Schweiz

Grünen-Chefin Regula Rytz (r.) freut sich mit CVP-Kampagnenleiterin Laura Curau über das Ergebnis. Bild: KEYSTONE

Grünen-Chefin Rytz: «Wir haben punkto Energiewende viel bessere Karten als Deutschland»

Die Schweiz packe die Energiewende geschickter an als Deutschland, ist Regula Rytz, die Präsidentin der Grünen, überzeugt. Wie sie verhindern will, dass das AKW Beznau wieder ans Netz geht, und warum viele Windkraft-Projekte aus ihrer Sicht heikel sind, sagt sie im Interview.

22.05.17, 06:22 22.05.17, 19:05

Frau Rytz, das Schweizer Stimmvolk hat das Energiegesetz klar angenommen. Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie glücklich sind Sie gerade?
Regula Rytz:
10 – keine Frage! Ich bin überwältigt. Das Schweizer Stimmvolk hat eine historische Weichenstellung vorgenommen: Es ist ein wuchtiges Ja zum Atomausstieg, zu mehr Klimaschutz und zu einer erneuerbaren Energieversorgung der Schweiz.

«Solange in der Schweiz uralte Schrottreaktoren laufen, gibt es noch viel zu tun.»

Damit werden DIE Kernforderungen Ihrer Partei in die Tat umgesetzt. Ist die Mission der Grünen mit dem heutigen Tag erfüllt?
Schön wär's (lacht). Doch die Bevölkerung hat heute nur die Richtung vorgegeben. Unsere Pflicht ist es, den Auftrag nun umzusetzen. Dazu wird es überall engagierte Grüne brauchen. Solange in der Schweiz uralte Schrottreaktoren laufen, gibt es noch viel zu tun. Auch die Finanzierung der Atommüllentsorgung muss erst noch geregelt werden.

Ein Zürcher Verein will mit einer neuen Initiative doch noch fixe Abschaltdaten für die bestehenden AKW erwirken. Unterstützen Sie das Begehren?
Nein. Es bringt nichts, der Bevölkerung noch einmal dieselben Fristen zu unterbreiten, wie wir Grünen es im November mit der Atomausstiegs-Initiative getan haben. Nun muss das Parlament die Sicherheitsvorschriften für die AKW so verschärfen, dass ein Dinosaurier wie Beznau I nie mehr ans Netz gehen kann. Zudem erwarten wir von Bundesrätin Doris Leuthard, dass sie für mehr Kostenwahrheit in der Stromwirtschaft sorgt: Der Preis für AKW-Strom deckt heute die langfristigen Kosten nicht.

Damit begeben Sie sich auf dünnes Eis: Die Kosten-Debatte wurde in den letzten Wochen ja äusserst hitzig geführt. Legen Sie die Hand ins Feuer, dass es nicht doch zu einer Kostenexplosion kommt wie von der SVP prognostiziert?
Die 3200-Franken-Warnung der SVP ist und bleibt ein Schauermärchen. Beschlossen wurde am heutigen Tag eine Erhöhung des Netzzuschlags, die pro Haushalt 40 Franken jährlich kosten wird. Wir werden in ein paar Jahren sehen, ob es noch weitere Massnahmen braucht. Falls ja, wird die Bevölkerung wieder das letzte Wort dazu haben. Ich bin überzeugt, dass die Menschen langfristiger denken, als es der SVP lieb ist. Wenn wir nur auf unsere kurzfristigen Vorteile schauen, müssen einfach die kommenden Generationen dafür bluten.

Jubel bei den Energiestrategie-Befürwortern bei Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen. Bild: KEYSTONE

«Die deutsche Regierung hat viele Fehler gemacht, für die die Bürger nun teuer bezahlen müssen.»

In Deutschland, dem Pionier in Sachen Energiewende, ist die Euphorie teilweise bereits der Enttäuschung gewichen. Was ist passiert?
Die deutsche Regierung hat viele Fehler gemacht, für die die Bürger nun teuer bezahlen müssen: Die meisten Unternehmen wurden vom Netzzuschlag befreit, die Konsumenten müssen die höheren Stromkosten alleine tragen. Bei uns werden die Kosten dagegen solidarisch verteilt. Ein weiterer Fehler der Deutschen war es, Kohlekraftwerke zu subventionieren, was zu einem Überangebot an klimaschädlichem Strom führte.

Ist es nicht naiv zu hoffen, dass bei uns alles besser wird?
Nein, wir haben punkto Energiewende die besten Karten in ganz Europa: Wir haben das enorme Glück, dass wir uns mit der Wasserkraft versorgen können. Schon jetzt deckt diese saubere Energie 60 Prozent unseres Bedarfs. Davon kann Deutschland mit seinem kleinen Alpenanteil nur träumen. Deutschland muss einen viel grösseren Effort bei der Stromproduktion aus Sonne, Wind und Biomasse leisten als wir in der Schweiz.

Vergangene Woche wurde bekannt, dass der letzte grosse Solarzellen-Hersteller in Deutschland Insolvenz anmelden musste. Für Kritiker ist das der Beweis dafür, dass das «grüne Jobwunder» ausbleibt und die Fördergelder in dem Bereich verpuffen.
Wer so etwas sagt, hat gar nichts begriffen: Diese Firmen haben Aufträge für die Herstellung von Solarpanels an China verloren, weil dort viel billiger produziert werden kann. Das ist kein Problem der Solarenergie – auch Staubsauger und Fernseher werden heute in Asien produziert. Bei den Jobs, die dank der Energiewende entstehen, steht nicht die Produktion im Vordergrund. Vielmehr geht es um Arbeitsplätze in der Planung oder beim Installationsgewerbe.

Was ist mit den weiteren Stolpersteinen, die auf dem Weg in eine grüne Energiezukunft lauern? Nehmen Sie die Planung von neuen Windparks – da sind Einsprachen und Konflikte doch programmiert!
Einverstanden. Beharren Investoren darauf, in den Kantonen umstrittene Windkraft-Projekte durchzustieren, wird der Widerstand in der Bevölkerung riesig sein. Der Abstimmungskampf hat gezeigt, dass dies ein sehr sensibles Thema ist. Auch wir Grünen wehren uns dagegen, dass Windparks in geschützten Naturlandschaften gebaut werden. Die Schweiz ist ohnehin kein Windland. Die Solarenergie hat ein viel grösseres ungenutztes Potenzial.

«Es werden keine fossil betriebenen Autos mehr auf der Strasse unterwegs sein.»

Wagen Sie einen Blick in die Kristallkugel: Wie leben wir 2050?
Die Häuser werden keine fossilen Heizungen mehr haben, weil sie so gut isoliert sind und mit Solarwärme und etwas Holz gut durch den Winter kommen. Es werden keine fossil betriebenen Autos mehr auf der Strasse unterwegs sein, sondern nur noch solche mit Elektroantrieb. Zudem wird der Verkehr über Sharing-Plattformen abgewickelt. Ich gehe davon aus, dass die Effizienzsteigerungen unser Leben nochmals wesentlich angenehmer machen werden.

Die Geschichte des Schweizer Atomausstiegs in 15 Bildern

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    Alle Leser-Kommentare
  • Urs Minder 25.05.2017 00:14
    Highlight Alleine in der westlichen Nachbarschaft stehen über 50 Atomkraftwerke. Es ist ein riesiger Atommüllberg vorhanden. Deshalb entwickelt man Reaktoren die diesen Müll in weniger lange strahlenden Metalle umgewandelt. zb. Rhodium. Diese Reaktoren sind Allesfresser und so reichen die Isotope für mehrere Millionen Jahre. Nun sind erste Vorstufen MRT/HRT- Reaktoren für 2025 in Europa geplant. Ein möglicher Reaktor:
    www.dual fluid reaktor.de.
    Und ob es Frau Rytz passt oder nicht , diese Technik wird dringend gebraucht.
    2 1 Melden
  • Unicron 23.05.2017 12:54
    Highlight Ich finde es falsch ein "Ja" zu erneuerbaren Energien automatisch mit einem "Ja" zum Atomausstieg gleichzusetzen! Ich bin fasziniert von der Atomenergie und es wäre mir absolut recht wenn wir in dieser Richtig weiter machen würden. Trotzdem denke ich dass die heutigen Reaktoren veraltet und neuere momentan nicht rentabel sind. Das heisst aber nicht dass ich die Technologie an für sich verdamme. Es ist sicher der richtige Weg in die erneuerbare Energie zu investieren, aber Atomreaktoren zu VERBIETEN finde ich genau so falsch wie wenn wir auf Kohle setzen würden.
    7 3 Melden
    • Fabio74 23.05.2017 21:20
      Highlight Geforscht werden darf ja. Aber eine Technologie die strahlenden Müll für Jahrtausende zurück lässt, ist wenig faszinierend
      4 1 Melden
  • Tom B. 22.05.2017 14:09
    Highlight Bei leclanché explodieren die Batterien : www.lematin.ch. Erste Versuche der JA-Sager?😂😂😂😂
    9 14 Melden
  • piedone lo sbirro 22.05.2017 10:52
    Highlight ein freudentag für unser land.

    vernunft, nachhaltigkeit und weitblick haben gesiegt.
    ein richtungsentscheid.

    die millionenschwere lügenkampagne der SVP hat nicht verfangen.
    auch bei uns verliert der unselige trump an boden.
    45 45 Melden
    • Urs Minder 25.05.2017 00:26
      Highlight Ein Freudentag für die vielen neuen Subventionsempfänger und Leute die total vom Staat abhängig sind, Nachhaltig sind einzig die neuen Gebühren und Steuern mit denen man den Staat füttert. Haben sie in der Schule gelernt das diese Jobs sie nichts kosten? Haben wir zu wenig Arbeit oder zuwenig Einwanderung?
      Glauben sie ernsthaft es kostet Sie nur 40 Franken. Was für eine Heizung ist an ihrem Arbeitsplatz und was denkt ihr Chef darüber, das sie ihm eine tüchtige Betriebskostenerhöhung verpasst haben. Wissen sie was verarbeitende Industrie ist ? Export?
      3 1 Melden
  • piedone lo sbirro 22.05.2017 10:46
    Highlight gut ist die mehrheit nicht auf die angstmacherkampagne der SVP hereingefallen.

    am besten ist toni brunner, schnell noch eine solaranlage aufs dach montieren um die subventionen noch abzugreifen - und dem Sstimmbürger ein nein empfehlen.

    das zeigt die ganze verlogenheit der SVP.
    47 38 Melden
    • Gelöschter Benutzer 23.05.2017 22:33
      Highlight So ein vergrämtes Kind.
      2 0 Melden
    • Urs Minder 25.05.2017 00:38
      Highlight Die böse SVP und Atomlobby haben den Mann erschreckt. Endlich ein Sozi-Steuer und Abgabenstaat, wie bei unseren europäischen Nachbarn. Im letzen blockfreien, direkt demokratischen Land die ganze Verantwortung an den Staat abgeben. Eine Elite, die sich Verbände und Stimmen mit Subventionen erkaufen muss. In keiner Wirtschaftsuni wird eine solche Subventionswirtschaft dieser Elite nahegebracht. Es wird als schlechtes Beispiel aufgeführt das zur schamlosen Ausnutzung der Steuerzahler führt. Die masslos steigenden Kosten in allen Dossiers zeigen die Wahrheit deutlich.
      2 0 Melden
  • IMaki 22.05.2017 10:35
    Highlight Und in 10 Jahren sehen wir uns wieder und werden die Augen reiben. Denn alle die schönen Effizienzgeschichten werden sich in Nichts aufgelöst haben, weil an allen Fronten fröhlich weiter mehr konsumiert wird. Das Wachstumsdogma und seine Konsequenzen halt. Der Verkehr? Vollgas! Nichts davon in der Energiewende. Stromsparübungen wird allein durch die Zweit-Elektrofahrzeuge zunichte gemacht. Und es wird plötzlich wieder normal werden, von Ersatz-AKWs zu reden, weil man es ja versäumt hat, mit einem Abschaltdatum Planungssicherheit zu schaffen. Eine Abstimmung zum Abschalten.
    34 46 Melden
    • Schweizer Bünzli 22.05.2017 11:29
      Highlight Hätte das Energiegesetz etwa das Wirtschaftswachstum bremsen sollen? Den Verkehr lahmlegen? Dann wäre es garantiert nicht mehrheitsfähig gewesen. Und weiter: Wenn die Wirtschaft und die Bevölkerung weiter wachsen, wieso sollte es dann sinnlos sein, auf erneuerbare Energien umzusteigen? Dann doch erst recht! Klar, ich gebe Dir Recht, gestern hatten wir über ziemlich viel Wischiwaschi ohne konkrete und messbare Ziele abgestimmt, über eine Strategie eben. (Ein Abschaltdatum für die AKWs wäre ohnehin nicht mehrheitsfähig gewesen, die Atomlobby hätte das zu verhindern gewusst.)
      29 6 Melden
    • hampe 22.05.2017 21:46
      Highlight Wenn alle einen Hybrid fahren würden könnten wir eine Menge Energie sparen und verbrauchen 0 fremdproduzierten Strom!!
      2 6 Melden
    • Fabio74 23.05.2017 21:22
      Highlight Falsch. Zur Energieeffizienz gibts sehr viel Luft nach oben
      1 0 Melden
  • Arnold/Denia 22.05.2017 10:34
    Highlight Die Ritz hat bereits gestern im TV kleinlaut mitgeteilt, dass die CHF 40.00 für etwas bestimmtes sei, das andere werde natürlich schon noch viel teurer. Da wird gelogen und betrogen dass sich die Balken biegen und 60 % der CH lassen sich das gefallen. Zur Erinnerung die KK Abstimmung unter Dreyfuss (wurde auch gelogen).
    39 42 Melden
    • Gavi 22.05.2017 12:07
      Highlight In ein paar Jahren werden wir feststellen, dass uns die Grünen fadengerade ins Gesicht gelogen haben. Ich gebe Ihnen Recht, es ist ngeheuerlich wie der Steuerzahler angelogen wird.
      Kann ich dann meine überteuerte Rechnung an die komische Ritz und Leuthard schicken?
      28 30 Melden
    • Gelöschter Benutzer 22.05.2017 13:57
      Highlight So ist es - man will uns vorgaukeln, mit Mehrkosten von 40.-- könne man die Energiewende mit allen positiven Elementen herbeiführen.
      Die Wasserkraft ist der grösste Posten - hier weiss man, dass die Meisten mit Verlust arbeiten. Wie hoch werden die Subventionen für dieses Segment sein - man kann es nur erahnen.
      Der Souverän hat blauäugig alles geglaubt, was die Befürworter aufgetischt haben - die Zukunft wird zeigen, was wir uns mit diesem Ja in Zukunft alles eingebrockt haben!
      18 22 Melden
  • piedone lo sbirro 22.05.2017 10:26
    Highlight zu offensichtlich war die nähe der rechtsnationalen geldelite zur atom- und erdöl-lobby.

    die SVP ist gefangen im hamsterrad der niederlagen.
    ohne "ausländer raus"-hetze ist kein blumentopf zu gewinnen.

    die mobilisierung ihrer wähler wird immer schwieriger. das ist wie eine erfolglose fusssballmannschaft. ihre fans werden keine anderen parteien wählen, aber sie werden das wahllokal meiden. das ist genau so schlimm für die dauerwahlkämpfer.
    31 30 Melden
    • Gelöschter Benutzer 22.05.2017 11:01
      Highlight Welch Wunder bleiben die Leute zuhause, merkt man, wie offensichtlich unangenehme Volksentscheide ignoriert werden.
      16 36 Melden
    • Liselote Meier 22.05.2017 11:42
      Highlight @Aaron; Müsste man halt den Unterschied zwischen einer Verfassungsinitiative und einem Gesetz kennen.

      Die Mutterschaftsinitative wurde auch 1945 angenommen umgesetzt aber erst im Jahr 2005.
      Auch vor allem wegen der SVP, wo beleibt da dein Aufschrei?

      Initiativen wurden immer nach Gusto Parlament umgesetzt.

      Nix neues in der Alpenrepublik.
      35 14 Melden
  • piedone lo sbirro 22.05.2017 10:08
    Highlight beide linken in der waadtländer-regierung, trotz paarung der rechtsnationalen mit den grünliberalen.

    in schwyz verliert schwander seine kesb-hass-initiative.

    und auf bundesebene eine grandiose schlappe, trotz millionenschwerer desinformationskampagne der SVP.

    ein rabenschwarzer tag für die SVP, ein freudentag für die schweiz.
    40 37 Melden
  • pachnota 22.05.2017 09:58
    Highlight Frau Rytz verhöhnt mit ihren "Birkenstock" Visionen, die unteren Einkommen.

    Diese werden es sein, die mangels Kleingeld verzichten werden, wenn um die Umsetzung gehen wird.

    Jä nu... selber doof.

    Könnt euch bald mit steigenden Mieten und mit carsharing herumschlagen.
    Der Amtsschimmel wird freudig wiehern!
    Dann aber bitte nicht weinen und sich beklagen!
    27 45 Melden
    • piedone lo sbirro 22.05.2017 13:15
      Highlight @pachnota

      in der niederlage zeigt sich die grösse, die sie nicht haben. das schweizer volk hat die schnauze voll von den lügen und den persönlichen diffamierungen ihrer nationalisten.
      17 18 Melden
    • piedone lo sbirro 22.05.2017 13:50
      Highlight @pachnota

      es ist ihre SVP die mit steuergeschenken an reiche, der USR III, dem bankgeheimnis, den jährlich steigenden kk-prämien sowie dem rentenabbau die unteren einkommen verhöhnt - sie haben es nur noch nicht bemerkt!
      18 14 Melden
    • Fabio74 22.05.2017 15:34
      Highlight SVPler und das Anerkennen von Niederlagen... ihr habt verloren. Es ist jetzt Zeit für konstruktives und nichts für Trötzeln wie im Kindergarten.
      11 14 Melden
  • Toerpe Zwerg 22.05.2017 08:20
    Highlight "Die Häuser werden keine fossilen Heizungen mehr haben, weil sie so gut isoliert sind und mit Solarwärme und etwas Holz gut durch den Winter kommen. Es werden keine fossil betriebenen Autos mehr auf der Strasse unterwegs sein, sondern nur noch solche mit Elektroantrieb. Zudem wird der Verkehr über Sharing-Plattformen abgewickelt. Ich gehe davon aus, dass die Effizienzsteigerungen unser Leben nochmals wesentlich angenehmer machen werden."

    All dies geschieht anyway und ohne Steuergelder und nicht weil die Grünen Politik machen.
    40 77 Melden
    • Posersalami 22.05.2017 09:24
      Highlight Und du weisst also ganz genau, dass das so ist? Nach meiner Erfahrung in der Baubranche machen die meisten Bauherren nämlich genau das gesetzliche Minimum und beklagen sich auch noch, dass das viel zu viel sei. Nach mir die Sintflut ist eine absolut normale Haltung.

      60 13 Melden
    • FrancoL 22.05.2017 09:32
      Highlight Nein Toerpe Zwerg, Du bist wohl tatsächlich ein Bürotischhengst. Seit Jahren erkennen wir folgenden Trend; als erste dämmen und heizen ökologisch eher Bürger die den Grünen nahe stehen oder mit diesen sympathisieren. Fast AUSSCHLIESSLICH können "gewagte" Versuche bei ökologischen Häussern mit genau dieser Gruppe gemacht werden, im Nachgang kommen dann andere nach.
      Aber man kann auch etwas ins Blaue hinaus hauen dann gehört man zur Toerpe-Gruppe.
      48 11 Melden
    • Firefly 22.05.2017 09:42
      Highlight Ja, die Steuregelder kommen ins Spiel, wenn es um die Frage geht, ob wir dereinst die Technologie den Chinesen abkaufen müssen oder ob wir selber investiert haben und sie auch anderen Verkaufen können. Die Schweiz hat das Know-How und sollte in Zukunftstechnologien investieren. Leider schon ein bisschen spät aber vielleicht kommts ja noch.
      42 6 Melden
    • FrancoL 22.05.2017 09:55
      Highlight @Firefly; Auf den Punkt gebracht! Mit der Zusatzbemerkung, dass China ihre Unternehmen nach Belieben unterstütz und da wollen WIR unsere gut positionierten Unternehmen nicht stützen? Das ist der Liberalismus der Überfälle die Freiheit den Markt sieht und dabei nicht merkt dass die anderen dieses Marktspiel nicht so frei sehen und Stützen wo immer es geht. Verlierer ist derjenige der nicht gestützt wird.
      Teilweise bin ich gezwungen Importe aus China am Bau zu verwenden, damit sehe ich auch wie da gestützt wird, wie zB Steinwerke das Material zum Nulltarif bekommen, nur damit AP gesichert sind.
      16 3 Melden
    • Cubbie 22.05.2017 09:58
      Highlight Schon seit Jahren gibt es von den Kantonen Fördergelder bei Gebäudesanierungen. Wieviele Hauseigentümer verzichten wohl darauf, weil sie es sich auch ohne Förderungen leisten können? Oder wieviele Hauseigentümer würden auf die Sanierung verzichten, weil sie es sich ohne Förderung nicht leisten könnten? Genau, es geschieht schon heute, aber dank der Förderung, die mit dem gestrigen Resultat gesichert ist.
      15 3 Melden
    • Cubbie 22.05.2017 10:01
      Highlight Zitat aus dem Departement für Inneres und Volkswirtschaft Energie Kt. TG vom April 2017: "Ich freue mich, dass wir im letzten Jahr 1720 Fördergesuche (+410) bewilligen konnten. Mit den zugesicherten Förderbeiträgen von 14,7 Mio. (+1,6 Mio.) Franken, an welche der Bund 7 Mio. Franken beisteuert, werden rund 95 Mio. Franken zusätzliche Investitionen ausgelöst und umgerechnet rund 9,2 Mio. Liter Erdöl pro Jahr eingespart oder ersetzt."
      10 4 Melden
  • dracului 22.05.2017 08:16
    Highlight Wer glaubt, dass Frau Rytz mit ihrem Blick in das 2050 (letzter Abschnitt) eine Träumerin ist, mag sich vielleicht den folgenden Film ansehen: http://www.tomorrow-derfilm.de Die Welt ist voller Lösungen! Darin werden bspw. Städte vorgestellt, die den langen Weg der Veränderung längst begonnen haben und damit sehr erfolgreich sind. Selbst sogenannt rot-grüne Städteregierungen müssen erkennen, dass die Zukunft mehr zu bieten hat, als nur ein paar Verkehrsbehinderungen für (fossile) Autofahrer. Der Blick in die weite Welt, jenseits der deutschen Kohlekraftwerke, kann energetisierend wirken!
    52 8 Melden
  • Thinktank 22.05.2017 08:04
    Highlight Die Schweiz hat über 40 Franken mehr Abgaben abgestimmt, die nun in Subventionen verpuffen werden, mehr nicht. Die Abstimmung war ja absichtlich so unverbindlich, da sie sonst keine Chance hätte. Was in diesem Fall passiert, haben wir bei der MEI gesehen. Solange Atomkraftwerke sicher sind und es keine Alternativen gibt, wird keines abgestellt. Jetzt geht aber das Rennen um die Honigtöpfe los und hier gibt es keine Allianzen mehr. Die nächsten Jahre werden von Verteilkämpfen im Parlament geprägt sein und nichts wird sich ändern.
    39 68 Melden
    • atomschlaf 22.05.2017 08:19
      Highlight @Thinktank: Auch Du scheint das Gesetz nicht gelesen zu haben.
      Es ging um wesentlich mehr als ein Verbot neuer AKWs und diese lächerlichen 40 Franken.
      Wir haben gestern dem Bund eine Unmenge neuer Kompetenzen zugestanden.

      Da werden sich viele noch verwundert die Augen reiben, wenn die Bundesbürokratie erst beginnt die neuen Kompetenzen zu nutzen.

      Ich werde jedenfalls mit keinem Mitleid haben, der gestern Ja gestimmt hat.
      35 54 Melden
    • Matrixx 22.05.2017 09:11
      Highlight "Keine Alternativen"
      Ich weiss nicht, in welcher Welt du lebst. Aber unsere Welt hat genug Alternativen.
      28 11 Melden
    • FrancoL 22.05.2017 09:38
      Highlight @atomschlaf so tönte es bei der Einführung RPG; viel zu viele Kompetenzen für die Regierungen Bern und Kantone. Und das RPG war ein weit einschneidenderes Gesetz als das EnG. Und was ist nun von den damaligen Bedenken noch übrig? Fast nichts, einige Streitigkeiten und Aergernisse, nichts von Bedeutung. Doch das RPG hat eine Riesen Aenderung von kommunalen Kompetenzen hin zu nationalen Ausrichtungen und Wertemassstäbe gebracht, ohne Tote ohne Verletzte und heute mit guter Akzeptanz.
      19 7 Melden
    • New Ling 22.05.2017 09:59
      Highlight Ich auch nicht
      0 2 Melden
  • Davide42 22.05.2017 08:01
    Highlight Schön denken die immernoch Wasserstrom sei grün und ökologisch😂😂😂
    33 75 Melden
    • LU90 22.05.2017 08:32
      Highlight Bitte um Erklärung warum nicht
      43 12 Melden
    • Davide42 22.05.2017 09:03
      Highlight Wenn wir in der Nacht günstig Kohle und Atomstrom aus DE und FR kaufen und damit die Stauseen füllen, ist der Strom welchen wir den Tag durch beziehen durch die Wasserkraft auch Atom oder Kohlestrom. Sie stauseen sind nur zur Energiespeicherung. Da wird keine Energie produziert..
      22 18 Melden
    • Posersalami 22.05.2017 09:25
      Highlight Und vor allem welche Alternative vorgeschlagen wird.

      Wasserkraft ist mMn der beste Kompromiss. Egal was man wo baut, die Natur wird eh beieinträchtigt..
      23 3 Melden
    • PVJ 22.05.2017 10:33
      Highlight @Davide, Du verwechselst hier etwas. Strom aus Pumpspeicherung darf nicht als Wasserkraft gekennzeichnet und verkauft werden.

      "Da Pumpenergie eine Form der Stromspeicherung und nicht der Stromproduktion ist, werden dafür keine Herkunftsnachweise ausgestellt (...) Es ist also nicht möglich, beispielsweise Kohle- oder Windstrom durch Pumpspeicherung in Wasserstrom umzuwandeln. Soll die Pumpenergie aus erneuerbaren Quellen stammen, müssen entsprechende Herkunftsnachweise vorhanden sein. (...)." Quelle: http://www.bfe.admin.ch/themen/00612/00614/05695/index.html?lang=de
      21 2 Melden
    • Davide42 22.05.2017 14:13
      Highlight @PVJ meinst du das interessiert irgendeinen Politiker? Solange das Volk ja keine Ahnung hat kann man sagen was man will...
      Aber wir sprechen vom gleichen..:)
      3 4 Melden
    • Taggart 22.05.2017 22:53
      Highlight @LU90: Wasserkraftwerke sind eher negativ für Fische (wegen den Wasserstandschwankungen, die zum Teil den Laich austrocknen lassen), darum kann man sie nicht als öko bezeichnen.
      3 2 Melden
    • LU90 23.05.2017 08:10
      Highlight @Taggart: Schon gewusst? -> Der Klimawandel und ein allfälliger AKW-GAU ist eher negativ für alle Lebewesen...
      2 2 Melden
  • Wölfli beim Lamm 22.05.2017 07:56
    Highlight Die Technologie für die Energiewende ist bereits da. Das wird von den Nein-Sagern einfach ignoriert. Vor Kurzem war im TA zu lesen, dass in Zürich schon eine Grossbatterie in Betrieb ist, die Solarstrom speichert. Offenbar handelt es sich um eine Art Prototyp, der noch nicht parat ist für die Massenproduktion? Wenn die kommt, könnten ev. in 10 bis 15 Jahren viele Häuser eine solche Batterie haben und sich autark von Solarstrom "ernähren" - unabhängig von einem zusätzl. Netzausbau. Ich glaube die Zukunft liegt im Solarstrom, nicht bei den Windrädern!
    61 10 Melden
    • reaper54 22.05.2017 08:22
      Highlight Dass Privathaushalte sich so (zumindest im Sommer) locker über Wasser halten können ist klar. Ich habe auch nein gestimmt und sehe es im Privatbereich gleich, da wäre allerdings auch bei einem Nein geschehen (Subventionen gibts ja schon, nun einfach Gesetzlich begrenzt vorhin unbegrenzt). Viel Interessanter wird es für die Wirtschaft. Ein Stahlwerk, Zementwerk, ABB Produktionen etc. Die Brauchen ein bisschen mehr Strom und das gleichbleibend und auf Knopfdruck. Bis 2050 sind wir noch sicher bis dann laufen die AKW weiter, nun gibt es aber sicher keine neuen. Wie sollen die versorgt werden?
      12 25 Melden
    • Schlumpfinchen 22.05.2017 08:38
      Highlight In Brütten ZH gibt es ein Haus das komplett autark ist. Unteranderem produziert es Strom weil das ganze Haus mit Solarpanels eingekleidet ist und die Überproduktion wird in zwei Arten von Batterien gespeichert. Ist sehr interessant.
      37 6 Melden
    • Matrixx 22.05.2017 09:13
      Highlight Es gibt bereits Batterien für Privathaushalte auf dem Markt. Die können genug Strom speichern um autark zu sein.
      14 2 Melden
    • atomschlaf 22.05.2017 09:19
      Highlight @Schlumpfinchen: Weisst Du wie man dort das Problem der fehlenden Sonne im Winter gelöst hat?

      Was hat der Spass in Vergleich zu einem "normalen" Haus gekostet?
      12 12 Melden
    • FrancoL 22.05.2017 09:48
      Highlight @reaper54; Ich gehe davon aus, dass die Branche die Du genannt hast auch wirklich in der Wirtschaft tätig ist, dann allerdings werden diese Branchen innert 1-2 Jahrzehte Verfahren entwicklen, die ihr weiteres Bestehen garantieren und diese Verfahren werden weniger Strom verwenden, weil sonst das Produkt und die Wirtschaftlichkeit in Gefahr sind.
      Bei den NEIN-Sager habe ich das Gefühl dass die Welt ab heute still stehen soll, kein Glaube an Entwicklung, reiner Stillstand ist Trumpf.
      6 2 Melden
    • Cubbie 22.05.2017 10:22
      Highlight Wo soll denn die Sonne im Winter sein? Brennstoffzellen und thermischer Wassertank als Langzeitspeicher. Verbrauch 2200 kWh/a pro Wohnung. Genaue Angaben zum ersten Jahr: http://www.umweltarena.ch/uber-uns/energieautarkes-mfh-brutten/
      3 2 Melden
    • Sauäschnörrli 22.05.2017 10:46
      Highlight @atomschlaf: mit einem Langzeitspeicher und einer reversiblen Brennstoffzelle, die die Solarenergie des Sommers für den Winter speichern. Die kosten lagen laut Bauherr bei 7.7 Millionen für ein 9-Familien-Haus, laut Bauherr 10% teurer als ein normales Haus.

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Saisonalspeicher
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Brennstoffzelle#Reversible_Brennstoffzelle
      https://www.srf.ch/sendungen/schweiz-aktuell/haus-der-zukunft
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    • atomschlaf 22.05.2017 11:00
      Highlight @Cubbie: Wo die Sonne im Winter ist? Oberhalb des Hochnebels!
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    • atomschlaf 22.05.2017 11:00
      Highlight @Cubbie & Sauäschnörrli: Danke für die Links
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    • reaper54 22.05.2017 11:10
      Highlight @FrancoL sorry aber hast du die Vorlage überhaupt gelesen? Jeder Verbraucher der einen extremen Stromverbrauch hat wird nun extrem unterstützt, mit speziellen Preisen. Die Firmen werden also ehr mehr als weniger Strom beziehen um diese Subventionen zu ergattern. Ist kurzfristig ja auch egal wir haben noch genug Strom. Nur die AKW's, welche nun sicher nicht ersetzt werden, fallen weg. Wie soll diese Bandenergie, welche für die Wirtschaft wichtig ist, ersetzt werden? Das ist die Schlüsselfrage für die sich das Schweizer Volk nun eine Zeitlimite gesetzt hat.
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    • FrancoL 22.05.2017 11:12
      Highlight @atomschlaf; Wieso ist immer der Schonnenschein im Vordergrund? Bei Pv geht es im Lichtintensität und dies ist nicht mit Sonnenschein gleich zu stellen. Auch geht es nicht um 100% Energie mit der Sonne abzudecken. Die Vielfalt, die Dezentralität und die Effizienz zusammen machen den richtigen Mixed.
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    • FrancoL 22.05.2017 11:20
      Highlight @reaper54; Nein die Firmen werden eben nicht mehr Strom nutzen weil sie diesen subventioniert bekommen, das werden sie allerhöchstens vorübergehend tun, denn die Optiemrung der Gestehungskosten ist mit oder ohne Subventionen das Ziel eines guten Produzenten und da gehört auch die Stromarme Produktion dazu wenn man Ganzheitlich denkt.
      Und Ja ich habe das EnG gelesen, ich brauch es häufig (inkl. seinen Vorgängern) als Richtschnur für unsre Planung und Energiestrategien bei Neubauten und vor allem auch bei Altbauten+Sanierungen.
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    • FrancoL 22.05.2017 11:24
      Highlight @reaper54; Die nötige Bandenergie wird mitunter durch die reduzierte Nutzung vieler Nutzer frei gesetzt. Es ist eine Entwicklung und diese können wir bestens nachvollziehen seit mehr Sensibilität für das Thema besteht. Die Einsparungen an öffentlich zugänglichem Strom ist klar ersichtlich, die Nutzung der Pv-Anlagen zur Zeit etwas kompliziert weil die direkte Nutzung mehr Flexibilität von den Kleinproduzenten verlangt, die leider noch nicht so erkannt wird. Aber es entstehen schon Pools die die Pv besser ausnutzen und somit deren Wirkung erhöhen. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
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    • reaper54 22.05.2017 12:08
      Highlight @FrancoL Das ist reine Spekulation, kann auch ins Auge gehen. Für Dienstleistungsbetriebe etc magst du ja recht haben, aber Schwehrindustrie wie Zementhertsellung oder Hochöfen für die Stahlproduktion brauchen auch in 30 Jahren noch extrem viel Energie.... Dazu kommt die Technologisierung welche auch noch Energie benötigt, selbst wenn alles immer effizienter wird. (Trotz massiver Effizienzverbesserung hat sich unser Stromkonsum nämlich erhöht) Bin gespannt in welche Richtung es sich entwickelt bei der Bandenergie, niemand scheint eine Lösung zu haben.
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    • FrancoL 22.05.2017 13:33
      Highlight @reaper54; Ich stelle fest dass Du offensichtlich mehr weisst als die Beteiligten. Ich kenne eineige Produktionen die sehr wohl heute viel, sehr vile elektrische Energie brauchen und stelle fest dass genau dieser Punkt neu überdacht wird und der Bedarf gesenkt wird wo immer dies möglich ist. Die Produktionen in Gissereien sind heute bereits so austariert dass die Restwärme reinvestiert wird um somit die Belastung immer kleiner kleiner zu halten, dies hat auch entscheidend mit der Produktionszeit zu tun und somit mit den Gestehungskosten.
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    • FrancoL 22.05.2017 13:39
      Highlight @reaper54;
      Was hat sich in den letzten 2-3 Jahren erhöht? Nachmals genau nachlesen! sicher aber nicht der Stromkonsum.
      Niemand scheint eine Lösung zu haben? AeH?
      Ich denke da liegst Du weit neben der Wirklichkeit. Die Bandenergie ist gegeben, deren Abnahme beim Wegfall ist auch klar und diese Wegfallende Stromleistung gilt es zu ersetzen durch erneuerbare Energie allen voran mit Pv.
      Die Lösungen sind richtig aufgegleist, es geht um deren Umsetzung und die Suche nach einer optimierten Speicherung. Das ist eine Herausforderung für die wir 2 Jahrzehnte Zeit haben.
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    • reaper54 22.05.2017 14:30
      Highlight @FrancoL ja es ist alles gegeben und es funktioniert ja auch, so wie bei unserem Nachbar Deutschland. Alles 100% Ökostrom im Sommer und sogar im Winter! Und dies sogar alles mit den Vorausberechneten Kosten ohne Zusatzaufwände. Ne wohl ehr nicht 17% Steinkohle, 23,1% Braunkohle 13.1% Kernenergie (Obwohl sie ja ausgestiegen sind) und 12.1% Erdgas. Frau Leuthards Departement Plant die Gaskombiekraftwerke bereits. Wiso das alles wenn es mit der heutigen Technologie denn funktioniert?
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    • FrancoL 22.05.2017 15:10
      Highlight @Reaper54; Irgendwie scheinst Du eine beschränkte Sicht der Situationen zu haben und vor allem die Zeitaxe völlig ausser acht zu lassen.
      Wieso der Vergleich mit Deutschland von heute? Die ES2050 hat doch einen ganz anderen Zeithorizont und wir ganz andere Voraussetzungen zB. durch die Wasserkraft.
      Die Technologien sind auf einem guten Entwicklungsstand, deren Realisation ist noch lange nicht auf einem guten Stand, aber es hat auch noch Zeit. Die Entwicklung ist heute nicht abgeschlossen, aber sie startet aus einer guten und fundierten Lage. Strategisch Denken heisst entwickeln.
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    • FrancoL 22.05.2017 15:16
      Highlight @reaoer54; Gesetze und Förderungen braucht man um Ziele zu erreichen Ihre Lamento des heitigen Zustandes in Deutschland zeigt dass Sie offensichtlich nichts von Entwicklung verstehen oder verstehen wollen. Wer heute noch sich immer aufs jetzt bezieht verkennt die Zukunft und bleibt der ewig gestrige. Wir haben in unserem Büro Bauten verglichen die wir vor 6-8 Jahren konzipiert haben und stellen fest dass die Bauten die wir für 2017 und 2018/19 konzipieren bereits einen klar erkennbaren besseren und nachhaltigeren Umgang mit der Energie ermöglichen. Und wir sind nicht die Ausnahme!
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    • FrancoL 22.05.2017 15:21
      Highlight @reaper54; Vor 12 Jahren haben wir eine Siedlung mit grossen Kollektorflächen (thermeische K) erstellt, die Speicher haben wir sehr gross ausgelegt. Heute stellen wir fest dass wir BWW wähernd 8 Monaten im Ueberfluss haben, einen Deckungsgrad ganzjährig von 82% erreichen, aber eben für etliche Monate zu kleine Speicher haben. Fazit wir werden einen Teil der Kollektoren demontieren und eine Pv-Fläche einbauen die uns den Strom für die Pumpenanlagen und Lüftungen liefert und teilweise die Rückführung von Wärme in den Kühlzylinder (Erdsonde) ermöglicht. Das heisst entwickeln.
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  • pamayer 22.05.2017 06:43
    Highlight Tönt überzeugend.
    Nun stehen Jahre Kleinarbeit vor uns, die Schweiz nachhaltiger zu gestalten.
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    • rodolofo 22.05.2017 07:17
      Highlight @ pamayer
      Sehr viele idealistische PionierInnen sind schon seit vielen Jahrzehnten dran in Sachen Nachhaltigkeit!
      Heute aber findet dieses Engagement sehr vielgesellschaftliche Akzeptanz.
      Was wurden wir früher belächelt als träumerische Spinner!
      Heute werden wir mit unseren Aktivitäten und Errungenschaften ernst genommen.
      Und damit werden auch die früher verhärteten Fronten ideologischer Grabenkämpfe aufgeweicht.
      Auch in der Migros finden wir heute ein breites Bio- und Fairtrade-Sortiment.
      Und im Bioladen taucht -wenn auch verschämt- ein wenig exotische Flugware auf, oder Tomaten aus Marokko.
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    • AvailableThinking 22.05.2017 07:49
      Highlight Jep, packen wir an, das sind wir unseren Kindern schuldig!
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    • Midnight 22.05.2017 08:06
      Highlight Als nächstes bitte noch den Verpackungswahn auf ein minimum runterfahren -> wieder eine Menge Energie gespart (oder man macht sie halt kompostierbar, dann können wir damit unsere Biomasse-Kraftwerke füttern). 👍
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    • Wehrli 22.05.2017 09:09
      Highlight Lauwarme Hippikacke und Milliarden die als Subventionen verbraten werden. Unser Volk, das Stimmvieh ...
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    • Firefly 22.05.2017 09:46
      Highlight @Midnight richtig, wieso muss heute jede einzelne Aubergine in Plastik gepackt sein? Das ist auch erst seit gefühlten fünf Jahren so.
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    • Schweizer Bünzli 22.05.2017 11:37
      Highlight @Wehrli

      «Unser Volk, das Stimmvieh ... » hat auch der MEI zugestimmt, wenn auch viel knapper.
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    • Wehrli 22.05.2017 20:29
      Highlight Eben. Eine Deppokratie. Minarett und MEI sind weitere schlagende Beweise dass der Crétin herrscht.
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Von wegen Käse, Schokolade und Uhren: Die Schweiz ist Vizeweltmeister im Waffenhandel

Laut einer neuen US-Studie liefert pro Kopf kaum ein Land mehr Waffen an Entwicklungsländer als wir Schweizer.

Die Schweiz ist ein Top-Exportland. Nicht nur bei Waren wie Käse, Schokolade und Uhren. Sondern auch bei Waffen. Vor allem bei Waffen an Entwicklungsländer.

Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des US-amerikanischen Congressional Research Service (CRS). Demnach war die Schweiz 2015 der weltweit siebentgrösste Rüstungslieferant an Entwicklungsländer: Sie lieferte Rüstungsgüter im Wert von 700 Millionen Dollar an sogenannte «developing nations».

Pro Kopf umgerechnet, belegt die neutrale Schweiz …

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