Schweiz
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Laura Curau (Kampagnenleiterin CVP) und Regula Rytz (Parteipraesidentin Gruene) freuen sich nach Bekanntgabe der ersten Hochrechnung, im Hauptquartier der Befuerworter der Energiestrategie 2050, am Sonntag, 21. Mai 2017 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Grünen-Chefin Regula Rytz (r.) freut sich mit CVP-Kampagnenleiterin Laura Curau über das Ergebnis. Bild: KEYSTONE

Grünen-Chefin Rytz: «Wir haben punkto Energiewende viel bessere Karten als Deutschland»

Die Schweiz packe die Energiewende geschickter an als Deutschland, ist Regula Rytz, die Präsidentin der Grünen, überzeugt. Wie sie verhindern will, dass das AKW Beznau wieder ans Netz geht, und warum viele Windkraft-Projekte aus ihrer Sicht heikel sind, sagt sie im Interview.



Frau Rytz, das Schweizer Stimmvolk hat das Energiegesetz klar angenommen. Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie glücklich sind Sie gerade?
Regula Rytz:
10 – keine Frage! Ich bin überwältigt. Das Schweizer Stimmvolk hat eine historische Weichenstellung vorgenommen: Es ist ein wuchtiges Ja zum Atomausstieg, zu mehr Klimaschutz und zu einer erneuerbaren Energieversorgung der Schweiz.

«Solange in der Schweiz uralte Schrottreaktoren laufen, gibt es noch viel zu tun.»

Damit werden DIE Kernforderungen Ihrer Partei in die Tat umgesetzt. Ist die Mission der Grünen mit dem heutigen Tag erfüllt?
Schön wär's (lacht). Doch die Bevölkerung hat heute nur die Richtung vorgegeben. Unsere Pflicht ist es, den Auftrag nun umzusetzen. Dazu wird es überall engagierte Grüne brauchen. Solange in der Schweiz uralte Schrottreaktoren laufen, gibt es noch viel zu tun. Auch die Finanzierung der Atommüllentsorgung muss erst noch geregelt werden.

Ein Zürcher Verein will mit einer neuen Initiative doch noch fixe Abschaltdaten für die bestehenden AKW erwirken. Unterstützen Sie das Begehren?
Nein. Es bringt nichts, der Bevölkerung noch einmal dieselben Fristen zu unterbreiten, wie wir Grünen es im November mit der Atomausstiegs-Initiative getan haben. Nun muss das Parlament die Sicherheitsvorschriften für die AKW so verschärfen, dass ein Dinosaurier wie Beznau I nie mehr ans Netz gehen kann. Zudem erwarten wir von Bundesrätin Doris Leuthard, dass sie für mehr Kostenwahrheit in der Stromwirtschaft sorgt: Der Preis für AKW-Strom deckt heute die langfristigen Kosten nicht.

Damit begeben Sie sich auf dünnes Eis: Die Kosten-Debatte wurde in den letzten Wochen ja äusserst hitzig geführt. Legen Sie die Hand ins Feuer, dass es nicht doch zu einer Kostenexplosion kommt wie von der SVP prognostiziert?
Die 3200-Franken-Warnung der SVP ist und bleibt ein Schauermärchen. Beschlossen wurde am heutigen Tag eine Erhöhung des Netzzuschlags, die pro Haushalt 40 Franken jährlich kosten wird. Wir werden in ein paar Jahren sehen, ob es noch weitere Massnahmen braucht. Falls ja, wird die Bevölkerung wieder das letzte Wort dazu haben. Ich bin überzeugt, dass die Menschen langfristiger denken, als es der SVP lieb ist. Wenn wir nur auf unsere kurzfristigen Vorteile schauen, müssen einfach die kommenden Generationen dafür bluten.

Laura Curau (Kampagnenleiterin CVP), Alt-Nationalrat Ruedi Rechsteiner, Beat Jans (Nationalrat SP-BS), Roger Nordmann (Nationalrat SP-VD), Matthias Aebischer (Nationalrat SP-BE), Regula Rytz (Parteipraesidentin Gruene), Jonas Fricker (Nationalrat Gruene-AG), Stefan Mueller-Altermatt (Nationalrat CVP-SO), von links, und weitere Befuerworter der Energiestrategie 2050 jubeln nach Bekanntgabe der ersten Hochrechnung, im Hauptquartier der Befuerworter der Energiestrategie 2050, am Sonntag, 21. Mai 2017 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Jubel bei den Energiestrategie-Befürwortern bei Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen. Bild: KEYSTONE

«Die deutsche Regierung hat viele Fehler gemacht, für die die Bürger nun teuer bezahlen müssen.»

In Deutschland, dem Pionier in Sachen Energiewende, ist die Euphorie teilweise bereits der Enttäuschung gewichen. Was ist passiert?
Die deutsche Regierung hat viele Fehler gemacht, für die die Bürger nun teuer bezahlen müssen: Die meisten Unternehmen wurden vom Netzzuschlag befreit, die Konsumenten müssen die höheren Stromkosten alleine tragen. Bei uns werden die Kosten dagegen solidarisch verteilt. Ein weiterer Fehler der Deutschen war es, Kohlekraftwerke zu subventionieren, was zu einem Überangebot an klimaschädlichem Strom führte.

Ist es nicht naiv zu hoffen, dass bei uns alles besser wird?
Nein, wir haben punkto Energiewende die besten Karten in ganz Europa: Wir haben das enorme Glück, dass wir uns mit der Wasserkraft versorgen können. Schon jetzt deckt diese saubere Energie 60 Prozent unseres Bedarfs. Davon kann Deutschland mit seinem kleinen Alpenanteil nur träumen. Deutschland muss einen viel grösseren Effort bei der Stromproduktion aus Sonne, Wind und Biomasse leisten als wir in der Schweiz.

Vergangene Woche wurde bekannt, dass der letzte grosse Solarzellen-Hersteller in Deutschland Insolvenz anmelden musste. Für Kritiker ist das der Beweis dafür, dass das «grüne Jobwunder» ausbleibt und die Fördergelder in dem Bereich verpuffen.
Wer so etwas sagt, hat gar nichts begriffen: Diese Firmen haben Aufträge für die Herstellung von Solarpanels an China verloren, weil dort viel billiger produziert werden kann. Das ist kein Problem der Solarenergie – auch Staubsauger und Fernseher werden heute in Asien produziert. Bei den Jobs, die dank der Energiewende entstehen, steht nicht die Produktion im Vordergrund. Vielmehr geht es um Arbeitsplätze in der Planung oder beim Installationsgewerbe.

Was ist mit den weiteren Stolpersteinen, die auf dem Weg in eine grüne Energiezukunft lauern? Nehmen Sie die Planung von neuen Windparks – da sind Einsprachen und Konflikte doch programmiert!
Einverstanden. Beharren Investoren darauf, in den Kantonen umstrittene Windkraft-Projekte durchzustieren, wird der Widerstand in der Bevölkerung riesig sein. Der Abstimmungskampf hat gezeigt, dass dies ein sehr sensibles Thema ist. Auch wir Grünen wehren uns dagegen, dass Windparks in geschützten Naturlandschaften gebaut werden. Die Schweiz ist ohnehin kein Windland. Die Solarenergie hat ein viel grösseres ungenutztes Potenzial.

«Es werden keine fossil betriebenen Autos mehr auf der Strasse unterwegs sein.»

Wagen Sie einen Blick in die Kristallkugel: Wie leben wir 2050?
Die Häuser werden keine fossilen Heizungen mehr haben, weil sie so gut isoliert sind und mit Solarwärme und etwas Holz gut durch den Winter kommen. Es werden keine fossil betriebenen Autos mehr auf der Strasse unterwegs sein, sondern nur noch solche mit Elektroantrieb. Zudem wird der Verkehr über Sharing-Plattformen abgewickelt. Ich gehe davon aus, dass die Effizienzsteigerungen unser Leben nochmals wesentlich angenehmer machen werden.

Die Geschichte des Schweizer Atomausstiegs in 15 Bildern

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    Alle Leser-Kommentare
  • Urs Minder 25.05.2017 00:14
    Highlight Highlight Alleine in der westlichen Nachbarschaft stehen über 50 Atomkraftwerke. Es ist ein riesiger Atommüllberg vorhanden. Deshalb entwickelt man Reaktoren die diesen Müll in weniger lange strahlenden Metalle umgewandelt. zb. Rhodium. Diese Reaktoren sind Allesfresser und so reichen die Isotope für mehrere Millionen Jahre. Nun sind erste Vorstufen MRT/HRT- Reaktoren für 2025 in Europa geplant. Ein möglicher Reaktor:
    www.dual fluid reaktor.de.
    Und ob es Frau Rytz passt oder nicht , diese Technik wird dringend gebraucht.
  • Unicron 23.05.2017 12:54
    Highlight Highlight Ich finde es falsch ein "Ja" zu erneuerbaren Energien automatisch mit einem "Ja" zum Atomausstieg gleichzusetzen! Ich bin fasziniert von der Atomenergie und es wäre mir absolut recht wenn wir in dieser Richtig weiter machen würden. Trotzdem denke ich dass die heutigen Reaktoren veraltet und neuere momentan nicht rentabel sind. Das heisst aber nicht dass ich die Technologie an für sich verdamme. Es ist sicher der richtige Weg in die erneuerbare Energie zu investieren, aber Atomreaktoren zu VERBIETEN finde ich genau so falsch wie wenn wir auf Kohle setzen würden.
    • Fabio74 23.05.2017 21:20
      Highlight Highlight Geforscht werden darf ja. Aber eine Technologie die strahlenden Müll für Jahrtausende zurück lässt, ist wenig faszinierend
  • Tom B. 22.05.2017 14:09
    Highlight Highlight Bei leclanché explodieren die Batterien : www.lematin.ch. Erste Versuche der JA-Sager?😂😂😂😂
  • piedone lo sbirro 22.05.2017 10:52
    Highlight Highlight ein freudentag für unser land.

    vernunft, nachhaltigkeit und weitblick haben gesiegt.
    ein richtungsentscheid.

    die millionenschwere lügenkampagne der SVP hat nicht verfangen.
    auch bei uns verliert der unselige trump an boden.
    • Urs Minder 25.05.2017 00:26
      Highlight Highlight Ein Freudentag für die vielen neuen Subventionsempfänger und Leute die total vom Staat abhängig sind, Nachhaltig sind einzig die neuen Gebühren und Steuern mit denen man den Staat füttert. Haben sie in der Schule gelernt das diese Jobs sie nichts kosten? Haben wir zu wenig Arbeit oder zuwenig Einwanderung?
      Glauben sie ernsthaft es kostet Sie nur 40 Franken. Was für eine Heizung ist an ihrem Arbeitsplatz und was denkt ihr Chef darüber, das sie ihm eine tüchtige Betriebskostenerhöhung verpasst haben. Wissen sie was verarbeitende Industrie ist ? Export?
  • piedone lo sbirro 22.05.2017 10:46
    Highlight Highlight gut ist die mehrheit nicht auf die angstmacherkampagne der SVP hereingefallen.

    am besten ist toni brunner, schnell noch eine solaranlage aufs dach montieren um die subventionen noch abzugreifen - und dem Sstimmbürger ein nein empfehlen.

    das zeigt die ganze verlogenheit der SVP.
    • Urs Minder 25.05.2017 00:38
      Highlight Highlight Die böse SVP und Atomlobby haben den Mann erschreckt. Endlich ein Sozi-Steuer und Abgabenstaat, wie bei unseren europäischen Nachbarn. Im letzen blockfreien, direkt demokratischen Land die ganze Verantwortung an den Staat abgeben. Eine Elite, die sich Verbände und Stimmen mit Subventionen erkaufen muss. In keiner Wirtschaftsuni wird eine solche Subventionswirtschaft dieser Elite nahegebracht. Es wird als schlechtes Beispiel aufgeführt das zur schamlosen Ausnutzung der Steuerzahler führt. Die masslos steigenden Kosten in allen Dossiers zeigen die Wahrheit deutlich.
  • IMaki 22.05.2017 10:35
    Highlight Highlight Und in 10 Jahren sehen wir uns wieder und werden die Augen reiben. Denn alle die schönen Effizienzgeschichten werden sich in Nichts aufgelöst haben, weil an allen Fronten fröhlich weiter mehr konsumiert wird. Das Wachstumsdogma und seine Konsequenzen halt. Der Verkehr? Vollgas! Nichts davon in der Energiewende. Stromsparübungen wird allein durch die Zweit-Elektrofahrzeuge zunichte gemacht. Und es wird plötzlich wieder normal werden, von Ersatz-AKWs zu reden, weil man es ja versäumt hat, mit einem Abschaltdatum Planungssicherheit zu schaffen. Eine Abstimmung zum Abschalten.
    • hampe 22.05.2017 21:46
      Highlight Highlight Wenn alle einen Hybrid fahren würden könnten wir eine Menge Energie sparen und verbrauchen 0 fremdproduzierten Strom!!
    • Fabio74 23.05.2017 21:22
      Highlight Highlight Falsch. Zur Energieeffizienz gibts sehr viel Luft nach oben
  • Arnold/Denia 22.05.2017 10:34
    Highlight Highlight Die Ritz hat bereits gestern im TV kleinlaut mitgeteilt, dass die CHF 40.00 für etwas bestimmtes sei, das andere werde natürlich schon noch viel teurer. Da wird gelogen und betrogen dass sich die Balken biegen und 60 % der CH lassen sich das gefallen. Zur Erinnerung die KK Abstimmung unter Dreyfuss (wurde auch gelogen).
    • Gavi 22.05.2017 12:07
      Highlight Highlight In ein paar Jahren werden wir feststellen, dass uns die Grünen fadengerade ins Gesicht gelogen haben. Ich gebe Ihnen Recht, es ist ngeheuerlich wie der Steuerzahler angelogen wird.
      Kann ich dann meine überteuerte Rechnung an die komische Ritz und Leuthard schicken?
  • piedone lo sbirro 22.05.2017 10:26
    Highlight Highlight zu offensichtlich war die nähe der rechtsnationalen geldelite zur atom- und erdöl-lobby.

    die SVP ist gefangen im hamsterrad der niederlagen.
    ohne "ausländer raus"-hetze ist kein blumentopf zu gewinnen.

    die mobilisierung ihrer wähler wird immer schwieriger. das ist wie eine erfolglose fusssballmannschaft. ihre fans werden keine anderen parteien wählen, aber sie werden das wahllokal meiden. das ist genau so schlimm für die dauerwahlkämpfer.
    • Liselote Meier 22.05.2017 11:42
      Highlight Highlight @Aaron; Müsste man halt den Unterschied zwischen einer Verfassungsinitiative und einem Gesetz kennen.

      Die Mutterschaftsinitative wurde auch 1945 angenommen umgesetzt aber erst im Jahr 2005.
      Auch vor allem wegen der SVP, wo beleibt da dein Aufschrei?

      Initiativen wurden immer nach Gusto Parlament umgesetzt.

      Nix neues in der Alpenrepublik.
  • piedone lo sbirro 22.05.2017 10:08
    Highlight Highlight beide linken in der waadtländer-regierung, trotz paarung der rechtsnationalen mit den grünliberalen.

    in schwyz verliert schwander seine kesb-hass-initiative.

    und auf bundesebene eine grandiose schlappe, trotz millionenschwerer desinformationskampagne der SVP.

    ein rabenschwarzer tag für die SVP, ein freudentag für die schweiz.
  • pachnota 22.05.2017 09:58
    Highlight Highlight Frau Rytz verhöhnt mit ihren "Birkenstock" Visionen, die unteren Einkommen.

    Diese werden es sein, die mangels Kleingeld verzichten werden, wenn um die Umsetzung gehen wird.

    Jä nu... selber doof.

    Könnt euch bald mit steigenden Mieten und mit carsharing herumschlagen.
    Der Amtsschimmel wird freudig wiehern!
    Dann aber bitte nicht weinen und sich beklagen!
    • piedone lo sbirro 22.05.2017 13:15
      Highlight Highlight @pachnota

      in der niederlage zeigt sich die grösse, die sie nicht haben. das schweizer volk hat die schnauze voll von den lügen und den persönlichen diffamierungen ihrer nationalisten.
    • piedone lo sbirro 22.05.2017 13:50
      Highlight Highlight @pachnota

      es ist ihre SVP die mit steuergeschenken an reiche, der USR III, dem bankgeheimnis, den jährlich steigenden kk-prämien sowie dem rentenabbau die unteren einkommen verhöhnt - sie haben es nur noch nicht bemerkt!
    • Fabio74 22.05.2017 15:34
      Highlight Highlight SVPler und das Anerkennen von Niederlagen... ihr habt verloren. Es ist jetzt Zeit für konstruktives und nichts für Trötzeln wie im Kindergarten.
  • Toerpe Zwerg 22.05.2017 08:20
    Highlight Highlight "Die Häuser werden keine fossilen Heizungen mehr haben, weil sie so gut isoliert sind und mit Solarwärme und etwas Holz gut durch den Winter kommen. Es werden keine fossil betriebenen Autos mehr auf der Strasse unterwegs sein, sondern nur noch solche mit Elektroantrieb. Zudem wird der Verkehr über Sharing-Plattformen abgewickelt. Ich gehe davon aus, dass die Effizienzsteigerungen unser Leben nochmals wesentlich angenehmer machen werden."

    All dies geschieht anyway und ohne Steuergelder und nicht weil die Grünen Politik machen.
    • Posersalami 22.05.2017 09:24
      Highlight Highlight Und du weisst also ganz genau, dass das so ist? Nach meiner Erfahrung in der Baubranche machen die meisten Bauherren nämlich genau das gesetzliche Minimum und beklagen sich auch noch, dass das viel zu viel sei. Nach mir die Sintflut ist eine absolut normale Haltung.

    • FrancoL 22.05.2017 09:32
      Highlight Highlight Nein Toerpe Zwerg, Du bist wohl tatsächlich ein Bürotischhengst. Seit Jahren erkennen wir folgenden Trend; als erste dämmen und heizen ökologisch eher Bürger die den Grünen nahe stehen oder mit diesen sympathisieren. Fast AUSSCHLIESSLICH können "gewagte" Versuche bei ökologischen Häussern mit genau dieser Gruppe gemacht werden, im Nachgang kommen dann andere nach.
      Aber man kann auch etwas ins Blaue hinaus hauen dann gehört man zur Toerpe-Gruppe.
    • Firefly 22.05.2017 09:42
      Highlight Highlight Ja, die Steuregelder kommen ins Spiel, wenn es um die Frage geht, ob wir dereinst die Technologie den Chinesen abkaufen müssen oder ob wir selber investiert haben und sie auch anderen Verkaufen können. Die Schweiz hat das Know-How und sollte in Zukunftstechnologien investieren. Leider schon ein bisschen spät aber vielleicht kommts ja noch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dracului 22.05.2017 08:16
    Highlight Highlight Wer glaubt, dass Frau Rytz mit ihrem Blick in das 2050 (letzter Abschnitt) eine Träumerin ist, mag sich vielleicht den folgenden Film ansehen: http://www.tomorrow-derfilm.de Die Welt ist voller Lösungen! Darin werden bspw. Städte vorgestellt, die den langen Weg der Veränderung längst begonnen haben und damit sehr erfolgreich sind. Selbst sogenannt rot-grüne Städteregierungen müssen erkennen, dass die Zukunft mehr zu bieten hat, als nur ein paar Verkehrsbehinderungen für (fossile) Autofahrer. Der Blick in die weite Welt, jenseits der deutschen Kohlekraftwerke, kann energetisierend wirken!
  • Thinktank 22.05.2017 08:04
    Highlight Highlight Die Schweiz hat über 40 Franken mehr Abgaben abgestimmt, die nun in Subventionen verpuffen werden, mehr nicht. Die Abstimmung war ja absichtlich so unverbindlich, da sie sonst keine Chance hätte. Was in diesem Fall passiert, haben wir bei der MEI gesehen. Solange Atomkraftwerke sicher sind und es keine Alternativen gibt, wird keines abgestellt. Jetzt geht aber das Rennen um die Honigtöpfe los und hier gibt es keine Allianzen mehr. Die nächsten Jahre werden von Verteilkämpfen im Parlament geprägt sein und nichts wird sich ändern.
    • atomschlaf 22.05.2017 08:19
      Highlight Highlight @Thinktank: Auch Du scheint das Gesetz nicht gelesen zu haben.
      Es ging um wesentlich mehr als ein Verbot neuer AKWs und diese lächerlichen 40 Franken.
      Wir haben gestern dem Bund eine Unmenge neuer Kompetenzen zugestanden.

      Da werden sich viele noch verwundert die Augen reiben, wenn die Bundesbürokratie erst beginnt die neuen Kompetenzen zu nutzen.

      Ich werde jedenfalls mit keinem Mitleid haben, der gestern Ja gestimmt hat.
    • Matrixx 22.05.2017 09:11
      Highlight Highlight "Keine Alternativen"
      Ich weiss nicht, in welcher Welt du lebst. Aber unsere Welt hat genug Alternativen.
    • FrancoL 22.05.2017 09:38
      Highlight Highlight @atomschlaf so tönte es bei der Einführung RPG; viel zu viele Kompetenzen für die Regierungen Bern und Kantone. Und das RPG war ein weit einschneidenderes Gesetz als das EnG. Und was ist nun von den damaligen Bedenken noch übrig? Fast nichts, einige Streitigkeiten und Aergernisse, nichts von Bedeutung. Doch das RPG hat eine Riesen Aenderung von kommunalen Kompetenzen hin zu nationalen Ausrichtungen und Wertemassstäbe gebracht, ohne Tote ohne Verletzte und heute mit guter Akzeptanz.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerUnsichtbare 22.05.2017 08:01
    Highlight Highlight Schön denken die immernoch Wasserstrom sei grün und ökologisch😂😂😂
    • LU90 22.05.2017 08:32
      Highlight Highlight Bitte um Erklärung warum nicht
    • DerUnsichtbare 22.05.2017 09:03
      Highlight Highlight Wenn wir in der Nacht günstig Kohle und Atomstrom aus DE und FR kaufen und damit die Stauseen füllen, ist der Strom welchen wir den Tag durch beziehen durch die Wasserkraft auch Atom oder Kohlestrom. Sie stauseen sind nur zur Energiespeicherung. Da wird keine Energie produziert..
    • Posersalami 22.05.2017 09:25
      Highlight Highlight Und vor allem welche Alternative vorgeschlagen wird.

      Wasserkraft ist mMn der beste Kompromiss. Egal was man wo baut, die Natur wird eh beieinträchtigt..
    Weitere Antworten anzeigen
  • mogad 22.05.2017 07:56
    Highlight Highlight Die Technologie für die Energiewende ist bereits da. Das wird von den Nein-Sagern einfach ignoriert. Vor Kurzem war im TA zu lesen, dass in Zürich schon eine Grossbatterie in Betrieb ist, die Solarstrom speichert. Offenbar handelt es sich um eine Art Prototyp, der noch nicht parat ist für die Massenproduktion? Wenn die kommt, könnten ev. in 10 bis 15 Jahren viele Häuser eine solche Batterie haben und sich autark von Solarstrom "ernähren" - unabhängig von einem zusätzl. Netzausbau. Ich glaube die Zukunft liegt im Solarstrom, nicht bei den Windrädern!
    • reaper54 22.05.2017 08:22
      Highlight Highlight Dass Privathaushalte sich so (zumindest im Sommer) locker über Wasser halten können ist klar. Ich habe auch nein gestimmt und sehe es im Privatbereich gleich, da wäre allerdings auch bei einem Nein geschehen (Subventionen gibts ja schon, nun einfach Gesetzlich begrenzt vorhin unbegrenzt). Viel Interessanter wird es für die Wirtschaft. Ein Stahlwerk, Zementwerk, ABB Produktionen etc. Die Brauchen ein bisschen mehr Strom und das gleichbleibend und auf Knopfdruck. Bis 2050 sind wir noch sicher bis dann laufen die AKW weiter, nun gibt es aber sicher keine neuen. Wie sollen die versorgt werden?
    • Schlumpfinchen 22.05.2017 08:38
      Highlight Highlight In Brütten ZH gibt es ein Haus das komplett autark ist. Unteranderem produziert es Strom weil das ganze Haus mit Solarpanels eingekleidet ist und die Überproduktion wird in zwei Arten von Batterien gespeichert. Ist sehr interessant.
    • Matrixx 22.05.2017 09:13
      Highlight Highlight Es gibt bereits Batterien für Privathaushalte auf dem Markt. Die können genug Strom speichern um autark zu sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 22.05.2017 06:43
    Highlight Highlight Tönt überzeugend.
    Nun stehen Jahre Kleinarbeit vor uns, die Schweiz nachhaltiger zu gestalten.
    • rodolofo 22.05.2017 07:17
      Highlight Highlight @ pamayer
      Sehr viele idealistische PionierInnen sind schon seit vielen Jahrzehnten dran in Sachen Nachhaltigkeit!
      Heute aber findet dieses Engagement sehr vielgesellschaftliche Akzeptanz.
      Was wurden wir früher belächelt als träumerische Spinner!
      Heute werden wir mit unseren Aktivitäten und Errungenschaften ernst genommen.
      Und damit werden auch die früher verhärteten Fronten ideologischer Grabenkämpfe aufgeweicht.
      Auch in der Migros finden wir heute ein breites Bio- und Fairtrade-Sortiment.
      Und im Bioladen taucht -wenn auch verschämt- ein wenig exotische Flugware auf, oder Tomaten aus Marokko.
    • AvailableThinking 22.05.2017 07:49
      Highlight Highlight Jep, packen wir an, das sind wir unseren Kindern schuldig!
    • Midnight 22.05.2017 08:06
      Highlight Highlight Als nächstes bitte noch den Verpackungswahn auf ein minimum runterfahren -> wieder eine Menge Energie gespart (oder man macht sie halt kompostierbar, dann können wir damit unsere Biomasse-Kraftwerke füttern). 👍
    Weitere Antworten anzeigen

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

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