Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Schimpansen Affen Primaten

Nicht nur Menschen, sondern auch Menschenaffen sollen in den Genuss von Tierrechten kommen.  bild: keystone

Grundrechte für Affen? «Ja!», meint die Nachwuchshoffnung der Jungen Grünen

Grundrechte für Menschenaffen? Geht es nach der Stiftung Sentience Politics, soll das schon bald Realität sein. Die Stiftung will dazu eine Initiative in Basel-Stadt einreichen. An vorderster Front für die Tierrechte kämpft Meret Schneider, Präsidentin der Jungen Grünen Zürich. watson hat mit ihr über Veganismus, Tierversuche und Uni-Bratwürste gesprochen.



Meret Schneider ist genervt. Die Präsidentin der Jungen Grünen Zürich kommt gerade aus einer Sitzung der Rechnungsprüfungskommission des Ustermer Gemeinderats. Thema: Budgetdebatte. Eine leidige Sache. 

Die junge Gemeinderätin verspricht zu kämpfen gegen die Zusammenstreicher und Rotstift-Ansetzer. Man glaubt es ihr. Schneider, von kleiner Statur zwar, aber drahtig, sehnig fast schon, blonde Strähnen, skeptischer Blick, sieht aus, als würde man sich an ihr die Zähne ausbeissen.

Image

Meret Schneider ist Gemeinderätin Grüne Uster ZH und Projektleiterin bei der Stiftung Sentience Politics. Bild: meret schneider

Der «neue rhetorische Star» der Grünen ist Veganerin und Vordenkerin bei Sentience Politics, einer Gruppe sogenannter effektiven Altruisten, intellektuelle Weltverbesserer, die den Grossteil ihres Einkommens spenden, um das Leid der Menschen zu lindern. Vom Pokerspieler über den Oxford-Professor sind bei den effektiven Altruisten alle vertreten. Und eben Schneider, die 23-jährige Gemeinderätin.

Bonobo apes, primates unique to Congo and humankind's closest relative, groom one another at a sanctuary just outside the capital Kinshasa, Congo on October 31, 2006.   REUTERS/Finbarr O'Reilly/File Photo

Nichtmenschliche Primaten, aber in vielem dem Menschen eben doch sehr ähnlich: Geht es nach Schneider& Co., sollen Bonobo-Affen Grundrechte erhalten. Bild: FINBARR O'REILLY/REUTERS

Meret Schneider bestellt sich eine Cola Light. Ich bestelle mir einen Cappucino und hoffe, dass es in dem schwach beleuchteten Café in Zürich West nicht auffällt, dass in meinem Cappuccino Kuh- und nicht Sojamilch schwimmt.

Sie lancieren zusammen mit der Stiftung Sentience Politics die Initiative für Grundrechte für Menschenaffen: Symbolpolitik aus einer linksgrünen Küche, einverstanden? 
Meret Schneider: Absolut. Absolut. Nur, es ist eine ganz andere Art Symbolpolitik als beispielsweise das Burkaverbot oder die Minarettinitiative von rechter Seite. Es ist Symbol für den Fortschritt. Zum ersten Mal sollten Grundrechte auf andere Spezies als den Menschen ausgedehnt werden. Das ist der ‹foot in the door›, wir ebnen den Weg für einen Grundrechtsschutz für alle Lebewesen. 

In dem Positionspapier zur Initiative wird der Bogen geschlagen zur Abschaffung der Sklaverei und dem Frauenstimmrecht. Vergleichen Sie ernsthaft den Kampf für die Grundrechte von Primaten mit dem Kampf für die Gleichberechtigung von Menschen mit schwarzer Hautfarbe und mit der politischen Partizipation der Frauen? 
Die Kriterien, warum eine gewisse Gruppe Menschen mehr Rechte als andere haben sollte ist doch total willkürlich. Warum sollten Trockennasenprimaten mit schwarzer Hautfarbe anders behandelt werden als Trockennasenprimaten mit weisser Hautfarbe? Wir haben bis jetzt immer willkürliche Kriterien herangezogen, für mich gibt es aber ein entscheidendes, rationales Kriterium, das Grundrechte legitimiert.

Die Gorillas haben eine wunderbare Art sich auszudrücken, haben eine Sprache, sogar relativ differenziert, die können mit Menschen kommunizieren.

Welches?
Die Empfindungsfähigkeit. Wenn ein Lebewesen fähig ist, Freude und Leid zu empfinden, wenn es vitale Interessen hat, dann haben wir die moralische Verpflichtung, diese Interessen äquivalent zu berücksichtigen.

Wir sollten also sicherstellen, dass Tiere überleben können. Ja, dass sie überleben, dass sie sich fortpflanzen können und dass sie ein so gutes Leben wie möglich führen können, frei von Schmerz und Leid.

Im Gegensatz zu den Primaten, die Sie nun zu Grundrechtsträgern machen wollen, hatten Frauen, Schwarze und andere Minderheiten einen entscheidenden Vorteil. Sie konnten Ihren Willen zum Ausdruck bringen, sie konnten kommunizieren ...
Das können Menschenaffen auch. Vielleicht kennen Sie Dian Fossey, die Forscherin, die Jahre damit verbrachte, das Verhalten der Gorillas zu erforschen. Die Gorillas haben eine wunderbare Art sich auszudrücken, haben eine Sprache, sogar relativ differenziert, die können mit Menschen kommunizieren. Oder zumindest ihre vitalen Interessen mitteilen. Das Problem ist: Wir wollen nicht lernen.

Vom Fleischfresser zum Trend-Veganer in zwei Wochen – der Selbstversuch: Woche 1

Wir sollten lernen, mit Affen zu sprechen?
Ja, ich gehe ja auch nicht nach Japan und behaupte, dass Japaner ihre vitalen Interessen nicht kommunizieren können, bloss weil ich ihre Sprache nicht verstehe.

Aber Sie könnten sich notfalls mit Händen und Füssen verständigen. Bei einem Menschenaffen stelle mir das schwieriger vor ...
Ja, das war ein provokativer Vergleich. Ich negiere nur, dass Menschenaffen ihre Interessen nicht ausdrücken können.

Zahlen und Fakten zum Hunger

Der Begleittext zur Initiative spricht von menschlichen und nichtmenschlichen Primaten. Was bedeutet denn überhaupt das Menschsein?
Wir sind neurobiologisch schon noch ein bisschen komplexer. Wir können reflektieren, jetzt gerade, über Metathemen wie dieses, über Moral; das macht ein Gorilla nicht. Zumindest verhält er sich nicht so. Man kann vielleicht sagen, dass der Unterschied zwischen dem Menschen und dem Menschenaffen derselbe ist, wie zwischen einem Schimpansen und einem anderen Primaten, der dem Schimpansen kognitiv etwas unterlegen ist. Und trotzdem werden diese beiden Primatenarten nicht massiv anders behandelt.

Die Willkür ...
Ja. Auf der anderen Seite sind Hunde bei uns massiv besser gestellt als Schweine. Schweine sind Hunden kognitiv überlegen. Wenn in China Hundefestival gefeiert wird, dann füllt das die Titelseiten von Blick am Abend, 20 Minuten und Co. dabei könnten wir tagtäglich auf die Barrikaden gehen, so wie Schweine bei uns behandelt werden. Diese Unterscheidungen sind willkürlich. Bei so wichtigen Themen wie Grundrechten müsste man aber so rational wie möglich vorgehen.

So viel Nutzen wie möglich zu generieren, so viel Leid wie möglich zu reduzieren – das ist die Maxime.

In China werden nicht nur Hunde gegessen, sondern auch Menschenrechte verletzt. Müssten Sie nicht zuerst da ansetzen?
Nein, meiner Meinung nach nicht. wir haben bei Sentience Politics auch die 1-Prozent-Initiative, wir machen Politik für alle empfindungsfähige Lebewesen, Mensch wie Tier. Für uns gibt es drei wichtige Fragen, die entscheidend dafür sind, wie wir unsere Ressourcen einsetzen. Wieviel können wir herausholen? Wie stark ist das Leid, das auf diesem Gebiet herrscht? Und wie stark wird das Gebiet politisch vernachlässigt? Der Bereich Tierrecht ist einer, auf dem extrem viele Individuen gerade unten durch müssen. Wir könnten da einen massiven progressiven Schritt gehen. Ich sehe das Engagement Antispeziesismus in einer Reihe mit dem Kampf für Feminismus, Antirassismus.

Sie sprechen von Nutzen, von rationaler Abwägung. Da spricht der effektive Altruist.
Ja, beziehungsweise der zugrundeliegende Utilitarismus. So viel Nutzen wie möglich zu generieren, so viel Leid wie möglich zu reduzieren – das ist die Maxime. Es tönt vielleicht rational und kalt, aber ich glaube, schlussendlich versuchen das die meisten Leute – einfach unter Ausblendung von sehr wichtigen Interessenfragen – eben zum Beispiel die der Nutztiere. Auch die fleischessende CVPlerin versucht so viel Leidreduktion wie möglich zu schaffen, indem sie sich zum Beispiel in der Familienpolitik einsetzt, oder ... Ja, was machen die überhaupt sonst noch? Nicht viel. Ich frage mich einfach, wie rational sie abgewogen hat, wofür sie sich einsetzt und ob sie reflektiert hat, warum gerade der gewählte der effektivste Bereich ist.

Kann man diesen Nutzen tatsächlich berechnen?
Nein, und da weiche ich auch teilweise von den Effektiven Altruisten ab. Ich bin der Meinung, dass gewisse gesellschaftliche und strukturelle Veränderungen nicht messbar sind. Ich sage den EA manchmal: Nicht alles was zählt, kann gemessen werden, und nicht alles was gemessen werden kann, zählt. Die Effektiven Altruisten sind halt zuweilen auch ein bisschen Mathe-Nerds.

Die Initiative richtet sich auch und vor allem gegen Versuche an Tieren. Was hätte eine Annahme der Initiative bei den Tierversuchen zur Folge?
Man dürfte nicht mehr an Primaten forschen, beziehungsweise man dürfte noch beobachten etc. aber nicht operieren, also keine invasiven Versuche durchführen. Es geht um eine grundlegende Interessenabwägung, die bei Grundrechten einfach nicht stattfindet.

Wenn ich mich zwischen zwei Menschen, einem Schwarzen und einem Weissen entscheiden müsste, wen soll ich wählen? Den Schwarzen oder den Weissen?

Was meinen Sie mit Interessenabwägung?
Am meisten medizinischen Nutzen würden wir generieren, wenn wir die Versuche am Menschen durchführen würden, Kleinkinder, Schwerstbehinderte, die Schwächsten der Gesellschaft. Für die Forschung wäre das ein massiver Fortschritt. Aber schlag das mal vor, da verwerfen die Leute die Hände: ‹Das kannst du nicht machen!› Aber bei den Affen ist es legitim. Das ist willkürlich.

Der Mensch ist dem Menschen schlicht näher, auch einem Kleinkind oder einem Schwerstbehinderten.
Ja, und ich würde das Skalpell auch beim Affen ansetzen. Aber nicht wegen der Ähnlichkeit. Sondern weil der Mensch noch ein Stück weit mehr leidet als der Affe, kognitiv komplexer ist. Wenn wir die äussere Ähnlichkeit als Kriterium nehmen, dann sind wir wieder beim Rassismus. Wenn ich mich zwischen zwei Menschen, einem Schwarzen und einem Weissen entscheiden müsste, wen soll ich wählen? Den Schwarzen oder den Weissen? Den Weissen, weil er mir ähnlicher sieht? Nein, ich würde eine Münze werfen.

Angenommen, ihr Bruder litte an einer tödlichen Krankheit. Versuche an Menschenaffen, bzw. Medikamententests könnten einen entscheidenden Fortschritt darstellen und möglicherweise das Leben Ihres Bruders retten. Würden Sie in dieser Situation Versuche befürworten?
Natürlich. Und das ist irrational, klar. Auf der anderen Seite ist es ist extrem wichtig, dass man sich den irrationalen Teil auch bewahrt. Die sozialen Beziehungen machen das Leben schlussendlich lebenswert. Wenn es einem geliebten Menschen schlecht geht, dann weiss ich zwar, dass ich meine Zeit effektiver nutzen könnte, in einem Entwicklungsland Menschenleben retten, zum Beispiel, aber ich entscheide mich trotzdem irrationalerweise für den geliebten Menschen. Es ist wichtig, dass die Interessenabwägung bei den persönlichen, sozialen Beziehungen aufhört.

Mehlwurm-Pasta, Erbsen-Glace und andere unvorstellbare Leckereien

Das ist inkonsequent.
Ja, das ist es. Die Inkonsequenz, die es braucht, damit eine Gesellschaft noch lebenswert ist. Wenn mein bester Freund das Gefühl hat, er könnte etwas effektiveres mit seiner Zeit machen während es mir schlecht geht, dann wird es schwierig. ‹Wenn es mir beschissen geht, dann bist du für mich da, wenn es dir beschissen geht, dann bin ich für dich da› – auf diese Abmachung sind wir angewiesen. Ohne diese Inkonsequenz würden wechselseitige Beziehungen wegfallen.

Wenn ich der Vollidiot bin, dann ist der Biomediziner der Fachidiot.

Sie sind grundsätzlich gegen Tierversuche ...
... ja ...

... ein Biomediziner, der in der Grundlagenforschung arbeitet und Hunderte von tödlichen Tierversuchen an Ratten durchgeführt hat, sagte gegenüber watson: ‹Es gibt für mich unter den Gegnern von Tierversuchen eigentlich nur zwei Gruppen: die schlecht Informierten und die Vollidioten.› Ich schliesse aus, dass Sie eine Vollidiotin sind. Sind sie schlecht informiert?
Nein, ich bin passionierte Vollidiotin.

Das glaube ich nicht.
Glauben Sie, dass ich schlecht informiert bin?

Eher.
Nein, bin ich nicht. Sehen Sie, ein Biomediziner hat klar sein Forschungsinteresse im Blick und wertet das tierische, nicht-menschliche Leben ganz klar geringer als das menschliche Leben. Was ich dem Herrn Biomedizinier mit seiner Dichotomie vorwerfe, ist, dass er nur seine moralische Grundposition im Blick hat, dass es auch andere moralische Grundgesinnungen gibt, das berücksichtig er nicht. Aus der Sicht des Utilitaristen will ich aber, dass eine Interessenabwägung stattfindet. Die Menge an Ratten, die man für diese Versuche umbringen muss, rechtfertigen nicht den Nutzen, der daraus schliesslich für den Menschen resultiert – falls überhaupt ein Nutzen resultiert. Der erwähnte Biomediziner stellt den Fortschritt in der Medizin über alles.

Könnte man aus einer utilitaristischen Perspektive nicht sagen: Jetzt müssen die Ratten zwar leiden, aber in 50 Jahren werden sie eventuell davon profitieren?
Klar, das hat sich auch in der Vergangenheit gezeigt: Technologische Entwicklungen bringen alle immer weiter. Nein, ernsthaft, ich bin weder forschungs-/ noch fortschrittsabgeneigt, aber der angebliche kausale Zusammenhang, wonach Forschung in der Medizin, der Biomedizin, Neurobiologie oder wo auch immer allen zugute komme, der ist fatal. Wir forschen ja prinzipiell in den Bereichen, die der Spezies Mensch zugute kommen. Für den ganzen Rest, der uns zahlenmässig weit überlegen ist, hat sich die Forschung erfahrungsgemäss nicht als positiv erwiesen.

Sie werfen dem Forscher eine beschränkte Weltsicht vor.
Wenn ich der Vollidiot bin, dann ist der Biomediziner der Fachidiot. Er stellt die Interessen seiner Forschung, seines Faches, moralisch über alles andere. Und ist er sich bewusst, dass er mit all seinen Handlungen eine bestimme moralische Grundrichtung hinter sich hat?

Die angebliche Würde des Tiers ist eine Farce.

Welche?
Die Gesinnung derer, die auch die Euthanasie befürworteten und in KZs am Menschen forschten. Er bewegt sich in genau dieser Tradition.

Das würde er wahrscheinlich bestreiten.
Ja, das nehme ich auch an. Aber dann muss er gut argumentieren.

Wir haben heute schon ein Tierschutzgesetz, wir haben die Bundesverfassung, die den Schutz der Würde des Tieres vorsieht. Reicht das nicht?
Das ist etwas fundamental anderes. Die Würde bringt keine Grundrechte mit sich. Und überhaupt: Inwiefern ist die Würde des Tiers berücksichtigt, wenn man männliche Küken am Schlüpftag einfach vergast? Wenn man Schweine auf engstem Raum zusammenpfercht, ohne frischen Stroh, sodass sie ein Leben lang dahinvegetieren? Wenn Hühner nicht einmal auf den eigenen Beinen stehen können, weil ihre Brust zu schnell wächst und sie vornüberkippen? Die angebliche Tierwürde ist eine Farce. Was es braucht, ist nicht ein weiterer zahnloser Tiger, sondern eine Ausdehnung der Grundrechte auf nichtmenschliche Spezies in der Verfassung.

Ich mag keine Zoos und in Basel bin ich selten. Wenn das anders wäre und die Initiative angenommen würde: Müsste ich dann auf den Zoo-Besuch verzichten?
Nein, nicht, wenn die Primaten grundrechtskonform gehalten werden. Aber klar, das würde bedingen, dass die Käfige massiv vergrössert würden, dass die Tiere einen Rückzugsort haben.

Das traurige Schicksal der Zoo-Tiere von Tiflis

Affen hätten dann zwar Grundrechte, wir würden sie aber trotzdem einsperren. So wie Gefangene. Die meisten Affen haben aber wohl kein Verbrechen begangen. Ist das nicht widersprüchlich?
Nein, die Lebensqualität der Affen wäre dann vielleicht besser als in der Wildnis, weil hier die natürlichen Feinde fehlen.

Dann wäre es halt ein goldener Käfig ...
...das aber dreimal so gross ist wie ihr natürliches Habitat! Das kratzt den Affen überhaupt nicht.

Mit diesem Argument könnte man aber auch die Menschen einsperren. Solange der Käfig nur gross genug ist und einem Schlaraffenland ähnelt. Der Mensch hätte dann vielleicht ein besseres Leben als zuvor, aber er wäre unfrei.
Nein, der Mensch hat ein vitales Interesse an Freiheit, er erkundet andere Länder, er wandert aus, will entdecken. Affengruppen machen das nicht. Die wandern nur, wenn sie von anderen Gruppen angegriffen werden. Solange es da, wo sie sind, ok ist, bleiben sie. Wenn es ein riesengrosses Habitat wäre, so wie in der freien Wildbahn, dann wäre das grundrechtskonform.

Wieviele Tiere wären von dieser Initiative betroffen?
Ich weiss es nicht, vielleicht 300? Aber es geht mir weniger um die Zahl oder die Individuen. Es geht um den historischen Schritt, den Kreis der Grundrechtsträger auszuweiten. Und darum, der Tendenz in der Schweiz etwas entgegenzuhalten, die Grundrechte immer weiter einzuschränken, auf Menschen mit Schweizer Pass oder was den Bürgerlichen auch immer einfällt.

Wann wird unsere Gesellschaft reif sein für Grundrechte für Menschenaffen?
Ich glaube, die Gesellschaft ist jetzt schon reif. In den USA werden mit Präzedenzfällen Grundrechte für Menschenaffen eingefordert werden. Beim Unterschriftensammeln haben uns fast alle zugestimmt. Es ist eher ein Problem der Uninformiertheit. Die meisten der Befragten glaubten, Primatenversuche seien schon jetzt verboten. So gesehen: Ja, der Zeitpunkt ist gekommen.

Und trotzdem haben Sie einmal gesagt, Sie glauben nicht, dass die Initiative angenommen wird. Wieso?
Weil es linke Initiativen prinzipiell und erfahrungsgemäss schwerer haben. Und weil die Gegner bei dieser Initiative auf die Barrikaden gehen werden und ein vielfaches an Geld zur Verfügung haben, um Basel mit Plakaten zuzupflastern.

Sie sprechen von der Pharmabranche.
Ja, und witzigerweise schlägt uns auch seitens der katholischen Kirche ein harter Wind entgegen. Eine linke Initiative hat in diesem Klima wenig Chancen, eigentlich egal um welches Thema es geht.

Haben Sie eigentlich besonders emotionale Beziehung zu Tieren?
Ich hatte schon als Kind gerne Tiere, Ferien auf dem Bauernhof und so. Unsere Nachbarn hatten Hühner, ich bin lange geritten. Aber ich bin der letzte Mensch, der Katzenvideos guckt.

«Manchmal staune ich, wie viele Biohöfe es gibt, und alle Fleischesser wohnen gleich nebenan und alle kennen den Metzger persönlich.»

Apropos Katzenvideos: Wieso hat der Mensch eigentlich so ein widersprüchliches Verhältnis zum Tier? Haustiere sind den Menschen oft näher als Familienmitglieder, auf watson sind Videos von herzigen Katzen noch immer extrem beliebt, umgekehrt schreddern wir tagtäglich Hunderttausende von Hühnern in den Fleischfabriken. Wieso?
Zum einen ist es halt kulturell verankert. Der Karnismus unterscheidet zwischen Ess-Tieren und Nicht-Ess-Tieren. Zum anderen macht man die Connection nicht. Dass das junge Schweinchen, oder das Küken, die übrigens beide genauso herzig sind, wie der Hundewelpe, die gleichen Tiere sind, die später als Schweinsgeschnetzeltes oder als Poulet auf deinem Teller landet – diese Verbindung wird nicht gemacht.

Wie kann man das ändern?
Die Bevölkerung sensibilisieren. Viele haben noch dieses Heidi-Bild im Kopf, glückliche Kühe auf einer Edelweiss-Wiese und so. Dazu eine Anekdote: Gemeinderatsapéro, jede Menge Fleisch und Käse. Und Gemüsesticks. Ich halte mich an die Gemüsesticks. Dann fragt mich einer: ‹Isst du eigentlich kein Fleisch?› – ‹Nein›. – ‹Aber Käse schon?› – ‹Nein.› – ‹Also ... Fisch?› – ‹Nein, auch nicht.› – ‹Also ... bist du Veganer?› – ‹Ja.› – ‹Weisst du, ich esse eigentlich auch kein Fleisch, nur vom Biohof nebenan oder vom Metzger meines Vertrauens.› Manchmal staune ich, wie viele Biohöfe es gibt und alle Fleischesser wohnen gleich nebenan und alle kennen den Metzger persönlich. Und dann siehst du all die Flatrate-Chickenwings-Angebote in der Grillsaison und du fragst dich: Wer isst eigentlich all die Chicken Wings, wenn doch alle das Fleisch beim Bauern um die Ecke kaufen? Dasselbe übrigens auch in der Uni-Mensa: Manchmal frage ich mich: Sind sich die Leute überhaupt bewusst, dass ihr Poulet aus fucking Brasilien kommt?

Ich vermute, die Leute haben wohl einfach ein schlechtes Gewissen. Das führt dazu, dass sie bei der Herkunft ihres Fleisches gerne mal flunkern. Aber ich wollte fragen, wie man die Haltung der Menschen ändern kann.
Zum Beispiel, indem man das Poulet, das vor einem auf dem Teller liegt, als Körper begreift, der zu einem Tier gehört – und nicht als Poulet. Es sind nicht zwei verschiedene Dinge, sondern ein und dasselbe.

Andere Frage: Macht es einen Unterschied, ob das Rindsfilet mal ein lächelndes Tier auf einer Schweizer Alpweide war oder ob es aus ‹fucking Brasilien› stammt?
Ja, natürlich. Es gibt noch immer extreme Unterschiede bei der Tierhaltung. Man kann ein Tier beschissen halten – und Brasilien ist da Paradebeispiel; auf der anderen Seite gibt Bergbauern, die ihre Geissen halten, sie melken und irgendwann vielleicht schlachten. Aus einer Grundrechtsposition ist das nicht ideal. Aber auf die Barrikaden würde ich da nicht gehen. Die leben von ihrem Käse, selber produziert, den Tieren geht es einigermassen gut, das ist ok.

Ich mache mir selber auch nicht allzuviele Gedanken, wenn ich in der Uni-Mensa eine Bratwurst kaufen. Verurteilen Sie diese Ignoranz?
Es kommt stark auf das Umfeld an. Ich bin tendenziell ein harter Mensch. Westliche, gut gebildete Menschen, die sich beim Essen genauso wenig Gedanken machen wie beim Schlafen – Ich liege einfach ab und schlafe, oder ich nehme etwas und esse es – ja, da habe ich Mühe mit. Dann gibt es Leute, bei denen herrscht Nichtwissen, weil sie aus anderen Bildungsschichten oder anderen Kulturkreisen kommen. Die verurteile ich nicht. Wenn man mainly mit eigenen Existenzproblemen beschäftigt ist, ist es vertretbar, das Fleisch nicht beim Biobauern zu kaufen.

Sollte man auf Fleisch ganz verzichten?
Gegenfrage: Wieso sollten wir aus Vergnügen Lebewesen töten?

Nicht aus Vergnügen, aus Notwendigkeit. Vielleicht ein bisschen aus Vergnügen.
Da scheitern Sie wissenschaftlich ganz ganz schnell. Ganz abgesehen, dass wir heute tendenziell zu viele Proteine essen. Es gibt pflanzliche Alternativen, da muss niemand darunter leiden. Ja, Sie brauchen kein Fleisch.

Sollten wir alle Veganer werden?
Ja, weil die Eierindustrie kein bisschen besser ist. Ob du ein Poulet oder ein Ei isst, spielt eigentlich keine Rolle. Legehennen sind tendenziell sogar noch schlechter da als Schlachthennen. Die werden unter katastrophalen Bedingungen hochgezüchtet. Eier essen ist etwas vom schlechtesten, was du machen kannst. Ausser eben du hältst selber Hühner. Dann isst du aber ein Ei pro Woche, ein normales Huhn legt nicht jeden Tag ein Ei.

Wieso erzeugt das Thema Veganismus eigentlich derartig heftige emotionale Reaktionen?
Weil die Leute kognitiv wissen, dass es falsch ist, Fleisch zu Essen. Da kommt der Fleischesser in einer Diskussion schnell eimal in eine Position, in der er sich rechtfertigen muss. Weil er den moralischen Anspruch an sich selber nicht erfüllt. Niemand gerät gerne in einen Rechtfertigungsnotstand. Die Folge ist, dass es emotional wird.

Als Veganer kennt man das Food-Koma nicht.

Ich behaupte, weil man das Gefühl nicht los wird, dass Veganer eigentlich immer Missionieren möchten. Sie tragen ihr Veganertum wie ein Kreuz vor sich her. Sie nehmen ihr Leiden für die Menschheit in Kauf. Und erwarten dafür entweder Dankbarkeit oder den Anschluss an ihre Bewegung.
Wieviele Veganer kennen Sie?

Vielleicht fünf, mit Ihnen.
Ich kenne keinen einzigen Veganer, der die vegane Ernährung als Einschränkung der Lebensqualität empfindet. Im Gegenteil, ich fühle mich zum Beispiel viel besser, seit ich vegan esse. Es ist auch kein besonderer Aufwand, vegan zu kochen. In der asiatischen Küche gibt es extrem viele Gerichte, die sowieso schon vegan sind. Viele fühlen sich nach dem Essen müde, träge, schwer – das Food-Koma. Als Veganer hat man das nicht.

Dennoch, als aufgeklärter und sich seiner widersprüchlichen Lebensweise bewusster Mensch will nicht ständig mit selbstgerechten Predigern konfrontiert werden ...
Das Ding ist: Wenn man etwas als moralisch total falsch empfindest, dann muss man vielleicht auch mit den entsprechenden Konsequenzen rechnen. Wenn du jemanden Tiere quälen siehst, ist es ein moralisches No-Go-für dich. Du fragst dich dann: ‹Was läuft mit dem Typen falsch?› Uns Veganern geht es mit euch Fleischessern genau gleich. Wir denken: ‹Was läuft mit diesen Typen falsch?› ‹What the fuck›, ihr wisst, was ihr macht, ihr wisst, dass es falsch ist und ihr macht es trotzdem. Aber Missionieren? Nein, das liegt mir fern. Auch wenn es manchmal ziemlich Disziplin kostet, es nicht zu tun, zugegeben.

Wann?
Wenn ich mit meinen Kollegen im Coop bin und sie holen sich ein halbes Poulet aus der Wärmetheke – dann braucht es viel Disziplin, um mir einen Kommentar zu verkneifen. Es ist dasselbe, wie wenn ich schweigend an dem Typ mit den Haustieren vorbeilaufen würde, während er drauf und dran ist, die Tiere abzustechen.

‹Hey, konfrontier' mich nicht ständig mit meiner kognitiven Dissonanz, Mann! Lass mich einfach in Ruhe diese Menschen ausbeuten.›

Also unterdrückt ihr euren Drang zu missionieren
Gegenfrage: Würden Sie sagen, die Abolitionisten, die sich für die Abschaffung der Sklaverei eingesetzt haben, waren Missionare?

Aus heutiger Perspektive natürlich nicht, nein.
Eben. Ich hoffe, in 100 Jahren werden Veganer nicht mehr als Missionare angesehen. Damals bei der Sklavenhaltung wie heute bei der Nutztierhaltung fallen die gleich Argumente: Wir brauchen das, sonst wären wir nicht wirtschaftlich leistungsfähig, blablabla. Wenn die Sklaverei nie abgeschafft worden wäre, dann würden Sie sich vielleicht ein paar Sklaven halten und Ihr Argument wäre dann: ‹Hey, konfrontier' mich nicht ständig mit meiner kognitiven Dissonanz, Mann! Lass mich einfach in Ruhe diese Menschen ausbeuten.›

Ich hoffe nicht. Aber um mich noch ein bisschen zu rechtfertigen: Es macht mir keinen Spass, wenn Tiere abgeschlachtet werden, ich gehe nicht in den Schlachthof und reibe mir die Hände, wenn ich die Abertausend zerstückelten Hühner am Fliessband vorbeilaufen sehe. Ich weiss es zwar, aber ich weiss es auch nicht.
Sie sind es sich nicht bewusst, aber Sie wissen es. Das ist ein beeindruckender Akt der Verdrängung. Gratuliere.

Danke. Was ist eigentlich mit dem Argument, dass Veganer ungesünder leben, dass ihnen entscheidende Nahrungsmittelbestandteile fehlen?
Mit diesem Argument stehen Sie wissenschaftlich auf verlorenem Posten. Übrigens ist das wirklich ein dummes Klischee: Ich kenne viele übergewichtige Veganer. Und fragt eigentlich irgendjemand all die Studis oder Kanti-Schüler, die sich täglich fast-food à gogo reinpfeifen und sich am Wochenende die Kante geben? Werden die nach dem fünften Döner nicht irgendwann gefragt: ‹Hey, hast du eigentlich genug Vitamine und hast du nicht ein Mineralstoffmangel?› Nein. Bei den Veganern ist das erste, das gesagt wird: ‹Das ist doch ungesund, da fehlen Vitamine.› Naja.

Das stimmt doch nicht. Der Gesundheitswahn macht auch nicht vor Gymi-Schülern und Studenten halt. Jeder schämt sich heute drei Tage lang, wenn er mal Fast-Food isst. Fast-Food ist doch nur noch für die Unterschicht.
Gut, ja. Und ich finde diesen Trend gut, deshalb bin ich auch ein grosser Freund von veganem Fast-Food.

Auch wenn das schlussendlich vielleicht nichts als Marketing ist? Ein Versuch, auf der Welle des trendigen Essens zu reiten?
Klar, du musst die Welle reiten, wenn sie kommt.

Sehr pragmatisch.
Natürlich. Jeder, der statt eines normalen Döners einen veganen Döner isst, weil er das Gefühl hat, das sei hip und fancy, der hat gerade ein Schwein gerettet. Und dem Schwein ist es egal, wieso es nicht gegessen wird. Natürlich fände ich es cooler, wenn es aus einer moralischen Gesinnung passierte, dann ist es nämlich nachhaltiger, ansonsten ist da die Gefahr, dass der nächste Trend ‹nose to tail› heisst, und dann isst er halt wieder ‹Schweinsschnörrli›.

Können diese Gewohnheiten tatsächlich geändert werden? Wollen die Leute auf ihr Fondue verzichten?
Es gibt geiles veganes Käsefondue!

Also: Werden die Leute demnächst auf das geile vegane Käsefondue umschwenken?
Menschheitsgeschichtlich sage ich: Ja, übermorgen. In der Zeitspanne, in der wir denken: Nein, nicht demnächst. Aber ja, ich bin überzeugt, dass wir schlussendlich von der Tierausbeutung wegkommen werden, so wie wir von der Menschenausbeutung weggekommen sind.

Umfrage

Grundrechte für Menschenaffen – eine sinnvolle Idee?

  • Abstimmen

667 Votes zu: Grundrechte für Menschenaffen – eine sinnvolle Idee?

  • 50%Ja
  • 34%Nein
  • 15%Mir egal, ich will nur das Resultat sehen.

Was treibt euch effektive Altruisten eigentlich an? Ein Altruist hat einmal gesagt, er fühle sich, seit er das Leid auf der Erde zu reduzieren versucht, nicht mehr machtlos. Ist das das entscheidende Motiv? Ein bisschen Sinn im Leben?
Jeder Mensch versucht, seinem eigenen Leben Sinn zu geben. Ich gebe mich nicht zufrieden mit der Haltung: ‹Es ist eh zu global, zu vernetzt, zu komplex.› Mit dieser Haltung resignierst du zwingend. Wenn ich sehe, dass ich mit meiner politischen Arbeit dieses und jenes bewirken und vorantreiben kann, dann ist das eine Art Erfüllung für mich. Ich will meine Privilegiertheit dazu nutzen, für die zu kämpfen, die weniger privilegiert sind als ich, seien das nun Menschen oder Tiere.

Effektive Altruisten seien weder Heilige noch Masochisten: ‹Man darf sie sich als glückliche Menschen vorstellen›, kann man in Peter Singers «Doing good better» lesen. Sind Sie glücklich? Sie wirken ein bisschen gestresst.
Ich bin ein bisschen getrieben, zack zack, immer sieben Projekte am Laufen. Aber es führt nicht zur Unzufriedenheit. Ich bin nicht der Typ geruhsam, ‹Hey, noch ein Espresso, und jetzt hängen wir erst mal ein bisschen.› Ich kann ganz ganz schlecht hängen. Ich kann abschalten, beim Rennen, oder mit Kollegen, aber nicht hängen. Aber ja, ich bin maximal zufrieden mit meinem Leben, alle Sachen, die ich mache, sind selbst gewählt, ich kann sie selbst gestalten, bin nicht gebunden an einen Chef, der mir irgendwelche Vorgaben macht, kein Prüfungsstress an der Uni. Vielleicht entspricht mir das einmal nicht mehr, dann kann ich es ändern. Diese Freiheit, das ist für mich Glück.

Das könnte dich auch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

310
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
310Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • meine senf 15.01.2017 16:36
    Highlight Highlight Warum nennt man diese Initiave eigentlich "Grundrechte für Affen"? (Die meisten verstehen unter "Grundrechte" ja "Menschenrechte").

    Dass es trotz allem einen Unterschied zwischen Mensch und Affe gibt, erkennt ja auch die Interview-Partnerin an.

    Die eigentliche Forderung der Initiave, nämlich bessere Haltungsbedingungen für Menschenaffen, würde ja fast niemand verneinen, unabhängig davon, wie man Affen philosophisch sieht.

    Hätte man genau die selbe Initiave "Bessere Haltungsbedingungen für Menschenaffen" genannt, würde die Diskussion völlig anders verlaufen.
  • stamm 10.01.2017 23:24
    Highlight Highlight Genau! Menschenaffen ins Bundeshaus! Gehen sie doch bitte ganz normal arbeiten, damit ihre Flausen nicht in die Politik rüber springen....Wir haben jetzt 2017! Und wenn sie Veganerin sind, ist das keinesfalls mein Problem.
  • girllind 10.01.2017 11:31
    Highlight Highlight bitte für ALLE Lebewesen...
    tolle junge Frau,solche Leute müssen mehr an die Macht,denn die haben es begriffen !!!!
    heutzutage muss kein Tier ESSEN sein !!!!
    oder sonst wie benutzt und und ausgebeutet werden. FREIHEIT und GERECHTIGKEIT für ALLE.
    warum heissen sie denn LEBE-WESEN????!!!!
    weil sie leben sollen und wollen !!!!!
    • ThomasHiller 10.01.2017 12:49
      Highlight Highlight Amen!
    • wasylon 10.01.2017 14:34
      Highlight Highlight Eine Pflanze ist auch ein Lebewesen.
    • Intellektueller 10.01.2017 17:09
      Highlight Highlight "Kein Tier muss Essen sein".
      Und was sollen dann Bussarde, Füchse, Löwen, Geier, Fleischmaden u.v.a andere Fressen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • SkyBound 10.01.2017 10:24
    Highlight Highlight Ich kann ja verstehen, wie man auf solche Gedanken kommt, da ich auch denke dass Tiere artgerecht gehalten weŕden müssen
    Gibt es im Moment aber nicht wichtigere Probleme auch für die Grünen als spezialrechte für Primaten?
    Ich denke da gerade an den Klimawandel
    • Datsyuk * 11.01.2017 23:41
      Highlight Highlight Die Fleischproduktion hat übrigens sehr viel damit zu tun..
  • ThomasHiller 09.01.2017 16:45
    Highlight Highlight Am besten zu dem Thema finde ich übrigens die Kritikpunkte von Norbert Brieskorn, auf Wikipedia unter Tierrechte -> Kritik zu finden (https://de.wikipedia.org/wiki/Tierrechte#Kritik).
    Ob die Dame sich wohl mit diesen Fragen auseinandersetzen möchte, vor allem Frage 5 "worauf die Legitimität jener beruhe, welche die Tierrechte im Namen der Tiere geltend machen" ?
    • Datsyuk * 09.01.2017 19:16
      Highlight Highlight Worauf beruht die Legitimität von Grundrechten von Menschen, die diese Menschen selbst nicht geltend machen können? Möglicherweise auf Empathie..
    • Datsyuk * 09.01.2017 21:16
      Highlight Highlight Tierrechte als Begriff der Ethik können als Forderung nach der Abschaffung jeglicher Benutzung von Tieren allein zu menschlichen Zwecken verstanden werden. Um das allein geht es.
    • ThomasHiller 09.01.2017 23:55
      Highlight Highlight Die Legitimität derjenigen, die sich für die Rechte derjenigen Menschen einsetzen, die das nicht selbst können beruht aber darauf, daß das jeder unter freien oder gesunden Umständen selbst könnte.
      Für Tiere gilt das nicht, da sie das grundsätzlich in der Form nicht kennen.
      Dafür gibt es den Tierschutz, der genau aus dieser Empathie heraus existiert.
      Dafür muß man Tiere nicht zu etwas machen, was sie nicht sind, nämlich genau keine Menschen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • WeedWilli 09.01.2017 15:37
    Highlight Highlight Grün, vegan, und "...bestellt sich eine Cola (light)"... Bei aller Sympathie irgendwie inkonsequent.
    • Intellektueller 09.01.2017 21:01
      Highlight Highlight Ach wie? Ist Cola light etwa nicht vegan? Hat es da etwa Raupensaft drin, wie in jedem Biosaft, oder so?
    • WeedWilli 10.01.2017 01:29
      Highlight Highlight Grün und vegan bedeutet für mich im Idealfall, dass ganz bewusst - und wann immer möglich - ökologisch produzierte Nahrungsmittel aus der Region konsumiert werden. Und Coca-Cola gehört IMHO nicht in diese Kategorie, aber vielleicht bin ich ja einfach auch ein Tüpflischysser... ;-)
    • Intellektueller 10.01.2017 09:14
      Highlight Highlight Jetzt fällt mir ein, warum Cola für einen Grünen ein No-go ist: Ein Glas voller Cola emittiert CO2.
      Zwar ist das viel weniger klimaschädlich, als einer der vielen Fürze (Methan!) des Grünen. Aber der Grüne lebt vegan und kann die Hülsenfrüchte, derentwegen er in einem Fort furzen muss, aus Gewissensgründen, nicht durch bekömmlicheres Fleisch ersetzen.
      Warum Sirup (=Cola) nicht ökologisch / nachhaltig sei, bleibt schleierhaft. Übrigens Coca Cola wird auf allen Weltteilen jeweils regional hergestellt.
  • Dinolino 09.01.2017 14:45
    Highlight Highlight Jung, +/-attraktiv, intelligent und erfolgreich. Klar eckt die Dame nicht nur mit ihrer irren Argumentation an. Das sie zudem Realpolitik in Uster mitgestaltet, chapeau!
    Jeden Tag Fleisch ist Luxus, den wir nicht mehr schätzen, da Massenhaltung normal geworden ist. Schade!
    R.Precht's "Tiere denken" lesen.
  • Rabbi Jussuf 09.01.2017 12:36
    Highlight Highlight "Jeder, der statt eines normalen Döners einen veganen Döner isst, weil er das Gefühl hat, das sei hip und fancy, der hat gerade ein Schwein gerettet."

    Ist das jetzt "uninformiert"?
    oder schlicht "ignorant"?

    Bitte lieber Gott, verschone uns vor diesen militanten Veganern!
    • meine senf 09.01.2017 13:21
      Highlight Highlight Das wäre doch mal eine Forderung für rechte Parteien:

      "Schweinefleisch-Pflicht für Döner! Nicht nur ein bisschen, sondern ein ganzes Schwein pro Döner! Wir lassen uns doch von den Muselmanen nicht unser Essen vorschreiben."
    • Rabbi Jussuf 09.01.2017 13:55
      Highlight Highlight Lieber nicht, sonst fordern die noch geschächtete Currywurst.
  • meine senf 09.01.2017 12:06
    Highlight Highlight Wenn sie DIE Nachwuchshoffnung der Grünen ist, dann gute Nacht.

    Das ist nicht gegen sie persönlich gemeint.

    Aber sie argumentiert so von einem hohen Ross und aus einer so privilegierten Situation und Biografie (Bildung, Umfeld) heraus und vor allem mit einer Sprache, die für Menschen aus anderen Umfeldern arrogant und abschreckend wirkt.

    Sie merkt das wahrscheinlich gar nicht, weil sie in einer Filterblase ist (an Uni im Alltag nur von den gescheitesten 25% der Gesellschaft umgeben).

    Kein Wunder, halten manche rot/grün für elitär. Und das ist Wasser auf die Mühlen der Rechtspopulisten.
    • Intellektueller 09.01.2017 14:16
      Highlight Highlight Korrektur: An der Uni gibt es nicht gescheitere sondern einfach nur gebildetere Menschen.
      Wobei "gebildet" nichts mit Intelligenz oder Fähigkeit zu tun hat. Es sagt einzig aus, dass jemand sehr lange Zeit auf Schulbänken herumgesessen ist, meist auf Kosten seiner Eltern, die sich das leisten können.
      Unter den Nicht-Uniabsolventen ist die Summe der Hochintelligenten viel grösser, als unter den Uniabsolventen. Das ist so, weil unser Bildungssystem die Studenten nicht nach ihrer Intelligenz auswählt, sondern nach ihrer sozialen Herkunft.
      Also: Lasst Euch nicht blenden von Diplomen und Titeln!
    • Locusto 09.01.2017 14:41
      Highlight Highlight @Intellektueller: Wahrscheinlich ist die Summe grösser, weil es einfach mehr Nicht-Studenten als Studenten gibt... Oder meintest du den Prozentsatz? Dann würde ich dazu sehr gerne eine Quelle sehen!

      Du hast Recht, dass ein absolviertes Studium nicht bedeutet, dass man intelligenter ist. Aber es ist an der Uni doch einiges schwerer, sich der Bildung zu verwehren, als wenn man nicht in akademischen Kreisen verkehrt.

      Und dass unser Bildungssystem die Studenten anhand der Herkunft auswählt, ist einfach mal absurd. Es gibt wohl kaum ein Land, in dem Studieren günstiger ist!
    • meine senf 09.01.2017 14:58
      Highlight Highlight Intellektueller: Da hast du ja recht. Aber: es geht nicht um die Titel und die Diplome. Oder etwa um "wert sein" oder "Anerkennung der Intelligenz".

      Sondern es geht darum, dass je nach Bildungsweg in ganz andere Filterblasen und Echokammern kommt.

      Und wenn die Mehrheit der Linken nur links sind, weil sie aus einer wohlhabenden Familie kommen (sonst wären sie über die Lehre in ein eher rechtes Umfeld gekommen), dann ist das doch wirklich ein Problem.

      Und ganz ehrlich bin ich auch neidisch auf so ein Umfeld.
      Es geht um "erleben können" und nicht um "wert sein".
    Weitere Antworten anzeigen
  • meine senf 09.01.2017 10:34
    Highlight Highlight "Die Kriterien, warum eine gewisse Gruppe Menschen mehr Rechte als andere haben sollte ist doch total willkürlich."

    Wenn aber die einen Tiere, nur weil sie dem Menschen ähnlicher sind als andere, mehr Rechte haben sollten als andere, dann ist das doch erst recht willkürlich?

    Warum soll z.B. ein Esel weniger Rechte als ein Gorilla haben?
    • ThomasHiller 09.01.2017 13:58
      Highlight Highlight Und jetzt lass uns über das Pantoffeltierchen reden .... ;)
    • Phoria 09.01.2017 14:20
      Highlight Highlight Das ist nicht willkürlich. Es geht um die Ähnlichkeit zum Menschen gemessen an der Leidfähigkeit. Es gibt naturwissenschaftliche Erkenntnisse dazu, welche Tierarten welche Art von Schmerzempfinden haben. Die Leidfähigkeit von Primaten (zusammen mit ihren hohen kognitiven Fähigkeiten) gibt im Gegensatz zu Pantoffeltierchen Anlass dazu, Primaten nach ähnlichen moralischen Massstäben zu behandeln wie den Menschen. Esel könnte man in einem nächsten Schritt ev. auch miteinbeziehen, aber das wäre momentan wohl ersr recht nicht mehrheitsfähig.
    • Intellektueller 09.01.2017 15:35
      Highlight Highlight @mage13: Warum muss es leiden können, um als schützenswertes Leben zu gelten?
      Das ist ein total willkürliches Kriterium.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ThomasHiller 09.01.2017 10:31
    Highlight Highlight Wie ich sehe, beschäftigen sich auch in der Schweiz junge Menschen mit den ganz grundlegenden Problemen unserer Gesellschaften. Ich bin sicher, mit den Affenrechten können sich alle Wählerschichten ganz grundlegend identifizieren...

    "...einer Gruppe sogenannter effektiven Altruisten, intellektuelle Weltverbesserer, die den Grossteil ihres Einkommens spenden, um das Leid der Menschen zu lindern. "
    Wer einen "Großteil" seines Einkommens spendet, muß natürlich auch ein entsprechendes Einkommen haben, daß nicht nur seine grundlegenden Bedürfnisse deckt. Auch das ist ein typisches Luxusproblem...
    • Crank 09.01.2017 21:13
      Highlight Highlight Wenn man so viel verdient dass man einen Grossteil seines Einkommens weggeben kann und immer noch genug für sich selbst übrig hat, dann ist es doch besser wenn man dies auch tut und nicht alles für sich behält oder es für unsinniges Zeug ausgibt, oder nicht?
      Das ist kein Luxusproblem sondern schlicht Luxus.
    • ThomasHiller 09.01.2017 23:45
      Highlight Highlight @Crank: Das stimmt dem Grunde nach. Die Mehrheit der Menschen dürften aber ganz andere Probleme haben.
      Frau Schneider sollte sich also in meinen Augen die Frage stellen, ob sie nicht zu weit weg ist mit ihren Gesamtvorstellungen von den Menschen, für die sie da sein sollte, also alle Wähler (ja, auch für jene, die sie nicht wählen).
  • Greet 09.01.2017 08:32
    Highlight Highlight Ein schönes Beispiel für die abstruse Identitätspolitik von Grünen und SP. Und derweil kümmert sich die SVP um die Sorgen der Arbeitenden und Verlierer der Globalisierung.
    • Teslanaut 09.01.2017 09:36
      Highlight Highlight Aha, die Pinocchio-Partei kümmert sich um die Sorgen der Arbeitenden und Verlierer der Globalisierung! Ist das Satire oder Sarkasmus?
    • meine senf 09.01.2017 10:30
      Highlight Highlight @Greet:
      Sagen wir mal so: (Jüngere) Grüne und SP bestehen leider fast nur noch, wie in diesem Fall, aus privilegiertem Bildungsbürgertum-Nachwuchs.

      Persönlichen Kontakt zu den "Verlierern" haben die in ihrer Offline-Filterblase in der Uni sicher nicht. Deshalb entstehen solche Abgehobenheiten wie diese Initiave und auch dieses Interview.

      Die SVP hingegen kümmert sich garantiert nicht um die Verlierer. ABER im Gegensatz zu den Linken erkennt sie diese Situation und ist genug geschickt und hat genug Geld, dass mittels PR auszunutzen.
  • donmadridsista 09.01.2017 05:01
    Highlight Highlight meret schneider meine hochachtung für dieses interview💪 nachdem ich einige kommentare überflogen habe, hielt ich es für wichtig zu schreiben, dass auch ein mensch der in vieler hinsicht konträrer auffassung ist, von Deinen worten teilweise missioniert wurde..nein, ohne spass glaube ich beispielsweise, erst jetzt die notwendigkeit, des in den raum gestellten abolitionismus - im bezug auf die tier"haltung", erkannt zu haben. danke dafür
  • OkeyKeny 09.01.2017 01:38
    Highlight Highlight Für Spiis und Trank, für's täglich Fleisch, wir danken dir oh Gott? Die Kommentarspalte ist ein Paradebeispiel, wie Menschen zu Furien werden, kaum spricht man ihre lieblings Häppchen an. Es ist definitiv legitim sich zu fragen ob es ok ist, so viel Leid zuzufügen, um nicht verzichten, oder seinen Gewohnheiten ändern zu müssen.
    • Alex_Steiner 09.01.2017 09:44
      Highlight Highlight Natürlich, und die Veganerin kehrt dabei locker den B12 Mangel unter den Tisch. Der ist theoretisch nicht dramatisch - weil es genügend alternativen gibt. Aber ihn zu verheimlichen ist einfach nur blödsinn.

      "Mit diesem Argument stehen Sie wissenschaftlich auf verlorenem Posten" Pfff denkste.

      http://vegan.ch/b12/
    • OkeyKeny 09.01.2017 15:10
      Highlight Highlight Ja gut, aber wie du sagst - es gibt ja genügend Alternativen.
  • Intellektueller 09.01.2017 01:27
    Highlight Highlight Ich wünsche mir die Gleichbehandlung aller Primaten, weil ich möchte als Mensch gerne auch artgerecht gehalten werden, d.h in einem 12 Quadratkilometer grossen Urwaldgehege mit 12 fortpflanzungsfreudigen Weibchen, wo wir immerzu schlafen, fressen und uns paaren. Stattdessen jeden Tag eingepfercht im Grossraumbüro sich durch die Stressdressur peitschen zu lassen, ist bestimmt nicht artgerecht.
    • Datsyuk * 09.01.2017 02:44
      Highlight Highlight Und deinen Ärger willst du dann durch nicht artgerechte Tierhaltung loswerden?
    • Greet 09.01.2017 08:34
      Highlight Highlight Intellektueller, jemand muss aber die Steuergelder bezahlen, die nachher die Grünen wieder aus dem Fenster werfen können. Sorry.
  • atomschlaf 09.01.2017 00:51
    Highlight Highlight Die Dekadenz der Grünen kennt offenbar keine Grenzen mehr!
  • b4n4n4j03 08.01.2017 22:36
    Highlight Highlight Super Interview! Ich finde diese Frau hat was drauf und finde die provozierende Art super!
    Das Thema mit der Fleischproduktion beschäftigt mich unter Anderem die letzte Zeit auch sehr, aus Sicht der Umwelt (Regenwald Zerstörung...) und aus sicht der Ethik...
    Schlussentlich habe ich meine Entscheidung getroffen, nicht zuletzt auch Dank der Aussage von Greis: "...und drum isch jede wo das weiss und erkennt und sich nid devo betroffe fühlt en Teil vom Problem.." aus dem Song "Teil vom Problem"...
    Wenn wir alle ein wenig konsequenter wären würde di Welt einiges besser aussehen!
  • sergi 08.01.2017 21:40
    Highlight Highlight Das Problem liegt nicht am Fleischkonsum an sich, sondern an der Massentierhaltung. "50% des weltweiten Getreideanbaus wird an Tiere verfüttert, die in den westlichen Industrieländern gegessen werden." ~ Richard Precht
    • Intellektueller 08.01.2017 22:45
      Highlight Highlight Wo ist da das Problem?
    • Andreas Weibel (1) 09.01.2017 00:12
      Highlight Highlight Ist das "Wo ist da das Problem?" eine ersthafte Frage?

      Ich fände es krass, wenn es jemanden in der Schweiz gibt, der sich nicht bewusst ist, dass jeden Tag Tausende Menschen sterben, weil sie nicht genug zu essen haben.
    • OkeyKeny 09.01.2017 00:32
      Highlight Highlight @intellektueller - vielleicht, dass dieses Getreide teils aus Ländern kommt, in denen die Menschen verhungern? Vielleicht? Nur vielleicht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • _kokolorix 08.01.2017 21:39
    Highlight Highlight Wenn ich die Kommentare so überfliege, komme ich zum wenig überraschenden Schluss, dass den meisten Meret Schneider extrem unsympathisch ist und die meisten gerne Fleisch essen ohne sich Gedanken darüber zu machen.
    Die Art und Weise wie Meret Schneider argumentiert, kommt auch bei mir nicht gut an. Aber ihr Anliegen finde ich trotzdem angebracht, nur würde ich es lieber auf die Natur als ganzes ausdehnen. Mit Grundrechten für Primaten haben wir sozusagen nichts erreicht(300 betroffene Individuen!), not täte aber ein pfleglicher Umgang mit jeglichen Lebewesen, den Menschen eingeschlossen.
    • blobb 08.01.2017 23:07
      Highlight Highlight Sie ist Politikerin, da ist die Art und Weise der Argumentation entscheidend.
    • _kokolorix 09.01.2017 07:03
      Highlight Highlight Genau da habe ich Zweifel. Mit dieser abgehobenen Ausdrucksweise wird sie nicht viele Menschen überzeugen können. Obwohl viele ihrer Argumente logisch sind, verschwindet zuviel hinter intellektuellem Geschwurbel das kein Durchschnittsgebildeter versteht. Ein Grundkurs in Rhetorik wäre für angehende Politikier bestimmt nicht verkehrt
    • Intellektueller 09.01.2017 08:41
      Highlight Highlight Also ich esse gerne Fleisch, aber ich mache mir durchaus Gedanken zu meinem Fleischkonsum: Ist das Stück gut angehangen? Ist es etwa grobfaserig oder von Sehnen durchzogen? Womit wurde das Tier gemästet? Woher stammte es? Habe ich schon den passenden Wein?
      Warum kann ich mir die 2 Kg Fleisch nicht leisten, die die Prärieindianer und viele andere Naturvölker täglich assen, und z. T. heute noch essen?
      Wie scmeckt Gorillafleisch? Anders als Schimpansenfleisch?
    Weitere Antworten anzeigen
  • sevenmills 08.01.2017 21:29
    Highlight Highlight Spannend zu sehen, wie hier viele aus einer Verteidigungsposition heraus direkt auf die Frau spielen.. wie von ihr selbst erwähnt. Denn rein ethisch kann man fast nichts gegen ihre Argumente einwenden.

    Zu den Grundrechten. Unzählige Experimente haben gezeigt, dass Menschenaffen Empathie, Ansätze von Kultur & Gerechtigkeitssinn, komplexes Denken, Zeitverständnis usw. haben. Schimpansen sind auf dem geistigen Entwicklungsstand eines 4- jährigen Kindes. Auch diesem spricht niemand das Recht auf Leben und Unversehrtheit ab.

    Bleibt nur die Frage, ob sowas in eine menschliche Verfassung gehört.

    • Intellektueller 08.01.2017 22:58
      Highlight Highlight Es ist einfach. Der Anspruch auf Grundrechte leitet sich nicht von den von Dir genannten Eigenschaften und Fähigkeiten ab.
      Die Menschenrechte gelten per Definition ausschliesslich für Menschen. Das ist gut so.
      Die Natur hat Gesetzmässigkeiten, die das sogar erfordern: jede Spezies hat einen Überlebens- und Fortpflanzungstrieb. Dazu muss jede Art Ressourcen verbrauchen und zwar ausnahmslos auf Kosten anderer Spezies. Das Wasser was ein Lebewesen absorbiert, kann ein anderes nicht trinken. Überleben heisst also, sich zu behaupten. Darum jäte ich den Garten und schlachte meine Kaninchen.
    • Datsyuk * 09.01.2017 02:48
      Highlight Highlight Jagst du mit Feigenblatt und Pfeilbogen durch den Garten..?
    • Intellektueller 09.01.2017 08:04
      Highlight Highlight @Datsyuk: Ja, aber das Feigenblatt lasse ich weg, weil das kratzt viel zu sehr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FancyFish - Stoppt Zensur! 08.01.2017 21:24
    Highlight Highlight Heieiei. Da sagt man nur, dass man diese Frau aufgrund ihrer Ansichten nicht mag, schon wird der Kommentar gelöscht.

    Aber ja, dann sag ich halt, dass ich diese Frau unsymphatisch finde. Hoffentlich kann man sich damit abfinden
  • Mamititti 08.01.2017 20:51
    Highlight Highlight Bekommen Affen dann einen Vormund von der KESB?
  • Maett 08.01.2017 20:50
    Highlight Highlight Sie tätigt eine beeindruckende Anzahl von Aussagen, über die man nur den Kopf schütteln kann, bei der Folgenden zeigt sie aber, dass nicht einmal die Grundlagen der Biologie verstanden wurden (oder werden wollten): "ein Biomediziner hat klar sein Forschungsinteresse im Blick und wertet das tierische, nicht-menschliche Leben ganz klar geringer als das menschliche Leben"

    Menschen sind Säugetiere. Tiere! Und jede Tierart wertet andere Tierarten geringer als die eigene. Das sichert das bestmögliche Überleben jeder Gattung und ist Teil der Evolutionsstrategie. Warum sollte man das ändern?
    • sevenmills 08.01.2017 21:33
      Highlight Highlight Weil der Mensch nicht mehr im eigentlichen Sinne an der Evolution teilnimmt. Wir können also philosophieren und so handeln, dass es unseren ethischen Grundsätzen entspricht. Im Fall von dieser jungen Frau denen des Utilitarismus bzw. effektiven Altruismus.
    • Maett 08.01.2017 21:55
      Highlight Highlight @sevenmills: was führt Sie zu dieser Annahme? Der Mensch kann sich nicht einfach aus der Evolution zurückziehen, das ist nichts, was aktiv beeinflussbar wäre, da es eine Grundfunktion des Stammhirns darstellt.

      Diese Funktion ist (wie bei jedem Tier) manipulierbar, wir haben z.B. mit Geld, verbunden mit Gesetzen (ob staatliche, gesellschaftliche oder religiöse), eine stabile Grundlage geschaffen - Evolution an sich ist ja überhaupt nicht stabil.

      Deshalb sind ethische Grundsätze nur solange etwas Wert, wie die Grundmanipulationsbedingungen gegeben sind.
    • Tilman Fliegel 08.01.2017 22:16
      Highlight Highlight Die Evolution ist doch nicht eine Grundfunktion des Stammhirns! Wenn sie der Frau vorwerfen, sie habe keine Ahnung von Biologie, sollten sie aufpassen, was sie schreiben. Was aber stimmt ist, dass sich der Mensch nicht aus der Evolution ausklinken kann, ausser vielleicht er entdeckt das ewige Leben und pflanzt sich nicht mehr fort.
    Weitere Antworten anzeigen
  • slashinvestor 08.01.2017 20:27
    Highlight Highlight Aber hallo Watson. Bitte jetzt auch mal "Trump supporters" so ein Interview geben. Diese Frau ist ein Radikal und hat nichts mehr mit normal zu tun. Im Englisch gibt es Godwins Law, diese Frau hat kein 20 Zeilen gebraucht um da hin zu kommen. Und weil sie es getan habt habe ich diese Frau als Radikaler Spinner bezeichnet. Es gibt ein Ernstes Thema mit Tierversuchen, aber diese Frau macht sich nur lächerlich.
    • Datsyuk * 08.01.2017 20:47
      Highlight Highlight Wieso macht sie sich lächerlich?
    • sevenmills 08.01.2017 21:15
      Highlight Highlight Wieso?
    • slashinvestor 09.01.2017 00:58
      Highlight Highlight Für die die fragen wieso, google Godwin's law. Dann erhält ihr die Antwort warum niemand diese Frau ernst genommen werden kann. Eine Person der vergleicht zu kz's und Sklaven kann nicht ernst genommen werden egal von den Kontext. Sie hat null verstand von was sie sagt und wie ernst die Sache ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Majoras Maske 08.01.2017 20:22
    Highlight Highlight Vielleicht sollten die Grünen weniger Fleischessen verdammen, als vielmehr die vegetarische Ernährung fördern. Und das nicht per Staatsdekret sondern durch das Schaffen von Fakten. Gäb's an den Bahnhöfen vielleicht gute, vegetarische Takeaway asiatischer Art würde das vermutlich nicht schlecht laufen und es würden dadurch vielleicht weniger Schinken-Sandwiches verkauft. Aber es ist natürlich cooler als kleine vegane Minderheit einen auf Avantgarde zu machen.
    Mich nervt darüber hinaus ihre Wortwahl, die wohl nur ihre überlegene Bildung und ihren fucking Kampfwillen demonstrieren soll.
    • Intellektueller 08.01.2017 23:07
      Highlight Highlight Ein Schinkensandwich besteht zu ca. 90 % aus veganen Zutaten. Eigentlich sollte man es als "schinkenparfümierten Backgetreideriegel mit Gemüsedekoration" bezeichnen.
  • LandeiStudi 08.01.2017 20:04
    Highlight Highlight Wir als dominante Spezies schulden den Tierarten keine Rechenschaft und ein Grundrechte gibt es in der Natur schon gar nicht.
    Zur Definition Art:
    Zwei Individuen gehören derselben Art an wenn sie fruchtbare Nachkommen zeugen können.
    • Datsyuk * 08.01.2017 20:49
      Highlight Highlight Also können wir die Moral beseite schieben? Die Moral, eine Errungenschaft unserer überlegenen Spezies.
    • Tilman Fliegel 08.01.2017 22:19
      Highlight Highlight Moral und Ethik sind im wesentlichen die Rationalisierung unserer altruistischen Instinkte.
    • todesnachti 08.01.2017 23:41
      Highlight Highlight Super das meine Grossmutter nicht die gleiche Art hat wie ich. Oder mein Vater.
    Weitere Antworten anzeigen
  • strudel 08.01.2017 19:49
    Highlight Highlight Bin froh, dass sich endlich jemanf um die tatsächlichen probleme dieses landes kümmert. Amüsant finde ich folgendes:

    "Für uns gibt es drei wichtige Fragen, die entscheidend dafür sind, wie wir unsere Ressourcen einsetzen. Wieviel können wir herausholen? Wie stark ist das Leid, das auf diesem Gebiet herrscht? Und wie stark wird das Gebiet politisch vernachlässigt?"

    Wenn man diese 3 faktoren zu evaluation des themas nimmt und zum schluss kommt, dass grundrechte für affen das sind, was wir brauchen dann weiss ich auch nicht mehr weiter...
    • Binnennomade 08.01.2017 23:52
      Highlight Highlight Dachte ich mir auch..
      Mir war Sentience Politics am Anfang noch sympathisch, weil sie wegen dieser Evaluation den Fleischkonsum thematisierten. Denn da könnte man tatsächlich sehr viel herausholen, und das Thema wurde sogar von den Umweltverbänden vernachlässigt.
      Ich glaube, danach sind die werten Leute halt einfach ein bisschen in ihre Bubble abgetaucht..
  • tofutier 08.01.2017 19:29
    Highlight Highlight Ich mag Meret Schneider. Auch wenn manche ihrer Ansichten sogar für mich ein wenig too much sind. Immerhin hat die Frau Pfupf!

  • bfm 08.01.2017 19:18
    Highlight Highlight "Weil die Leute kognitiv wissen, dass es falsch ist, Fleisch zu Essen. Da kommt der Fleischesser in einer Diskussion schnell eimal in eine Position, in der er sich rechtfertigen muss. Weil er den moralischen Anspruch an sich selber nicht erfüllt."
    ...träume weiter, es ist der alte Traum des Veganers in seiner selbstgerechten vermeintlichen moralischen Überlegenheit, der glaubt über den Prinzipien der Natur zu stehen. Genau genommen ein Fall für Hugo Stamms Sektenblog.
    • bfm 08.01.2017 19:31
      Highlight Highlight .... und den Ersten, der mich nun fragt, ob ich das Tier, welches ich essen will, selber erlege, frage ich zurück, ob er sein Haus inkl. Warmwasserversorgung und Elektrizität usw. auch selber, d.h. mit eigenen Händen erbaut hat ....
    • Majoras Maske 08.01.2017 21:10
      Highlight Highlight Es wurde schon bewiesen, dass Pflanzen ein Bewusstsein, räumliche Wahrnehmung und Erinnerungsvermögen besitzen (aber kein Hirn besitzen, was das Ganze so mysteriös macht). Wenn man Tiere nicht essen möchte, weil sie ein Bewusstsein haben und leiden, dann wär das ja bei Pflanzen streng genommen auch so. Nur, was ist der moralisch korrekte Mensch dann?
      Der Mensch kann nur existieren, wenn er anderes Leben frisst, weil auch er ein endliches Lebewesen ist und keine unsterbliche Gottheit. Darum wird er ja symbolisch beerdigt, um der Natur was zurückzugeben und den Kreislauf zu schliessen.
    • OkeyKeny 09.01.2017 01:28
      Highlight Highlight @ majoras maske. Du willst Tiere tatsächlich mit Pflanzen vergleichen? Also Affen und Bäume - absolut das selbe? Aha
    Weitere Antworten anzeigen
  • rundumeli 08.01.2017 19:17
    Highlight Highlight no need to cry ...
    User Image
  • Karl33 08.01.2017 19:01
    Highlight Highlight Keine Minderheit zu klein, um von der Linken vor den Populismus-Karren gespannt zu werden. Jetzt gar Tiere. Und derweil verhöhnen dieselben Politikerinnen die Verlierer der Globalisierung - Büezer etc. Besser könnte das derzeitige Debakel der Linken gar nicht illustriert werden. Abgehobene Elitenbewirtschaftung von privilegierten Akademikern zu privilegierten Akademikern.
    • Michael Ogi 08.01.2017 20:17
      Highlight Highlight Jetzt behauptest du auch noch ernsthaft, dass Menschenaffen "privilegierte Akademiker" sind?

  • rundumeli 08.01.2017 18:58
    Highlight Highlight "sehnig fast schon, blonde Strähnen, skeptischer Blick, sieht aus, als würde man sich an ihr die Zähne ausbeissen" ... sternli : 10 points ;-)
  • Madison Pierce 08.01.2017 18:42
    Highlight Highlight Zweifellos eine intelligente Frau, auch wenn ich nur zum Teil mit ihr einig bin.

    Wir sollten uns mehr bewusst werden, welche Empfindungen die verschiedenen Tiere haben. Dann stellt sich unweigerlich die Frage, ob es richtig ist, Menschenaffen zu unserem Vergnügen in Zoos gefangen zu halten.

    Ein Rind zu schlachten, welches ein gutes Leben hatte, ist demnach nicht verwerflich. Aber es ist verwerflich, den Tieren ein gutes Leben zu verunmöglichen, indem wir sie in zu kleinen Ställen halten.
    • m_roe 08.01.2017 19:22
      Highlight Highlight Das Problem ist aber, dass diese Tiere nur einen Bruchteil ihrer Lebenserwartung erleben können.
    • Madison Pierce 08.01.2017 22:08
      Highlight Highlight Tiere zu töten, um sie zu essen, halte ich für natürlich und deshalb nicht für falsch. Auch Tiere essen Tiere. Was sie im Gegensatz zu uns aber nicht tun, ist sie in zu kleinen Ställen zu halten und derart zu überzüchten, dass sie nicht normal leben können.
  • der Denker 08.01.2017 18:33
    Highlight Highlight 1. Die meisten der Tiere in Versuchen würden ohne Versuche oder Nahrungsherstellung gar nicht existieren.
    2. Durch Sojaprodukte wird ein grosser teil des Regenwaldes abgeholzt. Also nix Tierschutz.
    • Charlie Brown 08.01.2017 19:16
      Highlight Highlight @der nicht genug weit Denker: Wozu wird über 80% des produzierten Soja gebraucht? Wart, ich helf dir... Für die Tiermast. Verrückt, nicht?

      Ah, und weil die Tiere gezüchtet wurden, muss man sie nicht gut behandeln?
    • Datsyuk * 08.01.2017 19:16
      Highlight Highlight Für Tierfutter wird der grösste Teil des Regenwaldes abgeholt. Tierfutter für Nutztiere..
      Was du schreibst, stimmt nicht!
    • thoubiable 08.01.2017 19:18
      Highlight Highlight 1. Das ist eine ziemlich schräge Aussage. Ist es denn ein Argument dafür, Tiere zu quälen wenn sie dank uns überhaupt existieren? Sie gar nicht zu züchten ist sicher besser als sie zu züchten und danach unwürdig zu behandeln.
      2. Der kleinste Teil des angebauten Sojas ist direkt für die menschliche Ernährung bestimmt. Der allergrösste Teil für den der Regenwald abgeholzt wird, wird zu Viehfutter. Zudem kommt das meiste Soja welches für Tofu etc. verwendet wird aus Europa oder gar der Schweiz.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Super 08.01.2017 18:30
    Highlight Highlight Wow! Ich bin schwer beeindruckt. Diese junge Frau könnte wohl jedem einzelnen erklären was er/sie im Leben falsch macht.
    Das ist es doch was wir brauchen!
    Bravo!
    • Karl33 08.01.2017 19:02
      Highlight Highlight Da hat sie mit der Funicello der Juso einiges gemeinsam.
    • nilsnektarine 08.01.2017 19:14
      Highlight Highlight Ich denke, da liegt das Problem: Leute wollen nicht, dass ihnen jemand sagt, was sie falsch machen, ich ehrlich gesagt auch nicht. Ich finde es steht fremden nicht zu zu sagen: du/dein Verhalten ist falsch. Besser wissen tun wirs ja sowieso alle :)
    • Datsyuk * 08.01.2017 19:17
      Highlight Highlight Wieso reagierst du so?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Herbert Anneler 08.01.2017 18:22
    Highlight Highlight Hiiiiilfe vor den sog. "Effektiven Altruisten"! Sie denken utilitaristisch wie die Neoliberalen: finanzielle Effektivität schert sich nicht um die Individuen, sondern nur um die grosse Zahl - das ist Altruismus über die Köpfe der Betroffenen hinweg! Gerade DAS brauchen wir nicht mehr. Und genau dieser Neoliberalismus ist unfähig, zwischen Mensch und Tier zu unterscheiden - er betrachtet uns alle als Tiere. "Menschen"-Rechte für Affen ist so gesehen ein neoliberaler moral hazard. Was es braucht, ist Respekt vor der Kreatur jenseits von erneuten neoliberalen Irrwegen - auch wenn's gut tönt.
    • Platon 08.01.2017 19:40
      Highlight Highlight @Herbert
      Das ist totaler Schwachsinn, was du da erzählst. Effektiver Altruismus hat nichts mit neoliberal zu tun, genau so wenig wie Tierethik. Effektive Altruisten sind utilitaristisch geprägt, weil sie die Lebensbedingungen aller empfindsamen Wesen verbessern wollen. Dies tun sie aber sehr vernünftig auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das einzig "neoliberale" an ihnen ist, dass sie den Kapitalismus als effizientistes System gilt Nutzen zu maximieren. Dieser soll aber an die verteilt werden, die es am nötigsten haben, also das Gegenteil von neoliberal.
    • Herbert Anneler 08.01.2017 20:21
      Highlight Highlight &Platon: Peter F.. Drucker sinngemäss zu den Protagonisten des Utilitarismus: Sie erfinden tausen Methoden, um die Menschen ihres Glückes willen gefangen zu nehmen. Zu diesen Schwärmern zähle ich auch die Protagonisten des effektiven Altruismus. Man muss nur einmal ihren Sprachduktus analysieren.
    • Platon 08.01.2017 20:44
      Highlight Highlight "... ihres Glücks willen gefangen zu nehmen."
      Lass die Leute doch helfen wenn sie es schon freiwillig tun. Genau so darf jeder auch Hilfe ablehnen. Wo liegt genau dein Problem?
  • blobb 08.01.2017 18:01
    Highlight Highlight Wenn ich dieses Interview lese, verstehe ich sogar als Linker, dass sich Rechte über die Überheblichkeit von gewissen Linken, die ihr einzig moralisch richtiges Weltbild vertreten, aufregen.
    Und dann wundern sich die "linken" Parteien mal wieder warum sie niemand wählt. Menschenrechte für Affen und Vegiday ist ok, aber die demokratisierung der Wirtschaft oder die Überwindung des ewigen Wachstums ist ein no Go. Kein Wunder bleiben die Linken Wähler jeweils zuhause.

    • Firefly 08.01.2017 19:27
      Highlight Highlight Wieso sollte die Demokratiesierung der Wirtschaft schlecht sein? Wenn in einem Staat das Volk das letzte Wort haben soll, und dies die Beste aller schlechten Staatsformen ist, dann macht es doch sinn, dieses System auch für Firmen und Unternehmungen einzuführen. Die Mitarbeiter haben das letzte Wort und zwar jeder nur eine Stimme, wie das in einer echten Demokratie eben ist. Die Mitarbeiter weden sich für das Wohl der Firma in der sie arbeiten einsetzen da ein LANGFRISTIGER Erfolg dieser in ihrem Intersse liegt und sie werden mehr Verantwortung übernehmen
    • blobb 08.01.2017 20:25
      Highlight Highlight Das frag ich mich ja auch. Ich glaub du hast mich nicht verstanden.
    • Neruda 08.01.2017 20:34
      Highlight Highlight Du bist also für unendliches Wachstum in einer endlichen Welt? Logik sollte endlich in der Schule unterrichtet werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Likos 08.01.2017 17:58
    Highlight Highlight Bevor wir gesellschaftlich aus moralischen Gründen Veganer werden, wird bei uns eher Fleisch und Co. aus dem Labor Einzug halten. Es gibt sogar schon Pflanzen die Blut produzieren...

    Wir fangen als Gesellschaft generell erst gerade an das "Essen zu lernen". Bis vor kurzem gab es noch gar keine Auswahl und aufwändige Produktionen, da muss man erst seinen Weg noch finden.
  • Hugo Wottaupott 08.01.2017 17:55
    Highlight Highlight Gut zu Wissen dass die Grünen neuerdings Politik für Affen machen... und das hochoffiziell.
    • Neruda 08.01.2017 20:36
      Highlight Highlight Machen sie schon lange, denn wir gehöre auch zur Familie der Menschenaffen. Ach wie schön kann Boilogie sein :)
    • Hugo Wottaupott 08.01.2017 21:44
      Highlight Highlight Ja also ehm das hab ich schon lange vermutet.
  • marcog 08.01.2017 17:46
    Highlight Highlight Ich kenne auch ein paar Veganer, welche von sich behaupten, sie seien gesund. Die Bohnenstangen sehen mehrheitlich aber alles andere als gesund aus.
    Ist es nicht etwas diskriminierend, wenn man die klugen Schweine gegenüber den dummen Hunden privilegiert? Mennschen haben (theoretisch) auch alle die gleichen Rechte, egal wie klug sie sind. Und bei den Hefebakterien kennen sie dann keine Gnade, weil man sie nicht sieht!
    Ps: bin Mitglied bei den jungen Grünen, aber es gibt wichtigere Themen. Mit diesem Fundamentalismus wird uns nicht geholfen.
    • Datsyuk * 08.01.2017 19:19
      Highlight Highlight Ich kenne Fleischesser, die nicht gesund aussehen. Verallgemeinerung lässt grüssen..
    • Michael Ogi 08.01.2017 20:38
      Highlight Highlight Ich bin kein Veganer. Höchstens ein Vegetarier, der sich bemüht, möglichst vegan zu leben. Ich stimme aber sachlich mit Meret voll überein und finde diese Schritte in eine bessere Zukunft wichtig. Und ich denke, als ebenfalls Mitglied der Jungen Grünen, sollte der Thematik möglichst höchste Priorität gegeben werden. Wären wir zum Beispiel alle Veganer, wäre die 2 Grad Klimaerwärmungsgeschichte ein gelöst, ebenso der Welthunger und zum grossen Teil auch diese Flüchtlingskriese.
  • ElendesPack 08.01.2017 17:42
    Highlight Highlight Einige Punkte, die sie erwähnt, sind wahr, bei anderen wiederum schlägt sie zirkusreife Volten, um sich rhetorisch zu behaupten.

    Ganz allgemein: Ich kann diese Frau und ihre Gesinnungsgenossen nicht ernst nehmen. Sie führen byzantinische Diskussionen. Während die Türken vor den Toren stehen, diskutieren sie immer noch darüber, wieviele Engel auf einem Stecknadelkopf Platz haben.

    Und dann "fucking Brasilien"? Ehm, sorry, ich dachte, das sei ein riesengrosses Land mit x verschiedenen Ethnien und Menschen. Wieso masst sie sich diese Ausdrucksweise an?
    • ElendesPack 08.01.2017 17:58
      Highlight Highlight Ach ja, ist mir grad noch aufgefallen: Sie hält sich für tendenziell eher hart. Nur weil man verbohrt und kompromisslos ist, ist man noch lange nicht hart. In Wirklichkeit ist sie das, was man im angelsächsischen Raum als Snowflake bezeichnet.
    • Knut Knallmann 08.01.2017 18:10
      Highlight Highlight Kontext: Es geht nicht um das Land Brasilien an sich, sondern um die Praxis, dass man für ein paar Rappen an Einsparungen antibiotikaverseuchtes Fleisch aus Massentierhaltung über den halben Globus schippert. Das "fucking" ist daher weniger eine Beleidigung gegen das Land sondern eher eine vulgäre Steigerung der Herkunft des Fleisches. Nennt sich Jugendsprache - Ist nicht immer einfach...
    • rite 08.01.2017 18:42
      Highlight Highlight "Elendes Pack"? Lustiger Name.

      Zuerst zum "fucking Brasilien", ja klar dass sie nicht das ganze Land damit beleidigen will, sondern die Fleischproduktion damit meint.
      Hört endlich auf, solches Zeug herauszustreichen und damit vom eigentlichen Thema abzulenken.

      "Während die Türken vor den Toren stehen.."?
      Ich sehe Sie haben rhetorisch auch einiges drauf, das hilft sehr um das Thema anders aussehen zu lassen, aber Fakt ist:

      Die Fleischproduktion hat viele schreckliche Folgen, von den Treibhausgasen, zum Mangel an Nahrungsmittel für die Menschen in diesen Regionen. Es ist in der Tat wichtig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • fcsg 08.01.2017 17:41
    Highlight Highlight Am besten gleich noch Bürgerrechte in Form eines Affenpasses... Rhetorisch hat sie zweifellos was drauf, aber kommt sehr missionarisch rüber. Aber das scheint im Kreise der Veganer wohl nichts neues zu sein.
    Das Fleischkonsum per se als unnatürlich dargestellt wird, ist einfach grundlegend falsch. In der freien Natur passiert ja auch nichts anderes als fressen und gefressen werden. Fleischkonsum in Massen ist keinesfalls verachtenswert, auch wenn gewisse Kreise dies so darstellen möchten und ihr Selbstwertgefühl dadurch definieren.
    • Datsyuk * 08.01.2017 17:56
      Highlight Highlight Ja, genau. Raubtiere machen auch Massentierhaltung..
    • Phoria 08.01.2017 18:30
      Highlight Highlight Der Fleischkonsum wird meines Erachtens nicht per se als unnatürlich dargestellt, sondern der masslose Fleischkonsum und die ausbeutende Fleischproduktion wie wir sie heute fast weltweit haben. Das "fressen und gefressen werden"-Argument ist so schwach; der Mensch hat sich schon lange vom Wirkungsgebiet der freien Natur entfremdet und diese zu seinem Vorteil genutzt. Gerade daraus ergeben sich doch gewisse Verantwortungen gegenüber der Natur und nichtmenschlichen Tieren, u.a. dass man diese mit einem Mindestmass an Respekt behandelt, was in der heutigen Tierindustrie nicht getan wird.
    • rite 08.01.2017 18:36
      Highlight Highlight "Das Fleischkonsum per se als unnatürlich dargestellt wird, ist einfach grundlegend falsch."

      Das sagt niemand.

      Es geht um die Art, wie heute Fleisch produziert wird. Wollen Sie mir echt sagen, dass sie das nicht verstanden haben?

      Kann ich nicht glauben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • keplan 08.01.2017 17:39
    Highlight Highlight Wow die Frau weiss ja vieles über alle Fleischesser. Ich finde es nicht falsch Fleisch zu essen, auch nicht moralisch, über die Haltung von Tieren zu diskutieren finde ich hingegen korrekt. In der Natur werdn 99% der Tiere gefressen, das eine Prozent welches ins hohe Alter schafft verhungert oder erfriert schlussendlich Qualvoll ob das die bessere Alternative ist weiss ich nicht

Tierisches Beziehungsdrama im Zürcher Zoo: Tiger Sayan tötet Partnerin

Nun ist die Todesursache der Tigerin Elena geklärt: Sie wurde vom Männchen Sayan zu Tode gebissen. Die Verantwortlichen des Zoos Zürich sind überrascht, denn die beiden Tiger schienen eigentlich ein einigermassen gutes Verhältnis zu haben.

Offenbar gab es in der Nacht auf den 5. September einen Kampf, den niemand bemerkte. Dies schreibt der Zoo Zürich in einer Mitteilung vom Mittwoch. Im Untersuchungsbericht wird die Todesursache traumatischen Verletzungen im Nacken- und Kehlbereich …

Artikel lesen
Link to Article