Schweiz

Bundesrat Alain Berset zieht die Fragen der watson-Leser aus dem Hut. Bild: Watson

«Ist Ihre Frau einverstanden, dass sie länger arbeiten muss?»: Berset im Hut-Interview

Zahlreiche watson-Leser haben Fragen an Alain Berset zur Rentenreform eingereicht. Welche hat der Bundesrat aus dem Interview-Hut gezogen? Und wie hat er darauf geantwortet?

11.09.17, 09:55 12.09.17, 03:42

Die Rentenreform ist Alain Bersets Baby. Im Hut-Interview mit watson stellt sich der Sozialminister den Fragen unserer Leser: Sandra aus Zürich etwa will wissen: «Ist Ihre Frau einverstanden, dass sie länger arbeiten muss, der Bundesrat aber gleichzeitig nicht vorwärts macht mit der Lohnungleichheit?» Wie die Bersets am Familientisch darüber diskutiert haben, verrät der SP-Bundesrat im Video.

2m 3s

Alain Berset Interview - 1. Teil

Video: watson/Emily Engkent

Bedenken bringen neben Frauen auch Vertreter der jungen Generation und heutige Rentner vor. Im Gespräch mit watson zeigt sich Bundesrat Berset dennoch überzeugt, dass die Stimmbürger der Reform zum Durchbruch verhelfen werden. «Die Leute spüren: 20 Jahre ohne Reform, das geht einfach nicht. Das ist ein absoluter Ausnahmezustand! Es braucht endlich Anpassungen an die heutige Lebensrealität der Leute.»

Die Altersvorsorge müsse finanziell stabilisiert und gesichert werden. Der AHV-Fonds, der heute noch voll sei, sei ohne Reform etwa 2030 leer, sagt Berset. Milliardendefizite drohten. «Der Status quo, nichts zu tun, das wäre wirklich das Schlimmste für die junge Generation.» Bei einem Nein könnten die Renten ohne Reform dereinst nicht mehr bezahlt werden.

1m 20s

Alain Berset Interview - 2. Teil

Video: watson/Emily Engkent

Mit diesem Argument hatte sich Berset bereits einmal den Vorwurf eingehandelt, die junge Generation erpressen zu wollen. Dies weist er im Gespräch mit watson jedoch entschieden zurück: «Ich lege einfach die Fakten auf den Tisch. Wenn nichts passiert, vergrössern sich die jährlichen Defizite und wir knacken bald die Milliardengrenze. Dann hat die Schweiz ein ernsthaftes Problem, das wir jetzt lösen wollen. Je länger wir warten, umso teurer wird es.» Es sei unbestritten, dass eine Reform nötig sei.

Für Berset ist es illusorisch zu glauben, dass das Parlament innert kurzer Zeit eine bessere Reform zustande brächte. Alle, die die heutige Reform ablehnen, seien bei deren Erarbeitung in den letzten sechs Jahren eingebunden gewesen. «Und es ist einfach keine bessere Reform auf den Tisch gekommen! Einfach keine andere.»

Dass das nun plötzlich problemlos möglich sein soll, sei für ihn «schwer zu glauben». «Diese Vorlage ist bereits der Plan B», sagt er mit Blick auf die gescheiterten Reformen der letzten Jahre.

2m 18s

Alain Berset Interview - 3. Teil

Video: watson/Emily Engkent

Widerstand gegen die Reform kommt einerseits von links: Westschweizer Gewerkschaften und die JUSO wollen die geplante Erhöhung des Frauenrentenalters und die Senkung des Umwandlungssatzes nicht hinnehmen. Andererseits machen FDP und SVP gegen die Reform mobil. Sie sprechen von einer «Ausbauvorlage» und stören sich insbesondere am 70-Franken-Zustupf für Neurentner. Auch User Daniel aus Zürich lässt Bundesrat Berset wissen, dass er von diesem «Giesskannen-Prinzip» wenig hält:

1m 44s

Alain Berset Interview - 4. Teil

Video: watson/Emily Engkent

Bei einem Nein am 24. September stünde Berset vor einem Scherbenhaufen. Überliesse er die undankbare Aufgabe, eine neue Reform zu zimmern, in dem Fall jemand anderem, indem er das Departement wechselt? Etwa dem neuen FDP-Bundesrat, der Ignazio Cassis heissen könnte und im Parlament zu den erbittertsten Gegnern der Reform zählte? «Bon, diese Frage stellt sich jetzt nicht.» Er führe sein Amt mit viel Herzblut, versichert Berset.

Weitere Antworten von Bundesrat Alain Berset auf die Fragen der User im Video:

5m 8s

Alain Berset Interview - 5. Teil

Video: watson/Emily Engkent

Die Rentenreform von Redaktions-Hund Elli einfach erklärt

1m 19s

Die Rentenreform von Redaktions-Hund Elli einfach erklärt

Video: watson/Angelina Graf

Das könnte dich auch interessieren:

12 geniale Erfindungen, die deinen Koch-Alltag einfacher machen

Liam füdliblutt – wieso Eltern denken müssen, bevor sie ihre Kinder zu Insta-Stars machen

Mit Vollgas in die Vergangenheit – was der Tesla-Chef falsch macht

Die 10 witzigsten Rezensionen bei Amazon – zum Beispiel für diese Huhn-Warnweste

Und dann war das Model zu dick ... Der Zürcher Walter Pfeiffer lebt im Glamour-Himmel

Peter Pan ein Kindermörder? Die absurdesten Fan-Theorien im Filmuniversum

HÄSSIG! So käme es heraus, wenn du deinen Aggressionen immer freien Lauf lassen würdest

Trump-Kenner Kim Holmes: «US-Verbündete sollten Trumps Tweets nicht allzu ernst nehmen»

Wir müssen uns dringend über die 00er-Jahre unterhalten! Sitzung! Sofort!

Lohnt sich der Umstieg auf den neuen Firefox Quantum? Dieser Speed-Vergleich zeigt es

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
107
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
107Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 14.09.2017 08:48
    Highlight
    JA zur Reform der Altersvorsorge 2020

    Ab 1948, als die AHV eingeführt wurde, zahlten die Arbeitgeber und -nehmer die Renten für jene, die bisher wenig bis nichts einbezahlt hatten. Das war noch Solidarität, nicht Erbsenzählerei wie heute.

    Mit einer Übergangslösung gewinnen wir Zeit, um eine neue Finanzquelle für die AHV zu erschliessen, zum Beispiel eine Finanztransaktionsabgabe.
    2 0 Melden
  • Mehmed 12.09.2017 10:17
    Highlight Endlich haben wir Bürger die Möglichkeit, die Gesellschaft von einer Geschlechterdiskriminierung zu befreien. Das finde ich das positivste an der Abstimmung.
    8 4 Melden
  • AlterSack 11.09.2017 20:02
    Highlight 2. Bei der zur Abstimmung gelangenden Reform der Altersvorsorge entfällt nach der Neufassung von Art. 4 AHVG die Möglichkeit für den Bundesrat, einen Freibetrag für erwerbstätige AHV-Rentner festzulegen. Eine neue Ausnahme finde ich in der Abstimmungsvorlage nicht. Ich "darf" also noch mehr AHV abliefern. Und die Fr. 70 gibt es für mich auch nicht.

    Ich muss Ja stimmen, werde aber weiterhin verarscht. Freude herrscht…
    9 4 Melden
    • Tschedai 11.09.2017 22:24
      Highlight Dafür bist du ein Unternehmer, dem es offenbar sehr gut geht. Da gibt es viele Leute vor 60, die ganz andere Sorgen haben, wie Arbeitslosigkeit oder drohende Arbeitslosigkeit, obwohl sie auch das Leben lang echt gekrampft haben.
      9 2 Melden
    • Dr. Rantanplan 11.09.2017 23:50
      Highlight Ja, Tschedai, diese Schicksale sind mir voll bewusst. Habe selbst meine Anstellung mit 50+ verloren, dann mit ganzem PK-Guthaben meine Einzelfirma aufgebaut, zum Glück gute Ausbildung, es hat geklappt. Aber meine Kollegen reisen oder liegen auf der faulen Haut, Rente sei Dank. Und ich muss krampfen. Aber werde auch Ja stimmen. Find's für meinen Fall einfach nicht ganz fair.
      4 6 Melden
    • AlterSack 12.09.2017 12:58
      Highlight Tschedai: Es geht mir wirklich gut. Aber es gibt zahlreiche andere Rentner mit nur AHV, ohne Pensionskasse, die eine oder mehrere Arbeiten verrichten, um sich über Wasser zu halten. Die profitieren von der Freigrenze Fr. 16,800, was ich als sozial gerecht empfinde. Aber die haben jetzt bei dieser Reform das Nachsehen.
      5 0 Melden
  • AlterSack 11.09.2017 20:01
    Highlight 1. Als selbständig Erwerbender bin ich keiner Pensionskasse angeschlossen. Deshalb arbeite ich auch noch im AHV-Alter (jetzt 69) weiter. Ich versteuere ein Erwerbseinkommen, aufgrund dessen ich in meinem Rentenalter weit mehr AHV abliefere, als ich beziehe, und dies auch dann, wenn man nach geltendem Recht (AHVG Art. 4) den Freibetrag von Fr. 16,800 bei der Beitragsbemessung ausnimmt.
    9 2 Melden
  • A. Fischer 11.09.2017 19:02
    Highlight Ein Bauer stürzt auf dem Dorfplatz.
    Eine prominente Rentenreform-Gegnerin aus dem Kanton Schwyz hilft ihm auf die Beine. Sie: "Dafür müssen Sie aber am 24. September 2x Nein stimmen.
    Antwortet der Bauer: "Ich bin auf den Rücken - nicht auf den Kopf gefallen."
    35 11 Melden
  • Ich mein ja nur 11.09.2017 17:51
    Highlight Diese Reform kann man nur aus einem Grund sinnvoll ablehnen:
    Wenn man bewusst das aktuelle System der Altervorsorge schwächen will.
    Alles andere sind unsinnige oder vorgeschobene Gründe.
    30 21 Melden
    • David Steger 11.09.2017 22:38
      Highlight Ganz meine Meinung
      8 9 Melden
    • Lami23 12.09.2017 12:33
      Highlight Word.
      2 3 Melden
  • DerElch 11.09.2017 15:11
    Highlight Ich vertrete die Ansicht, dass das Rentenalter nicht ALTERS- sondern DIENSTALTER-abhängig sein sollte. Sprich: Jemand, der bis 32 studiert, wird entsprechend später pensioniert als einer, der mit 16 eine Lehre begonnen hat und entsprechend auch viel früher einbezahlt hat (egal, wie viel weniger/mehr jemand verdient!).

    Das löst gleich zwei Probleme: Einerseits wird das Langzeit-Studieren weniger attraktiv und zweitens gibts mehr Batzelis ins Kässeli. Egal ob von Mann oder Frau.
    33 48 Melden
    • Tschedai 11.09.2017 21:30
      Highlight Das ist sehr kurz gedacht. Gerade spezialisierte Arbeitnehmer leisten den entscheidenden Beitrag, dass wir so einen hohen Wohlstand haben. Es sind diese Leute, die Erfindungen machen in diversen Bereichen der Schweizer Wirtschaft, die uns von vielen anderen Ländern abheben. Hier mit der "Beitragsdauer" zu kommen und gänzlich die Beitragsmenge (ja, Ärzte bezahlen mehr AHV im leben, als ein Sanitärisntallateur, der mit 16 angefangen hatte) ist einfach nur lächerlich und verachtend.
      15 6 Melden
    • Tschedai 11.09.2017 21:31
      Highlight ... ich habe übrigens mit 16 angefangen und nicht studiert. Aber verachte spezialisierte Menschen nicht. Und um Arzt, Wissenschaftler etc. zu werden, muss man halt lange studieren. Und dass die meisten Studenten für nichts studieren, wäre eine tumbe Behauptung.
      20 2 Melden
    • David Steger 11.09.2017 22:48
      Highlight @Elch Meiner Meinung nach sollte es auch Brachenabhängig sein. Ein Maurer sollte sich pensionieren lassen können bevor er/sie einen Rückenschaden hat. Im Gegenzug könnten Büroangestellte länger arbeitstätig sein solange sie geistig fit sind. Dazu müsste bei den Arbeitgebern jedoch ein Umdenken stattfinden. Sie müssten bereit sein auch Leute 65+ zu beschäftigen...
      10 1 Melden
  • Max Havelaar 11.09.2017 14:47
    Highlight Ich glaube seiner Frau ist es völlig schnurz, ob das Rentenalter für Frauen angehoben wird...
    54 1 Melden
  • Doeme 11.09.2017 14:19
    Highlight Starker Mann, dieser Herr Berset. Gut auf die Fragen eingegangen und hat auch als SPler denn Mut, die von Linksaussen zu kritisieren.
    42 12 Melden
  • piedone lo sbirro 11.09.2017 13:58
    Highlight studiert man den faktencheck des tagi fällt auf, dass die aussagen von FDP/SVP falsch oder eher falsch sind - umgekehrt die aussagen der beführworter stimmen oder eher stimmen.
    dies beweist das die gegner der AHV revision mit gezinkten karten spielen.

    jeder der noch bei trost ist, sollte also ja stimmen.

    https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/schadet-bersets-reform-den-jungen-die-altersvorsorge-2020-im-faktencheck/story/16440863

    26 27 Melden
    • Die Erleuchtung 11.09.2017 15:31
      Highlight "dies beweist das die gegner der AHV revision mit gezinkten karten spielen."

      Nein, dies beweist gar nichts.
      Aber es lässt vermuten wo der Tagi steht. Deshalb habe ich den Fakten Check gecheckt mit dem Ergebnis, dass Tagi Fakten nicht gleich Fakten sind (jedenfalls keine wissenschaftlich vertretbaren).
      20 20 Melden
    • piedone lo sbirro 11.09.2017 16:29
      Highlight @Die Erleuchtung

      das tamedia nicht links steht, beweist 20min. die ähnlich wie die weltwoche mit fake news gegen ausländer hetzt.

      https://tageswoche.ch/form/kommentar/fluechtlinge-aus-afrika-sind-schwarz-und-sie-machen-kinder/

      offensichtlich haben sie überhaupt keine argumente, weder gegen die rentenreform allgemein, noch gegenargumente zum faktencheck - von einer erleuchtung kann also keine rede sein...
      16 14 Melden
  • piedone lo sbirro 11.09.2017 13:56
    Highlight die FDP spielt das alte lied "der untergang des raubtierkapitalismus". gössi spielt erste geige im hintergrund, zweite geige prämienfinanzierter kk cassis, an der querflöte keller-sutter, blockflöte spitalverbands- und swissgrid moret.

    dazu die rechtsnationalistische SVP, die unsere landes-regierung angreift. wie beim flugverkehrsvertrag mit DE, oder mit der swiss, die beinahe verschenkt wurde. blocher meinte, sie würde nie rentieren - heute ist sie der goldesel der lufthansa.

    warum können FDP und SVP nicht eingestehen, dass ihnen der mittelstand und geringverdiener so ziemlich egal sind?
    30 20 Melden
    • FrancoL 11.09.2017 21:54
      Highlight Weil Sie sonst Stimmen verlieren würden und sich dort positionieren wo sie sich immer positioniert haben, aber es klug verstanden haben diese Position zu verschleiern. In der Wirtcshaft ist kein Unterschied zwischne FDP und SVP zu vermerken. Die einen hatten immer schon einen Filz und die SVP wettert gegen den Filz meint allerdings das ihr kurz geschorener Filz keiner ist, Trugschluss von denen die an dieses Märchen glauben.
      13 1 Melden
    • piedone lo sbirro 12.09.2017 08:33
      Highlight sehr gut franco, ein kommentar wie ich ihn von dir erwartet habe :-)
      2 0 Melden
  • Bonzino 11.09.2017 12:48
    Highlight Ich bin halt der Meinung, dass wenn man die MwSt. so schleichend um 1.2% angeben würde, allen Rentnern diese Erhöhungen zugestehen würde, die Abstimmung mit einem ja enden würde. Diese 0.3-0.6% bringen wenig und verursachen Neid zwischen den Bezügern.
    10 8 Melden
    • Pointer 11.09.2017 14:46
      Highlight Ich bin generell gegen MwSt.-Erhöhungen. Dies darf nicht zum propagierten Allheilmittel für Finanzprobleme werden!
      24 7 Melden
  • Wölfli beim Lamm 11.09.2017 12:29
    Highlight Lehr- und Studienabgänger müssen sich heute oft mit Praktikumsstellen abfinden, bei denen sie 2000 Fr. p.m. verdienen, wenn sie Glück haben. Entsprechend wenig können sie in die Rentenkassen einzahlen, das läuft ja über Lohnprozente. Das ist doch der grosse Bschiss an der Jugend, nicht die 70 Fr. für die Alten und den tieferen Umwandlungssatz von dem sie bis zur eigenen Pensionierung gar nichts merken. Da sollten die westschweizer Gewerkschaften und die JUSO ansetzen und nicht mit einem Nein am 24.9. der Finanzindustrie in die Hände arbeiten!
    37 12 Melden
    • Hierundjetzt 11.09.2017 13:35
      Highlight Falsch.

      Du bist erst ab 25 PK pflichtig

      Mit 2'000.- / Monat erhälst Du *heute* keinen Zugang zur PK, da Geringverdiener

      Mit der Reform wird diese ungerechtigkeit beseitigt.

      Also weshalb schon wieder ein Nein? Es gibt schlicht kein ibjektivierbares Argument dagegen

      Nix Bschiss. Eine Verbesserung. Nicht soviel FDP Propaganda lesen!
      11 19 Melden
    • Wölfli beim Lamm 11.09.2017 14:08
      Highlight @Hierundjetzt. Und AHV pflichtig ab dem 18. Altersjahr!
      21 1 Melden
    • barbablabla 11.09.2017 14:31
      Highlight Wölfli beim lamm...hierundjetzt schreibt ja ziemlich klar PK = penionskasse.
      4 3 Melden
    • Wölfli beim Lamm 11.09.2017 15:50
      Highlight @blabla. Ich schreibe ja ziemlich klar Rentenkassen und nicht PK. Übrigens wird mit der Reform 2020 das Eintrittsalter für die PK gesenkt.
      6 3 Melden
    • Hierundjetzt 11.09.2017 17:53
      Highlight Wölfli: In der Schweiz gibt es keine "Rentenkasse" noch das Wort Rente. Es sind beides Versicherungen. Rente ist ein rein Deutscher Begriff.

      Nicht ganz: Nicht das Eintrittsalter in eine Vorsorgeeinrichtung wird gesenkt (das bleibt bei 25) sondern der minimale Verdienst, der es einem erst ermöglicht in eine 2. Säule einzubezahlen.

      Darum kommen Mütter oder Menschen mit Teilzeitjobs endlich in den Genuss einer 2. Säule
      12 4 Melden
  • Uslandschwiizer 11.09.2017 12:24
    Highlight Wer hat Berset diese einfachen Fragen in den Hut gezaubert? Haette gerne Fragen gesehen wie:
    - Wie kann man von Sanierung sprechen bei einem Ausbau der AHV, die zwar 5 Jahre schwarze Zahlen verspricht, dann aber noch schneller als zuvor in den Keller rasselt?
    - Der Medianwaehler ist 54 Jahre alt - die 70 Franken und Besitzstandgarantie helfen genau dieser Medianwaehler-Babyboomgeneration. Stimmenfang mit Zueckerchen da die Reform zu schlecht ist?
    - Die Lebenserwartung ist seit der letzen Reform um 4 Jahre gestiegen. Wieso denkt man nicht ueber eine graduelle Erhoehung des Rentenalters nach?
    30 17 Melden
    • Hierundjetzt 11.09.2017 13:40
      Highlight Hä? Von was sprichst Du? Sorry das ist kreuzfalsch. Bitte die Abstimmungsunterlagen lesen falls Doppelbürger.

      Der Umwandlungssatz der 2 Säule wird gesenkt, darum zum Ausgleich für die Ärmeren 70.-

      Was ist eine graduelle Erhöhung? Mit 60 habe ich 30 Grad und mit 61 35 Grad 🤔

      Ein Medianwähler gibts in der Schweiz nicht. Das ist Abstimmungsvorlageabhängig. Bitte bleib bei den Fakten
      18 19 Melden
    • Uslandschwiizer 11.09.2017 14:27
      Highlight @Hierundjetzt:
      Habe sie sehr gut gelesen und unzaehlige Meinungen dazu angehoert, darum auch meine Fragen (und nein, kein Doppelbuerger).

      Der Umwandlungssatz passt nicht mehr zur Lebenserwartung - er sollte eigentlich etwa bei 5%-5.2% liegen. Als Kompromiss will man ihn auf 6% senken und hat im BVG Massnahmen zum Erhalt der Rente beschlossen.
      Die 70 Franken mehr AHV fuer 45-65 Jaehrige sind Stimmenfang.

      Graduell = gradweise, allmählich (siehe Duden).

      Der Medianwaehler ist laut NZZ ca 54 Jahre alt fuer diese Abstimmung.
      17 1 Melden
    • Hierundjetzt 11.09.2017 16:05
      Highlight Klar, bei einem CH-Medianlohn von 5000.- einen Umwandlungssatz von 5,2% und dann 3/4 der Bevölkerung zum Sozialamt schicken?

      Nur Reiche können sich sowas leisten. Der Rest nicht.
      15 6 Melden
  • Zarzis 11.09.2017 12:24
    Highlight Hoffe die Reform wird angenommen.
    Denn wenn nicht und Cassis dieses Department übernehmem sollte, wird es zwar schnell eine neue Reform geben. Aber die Verdiennt den Namen nicht. Wird dann eine grosse Abbaumassnahme sein! nach dem Motto: alles muss Privat erledigt werden, da sei es ja viiiiiel Billiger! LOL, also keine AHV dafür alles in dei PK.
    Oder anders gesagt, es ist eine Schande das es Profitable Bereiche gibt, die noch der Staat Kontroliert!
    Alles was Geld einbringt, Viel Geld muss Ausgenommen werden!
    15 20 Melden
    • Luca Brasi 11.09.2017 12:43
      Highlight Keine Sorge. Wenn Cassis das Departement übernimmt, werden Heroin und weitere Drogen legalisiert und der Staat finanziert damit die AHV.

      *Achtung: Kommentar kann Spuren von Ironie enthalten*

      😉
      31 2 Melden
    • rauchzeichen 12.09.2017 20:44
      Highlight wieso so ironisch luca? schwarzmarkt etwas ausbremsen, behörden entlasten usw. kostet halt jobs (gewöhnt euch dran), dafür wäre tatsächlich geld da, das in die ahv investiert werden könnte. kiffen für opi quasi. was wäre daran schlecht?
      2 0 Melden
    • Luca Brasi 12.09.2017 21:23
      Highlight @rauchzeichen: Wird jedoch nicht passieren, da das Parlament und der Stimmbürger auch noch ja dazu sagen müssten. Da habe ich so meine Zweifel.
      1 0 Melden
    • rauchzeichen 13.09.2017 01:45
      Highlight ah, guter alter realismus. aber von dem lass ich mir nicht meine kifferutopie nehmen ;)
      2 0 Melden
  • Wölfli beim Lamm 11.09.2017 12:15
    Highlight Die welschen Gewerkschaften und die JUSO werden JA stimmen. Sie wissen: Diese unheilige Allianz mit den Rechtsbürgerlichen spielt nur der Finanzindustrie in die Hände. Die will die Altersvorsorge auf Kosten der AHV privatisieren. Weshalb? Die Politik erlaubt den privaten Renten-Versicherungen, 10% von unserem Prämien als Gewinn einzustreichen. Dann: Verwaltungskosten von
    4 Milliarden pro Jahr und eine Intransparenz, die dafür sorgt, dass Veruntreuungen und Korruption kaum nachgewiesen werden können. Siehe BVK Zürich. Kosten für den Steuerzahler: 2 Milliarden Franken.
    19 6 Melden
    • Ich mein ja nur 11.09.2017 17:53
      Highlight Genau. Und einzig dafür kämpft die FDP an vorderster Front.
      6 0 Melden
  • roterriese {gender fluid; AH-64} 11.09.2017 11:55
    Highlight Die Anpassung des Rentenalters ist das einzig gute an der Reform, da damit die Diskriminierung der Männer aufgehoben wird.
    29 16 Melden
    • Wölfli beim Lamm 11.09.2017 12:55
      Highlight Und die Bahn spart auch Geld: Rentner-GA für die Frauen dann auch erst ab 65, nicht mehr schon ab 64 wie heute noch.
      16 5 Melden
    • roterriese {gender fluid; AH-64} 11.09.2017 13:46
      Highlight Rentner GA, damit man pünktlich zu den Stosszeiten mit seiner Wandertruppe verreisen kann.
      37 5 Melden
    • Wölfli beim Lamm 11.09.2017 14:09
      Highlight Das war jetzt nicht nett, roter Riese.
      15 5 Melden
    • ahaok 11.09.2017 16:15
      Highlight @Wölfli beim Lamm
      10 1 Melden
  • Bonzino 11.09.2017 11:04
    Highlight Wieso sollte das Parlament nicht innert kürzester Zeit einen adäquate Lösung der Renten zustande bringen. Diese 6 Jahre die seine Lösung brauchte, sind schon unverschämt lange. Es gibt doch Mathematiker und Prognostiker, letztere naja, aber professionell mit den richtigen Zahlen ist doch sicher eine für alle akzeptable Lösung zu finden. Auch müssten alle 7 Jahre die Zahlen neu angepasst werden. Das sollte doch obligatorisch sein.
    12 12 Melden
    • FrancoL 11.09.2017 11:58
      Highlight Es geht nicht um Mathe, es geht um Seilschaften und Mehrheiten im Parlament und letztendlich um Versprechungen, die die Parteien ihren Wählern gemacht haben.
      19 3 Melden
    • Hierundjetzt 11.09.2017 12:24
      Highlight Weil *sämtliche* politische Strömungen an dieser Reform beteiligt waren.

      So funktioniert unser Demokratieverständnis.

      Nix von eine Mehrheitspartei entscheidet. So wie in Frankreich, Deutschland oder Italien.

      Also: Wenn *alle politischen Parteien* während 6 Jahren an diesem Kompromiss rumgefeilt haben, kann doch nicht *eine* Partei danach sagen: lehnt ab wir haben dann schon eine bessere Lösung. Hä?

      Nachdem man also diese tolle einzigartige beste Idee 6 Jahr lang nicht einbrachte. Hat man eine beste Idee? Ernsthaft?

      Nicht immer nur der FDP Gössi folgen, take the big pcture
      26 6 Melden
    • alessandro 11.09.2017 12:26
      Highlight Du vergisst, dass das Volk ja sagen muss. Eine Rentenreform bringt alle älteren Semester an die Urne wo gesagt wird: Rentenreform ja, aber nicht mit meiner Rente.
      Lösungen gäbe es viele, aber keine einfache mit Mehrheitsfähigkeit.
      13 3 Melden
    • Wölfli beim Lamm 11.09.2017 13:01
      Highlight @alessandro. Die Pro Senectute hat die JA-Parole beschlossen. Die meisten Senioren die ich kenne sagen Ja zu dieser Reform. Die Jungen müssen halt einfach abstimmen gehen. Es lebe die Demokratie!
      13 5 Melden
    • Ich mein ja nur 11.09.2017 17:54
      Highlight Es geht hier um Politik, nicht um Mathematik. Staatskunde?
      7 1 Melden
  • Hierundjetzt 11.09.2017 10:43
    Highlight Berset ist einfach gut. Der hats im Griff. Authentisch, klar und verständlich
    53 33 Melden
  • Karl33 11.09.2017 10:41
    Highlight «Ist Ihre Frau einverstanden, dass sie länger arbeiten muss?»

    Diese junge Frau hat die Frage falsch gestellt. Sie müsste lauten: Ist Ihre Frau einverstanden, dass sie fortan gleich lang arbeiten muss wie Sie?

    Erschreckend viele Frauen scheinen immer noch zu glauben, sie hätten in unserem Staat Anrecht auf Privilegien gegenüber den Männern.
    89 21 Melden
    • FrancoL 11.09.2017 10:57
      Highlight Erschreckend viele Menschen in unserem Staat sind tatsächlich der Meinung dass die Frau zwar Nachteile im Erwerbsleben in Kauf nehmen soll, aber schreckt bei der Pirvilegierung beim Rentenalter auf. Oder sind Sie tatsächlich der Meinung dass die Gleichstellung von Mann und Frau an der Arbeit erreicht ist. Meine Erfahrung ist da eine andere und nicht nur im Einzelfall.
      30 39 Melden
    • pulcherrima* 11.09.2017 11:59
      Highlight Für mich als Frau ist es absolut klar, dass Frauen und Männer gleich lange arbeiten können/sollen. Ich mag in gewissen Fragen sogar als etwas extrem gelten, da ich zum Beispiel für eine Militärpflicht für alle bzw. niemanden bin. Es kann nicht sein, dass man nur für ein Geschlecht Vorteile schaffen möchte, das wäre absolut nicht zeitgemäss. Ebenso ist auch Vaterzeit bzw. eine aufteilbare Elternzeit etwas, wofür ich einstehe. Ein gleiches Rentenalter wäre allerdings bereits ein guter erster Schritt in Richtung Gerechtigkeit.
      35 8 Melden
    • alessandro 11.09.2017 12:28
      Highlight Anstatt bei den Frauen von Bevorzugung sprechen könnte man ja auch die Benachteiligung der Männer entfernen und Rentenalter 64 für alle machen.
      26 7 Melden
    • FrancoL 11.09.2017 12:39
      Highlight @Pulcgerrina; Das ist gut und recht was Sie anführen, doch die Gleichheit sollte auch am Arbeitsmarkt erzielt werden, dann könnten die Frauen bestens auf das eine Jahr Pension verzichten.
      8 13 Melden
    • pulcherrima* 11.09.2017 14:11
      Highlight @FrancoL Das Rentenalter gleichzusetzen bedeutet ja nicht, dass im Abeitsmarkt selbst keine Gleichheit erziehlt werden sollte. Wie ich in meinem ersten Kommentar bereits aufgeführt habe, ist eine gleiches Rentenalter ein möglicher erster Schritt, um die angestrebte Gerechtigkeit zu erreichen. Man kann kaum alles auf ein Mal verlangen, aber man schrittweise einzelne Teilziele realisieren.
      13 3 Melden
    • Karl33 11.09.2017 14:47
      Highlight franco "dann könnten die Frauen bestens auf das eine Jahr Pension verzichten. "
      Schon heute beziehen Frauen 60% der AHV-Gelder. Der längst überfällige Schritt der Gleichstellung der Rentenalter ist damit auch eine pragmatische Angleichung an die Realität.

      Aber es irritiert schon ein bisschen, dass du einerseits Gleichstellung zugunsten der Frauen forderst, aber Gleichstellung zugunsten der Männer ablehnst. Diese feministische Position ist einfach nur lächerlich.
      10 6 Melden
    • FrancoL 11.09.2017 15:46
      Highlight Nein ich fordere eine Gleichstellung die es bis heute im Auftragsverhältnis zu wenig hat. Die Altersgleichstellung kann dann die einfache Folgewirkung sein.
      Schritt für Schritt.
      7 12 Melden
    • David Steger 12.09.2017 00:22
      Highlight Der Staat fordert per Verfassung und Gesetz, dass Frauen und Männer gleichgestellt sind. Wenn Arbeitgeber sich weigern, den Frauen für gleiche Arbeit den gleuchen Lohn zu bezahlen, ist das ungerecht, aber nicht Schuld des Staates. Der Staat hat die Grundlagen geschaffen, die Wirtschaft weigert sich nur beharrlich sich daran zu halten.

      Mir leuchtet nicht ein, warum es bei den Massnahmen zur Erreichung der Gleichstellung eine Reihenfolge geben sollte. Spielt es eine Rolle, ob man zuerst die Wehrpflicht für Frauen einführt und danach das Rentenalter angleicht oder umgekehrt?
      8 1 Melden
  • Pond 11.09.2017 10:16
    Highlight Für mich als Frau ist es absolut ok, dass wir gleich lange wie die Männer arbeiten sollen. Wir möchten die Gleichberechtigung. Das geht in beide Richtungen. Wieso sollten wir weniger lang arbeiten müssen? Das ist unfair. Die anderen Punkte der Reform geben mir allerdings noch zu denken und ich bin absolut unentschlossen.
    59 5 Melden
    • Theor 11.09.2017 10:54
      Highlight Geht mir auch so. Es ist schwierig, sich dafür oder dagegen zu entscheiden, wenn sowohl Befürworter als auch Gegner mit dem gleichen Argument auf Wahlfang gehen:

      Nehmen wir die Reform an, stirbt die AHV.
      Lehnen wir die Reform ab, stirbt die AHV.

      Da finde jetzt einer das richtige Argument.
      22 5 Melden
    • FrancoL 11.09.2017 10:58
      Highlight Sie wollen die Gleichberechtigung? auch am Arbeitsplatz? OK das ist mehr als wünschenswert aber noch lange nicht Tatsache.
      13 26 Melden
    • Eskimo 11.09.2017 12:15
      Highlight @FrancoL
      Sie ist längst Tatsache und sogar darüber hinaus. In jeder Branche gibt es Mindestlöhne die für alle gelten. Alles was drüber liegt ist Verhandlungssache und vorallem Leistungsabhängig. Vielfach wird von einer Frau auch nicht die selbe Leistung erwartet wie von einem Mann. Erlebe ich tagtäglich.
      15 9 Melden
    • Nuka Cola 11.09.2017 12:31
      Highlight @FrancoL, wenn man Gleichberechtigung verhindert, mit dem Argument, das es anderswo noch keine gebe, dann muss man sich nicht wundern, wenn sie dort auch nie kommen wird.
      19 3 Melden
    • Pond 11.09.2017 12:44
      Highlight @FrancoL ich arbeite seit 10 Jahren im HR. Bis her ist mir nie eine Lohnungleichheit aufgefallen. Es wird so oft behauptet, dass Frauen weniger verdienen. Bei mir ist das definitiv nicht der Fall. Es kann auch nicht sein, dass man eine Ungerechtigkeit mit einer anderen gutheisst. Männer könnten sich ja auch auf den Standpunkt setzen, dass sie mehr Lohn verdienen, da sie länger arbeiten?
      17 5 Melden
    • FrancoL 11.09.2017 12:47
      Highlight @Eskimo; NEIN sie ist es defintiv nur auf dem Papier. Ich erlebe es tagtäglich grundlegend anders. Gerade bei Aufträgen, also NICHT im Angestelltenverhältnis müssen Frauen sich mit weniger zufrieden geben und bei der Qualifikation zB als Fachplanerinnen wird an der Stufe rumgenörgelt, wo dies bei Männern kein Thema ist.
      Geht man noch davon aus, dass in Zukunft viele Stellen vom Festangestellten zum Auftragsverhältnis umfunktioniert werden, ist diese ungleiche Auftragssituation nicht zu unterschätzen. Dies eine Erfahrung aus den letzten 25 Jahren mit Betrachtung von ca 600 Arbeitsverhätnissen.
      11 16 Melden
    • FrancoL 11.09.2017 13:56
      Highlight @Nuka Cola; Das ist dann was genau? Eine Wertung was mehr Gleichberechtigung ist? Ob in der Auftragswelt oder bei der AHV? Was ist jetzt länder am Laufen? Das AHV-Alter oder die Gleichberechtigung in der Wirtschaft? Sie wird es recht nicht kommen, wenn man die wenigen Trümpfe die man hat aus der Hand gibt!
      5 8 Melden
    • Theor 11.09.2017 14:01
      Highlight @FranoL

      Also ich kann bisher nur für die Verwaltung sprechen (was allerdings ein riesiger Arbeitnehmer ist). Habe mittlerweile für drei Kantone gearbeitet, überall ist das Lohnsystem dermassen Starr, dass Frauen und Männer gar nicht ungleich behandelt werden können.

      Im Gegenteil: Da dort der Lohn genau gleich ist, könnte man eigentlich davon sprechen, dass Männer schlechter behandelt werden, denn an dem minimalen 1 Freitag für Väter im Falle der Kindsgeburt hielten alle drei Kantonsverwaltungen eisenhart fest...
      13 5 Melden
    • FrancoL 11.09.2017 14:03
      Highlight @strange: Sie sollten über den Tellerand gucken und nicht NUR das Angestelltenverhältnis betrachten. Es gibt viele Frauen die im Auftragsverhältnis arbeiten und es werden immer mehr werden, weil die Wirtschaft in diese Richtung sich entwickelt, mitunter weil man damit viele Regelungen umgehen kann, vom Mindestlohn bis zur AHV und PK.
      Ihr Schlusssatz ist dann wohl etwas gar an der Logik vorbei, sie bekommen ja auch länger Lohn oder denken Sie dass der Lohn gleich hoch ist wie die AHV?
      Sie können auch umrechnen, zB 24'000 AHV geteilt durch 35 J. a 12 M. = 57CHF/m wäre gerechtfertigt!!
      7 10 Melden
    • Pond 11.09.2017 14:40
      Highlight @FrancoL und das betrifft nur Frauen? Die Wirtschaft verändert sich also ausschliesslich zum Nachteil der Frauen? Es gibt auch Männer, die im Auftragsverhältnis arbeiten. Ich arbeite in einem Konzern mit 10 000 Mitarbeitern, in einem breiten Feld von Berufsgruppen. Hier werden Frauen nicht benachteiligt. Sie konnten mir bis jetzt noch keinen nachvollziehbaren Grund nennen, warum wir Frauen in der AHV weiterhin bevorzugt behandelt werden sollten.
      12 6 Melden
    • Karl33 11.09.2017 14:55
      Highlight Franco, es gibt keinen Beleg, dass Frauen für gleiche Arbeit (!) weniger verdienen als Männer.
      Mir ist keine Untersuchung bekannt, die gleich Arbeit vergleicht. Die Studie, die gelegentlich von Feministinnen zitiert wird, vergleicht nicht Berufe, sondern Löhne innerhalb Branchen (d.h. etwa Lehrerlöhne werden mit jenen von Gerichtsangestellten verglichen etc). Also bitte bei den Fakten bleiben.
      Im übrigen zahlen Männer 2/3 der AHV ein, aber 60% der AHV wird heute von Frauen bezogen. Um mal Fakten anstatt Ideologien zu zitieren.
      8 7 Melden
    • Daria Wild 11.09.2017 15:36
      6 7 Melden
    • FrancoL 11.09.2017 15:37
      Highlight @strange
      Weitgehend die Schwächeren in der Wirtschaft dazu gehören zur Zeit zb die Frauen.
      7 6 Melden
    • FrancoL 11.09.2017 15:39
      Highlight @theor
      Bitte lesen: ich spreche von Auftragsverhältnissen.
      6 5 Melden
    • FrancoL 11.09.2017 15:50
      Highlight @karl33
      Falls meine Firma ein UN ist dann habe ich genügend Belege dass im Auftragsverhätnis die Frauen benachteiligt sind. Ich brauche keine Belege für eine Tatsache die ich öfters erlebe. Natürlich immer schön verkappt und mit 100 Scheinbegründungen.
      7 6 Melden
    • FrancoL 11.09.2017 15:52
      Highlight @karl
      Es gibt auch kein umgehen bon mindestlöhnen, nein ganz sicher nicht. Und doch gibt es sie zb im unterakkord. Mach die augen auf.
      7 7 Melden
    • Theor 11.09.2017 16:07
      Highlight @FrancoL

      Sie stellen es aber genüsslich da, als wäre es ein gesellschaftsumgreifendes Problem. Ich habe dargelegt, dass es in einem grossen Teilbereich überhaupt kein Problem ist. Andere Kommentatoren hier haben dargelegt, dass es in weiteren Teilbereichen kein Problem ist.

      Also insofern relativiert dass Ihre Aussage deutlich. Gerade im Auftragsverhältnis ist jeder selber verantwortlich für den ausgehandelten Lohn. Wem das nicht gefällt, sollte meineserachtens sich dafür einsetzen, dass das Auftragsverhältnis generalrevidiert wird.
      7 6 Melden
    • koks 11.09.2017 16:08
      Highlight @Daria, da deine Argumente auf Aussagen von UNIA und JUSO basieren, kann jeder selbst urteilen, wie glaubwürdig er das findet...
      10 6 Melden
    • FrancoL 11.09.2017 16:50
      Highlight @theor
      Die Arbeit wurd je länger desto mehr ausgelagert. Menschen haben 1-2-3 Jobs.
      Das bringt diese Geschichte immer mehr ins rollen.
      Ältere Arbeitnehmer flüchten in die Scheinselbständigkeit und da gubt es keinen Schutz. Und würde es nur 10% betreffen bleibt und ist es ein Problem.
      8 5 Melden
    • FrancoL 11.09.2017 16:51
      Highlight @koks
      Viel glaubwürdiger als Du denkst. Ober wie heissen Deine Quellen ausser: ich mutmasse?
      6 5 Melden
    • FrancoL 11.09.2017 20:55
      Highlight @Theor; Das Auftragsverhältnis generalrevidiert? SRY wo leben Sie und haben Sie eine Ahnung von einem Auftragsverhältnis? Wage es sehr zu bezweifeln, denn zB gerade die Submissionsverordnung lässt da gar keine Spatzung für das von Ihnen gewünschte "revidieren".
      Schaut man dann noch in die Privatwirtschaft, dann sieht es noch düsterer aus.
      Es hat nicht mit genüsslich zu tun, es ist eine Darlegung von einer Entwicklung die immer mehr zunehmen wird, weil die Anstellungsverhältnisse zu Gunsten der PAUSCHAL-Auslagerung abnehmen werden.
      2 5 Melden
    • Theor 12.09.2017 08:12
      Highlight Nein habe ich nicht FrancoL. Ich bin nur Jurist und habe das studiert. ;)

      Alleine schon aus Sozialversicherungsrechtlicher Sicht muss ich Ihnen leider sagen, dass es nicht so einfach ist, jemanden zu künden und im Auftrag wieder anzustellen, wie Sie es hier darstellen. Die AHV beispielsweise akzeptiert kein Auftragsverhältnis von abhängigen Beauftragten. Auch sonst hat Ihre Argumentation viele "Wenn's" und "Aber", jedoch reden Sie sich bei dem Thema dermassen in Rage, dass eine objektivierte Gegensicht kaum noch möglich ist.
      5 2 Melden
    • Theor 12.09.2017 08:18
      Highlight Natürlich ist das Auftragsrecht nicht perfekt. Aber das Grundprinzip beim Auftrag ist nunmal Geld gegen Leistung. Wieviel Geld, ist Verhandlungssache.

      Ich kenne einen Herren, der kassiert als "Headhunter" pro Auftrag mehrere hundert tausend Franken von grossen Firmen. Und faktisch macht er nichts weiteres, als Linkedin und Xing Profile rauszusuchen. Aber die Unternehmen realisieren das nicht. Er kassiert so viel Kohle, weil er sich äusserst gut verkauft und charismatisch ist und den Firmen das Gefühl gibt, sie bekommen was für ihr Geld.

      Das ist beispielsweise die andere Seite des Auftrags.
      5 1 Melden
    • Karl33 12.09.2017 08:36
      Highlight daria, diese behauptungen aus der feministischen linksextremen ecke sind längst widerlegt. bitte bei den fakten bleiben.
      2 1 Melden
    • Pond 12.09.2017 09:41
      Highlight @FrancoL Sie machen offenbar diese Erfahrung und schlussfolgern daraus, dass es überall so ist. Wie andere hier schon gesagt haben, ist die Bezahlung bei Auftragsverhältnissen Verhandlungssache. Zudem wählt man seinen Job i.d.R. selbst. Hier von einer Diskriminierung gegenüber Frauen zu srechen, ist falsch. Frauen arbeiten öfters in schlecht bezahlten Berufen wie z.B. Floristin, aber sie entscheiden sich ja selbst dafür. Ich finde es falsch, damit eine Bevorzugung von Frauen in der AHV zu rechtfertigen. Sie versuchen ein Unrecht mit einem anderen Unrecht abzugelten und das kann es nicht sein.
      3 1 Melden
    • FrancoL 12.09.2017 11:29
      Highlight @theor; Darf ich lachen oder soll ich weinen. Ich bin kein Jurist, bin aber täglich mit DUTZENDEN von Unterakkordanten beschäftigt die für Ihr EX-Arbeitgeber im Auftragsverhältnis arbeiten und sehe da mit Ausnahme der AHV alles andere als Hindernisse. Die AHV schaut auch nur halbherzig hin und wenn die Beiträge fliessen, dann wird keine grosse Beweisführung verlangt. Es ist manchmal so grotesk dass mir teilweise sogar die Zentralnummer des Auftraggebers für den Akkordanten angegeben wird. Und das ist nicht die Situation des Bäckers aus der Nachbarschaft sondern auf der Baubranche rund im ZH.
      1 0 Melden
    • FrancoL 12.09.2017 11:34
      Highlight @theor; ich rede mich nicht in Rage, ich erzähle aus Erfahrung, nicht vom Bürostuhl aus sondern aus der Praxis.
      Das Auftragsrecht ist ein grosses Problem bei der Gleichstellung und ist es auch bei der Diskriminierung. Gerne verstecken sich heute immer mehr öffentliche Aemter hinter der Auftragserteilung an einen TU oder GU. Gleiches geschieht auch bei den PKs oder Stiftungen. Man macht sich die Hände nicht schmutzig und gibt die Verantwortung weiter. Das kostet zwar 5-7% mehr aber der Steuerzahler ist ja der "Brändlimann".
      1 0 Melden
    • FrancoL 12.09.2017 11:41
      Highlight @Strange; "zudem wählt jeder seinen Job", sagen Sie das den Menschen die den Job annehmen müssen den sie kriegen, sagen Sie das den älteren Arbeitnehmern die KEINEN Job mehr finden und in die Scheinselbstständigkeit flüchten müssen. Sie scheinen mir wirklich sehr stark in der Arbeitswelt verankert zu sein. Es geht nicht um Jobs die schlechter bezahlt sind dass gibt es auch bei Männern. Es geht um das Ausnutzen des wirtschaftlich Schwächeren um den Preis (Lohne, Auftragslohn) zu drücken. Sie sehen das nicht? ich erlebe es nicht in Einzelfall sondern im Dutzendpack.
      1 0 Melden
    • FrancoL 12.09.2017 11:45
      Highlight @strange: Ich versuche nicht ein Unrecht mit dem anderen abzugelten ich versuche Ihnen klar zu machen, dass man bei der AHV nun gross an der Glocke läutet und Gleichberechtigung fordert, aber im Auftragswesen nicht das geringste für die Beseitigung der Ungerechtigkeit tut.
      Nicht einmal in den Ausschreibungen wird heute eine mögliche Minderung dieser Ungerechtigkeiten vorgenommen, sondern man lässt diese Betrachtung wegfallen indem man die Aufträge pauschalisiert oder besser noch über Auslagerungen ganz aus der Sicht verliert. Leidtragend häufig Frauen in den untersten Lohnklassen.
      1 0 Melden
    • FrancoL 12.09.2017 11:51
      Highlight @Theor; Kleiner Nachtrag; Von den 14 Baumeistern die in den letzten 2 Jahren für uns gearbeitet haben greifen lediglich 4(!) Baumeister NICHT auf Vergaben im Unterakkordarbeit an Ex-Arbeitnehmer zurück.
      Diese Auslagerung mit entsprechendem Druck auf die Auftragssumme nimmt stetig zu.
      Noch vor 10 Jahren waren es klar weniger UN die einen Teil ihrer Arbeit auslagerten.
      1 0 Melden
  • Willkommen 11.09.2017 10:07
    Highlight Eine Algeneine AHV ist ein Witz, wieso soll eine Person die im Baugewerbe arbeit genau gleichlang arbeiten wie eine bürofutzi, büro kannst du arbeiten bis 80
    21 57 Melden
    • LookatLuki 11.09.2017 11:07
      Highlight Darum ermöglicht dir die Altersreform 2020 auch die Flexibilisierung des Rentenalters zwischen 62 und 70. Bereits heute geht 1/3 vor dem gesetzlichen Rentenalter in Pension und 40% danach, das gesetzliche Rentenalter ist also schon heute nur für ca. jede(n) 4. der Regelfall. Die Altersreform trägt dem erstmals Rechnung. Auch wird die schrittweise Teilzeitpensionierung möglich, also langsam Arbeit abbauen und dafür Teilrentenbezug, der Übergang von Arbeit zu Rente also fliessender.
      23 6 Melden
    • L1am 11.09.2017 11:12
      Highlight Eigentlich wollte ich jetzt mit Ihnen über dieses Thema diskutieren aber schon nur der Begriff "bürofutzi" zeigt mir, dass Sie keinen Respekt gegenüber anderen Berufen haben weshalb eine Diskussion wahrscheinlich nichts bringen wird.

      Korrigieren Sie mich wenn ich mich täusche.
      40 9 Melden
    • Pond 11.09.2017 11:24
      Highlight Die gegenseitige Wertschätzung ist doch etwas tolles, gell?
      29 7 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.09.2017 11:32
      Highlight Auf dem Bau kann man heute auch gut bis über 65 arbeiten. Man muss nur ein bisschen intelligent sein und Sorge zum Körper tragen. Meine Erfahrung aus mehreren Semesterferien auf dem Bau zeigen aber, dass es gerade da scheitert. Helme trägt man wegen der Suva... Leitern sichern? Ich brauch sie doch nur schnell einmal... Nur einen Zementsack tragen? Man nimmt zwei aufs Mal, wir sind hier doch keine Mädchen...
      37 15 Melden
    • Hierundjetzt 11.09.2017 11:54
      Highlight Weil die Person im "Baugewerbe" sich früher Pensionieren lassen kann?

      Weil die Person im "Baugewerbe" zwar weis wie man ein Loch gräbt aber keinen Plan hat woher die Aufträge kommen (vom Himmel, klar)

      Weil die Person im "Baugewerbe" weis wie man einen Schaufel korrekt hebt, aber keinen Plan hat wie der Lohn Ende Monat auf sein Konto kommt (und wer diesen effektiv bezahlt)

      Es ist extrem fahrlässig, wenn man in Unkenntnis seiner eigenen Position einfach mal daherquasselt.

      Wenns so einfach wäre, warum holst DU den nicht die Aufträge rein, ist doch voll easy, kann jeder? Klar. Eben.
      11 14 Melden
    • Adrian Bühlmann 11.09.2017 12:07
      Highlight Nach geltendem Recht kann man die AHV-Rente nur um exakt 1 oder 2 Jahre vorbeziehen. Neu können alle die Rente frühestens ab 62 vorbeziehen, neu sogar um einzelne Monate (siehe Artikel 40 AHVG, Seite 36 im Abstimmungsbüchlein). Man kann neu auch eine Teilrente zwischen 20 und 80 Prozent beziehen. Die Kürzungssätze für den Vorbezug mit 62 für Frauen sind neu sogar kleiner als bisher! Siehe Broschüre des BSV:
      https://www.bsv.admin.ch/dam/bsv/de/dokumente/themenuebergreifend/broschueren/altersvorsorge_reform.pdf.download.pdf/AV2020-reform-de-170908.pdf
      6 3 Melden
    • Karl33 11.09.2017 12:11
      Highlight imrs, du hast keine ahnung. so sieht das baugewerbe aus, wenn man es vom sofa oder vom bürostuhl aus betrachtet. selten so einen geringschätzenden kommentar gelesen.
      14 4 Melden
    • Wölfli beim Lamm 11.09.2017 12:20
      Highlight Im Bauhauptgewerbe gilt heute Rentenalter 60. Es ist tatsächlich in dieser Branche nicht möglich bis 65 oder länger zu arbeiten. Vor allem nicht bei dem Arbeitstempo, dass heute vorgelegt werden muss. Stichwort Asphaltieren bei 35 Grad. Dafür kommt aber nicht die AHV auf, sondern ein separater Fond, der von Arbeitnehmern und Arbeitgebern der Baubranche zusätzlich finanziert wird.
      11 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.09.2017 12:43
      Highlight Ach Karl, die Wahrheit tut manchmal weh. So wie ich es beschrieben habe, sieht das Baugewerbe aus, wenn man mal als Bürofuzzi für ein paar Monate da eintaucht ;-)
      3 11 Melden
    • Bonzino 11.09.2017 13:00
      Highlight Genau so wir über den andern gelästert. Alle machen das! Spielt doch keine Rolle wie Personen andere Titulieren. Ohne Planung kein Bau, ohne Arbeiter kein Bau. Einfach. Am Schluss sind alle stolz über das Geleistete.
      4 3 Melden
    • aglio e olio 11.09.2017 13:38
      Highlight Mit ü70 8 Stunden am Tag konzentriert geistige Arbeit zu verrichten, halte ich als nicht im Büro arbeitende Person, nicht gerade für Zuckerschlecken.
      Nicht nur Muskeln und Gelenke altern, das Gehirn auch.
      14 1 Melden
    • Mietzekatze 11.09.2017 14:04
      Highlight Das mag vielleicht so scheinen... Aber auch im Büro gibt es Änderungen, alles wird schneller, die Anforderungen steigen, alles muss immer sofort erledigt sein. Ein Junger kann mit der heutigen Informatik und Technik umgehen.. Da zeigen sich bei Älteren aber deutlich schwächen! Leider ist es auch im Büro realität, dass Ältere einfach nicht mehr erwünscht sind. Sie erbringen nicht die selbe Leistung wie Junge, kosten aber mehr.
      8 2 Melden

Darum geht es der Frau, die die SVP künftig einfach ignorieren will

Für ihren Appell, Rechtspopulisten öffentlich zu ignorieren, erntete Feministin Franziska Schutzbach harsche Reaktionen. Im Interview sagt sie, weshalb die Angst vor der Zuwanderung für sie ein Huhn-Ei-Problem ist. Und warum mehr Politikerinnen aus dem Ratssaal stürmen sollten wie Simonetta Sommaruga.

Frau Schutzbach, würden Sie Roger Köppel am Strassenrand stehen lassen, wenn Sie Taxifahrerin wären?Franziska Schutzbach: Ja, ich denke schon.

In einem umstrittenen Blogeintrag plädieren Sie dafür, rechtsnationale Kräfte komplett zu ignorieren. Was erhoffen Sie sich davon?Mir geht es darum, was der Einzelne gegen Akteure ausrichten kann, die menschenfeindliche Positionen vertreten. Mein Punkt ist: Auch wenn man als Taxifahrer nicht die Möglichkeit hat, sich politisch mit der SVP anzulegen, …

Artikel lesen