Schweiz
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Andrang auf eine S-Bahn am Bahnhof Zürich-Altstetten. Bild: KEYSTONE

Pro-Bahn-Chef zu Mobility Pricing: «Den Pendlern noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen, geht auf keinen Fall!»

Wer zu Spitzenzeiten auf Strasse oder Schiene unterwegs ist, könnte künftig mehr bezahlen müssen. Der Bundesrat will mit interessierten Kantonen und Gemeinden Pilotversuche mit Mobility Pricing durchführen. Im Interview erklärt Kurt Schreiber, Präsident von Pro-Bahn Schweiz, warum das keine gute Idee ist.

30.06.16, 13:41 01.07.16, 15:15


Der Bundesrat will Mobility Pricing testen. Was halten Sie von diesen Plänen?
Kurt Schreiber: Es wäre besser, der Bundesrat würde sich mit dringenderen Fragen des Öffentlichen Verkehrs und des Strassenverkehrs befassen als mit solchen Sandkastenspielen. Pendler müssen zu einer bestimmten Zeit am Arbeitsplatz sein. Ihnen noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen, als das schon heute gemacht wird, geht auf keinen Fall!

Kurt Schreiber, Präsident Pro-Bahn.
bild: zvg

Warum nicht?
Die Pendler leisten bereits einen wichtigen Beitrag, um die Strasse zu entlasten. Zumal sie im Vergleich zum Auto eine doppelt so hohe Arbeitswegszeit in Kauf nehmen. Eine der Stärken des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz ist der freie Zugang zu jedem Zug, ohne im Voraus einen Platz reservieren zu müssen, wie das im Fernverkehr in Deutschland und Italien bereits der Fall ist. Diese Stärke wird nun leichtfertig aufs Spiel gesetzt.

Wo sehen Sie die Motivation des Bundesrats für diesen Schritt?
Man will die Leute erziehen. Aber Erziehungsmassnahmen sind bei der Schweizer Bevölkerung noch nie gut angekommen. Bei den Billettpreisen ist die Schmerzgrenze aus unserer Sicht bereits erreicht. Der Pendler kann sich dagegen nicht wehren, denn die Billetpreise unterstehen keiner Volksabstimmung wie die Automobilsteuer. Eine weitere Preiserhöhung kommt für uns deshalb nicht in Frage.

Welche Lösung sehen Sie für die Engpässe im öffentlichen Verkehr?
Es gibt diese Engpässe, wobei in einigen Fällen die Reisenden selbst etwas tun könnten. Auf der Strecke Zürich-Bern wird oft gejammert, man müsse stehen. Das stimmt einfach nicht. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass sowohl um acht als auch halb acht Sitzplätze vorhanden sind, wenn man denn genügend weit vorne einsteigt.

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Und bei den S-Bahnen?
Bei den S-Bahnen gelangen wir in der Tat an eine gewisse Kapazitätsgrenze. Hier wären Gespräche mit den Arbeitgebern nötig mit dem Ziel, die Gleitzeiten auszudehnen. Schon eine halbe Stunde oder eine Stunde, von halb neun auf neun oder halb zehn, würde eine spürbare Erleichterung bringen. In diese Richtung aktiv zu werden wäre erfolgsversprechender als neue Zuschläge.

Bis jetzt haben wir nur von Arbeitnehmern gesprochen. Ein bedeutender Teil der Kapazitäten in den Stosszeiten wird aber von Schülern besetzt.
Das bestreite ich nicht und ich würde mir von den Schulen auch etwas mehr Flexibilität wünschen. Muss der Unterricht stur um acht beginnen? Ich hinterfrage das kritisch. Gerade in den Gymnasien könnte ich mir einen Schulbeginn auch um halb neun oder neun vorstellen. Die Stadt Bern wollte so einen Versuch starten, aber dann kam gleich Kritik, die Schüler kämen zu spät nach Hause und hätten keine Freizeit mehr. Dabei kann ein Sporttraining doch auch um halb sieben oder sieben anfangen. Hier braucht es mehr Flexibilität. Mit einem Zuschlag wird man sie nicht erreichen.

Dann soll die Politik Druck auf die Arbeitgeber und die Schulen machen?
Ja, das wäre zielführender. Ebenso der Ausbau von Perrons, damit das Maximum der S-Bahn-Züge auch in kleineren Bahnhöfen ausgenützt wird. Hier existieren noch Kapazitäten.

Haben Sie eine Vorstellung, in welcher Höhe sich die Zuschläge bewegen könnten?
Nein, ich habe auch nur das Communiqué des Bundesrats von heute Morgen gesehen. Klar ist: Einen Steuerungseffekt erreichen Sie nur ab einem gewissen Betrag. Aber wie gesagt, dagegen werden wir uns von Pro-Bahn aus wehren. Ob es jetzt einen Franken oder fünf Franken wird, es ist der falsche Weg.

Pendeln früher und heute

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68
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68Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • fischbrot 01.07.2016 13:26
    Highlight Wieso muss es denn so sein, dass es zu Stosszeiten teurer wird? Wäre es nicht sinnvoller, stattdessen die Tickets für die Randzeiten günstiger anzubbieten? BR Leuthard hat ja betont, dass es nicht um Mehreinnahmen gehen soll..
    9 0 Melden
  • john waynee 01.07.2016 10:01
    Highlight Wenn man morgens mit dem dicken Privatschlitten zuhause abgeholt wird, kann man dies natürlich mit einem Lächeln verkünden. Schliesslich gehören sie nicht zu den Trotteln, die sich jeden Morgen "freiwillig" mit dem Zug zur Arbeit begeben.
    16 2 Melden
  • D(r)ummer 01.07.2016 08:22
    Highlight Wichtig ist, dass die Gegenmassnahme nun sehr populär und fast nicht mehr wegzudenken ist. Die Stimmung wurde mit dieser Ankündigung radikal (innerhalb weniger Tage!) verändert. Aber ja, ich habe nichts dagegen, wenn die Arbeitsbedingungen national unter die Lupe genommen werden.
    4 1 Melden
  • Strategist 01.07.2016 08:09
    Highlight Als der Franken die Parität zum Euro erreichte, schaffte es die SBB die Züge zu verlängern, um es den Schweizern zu ermöglichen, in Deutschland einzukaufen. Der Auftrag der SBB ist es in erster Linie, die Einwohner der Schweiz sicher und pünktlich von A nach B zu befördern. Warum gelingt das nicht an den Wochentagen? Das Problem hier, wird wie viele andere, nicht bei der Wurzel gepackt, um es zu lösen. Warum auch den schwierigen Weg wählen, wenn es einfach geht. Preise erhöhen. Gute Nacht Schweiz
    4 5 Melden
    • Fabio74 01.07.2016 08:39
      Highlight Weil die Perronlänge der kritische Punkt ist. S-Bahnennkönnen max 300m lang bzw auf einigen Linien nur 200m lang sein.
      Fernverkehr max 400m pro Zug. Doppelstockzüge können nicht überall fahren. Und dann ist das Netz an einigen Stellen sehr dicht befahren. Man kann nicht einfach mehr Züge dazwischen schieben.
      Aber es gibt fast immer Platz. Halt mal ganz vorne oder hinten einsteigen und kein Abteil für sich alleine haben wollen
      12 1 Melden
  • -woe- 01.07.2016 07:25
    Highlight Im ZVV haben wir ja bereits ein Tarifangebot, mit dem die Pendlerströme (etwas) gelnkt werden - der 9-Uhr-Pass.
    Dieses Angebot ein bisschen ausdehnen: Gültig vor 7.30 h, ab 9.00 h bis 16.30 und ab 19.00 h. Und das als GA oder Zonenabo mit spürbarem Rabatt zum Voll-Abo.
    So wirds nicht teurer.
    PS: Das ist übrigens ein Angebot, das die VBZ vor der Einführung des ZVV bereits kannte...
    3 0 Melden
  • Schneider Alex 01.07.2016 06:54
    Highlight Das ist der Preis für die übermässige Zuwanderung, den jetzt vor allem die bereits Ansässigen zahlen.
    9 30 Melden
    • Fabio74 01.07.2016 08:41
      Highlight Quatsch. Das ist der Preis der Zersiedelung. Weil jeder auf dem Land wohnen will aber in der Stadt arbeiten will
      17 11 Melden
  • grandvlad 30.06.2016 20:18
    Highlight super GLAZ für SchülerInnen und Lehrpersonen. Mal sehen wie gross die Wahrscheinlichkeit ist, dass SchülerInnen und Lehrpersonen zeitgleich im Schulzimmer anzutreffen sind 👍
    7 1 Melden
  • mbr72 30.06.2016 20:13
    Highlight Kann der Bundesrat gerne machen... ABER: Unter einer Bedingung -> es wird gesetzlich festgehalten, dass ich jegliche Mehrkosten, die mir dabei entstehen, vollumfänglich dem Arbeitgeber verrechnen kann!!!
    17 1 Melden
  • Don Alejandro 30.06.2016 18:13
    Highlight Blue collars, welche eh schon weniger verdienen und unflexibler in der Gestaltung der Arbeitszeit sind, werden nun noch mehr bestraft. Tarifierung nach Einkommen/Vermögen wäre eine bessere Massnahme.
    23 4 Melden
  • Kaffo 30.06.2016 17:10
    Highlight Nur ruhig bleiben. Es wird nicht so heiss gegessen wie gekocht wird. Das beste Beispiel ist das grosse Geschrei von BR Leuthard in Sachen Atomausstieg. Wir wissen alle, was dabei heraus kam.
    17 1 Melden
  • SwissGTO 30.06.2016 17:08
    Highlight Das dämliche Lastwagenfahrverbot in der Nacht sollte aufgehoben werden.
    16 34 Melden
    • peeti 30.06.2016 17:41
      Highlight Solange alle Brummis nicht durch Städte und Dörfer donnern, von mir aus.
      20 5 Melden
  • Soaring 30.06.2016 16:58
    Highlight Unterm Strich sollen die Pendler NICHT mehr Bezahlen. Aber während der RushHour schon => mehr Platz für alle, da wer nicht MUSS, geht eher vorher od. nachher...

    Dass das funktioniert =>
    2 28 Melden
  • Linus Luchs 30.06.2016 16:48
    Highlight Wer auf Arbeitssuche ist, wird vom RAV gezwungen, sich auf Jobs zu bewerben, die pro Weg bis zu zwei Stunden entfernt sind. Vier Stunden Arbeitsweg pro Tag. Gleichzeitig drängen Wirtschaftsverbände darauf, die Höchstarbeitszeit von 45 Stunden pro Woche aufzuheben. Mit anderen Worten: Angestellte werden vom Staat zum familientötenden Pendeln gedrängt und von Arbeitgebern ausgequetscht bis zum Geht-nicht-mehr und sollen nun fürs Zugfahren auch noch mehr bezahlen. Ja, so läuft das in der neoliberalen Hochburg, zu der sich die Schweiz entwickelt hat – mit gütiger Unterstützung der Wählerschaft.
    92 3 Melden
    • Soaring 30.06.2016 17:11
      Highlight Yep - ich würde aber auch die Pendler-Abzüge bei den Steuern abschaffen (dafür die Steuern generell günstiger machen) - damit käme mehr Mobilität in den Immo-Markt und diese ungesunden Anreize würden eliminiert.
      => Leute wohnen näher bei ihrer Arbeit, Pendeln wird reduziert.

      Aber wo du recht hast: wir leben in Zeiten der modernen Sklaverei mit Umverteilung von fleissig zu reich.
      DAS muss auch angegangen werden. Erster Schritt: boykottiert die Massenmedien, welche alle den Oligarchen-Familien gehören. Volker Pispers hatte recht: sie haben den Leuten den Stacheldraht durchs Gehirn gezogen!
      27 8 Melden
    • jazzie 30.06.2016 18:40
      Highlight hä? wenn alle leute nahe bei der arbeit wohnen sollen, müssen noch mehr leute in den urbanen zentren wohnen, und da sind die immopreise jetzt schon absurd hoch. die jobs sind nun mal oft im städtischen raum...
      15 1 Melden
    • mbr72 30.06.2016 20:16
      Highlight @soaring: Sorry, völlig unrealistisch. In der heutigen Arbeitswelt ständig der Arbeit hinterherziehen? Aber sonst geht's noch? Damit entsozialisiert sich unsere Gesellschaft noch mehr, keine Möglichkeit mehr, ein anständiges Beziehungsnetz aufzubauen und zu pflegen. Und deine Kinder können dann alle 2/3 Jahre die Schule wechseln. Und dein Wohneigentum kannste dann auch nach wenigen Jahren wieder verschachern. Bullshit!
      13 2 Melden
  • magicfriend 30.06.2016 16:26
    Highlight Wir leben in einer Solidargemeinschaft und so muss jeder Kompromisse eingehen. Ansonsten kann sich jeder wieder einen Job unmittelbar in der Nähe suchen, deutlich weniger verdienen und niemand ist glücklich.

    Es wird Opfer brauchen. Und zwar grössere der Sorte. Ein Road-Pricing halte ich für einen gangbaren Weg. Es muss ja nicht sein, dass es per se teurer wird in der Rush-Hour. Aber es müssen klare Anreize geschaffen werden. Arbeitgeber sollen hier auch in die Pflicht genommen werden. Sollen sie Anreize erhalten, alternative Arbeitszeitmodelle anzubieten. Eine Massnahme von vielen.
    8 31 Melden
    • Scaros_2 30.06.2016 16:43
      Highlight Ach komm die Preise sind heute schon aus dem Ruder. Für meine Strecke von Rorschach nach Winterthur (dort studier ich am master) muss ich ein paar mal in der Woche dort runter. Ich überlegte mir ein streckenabo zu lösen. Aber dort stand dann auch schon direkt:

      Wichtig: Bitte beachten Sie, dass sich ab einer gewissen Distanz der Kauf eines Generalabonnements lohnt.

      Und so war es. für 10 Fr. mehr bekamm ich ein Studenten GA. Also hab ich jetzt ein GA und fahre 1 Strecke zug weil rest auto. Absolut bescheuert, das müsste Günstiger sein als jetzt ~240 Fr. pro Monat zu blättern!!
      24 4 Melden
    • Sille 30.06.2016 16:53
      Highlight Machen sie dies den 100tausenden von Pendlern, aber vor allem den Speditionen und Touristen klar.Die Schweiz ist immer noch ein Transitland und damit fliesst nicht wenig Geld in die Bundeskasse.Dazu kommt, diese Kosten werden 100pro wieder auf den Konsumenten abgewälzt, d.h. der Bürger wird 2x abgezockt und ob die Touris dieses Dreckspiel mitspielen sei dahingestellt.
      11 0 Melden
  • Scaros_2 30.06.2016 16:17
    Highlight Ja wir, die im Büro arbeiten, Projektleiter oder dergleichen sind. Ja wir haben den LUXUS das wir HO machen können, im Zug arbeiten könnten oder aber einfach Zeitverschoben arbeiten. Aber wer kann das sonst?

    Bauarbeiter generell? Nutze den Morgen wenne s Kühl ist und doch nicht die Pralle hitze um 12
    Pflegepersonal etc.? Klar der Nachdienst fängt erst um 2 Uhr nachts an damit der Frühdienst erst um 9 kommen muss. Super!!
    Leute auf der Gemeinde.......hach bei denen ginge das schaut man sich die Schalterzeiten an.
    Banker - auch die können auch evtl. später. Aber viele sind das nicht.

    44 1 Melden
  • kleiner_Schurke 30.06.2016 16:01
    Highlight Das System gibt es in England schon seit vielen Jahren. Wer z.b. Von London nach Cardiff mit dem Zug fahren will, der hat für diese Strecke 14 verschieden Preise von 93£ bis 285£ zur Auswahl (siehe Bild). Wer den Platz frei wählen will im Zug zahlt bis zu 800£. Das wäre etwa wie ein Billett von Bern nach St. Gallen im Bereich von 130 Fr. bis 1200 Fr. Glaubt wirklich jemand, dass ich 1200 Fr blechen würde um St. Gallen zu fahren? Da müsste der Liter Benzin 80Fr. Kosten um das auszugleichen. Merke: Mobility Pricing ist dämlich!
    68 2 Melden
    • Griffin 30.06.2016 17:53
      Highlight Was man hier auch sieht, Bahn(teil-)privatisierungen sind dämlich.
      30 1 Melden
  • Herbert Anneler 30.06.2016 15:55
    Highlight Da drängen die Vermögenden immer mehr OttonormalverbraucherInnen mit immer höheren Wohnungskosten aus den Städten in die Agglos ab, und dann sollen diese noch mehr blechen, wenn sie in die Zentren zur Arbeit fahren müssen. Bürgerliche Politik ist halt Klassenpolitik. Tut zwar der Demokratie nicht gut, aber was soll's - Hauptsache, die Vermögenden sind unter sich - ohne Pendlerstress!
    87 5 Melden
    • Griffin 30.06.2016 17:58
      Highlight 'Grosser' Unterschied, einmal hast du Sozialdemokraten, die sich etwas mehr um die 'Natur' sorgen als um die Menschen. Und in den Klammern hast du dann die 'junge' FDP, welche in den Naturwissenschaftlichen Fächern genug verstanden hat um einzusehen, dass ein bisschen Umweltschutz ihre Umgebung aufwertet und nebenbei auch noch gut fürs Gewissen ist.
      6 2 Melden
  • DailyGuy 30.06.2016 15:53
    Highlight Wie sieht es den mit dem Güterverkehr aus? Wird dieser auch höheren Kosten bestraft? Oder fällt man wieder mal vor den Unternehmungen auf die Knie?
    32 5 Melden
    • HabbyHab 30.06.2016 19:32
      Highlight Da ist es eh schon so, dass Trassenpreise auch von der Tageszeit abhängig sind.
      1 0 Melden
  • Kongan 30.06.2016 15:50
    Highlight Der Punkt mit den Schülern ist ein Witz. Natürlich könnte das Training eine halbe Stunde später beginnen, das Problem ist jedoch ein anderes: Wir haben am Gymnasium in der Stadt Bern normalerweise um 4 oder 5 Uhr Unterrichtsschluss. Wenn dies eine Stunde später ist, sind wir am Morgen nicht zu Stosszeiten umterwegs, jedoch am Abend. Es ist nur eine Verlagerung des Andrangs vom Morgen auf den Abend. Ausserdem haben viele einen Schulweg von mehr als einer Stunde, was dann wiederum nicht fürs Training etc. reichen würde. Das Problem ist auf diesem Weg nicht lösbar.
    36 8 Melden
  • AirChicken 30.06.2016 15:34
    Highlight Warum werden wir Pendler eigentlich immer wieder dafür bestraft, dass wir das Strassennetz auslasten und lieber mit dem Zug fahren möchten? Die SBB erhöht ständig die Preise, es werden mehr Stehplätze produziert und jetzt sollen wir noch dafür bestraft werden, einen Job zu haben. Na vielen Dank auch!
    55 4 Melden
  • MeinSenf 30.06.2016 15:22
    Highlight Mobility pricing ist schon ok. Aber anstatt Zuschläge für Spitzenzeiten müsste man Vergünstigungen für schlecht ausgelastete Zeiten einführen. Denn durch die gleichmässigere Verteilung sinken auch die notwendigen Investitionen. Und niemand beklagt sich über Preiserhöhungen :-)
    40 7 Melden
    • Maett 30.06.2016 15:58
      Highlight @MeinSenf: das ist ja genau dasselbe: Preisabstufungen nach Uhrzeit, in der man den ÖV benützt. Sowohl im von Leuthard genannten Vorschlag, wie auch in Ihrem, werden Pendler benachteiligt.
      8 2 Melden
  • Realcath 30.06.2016 14:57
    Highlight Zu den Preisen sollen wir uns anpassen, damit die SBB zufriedener ist? Wollt ihr mich veräppeln???
    29 13 Melden
    • DerUnsichtbare 30.06.2016 15:34
      Highlight mooooment...es geht nicht um die SBB! das will der BR so
      31 1 Melden
  • Bulwark 30.06.2016 14:13
    Highlight Nun, erst mal gilt bei diesem Projekt, das was bei jedem Projekt gilt. Abwarten und Tee trinken, bis die Testphase vorüber ist. Angeblich dauert das ganze ja ca. 15 Jahre bis es Schweizweit eingesetzt werden könnte. Bis dahin könnte es sowieso noch zu Veränderungen im Verkehrswesen kommen, welche das ganze wieder überflüssig machen...
    39 1 Melden
    • Scaros_2 30.06.2016 16:20
      Highlight Das mag richtig sein denoch muss ab Tag 1 mit Widerstand gegen das gearbeitet werden oder aber die Ideen werden besser, ausgereifter. Wenn der Staat helfen würde Home Office usw. zu verbessern, Anstellungsbedingungen usw. dann kann man so dinge auch machen aber solange Pflegepersonal schichtbeginn um 7 hat geht das nicht. Du kannst als Pfleger nicht GLeitzeit arbeiten sondern sitzt in einem grossen System mitdrin an das hast du dich zu halten und jetzt soll man dann noch mehr zahlen weil das System sich nicht anpassen möchteDaher Widerstand ab Stunde 0 und stehts dabei bleiben - Wirkung zeigen
      20 1 Melden
  • Flunderchen 30.06.2016 14:12
    Highlight Was wirklich nervt, sind diese Mütter, welche immer genau zur Stosszeit mit ihren Kindern im Kinderwagen und möglichst vielen Einkaufstaschen vier oder fünf Stehplätze besetzen, anstatt eine Stunde früher oder später zu gehen.

    Meistens sind es mehrere Wägen und darum sind zumindest die Busse immer unerträglich überfüllt. Kinderwagenzuschlag zur Stosszeit, aber sicher nicht alle bestrafen.
    29 50 Melden
    • Kian 30.06.2016 14:57
      Highlight Ja, immer diese Mütter, die sich um den Nachwuchs der Nation kümmern und auch noch einkaufen gehen müssen. Was fällt denen ein, sich nicht nach deinem unendlich komplexen Tagesablauf zu richten.
      94 30 Melden
    • Martin Paradelic 30.06.2016 15:23
      Highlight Ja Mütter sind einfach das allerletzte.
      46 2 Melden
    • Gaspadin 30.06.2016 15:52
      Highlight @Kian: Du bist in alten Rollenbildern verhangen. Die Frauen sollen arbeiten und Überstunden machen für ihre Karriere als CEO und VR-Präsidentin. Kinderkriegen und auch noch selbst aufziehen, das ist nichts für die Frau von heute. Kinderlose, Höchstverfügbarkeitskarrierefachkräftefrauen sind jetzt die wahren Frauen. Jedenfalls so tönt es, wenn man die Stimmen von SP-Thyrannoemanzen mischt mit Stimmen von FDP-Hyperwachstumspredigern.
      Dank 18h-Pensen sind sie dann an der Arbeit, wenn wir im Stau stehen, oder im überfüllten Zug. Das entlastet die Bahn. Dass wir so aussterben, ist wohl egal.
      19 9 Melden
  • Berick 30.06.2016 14:12
    Highlight Dazu kommt, dass mit den immer höher steigenden Preisen der SBB und den sinkenden Kosten beim Betrieb eines Autos (Tesla, Hybridwagen), es langsam nicht mehr wirklich günstiger ist die SBB zu nehmen. Damit würden die Pendler irgendwann umsteigen und dann gibts noch weniger Geld.

    Oder Busbetriebe die Interkantonal unterwegs sind? Siehe MeinFernbus.de, eventuell wenn der Gubrist ausgebaut ist.... 5 CHF von Zug nach Zürich in 30 Minuten mit dem Bus.
    41 5 Melden
    • Berick 30.06.2016 16:56
      Highlight Deshalb erst nach dem Ausbau vom Gubrist ;)
      7 2 Melden
    • Fabio74 01.07.2016 08:48
      Highlight in 30 minuten bist mit dem zug schon heute von zürich in zug
      2 0 Melden
  • Berick 30.06.2016 14:09
    Highlight Ich finde die Idee grundsätzlich gut, weil es würde auch Senioren und Schulreisen davon abhalten während den Hauptverkehrszeiten unterwegs zu sein.

    Eines muss die SBB und der Bund aber bedenken. Dies sind die generellen Öffnungszeiten. Ich kann selber entscheiden wann ich arbeite, nehme trotzdem immer den überfüllten Zug von Zug nach Zürich, weil ich für meine täglichen Arbeiten auch an die Ladenöffnungszeiten gebunden bin. Wären die zeitgemässer würden die Leute sicherlich auch anders arbeiten. Man kann ja um 22:00 nicht mehr einkaufen gehen. Dies geht in fast jedem anderen Land in Europa.
    20 43 Melden
  • seventhinkingsteps 30.06.2016 13:53
    Highlight Es geht nicht darum, die Pendler zu bestrafen. Es geht darum, dass Leute die nicht unbedingt zu den Rush-Hour Zeiten fahren müssen aber es trotzdem wollen mehr zur Kasse gebeten werden. Daraus kann der Service für alle verbessert werden. Die Senioren-Wandervögel, die das Gefühl haben morgens mit den Berufstätigen fahren zu wollen sollen mehr bezahlen. Find ich völlig ok.
    7 52 Melden
    • Alka 30.06.2016 15:29
      Highlight Nur, dass nicht nur die "Senioren-Wandervögel" den neuen Zuschlag berappen müssten.
      37 1 Melden
    • sontau 30.06.2016 15:39
      Highlight den achten step vergessen, hm? die pendler werden ja mitbestraft
      19 0 Melden
    • Blutgruppe 30.06.2016 15:40
      Highlight Und wie willst du diese beiden Gruppen ohne riesigen bürokratischen Aufwand fair voneinander trennen können?
      19 0 Melden
    • dumpster 30.06.2016 15:50
      Highlight Die "Senioren-Wandervögel" haben ein vermutlich ein Einzelbillet gelöst, allenfalls mit Halbtax-Abo. Damit bezahlen sie schon wesentlich mehr als der Pendler.
      9 6 Melden
  • Asmodeus 30.06.2016 13:51
    Highlight Eigentlich ein gutes Interview. Aber bitte erklärt dem Herren, daß auch Autofahrer Pendler sind.
    36 3 Melden

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