Verwaltungspräsidentin zu werden, oder Verwaltungsratsmandate anzunehmen. Monika Ribar hat hier keine Privilegien erworben, sondern Meriten.
      Streng Dich an, dann verdienst Du auch einmal soviel.
      0 29 Melden
    • dondor 07.11.2017 14:20
      Highlight Ja, ja 4kant und wenn jeder für sich schaut gehts am Schluss allen am Besten??
      16 0 Melden
  • HansDampf_CH 07.11.2017 06:11
    Highlight So jemand hat in Staatsbetrieben nichts zu suchen, ausserdem sollte die Steuerbehörde mal überprüfen ob das Vermögen und die Einkünfte sauber deklariert waren
    147 3 Melden
    • seventhinkingsteps 07.11.2017 08:05
      Highlight Die SBB ist kein Staatsbetrieb mehr
      6 39 Melden
    • oXiVanisher 07.11.2017 08:07
      Highlight Da würde ich ihnen recht geben. Aber leider sind diese Steueroasen ja genau dafür bekannt, Geld verstecken zu können...
      18 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.11.2017 09:07
      Highlight Die sbb ist kein staatsbetrieb mehr..... Soso, und wer finanziert den laden?
      14 1 Melden
    • seventhinkingsteps 07.11.2017 09:17
      Highlight Wieso werde ich für das geblitzt, dir SBB ist eine spezialgesetzliche Aktiengesellschaft, kein Staatsbetrieb mehr
      4 7 Melden
    • demokrit 07.11.2017 09:55
      Highlight seventhinkingsteps: Natürlich ist die SBB ein 100%iger Staatsbetrieb. "Per 1. Januar 1999 wurden die SBB von der Bundesverwaltung ausgegliedert und in eine spezialgesetzliche (öffentlich-rechtliche) Aktiengesellschaft[4] umgewandelt, deren Aktien sich vollumfänglich im Eigentum der Schweizerischen Eidgenossenschaft befinden." (Wiki)
      13 0 Melden
    • Don Sinner 07.11.2017 22:10
      Highlight seventhinkingsteps (weshalb geblitzt): Sorge dich nicht. Deine Aussage kommt nur besserwisserisch daher...
      0 0 Melden

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