Schweiz
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Martin Candinas ist Nationalrat der CVP Graubünden. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Bild: KEYSTONE

«Es gibt auch Männer, die mehrere Frauen haben – trotzdem ist die Mehrfachehe verboten»

Die Gegner der «Ehe für alle» sind im Schweizer Parlament immer weniger zahlreich. Einer von ihnen ist der Bündner CVP-Nationalrat Martin Candinas. Im Interview erklärt er, warum er am traditionellen Ehebegriff festhalten will und wie er reagieren würde, wenn sein Sohn schwul wäre.

05.07.17, 09:01 06.07.17, 04:51


Herr Candinas, als Gegner der «Ehe für alle» sind Sie selbst innerhalb der CVP bald ein Exot. Was ist passiert?
Martin Candinas:
Es gibt in diesen Fragen die Tendenz hin zu einer Öffnung – auch in meiner Partei. Im Moment befindet sich die Diskussion in der Schweiz noch in einem frühen Stadium. Es werden erst Abklärungen getätigt, wie die «Ehe für alle» auf Gesetzesstufe umgesetzt werden könnte. Ich bin mir nicht so sicher, ob dann am Ende eine Mehrheit der CVP Ja stimmen wird.

Selbst die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel – Vorsitzende ihrer christlich-demokratischen Schwesterpartei in Deutschland – musste ihren Widerstand aufgeben, weil sich die Bevölkerung so deutlich für die gleichgeschlechtliche Ehe aussprach.
Die Situation in Deutschland ist durchaus vergleichbar mit jener in der Schweiz. Aber Angela Merkel ist ja nicht plötzlich Befürworterin der «Ehe für alle», sie hat ihren Abgeordneten nur gesagt: «Stimmt so, wie ihr es mit eurem Gewissen vereinbaren könnt.» Das machen wir in der CVP ohnehin.

Nur noch ein müdes Schulterzucken – wie die «Ehe für alle» salonfähig wurde

Warum wehren Sie sich persönlich so standhaft dagegen, dass Männer Männer heiraten dürfen und Frauen Frauen?
Nur dank der CVP sind heute eingetragene Partnerschaften überhaupt möglich – das Gesetz stammt aus der Feder der ehemaligen CVP-Bundesrätin Ruth Metzler-Arnold. Was mich stört, ist, dass homosexuelle Paare mit der «Ehe für alle» auch Kinder adoptieren dürften. Denn es wäre unehrlich, ihnen vorzugaukeln, dass sie bei der Heirat die gleichen Rechte wie heterosexuelle Ehepaare bekommen – und dann gleichzeitig in der Adoptionsfrage eine weitere Diskriminierung zu schaffen.

Glauben Sie, dass Homosexuelle die schlechteren Eltern sind?
Nein, so etwas würde ich nie behaupten. Aber es gibt kein Recht auf ein Kind. Ich finde es falsch, nur über die Rechte der Schwulen und Lesben zu reden und nicht danach zu fragen, wie es den Kindern in dieser Situation geht. Biologisch ist klar: Es braucht eine Frau und einen Mann, um ein Kind zu zeugen.

Realität ist aber auch, dass es bereits viele Kinder gibt, die in sogenannten Regenbogenfamilien aufwachsen.
Es ist nicht die Aufgabe der Politik, alles zu legitimieren, was in der Realität vorkommt. Es gibt schliesslich auch Männer, die mehrere Frauen haben – trotzdem ist die Mehrfachehe in der Schweiz verboten. Die Politik definiert, wie wir in diesem Land das gesellschaftliche Zusammenleben verstehen und orientiert sich dabei an gesellschaftlichen Traditionen.

Umfrage

Was hältst du von der «Ehe für alle»?

  • Abstimmen

4,936 Votes zu: Was hältst du von der «Ehe für alle»?

  • 73%Die Einführung der «Ehe für alle» ist in der Schweiz längst überfällig.
  • 13%Beim Heiraten sehe ich kein Problem – aber die Adoptionsfrage muss unabhängig davon behandelt werden.
  • 14%Die Möglichkeit, eine eingetragene Partnerschaft einzugehen, ist völlig ausreichend.

Pink-Cross-Chef Bastian Baumann argumentiert, dass es gerade im Interesse konservativer Politiker sein müsste, die Institution Ehe zu stärken: Wäre er Marketing-Chef der Ehe, würde er in Zeiten alternativer Familien wollen, dass möglichst viele Leute heiraten.
Das finde ich jetzt ein schwaches Argument. Es kann doch nicht einfach darum gehen, die Heiratsquote raufzutreiben!

Hand aufs Herz: Glauben Sie, dass sich die Entwicklung angesichts der Signale aus dem Ausland noch aufhalten lässt?
Das weiss ich nicht. Aber diese Frage hat für mich auch nicht Priorität. Es gibt in der Familienpolitik Themen wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die finanzielle Entlastung der Familien oder der Umgang der Kindern mit der Digitalisierung, die unsere CVP-Basis viel stärker beschäftigen. Die CVP muss sich auf diese Themen konzentrieren und Lösungen präsentieren.

Wie würden Sie reagieren, wenn eines Ihrer Kinder sich als schwul oder lesbisch outen würde?
Wenn es so ist, dann ist es so. Damit hätte ich kein Problem.

Regenbögen überall: Deutscher Bundestag sagt Ja zur «Ehe für alle»

Video: srf/SDA SRF

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Zeno Hirt, 25.6.2017
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126Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dewar 05.07.2017 20:32
    Highlight Mit dem Kindswohl zu argumentieren ist einfach heuchlerisch. Er sagt, homosexuelle Paare seien keine schlechteren Eltern, impliziert dann aber trotzdem, dass ihre Kinder davon Schaden tragen. Herr Candinas, schon mal überlegt, dass sie am ehesten unter Intoleranz zu leiden haben? Dass sie vielleicht in der Schule gehänselt werden, von Mitschülern, die von Leuten wie Ihnen beigebracht bekommen haben, dass es nur ein richtiges Familienmodell gibt?! Kindern das Gefühl zu geben, dass sie aufgrund ihrer Eltern anders oder gar schlechter sind, das finde ich ziemlich unchristlich.
    78 14 Melden
  • Altweibersommer 05.07.2017 19:54
    Highlight Obwohl ich seine Meinung nicht teile, hat Candinas eine klare eigene Meinung und kann gut argumentieren. Solche Politiker bräuchte es mehr und in allen Parteien, Chapeau!
    43 34 Melden
    • Juliet Bravo 06.07.2017 00:08
      Highlight Argumentieren? Wo ist denn ein wirkliches Argument? Also ich sehe kein einziges. Nur ein paar Vorurteile und den seltsamen Vergleich der mit der Vielehe.
      20 16 Melden
    • Wehrli 06.07.2017 01:19
      Highlight Göhring war auch ein begnadeter Redner.
      9 15 Melden
  • thekid 05.07.2017 18:15
    Highlight Einen Denkanstoss: Wie schnell ist es passiert, dass zwei Homosexuelle aus Versehen ein Kind zeugen? Da kann nicht schnell ein Kondom reissen oder sonst die Verhütung versagen.
    Eine Adoption ist ein grösseres Verfahren, es kostet und es wird lange darüber nachgedacht.
    Daher denke ich ein adoptiertes Kind wird mit viel Liebe grossgezogen, ich verstehe wirklich nicht wo man hier ein Problem sehen kann. "ihh meine Weltvorstellung von einer Familie ist nicht erfüllt, mimimi" - jobravo s goht do ned um di, d Welt richtet sich ned nach dina "ach so richtiga" Weltvorstellig us..
    90 12 Melden
    • Maracuja 05.07.2017 20:03
      Highlight Nur weil ein Paar mehr Aufwand betreiben muss, um Kinder zu bekommen, bedeutet das leider nicht, dass diese Kinder zwingend viel Liebe bekommen. Gibt immer wieder Adoptivkinder, die misshandelt werden (der schreckliche Tod von Dima Jakowlew wurde von Russland zum Vorwand genommen ein Adoptionsverbot für US-Bürger auszusprechen). Gibt auch Klagen gegen Samenbanken, Leihmütter deren Kinder nicht abgeholt werden, wenn sie nicht den Erwartungen entsprechen. Ob Eltern gut zu ihren Kindern sind, hat weder etwas mit sexuellen Präferenzen der Eltern zu tun noch mit dem Unterschied leiblich/adoptiert.
      41 8 Melden
  • piedone lo sbirro 05.07.2017 17:31
    Highlight "Die Intoleranz ist die leibliche Tochter des Teufels, die Lehre des bösen Prinzips, die Lehre der Lüge."
    (L. Feuerbach, Philosoph, 1804-1872)

    zur erinnerung:

    SVP toni bortoluzzi hat schwule und lesben kürzlich als "fehlgeleitete" und "hirnlappen, der verkehrt läuft" bezeichnet.

    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/Bortoluzzi-Schwule-und-Lesben-fehlgeleitet/story/26113904

    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/wie-es-um-die-rechte-von-homosexuellen-in-der-schweiz-steht/story/31429391
    20 6 Melden
  • chrisdea 05.07.2017 16:03
    Highlight Fand diesen Cartoon zum Thema absolut köstlich ;-)
    13 1 Melden
  • blueberry muffin 05.07.2017 15:59
    Highlight Polygamie sollte auch legal sein. Egal ob mehrere Frauen oder Männer.
    24 17 Melden
    • Wehrli 06.07.2017 01:22
      Highlight Sodomie, Watsonomie und Whataboutism auch.
      5 3 Melden
  • dracului 05.07.2017 15:23
    Highlight Orientiert sich an gesellschaftlichen Traditionen: Die Armee verschmäht die traditionsreichen Helebarden. Im Bündnerland war es Tradition, verarmte Bürger einzuweisen und Kinder zu verdingen. Frauen durften erst nach einem Traditionsbruch abstimmen. Konkubinatspaare durften einst keine Wohnung mieten. Die traditionelle Grossfamilie wich der Kleinfamilie. Ein Schwarzer an der Spitze einer Traditionsbank? Globalisierung ist keine Schweizer Tradition und vertrieb doch hiesige Traditionsfirmen. Sind Ferien, Flugreisen, Autos, Smartphone bereits Tradition oder bekämpft sie die Politik auch noch?
    41 1 Melden
  • Ökonometriker 05.07.2017 14:46
    Highlight Warum soll es schlechter sein, gleichgeschlechtliche Eltern zu haben?

    Aber klar, dass Polygamie verboten ist, ist auch ein Anachronismus. Hier bestünde Handlungsbedarf. Nur wären polygame Ehen rechtlich weitaus komplexer, da sich sehr viele schwierige Fragen stellen. Das wäre ungleich mehr Arbeit für das Parlament.
    18 3 Melden
  • Der Uhu 05.07.2017 14:41
    Highlight das Thema der Adoption muss geändert werden. Meist wird davon ausgegangen, dass das hypothetische Paar ein "fremdes" Kind adoptieren möchte.
    Ich denke dabei aber an einen tragischeren Fall:
    Die Mutter eines Säuglings geht eine Partnerschaft mit einer Frau ein. Zum Vater besteht kein Kontakt. Die Frauen ziehen das Kind gemeinsam gross. Alles ist gut- bis die Mutter stirbt. Nun hat die Partnerin bzw. zweite Elternteil keine Rechte für "ihr" Kind zu sorgen, auch wenn sie dies z.b.10Jahre getan hat.
    das Kind käme zum Vater oder Verwandten. egal ob das Kind evtl. bei der "Mutter" glücklicher wäre
    40 0 Melden
    • Tanzleila 06.07.2017 08:50
      Highlight Dass ist dann Stiefkindadpotion und bereits legal :)
      6 2 Melden
    • Der Uhu 06.07.2017 13:45
      Highlight @dory
      danke ich habs nun nachgelesen. ich weiss von einem Fall, wos nicht so lief, aber das ist ein paar Jahre her.
      gut, dass dies geändert wurde
      6 1 Melden
  • Olaf44512 05.07.2017 14:35
    Highlight Er hat absolut recht. Es sollte auch legal sein mehrere Frauen zu heiraten.
    48 17 Melden
  • fabianhutter 05.07.2017 13:37
    Highlight Ich finde es eigenartig wie in diesem Forum argumentiert wird. Es wird immer vom Recht der Eltern anstatt vom Recht des Kindes gesprochen, was auch NR Candinas anspricht.

    Dabei wäre es so einfach von der Seite der Kinder zu Argumentieren.
    Die folgende Seite zeigt, dass 75 von 79 (peer reviewed) Studien keinen Beleg gefunden haben, dass es Kindern mit gleichgeschlechtlichen Eltern schlechter geht.

    http://whatweknow.law.columbia.edu/topics/lgbt-equality/what-does-the-scholarly-research-say-about-the-wellbeing-of-children-with-gay-or-lesbian-parents/
    46 6 Melden
    • Fabio74 05.07.2017 20:00
      Highlight @BigPun Nur weil es Idioten gibt, die ihren Kinder Hass einbläuen, kann man nicht einfach warten.
      23 2 Melden
  • elivi 05.07.2017 13:35
    Highlight Die letzte frage hätte eigentlich heissen sollen: was wenn eins ihrer kinder schwul oder lesbisch ist und mit dem partner ein kind grossziehen wollen?

    Das ist die spannende frage ... Ehe is belanglos stück zettel aber kinder grossziehen wenn der partner ned vorher schon eins mitbringt?
    43 2 Melden
  • Natürlich 05.07.2017 13:09
    Highlight Adoption ja, Leihmutterschaft resp Samenspende Nein.
    Meine Meinung.
    11 26 Melden
    • Fabio74 05.07.2017 20:01
      Highlight Aber dann auch für Heteros. Gleiche Spiesse für alle. Alles andere ist verlogen.
      34 6 Melden
  • Alleinstehend 05.07.2017 12:29
    Highlight Was ist mit Alleinstehenden?

    Die dürfen dann die Kinderzulagen für alle Paare mit Kindern (egal wie zusammengesetzt) zahlen, die AHV für die nicht einer Erwerbstätigkeit nachgehenden Ehe"frau", die Witwenrenten, etc.
    Gleichzeitig haben sie keinen Zugang zum wirtschaftlich vorteilhaften Vertrag Ehe. Keine Ahnung, wie es um die Adoption steht.
    Es gibt viele Singles und dauerhaft Alleinstehende, auch zufriedene und gewollt.

    Warum also überhaupt an einem ungerechten Fossil wie der Ehe festhalten? Die Liebe kann man sich auch anders schwören.
    16 11 Melden
    • Brummbaer76 05.07.2017 19:17
      Highlight Die Konderzulagen werden je Kind bezahlt und nicht je Elternteil.
      "Nur eine Zulage pro Kind
      Pro Kind wird nur eine Zulage ausgerichtet. Sind beide Eltern erwerbstätig, so bezieht der sogenannte Erstanspruchsberechtigte (wer den Erstanspruch hat, wird im Gesetz geregelt) die Familienzulagen. Der andere Elternteil hat Anspruch auf eine Differenzzahlung, wenn er in einem anderen Kanton als der Erstanspruchsberechtigte arbeitet und die gesetzlich festgelegten Zulagen in diesem Kanton höher sind."
      12 1 Melden
  • Luca Brasi 05.07.2017 12:25
    Highlight Jetzt gibt dem Candinas endlich das Recht seine Zweit- und Drittfrau zu heiraten!

    XD
    61 4 Melden
  • Matthias Studer 05.07.2017 12:08
    Highlight Das Argument, nur Mann und Frau können auf natürliche Weise Kinder bekommen hinkt. Denn wenn das Paar keine Kinder bekommen kann, haben sie die Option zur Adoption. Schlussendlich ist es aber daselbe wie gleichgeschlechtiche Partner, die keine Kinder auf natürliche Weise bekommen können.
    124 21 Melden
    • Pain_in_the_ass 05.07.2017 13:36
      Highlight Dann hast du sein Argument nicht verstanden oder so interpretiert, wie es dir beliebt. Die Natur hat vorgesehen, dass es eine Frau und einen Mann braucht, um ein Kind zu zeugen. Damit hat er recht. Es stimmt auch, dass von den Befürwortern der Ehe für Alle das Recht des Kindes missachtet wird. Es geht nur um die Homosexuelle, weil es momentan Trend ist.
      21 65 Melden
    • Leventis 05.07.2017 15:20
      Highlight Die Rechte der Kinder werden an anderer Stelle berücksichtigt. Homosexuelle könnten ja heute schon Kinder adoptieren. Dies jedoch nur als Einzel- oder Stiefkindadoption, nicht gemeinschaftlich. Jetzt kann man sich all die möglichen Workarounds selber ausmalen. Was, wenn zu Ende gedacht, wiederum eher ein Argument pro Ehe für alle wäre. Denn so können gelebte Familien auch rechtlich Familie sein.
      Was dem Kindswohl und dessen Rechten eher Rechnung trägt als die momentane Situation.
      Und wenn's dann wirklich um Rechte der Kinder geht, räumen wir ihnen doch bei Adoption ein Mitspracherecht ein.....
      15 1 Melden
    • Matthias Studer 05.07.2017 15:35
      Highlight @Ass,
      1. Homosexualität ist kein Trend, keine Krankheit noch hat es mit falscher Erziehung zu tun. Man ist oder nicht. Nicht mehr und nicht weniger.
      Es gab Zeiten, da war Homosexuell sein, nicht so verpönnt wie in den letzten Jahren. Das ist nichts anderes wie gesellschaftlich akzeptiert oder nicht. Es gibt auch in der Natur Homosexualität.

      Also, wenn die Gesellschaft dies einfach akzeptiert, hat auch ein Kind kein Problem. So einfach ist das. Und die Mehrheit der Gesellschaft akzeptiert es bereits. Also, wo ist das Problem?
      32 6 Melden
    • Matthias Studer 05.07.2017 15:38
      Highlight 2. Es gibt kein Recht auf ein Kind.
      Nur ist es so, dass genau diese Aussage auch für Eltern die keine Kinder bekommen können, gelten müsste. Ist aber nicht so. Dort wird eine Adoption nicht angezweifelt. Also warum bei einem gleichgeschlechtlichem Paar? Das Gesetz muss für alle gleich sein. Wir haben zuviele Gesetze, die genau diesem Grundsatz unserer Verfassung wiedersprechen.
      24 3 Melden
  • Randy Orton 05.07.2017 12:01
    Highlight Herr Candinas hat Recht, wenn er sagt es brauche einen Mann und eine Frau um ein Kind zu zeugen. Homosexuelle wollen ja aber nicht plötzlich Kinder zeugen, sondern Kinder adoptieren. Und das können auch zwei Männer oder zwei Frauen genau so gut wie ein heterosexuelles Paar.
    142 9 Melden
    • michiOW 05.07.2017 17:46
      Highlight Das streitet er au nicht ab.

      Ich sehe wirklich keinen Unterschied zwischen Ihrer Aussage und derjenigen von Herrn Candinas.
      6 19 Melden
  • Wilhelm Dingo 05.07.2017 11:35
    Highlight Die Vorstellung dass ich 2 Mütter oder Väter hätte ist nicht schön. Wahrscheinlich haben wir aber andere, grössere Probleme, als die wenigen Kinder welche in einer homosexuellen Familie aufwachsen würden.
    35 136 Melden
    • Randy Orton 05.07.2017 12:01
      Highlight Lieber gar keine Eltern?
      92 14 Melden
    • Chrigu91 05.07.2017 12:18
      Highlight Du würdest nichts anderes kennen und würdest hoffentlich deine Eltern schätzen wie deine richtigen.
      38 2 Melden
    • Wilhelm Dingo 05.07.2017 12:28
      Highlight @Randy Orton: danke für Deinen sachlichen Kommentar. Ich sage ja, es gibt drängendere Probleme.
      6 24 Melden
    • IrmaFirma 05.07.2017 13:10
      Highlight Ich bin mit Vater und Mutter aufgewachsen. Beide waren überaus gemein und haben uns vier Kinder psychisch gequält und nicht geliebt. Ich kann mich an keine! Umarmung erinnern. Ich hätte gerne nur EINEN Elternteil gehabt oder zwei Mütter oder zwei Väter, oder nur irgendjemanden der mich mag.
      79 0 Melden
    • baba1906 05.07.2017 13:17
      Highlight Warum ist das ein Problem. Ist es dir so wichtig, dass deine Mutter das weibliche Geschlecht hat? Und dass dein Vater keine Busen hat? Ist doch so was von egal. Hauptsache deine Eltern lieben dich und kümmern sich um dich. Wenn du adoptiert wirst spielt das doch keine Rolle. gleichgeschlechtliche Eltern können dir genau das Selbe geben wie heterosexuelle Paare. Ausser die Geburt! Aber es gibt ja genug Kinder die alleine auswachsen müssen. Aber die Kinder sind ja egal. Hauptsache keine liebende Eltern.
      40 3 Melden
    • Snowy 05.07.2017 14:00
      Highlight Deine Vorstellungskraft in Ehren... aber breit angelegte Studien in verschiedenen Ländern haben gezeigt, dass Kinder keinerlei Nachteile erfahren nur weil diese in Regenbogenfamilien aufwachsen.
      34 1 Melden
    • Wilhelm Dingo 05.07.2017 15:42
      Highlight @all: fragt doch mal Kinder was sie dazu meinen.
      3 13 Melden
    • michiOW 05.07.2017 17:47
      Highlight Haha es tun immer alle so als ob sie wussten, was das Kind empfinden würde oder was es möchte.

      Fakt ist, dass wir das nicht Wissen, denn wir sind keine Kinder mehr.
      5 9 Melden
    • Chrigu91 05.07.2017 19:11
      Highlight @Wilhelm: Frag doch mal Kinder, die so aufwachsen, was sie dazu meinen.
      11 1 Melden
    • Chrigu91 05.07.2017 19:14
      Highlight Kannst dir ja in der Zwischenzeit mal diesen Film anschauen ;)

      8 0 Melden
    • Fabio74 05.07.2017 20:03
      Highlight Lieber bei 2 Männern oder Frauen als 1 Vater den seine Kinder einen Dreck interessieren.
      9 1 Melden
    • michiOW 05.07.2017 23:15
      Highlight @chrigu91

      Diese Kinder wissen nicht, ob es ihnen mit einer Mutter und einem Vater besser oder schlechter ergengen wäre.

      Sie sind wie alle Kinder entweder zufrieden oder nicht mit ihren Eltern. Sie haben keinen Vergleichswert.
      3 4 Melden
    • Wilhelm Dingo 06.07.2017 07:05
      Highlight @Fabio74: in Deinem Beispiel hast Du Recht. Aber vergleiche doch bitte eine intakte Heterofamilie mit einer intakten homofamilie.
      2 7 Melden
  • Juliet Bravo 05.07.2017 11:32
    Highlight Überaus dünne Argumentation von Herrn Candinas. Eigentlich sagt er nur Tradition und, dass er gegen die Adoption von Kindern ist (warum genau bleibt völlig offen). Alles sein "Bauchgefühl" - aber das reicht doch nicht, um gewisse vor dem Gesetz ungleich zu behandeln.
    105 10 Melden
    • Chrigu91 05.07.2017 12:06
      Highlight Es ist immer das selbe mit den Argumenten der Gegner... Und warum? Weil es schlicht und einfach keine begründeten Gegenargumente gibt.
      70 6 Melden
    • Spama Lotto 05.07.2017 12:58
      Highlight Hey, er ist in einer Partei, die sich über ein Märchenbuch definiert und deren Präsident sich immer wieder mal ein bisschen vom Bauchgefühl leiten lässt. Von dem her passt das schon: Wer braucht schon Fakten, wenn man eine Meinung hat...
      32 12 Melden
  • Snowy 05.07.2017 11:32
    Highlight Herzlich willkommen im 21. Jahrhundert, Herr Candinasch!
    Zum Glück sind Leute wie Sie (endlich!) in der Minderheit.
    86 31 Melden
    • äti 05.07.2017 11:58
      Highlight .. verstehe diesen Kommentar nicht. Andere Meinung und welche oder Personen-Bashing?
      17 51 Melden
    • Snowy 05.07.2017 13:57
      Highlight Mein Kommentar ist dahingehend zu verstehen, dass ich Menschen, die anderen Menschen Rechte absprechen möchten nur weil Sie homosexuell sind, als geistig und moralisch umnachtet empfinde.

      Verständlich jetzt?
      25 7 Melden
    • äti 05.07.2017 15:06
      Highlight Ja, klar jetzt und gleicher Ansicht. Danke.
      6 1 Melden
    • michiOW 05.07.2017 18:11
      Highlight Er überlegt nur anders als Sie.

      Er sagt ja auch, dass er mit der Heirat selbst kein Problem hätte, es jedoch eine Heuchlerei wäre, Homosexuellen gleichzeitig das Recht auf Adoption abzusprechen.

      Er ist sich noch nicht sicher wegen dem Adoptionsrecht und steht dazu. Hier geht es nicht darum, dass Homosexuellen Rechte abgesprochen werden.
      6 15 Melden
    • Fabio74 05.07.2017 20:04
      Highlight Doch michi. Es werden oder sollen Rechte verweigert werden. Und darum schwafelt man von Tradition und anderem Mist.
      9 4 Melden
    • michiOW 05.07.2017 23:19
      Highlight Er sagt ja nicht "niemals".

      Ausserdem haben Sie sich nun korrigiert: Herr Candinas VERWEIGERT Homosexuellen das Recht auf Adoption, er spricht es ihnen nicht ab.
      0 3 Melden
    • baba1906 06.07.2017 09:10
      Highlight Es geht nicht ums niemals. Homosexuelle wachsen in einer Welt auf in der sie immer wieder hören müssen, wie seltsam und unnatürlich sie sind. Nicht weil wir uns so fühlen, sondern weil man uns anhand von Gesetzen (nicht Gott, nicht die Natur) sagt, das wir nicht gleichwertig sind. Warum soll ich nicht wie alle andern auch ins Zivilstandesamt laufen dürfen und dort mit meinem Partner unterschreiben dürfen, dass ich mich rechtlich absichern möchte. Wir leben, arbeiten, essen, zahlen Steuern und lieben wie alle anderen Menschen auch. Uns gehören diese Rechte jetzt, nicht in 30 Jahren.
      3 0 Melden
    • michiOW 06.07.2017 13:46
      Highlight Ihr seid anders. Dies ist ein Fakt. Dies ist so natürlich wie ein Mensch man oder Frau ist.

      Früher war es einfach verboten, Homosexuell zu sein, dann wurde es lediglich geduldet.

      Nun ist man auf dem Weg zur Gleichberechtigung, aber man kann Menschen nicht Rechte geben, ohne sich zu überlegen, ob die Rechte anderer beschnitten werden.

      Ein Frage: Hat das Kind ein Recht auf eine Mutter und einen Vater?
      Ich weiss nicht, ob das irgendwo gesetzlich verankert ist.
      2 4 Melden
  • piedone lo sbirro 05.07.2017 11:28
    Highlight gesellschaftliche traditionen, heimatschutz und konservative werte gehören vordergründig zum image der christdemokratischen volkspartei.

    in saudiarabien oder den vereinigten arabischen emirate, wo die CVP gerne waffen und munition hin liefert oder sich nach schwarzgeld-kunden für unsere banken umsieht, ist die erlaubte mehrfachehe kein geschäfts-hindernis für unsere christdemokraten.
    wenns also ums geschäften geht, ist das "C" bei der CVP dann plötzlich nicht mehr so vordergründig - man gibt sich gerne fortschrittlich und global denkend...
    55 18 Melden
    • dave1771 05.07.2017 14:13
      Highlight das C ist schon lange kein C mehr...
      14 1 Melden
    • michiOW 05.07.2017 18:12
      Highlight Wie fundamentiert Ihre Aussage doch ist. Sie plappern genauso den Linken nach wie Andere den Rechten.

      Als wäre das Ganze so einfach wie Sie es beschreiben.
      4 16 Melden
    • Fabio74 05.07.2017 20:07
      Highlight @Michi Es ist einfach. Rausfinden welche Gesetze man anpassen muss. Dafür hat man eine Verwaltung. Zeit 1/2Jahr. Danach ran gehen an die Gesetzesänderungen. 1/2Jahr.
      Danach ist das Ganze erledigt.
      Was von der Heuchler CVP Kommt sind nur Bremsmanöver. Die CH ist bald letzte in Westeuropa.
      10 1 Melden
  • Ms. Pond 05.07.2017 11:24
    Highlight Wenn Heterosexuelle Zugang zur Adoption und zu künstlicher Befruchtung haben, dann sollte man dies auch Homosexuellen nicht verwehren. Entweder man akzeptiert die Natur oder eben nicht. Wenn man auf die Natur pocht, dann müsste man unfruchtbare heterosexuelle Paare ebenfalls sagen, sie hätten halt Pech gehabt, die Natur wills so. Das macht man zum Glück nicht. Die Leute fliegen mit Flugzeugen, sprechen via Telefon mit weitentfernten Menschen, schauen TV, nehmen Medikamente gegen jeden Furz, aber bei dem Thema soll man die Natur auf einmal wieder akzeptieren.
    135 10 Melden
  • Colourreader 05.07.2017 10:44
    Highlight Etwas verstehe ich bei der ganzen Adoptionsdiskussion nicht. Es gibt in der Schweiz 200'000 alleinerziehende Väter und Mütter. Wie kann man da dagegen sein, dass zwei fürsorgliche Väter oder Mütter Kinder adoptieren dürfen?
    173 14 Melden
    • rauchzeichen 05.07.2017 11:06
      Highlight konservatives traditionsdenken, nix ändern usw. rückständigkeit.
      53 8 Melden
    • Elegant_Force 05.07.2017 11:08
      Highlight Na, wie er doch gesagt hat, es braucht einen Mann und eine Frau um Kinder zu zeugen und niemand hat ein Recht auf ein Kind.

      Dass Kinder auch nach der Geburt noch existieren, ist ihm anscheinend noch nicht aufgefallen.

      Sonst müsste er ja zugeben, dass kein geistig gesunder Mensch gegen die Adoption eines Kindes in eine liebende Familie sein kann, womit sein ganzes Argument gegen die Adoption auseinanderfallen würde.
      70 4 Melden
    • Madison Pierce 05.07.2017 11:10
      Highlight Ich bin überzeugt, dass ein Kind Mutter und Vater braucht. Gewisse Themen bespricht man lieber mit der Mutter, in der Pubertät braucht es den Vater als Vorbild und als Erzieher mit der nötigen Strenge.

      Dass es getrennte Paare gibt ist klar, aber da kann das Kind das getrennt lebende Elternteil ja meist besuchen.

      Mehr Sorgen macht es mir aber, dass es dann Paare geben wird, die sich das Kind per Samenspende bzw. Leihmutterschaft holen. Diese Kinder haben unter Umständen nicht mal die Chance, ihre Erzeuger kennen zu lernen.
      24 95 Melden
    • Maracuja 05.07.2017 11:26
      Highlight Was hat das mit Alleinerziehenden zu tun? I.d.R. haben Kinder von Alleinerziehenden Kontakt zum anderen Elternteil. Man kann auch fürsorglich sein, wenn man nicht im gleichen Haushalt lebt wie das Kind. Unverständlich ist mir aber, wieso man als Einzelperson adoptieren darf, aber als homosexuelles Paar nicht. Für Kinder ist gut, wenn 2 fürsorgliche Personen, die Elternschaft übernehmen (und im Falle einer Trennung aufrecht erhalten).
      42 4 Melden
    • kupus@kombajn 05.07.2017 11:40
      Highlight @Madison Pierce:

      "Dass es getrennte Paare gibt ist klar, aber da kann das Kind das getrennt lebende Elternteil ja meist besuchen."

      Was ist mit Halbwaisen?
      40 4 Melden
    • Elegant_Force 05.07.2017 11:56
      Highlight +Madison Pierce Was zu beweisen war

      Dass du elternlosen Kindern das Recht auf eine Familie verwehren willst ist verwerflich

      Kinder benötigen ein liebendes, fürsorgliches und unterstützendes Umfeld mit kompetenten Erziehungsberechtigten. Nur weil die Eltern Frau und Mann sind, ist das nicht gewährleistet. Im Gegensatz zu biologischen Eltern, kontrollieren Waisenhäuser, ob die Eltern denn tatsächlich qualifiziert und willig sind, sich um ein Kind zu kümmern

      Bei Alleinerziehenden kann es durchaus sein, dass der andere Elternteil nicht verfügbar ist, sei er im Knast, Koma, tot oder gewalttätig
      27 3 Melden
    • Madison Pierce 05.07.2017 12:01
      Highlight @kupus@kombajn: Natürlich gibt es Halbwaisen. Wie auch Vollwaisen oder Kinder, deren Vater oder Mutter sich aus dem Staub gemacht hat.

      Aber damit die Adoption für Homosexuelle, die Leihmutterschaft und noch viel mehr zu legitimieren ist ein logischer Fehlschluss.

      Das ist gleich falsch wie "Gras muss legalisiert werden, weil Alkohol auch legal ist, obwohl schädlich".

      Man kann für die Adoption für Homosexuelle sein und dazu Studien zitieren, aber nicht mit dem Argument "weil es solche Fälle schon gibt".

      Das ist ein Unterschied, den leider viele (auch Politiker) nicht erkennen.
      9 49 Melden
    • kupus@kombajn 05.07.2017 12:14
      Highlight @Madison Pierce: damit wollte ich gar nichts legitimieren. Es ging mir eher darum, dass du das auf das hier geschrieben hattest: "Ich bin überzeugt, dass ein Kind Mutter und Vater braucht. Gewisse Themen bespricht man lieber mit der Mutter, in der Pubertät braucht es den Vater als Vorbild und als Erzieher mit der nötigen Strenge."

      Natürlich ist es toll, wenn sich ein Kind an beiden Geschlechtern orientieren kann, wenn ein Mädchen "Mädchensachen" mit der Mama und ein Junge "Jungensachen" mit Papa besprechen kann, aber es geht auch ganz gut ohne, so wie es bei Halbwaisen oft der Fall ist.
      15 1 Melden
    • Maracuja 05.07.2017 12:58
      Highlight Madison Pierce: Mehr Sorgen macht es mir aber, dass es dann Paare geben wird, die sich das Kind per Samenspende ...

      Was Sie befürchten ist teils bereits Realität: Samenspende ist in der Schweiz für Ehepaare erlaubt. Eizellenspende und Leihmutterschaft nicht. Die Frage der Gleichstellung von homosexuellen Menschen mit heterosexuellen, sollte man nicht vermischen mit der Frage darüber, welche Methoden der Fertilitätsmedizin ethisch vertretbar und somit zuzulassen sind.
      12 0 Melden
    • baba1906 05.07.2017 13:24
      Highlight Ach Madison, bei 2 Väter wäre das nicht anders. Auch dort würdest du mit den einen über die einen Themen reden und mit den anderen über andere. Warum sollten Männer sich nicht auch über das Weibliche Geschlecht informieren. Klar sie werden es nie selber erleben, aber ich kenne soooooo viele Frauen die nie mit ihren Müttern über solche Themen gesprochen haben. Genauso wie ich nie über Männerthemen mit meinem Vater gesprochen habe. Wir geben den Genders viel zu viel Bedeutung. Mann Strenge/ Frau Weichei? Lebst du im 18 Jahrhundert?
      23 1 Melden
    • Snowy 05.07.2017 14:05
      Highlight @Courreader: Posting des Tages!
      6 0 Melden
    • Claudia Heil 05.07.2017 15:55
      Highlight @Madison Pierce: gerade in der Pubertät distanzieren sich die Kinder von Mutter und Vater, suchen sich andere Ansprechpartner. Ich bin überzeugt, dass die Eltern viel weniger von ihren Kindern erzählt bekommen, als sie gern hätten. Und ein Kind, dass einen Ansprechpartner braucht, sucht sich einen. Die Eltern können ihr Kind bei der Auswahl "guter" Ansprechpartner unterstützen, indem sie vielfältige, gute Kontakte ermöglichen (Vereine, Musik, Paten, Freundeskreis,...). Aber ob das Vater & Mutter, Mutter & Mutter, Vater & Vater, nur Mutter oder nur Vater machen ist ziemlich egal.
      9 0 Melden
    • blueberry muffin 05.07.2017 16:09
      Highlight Weil Kannabis weniger schädlich ist als Alkohol, nicht abhängig macht und unseren Schweizern Bauern einen netten Gewinn bringen können, sind sie gegen die Legalisierung?

      Naja, die Dealer freuts.
      7 0 Melden
    • rauchzeichen 05.07.2017 18:38
      Highlight bis auf die abhängigkeit... die gibts auch bei cannabis. und tv. und sex. und und und. potential zur abhängigkeit ist noch lange kein grund, etwas zu verbieten. also ist schon einer aber keiner den ich ernst nehmen kann...
      1 0 Melden
  • Maracuja 05.07.2017 10:27
    Highlight Es gibt kein Recht auf ein Kind. Das trifft zwar zu, aber wenn Heterosexuelle Zugang zu Adoptionsgesuch und Fertilitätsmedizin haben, dann kann man Homosexuellen diesen Zugang nicht mit dem Argument "es gibt kein Recht auf ein Kind" verwehren.
    99 7 Melden
  • Ramy 05.07.2017 10:14
    Highlight Weil eine alleinerziehende Mutter/Vater besser für das Kind ist als zwei Mütter/Väter. Bei einer ist das voll okay aber bei zwei? Nein, das geht nicht, da fehlt dem Kind doch die männliche/weibliche Bezugsperson!
    46 9 Melden
    • Maracuja 05.07.2017 11:06
      Highlight Wieso fehlt bei Alleinerziehenden zwingend der Kontakt zum anderen Elternteil? Soweit ich informiert bin, sind nur wenige der Alleinerziehenden verwitwet und Alleinerziehende, die den Kontakt zum anderen Elternteil verhindern, stehen zunehmend in der Kritik. Ihre Vorurteile über Alleinerziehende haben wenig mit der Realität zu tun.
      10 23 Melden
    • Ramy 05.07.2017 12:31
      Highlight Ich glaube Sie haben mich da missverstanden. In dem Kommentar gehe ich auf das Argument der Gegner der Homo-Adoption ein. Das Argument, dass eine Mutter/ein Vater für das Kind okay ist aber bei zwei Mütter/Väter dem Kind dann die Bezugsperson fehlt macht absolut keinen Sinn. Zuerst die Aussage überdenken, dann daran rum meckern ;)
      13 2 Melden
    • IrmaFirma 05.07.2017 13:13
      Highlight Ich denke, Ramys Beitrag ist ironisch gemeint.
      Und es ist halt etwas anderes jeden Tag mit jemandem zusammen zu wohnen oder den anderen Elternteil nur zweimal im Monat zu sehen. Allerdings gibt es ja auch andere Bezugspersonen, Onkel, Tanten, Lehrerinnen und Lehrer, der Leiter beim Turnen, völlig egal. Es ist nicht so, dass jemand, der nur bei der Mutter, oder bei zwei Müttern, aufwächst, keine Männer in seinem Leben kennen wird. Und umgekehrt natürlich auch.
      12 0 Melden
  • JoWu 05.07.2017 10:11
    Highlight Er will keine Diskriminierung in der Adoptionsfrage? Dann müssen eben alle Paare grundsätzlich die Chance zur Adoption haben. Was hat das mit der homosexuellen Ehe zu tun? - Verstehe ich nicht, die Argumentation
    43 5 Melden
    • Ms. Pond 05.07.2017 11:27
      Highlight Er will keine anklagbare Diskriminierung....
      11 0 Melden
  • Datsyuk 05.07.2017 10:10
    Highlight Auch er kann nicht sagen, wieso nicht alle Menschen heiraten dürfen sollen.

    👫 = 👬 = 👭
    53 6 Melden
  • baba1906 05.07.2017 10:06
    Highlight Hat er sich schon einmal damit auseinandergesetzt wie es Kindern von gleichgeschlechtlichen Eltern überhaupt geht? Wenn nur Paare Kinder haben dürfen, die sie auch zeugen können, dann dürfte ja niemand ein Kind adoptieren. Jeder drogenabhängiger Heterosexueller Mann, darf ein Kind zeugen. Zwei liebende Männer nicht? Der unterschied zwischen Hetero und Homo Eltern ist lediglich, dass wir als Gesellschaft immer noch das Gefühl haben, dass bestimmte Rollen bestimmten Geschlechter zugeschrieben werden müssen. Frau kümmert sich um das emotionale? Der Mann geht arbeiten? Bullshit!
    68 10 Melden
  • Confused Dingo #teamhansi 05.07.2017 10:04
    Highlight Also für Herr Candinas liegt die Möglichkeit, dass Homosexuelle Paare ein Kind adoptieren, gleich auf wie einen Harem zu halten? Ok das ist vielleicht ein gar krasses Beispiel.

    Wie viele Kinder leben unter schlechten Verhältnissen und in Heimen? Wenn jetzt Homosexuelle Paare diesen Kindern eine liebende Familie und Zukunft bieten können, warum nicht?
    48 10 Melden
  • Asmodeus 05.07.2017 10:01
    Highlight "Es gibt schliesslich auch Männer, die mehrere Frauen haben – trotzdem ist die Mehrfachehe in der Schweiz verboten."

    Stellt sich ebenfalls die Frage. "Wieso eigentlich?" Wenn alle involvierten glücklich sind?
    Mühsam wäre es einfach bei der Hinterbliebenenrente. Wer bekommt wieviel?
    50 9 Melden
    • Spama Lotto 05.07.2017 13:14
      Highlight "Wieso eigentlich?"
      Antwort Candinas:
      "Die Politik [...] orientiert sich dabei an gesellschaftlichen Traditionen."
      Diese Aussage finde ich besonders entlarvend. Die pfistersche CVP will also tatsächlich zum SVP-Wurmfortsatz verkommen. Früher war sie mit der FDP noch eine starke Mitte. Heute bestimmt die SVP zusammen mit der libertären FDP die Wirtschaftspolitik und mit der reaktionären CVP die Gesellschaftspolitik (wie im vorliegenden Fall). Für fortschrittliches Gedankengut ist im Moment in der Schweiz nicht mehr viel Platz...
      9 0 Melden
    • Asmodeus 05.07.2017 14:38
      Highlight Die CVP war doch schon immer die hinterfotzigste Partei.

      Bei der SVP weiss man wenigstens woran man ist :)
      9 0 Melden
  • Bruno S. 88 05.07.2017 10:00
    Highlight Ob ein Kind in einem Heim besser aufgehoben ist als bei Gleichgeschlechtlichen Eltern wage ich stark zu bezweifeln.
    Es ist übrigens auch nicht die Aufgabe der Politik zu derinieren was Normal ist und der Tradition entspricht. Das ist die Aufgabe der Gesellschaft! Wenn alle so denken würden wie dieser Politiker, hätten die Frauen in dee Schweiz heute noch kein Stimmrecht!

    Die Gesellschaft entwickelt sich, ob es den Konservativen passt oder nicht!
    47 7 Melden
  • Dr. B. Servisser 05.07.2017 09:58
    Highlight Eins muss man ihm lassen: immerhin ist er ehrlich. Eine Ehe mit Ausklammerung der Adoption ist keine Gleichstellung.

    Was für rationale Argumente dagegen sprechen erschliesst sich mir jedoch nicht.
    43 4 Melden
  • kupus@kombajn 05.07.2017 09:54
    Highlight Die Mehrfachehe ist verboten?! Was ist denn das für ein saudummer Vergleich? Hier geht es darum, homosexuelle Paare gegenüber heterosexuellen Paaren rechtlich gleichzustellen, so wie es unsere Bundesverfassung mit dem Gleichheits- und Diskriminierungsverbot vorsieht. Das Verbot der Mehrfachehe betrifft alle gleichermassen.
    47 7 Melden
    • kupus@kombajn 05.07.2017 11:38
      Highlight Ups! Was habe ich denn da geschrieben?! :D Es soll natürlich "Gleichheitsgebot und Diskriminierungsverbot" heissen.
      15 0 Melden
    • rauchzeichen 05.07.2017 16:38
      Highlight mich stören mehrfachehen nicht. solange alle beteiligten glücklich damit sind. wieso muss man sowas verbieten? genau solche gesetze verhindern, dass sich irgendein land wirklich frei nennen kann. klar brauchts gesetze, aber die steinzeitlichen ansichten irgendwelcher gottesgläubigen menschen haben nichts mit gerechtigkeit und freiheit zu tun. zumal die schreiber unserer gesetze meist längst tot sind, wie auch teile ihrer weltanschauung. wir werden von der vergangenheit bestimmt, leben heute, und träumen vom besseren morgen. das wird sich wohl leider nicht so schnell ändern...
      4 0 Melden
  • Tikvaw 05.07.2017 09:47
    Highlight - Wieso sollte eine Adoptionsmöglichkeit das gleiche sein wie "Recht auf Kind"? Heisst das unfruchtbare Heteropaare haben ein "Recht auf Kinder"? Wäre mir neu.
    - Nein der CVP haben wir nicht die eingetragene Partnerschaft zu verdanken, bei der vorgängigen Abstimmung im Parlament haben 17 von 26 cvpler entweder nein gesagt oder sich enthalten und am Ende hat das Stimmvolk entschieden.
    - Es gibt immer irgend etwas wichtigeres, trotzdem lassen wir nicht alles andere unter den Tisch fallen.
    - Gesellschaftliche Traditionen sind nicht auto gut: Man kann auch neue Werte auf neue Tafeln schreiben.
    54 2 Melden
  • Caturix 05.07.2017 09:45
    Highlight Ja es ist besser das Kinder bei einem Vater und einer Mutter aufwachsen in einer Richtigen Familie und sich nach ein paar Jahren scheiden lassen und das Kind dann nur bei der Mutter aufwächste oder hin und her geschoben wird.
    Sehe da wircklich kein Problem bei einer Adobtion wenn es 2 Männer, 2 Frauen, ein Mann und eine Frau oder nur ein Mann / Frau ein Kind adoptiert. Es kommt auf die Person an.
    23 5 Melden
  • Menel 05.07.2017 09:41
    Highlight >>Es gibt schliesslich auch Männer, die mehrere Frauen haben – trotzdem ist die Mehrfachehe in der Schweiz verboten.<<

    ...und Frauen die mehrere Männer haben...und Männer die Frauen und Männer haben...und Frauen die Frauen und Männer haben...

    Das gibt es alles und niemand von diesen Erwachsenen schädigt irgend jemanden mit ihrem Lebensmodell. Darum könnte man darüber auch gleich noch diskutieren!

    Verbote machen für mich nur dann Sinn, wenn dadurch verhindert wird, dass jemand Schaden davon trägt.
    52 2 Melden
    • Asmodeus 05.07.2017 11:01
      Highlight Die Gesellschaft wandelt sich, aber das leider sehr langsam.

      Vielleicht sollte man die Hardcorechristen daran erinnern, dass Abraham und Co. ebenfalls mehrere Ehefrauen hatten.
      24 0 Melden
    • Maracuja 05.07.2017 11:18
      Highlight Diskutieren kann man, aber die rechtlichen Probleme sind nicht so leicht zu lösen. Eine Ehe ist eben nicht nur ein Vertrag zwischen Individuen, sondern auch ein Vertrag mit der Gesellschaft (AHV, Familiennachzug). Zudem läuft es bei Polygamie i.d.R. nicht so, dass 3 oder mehr Personen gleichzeitig und im gegenseitigen Einverständnis heiraten, üblich ist eher, dass der Mann später noch weitere Frauen heiratet. Für Scheidungsanwälte wäre Polygamie sicher interessant, ich persönlich wäre aber nicht bereit Wittwenrenten für Polygamisten mit meinen AHV-Abzügen mitzufinanzieren.
      12 1 Melden
  • lukass 05.07.2017 09:38
    Highlight Er sagt:
    "Die Politik definiert, wie wir in diesem Land das gesellschaftliche Zusammenleben verstehen und orientiert sich dabei an gesellschaftlichen Traditionen."

    Ich würde eher sagen:
    "Die Politik definiert, wie wir in diesem Land das gesellschaftliche Zusammenleben verstehen und orientiert sich dabei an der *gesellschaftlichen Realität*."

    Traditionen können und sollen sich ändern. Dies zu verstehen und die Gesetzeslage dementsprechend anzupassen, ist die Aufgabe der Politik.
    35 1 Melden
  • Donald 05.07.2017 09:37
    Highlight "Die Politik definiert, wie wir in diesem Land das gesellschaftliche Zusammenleben verstehen und orientiert sich dabei an gesellschaftlichen Traditionen."
    Wer wählt den? Er liest also in Geschichtsbüchern, um Gesetze zu definieren?
    29 1 Melden
  • owlee 05.07.2017 09:29
    Highlight Also ich würde ja mal behaupten, dass es den meisten adoptierten Kindern mit zwei Müttern oder zwei Vätern besser gehen würde als als Waise.
    36 5 Melden
  • Chrigu91 05.07.2017 09:25
    Highlight Er vergleicht Äpfel mit Birnen. Man kann doch eine monogame Homobeziehung nicht mit einer polygamen Heterobeziehung vergleichen.
    36 2 Melden
  • meine senf 05.07.2017 09:17
    Highlight Wegen Mehrfachehe: Ab 3 Personen kann man ja einen Verein gründen. Bei entsprechenden Statuten und falls keine Haftungsbeschränkung, käme das ja fast auf das selbe hinaus.
    25 4 Melden
  • Marlon Mendieta 05.07.2017 09:12
    Highlight Seine Meinung halt...
    Jesus wäre sicher für Ehe für alle
    38 3 Melden

Kinder dürfen jetzt offiziell zwei Papis oder zwei Mamis haben – Stiefkind-Adoption boomt

Seit wenigen Monaten gibt es in der Schweiz Kinder, die auf dem Papier zwei Väter oder zwei Mütter haben. Möglich machen es Samenspender, Leihmütter – und eine Änderung des Adoptionsrechts. Bei den Kantonen gingen in den letzten Monaten Dutzende Gesuche ein.

Es geht vorwärts mit der «Ehe für alle»: Schwule und Lesben sollen in der Schweiz künftig heiraten und Kinder adoptieren dürfen. Das hat die Rechtskommission des Nationalrats am Freitag entschieden.

Ein erster Schritt in diese Richtung ist bereits getan: Seit diesem Jahr gibt es in der Schweiz Familien, in denen die Kinder offiziell zwei Mütter oder zwei Väter haben. Möglich macht es eine Änderung des Adoptionsrechts, die am 1. Januar in Kraft getreten ist. Seither steht …

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