Schweiz

Aussenminister Didier Burkhalter auf dem Festgelände mit Angela Merkel, Matteo Renzi und Christian Kern (von rechts).
Bild: EPA/KEYSTONE POOL

Europas gedämpfter Jubel über das «Wunder vom Gotthard»

Die Schweiz feiert die Eröffnung ihres Weltrekord-Tunnels. Im übrigen Europa wird diese Leistung gewürdigt. Hohe Politiker aber glänzen durch Abwesenheit oder beschränken sich auf Kurzbesuche.

01.06.16, 14:22 03.06.16, 16:47

In der Schweiz gibt es heute nur ein Thema: Der Gotthard-Basistunnel wird eröffnet, mit einer Länge von 57 Kilometern der längste Eisenbahntunnel der Welt. Für einmal fühlt sich unser Land als Nabel der Welt. Allerdings ist diese Perspektive ziemlich exklusiv. Das übrige Europa weiss die grosse Leistung durchaus zu schätzen, zeigt sogar etwas Neid. Aber kaum Enthusiasmus.

Es begann damit, dass die Führungstroika der Europäischen Union (EU) durch Abwesenheit glänzte. Weder Ratspräsident Donald Tusk noch Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker oder Parlamentspräsident Martin Schulz fühlten sich bemüssigt, in die Schweiz zu reisen, obwohl ihre heutigen Termine kaum dringlich wirkten. Ein Sprecher der Kommission bekräftigte auf Twitter immerhin, man wolle zum Erfolg des Gotthards beitragen.

Die Staats- und Regierungschefs der Nachbarländer kamen zwar, doch ihre Visite hinterlässt den Eindruck einer Pflichtübung. An der eigentlichen Eröffnung nahm nur der österreichische Bundeskanzler Christian Kern teil. Italiens Regierungschef Matteo Renzi kam für einen Kurzbesuch – der Wahlkampf für die Kommunalwahlen vom Wochenende hatte Vorrang. Viel Zeit für Gespräche über bilaterale Verträge und Personenfreizügigkeit blieb kaum.

Neidische Deutsche

In den europäischen Medien wird über das Grossereignis Gotthard breit berichtet. Vor allem deutsche Zeitungen widmeten dem Milliardenprojekt viel Raum und liessen einen gewissen Neid erkennen angesichts der Tatsache, dass die kleine Schweiz eine solche Gewaltleistung nicht nur im Zeitplan, sondern auch unter Einhaltung der finanziellen Vorgaben realisieren konnte. Die Deutschen machten in dieser Hinsicht andere Erfahrungen. Man denke an den neuen Berliner Flughafen, das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 oder die Hamburger Elbphilharmonie.

Die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» spricht von einem «Wunder am Gotthard». Die längste und tiefste Röhre der Welt sei «nicht nur ein umjubeltes Meisterwerk der Ingenieure, sondern auch eines der Demokratie», anerkennt die «Süddeutsche Zeitung». Und «Die Welt» zitiert auf der Suche nach Gründen, «warum Schweizer schaffen, woran Deutschland scheitert», einen langjährigen Deutschland-Korrespondenten einer Zürcher Tageszeitung: «Die Schweizer haben mit ihrer direkten Demokratie einfach mehr Sicherungen eingebaut.»

«Die Welt» sucht nach einer Erklärung.

Die gleiche Zeitung aus dem Springer-Verlag widmet sich aber auch den Gründen, warum sich die Zufahrten zur Neat im nördlichen Nachbarland verzögern: «Deutsche zahlen den Preis für Schweizer Meisterstück», heisst es in einem Artikel über die Menschen entlang der Bahnlinien, die mehr Lärm und längere Güterzüge fürchten. Und das nicht nur auf der Linie Karlsruhe–Basel, sondern auch im Mittelrheintal, etwa um den mythischen Loreley-Felsen.

In anderen Ländern wird die Gotthard-Eröffnung nüchterner abgehandelt. Oder die Akzente werden anders gesetzt. So schreibt der britische «Guardian», der Tunnel könne «in einer Zeit des wachsenden Nationalismus und sich schliessender Grenzen» als Denkanstoss dafür dienen, «dass der Kontinent noch immer Schranken niederreissen kann, wenn er es schafft, am gleichen Strang zu ziehen». Ein Schelm, wer da an die Brexit-Abstimmung in drei Wochen denkt.

«Ein wenig unzeitgemäss»

Ähnlich äussert sich das amerikanische «Wall Street Journal»: Das gewaltige Bauvorhaben im Herzen Europas könne «den Kontinent zusammenführen in einer Zeit, in der sich die öffentliche Debatte mit schärferen Grenzkontrollen und Abgrenzung befasst». Die einigende Symbolik dieses Ereignisses wirke deswegen «ein wenig unzeitgemäss», meint das Wirtschaftsblatt weiter.

Tatsächlich wirken die Elogen auf das vereinigte Europa ein wenig merkwürdig, ist doch gerade die Schweiz darauf bedacht, sich von dieser Entwicklung fernzuhalten. Dabei ist sie ein Grund dafür, warum sich der Enthusiasmus ausserhalb der Schweiz in Grenzen hält. Weil Europa zusammengewachsen ist, nicht zuletzt durch die Osterweiterung, hat der Gotthard nicht mehr die gleiche Bedeutung, die er über Jahrhunderte hinweg als Alpenübergang besass.

Eröffnung des Gotthard-Basistunnels

«War die Achse Deutschland–Italien noch vor 20 Jahren von zentraler Bedeutung, ist sie heute aus deutscher Sicht und nüchtern betrachtet ein wichtiger Nebenast», schreibt der «Tages-Anzeiger». Aus hiesiger Sicht kann man nur hoffen, dass wenigstens die erhoffte Verlagerung von der Strasse auf die Schiene eintreten wird. Sonst könnte auch bei uns die grosse Ernüchterung eintreten.

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Brikne, 20.7.2017
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  • andersen 02.06.2016 11:18
    Highlight Für das Bau der neue Gotthardtunnel, hat es die ausländische Kräfte gebraucht.

    Für der 2. Röhre Gotthard wäre es eher angebracht, wenn die Schweizer (Im Angesicht des Schweisses) dies selber in der Hand nehmen würde und in den Händen kräftig spucken, somit würde ich denn von ein Anerkennung sprechen, dann somit können die Schweizer wieder auf sich selbst stolz sein.
    3 12 Melden
    • Alienus 02.06.2016 12:12
      Highlight Nicht nur Ausländer.

      Man kann doch auch auf die gigantische Tunnelbohrmaschine, auf die sonstigen Bohr-, Schürf-, Transport- und Bergbau-Geräte und Fahrzeuge stolz sein. Alles hochpräzise Schweizerprodukte.

      Da braucht's keine ausländisches Zeugs und von der EU sowieso nicht. Es lebe hoch die beneidete Schweizerautarki.

      Tja, @andersen, da braucht man meiner Meinung nach auf dieses „Loch“ nicht neidisch sein.

      Höchstens auf die dieses Loch erschaffenden Geräte bei deren Schweizerqualität.
      9 6 Melden
    • andersen 02.06.2016 12:58
      Highlight Ja, mein Bruder, die ein Aluminiumfabrik besitzt, hat grad ein Schleifmaschine aus der Schweiz gekauft und Dänemark hat 220 Panzer bei ein Schweizer Firma bestellt.

      Darum gefällt mich das Brücken bauen, dies hat Deutschland und Dänemark zum Glück schon lange hinter sich.
      Der Tunnelbau ist ja auch gut, als ein Mauerbau, bei der Tunnel sieht man ja wieder Licht bei der Ende des Tunnel.
      1 4 Melden
    • Alienus 02.06.2016 13:10
      Highlight @andersen

      Hoffentlich deuten Sie einen Teil meiner Textpasagen nicht ein wenig miss!

      PS: Gepanzerte Fahrzeuge, keine Panzer.
      2 1 Melden
    • andersen 02.06.2016 13:24
      Highlight Alienus

      Um so mehr freue ich mich, dass die Schweiz der Kroatien in sein Wertegemeinschaft aufgenommen hat.
      Ein guten Beitrag zum Frieden in Europa.

      Der wunderschöne Bergsee am Gotthardpass soll man sich nicht entgehen lassen, dort denkt man, man ist der Himmel nach näher.
      0 3 Melden
    • andersen 02.06.2016 13:34
      Highlight Alienius

      Bestimmt nicht.
      Auf weitem gute Nachbarschaft, der Ambassade bleibt in Berlin.
      0 1 Melden
  • Alienus 02.06.2016 09:15
    Highlight @Raembe

    Habe Texte gelesen und nicht einmal wenig Neid gesehen.

    Beschreibung der Br. Grimm vor 200 Jahren:

    „Neid“ drückt besonders jene gehässige und innerlich quälende gesinnung, das misvergnügen aus, mit dem man die wohlfahrt und die vorzüge anderer wahrnimmt, sie ihnen misgönnt mit dem meist hinzutretenden wunsche, sie vernichten oder selbst besitzen zu können; sinnverwandt mit abgunst, misgunst, schelsucht: das miszvergnügen über des andern glück wird neid genennet. und also entstehet der neid oder miszgunst aus dem hasse.

    Es sollten einige Schreiber ihre Neidunterstellung überprüfen!
    2 1 Melden
    • andersen 02.06.2016 11:00
      Highlight Alienus

      Von Löcher allein kann man nicht Leben.

      :-)

      1 5 Melden
    • Raembe 02.06.2016 16:12
      Highlight Wieso antwortest Du mir nicht im Comment Verlauf in dem ich das gepostet habe. So hab ich das nur per Zufall gesehn.
      1 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 02.06.2016 03:11
    Highlight Respekt und Anerkennung!
    ...aber bitte verzerrt das Ganze nicht mit Vergleichen...macht null Sinn...(meine Meinung 😉)
    8 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 01.06.2016 22:28
    Highlight Die Absagen sollten nicht überinterpretiert werden!
    26 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 01.06.2016 20:30
    Highlight Wenn man selber nichts zustande bringt, ist das wohl die beste Lösung. Scherbenhaufen Europa. Blühende Schweiz. Warum das wohl so ist? Schelmisch blicke ich nach Brüssel😂
    47 26 Melden
    • Danyboy 01.06.2016 22:27
      Highlight Die Schweiz war schon prosperierend, bevor die EU "gross" wurde. Und hatte einige Hürden weniger zu meistern (DDR "integrieren", Zusammenbruch der Ostländer, seit 70 Jahren Frieden in Zentraleuropa, etc.). Deswegen bin ich zwar noch kein Fan der heutigen EU, aber man sollte bei Vergleichen fair sein. Wie haben sich denn vergleichbare Länder innerhalb der EU entwickelt? Dänemark, Skandinavien, Niederlande, Österreich, etc? Da müssen wir vergleichen.
      30 9 Melden
    • andersen 02.06.2016 00:37
      Highlight Ja, Dänemark gehört zum ein von die reichsten Länder von der Welt und es geht die Menschen so gut wie nie zuvor.
      Entwicklung heisst aber auch in ein Wertegemeinschaft, wie der EU zu sein.
      Das werde die Schweiz auch schaffen!
      8 18 Melden
    • andersen 02.06.2016 09:53
      Highlight King Kong, wer vom Scherbenhaufen spricht, hat keine Ahnung, der EU ist in ein Osterweiterung interessiert und der Gotthard ist nicht umsonst gebaut, hier ist es noch offen, ob der EU mitspielt.

      Die Menschen steht höher, als Güter, Kapital und Dienstleistungen.
      2 4 Melden
  • Luca Brasi 01.06.2016 19:46
    Highlight Wieso nennt ihr es eigentlich "längster" Tunnel oder Röhre? In Peking und Guangzhou gibt es U-Bahnlinien, die länger sind. Aber der längste "Eisenbahn"-Tunnel ist es. ;)
    14 33 Melden
    • Fabio74 01.06.2016 20:31
      Highlight Weil U-Bahntunnel im Allgemeinen nicht mitgezählt werden. Dann ist es der längste Haupteisenbahntunnel der Welt
      22 6 Melden
    • smoe 01.06.2016 21:18
      Highlight Ja nach dem was man als Tunnel zählt, gibt es noch ein paar, die den Längeren haben, als Guangzhou:)

      https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_longest_tunnels_in_the_world
      5 3 Melden
    • Luca Brasi 01.06.2016 21:34
      Highlight @smoe: Und wieder einmal haben die US-Amerikaner zumindest laut dieser Liste den längsten. ;)
      5 3 Melden
  • Floatingsissy 01.06.2016 18:39
    Highlight Es ist auch nur ein Tunnel. Sorry not sorry.
    Von mir darf der Weltfrieden oder die Bekämpfung der Hungersnot weltweit hochgejubelt werden. Aber in Tunnel...?
    21 71 Melden
    • Hierundjetzt 01.06.2016 19:30
      Highlight Genau. Das in Zukunft 100'000 ruhiger schlafen können, dass 100'000ende weniger Abgase, Dreck und Lärm haben ist voll Nebensache. Voll unnütz.

      Geh doch den Weltfrieden ausrufen. (Vergiss Dein Kartonschwert nicht)


      Kolleg...
      86 10 Melden
    • Rakim 01.06.2016 23:06
      Highlight ...kolleg😂😂😂 köstlich! Danke Hierundjetzt👍🏻
      13 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 01.06.2016 18:37
    Highlight Europas gedämpfter Jubel über das "Wunder vom Gotthard". Furbo schweigt. Und gedenkt der hunderten Flüchtlinge, die im Mittelmeer auf ihrer Flucht umkommen... derweil sich die Schweiz darüber aufregt, dass das Schengen-Dublin-Abkommen nicht funktioniert. Danke Matteo Renzi, dass du Eier gezeigt hast!
    19 91 Melden
  • Ingmar Blessing 01.06.2016 17:08
    Highlight Das Bild mit den Staatschefs wird bald vermutlich historischen Wert haben.

    Eine umfangreiche Analyse vom Telegraph zum erbärmlichen Zustand der EU: http://inselpresse.blogspot.com/2016/06/telegraph-warum-hat-europa-die-schnauze.html
    25 21 Melden
  • Marco Rohr 01.06.2016 16:47
    Highlight OMG mussten die Staatschefs wirklich in diesen alten 80er-Jahre Intercity-Wagen durch den neuen Tunnel fahren?
    17 33 Melden
    • cassio77 01.06.2016 18:26
      Highlight Omg, wie tragisch!
      34 1 Melden
    • Maett 01.06.2016 19:03
      Highlight @Marco Rohr: sind auch nur Menschen... und die Wagen wurden aufgefrischt, nicht?
      22 0 Melden
    • Hierundjetzt 01.06.2016 19:24
      Highlight Korrekt. Alternativ hätten wir noch die Plastik-Züge, Marke Dosto von Stadler im Angebot. Da das Gewicht auf dem Dach ist (auf so was dummes muss man ja erst kommen), schwanken Sie immer so wunderschön beim abbremsen. Wie ein Schiff bei rauher See.

      Die EW IV (korrekte Bezeichnung) sind das Beste was die SBB je hervorgebracht haben. Sehr angenehm mit einem so stabilen Wagenkasten zu reisen ☝🏼️
      41 4 Melden
    • Marco Rohr 01.06.2016 20:33
      Highlight Ein Kenner ;)
      16 1 Melden
    • Ueli77 01.06.2016 20:58
      Highlight Finde die Einheitswagen IV sind die laufruhigsten Wagen, im Wagenpark der SBB.
      Für die Staatschefs hätte ich ebenfalls diese Wagen ausgesucht...
      Eventuell noch die Panoramawagen, aber ich weiss nicht, ob sie überhaupt für 200 km/h zugelassen sind und im Tunnel würden die Panormawagen eher nicht viel bringen... ;-)
      18 1 Melden
    • Marco Rohr 01.06.2016 21:32
      Highlight Jetzt weiss ich auch, weshalb noch so viele 80er-Wagen in der Schweiz rumkurven. Ihr liebt sie :)
      6 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.06.2016 02:40
      Highlight Die EW IV waren damals ein gigantischer Fortschritt und sind auf dem SBB-Netz punkto Fahrkomfort immer noch unerreicht.
      Hätte man die Staatsgäste in einen Doppelstöcker zwängen sollen?
      3 1 Melden
    • zettie94 02.06.2016 11:07
      Highlight Zur Auswahl standen EW IV, ICN oder ETR 610. Das andere Rollmaterial ist gar nicht GBT-tauglich.
      1 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 01.06.2016 16:38
    Highlight Hoffentlich werden wir zur Eröffnung des BER eingeladen.
    60 6 Melden
    • Pisti 01.06.2016 17:43
      Highlight Wenn wir dann noch leben. 😉
      51 0 Melden
    • cassio77 01.06.2016 18:28
      Highlight Go for it! Der Kommentar der Woche geht eindeutig an Dich, Weltbürger! Jaja, die lieben deutschen Tugenden!
      21 3 Melden
    • Fabio74 01.06.2016 20:33
      Highlight Hab schon Tickets besorgt dafür
      4 7 Melden
    • pun 01.06.2016 20:48
      Highlight Wow Weltenbürger... Mehr Herzen als Blitze! Dein Kommentar war witzig und ohne Gehässigkeiten gegen andere Menschengruppen. Well done! Ich glaub die Community färbt langsam auf dich ab ;-).

      Pass bloss auf, in einem Jahr bist auch du ein Gutmensch.
      23 5 Melden
    • philosophund 01.06.2016 23:55
      Highlight Danke @pun. Ging mir auch durch den Kopf.
      4 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.06.2016 02:42
      Highlight @Fabio: Dauerkarten?
      3 1 Melden
    • exeswiss 02.06.2016 04:47
      Highlight ich hab mir den season pass geholt. da sind stuttgart 21 und die hamburger Elbphilharmonie dabei.
      6 1 Melden
    • Charlie Brown 03.06.2016 06:56
      Highlight @pun: Ich befürchte, sein account wurde gehackt 😉
      1 0 Melden
  • SwissGTO 01.06.2016 16:28
    Highlight Ich sag mal Geldverschwendung. Nächstes Jahr wird der neue Brenner eröffnet. Noch länger wie der Gotthard. Und wenn die Oesterreicher günstige Tarife anbieten wird die ganze Logistik durch den Brenner geleitet und wir schsuen in die Röhre mit unserem Prestigeobjekt.
    9 108 Melden
    • joevanbeeck 01.06.2016 17:35
      Highlight Der Brenner-Basistunnel (Haupttunnel) ist "nur" 55 km lang und wird "nach derzeitigem Stand" 2026 in Betrieb gehen.
      57 4 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 01.06.2016 18:00
      Highlight Weiterer Unterschied, der Gotthard wurde zu 100% von uns bezahlt. Wir bezahlen sogar noch an die Zubringer in Italien. Der Brenner Tunnel wird aber zu 40% durch die EU bezahlt. Einmal mehr Pech für die Schweiz.
      26 11 Melden
    • Raembe 01.06.2016 18:09
      Highlight Wird der Brenner nicht erst 2026 eröffnet?

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Brennerbasistunnel
      33 1 Melden
    • amazonas queen 01.06.2016 18:45
      Highlight @Peter Gasser Da man der Schweiz den ersten Tunnel bezahlt hat, ist das in Ordnung.
      18 7 Melden
    • Maett 01.06.2016 19:09
      Highlight @SwissGTO: den Brenner haben sie erst gerade angefangen auszubrechen, der ist nächstes Jahr wohl eher noch nicht fertig ... und so lange wie der Gotthard wird er auch nicht, nur wenn man die Zufahrtstunnels dazurechnet.

      Auch ist er für den Genua-Rotterdam-Verkehr viel zu weit im Osten, der hat dort einen ganz anderen Zweck.
      23 0 Melden
    • Fabio74 01.06.2016 20:34
      Highlight also noch im Januar waren da erst erste Arbeiten im Gange. Aber spannend wie schnell die Österreicher sind. Frühestens 2026 geht der Brenner in Betrieb
      6 5 Melden
    • füdli 01.06.2016 21:45
      Highlight geht ja nicht um den rekord. aber falls die röhre zukünftig nicht so ausgiebig ausgelastet werden sollte wie geplant, da darf man sich schon fragen wieso ein paar stockwerke weiter oben nochmals eine gebaut werden sollte, die dann schon PLANUNGSMÄSSIG nicht ausgenutzt werden soll.
      5 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.06.2016 03:13
      Highlight @füdli: Die wird dann schon genutzt werden, wenn erst mal beide Röhren fertig sind.
      Ausserdem wäre es in der hiesigen Verkehrslandschaft ja mal eine durchaus erfreuliche Abwechslung, wenn ein Bauwerk nicht schon wenige Jahre nach der Eröffnung überlastet ist.
      6 0 Melden
  • pun 01.06.2016 16:06
    Highlight Blunschi mit der EU Führungstroika ist wie ein stalkender Teenager nachdem er/sie eine Absage bekommen hat um ins Kino zu gehen und dann nachforschen geht, was denn die achsowichtigen Pläne des Schwarmes sind und danach schmollt, weil sie niemals so wichtig sein könnten wie mit Blunschi ins Kino zu gehen. :-)
    Take it easy. Freuet euch und grämet nicht der Abwesenden.
    51 10 Melden
  • Bongalicius 01.06.2016 15:34
    Highlight Logisch sind die neidisch, wir haben ja den längsten! *Chauvinismus aus*
    107 6 Melden
  • Zeit_Genosse 01.06.2016 15:34
    Highlight Jetzt haben wir den teuren Tunnel in schweizerischer Präzision und im Budget realisiert. Entscheidend ist nicht das Loch durch den Berg, sondern was wir damit bewirken. Der Personenverkehr hat bekanntlich auf dem Trasse Vorrang und deshalb werden die Kapazitäten für Güter bald enger. Damit verfehlt man den Zweck der Güterverladung wofür die Bevölkerung ja-gestimmt hat. Siehe Lötschberg, wo die Güter oben- und die Personen untendurchfahren. Der Wert wird sich mit der Zukunft weisen. Heute feiern und Morgen den Aggloverkehr auf Schiene und Strasse anpacken.
    23 27 Melden
    • zettie94 01.06.2016 15:54
      Highlight Am Lötschberg fahren die Güter nur oben, wenn die Loks kein ETCS haben oder ihren "Slot" verpasst haben. In diesem Fall können aber auch Personenzüge obendurch geleitet werden. Am Gotthard stehen aber zum einen zwei Röhren zur Verfügung, zum andern brauchen die Loks sowieso ETCS, die Situation ist also nicht vergleichbar.
      63 2 Melden
    • Fabio74 01.06.2016 16:12
      Highlight Das Problem am Lötschberg ist aus meiner Sicht, dass man die 2. Röhre weggespart hat. Anstatt zumindest die Röhre fertig auszubrechen wenn schon die Infrastruktur da ist.
      34 16 Melden
    • Maett 01.06.2016 19:11
      Highlight @Fabio74: die 2. Röhre hat man doch ausgebrochen? Nur ausgebaut wurde sie nicht. Wurde zumindest heute im SRF von Giezendanner und Rechsteiner so gesagt, oder hab ich das falsch gehört?
      6 5 Melden
    • Hierundjetzt 01.06.2016 19:25
      Highlight Die 2. ist im Rohbau vorhanden.
      5 7 Melden
    • zettie94 01.06.2016 19:42
      Highlight Die zweite Röhre ist zu ca. 1/3 voll ausgebaut, 1/3 ist ausgebrochen und 1/3 noch gar nicht gebaut. Dort wo sie im Rohbau vorhanden ist, wird sie als Fluchtröhre gebraucht. Aber von Frutigen her wird dazu ein ausgebauter Sondierstollen verwendet.
      http://www.beo-news.ch/aug2000/basisl.jpg
      7 0 Melden
    • Fabio74 01.06.2016 20:35
      Highlight @Maett: Man hat von Süden her die ersten 7km der Weströhre voll ausgebaut und in Betrieb, weitere etwa 10 km im Rohbau ausgebrochen, die restlichen etwa 12 km sind nicht vorhanden.
      Behafte mich nicht auf die Km
      3 5 Melden
    • Lumpirr01 01.06.2016 20:45
      Highlight @zettie94: Richtig! Wikipedia liefert folgende Angaben:

      https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6tschberg-Basistunnel

      Bezüglich zweiter Röhre sind vom Portal Raron bis zur Nothaltestelle Ferden 14 Km in Betrieb. Weitere 14 Km bis zur Diensthaltestelle Mitholz sind ausgebrochen. Es fehlt der Ausbruch der zweiten Röhre auf ca. 6 Kilometer. Ein weiterer Kilometer bis zum Nordportal Frutigen ist wiederum voll in Betrieb.
      6 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.06.2016 02:46
      Highlight Den LBT nicht mindestens voll auszubrechen, war einer der kurzsichtigsten verkehrspolitischen Entscheide der letzten Jahrzehnte.
      In direkter Konkurrenz zum dreigleisigen Bhf Stadelhofen.
      5 0 Melden
  • Evenwhenthewaterscold 01.06.2016 15:31
    Highlight Ist doch einfach eine geile Leistung! Längster und tiefster Tunnel vom Feinsten.
    Die Anerkennung ist sicher vorhanden, dass jetzt nicht gleich die ganze Welt im Festzelt mit Leuthard tanzt, ist doch kein Problem.
    Viel wichtiger ist doch die Zustimmung im eigenen Land, welche an den heutigen Reaktionen und Berichterstattungen mehr als vorhanden ist!
    101 5 Melden
  • andersen 01.06.2016 15:29
    Highlight Offensichtlich wurde der Symbolik nicht verstanden.

    EU baut lieber Brücken, als Tunnels.
    39 14 Melden
  • Alienus 01.06.2016 15:27
    Highlight Ach Gott.

    Neidische Deutsche!

    Wenn der schweizerische Redaktor Blunschi so etwas schreibt und ein deutscher Redakteur würde hingegen schreiben, die Schweizer seien „neidisch“ wegen des Fußball-Weltmeistertitels welchen Deutschland hat, so kann man getrost sagen: einfach kindlich!

    Zwischen „Anerkennung und Neid“ gibt’s halt doch noch klitzekleine Unterschiede.
    70 13 Melden
  • Der Bademeister 01.06.2016 15:13
    Highlight Die Schweiz lässt Deutschland alt aussehen. Die Deutschen neidisch etc.

    Wer ganz genau hinhört und schaut, merkt die Deutschen sind unsere wahren einzigen Freunde in Europa.

    Renzi und Italien haben die Schweiz einmal mehr desavouiert.
    83 20 Melden
    • Fabio74 01.06.2016 15:18
      Highlight aha und kannst das auch mit Argumenten unterlegen?
      20 41 Melden
    • Lumpirr01 01.06.2016 16:11
      Highlight @Fabio74: Ja der Renzi war angeblich wegen einem anderen noch wichtigeren Grund bereits wieder weg, als Merkel, Holland & Co ihre Reden im Festzelt hielten und hat die ital. Grussadresse an seinem Transportminister delegiert. 1) Typisch Renzi: Wahrscheinlich mehr Wichtigtuerei als Notwendigkeit. 2) Typisch Renzi: So konnte er sich die heutigen Andeutungen betreffend Verspätungen beim südlichen Bahnausbau ersparen........
      55 9 Melden
    • Fabio74 01.06.2016 16:55
      Highlight @Lumpirr01 nun ja. wenn der Schweizer sich nur aufregen kann... der Transportminister ist wenigstens der richtige Ansprechpartner. Der Rest ist eine Randnotiz.
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    • Huber50 01.06.2016 17:46
      Highlight @Fabio74: Da Du nach Argumenten nachgefragt hast, was die Aussage vom Bademeister erhärten soll, gab es obige Antwort von lumpirr. Vermutlich bist Du eher hier der einzige, der sich am Verhalten unserer eingeladenen südlichen Nachbarn aufregt hat............
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    • Fabio74 01.06.2016 20:38
      Highlight @Huber50: Wie kommst auf sowas absurdes? Habe Kenntnis genommen wer da war und gut ist.
      Bademeister behauptet Italien hätte uns devsavouiert und da wüsste ich nicht wo und warum. Und Lumpirrs Antwort beantwortet meine Frage nicht.
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    • Lumpirr01 01.06.2016 21:03
      Highlight @Fabio74: Für mich ist es eine Frage des Anstandes, ob jemand einen Festanlass vor dem offiziellen Schluss verlässt. Sowas kann sehr schnell als "desavouierend" interpretiert werden. Zumindest war es dem Herrn Renzi nicht wert oder zu unwichtig, den Ansprachen von Holland, Merkel & Co. zuzuhören.

      Hier noch eine Interpretation von "desavourien":

      http://neueswort.de/desavouieren/
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    • Fabio74 02.06.2016 11:42
      Highlight @lumpirr: Man tut das im Allgemeinen nicht, aber man nimmts zur Kenntnis, denkt sich was und geht zur Tagesordnung über
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  • Amboss 01.06.2016 14:46
    Highlight Mag alles stimmen, was Herr Blunschi schreibt.
    Drei Dinge kann man aber schon noch anmerken:

    1. Es gibt definitiv dümmeres, als in Infrastruktur investieren. Mal schauen, was sich da noch für Perspektiven bieten, in allen möglichen

    2. Auch wenn der Gotthard europaweit nur noch ein wichtiger Nebenast ist. Na und? Will man wirklich mehr sein?

    2. Dinge können sich ändern. Wie sieht Europa in 20 Jahren aus? In 40? Man weiss es nicht.

    Mit dem Gotthardtunnel hat man etwas geschaffen, was bestehen bleibt.
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  • stony1185 01.06.2016 14:44
    Highlight Sorry wenn ich gegen den enthusiasmus bin oder zumindest so wirke das Problem sehe ich nicht am gotthard der ist ein meisterwerk das problem sind die zuführungen nicht nur im ausland auch in der schweiz denn gerade nordsüd kann den tag durch kaum no weitere züge ertragen und desshalb halte ich die schnelle umlagerung von strasse auf schiene für utopisch
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    • HerrBircher 01.06.2016 15:13
      Highlight Bitte, um Himmels willen, benutzen Sie Satzzeichen!
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    • Herr Noergler 01.06.2016 16:08
      Highlight Satzzeichen können Leben retten!
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    • Spooky 01.06.2016 16:59
      Highlight Der Text ist okay. Das ist ein sogenannter Tunnelsatz. Im Basistunnel gibt es auch keine Stopps.
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    • Jay_Jay 01.06.2016 17:18
      Highlight @Herrlicher you made my day! Danke dafür 😂
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    • Gelöschter Benutzer 01.06.2016 20:31
      Highlight spooky, nein, aber signale :)) zumindest auf dem schirm im führerstand ;)
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    • Spooky 01.06.2016 20:38
      Highlight @ivelischt
      ;-))))))
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  • Töfflifahrer 01.06.2016 14:42
    Highlight Na, wenn es nur noch ein Nebenast ist, ist es doch egal wenn man die LSV Preise für die Durchfahrt massiv erhöht. So kann der innenschweizerische Transport vergünstigt werden und wir haben erst noch die Infrastruktur vom Feinsten.
    Ich glaube aber auch, dass die EU und die uns umgebenden Länder sehen, was man bewirken kann, wenn das Volk will. Das ist sich die EU nicht gewohnt. Die heutigen Gäste und die Abwesenden sind schlicht baff was eine direkte Demokratie bewirken kann. Das macht denen vielleicht sogar Angst.
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  • calledtom 01.06.2016 14:35
    Highlight "Neidische Deusche"! Muss das sein? Hört doch auch mit der Polemik! Schätzt die Anerkennung für dieses Jahrhundertbauwerk aus dem Ausland, lasst unsinnige Vergleiche weg uns seid zu Recht stolz auf den längsten Tunnel der Welt. Meisterleistung!
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  • Flunderchen 01.06.2016 14:34
    Highlight Man muss es ja auch nicht gleich übertreiben, auch wenn es eine tolle Leistung ist, ist es nur ein Tunnel und kein Mittel gegen Krebs.
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    • Amboss 01.06.2016 15:10
      Highlight @Flunderchen: Ja, das darf man auch mal wieder betonen.
      Es ist einfach ein Tunnel.
      Auch wenn es eine gute Sache ist, auf die wir stolz sein dürfen.
      Es ist einfach Infrastruktur. Nicht die Lösung der Probleme Europas. Und auch kein Mittel gegen Krebs.
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    • Gelöschter Benutzer 01.06.2016 23:55
      Highlight Genau. Nehmen Sie noch ein halbleeres Glas Wasser zu sich und gehen Sie schlafen.
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  • Sillum 01.06.2016 14:32
    Highlight Logische Reaktion der EU: Wer nichts zustande bringt, wird den Erfolgreichen gegenüber neidisch. Und viele devoten Schweizer nicken verständnisvoll.
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Im Aargau abgewiesen, in Frankreich aufgenommen:  Wie Tibeter um ihr Asyl kämpfen

Eine Tibeterin stellt einen Asylantrag – ohne Erfolg. Sie muss gehen. Wohin lässt der Bund offen. Jahrelang lebt sie im Aargau von Nothilfe. Dann reist sie nach Frankreich und wird dort als Flüchtling anerkannt. Sie ist nicht die Einzige, die es im Nachbarland versucht.

Mit ihrer Reise, die sie aus der Illegalität bringen sollte, musste eine Tibeterin das Gesetz brechen. Denn eigentlich hätte sie nicht einmal den Kanton verlassen dürfen. Das Asylgesuch in der Schweiz war längst abgelehnt, im Aargau lebte sie von Fr. 7.50 Nothilfe am Tag und mit der quälenden Ungewissheit. Sie hätte ausreisen müssen, konnte aber nicht, weil ihr die entsprechenden Papiere fehlten. Die Flucht nach Frankreich war für die 46-Jährige eine Flucht aus der Perspektivlosigkeit.

Das Risiko …

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