Schweiz

Der Primetower im Zürcher Kreis 5. bild: Romeo Durscher

«Je mehr Menschen in Städten leben, desto besser geht es dem ganzen Land»

Schlechtverdienende ziehen vermehrt in die Schweizer Städte, während die Reichen das Weite suchen: Warum dieses Fazit einer Bundesstudie trügerisch ist, und was «miserable Architektur» mit Dichtestress zu tun hat, sagt Stadtplanungs-Experte Thomas Kessler im Interview.

18.05.17, 16:44 18.05.17, 22:26

Herr Kessler, Reiche verlassen die Städte zunehmend – Arme zieht es laut einer Studie des Bundes dagegen ins Zentrum. Überrascht Sie dieser Befund?
Thomas Kessler:
Der Befund ist extrem verkürzt und bildet nicht die ganze Wirklichkeit ab. Die ausländischen Zuzüger beispielsweise zahlen mehr Steuern als die Wegzüger. Rasche Veränderungen sind primär ein Problem auf Quartier-Ebene. Zieht jemand wegen der steigenden Mietzinsen aus dem Zürcher Seefeld nach Schwamendingen, wird er von dieser Studie nicht erfasst, weil nur die Gemeinde-Ebene untersucht wurde.

Sie sprechen die sogenannte «Seefeldisierung» an. Sie ist also ein reales Problem?
Die Debatte wird zwar zugespitzt. Aber dass günstiger Wohnraum irgendwann durch Neubauten ersetzt wird, ist ein logischer Vorgang: Nähert sich ein Wohnblock dem Ende seines Lebenszyklus, wohnen dort oft Schlechtverdienende, häufig Migranten. Mit der Sanierung müssen die bisherigen Bewohner wegziehen. Oft kommt dieser Prozess in einem ganzen Quartier ungefähr gleichzeitig in Gang.

Thomas Kessler ist ehemaliger Basler Kantons- und Stadtentwickler. Davor war er unter anderem Drogen- und Integrationsbeauftragter des Kantons Basel-Stadt. Bild: KEYSTONE

Und wer zieht denn in die teuren neuen Wohnungen, wenn die Gutsituierten doch aus den Städten wegziehen?
Weil die Studie nur erwerbstätige Personen zwischen 20 und 64 Jahren berücksichtigt, klammert sie die Rentner komplett aus. Dabei tauschen viele vermögende Senioren ihr Häuslein im Vorort gegen eine komfortable Alterswohnung in der Stadt ein. Dazu kommen die Menschen, die sich innerhalb der Stadt ein Upgrade leisten – etwa nach der Familiengründung oder einer Lohnerhöhung.

Und die Einkommensschwachen, die in die Stadt ziehen? Sind das am Ende einfach Studenten, die ein paar Jahre später dicke Löhne kassieren?
Darauf deutet einiges hin. Denn laut Studie sind die Zuzüger überwiegend jung und alleinstehend. Für eine Stadt und ihr kulturelles Leben sind die Studenten wichtig. Ziel muss natürlich sein, dass sie nach Abschluss des Studiums da bleiben. Dies auch aus einer gesamtschweizerischen Optik: Je mehr Menschen in Städten leben, desto besser geht es dem Land.

Das müssen Sie erklären.
Menschen, die in der Stadt wohnen, leben nachhaltig. Sie leisten einen Beitrag gegen das Pendeln und die Zersiedelung. Sie leben dort, wo die Angebote und Infrastrukturen bereits bestehen. Das entlastet das Land. Zudem ist die Lebensqualität in den Schweizer Städten top: Saubere Luft, beruhigter Verkehr, gepflegte Plätze.

Umfrage

Sollen die Schweizer Städte weiter wachsen?

  • Abstimmen

834 Votes zu: Sollen die Schweizer Städte weiter wachsen?

  • 36%Klar, wieso nicht?
  • 41%Nur, wenn der ÖV gleichzeitig ausgebaut und genügend günstiger Wohnraum geschaffen wird.
  • 11%Nein, Riesen-Metropolen gehören ins Ausland, zu uns passen sie nicht.
  • 11%Mir egal, ich bleib sowieso lieber auf dem Land.

Ist es mit der Idylle nicht irgendwann vorbei, wenn immer mehr Leute in die Stadt ziehen und sich auf den Füssen herumstehen?
Nein. Erstens lebten in den 70er-Jahren in allen Schweizer Städten mehr Menschen als heute. Zweitens entsteht Dichtestress nicht dort, wo die Menschen leben, sondern im Verkehr beim Pendeln und an Feiertagen. Und drittens stresst die miserable Architektur.

«Sehen Sie sich mal im Raum Zürich-Nord um: Einheitsnorm-Blöcke im rechten Winkel, komplett kalt.»

Miserable Architektur?
Ja, Chlötzli-Architektur ist wüst, egal wie viele Menschen darin wohnen. Sehen Sie sich mal im Raum Zürich-Nord um: Einheitsnorm-Blöcke im rechten Winkel. Die muss man ja farbig anmalen, damit die Kinder den Unterschied erkennen. Das ist kurzsichtige Kostenoptimierung.

Was schwebt Ihnen stattdessen vor?
Verschachtelte Häuser aus warmen Materialien, mit Kleingewerbe. Die Menschen brauchen Familiarität. Das beste Beispiel sind unsere mittelalterlichen Altstädte: Sie sind dicht gebaut und werden von den Bewohnern positiv wahrgenommen. So zu bauen, kostet etwas mehr, zahlt sich langfristig aber aus. Die Leute bleiben länger, geben dem Wohnraum mehr Sorge und die Durchmischung ist besser.

Apropos: Die Studie des Bundes besagt auch, dass Arme und Reiche zunehmend unter sich bleiben. Hier die Millionärs-Gemeinde, dort das Arbeiter-Dorf. Ein Problem aus Ihrer Sicht?
Ja. Entscheidend sind neben dem Einkommen aber auch kulturelle und soziale Faktoren. Eine Entmischung ist dann problematisch, wenn der Sozialhilfe-Anteil in einem Quartier oder einer Gemeinde steigt und das Bildungsniveau sinkt. Dann droht eine Negativspirale. Deutschland zeigt, wohin das führen kann – wo teilweise mehrere Generationen in der Sozialhilfe verharren, und Harz IV inzwischen eine Lebensperspektive ist.

Wer kann hier Gegensteuer geben – und wie?
Die Stadtentwicklung muss zusammen mit den Investoren und Genossenschaften ein breites Wohnraumangebot schaffen. Und in die Bildung und Quartierpflege muss investiert und Aufklärungsarbeit geleistet werden, damit die leistungsstarken Schichten in den Städten bleiben. Dazu müssen nicht-deutschsprachige Kinder früh gefördert werden. In Basel besuchen sie schon vor dem Kindergarten eine gemischtsprachige Spielgruppe. Meiner Meinung nach sollte dies überall so sein, wo die Sozialhilfequote über dem Durchschnitt liegt.

Vor 25 Jahren galten Schweizer Städte als graue Drogenhöllen, heute sind sie Orte hoher Lebensqualität. Wagen Sie eine Prognose: Wie sieht es in einem weiteren Vierteljahrhundert aus?
Entscheidend wird sein, ob wir die Bildungsfernen – je nach Stadtteil oder Gemeinde machen sie einen Zehntel bis einen Viertel der Bevölkerung aus – in die Zeit der Digitalisierung und Robotik mitnehmen können. Gelingt das, werden die Städte weiter florieren. Hängen wir die Benachteiligten ab, schlägt das Pendel zurück: Dann drohen Ghettoisierung und grosse sozialen Probleme.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 22.05.2017 07:12
    Highlight Eine qualitativ hochwertige Verdichtung der Besiedlung ist zu begrüssen und entspricht auch den Vorlieben der urban gesinnten Leute. Es gibt aber einen grossen Bevölkerungsanteil, der gerne sein „Hüsli mit Garten“ hat, ob das nun den Architekten und Stadtplanern passt oder nicht. Im Übrigen weist der Modetrend des „urban gardening“ darauf hin, dass auch bei den urban Gesinnten noch ein Rest an Natursehnsucht vorhanden ist, der gerne im Wohnumfeld erfüllt werden will.
    0 0 Melden
  • Ökonometriker 19.05.2017 10:45
    Highlight Ob die Urbanisierung zu mehr Nachhaltigkeit führt ist unklar. Klar leben die Leute in den Städten im Schnitt nachhaltiger - sie sind im Dchnitt ärmer und können sich einfach weniger Lebensraum leisten. Wenn die etwas wohlhabendere Mittelschicht jetzt auch in die Städte zöge ist fraglich, ob dem so bleibt. Die Leute werden zu noch mehr Konsum gezwungen, man hat ja keinen Garten zum entspannen...

    Zudem ist in Städten der Druck zum Erfolg grösser (die Mieten werden kaum sinken). Ich lebe derzeit in Hongkong und sehe jeden Tag, wie die Leute an den Preise leiden.
    5 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.05.2017 09:37
    Highlight Nachhaltigkeit kommt nicht von Quantität. Im Gegenteil, Massenproduktion (inkl. Beschleunigung) führt zu Qualitätsverlust. Wir wollen eine Durchmischung unter uns Menschen, doch was ist mit dem Rest? Städte sind ab einer gewissen Grösse auch Monokulturen (wo der Dünger $$$ darstellt und ein künstliches Bevölkerungswachstum erzeugt) Ohne ganzheitliche Durchmischung schwindet der Bezug und das Bewusstsein für den Rest: Tier + Natur. Es führt dazu dass wir Nachhaltigkeit mehr intellektualisieren statt zu leben. Wir bestellen uns die Welt Online nach Hause und prahlen den Boden damit zu entlasten.
    6 3 Melden
  • Hugo Wottaupott 19.05.2017 07:50
    Highlight HOHL. Du wohnst in der Stadt; musst um zur Arbeit zu kommen 2 Tramlinien und einen Bus beanspruchen. 35 Minuten pro Arbeitsweg. In der gleichen Zeit kommst du vom Land zur Arbeit mit der Bahn. Sehr komischer Artikel.
    10 4 Melden
  • Kaviar 18.05.2017 21:37
    Highlight «Je mehr Menschen in Städten leben, desto besser geht es dem ganzen Land»

    Dafür geht es den Menschen schlechter. Das ist eine blöde Idee.
    22 36 Melden
    • SemperFi 19.05.2017 06:52
      Highlight Wenn Sie den Artikel gelesen hätten, würden Sie wissen, dass das eine gute Idee ist.
      15 17 Melden
    • Kaviar 19.05.2017 09:11
      Highlight @SeperFi: Hättest Du den Artikel gelesen, dann hättest Du mir recht gegeben.
      7 17 Melden
  • pachnota 18.05.2017 21:14
    Highlight Thomas Kessler hat sich leider zu einem merkwürdigen Idealisten entwickelt.

    Es ist natürlich NICHT besser, wenn immer mehr Menschen in der CH leben!

    Und alle, die noch einen Rest "gesunden Menschenverstand" haben, wissen das ja auch.
    29 39 Melden
    • ZaZaa 18.05.2017 22:09
      Highlight Er sagt nicht, dass es besser ist, wenn immer mehr Menschen in der CH leben. Sondern, dass es dem ganzen Land (Wirtschaft, Gesellschaft, Umwelt) besser geht, wenn mehr Menschen in den Städten leben (also weniger auf dem Land). Weil es dann weniger Pendlerverkehr, weniger Zersiedelung/Flächenverbrauch etc. gibt und die Innenstädte ihre hohe Qualität behalten können. Es geht hier überhaupt nicht um Einwanderung.
      43 7 Melden
    • plaga versus 18.05.2017 22:16
      Highlight Es geht ja auch nicht um Zuwanderung in die CH... setze deinen gesunden Menschenverstand bitte besser ein.

      Ich bin mit ihm einig, dass es Sinn macht, die Städte wachsen zu lassen. Es gilt aber eine schlaue, sozial verträgliche Lösung für die Bewohnern zu finden.
      21 9 Melden
    • pachnota 18.05.2017 22:57
      Highlight @plaga versus

      "Es geht ja auch nicht um Zuwanderung in die CH."

      ...Leider Doch!
      Wir können das Problem von Zersiedelung, Pendlern, Wohnungsnot u.s.w. nicht losgelöhst von der wahnsinnigen Zuwanderung diskutieren!?

      13 32 Melden
    • SemperFi 19.05.2017 08:44
      Highlight @pachnota: Natürlich können wir bei jedem beliebigen Thema einen Bezug zur "wahnsinnigen Zuwanderung" machen. Das beweisen Sie ja immer wieder.
      In diesem Artikel geht es aber darum, aufzuzeigen, wie man sinnvoll mit der vorhandenen Bevölkerung umgehen kann. Das kann man sehr wohl losgelöst diskutieren.
      16 7 Melden
    • piedone lo sbirro 19.05.2017 08:48
      Highlight @pachnota

      zersiedelung ist ein problem der raumplanung nicht der zuwanderung. nicht kessler ist für die zersiedelung und zuwanderung verantwortlich, sondern ihre SVP.

      die SVP war gegen das neue raumplanungsgesetz und gegen die zweitwohnungs-initiative. dafür hat die SVP&FDP die lex-koller gelockert!

      die zuwanderung ist den steuergeschenken von SVP&FDP an reichen ausländern und auslä. firmen geschuldet!

      wieso wollen SVP/FDP die einwanderung nicht stoppen? weil die zuwanderung unter anderem die immo&mietpreise kräftig in die höhe treiben.

      kommen sie uns nicht wieder mit der dämlichen MEI.
      12 6 Melden
    • ZaZaa 19.05.2017 09:45
      Highlight "wahnsinnige Zuwanderung"?

      Der Wanderungssaldo der Schweiz betrug 2016 unter 1%. Zudem hat die Zuwanderung abgenommen gegenüber den Vorjahren. Ohne die Zuwanderung aber würde die Schweizer Bevölkerung Gefahr laufen, zu schrumpfen (weil zu wenige Geburten). Dazu kommt noch die Alterung.
      Deutschland bspw. hat bereits eine solche schrumpfende Bevölkerung, wenn man die Zuwanderung nicht beachtet. Mittlerweile sind die meisten westeuropäischen Länder auf Zuwanderung angewiesen. Zuwanderung ist deshalb nicht per se schlecht oder "wahnsinnig".
      10 6 Melden
    • pachnota 19.05.2017 18:45
      Highlight @ZaZaa
      Nein, seh ich anders.
      Wir können nicht ständig wachsen. Auch, wenn es die Wirtschaft und das Sozialsystem so vorsieht. Dies ist ein "Schneeballsystem" das zwangsläufig irgendwann zusammenbricht. (wie jedes solche System).
      Raum u Ressourcen sind begrenzt.
      Wir würden uns besser überlegen, wie wir mit einer stagnierenden (u. sogar schrumpfenden) Bevölkerung klarkommen.

      Zumal es ja schon lange ersichtlich ist, das wir die Lücken in unserer Gesellschaft, nicht mit jedwelcher Art von Kulturen und Menschen auffüllen können.
      So funktioniert,s nicht.
      0 3 Melden
  • The Origin Gra 18.05.2017 19:07
    Highlight Ich bin auf den Land Aufgewachsen.
    In einem Radius von Rund 1km gab es ab einem Gewissem Zeitpunkt keine Bewohnten Häuser mehr.
    Klar, Ausgang usw. ist das Stadtleben Cool aber ich fühlte mich beengt.
    Heute Wohne ich in einem Ländlichen Dorf. Ich fühle mich immer noch leicht beengt.
    In der Stadt hat man mühe keine Fünf Minuten zu sein ohne einen Menschen zu treffen ☹
    23 22 Melden
  • N. Y. P. 18.05.2017 19:01
    Highlight Thomas Kessler: Menschen, die in der Stadt wohnen, leben nachhaltig. Sie leisten einen Beitrag gegen das Pendeln und die Zersiedelung.

    Soso, diese Menschen leben nachhaltig, weil sie nicht pendeln. Man pendelt man ja aus Jux und Tollerei. Mit Münz im Portemonnaie lässt es sich gewiss nachhaltig leben.

    41 36 Melden
    • HerrBircher 18.05.2017 20:19
      Highlight Herr Kessler hat das ganz objektiv so analysiert. Er sieht es ja selber auch als Problem, dass in den Städten zu wenig günstiger Wohnraum vorhanden ist.
      Das Ziel muss sein, dass alle die in der Stadt wohnen möchten das auch können, egal wie dick ihr Portmonnaie ist.
      35 9 Melden
    • MaskedGaijin 18.05.2017 20:36
      Highlight Vorallem muss man vielleicht trotzdem pendeln. Ob man jetzt in einer Stadt lebt oder nicht.
      25 0 Melden
  • Rendel 18.05.2017 18:46
    Highlight Lol, "vor 25 Jahren galten Städte eher als graue Drogenhöllen" , selten so einen Seich gelesen.

    Die Städte sind in den letzten 25 Jahren viel grauer geworden, durch Verdichtung und Klötzlibauten. Die Architekten und Liegenschaftenbauer, inklusive Genossenschaften denken nicht weit voraus. Hauptsache Ökobauten, was ich ja gut finde, aber bitte mit Grün, gern auch am Bau. Begegnungsorte im Quartier und Wiesen, Pflanzblätzen, statt Betonplätzen usw. . Etwas mehr Innovation wäre wünschenswert, trifft man aber sehr selten.
    36 10 Melden
    • Posersalami 18.05.2017 19:37
      Highlight Dann schauen sie doch mal, wie positiv sich Basel oder Zürich entwickelt hat. Von gar nichts eine Ahnung aber posten, lass mich raten: SVP Wähler?
      21 39 Melden
    • Rendel 18.05.2017 19:45
      Highlight Weit daneben, Posersalami. Und ich weiss wovon ich rede.
      22 7 Melden
    • ZaZaa 18.05.2017 22:14
      Highlight Dass die Städte früher viel stärker als Drogenhöllen wahrgenommen wurden, stimmt doch. Diese Gruppen wurden heute beinahe komplett vom Blick der Öffentlichkeit entfernt. Genauso wie die Obdachlosen oder "Herumhängenden". (Ob das ein Erfolg ist oder nicht, sei mal dahingestellt.)
      Dadurch wirken die Städte heute sauberer (in mehreren Sinnen).
      13 7 Melden
    • Posersalami 19.05.2017 05:25
      Highlight @rendel: Nein, wissen sie nicht. Es gibt schon Geünde dafür, dass die Mieten in den Städten explodiert sind. Schlechtere Lebensqualität ist keiner der Gründe.
      7 4 Melden
    • Rendel 19.05.2017 17:21
      Highlight Posersalami, sie bringen da was durcheinander. In London zahlt man sogar viel Miete für eine Garage, mit Lebensqualität hat das dann auch nichts zu tun. Sie bringen etwas durcheinander.
      2 0 Melden
    • Posersalami 19.05.2017 22:55
      Highlight Es geht hier aber um die Schweiz und nicht um London oder Tokio! Sie sind derjenige, der hier etwas durcheinander bringt.
      1 1 Melden
    • Rendel 20.05.2017 16:06
      Highlight Die Schweiz muss aufpassen, dass die Entwicklungen nicht ähnlich werden.
      0 0 Melden
  • Donald 18.05.2017 18:25
    Highlight Warum es allen besser wenn dir in der Stadt wohnen, geht der Antwort aber nicht hervor. Aber krass, wie ideologisch man sein kann...
    26 49 Melden
    • Christian Mueller (1) 18.05.2017 18:36
      Highlight Dann lies nochmal. Eine Strasse kostet im Bau immer gleich viel. In der stadt wird sie aber mehr genutzt, weil sie dichter bebaut ist. Dasselbe gilt fuer Leitungen. Selbst der waermeverlust ist kleiner, da es keine luecken zwischen haeusern hat (bestenfalls).
      45 12 Melden
    • Donald 18.05.2017 18:55
      Highlight Lies du nochmal. So etwas hat er gar nicht gesagt.

      Aber zu deinem Punkt mit dem Ressourcenverbrauch, kann ich dir sagen, dass dies sehr subjektiv ist und keine allgemeine Regel.
      11 27 Melden
    • Firefly 18.05.2017 19:11
      Highlight Doch wird doch da erklärt und so schwierig auch selber darauf zu kommen ist es ja nun auch wieder nicht. Dass es nachhaltiger ist, wenn man weniger Platz beansprucht, sei dies beim Wohnen, oder auf den Strassen und wenn man weniger verbraucht, weil man keine langen Wege zurücklegen muss. Weil die bestehende Infrastruktur zentral genutzt werden kann und so weiter...
      27 4 Melden
  • p4trick 18.05.2017 17:57
    Highlight Es gibt nicht nur Zürich als Stadt sondern 50-100 andere Städte in der Schweiz. Pendeln bedeutet für mich Lebensqualität, ich entscheide selber wie ich den gestalten will. Ein Arbeitsweg dem See entlang nach Zürich ist für mich eine Erholung und kann auch mit Fitness kombiniert werden wenn ich das Rennrad nehme. Irgendwie brauche ich die Pendlerstrecke um am Abend abschalten zu können vorzugsweise ohne Auto
    21 13 Melden
    • Hoppla! 18.05.2017 18:52
      Highlight 50 Städte in der Schweiz? De jure; okay. De facto sind es maximal zwei und ein paar Kleinstädte.
      19 23 Melden
    • Firefly 18.05.2017 19:14
      Highlight Ja dieses Argument kenne ich von mir selber, bevor ich aufgehört habe zu pendeln. Heute könnte ich nicht mehr so argumentieren. Um am Abend abzuschalten gehe ich lieber baden im Fluss oder Koche was feines oder treffe mich mit Kollegen und Freunden anstatt alleine im Überfüllten Zug oder im Stau zu stecken.
      27 2 Melden
    • p4trick 18.05.2017 19:38
      Highlight @Hoppla: ist eine Definitionanfrage. Für mich ist eine Stadt, was mir alles bietet damit ich den Ort nicht verlassen muss und alles bekomme zum gut Leben zu können. Also gemessen an Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Bars etc.
      11 0 Melden
    • ZaZaa 18.05.2017 22:18
      Highlight Ich denke, Herr Kessler spricht vor allem vom Pendeln mit dem Auto, allenfalls noch mit dem Zug, da es ihm um den Flächen-/Ressourcenverbrauch und das erhöhte Verkehrsaufkommen geht. Wenn du mit dem Velo pendelst, oder eben den Zug nimmst, trägst du nicht viel zu diesem Flächenverbrauch bei.
      6 3 Melden
  • Hussain Bolt 18.05.2017 17:27
    Highlight Wenn Schweizer Städte wachsen sollen dann muss man sicherstellen das die Menschen auch genügend haben um ein würdiges Leben zu führen. Und auch genug Arbeit. Wenn es beides nicht gibt werden wir Französische-Deutsche Verhältnise haben mit Banlieus mit gesteigerter Kriminalität!

    Ausserdem sollte man endlich Architektonisch nicht ständig Betonklötze bauen, sondern mal innovativ sein. Vielleicht eine Mittelalterliche Altstadt nachbauen und so Gewerbe schaffen? Zu den Betonklötzen die jetzt bestehen, man könnte und sollte sie mit Graffiti verschönern. Natürlich legal so kommt mehr Farbe ins Leben
    55 11 Melden
    • ZaZaa 18.05.2017 22:21
      Highlight Ja, ich frage mich schon lange, warum nicht viel mehr Hauswände mit diesen schönen, kunstvollen Graffitis aufgepeppt werden, die man so häufig in anderen Städten antrifft. So zeigt eine Stadt doch, dass in ihr gelebt wird und man sich kreativ mit seiner Umgebung auseinander setzt.
      8 4 Melden
  • meine senf 18.05.2017 17:20
    Highlight In der heutigen Gentrifizierungszeit vermisse ich die Zeit der A-Städte (alt, arm, ausländisch, arbeitslos usw.) fast.

    Von dem her finde ich das auf eine Art sogar fast eine gute Nachricht. Ich fürchtete bisher eher, dass die weniger Privilegierten aus den Städten verdrängt werden.
    15 6 Melden
  • momo.. 18.05.2017 16:57
    Highlight Einheitsblöcke, die man farbig anmalen muss.. da kommt mir nuf eines in den Sinn: Stahlbergers Rägebogesiedlig!

    27 0 Melden

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