Schweiz
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Nazi-Konzert: Video aufgetaucht – Polizei machte aus Angst keine Aufnahmen

Nach dem Neonazi-Konzert in Unterwasser will die Staatsanwaltschaft nun vorhandenes Videomaterial aus dem Netz prüfen. Derweil kommt ans Licht, dass die St.Galler Polizei keine Aufnahmen in der Halle machte, weil sie selbst Angst hatte.

21.10.16, 03:49 21.10.16, 07:45


Die Befürchtungen der Konzertbesucher, die sie auf der Facebook-Seite der Band Spreegeschwader äusserten, wurden wahr: Im Netz tauchte bereits ein Video vom Konzert auf – trotz Video- und Foto-Verbot. Viel zu sehen ist auf den verschwommenen Aufnahmen nicht. Der Glatzhinterkopf eines der Bandmitglieder im Vordergrund, weiter hinten eine Halle voller johlender Konzertbesucher. 

Aufnahmen aller Art waren am Konzert offenbar ein No-Go, wie auf der Facebook-Seite der Band Spreegeschwader zu lesen ist. screenshot: facebook/spreegeschwader berlin

Fehlende Mittel bei den Behörden

Wie viele solcher Videos online die Runde machen, ist unklar. Fest steht aber, dass die St.Galler Staatsanwaltschaft die Aufnahmen genau anschauen wird, wie sie gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1 sagt. Der erste St.Galler Staatsanwalt Thomas Hansjakob betont: «Grundsätzlich können wir solche Videos verwenden, wenn sie Straftaten zeigen und die Personen darauf identifizierbar sind.»

Auf dem Video aus dem Netz ist nicht sehr viel zu sehen. screenshot: blick.ch

Er stellt aber auch klar, dass die Mittel fehlen würden, um das Netz gezielt nach solchen Videos abzusuchen. 

«Hineinzugehen wäre aufgrund der vielen Leute taktisch unklug gewesen.»

Gian Andrea Rezzoli, Sprecher der St.Galler Kantonspolizei

Derzeit sammelt die Polizei Material, das für die Untersuchung wichtig ist. Laut Hansjakob werden die Ermittlungen daher noch einige Wochen dauern.

Polizei hatte Angst

Die gleiche Polizei wurde in den vergangenen sechs Tagen immer wieder angegriffen, weil sie während des Konzerts nicht in der Halle war, um die Verstösse gegen die Rassismus-Strafnorm zu dokumentieren. Gian Andrea Rezzoli, Sprecher der St.Galler Kantonspolizei, rechtfertigte sich daraufhin gegenüber der «Wochenzeitung» (WOZ) wie folgt: «Hineinzugehen wäre aufgrund der vielen Leute taktisch unklug gewesen.»

«Unsere Mitarbeiter sehen nicht so aus, als dass sie in so einer Gesellschaft nicht auffallen würden.»

Bruno Zanga, Kommandant Kantonspolizei St.Gallen

Polizeikommandant Bruno Zanga. Foto: SG.CH

Gegenüber dem Blick tönt es nun so: «Hätten wir als uniformierte Polizisten in einer Halle mit 4000 solcher Leute Fotos oder Videos gemacht, hätten wir um Leib und Leben fürchten müssen», sagt Polizeikommandant Bruno Zanga gegenüber der Zeitung. Der einzige Mann, der sich in die Halle getraut habe, sei der Einsatzleiter gewesen, um den Veranstaltern das Vorgehen der Polizei zu erklären. «Stellen Sie sich vor, was für einen Mut das brauchte!»

Auch gegen eine verdeckte Ermittlung in zivil findet Zanga ein Argument: Wegen der Securitas am Eingang, die jeden kontrolliert hätten, sei dies nicht möglich gewesen. «Unsere Mitarbeiter sehen nicht so aus, als dass sie in so einer Gesellschaft nicht auffallen würden.»

(rwy)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 23.10.2016 01:22
    Highlight Als ob diese armseligen, nostalgischen Hitlerspringerstiefelfolklorekahlköpfe gefährliche Leute wären! Gefährlich sind die 300 reichsten Leute auf der Welt - und niemand anders. Die 300 reichsten Geldsäcke auf der Welt entscheiden über Waffenproduktionen und auch darüber, in welchem Land nach Syrien die nächsten Kriege stattfinden werden auf unserem Planeten. Und so ganz nebenbei entscheiden die 300 reichsten Geldsäcke auch darüber, wer den Wahlkampf in den USA gewinnen wird.
    3 3 Melden
  • pun 21.10.2016 11:50
    Highlight Also Kommunizieren kann die SG-Polizei wohl leider genauso wenig wie Nazikonzerte stoppen... Die Posse wird ja immer peinlicher.
    Die Fehler sind jedoch schon im Vorfeld passiert. Seit Mittwoch wusste man vom ND, dass am Samstag ein solches Grosskonzert in der Schweiz stattfindet. Warum wurden da keine Korps in Bereitschaft versetzt? Samstag ab 15 Uhr war der Ort bekannt. Genug Zeit, um von Zürich her erfahrene Cops da hin zu verfrachten.

    Am Ende hat wohl einfach der Wille auf der Entscheidungsebene gefehlt. Schade, dass jetzt die paar Streifenpolizisten die ganze Häme einstecken müssen.
    46 8 Melden
    • Prof. Dr. Dr. D. Trump 21.10.2016 12:39
      Highlight Das Konzert war nicht illegal. Warum sollte wegen eines friedfertigen Konzertes das Polizeicorps in (Alarm-)Bereitschaft versetzt werden?
      Es gab keine Veranlassung für eine Polizeintervention.
      25 64 Melden
    • pun 21.10.2016 13:10
      Highlight - 6000 Neonazis betrunken und auf einem Haufen sind immer eine Gefahr für Menschen oder Institutionen, welche deren Meinung nach das Feindbild repräsentieren.

      - Das Korps markiert Präsenz und kann mit entsprechender Mannschaftsstärke das ganze Konzert filmen. Bei den Bands sind Verstösse gegen die Rassismusstrafnorm nicht unerwartbar.

      - Neonazis dürfen sich nicht in Sicherheit wiegen, mal wieder "legal abhitlern" zu können.
      41 7 Melden
    • Echo der Zeit 21.10.2016 13:15
      Highlight @Trump - Doch ein Nazi auflauf.
      15 14 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • stookie 21.10.2016 11:31
    Highlight Ach, Polizei traut sich nicht bei ner Faschoveranstaltung weil es "eskalieren" könnte.
    Bei Fussballfans: Robot's an der Front.
    Bei Antifa Kundgebungen: Robot's an der Front.
    Am 1.Mai: Robot's an der Front.
    Begründung: Es "könnte" eskalieren.

    Man will keinen Unterschied machen ob links- oder rechts-extreme? Dann bitte macht auch keinen. Alles andere ist heuchlerei.
    49 8 Melden
  • Fanta20 21.10.2016 10:58
    Highlight Der eigentliche Fehler passierte wohl, als die Bewilligung für die Veranstaltung erteilt wurde, ohne zu wissen, was genau geplant war. Als die Veranstaltung dann im Gange war, war ein Eingreifen wohl wirklich schwierig.

    An die Maulhelden, welche der Polizei Feigheit vorwerfen: Wärt ihr an ihrer Stelle da ohne zu zögern - vielleicht zu zehnt - reingegangen und hättet eine Abreibung oder noch Schlimmeres riskiert?

    38 13 Melden
    • Zerpheros 21.10.2016 12:23
      Highlight Nö. Da war es bereits zu spät. Aber vorher hätte man schon reagieren können - so kommt die Aktion fürchterlich naiv bis schlampig geplant rüber.
      20 2 Melden
    • Fanta20 21.10.2016 14:52
      Highlight Genau das sage ich ja!
      3 3 Melden
  • Leon1 21.10.2016 10:52
    Highlight Wie hier alle die Polizei kritidieren und jeglichen gesunden Menschenverstand vermissen lassen.
    Die Behörden haben von dem Konzert zwar gewusst, jedoch nicht um was für eine Art Konzert es sich handelt. Vor diesem Hintergrund erstaunt es wenig, dass die Kapo St.Gallen nicht gerade das ganze Korps dahin ins Toggenburg abkommandiert, während in der Stadt St.Gallen der OLMA-Samstag läuft. Mit einem im Nachinein betrahtet viel zu kleinen Aufgebot war da schlicht kein Eingreifen sinnvoll und möglich! Sonst wird auch immer Deeskalation und Verhältnismässigkeit gefordert - hier plötzlich John Rambo?
    38 11 Melden
    • Asmodeus 21.10.2016 11:06
      Highlight Vor Allem sind das teilweise dieselben Leute, die sich dann beschweren, dass die Polizei auf dem Areal der Reitschule ihren Job machen will.
      34 24 Melden
    • Prof. Dr. Dr. D. Trump 21.10.2016 12:11
      Highlight Es gab gar keine Notwendigkeit für eine Polizeiintervention.
      Die öffentliche Ordnung war nie gefährdet. Die Polizei wurde nicht gerufen, um irgendwie einzugreifen.
      Erinnert Euch daran, dass die Aufgabe der Polizei ist, die öffenrliche Ordnung zu wahren und Delikte zu ahnden.
      Dagegen ist es nicht die Aufgabe der Polizei gegen Gesetzesverstösse vorzugehen, die nicht stattgefunden haben.
      Das ist gut so. Oder wollt Ihr dereinst eine Polizistin im Schlafzimmer haben, die auf Vergewaltigung in der Ehe prüft? Oder: Wollt Ihr nur noch in Begleitung der Polizei spazieren gehen dürfen, wegen Littering?
      19 34 Melden
    • Zerpheros 21.10.2016 12:26
      Highlight Aber von der Reitschule ist hier für einmal nicht die Rede, sondern von einer Horde eventbetonter Glatzen, die meinen, sie könnten Schweizer Gemeinden kapern.
      27 10 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • NumeIch 21.10.2016 10:47
    Highlight Das ist doch dummes PR-Gelaber der Polizei um ihr totales Versagen und das Kuschen vor den Neonazis nicht eingestehen zu müssen. Denn viele unschuldige Fussballfans auf dem Weg zum Fussballstadion einzukesseln und stundenlang festzuhalten, davor hat die Polizei auch keine Angst.
    37 31 Melden
    • Asmodeus 21.10.2016 11:06
      Highlight Wenn es nur 5-10 Polizisten wären vermutlich schon.
      21 16 Melden
  • Too Scoop 21.10.2016 10:42
    Highlight Angst hin oder her, es haben es alle Beteiligten (Kanton, Gemeinde, Justiz etc.) so richtig verbockt(Punkt) Jedes Fußballspiel bekommt ein Grossaufgebot zugute und bei solch Veranstaltungen hat man Angst. Aiaiai.
    35 16 Melden
  • Pasch 21.10.2016 10:21
    Highlight «Unsere Mitarbeiter sehen nicht so aus, als dass sie in so einer Gesellschaft nicht auffallen würden.»

    Ich kenn nen guten Frisöör, en schlechter tuts aber auch, noch ne bomberjacke (sollte aber wenn möglich nicht NWA aufgedruckt sein) und die stiefeletten müssen ja nicht extra angeschaft werden...
    29 8 Melden
    • Pasch 21.10.2016 11:24
      Highlight Ahh und einfach finster dreinblicken wie bei ner 0815 Verkehrskontrolle...
      17 4 Melden
  • Olaf! 21.10.2016 10:04
    Highlight "Stellen Sie sich vor, was für einen Mut das brauchte!" ja ist halt einfacher ein paar Jugendlichen im Park das Gras abzunehmen...
    71 14 Melden
    • a-n-n-a 21.10.2016 11:06
      Highlight Genau. Jeder Beruf hat seine Gefahren (man denke nur an die Feuer- oder Chemiewehr, den Bau etc.), da muss man durch.
      17 15 Melden
    • Olaf! 21.10.2016 13:01
      Highlight @Rhabarber Weil ich mich darüber lustig mache, dass die Polizei nicht den Mut hatte ihren Auftrag zu erfüllen und dieses Konzert zu überwachen, schlussfolgerst du dass ich ein Nazi bin?

      Molmol Logik am Eskaliere....

      Das es keinen Unterschied gibt habe ich nicht geschrieben, lesen verstehen überlegen und so.
      15 4 Melden
    • Olaf! 22.10.2016 12:39
      Highlight Ausgehend vom letzten Kommentar wahrscheinlich kein grosser Verlust.
      3 1 Melden
  • Prof. Dr. Dr. D. Trump 21.10.2016 09:33
    Highlight Was mich interessiert: Hat die Polizei überhaupt das Recht, ein Konzerthalle oder eine Moschee auszuhorchen, um Straftaten aufzudecken?
    Wenn nicht, ist der Geheimdienst dazu ermächtigt?
    25 28 Melden
    • Asmodeus 21.10.2016 10:52
      Highlight Wozu die Blitze? Die Frage ist rein rechtlich betrachtet legitim.

      Die Polizei darf ja z.B. nicht ohne Weiteres in Fussballstadien aktiv werden. Wie gross ist der Handlungsspielraum bei solchen Konzerten?

      Darf da die Polizei auch nur rein, wenn die Veranstalter sie explizit darum bitten?
      21 10 Melden
    • fcsg 21.10.2016 11:33
      Highlight Bei vorliegen von Straftat oder dem begründeten Verdacht das eine Straftat begangen wird, darf die Polizei selbstverständlich eingreifen und die Halle betreten. Allenfalls kann auch ein Durchsuchungsbefehl beantragt werden, der kann innert Stunden vorliegen. Dies wäre hier aber wohl nicht nötig gewesen.
      9 6 Melden
    • Prof. Dr. Dr. D. Trump 21.10.2016 11:59
      Highlight Wenn man Trump heisst, fliegen einem die Blitze nur so.
      Das ist so ein Pawlowscher Reflex.
      19 14 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jason84 21.10.2016 09:05
    Highlight Oh je, die Ärmsten. Hatten wirklich angst? Ich lach mich kaputt. Ich denke die Feier war so friedlich? Da muss doch keiner Angst haben. Dazu fürchten sie sich vor den Einlasskontrollen? Tut mir leid aber das ist unglaublich peinlich. Die Polizei hat Angst und tut nix....
    75 29 Melden
    • Selfshooter 21.10.2016 11:51
      Highlight Das nächste Mal kannst du gerne ein paar Freunde mitnehmen und dies selber regeln, wenn du es ja so viel besser weisst/kannst.
      8 18 Melden
    • Jason84 21.10.2016 12:51
      Highlight Es gibt da einen Unterschied. Straftaten verhindern ist nicht mein Job, der der Polizei hingegen schon.
      17 11 Melden
    • Selfshooter 21.10.2016 13:38
      Highlight Dann weiss die Polizei auch besser was getan werden muss und was nicht.
      6 8 Melden
  • Madmessie 21.10.2016 09:02
    Highlight Die Polizei hat in diesem Fall total versagt. Aus Angst nicht machen? Gehts noch Polizei?
    50 17 Melden
  • Asmodeus 21.10.2016 08:48
    Highlight "Sicher nicht! Handy-Verbot!"

    Das haben die Glatzen mit den Hools gemeinsam. Man will sich zelebrieren aber nicht, dass man erkannt werden kann.

    Sonst müsste man ja mit Konsequenzen rechnen.
    58 4 Melden
    • Asmodeus 21.10.2016 10:47
      Highlight Sind halt doch nicht so stolz auf ihre Gruppe ;)
      16 0 Melden
  • sheshe 21.10.2016 08:18
    Highlight Ich bin auch kein grosser Fan unserer Polizei, aber Leute lasst die Kirche mal im Dorf! Dieser Hass auf die Nazis ist auch nicht mehr gesund. Stell dir vor, du bist mit 20 anderen Polizisten, merkst dass sich da drinnen 6k Glatzköpfe besaufen - was würdest du tun? Ein Polizist sollte grundsätzlich de-eskalieren. Wären die nun aber reingegangen, wäre es eskaliert. Und was wäre dann der Gewinn der Sache? 5 Verhaftungen wo man eh nichts nachweisen kann und 20 Schädelbrüche? Mann leute, lasst doch mal wieder den gesunden Menschenverstand walten!
    46 63 Melden
    • allesklar 21.10.2016 09:28
      Highlight dieser hass auf die nazis ist nicht mehr gesund? und was ist mit dem hass, den nazis der gesellschaft als eigentlich einzige botschaft entgegenbringen?
      81 7 Melden
    • sheshe 21.10.2016 09:56
      Highlight Geb ich dir recht, allesklar, aber häng mich jetzt nicht wieder am Hass auf! Sag mir lieber, ob du nicht auch Angst hast, wenn du vor einer Halle mit 6000 1.80-2m grossen Wandschränken stehst und du diese mit deiner blossen Anwesenheit schon provozierst. Versucht euch doch einfach mal in die Lage der Polizisten reinzuversetzen. Nur mal kurz.
      21 16 Melden
    • Fabio74 21.10.2016 10:19
      Highlight Erstens hat der Hass auf Nazis sehr viele Gründe.. geh mal ein KZ anschauen.
      Zweitens kommt der Hass von Rechts auf andere Menschen. Dieser Hass gehört bekämpft.
      Die Polizei ist genau dazu da. Dann soll sie jeden Bus prüfen und die Personalien notieren. Man hätte auch eine Kamera in Halle stellen können. Hier wird ja gesagt es sei alles sauber gewesen. Wäre ja dann kein Problem oder?
      13 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Steven86 21.10.2016 08:17
    Highlight Ich habe das Gejammer schon vermisst, aber jetzt sind ja all wieder hier :) Ich denke wir können nicht beurteilen da wir ja nicht vor Ort waren was genau ablief. Es ist doch immer so man liest was und kennt sich danach am besten aus. Die Konsequenz wird sicherlich noch folgen.
    19 31 Melden
    • Steven86 21.10.2016 11:34
      Highlight Ich beziehe mich auch nicht auf die Nazis, sondern auf den Einsatz der Polizei. Wie viele hier Gejammert wird über die Polizei.
      5 3 Melden
  • Fumo 21.10.2016 08:17
    Highlight Ich glaube jeder Polizist auf der ganzen Welt und auch manch Einheiten in der Schweiz lachen jetzt über die feigen St.Galler Polizisten. Ja, das sind Feiglinge!
    Es ist ihr Job sich Gefahren auszusetzen. Sie werden dafür gut bezahlt und bekommen sogar Risikozulagen.
    Die ganze Polizeiaktion da war eine Erschleichung von Boni für Nachtschicht und ausserordentliche Arbeitsaufwand. Dafür sind die Steuergelder ja gut aufgehoben, wenn dann die AG Polizei einen Super Puma anfordert um flüchtige Diebe zu suchen laufen alle Sturm wegen Unverhältnismässigkeit.
    30 25 Melden
  • Joshzi 21.10.2016 08:05
    Highlight Polizei hatte Angst - selten so eine eindeutige und erbärmlich anmutende Bankrotterklärung eines Rechtsstaats vernommen. Es gibt aber auch noch eine andere Erklärungsmöglichkeit für die Passivität der Polizei: Sympathie!
    53 13 Melden
  • User01 21.10.2016 07:41
    Highlight Foto- und Videoverbot wünschte ich mir an anderen Konzerten auch.
    82 6 Melden
    • KenGuru 21.10.2016 08:40
      Highlight Mich nervt die ganze übertriebene Filmerei auch. Ich mach mir jedoch jeweils auch ein bis zwei Videos als Erinnerung, jedoch niemals wenn es gerade am besten ist, dann heisst es einfach nur geniessen :)
      7 12 Melden
    • allesklar 21.10.2016 09:30
      Highlight allerdings ist bei nazi-konzerten der hintergrund für das filmverbot eher darin zu suchen, dass keine strafbaren texte dokumentiert werden.
      23 0 Melden
    • User01 21.10.2016 09:57
      Highlight Danke Captain Obvious.
      12 0 Melden
  • Zerpheros 21.10.2016 07:40
    Highlight Soso, aha. Ein rechter rechtsfreier Raum.

    Um Leib und Leben musste die Schweizer Exekutive fürchten? Ich dachte, die internationale Glatzenparade sei eine pazifistische Gegenveranstaltung zur bösen linken Reitschulkultur gewesen, wenn man den kommendierenden Sympathen glaubt.

    Weiter beruhigt mich sehr, wie professionell die Verantwortlichen an dem Abend den Kopf in den Brustraum zurückziehen konnten, und man auch im Vorfeld gar nicht wissen konnte, was sich da zusammenbraute ...

    Nicht.
    130 14 Melden
  • fcsg 21.10.2016 07:34
    Highlight Sorry, aber Angst darf doch kein Kriterium für polizeiliches Handeln sein... Was würde bei einem Terrorakt oder einer Geiselnahme passieren? Heisst es dann: "Wir mussten alle sterben lassen, weil wir Angst hatten." Diese Aussagen fordern gerade dazu auf, dass weitere Konzerte von diesen Vollidioten durchgeführt werden in der Schweiz.
    122 15 Melden
    • Polderi 21.10.2016 08:44
      Highlight Naja an diesem Konzert wurde ja niemand körperlich bedroht. Also finde ich den Vergleich mit der Geiselnahme ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Aber einen glatzköpfigen Beamten mit versteckter Kamera einschleusen sollte doch machbar sein.
      18 18 Melden
    • fcsg 21.10.2016 09:17
      Highlight Das ist mir auch klar. Aber die Polizei muss wenigstens Präsenz zeigen und allfällige strafrechtlich relevanten Beweise aufnehmen und evtl. Personenkontrollen durchführen. An praktisch jedem Fussballspiel funktioniert das ja.
      15 4 Melden
    • Zerpheros 21.10.2016 12:39
      Highlight Es wurde niemand bedroht, weil es keinen Widerstand gab. Oder wir wissen (noch) nichts von Drohungen. Das möchte ich kurz fürs Protokoll so festhalten.
      5 1 Melden
  • seventhinkingsteps 21.10.2016 07:22
    Highlight Wie war das nochmals mit den No-Go Zonen in deutschen Städten, wo sich die Polizei nicht mehr hin traut wegen ausländischen Gangs?
    96 14 Melden
    • Duweisches 21.10.2016 07:47
      Highlight Sie müssen verstehen, das geht so nicht! Die nehmen den Einheimischen ihren Job weg!!1!
      40 8 Melden
    • dä dingsbums 21.10.2016 08:01
      Highlight @seventhinkingsteps: Höre ich jetzt zum ersten Mal. Hast Du Quellen dazu?
      8 7 Melden
    • EvilBetty 21.10.2016 08:23
      Highlight seven...: Genau das war auch mein Gedanke.
      9 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • who cares? 21.10.2016 07:09
    Highlight Also zusammengefasst: Neo-Nazis dürfen sich nach Lust und Laune versammeln und ihre verdrehte Ideologie zelebrieren, weil es für die Polizei zu gefährlich ist, einzugreifen. Okay. Dann können wir uns ja alle sicher fühlen.
    142 18 Melden
  • philosophund 21.10.2016 07:07
    Highlight "(..) um den Veranstaltern das Vorgehen der Polizei zu erklären. (..)"
    Welches Vorgehen? Meint er das zuschauen aus sicherer Entfernung?
    143 5 Melden
  • pamayer 21.10.2016 06:57
    Highlight Also bei grossen Fußball Anlässen ist viel Polizei da. Sogar Helikopter dürfen mitspielen.
    Es ist unglaublich, dass die Polizei als staatliche ordnungsmacht mit wenigen Leuten antrabt, einen Blick hinein wirft und wieder abzotteln.
    Klar, können sie nicht zu viert hineintrampen: 'Polizei! Niemand verlässt den raum!'
    Aber sang- und klanglos wieder abziehen... keine verstärken strassen- oder zolkkontrollen. Gar nix...
    117 6 Melden
  • Peter (1) 21.10.2016 06:32
    Highlight Angts? na klar. deswegen bin ich nicht polizist geworden. ich erwarte aber von denjenigen die polizist werden, dass sie mit solchen berufsbezogenen gefühle umgehen können.

    stellt man sich im Spital vor..."herr muster, der Chirurg will Sir nicht operieren, weil er angst hat, er wird den tumor nicht entfernen können."

    97 7 Melden
  • fandustic 21.10.2016 06:31
    Highlight Macht hier nicht so ein Drama daraus....ist mehr als verständlich. Wenn Linksextreme einen Anlass abhalten, sieht es leider ja nicht anders aus, bezogen darauf, dass die Polizei auch nicht hin kann, ohne an Leib und Leben gefährdet zu sein.
    30 125 Melden
    • Duweisches 21.10.2016 07:51
      Highlight Also bisher wurden wir entweder vor Versammlungen in kleinen Gruppen kontrolliert und gegebenenfalls eingepackt, oder es gab danach massivste Polizeikontrollen. Von der Überwachung während Anlässen ganz zu schweigen...
      Wieso das bei Rechten nicht möglich sein soll verstehe ich nicht.
      119 11 Melden
    • Zerpheros 21.10.2016 12:43
      Highlight Wir reden hier aber nicht über eine linksradikale, sondern über eine rechtsradikale Veranstaltung.
      # stopwhataboutism
      7 3 Melden
  • Charlie Brown 21.10.2016 06:26
    Highlight Sind das jetzt die Problemgebiete, in welche sich die Polizei nicht mehr reintraut? Und ich dachte immer, es handle sich um soziale Brennpunkte in den Vorstädten...
    75 4 Melden
  • Der Vogel 21.10.2016 06:00
    Highlight ich habe auch den eindruck, dass unsere kurzgeschorenen schweizer polizisten da nicht aufallen würden....
    88 18 Melden
  • elmono 21.10.2016 04:52
    Highlight Fällt mir leider nur etwas dazu ein: Feiglinge. Angst vor Leib und Leben? Ernsthaft? Als ob diese ach so friedliche Meute einen CH-Polizisten umbringen würde. Das wäre ein Schuss ins eigene Knie. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft hat hier massiv versagt. Konsequenzen? Fehlanzeige.
    77 117 Melden
  • samy4me 21.10.2016 04:25
    Highlight Haha. Wären es Fussballfans gewesen, wäre man gierig mit Gummischrot und Pfefferspray drauf los. Ganz ein mutiger Polizist, was hat er denen denn erklärt? Dass sie nichts machen werden? Zuerst das Ganze um die Veranstaltung verpennt und dann nichts dagegen gemacht (Logo sollen die den Schuppen nicht stürmen, aber es hätte genügend andere Mittel gegeben).

    Aber hey, solange man genügend Kapazitäten hat um Fritzlis Gras-Dealer zu verfolgen und Peters Aktivitäten am letzten Match von Rapperswil-Jona nochmals 20 Stunden auf dem Video zu überprüfen, ist ja alles im Lot.
    242 44 Melden
    • #bringhansiback 21.10.2016 08:13
      Highlight Nicht nur Fussballfans. Auch sonstige Demos om öffentlichen Raum...
      19 1 Melden
    • Santale1934 21.10.2016 08:16
      Highlight Ultras und Hools sind halt gefährlicher als Besucher einer solchen Veranstaltung... ;-)

      /irony off
      24 4 Melden

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