Schweiz
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Serdar Somuncu bei einer Stand-up-Performance. 
Bild: NDR Presse und Information

«Was das SRF da macht, ist Meinungs-Diktatur»

Der deutsch-türkische Comedian Serdar Somuncu wirft dem SRF Zensur vor, weil sein Stand-up vom Arosa-Humorfestival nicht gesendet wird. «Aus redaktionellen Gründen», sagt das SRF. Aus politischen Gründen, sagt Somuncu, schimpft über das SRF und bezeichnet das Arosa-Humorfestival als «kabarettistische Vermarktungsbeilage zu einem Tourismusprojekt». 

05.01.16, 06:41 08.01.16, 10:09


Herr Somuncu, das Schweizer Fernsehen zeigt Ihren Auftritt am Arosa-Humorfestival nicht, sind Sie enttäuscht?
Ja, klar. Die Aufnahmen für das SRF sind extra vor der Soloshow gemacht worden. Elf Künstler sind aufgeboten worden und haben einen Teil ihres Programms für die Kameras gespielt. Es ist mir bewusst, dass meine Inhalte kontrovers sind, aber ich habe trotzdem dieses Stand-up gespielt, das bei allen Beteiligten auch sehr gut angekommen ist. Der Veranstalter hat sogar gesagt, es sei ihm nicht hart genug gewesen. Auch sonst gab es kein negatives Feedback. Jetzt ist mein Beitrag aber entgegen aller Verlautbarungen aus dem Sélection-Programm gekippt worden.

Wundert Sie das? Sie bezeichnen die Schweizer als Nazis und einen ehemaligen demokratisch gewählten Volksvertreter als Arsch. Das ist ein bisschen plump.
Das können Sie so sehen, aber ich frage mich, warum man einen politischen Kabarettisten einlädt, wenn man dann nicht ertragen kann, was der sagt? Der Vorgang ist schon seltsam. Während der Aufnahmen hat niemand etwas an meinem Stand-up auszusetzen gehabt, nach der Soloshow zwei Tage später auch nicht. Und noch am letzten Sonntag, nachdem alle Aufnahmen längstens hätten gesichtet werden können, habe ich keinen Hinweis, kein negatives Feedback erhalten. Mit dem Veranstalter habe ich mich im besten Einvernehmen getrennt, mit Option auf einen erneuten Auftritt im 2016.

Gut, der Veranstalter ist Frank Baumann vom Arosa-Humorfestival, der mag solche Sachen. Das SRF offenbar nicht so sehr. Haben die Verantwortlichen beim Fernsehen die Aufnahmen allenfalls zu spät gesichtet?
Hören Sie, ich mache seit 30 Jahren Comedy, auch im Fernsehen, und wenn das Fernsehen solche Veranstaltungen begleitet, dann ist da immer ein Redaktor der Sendung oder der Abteilung dabei. Die Sender geben ihr Programm, für das sie letztlich verantwortlich zeichnen, keine Sekunde aus der Hand. Kommt hinzu, dass ich ja nicht ein Überraschungsgast war. Man hat mich eingeladen und gewusst, wer ich bin, da kann man nicht im Nachhinein kommen und sagen: «Sorry, wir haben uns geirrt, du fliegst raus.»

«Genau das Gegenteil muss man machen, alles andere ist Diktatur.»

Das SRF rechtfertigt Ihre Nichtberücksichtigung mit Zeitproblemen, es seien auch andere Künstler nicht selektioniert worden.
Das sind Ausflüchte. Es waren fünf Minuten Stand-up vereinbart und ich habe nur 4 Minuten und 48 Sekunden gebraucht. Diese Aufnahmen sind im Voraus ganz genau getimed, die entsprechenden Dispo-Plakate hängen an der Wand. Da kann man sogar mitlesen, welches Wort wann gesagt wird. Dass andere Künstler nicht selektioniert worden sind, mag sein, aber es sind alle Künstler, die für die Seléction-Aufnahmen aufgeboten worden sind, in der Mediathek von SRF mit Namen aufgeführt. Nur ich werde totgeschwiegen.

Serdar Somuncu 

Der 48-jährige deutsch-türkische Kabarettist ist in Istanbul geboren und hat in den Niederlanden Musik, Schauspiel und Regie studiert. Sein populärstes Bühnenprogramm hiess «Nachlass eines Massenmörders». Somuncu analysierte die Schrift und mockierte sich darüber. Mit grossem Erfolg, über 250'000 Zuschauer sahen das Stück.
Später rezitierte Somuncu auch aus der Sportpalastrede des Nazi-Propagandaministers Josef Goebbels. Seine intensive Beschäftigung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit seines Gastlandes, hat ihn auch zur Zielscheibe neonazistischer Bedrohungen gemacht. Seit April 2014 arbeitet Somuncu auch als Kommentator der «heute-show» im ZDF. (thi)

Ist Ihnen bewusst, dass die SRG und damit die Dachgesellschaft des SRF unter massivem Beschuss der SVP steht?
Ja, klar. Deswegen nenne ich es ja auch Zensur. Ich verstehe, dass es da beim Fernsehen politische Befindlichkeiten gibt, die es vielleicht gerade ein wenig unopportun finden, über die SVP herzuziehen, aber sehen Sie: Wir haben in Dresden regelmässig Volksmassen, die auf die Strasse gehen und «Lügenpresse» schreien. Genau diesen Leuten spielt man doch in die Hände, wenn man kritische Stimmen totschweigt. Genau das Gegenteil muss man machen, alles andere ist Diktatur.

«Aber wenn man das Arosa-Humorfestival als kabarettistische Vermarktungsbeilage zu einem Tourismusprojekt auslegt, dann muss irgend jemand das den Leuten auch klar sagen.»

Diktatur? Sie richten Ihre Vorwürfe ein bisschen gar deftig an, nicht wahr?
Was das SRF da macht, ist Meinungs-Diktatur, nennen Sie es, wie sie wollen, aber es ist eine Diktatur. Sie würden auch an die Decke gehen, wenn ich Ihnen die Hälfte aus dem Interview rausstreichen würde, einfach, weil es mir nicht mehr passt, was ich mal geplant habe zu sagen.

Sie können nichts streichen, Sie verlieren sonst grad ein bisschen Glaubwürdigkeit.  
Ihr Glück.

Werden Sie etwas gegen Ihre Nichtberücksichtigung in der Seléction unternehmen?
Nein. Ich werde weiter nichts tun, der Ausschnitt wird ja über die sozialen Medien früher oder später sowieso an die Öffentlichkeit gelangen. Ich fand einfach, dass ich das öffentlich machen muss, dass mein Beitrag zensiert wurde. Das bin ich meinen Fans schuldig und den Leuten, denen ich gesagt habe, dass ich im Schweizer Farbfernsehen erscheinen werde. Ich bin oft in der Schweiz gewesen und schätze das hiesige Publikum und die lebendige Cabaret-Kultur sehr. Aber wenn man das Arosa-Humorfestival als kabarettistische Vermarktungsbeilage zu einem Tourismusprojekt auslegt, dann muss irgend jemand das den Leuten auch klar sagen.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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73
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73Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • per scientam 08.01.2016 17:06
    Highlight Es gibt verschiedene "Migranten-Comedy"-Leute. z.B. Marius Jung
    oder auch Serdar Somuncu.

    Spannend bei denen ist, sie fassen die Welt nicht im Rechts-Links Schema der Linken auf. Sprich sie sind nicht auf deren Linie...

    Das müsste einen doch mal zum nachdenken bringen... Oder?
    0 0 Melden
  • Hayek1902 06.01.2016 01:32
    Highlight der auftritt war einfach schlecht. sogar so schlecht, dass es nicht mal ins srf gereicht hat. und jetzt heult er rum, weil er reichweite verloren hat. schön, hat die aufmerkssmkeit wieder bekommen. zum interview:
    "Sie können nichts streichen, Sie verlieren sonst grad ein bisschen Glaubwürdigkeit." Das war der beste satz und er stammt nicht vom interviewten. sagt schon alles...
    1 1 Melden
  • jtk 05.01.2016 19:39
    Highlight Und plötzlich kennt ihn die ganze Schweiz.
    Ist voll aufgegangen ;-)
    16 2 Melden
  • Schneider Alex 05.01.2016 13:38
    Highlight Satiriker und Politik

    Zahlen und Fakten können falsch sein oder falsch/einseitig interpretiert werden. Auch Politiker können mit Emotionen hantieren. Aber der Diskurs kann immer wieder auf die sachliche Ebene zurückgeführt werden. Die Parteien kontrollieren sich ständig. Nicht leicht, sich eine eigene Meinung zu bilden, vor allem wenn man sich nicht ständig mit Politik beschäftigt. Die Bilder der Satiriker wirken hingegen wie von einem «deus ex machina» in die Welt gestellt, unangreifbar, überhöht und direkt ins Herz zielend, ausserordentlich verführerisch, den Verstand ausschaltend!
    2 3 Melden
  • Angelo C. 05.01.2016 11:53
    Highlight Nichts gegen einige überzeichnete Sprüche bei Kabarettisten, das gehört zum Job und zur geistreichen Unterhaltung des Publikums. Ob man allerdings "die Schweizer" dabei gleich als Nazis und deren legale Parteiexponenten als Arschlöcher bezeichnen darf, ist nicht nur eine Frage des guten Geschmacks. Da der Konkurrenzkampf der zahllosen deutschen Kabarettisten bekanntlich riesig ist, alle ins Fernsehen wollen und einige unter ihnen dadurch zu den fragwürdigsten Auswüchsen greifen, ist nicht erst seit diesem oberschrägen Typen bekannt.

    SRF entscheidet somit zurecht autonom, kippt verbalen Unrat.
    55 27 Melden
    • Chrigu91 05.01.2016 22:03
      Highlight Da frage ich mich aber, wieso denn der Thiel mit seinen rassistischen Sprüchen nicht gekippt wurde.
      3 2 Melden
  • Ehringer 05.01.2016 11:17
    Highlight Im ersten Moment tönt es tatsächlich nach Zensur. Vor allem wenn man bedenkt, dass er eigens für die Aufnahmen aufgeboten wurde. Ich habe in der Zwischenzeit aber die Aufnahme gesehen und komme zum Schluss: so sehr ich ihn auch mochte (auch schon live gesehen), dieser Auftritt ist einfach schlecht. Das ist keine Zensur, er war einfach nicht gut genug um in ein 2x 35 minütiges best of zu kommen.
    42 5 Melden
    • Eman Kcin 05.01.2016 14:52
      Highlight genau. Schwacher Auftritt. und vorallem Grottenschlechtes Timing mit den Pointen. Seine Auftritte z.B. in der Heute Show sind 100 mal besser.

      Sorry, aber zu weinen, weil man nicht gut genug war, finde ich ein bisschen kindisch. Ausserdem habe ich eine Allergie gegen "Opferreflexe" wie sie ironischerweise oft auch von der SVP benutzt werden ("alle sind gegen mich, ich bin das Opfer einer Verschwörung") - Sorry Serdar, du warst einfach nicht lustig
      16 2 Melden
  • Datsyuk * 05.01.2016 10:56
    Highlight Serdar Somuncu ist ein Mensch, der sich viele Gedanken macht. Dies bezeugen seine Auftritte in Diskussionssendungen, wo er intelligent und schonungslos daherkommt.
    Serdar Somuncu ist nicht einfältig, sondern intelligent.
    22 45 Melden
    • D. Wright 05.01.2016 12:39
      Highlight Das ist tatsächlich so. Allerdings war diese Nummer von ihm alles andere als Intelligent. Nicht wegen seiner Meinung, aber aufgrund des (nicht vorhandenen) Unterhaltungswert war es richtig, dass srf den Auftritt nicht zeigte
      13 3 Melden
  • Pitar 05.01.2016 09:51
    Highlight das ganze hat eigentlich nichts mit comedy oder satire zu tun, für ihn ist das nur nebensächlich mir kommt es vor als wolle er einfach ins tv kommen und wenn man ihn nicht zeigt dann jammert er herum bis man ihn zeigt.
    54 23 Melden
  • iNDone 05.01.2016 09:19
    Highlight Wieso haben die vom OK solche Kontroverse Figuren (Thiel etc.) überhaupt eingeladen? Kostenlose Werbung.
    Wieso kam der Türke nicht im SRF?
    Passt nicht zum gelebten Wohlfühl-service-public.
    Schlussendlich dient dieses Festival um den Tourismus anzukurbeln und da soll niemandem auf den Schlips getreten werden.

    (Dies ist eine Meinung.)
    17 11 Melden
  • TheCloud 05.01.2016 09:08
    Highlight in der Schweiz gibt es keine Satire. Da kommt Cedar ein paar Jahrhunserte zu früh. Die SRG meint halt, im vorauseilenden Gehorsam, die braune Sauce, die uns regiert nicht zu sehr ärgern zu müssen.
    21 61 Melden
    • Marmot 05.01.2016 10:24
      Highlight 1. Schlag das Wort "Satire" nach

      2. Schau dir den Auftritt an

      3. Wiederhole Schritt 1
      39 4 Melden
  • Marmot 05.01.2016 08:59
    Highlight Wie man solch stumpfsinnige "Comedy", die nur billig beleidigt, als Satire bezeichnen kann, leuchtet mir nicht ein.
    60 30 Melden
    • KnechtRuprecht 05.01.2016 10:34
      Highlight Allein nach diesem 6 Minuten Video zu Urteilen ist aber auch etwas schwach. Auch wenn ich zugeben muss, dass dies sicher nicht sein bester Auftritt war. Ich habe den Somuncu bereits 2 mal live in Zürich gesehen und es war immer aller höchstes Satire Niveau das zum Nachdenken anregt und ohne Rücksicht auf Verluste den Spiegel vorhält. Ich kann Ihnen nur empfehlen sich mal etwas Zeit zu nehmen und sich mit ihm etwas besser auseinander zu setzen.
      14 13 Melden
    • Marmot 05.01.2016 10:41
      Highlight Danke, mein Kommentar bezieht sich auch nur auf das Video, da sich die Zensur-Diskussion um diesen Auftritt dreht.
      27 1 Melden
  • m.e. 05.01.2016 08:57
    Highlight das was dieser herr da macht sind flachwitze über ausländer. mit comedy hat dies gar nichts zu tun, er kann sich diese freiheiten lediglich rausnehmen, weil er selbst ausländer ist. würde dies ein schweizer machen würde er als rassist abgestempelt. die hohe kunst der comedy ist es, sich über randgruppen lustig zu machen, ohne dass sich jemand angegriffen fühlt. gutes beispiel hierfür: chriss tall - darf er das
    43 23 Melden
    • Statler 05.01.2016 09:13
      Highlight Die «hohe Kunst» dabei ist, dass er diese Witze macht, um danach die, die darüber lachen, als Heuchler zu enttarnen.
      Er macht sich also eigentlich nicht über die Randgruppen lustig, sondern über die, die solche «Witze» lustig finden.
      23 13 Melden
    • m.e. 05.01.2016 09:37
      Highlight @satler: ich weiss nicht welchen beitrag sie gesehen haben, aber er greift sie doch schon sehr deutlich an.
      10 7 Melden
    • seventhinkingsteps 05.01.2016 10:31
      Highlight Er spielt immer eine Rollebdes Hasspredigers auf der Bühne. Seine Witze zielen genau auf Leute wie dich, die meinen nicht lachen zu dürfen. Chris Tall ist Serdar Sumuncu light.
      8 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • TheMan 05.01.2016 08:54
    Highlight Ich finde es Lustig wie Viele Schreien. Die SVP ist daran Schuld. Die SVP möchte nur nicht dad die SRG eine Monopolstellung hat. Was ich verstehe und gut finde. Aber das ist Typisch Links Komunistisch. Monopol ist ja bei denen Gut. Und das die SRG angst hat vor der SVP glaub ich kaum. Übrigens fast die ganze Medienlandschaf (ausgenommen Weltwoche) ist Politisch Links und nicht Neutral wie sie es sein sollte.
    27 78 Melden
    • icarius 05.01.2016 09:00
      Highlight Beeindruckend, wieviele wirren Behauptungen du in diesen kurzen Abschnitt gepackt hast!
      63 14 Melden
    • ferminrdt 05.01.2016 09:03
      Highlight Was? Schon einmal eine NZZ gelesen? Tagi? gar Basler Zeitung?
      Das Problem ist halt, dass von extrem-rechts aus gesehen vieles links erscheint.
      55 11 Melden
    • teufelchen7 05.01.2016 09:14
      Highlight gehirnwäsche der weltwoche hat bei ihnen gewirkt...
      36 12 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Asmodeus 05.01.2016 08:31
    Highlight Somuncu in Ehren. Aber jemanden auf der Bühne als "Arsch" zu bezeichnen (egal ob es stimmt oder nicht) hat weniger mit Comedy zu tun sondern einfach nur mit Beleidigung.


    Somuncu regt sich gerne auf der Bühne über einen Mario Barth auf. Auch dies zurecht. Aber teilweise ist er genauso plump und ordinär wie die Komiker über die er sich aufregt.


    Aber Comedy ist Geschmackssache. Dass das SRF aber keine Lust darauf hatte sich nen Rechtsstreit mit dem Donald Trump der Schweiz zu liefern wundert mich ned.
    28 16 Melden
    • Amanaparts 05.01.2016 08:52
      Highlight Was soll das eigentlich?! Wir leben in einem freien liberalen Land! So weit kommt es noch, dass man Dinge sagt oder nicht sagt nur weil das einem Milliardär nicht passen könnte. Könnte! Alleine schon die Tatsache, dass da was kommen könnte scheint schon zu reichen. Sorry aber wer Lügenpresse sagt muss auch Arschlochblocher aushalten können.
      39 10 Melden
    • Asmodeus 05.01.2016 09:07
      Highlight Das Recht auf Meinungsfreiheit hört in dem Moment auf in dem sie die Rechte anderer Menschen einschränkt.

      Jemanden als Arschloch zu bezeichnen ist per Gesetz nun mal eine Beleidigung und dementsprechend strafbar.

      Serdar Somuncu wäre intelligent genug um seine Botschaft auch ohne plumpe Beleidigung an den Mann zu bringen. Er verkauft sich, und somit seine Kunst, einfach unter Wert.

      Dass er nun aktuell auf Social Media und in den Zeitungen rummotzt wie Rumpelstilzchen hilft da auch ned.
      13 11 Melden
    • Amanaparts 05.01.2016 09:34
      Highlight Serdar Somuncu nutzt bewusst sehr derbe Ausdrücke um die Menschen dazu zu bringen sich selber zu hinterfragen. In einem Momemt heitzt er das Publikum auf üble rassistische und menschenverachtende Weise auf nur um danach zu fragen: "Was ist schlimmer? Ich der die Witze mache oder Sie, dass Sie darüber lachen?".

      Er will, dass es dem Publikum peinlich ist und sie sich schämen, dass sie über gewisse Sachen lachen. Er beschwört das übelste in uns und repräsentiert auf der Bühne unsere schlechteste Seite nur um im gleichen Programm allen den Kopf zu waschen. Er ist der Hassias!!
      15 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Don Alejandro 05.01.2016 07:48
    Highlight Die Programmdiktatur der SVP scheint - im Kontext des Angriffes des Service Public - schon Wirkung zu zeigen. Wehret den Anfängen!
    64 46 Melden
    • Hayek1902 06.01.2016 01:30
      Highlight schafft die srg ab und beendet ein für alle mal peogrammdiskusionen bei staatssendern. wir leben im 21 jh., keine sau braucht die noch.
      0 0 Melden
  • SanchoPanza 05.01.2016 07:45
    Highlight derletzte Satz trifft den Nagel auf den Kopf. Das Humorfestival ist doch einfach eine Touri-Attraktion die aus einem anderen Topf als üblich mitbezahlt wird...
    43 3 Melden
  • Pipapo 05.01.2016 07:42
    Highlight Habe mir einen Auftritt von diesem 'Künstler' angeschaut. Mein Fazit: Er ist einfach nicht lustig. Punkt.
    73 42 Melden
    • glüngi 05.01.2016 08:16
      Highlight Er ist wie fishermens friend. Ist er zu stark bist du zu schwach. Humor ist geschmackssache, ich finde ihn sehr witzig.
      33 19 Melden
    • Statler 05.01.2016 08:17
      Highlight Politisches Kabarett ist selten lustig. Meistens bleibt einem dabei das Lachen im Hals stecken.
      Somuncu ist kein «Comedian» im Sinne von Mittermaier und Co. - seine Satire mag grob erscheinen, ist aber meistens viel feiner und tiefsinniger, als es die Verpackung erscheinen lässt.
      32 13 Melden
    • EvilBetty 05.01.2016 08:27
      Highlight Man sollte zwischen «ist nicht lustig» und «trifft nicht meinen Humor» unterscheiden können...
      32 10 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • runner 05.01.2016 07:24
    Highlight Wer sich platte Respektlosigkeiten anstelle guter Polit-Satire leistet, muss sich nicht wundern. Das Niveau in der Schweiz hat er wohl falsch eingeschätzt.
    84 54 Melden
    • Humbolt 05.01.2016 07:34
      Highlight Von welchem Niveau bitte reden sie? In einem Land wo die Mehrheit der Bevölkerung ihr wissen aus 20Min und Blick bezieht.
      Wir sind keine Sekunde etwas "besseres"!
      Er ist nicht min Favorit aber von Deutscher Satiere könnte die Schweiz viel lernen. "Die Anstalt" z.B. ist etwas vom imtelligentesten was es diesbezüglich gibt.
      87 31 Melden
    • philippp 05.01.2016 07:39
      Highlight Richtig! Danke.
      25 11 Melden
    • Statler 05.01.2016 08:24
      Highlight Was ist denn «gute Polit-Satire»? Thiel? G/M? (gähn)

      Politisches Kabarett hat in D eine lange Tradition und nett und lustig war die eigentlich nie; die hat schon immer wehgetan und war oft grob.
      Somuncu setzt zugegebenermassen noch einen drauf und spielt damit eigentlich eher in einer Liga mit Bill Hicks oder George Carlin.
      13 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • saukaibli 05.01.2016 07:16
    Highlight Wenn es das erste mal wäre, dass das SRF politische Satire streicht, dann würde ich ja nichts sagen. Leider passiert das in den letzten Jahren immer häufiger, scheinbar hat das SRF wirklich Angst vor der SVP. Anstatt dagegen anzukämpfen und weiter kritisch über politische Strömingen zu berichten, zieht SRF leider viel zu oft den Schwanz ein. Dabei ist das SRF im Gegensatz zu anderen Staatssendern wie z.B. dem ZDF ja noch brav. OK, die antidemokratische SVP ist mächtiger als die AfD, trotzdem sollte man nicht kuschen, Satire ist ein Ventil und wichtig in einer Demokratie.
    75 40 Melden
  • Statler 05.01.2016 07:15
    Highlight Das sind doch interessante Fakten. Im ersten Beitrag sah es ja so aus, als wäre die «Sélection» einfach ein Zusammenschnitt der Auftritte. Dass die Künstler dafür extra aufgeboten wurden, war so nicht klar. Wenn jetzt Somuncus Beitrag gekippt wird, klingt das klar nach einer «das können wir so nicht senden, sonst ist hier die Hölle los»-Reaktion.

    83 12 Melden
  • kettcar #lina4weindoch 05.01.2016 07:09
    Highlight Naja, insofern liegt er nicht ganz falsch, da ich annehmen würde, dass es einen riesen Aufschrei geben würde, wenn sie einen 'Satiriker' wie Thiel rausgestrichen hätten... Trotzdem geht es ihm wohl in erster Linie um Publicity.
    37 10 Melden
  • Toessemer 05.01.2016 06:55
    Highlight sowie die schweizer auf srf/sbb bashing aus ist, können sie ja nur das falsche machen. wenn es gezeigt wird, dann wird gemotzt dass sowas im staatsfernsehen kommt. kommt es nicht, dann spricht man von zensur.. sackgasse!
    77 9 Melden
    • tinmar 05.01.2016 09:06
      Highlight .. feige sesselpupser.
      1 11 Melden
  • Spassvogel88 05.01.2016 06:52
    Highlight Da braucht einer bisschen aufmerksmkeit...und das srf bashing geht weiter...villeicht war er auch einfach schlecht..:)
    74 25 Melden
    • Statler 05.01.2016 07:16
      Highlight Das Urteil, ob er schlecht war oder nicht, dürfte man gern den Zuschauern überlassen...
      43 18 Melden
    • Spassvogel88 08.01.2016 15:24
      Highlight Nein solange sie am hebel sind sagen sie was sie laufen lassen
      0 0 Melden
  • cassio77 05.01.2016 06:50
    Highlight wenn der kerli hier uns schweizer alle als nazis betitelt, heisst das dann nicht auch, dass er die schweizer pauschal beschimpft und somit ein rassist ist?
    56 49 Melden
    • Pascal91 05.01.2016 07:23
      Highlight Serdar Somuncu beleidigt jede erdenkliche Minderheit, Meinung und Religion. Somit kein Rassismus ;-) Schauen Sie sich mal einige Auftritte an, dann wirds offensichtlich
      38 19 Melden
    • sch'wärmer 05.01.2016 07:28
      Highlight @cassio du hast wohl noch nicht verstanden was Satire ist, stimmts?!
      30 28 Melden
    • herschweizer 05.01.2016 07:37
      Highlight schwärmer ... da gibts so einen Film idiocracy... da schauen die protagonisten auch einen Film namens a... und voll in die... die finden das auch extrem satirisch
      6 9 Melden
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«Lieber Herr Köppel, berichten Sie noch oder gehören Sie schon dazu?»

SVP-Nationalrat und Journalist Roger Köppel berichtet von den Demonstrationen in Chemnitz und vergisst dabei, Angriffe auf Berufskolleginnen und -kollegen zu vermelden. Ein grober handwerklicher Fehler.

Lieber Herr Köppel 

Nachdem Sie am Wochenende bei den rechten Demonstrationen in Chemnitz Feldforschung betrieben haben, bezeichnen Sie die Sachsen nun als «intellektuelle Avantgarde eines weitverbreiteten Deutschen Unbehagens». 

Ich musste sehr lachen, als ich das gelesen habe, weil das Attribut «intellektuelle Avantgarde» in Zusammenhang mit Hitlergruss zeigenden und «Ausländer raus!» schreienden Hooligan- und Neonazi-Mobs eine wirklich gute Pointe ist. 

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