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Vegan oder nicht vegan? Für die Gesundheit spielt dieser Entscheid eine kleinere Rolle, als manche glauben. Bild: Shutterstock

Studie des Bundes: «Nicht alle Veganer essen viele Früchte und viel Gemüse»

Die Eidgenössische Ernährungskommission hat die Vor- und Nachteile einer veganen Ernährung umfassend untersucht. Die Präsidentin Beatrice Baumer spricht im Interview über Irrtümer, Überraschungen und den einzigen Superfood, der diesen Namen verdient.

13.05.18, 16:42 14.05.18, 07:17

Frau Baumer, die Schweizer essen so wenig Fleisch wie seit fast 50 Jahren nicht mehr. Was sagen Sie als Ernährungswissenschaftlerin zum Trend?
Beatrice Baumer:
Ich würde ihn nicht überbewerten: In den letzten Jahren nahm der Konsum abwechslungsweise etwas zu und ging dann wieder etwas zurück. Ausserdem essen wir aus ernährungsphysiologischer Sicht ohnehin noch zu viel Fleisch. 1 bis 2 Portionen pro Woche würden komplett ausreichen

Allerdings erstarkt gleichzeitig auch die vegane Bewegung. Gerade erst hat sich die Eidgenössische Ernährungskomission unter Ihrer Leitung intensiv damit befasst, was eine rein pflanzliche Ernährung mit unserem Körper macht. Wie kamen Sie dazu?
Den letzten Bericht zu den Folgen einer fleischlosen Ernährung haben wir vor über zehn Jahren publiziert. Er konzentrierte sich vor allem auf die vegetarische Lebensweise. Weil sich inzwischen immer mehr Menschen nicht nur vegetarisch, sondern sogar vegan ernähren, drängte sich aus unserer Sicht eine Aktualisierung auf. Als wir realisiert haben, wie viele Studien zum Veganismus in der Zwischenzeit erschienen sind, beschlossen wir, statt eines Updates einen komplett neuen Bericht zu verfassen.

«Man muss präzisieren: Nicht alle Veganer essen viele Früchte und viel Gemüse.»

Welche Erkenntnis war am überraschendsten für Sie?
Was mich schockiert hat, war, dass es immer noch Veganer gibt, die keine Vitamin-B12-Supplemente zu sich nehmen. Vegane Gesellschaften kommunizieren ganz klar, dass solche Präparate notwendig sind, da Vitamin B12 in einer komplett pflanzlichen Ernährung kaum vorkommt.

Wissen Sie, was mich überrascht hat? Die Aussage, dass Veganer nicht zwingend mehr Früchte und Gemüse essen als Allesesser. Wie erklären Sie sich das?
Man muss präzisieren: Nicht alle Veganer essen viele Früchte und viel Gemüse. Die meisten jedoch schon. Das Spektrum der verschiedenen Ernährungsweisen ist gross. Meine Hypothese ist, dass die Motivation entscheidend ist, warum jemand vegan lebt. Gewisse Gemüse und Früchte weisen eine schlechte Ökobilanz auf. Es gibt vielleicht Personen, die aus Gründen der Nachhaltigkeit eher auf Getreideprodukte und pflanzliche Fette setzen.

Beatrice Baumer ist Präsidentin der Eidgenössischen Ernährungskommission und Dozentin für Ernährung an der ZHAW. bild: zvg

Und welches ist die Kernaussage des Berichts? Ist eine vegane Ernährung nun gesund oder nicht?
Das war die zweite Überraschung für mich: Man hört immer wieder, dass eine vegane Ernährung das Risiko für Diabetes oder gewisse Krebsarten senke. Aufgrund der heutigen Datenlage sind mögliche gesundheitliche Vorteile einer veganen Ernährungsweise jedoch nicht statistisch abgesichert. Gleichzeitig gibt es auch keine Hinweise darauf, dass Veganer generell weniger gesund wären. Eine gut geplante vegane Ernährung, inklusive  Vitamin-B12-Supplementen, kann den Nährstoffbedarf eines Menschen decken.

Trifft dies auch auf Kinder zu? Der Bund rät davon ab, Heranwachsende ausschliesslich pflanzlich zu ernähren.
An dieser Empfehlung wollen wir nicht rütteln. Die Daten zeigen zwar, dass klinische Zeichen eines Mangels bei vegan ernährten Kindern selten sind. Die Gefahr, dass solche Kinder zu wenig Eisen, Vitamin B12 oder Kalzium aufnehmen, besteht jedoch. Vor allem ein Vitamin B-12-Mangel kann gravierende Folgen haben. Eine deutsche Studie, die nach Abschluss unseres Berichts erschienen ist, zeigt zudem, dass vegan ernährte Kinder im Schnitt etwas kleiner sind. Wollen Eltern ihre Kinder entgegen der Empfehlungen rein pflanzlich ernähren, müssen sie sich zwingend sehr gut informieren.

«In der Schweiz verzichten laut Studien zwischen 0,38 und 3 Prozent der Menschen komplett auf Fleisch, Eier und Milchprodukte. Da ist es eine Herausforderung, genügend Studienteilnehmer zu finden.»

Gleichzeitig heisst es in Ihrem Bericht, dass eine sojabasierte Säuglingsnahrung unter gewissen Voraussetzungen «sicher ist». Diese Erkenntnis dürfte vielen Menschen Stirnrunzeln bereiten.
Wir empfehlen keinesfalls, Säuglinge mit Soja zu ernähren! Auch die veganen Gesellschaften raten im übrigen, Kinder möglichst lange zu stillen. Es gibt aber Fälle, bei denen Babys nicht gestillt werden können, zum Beispiel wenn sie laktoseintolerant sind. Dann kann eine moderne Säuglingsnahrung auf Sojabasis eine Lösung sein.

Ist die Datenlage denn überhaupt ausreichend, um verlässliche Aussagen zu den Vor- und Nachteilen einer veganen Ernährung treffen zu können?
In vielen Fragen muss die Forschung tatsächlich noch genauer hinschauen. Ein Problem ist, dass es generell wenige Veganer gibt. In der Schweiz verzichten laut Studien zwischen 0,38 und 3 Prozent der Menschen komplett auf Fleisch, Eier und Milchprodukte. Da ist es eine Herausforderung, genügend Studienteilnehmer zu finden. Ausserdem sind neue Studien auch immer teuer. Es könnte sich deshalb nur schon lohnen, die bestehenden Daten noch genauer zu durchforsten und etwa auszuwerten, ob es Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt.

Sie meinen, dass die vegane Ernährung Frauen besser bekommt als Männern – oder umgekehrt?
In einzelnen Bereichen gibt es Hinweise darauf. So erhöht eine vegane Ernährung bei Frauen das Risiko, wegen einer Herzkreislauf-Erkrankung ins Spital zu müssen, bei Männern aber nicht. Es wäre spannend herauszufinden, welches die Gründe dafür sind und ob es noch mehr solche Effekte gibt.

«Wir können uns leere Kalorien kaum mehr leisten.»

Manche der zitierten Studien stammen aus dem Umfeld der Siebenten-Tags-Adventisten – einer Freikirche, in der sich viele Mitglieder vegetarisch ernähren. Sind solche Untersuchungen überhaupt glaubwürdig?
Es handelt sich um wissenschaftliche Untersuchungen, die auch hierzulande oft zitiert werden. Tatsächlich kommen Studien aus diesem Umfeld – verglichen mit grossen europäischen Studien – zu einem leicht positiveren Ergebnis, was die langfristigen Auswirkungen der veganen Ernährung angeht. Allerdings ist auch erwiesen, dass die Zugehörigkeit zu einer religiösen Community eine gesundheitsfördernde Wirkung hat. Möglicherweise spielt dieser Effekt hier mit.

«Die wenigsten Menschen ernähren sich, die meisten essen einfach.»

Generell sind die Themen Ernährung und Fitness heute in der Öffentlichkeit so präsent wie noch nie. Leben wir auch gesünder?
Nein, da gibt es leider eine ziemliche Diskrepanz zwischen der schönen Social-Media-Welt und der Realität. Das Hauptproblem ist, dass wir uns immer weniger bewegen. Ich musste beispielsweise als Kind noch 20 Minuten in die Schule laufen – das mutet man heute kaum mehr einer Schülerin zu. Weil wir weniger Bewegung haben, brauchen wir auch weniger Energie. Und trotzdem müssen wir unseren Bedarf an lebensnotwendigen Nährstoffen und Vitaminen decken. In der Konsequenz heisst das, dass wir hochwertigere Lebensmittel essen müssen. Wir können uns leere Kalorien kaum mehr leisten.

Doch diese Erkenntnis ist in der Bevölkerung noch nicht angekommen?
Das Wissen ist vielleicht da. Doch das Angebot an Lebensmitteln ist so gross wie noch nie, es herrscht ein regelrechtes Überangebot. Zudem hat Essen ja auch eine starke soziale, emotionale und Genuss-Dimension. Die wenigsten Menschen «ernähren» sich, die meisten essen einfach.

«Die Debatte um Ethik in der Ernährung wird sicher noch an Bedeutung gewinnen.»

Sie leiteten einst die Entwicklungsabteilung für vegetarische Convenience Produkte bei einem grossen Käsehersteller. Was nahmen aus dieser Zeit mit?
Das war vor 20 Jahren, unser damaliger Chef war recht visionär. Wenn ich sehe, wie Migros und Coop heute ihre Vegi-Linien laufend ausbauen, denke ich, wir waren damals einfach 20 Jahre zu früh (lacht). Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht muss man Fleischersatz-Produkte aber auch kritisch bewerten. Oft sind sie sehr einseitig zusammengesetzt und enthalten viele Kohlenhydrate oder Fette.

Wagen Sie eine Prognose: Wird der Vegan-Hype wieder abflauen? Oder ist das erst der Anfang?
Die Debatte um Ethik in der Ernährung wird sicher noch an Bedeutung gewinnen. Wenn die Weltbevölkerung weiter wächst, können wir es uns irgendwann schlicht nicht mehr leisten, weiterzumachen wie bisher. Ob sich dann aber mehr Leute vegan ernähren werden, oder ob wir es wie unsere Grosseltern machen und nur einmal pro Woche Fleisch essen, wird sich zeigen.

Derzeit löst ein angeblicher Superfood den nächsten ab. Gibt es ein Lebensmittel, das diesen Namen wirklich verdient?
Muttermilch bei Babys (lacht). Sonst müssen wir uns immer bewusst sein, dass wir Omnivoren sind. Unsere Körper ist ein ausgeklügeltes System, das auf eine Vielzahl von Nährstoffen angewiesen ist. Viel gibt es hier nicht mehr zu optimieren. Im Gegenteil: Setzen wir zu einseitig auf bestimmte Nahrungsmittel, ist die Gefahr gross, dass sich ein Mangel manifestiert.

Achtung Prank: Zum ersten Mal «veganes» Fondue bei watson

Video: watson

Das Grauen hat einen Namen: «Worst of Chefkoch.de»

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Zeno Hirt, 25.6.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • kleiner_Schurke 13.05.2018 23:33
    Highlight Ist Bier vegan? Oder zählt das schon als Mord an Hefekulturen?
    36 39 Melden
    • Schnitzelgrab 14.05.2018 07:31
      Highlight Bier wird meist mit Gelatine gefiltert. Woher die stammt, ist wohl klar. Also nein, Bier ist meist nicht Vegan.
      34 12 Melden
    • Astrogator 14.05.2018 13:26
      Highlight @Schnitzelgrab: Es gibt auch Alternativen, z.B. Naturtrübe Biere oder Irish Moss - eine Algenart. Letzteres benutze ich für mein selbstgebrautes, also wenigstens mein Bier ist vegan 🍺😊
      20 1 Melden
    • Hank Scorpio 14.05.2018 21:57
      Highlight Schützengarten Bier ist vegan.
      1 1 Melden
    • Randy Orton 15.05.2018 00:35
      Highlight Wenn du in der Schule aufgepasst hättest, könntest du dir die Frage selsbt beantworten. Hefen sind keine Tiere (und auch keine Pflanzen). Noch Fragen?
      3 1 Melden
    • kleiner_Schurke 15.05.2018 07:22
      Highlight Ja Randy ich habe in der Schule aufgepasst und einen Doktor in Biochemie gemacht. Und als solcher ist mir vollkommen klar, dass es Veganern piep egal ist ob Hefe tatsächlich ein Tier oder eine Pflanze ist. Wesentlich ist für die ob sie Hefe als "koscher" betrachten oder nicht.

      Beispiel? Kann ein Veganer das Abendmahle einnehmen oder nicht? Logo ist ja nur Brot mit Hefe!) aber! und jetzt kommts, das verwandelt sich ja in den Leib Christus, also Fleisch. Dem entsprechend essen machen Veganer nur vegane Hostie.... die von Kirch umgehend verboten wurde.
      1 7 Melden
    • Jazzdaughter 15.05.2018 16:05
      Highlight Nach einem Doktor in Biochemie weiss man also, was Veganern egal ist und was nicht - interessant, ich habe mir diesen Studiengang etwas anders vorgestellt.
      3 0 Melden
    • kleiner_Schurke 15.05.2018 17:13
      Highlight Ja, dann wird es Zeit deine Vorstellungen zu revidieren. Als Biochemiker weiss ich was Hefe ist und was nicht. Hefe ist kein "Fleisch". Was allerdings für einen Veganer akzeptabel ist und was nicht, steht auf einem anderen Blatt geschrieben und das hat nichts mit dem Biochemiestudium zu Tun.
      2 3 Melden
    • Randy Orton 15.05.2018 20:43
      Highlight kleiner_Schurke, jetzt verwechselst du Judentum und Veganismus. Veganer konsumieren keine tierischen Produkte, sprich kein Fleisch und aber auch keine anderen Produkte wie Milch, Eier, Honig oder Leder und Wolle. Da man aber in deinem Biochemiestudium anscheinend nicht gelernt hat zu recherchieren, geb ich dir einen Tipp: auf Wikipedia findest du diese Infos schnell und gratis. Deine Frage bezüglic Hefe ist somit obsolet.
      2 0 Melden
    • kleiner_Schurke 16.05.2018 07:38
      Highlight Nein Randy überhaupt nicht. Biber und Fisch gelten bei den Katholiken nicht als Fleisch, also kann man sie auch an den Tagen essen wo der Fleischkonsum verboten ist. Menschen haben immer Macken ob sie nun Katholisch sind oder Veganer. Ich sehe zum Beispiel nicht warum Honig nicht vegan sein soll. Honig ist eine Zuckerlösung und hat nichts tierisches an sich. Natürlich wird Honig von einem Tier produziert, genauso so wie Insulin, Blutgerinnungsfaktoren und Hormone von Tieren produziert werden und als Medikamente eingesetzt. Schon mal von Veganern gehört die absichtlich verbluten? ich nicht.
      2 2 Melden
    • kleiner_Schurke 16.05.2018 07:41
      Highlight Schon mal von Veganern gehört die eine Hormontherapie verweigern oder eine Impfung? Ich nicht. Manche Impfstoffe können nur aus Eiern gewonnen werden ergo sind die nicht vegan. Und so geht es immer weiter. Ob nun Hefe von Veganern als OK betrachtet wird oder nicht dürfte Willkür sein. Handelt es sich um genetisch modifizierte Hefe? Die könnte ein tierisches Gen enthalten und dann wäre sie dann semi-vegan?
      0 0 Melden
    • lilie 16.05.2018 08:15
      Highlight @kleiner_schurke: Die vegane Hostie löst das Problem vergifteter Veganer nicht, da sich ja jede von der katholischen Kirche verwendeten und "korrekt" behandelten Hostie in den Leib Christi verwandelt.

      Wenn solche Leute ihren Glauben weiter praktizieren bzw. weiter einer Glaubensgemeinschaft zugehören wollen, müssten sie in die reformierte Kirche wechseln, wo keine solche Verwandlung "stattfindet".
      2 0 Melden
    • Randy Orton 16.05.2018 13:01
      Highlight Und wieder einmal verrennst du dich in deiner „Argumentation“. Weder hat Koscher etwas mit Katholizismus zu tun, noch spielt es für Veganer eine Rolle, welche Essgewohnheiten Katholiken haben. Deine ursprüngliche Frage bezüglich Hefekonsum und Veganismus ist und bleibt ignorant. Kurz erklärt: Veganer konsumieren keine tierischen Produkte (ob dies logisch ist für dich oder nicht ist egal) - somit ist deine Frage ob sie denn auch auf Hefe verzichten lächerlich und suggeriert, dass du keine Ahnung von grundlegender Biologie hast - oder wie so oft nur trollst.
      3 0 Melden
    • kleiner_Schurke 16.05.2018 14:29
      Highlight Erklär mir mal die Logik: Nektar wird von Pflanzen Produziert, von Bienen geerntet, in der Biene transportiert und wieder "ausgekotzt". Honig ist ein Pflanzliches Produkt. Warum ist es nicht vegan?

      Blutplasma kommt vom Menschen und wird anderen Menschen verabreicht. Warum soll das vegan sein?

      Veganer sind in ihren Auswahl Kriterien nicht konsequent. Und das ist sicher nicht mein Problem. Ich weise lediglich mit einem Spassigen Kommentar drauf hin, dass dann irgendwelche Trolle 1000 mal verdrehen.
      1 4 Melden
    • kleiner_Schurke 16.05.2018 14:42
      Highlight Bring mal ein paar Argumente in der Sache und nicht nur ä la "der Schurke weiss nix, kann nix", das ist billigste Polemik und nur auf den Mann gespielt.
      1 3 Melden
  • Husar 13.05.2018 23:05
    Highlight Ich ernähre mich indirekt-vegan.
    ich esse kein Fleisch von Fleischessern.


    Liebe Veganer, das ist keine Drohung an Euch.
    25 43 Melden
  • Nelson Muntz 13.05.2018 22:31
    Highlight Heute hab ich vegan grilliert, es gab Poulet, hahaha.
    35 92 Melden
    • midgo 13.05.2018 23:30
      Highlight Sollte ich das als Witz verstehen? Naja, vielleicht kommt ja morgen noch das Lachen.
      36 23 Melden
  • axantas 13.05.2018 20:23
    Highlight "Eine gut geplante vegane Ernährung, inklusive Vitamin-B12-Supplementen, kann den Nährstoffbedarf eines Menschen decken."

    Finde den Fehler in Bezug auf "ausgewogene, natürliche Ernährung"

    Mag sein, dass ich die B12-Pillenpflanze oder -Pillenfrucht aus Unwissenheit nicht kenne, aber Pillen habe ich nur gegen Kopfschmerzen im Schrank...

    Eine ausgewogene Ernährung muss man auch nicht planen, denn sie ist, wie der Name schon sagt, ausgewogen - ohne Pillen.
    55 109 Melden
    • öpfeli 13.05.2018 20:48
      Highlight Viele Allesesser nehmen Nahrungsergänzung. Vitaminpillen zu schlucken ist kein reines Vegi- Ding.
      77 25 Melden
    • lilie 13.05.2018 21:24
      Highlight @axantes: Das Vitamin B12 in den Pillen stammt nicht aus Pflanzen, sondern wird von Mikroorganismen produziert.
      32 2 Melden
    • stabiler 13.05.2018 21:28
      Highlight Weil die ungeplante omnivore Ernährung ja so "pillenfrei" und natürlich ausgewogen daherkommt, ist dein Kochsalz bestimmt nicht mit Jod angereichert. Oder? Deshalb ist die Praxis vieler Länder, bspw. Milch mit Vitamin D anzureichern, eigentlich völlig überflüssig. Richtig? Und dass das Futter der Tiere, die du isst, oft mit Vitamin B12 oder zumindest Cobalt angereichert wurde - geschenkt. Klärst du uns dann wenigstens auf, wieso trotzdem jede Menge Omnivoren Nährstoff-Insuffizienzen aufweisen?
      79 15 Melden
    • Redly 13.05.2018 21:42
      Highlight Pillen schlucken ist definitiv kein Ausdruck ausgewogener Ernährung. Gilt auch für Vitaminpillen, die bei ausgewogener Ernährung gesunder Menschen überflüssig (wenn nicht schädlich) sind.
      35 28 Melden
    • axantas 13.05.2018 23:09
      Highlight Ich mache mir ja auch Gedanken darüber, was ich so täglich esse, und verwende jodiertes Salz. Ich habe jedoch keine "Planung", was ich jetzt essen oder zusätzlich an Pillen futtern muss, um nicht mangelernährt zu sein.

      Ich esse bewusst, viel Grünzeug, manchmal Fleisch, Milchprodukte, wenn Butter eher grosszügig, ab und zu unvernünftiges Zeug und kann auch manchmal verzichten.

      Das hat bis jetzt hervorragend geklappt - ohne Insuffizienzen.

      Wenn ich jedoch sehe, was so an Fastfood konsumiert wird, wundern mich die Insuffizienzen anderer Omnivoren nicht speziell...
      21 6 Melden
    • Waldorf 13.05.2018 23:17
      Highlight Da lehnt sich aber mal wieder jemand sehr fest zum Fenster raus. B12 Kommentar nochmal überdenken und dann nochmal kommentieren.
      9 12 Melden
    • Astrogator 14.05.2018 08:09
      Highlight Das gewisse Omnivoren mangelernährt sind liegt daran, dass Sie sich nicht ausgewogen ernähren..Das ist der Unterschied zum Veganer, er hat keine Wahl, er muss zusätzlich B12 aufnehmen.

      Persönlich finde ich das nicht tragisch, aber pure vegane Ernährung ist nun mal nicht gesund. Sonst würde man auch nicht davor warnen Kinder vegan zu ernähren...
      20 15 Melden
    • stabiler 14.05.2018 09:51
      Highlight @axantas: Ich glaube, wir haben damit etwa den gleichen "Planungsaufwand" hinsichtlich Ernährung. Ich achte einfach darauf, ausgewogen bzw. vielseitig zu essen. Dazu gibt's Vitamin B12 via Spray, Zahnpasta, angereicherte Soja-Milch oder von mir aus mal einem Energy Drink. Und im Winter Vitamin D. Gänzlich unkompliziert. Das ist nicht mehr Aufwand, als man auch bei einer omnivoren Ernährung betreiben sollte, um Insuffizienzen zu vermeiden, vgl.:

      http://www.sfefs.ethz.ch/pdf/Wegmueller_429_d.pdf

      Klappt bis jetzt seit bald 2 Jahren gut.
      11 6 Melden
    • dath bane 14.05.2018 10:37
      Highlight Vitamin B12 ist übrigens in jedem E-drink reichlich enthalten. ;)
      5 4 Melden
    • lolamanson 14.05.2018 15:00
      Highlight Du weisst aber schon, dass die Tiere für dich das Vitamin B12 'schlucken'? Die Tiere haben das Vitamin B12 wie wir auch nicht einfach so im Körper oder in ihrer pflanzlichen Ernährung, dies wird zugeführt.
      5 6 Melden
    • Astrogator 14.05.2018 16:00
      Highlight @Iolamanson: Das mag je nach Tierhaltung der Fall sein, bei optimaler Tierhaltung aber nicht.
      3 5 Melden
    • lolamanson 14.05.2018 16:54
      Highlight @astrogator: Ich glaube, dies wird in der Regel beim Fleischkauf nicht deklariert/kontrolliert, ausser du hast eigene Tiere.
      1 2 Melden
    • öpfeli 14.05.2018 16:54
      Highlight Astrogator
      Ein neuer Ton von dir. Hast du dich tatsächlich ein wenig ins b12 eingelesen?
      Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit das Tier kein b12 braucht? Dies wäre nun für mich interessant.
      1 1 Melden
    • lilie 14.05.2018 17:02
      Highlight @Iolamanson/Astrogator: Da muss ich jetzt mal Aufklärung betreiben: Egal wie die Tierhaltung ist, das B12 muss nicht von aussen zugeführt werden, da Tiere Bakterien im Darm haben, welche das B12 produzieren.

      Eine vegane Ernährung wäre dann substitionsfrei möglich, wenn wir ausreichend ungewaschene Wildpflanzen zu uns nehmen könnten. Auf diesen sind genügend Bakterien, die B12 produzieren, vorhanden.

      Aber nicht jeder hat Zugang zu Wildpflanzen, und diese sind wegen Fuchsbandwurm etc. ungewaschen auch nicht unbedenklich.
      9 3 Melden
    • öpfeli 14.05.2018 17:19
      Highlight Lilie
      Quellen?
      Es sagen X Berichte etwas anderes.
      0 0 Melden
    • Astrogator 14.05.2018 17:51
      Highlight @Iolamanson: Deshalb kaufe ich mein Fleisch in der Regel beim Dorfmetzger, der wiederum kauft die Tiere von Bauern in der Region.

      @öpfeli: Der Ton ist immer derselbe, nur die Geduld beim Tippen auf dem Handy nicht 😉

      Linie hat deine Frage an mich eigentlich beantwortet.
      2 0 Melden
    • lilie 15.05.2018 06:45
      Highlight @öpfeli: Dass Tiere Bakterien im Darm haben, welche sie mit B12 versorgen, gilt als gesichert. Nur Cobalt muss teilweise zugeführt werden.

      Was immer noch nicht klar ist, ist, warum der Mensch nicht von den gleichen Darmbakterien profitieren kann. Das kannst du hier samt wiss. Quellen nachlesen:

      http://www.vitaminb12.de/darmbakterien/

      Die gleiche Website erklärt auch, dass ungewaschenes (Bio-)Gemüse B12 enthalten würde, der Konsum aber eben bedenklich wäre, und weshalb es auch bei Fleischessern in 40% der Fälle zu einem B12-Mangel kommt:

      http://www.vitaminb12.de/lebensmittel/
      1 1 Melden
  • djohhny 13.05.2018 19:53
    Highlight "Gewisse Gemüse und Früchte weisen eine schlechte Ökobilanz auf."

    Mag sein, aber immer noch eine viel bessere als Fleisch
    139 99 Melden
    • ManuL 13.05.2018 20:38
      Highlight Ich denke es geht bei dieser Aussage vorallem darum, zu erklären, wieso nicht alle Veganer viele Früchte und Gemüse essen (wie man das evtl. erwarten würde). Und nicht darum, die Ökobilanz von Früchten und Gemüsen mit der von Fleisch zu vergleichen.
      79 1 Melden
    • Redly 13.05.2018 21:40
      Highlight Quelle?
      Warum soll eine Kuh auf einer Alpweide eine schlechte Ökobilanz haben, wenn die Alternative verfaulen des Gras ist?
      24 44 Melden
    • Til 13.05.2018 22:04
      Highlight Gewisses Fleisch weist aber eine sehr gute Ökobilanz auf. Weidefleisch vom Rind.
      33 26 Melden
    • Mutzli 13.05.2018 22:45
      Highlight @Redly Hoffe hier nicht einen Glaubenskrieg zu starten, aber: 1. Verfault Gras nicht einfach so und in der SChweiz gibt es sowieso zu viele Fettwiesen. Mehr Magerwiesen wären z.B. für die Biodiversität um einiges besser und 2. Viehwirtschaft ist einer der Hauptproduzenten von Treibhausgasen. Nicht allein mit CO^2 sondern vor allem mit Methan. Da ist auch die Ernährung der Tiere, insbesondere von Kühen, relativ egal.
      49 8 Melden
    • HeforShe 14.05.2018 00:01
      Highlight Ausserdem ist der Wasserverbrauch bei Tieren für die Fleisch- und Milchproduktion höher.
      24 9 Melden
    • Holzklotz 14.05.2018 07:29
      Highlight Fleisch von Tieren, die auf einem unbebaubaren Boden gehalten werden sind aus ökologischer und ernährungssicherheitstechnischer Sicht sinnvoller als Geflügel oder Schweinefleisch. Deren Bilanz Futtergewicht / Fleischgewicht ist zwar klar besser, doch ihr Futter wird auf Ackerland angebaut wo man auch "einwegige" Esswaren wie Getreide oder Mais anpflanzen.
      9 2 Melden
  • Paternoster 13.05.2018 18:43
    Highlight und immer wieder fehlt der Hauptbeweg-Grund, der
    Entscheid Vegetarisch, Vegan wegen der TierHALTUNG.
    Da muss alles hinten anstehen, das kann doch nicht so
    schwer sein zu kapieren.
    57 72 Melden
    • Midnight 13.05.2018 19:45
      Highlight Also eigentlich spielen ökologische Aspekte viel eher eine Rolle. Die Tierhaltungsfraktion hat von allen Veganern einfach die grösste Klappe (nicht böse gemeint)...

      Denn Fleischkonsum und das Achten des Tierwohls muss sich nicht gegenseitig ausschliessen.
      82 22 Melden
    • Redly 13.05.2018 21:43
      Highlight Ohne Tierhaltung dürften diese Tiere gar nicht leben!
      Das mag in vielen Fällen besser sein, bei guter Haltung ist ein Leben besser als keins.
      11 48 Melden
    • Husar 13.05.2018 23:08
      Highlight Ich finde unsere Tierhaltung ist ein aktiver Beitrag zur Biodiversität. Soo viele verschiedene Tiere. Einfach lecker!
      17 26 Melden
  • dmark 13.05.2018 18:27
    Highlight Aha, es gibt also einen Unterschied zwischen essen und sich ernähren?
    Ich esse eher, um mich zu ernähren. Ob dies nun vegan, vegetarisch oder mit Fleisch ist, ist mir eigentlich egal.
    Da "plane" ich auch nicht lange oder mache mir Gedanken darüber, welche Inhaltsstoffe, Vitamine oder Nährstoffe drin sind. Schmecken muss es.
    31 41 Melden
  • lilie 13.05.2018 17:36
    Highlight Nichts Neues - eine gesunde, ausgewogene Erährung ist mit Fleisch, vegetarisch oder vegan möglich. Man kann sich auch auf allen drei Wegen einseitig und ungesund ernähren.
    260 10 Melden
    • demian 13.05.2018 18:00
      Highlight Endlich mal ein vernünftiger Kommentar zu dem Thema.
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    • Astrogator 13.05.2018 18:59
      Highlight Nun ja, vegan unter dem Vorbehalt, dass man B12 supplementiert. Schön noch ein wichtiges Detail.
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    • Waldorf 13.05.2018 20:09
      Highlight lilie, genau das!
      Astrogator, man frage sich, woher das B12 im Fleisch stammt. Kühe sind Veganer, nicht?
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    • öpfeli 13.05.2018 20:53
      Highlight Astrogator
      Veganer immer am b12 aufzuhänken ist wirklich langsam ideenlos.
      Unsere Böden sind ausgeschöpft, b12 fand man früher in Pflanzen und in der Erde. Nun bekommens halt die Tiere vor der Schlachtung gespritzt. Damit die Allesesser auch zum b12 kommen.


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    • Astrogator 14.05.2018 08:02
      Highlight @öpfeli: Was heisst aufhängen? Ich habe ja nichts gegen den veganen Lebensstil geschrieben, jeder wie er will. Aber der Fakt bleibt nun mal, dass B12 supplementiert werden muss.

      Die Geschichte mit dem Schlachtvieh B12 zu spritzen zeigt allerdings, dass bei dir noch was ganz anderes fehlt... 🙄
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    • Astrogator 14.05.2018 08:04
      Highlight @Waldorf: Nein, Kühe sind keine Veganer, oder hast du schon mal eine Mutterkuh gesehen die ihrem Kalb Sojamilch verfüttert?

      Aber abgesehen davon, haben Kühe und andere Pflanzenfresser ein vom Menschen verschiedenes Verdauungssystem.
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    • öpfeli 14.05.2018 12:26
      Highlight Astrogator
      Stimmt, scheinbar ist es dem FUTTER ZUGESETZT und nicht dem Tier selber.

      Vielleicht wäre es interessant für dich, wenn du dich mit dem b12 auseinandersetzrn würdest. Wie stellt es sich her, wo kommt er vor, wieso brauchen auch Tiere das b12,...
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  • .:|GüggoldKukuk|:. 13.05.2018 17:25
    Highlight Ich vegane mich demnächst!
    12 46 Melden
    • .:|GüggoldKukuk|:. 13.05.2018 17:28
      Highlight Ich vegane vor mich hin
      18 43 Melden
    • Datsyuk 13.05.2018 18:30
      Highlight Ich schreibe sinnfreie Kommentare.
      102 8 Melden
    • .:|GüggoldKukuk|:. 13.05.2018 21:12
      Highlight Danke
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«Man hält uns nicht mehr für Spinner»: Mitgliederboom bei Tierrechtlern

Im Juni lanciert der Thinktank «Sentience Politics» eine Volksinitiative, die die Massentierhaltung in der Schweiz abschaffen will. Der Verein und ähnliche Tierrechtsorganisationen verzeichnen einen stetigen Anstieg von Sympathisanten.

In der Schweiz soll es bald keine Pouletflügeli zu Billigpreisen mehr geben. Dafür will die Denkfabrik «Sentience Politics» sorgen. Sie wird ihre Volksinitiative «Keine Massentierhaltung in der Schweiz» Anfang Juni lancieren, wie Co-Präsidentin Meret Schneider gegenüber watson bekanntgibt. 

Sentience Politics versteht sich als Teil der antispeziesistischen Bewegung. Antispeziesisten verurteilen die Überlegenheit der Menschen gegenüber der Tierwelt. 

Sentience Politics und …

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