Schweiz

«Ich bin authentisch. Auch auf Facebook. Manchmal vielleicht etwas zu authentisch», sagt Sarah Bösch im Interview mit watson.  Bild: watson/rar

«‹Bier-Bösch› ist ja eigentlich eine ganz humorvolle Wortkombination»

Die als «Bier-Bösch» bekannt gewordene Wiler Stadtparlamentarierin Sarah Bösch will weitermachen – als Parteilose wie ihr Vorbild Thomas Minder. Ein Gespräch über Wein, den Boulevard und die Authentizität als Politikerin in sozialen Medien.

12.05.15, 10:45 12.05.15, 11:11

Frau Bösch, darf ich Sie zu einem Bier einladen? 
Sarah Bösch: 
Nein, danke. Ich habe gerade keine Lust auf Bier. Ich hatte übrigens auch an dem Abend meines Facebook-Eintrags kein Bier getrunken, sondern Wein. Aber ein kühles Bier im Sommer ist gut gegen den Durst – ich mag Bier, vor allem dunkles.   

Weshalb sind Sie dann Auto gefahren, und wie betrunken waren Sie wirklich? Sie haben nie öffentlich gemacht, welcher Promillewert bei Ihnen gemessen worden ist. 
Das sage ich Ihnen auch jetzt nicht. Schauen Sie, ich habe getan, was ich getan habe. Der Mist ist geführt. Natürlich hätte ich weder angetrunken in ein Auto steigen, noch mich unmittelbar darüber auf Facebook auslassen sollen. Als Person von einer gewissen öffentlichen Relevanz kann man mir daraus einfach leicht einen Strick drehen. Das ist mir jetzt klar. Ich bin mir aber sicher, dass andere schon viel schlimmere Sachen gemacht haben. Ich bin nur ein kleines Mücklein. Ich darf und will mich gar nicht so wichtig nehmen. Ich will einfach nur politische Arbeit machen.

Bild: screenshot/facebook

In welchem Bereich? Brauerei-Kartellrecht? Es dürfte künftig schwierig werden mit dem Übernamen «Bier-Bösch»... 
«Bier-Bösch»... Das ist natürlich schon nicht ideal. Aber der «Blick» hat das ja nicht verwendet, weil ich dauernd und ununterbrochen Bier trinke, sondern weil es zum Bild gepasst hat, mit dem der «Blick» jeweils seine Artikel illustriert hat. So funktionieren Boulevard-Medien. Die Leute können das schon einordnen.

«Und Bier-Bösch ist ja eigentlich eine ganz humorvolle Wortkombination.»

Wie haben Sie es eingeordnet, dass der «Blick» Sie erst zur achten Bundesrätin und dann fertig machen wollte? 
Ach, watson hatte seine Berechtigung, «20 Minuten» hatte seine Berechtigung und auch der «Blick» und alle anderen Lokalzeitungen hatten ihre Berechtigung. Es ist halt die Aufgabe der Medien, ihre Produkte zu verkaufen und mit mir klappte das offenbar besser als mit anderen. Anders kann ich mir die enorme Medienpräsenz nicht erklären. Und «Bier-Bösch» ist ja eigentlich eine ganz humorvolle Wortkombination. 

Humorvoll finden Sie das? Haben Sie die letzten Wochen amüsiert? 
Nein, soweit würde ich jetzt nicht gehen. Aber ich bin zufrieden damit, wie ich die Situation gemanagt habe und mit den Entscheidungen, die ich getroffen habe, nachdem der Shitstorm ausgebrochen war. Ich finde, ich habe das doch alles in allem recht professionell gemeistert und weiteren Schaden abgewendet. 

Bild: screenshot/blick

Sie bereuen nichts? 
Doch, heute würde ich den Facebook-Post nicht in einem so emotionalen Moment schreiben, sondern etwas Zeit verstreichen lassen. Asche auf mein Haupt. Ich bin eigentlich kein Mensch, der vorschnell reagiert. Zum Inhalt meines Posts stehe ich aber nach wie vor. 

«Hat man denn in der Zwischenzeit angefangen, schlechter zu fahren mit dem gleichen Alkoholpegel im Blut? Ich glaube nicht.» 

Auch dazu, dass es eine «unglaubliche Bürokratie» ist, wenn man mit über 0,8 Promille erwischt wird, eine Blutprobe und das Billet abgeben muss? 
Ja. Man hätte eine Busse sprechen und mich weiterziehen lassen können. Das ganze Prozedere mit Blutentnahme im Spital ist ein unnötiger Aufwand, der nur Zeit, Geld und Nerven kostet. Man muss nur ein bisschen zurückdenken, da war es noch legal, mit 0,8 Promille am Steuer zu sein. Hat man denn in der Zwischenzeit angefangen, schlechter zu fahren mit dem gleichen Alkoholpegel im Blut? Ich glaube nicht. 

Wie sehen Sie Ihre Zukunft in der Politik? 
Nun, da ich mit der SVP-Fraktion nicht mehr politisieren werde und das auch nicht mehr möchte, mache ich vorerst als Parteilose weiter. Ich habe meine Aufgabe im Stadtparlament und diese werde ich mit Respekt, Fleiss und Elan fortführen. 

Sie wurden ja nicht gewählt, Sie sind nachnominiert worden für den abtretenden Stadtrat Juri Deffendi. Nun wird es sehr schwierig, ohne Fraktion im Rücken zu politisieren.
Das haben andere vor mir auch geschafft. Sehen Sie sich einen Thomas Minder an. Er ist ebenfalls parteilos und ein guter Politiker.

«Und ich bin authentisch. Auch auf Facebook. Manchmal vielleicht etwas zu authentisch.»

Sie vergleichen sich allen Ernstes mit Thomas Minder? 
Nun ja, wenn man nicht hoffnungsvoll lebt, kann man ja gleich abdanken. Ich glaube, die Schweizer Bevölkerung schätzt eine gute Sachpolitik, und das ist genau meine Stärke. Und Medienpräsenz habe ich auch, dank Ihnen. 

Gern geschehen. 
Naja, ich hätte Sie gerne langsam aufgebaut. 

Bild: watson/rar

Das Kapitel Sie und SVP ist definitiv abgeschlossen? 
Ja. Obwohl ich immer noch hinter dem SVP-Programm stehe. Die SVP ist eine gute Partei. Ich habe die SVP nie schlecht gemacht. Doch am Schluss habe ich die Loyalität von einzelnen aus meiner Fraktion vermisst. Deshalb habe mich für den Austritt entschieden. 

Man hat Sie ausgeschlossen.
Nein, ich war schneller. Ich bin ein Mensch mit einem gutem Bauchgefühl. Aber das spielt jetzt alles sowieso keine Rolle mehr. Ich bin jemand, der nach vorne schaut und nicht darauf, was gestern war. Die Vergangenheit ist die Vergangenheit, sage ich immer. Auch mit meinem Rucksäcklein kann ich gute politische Arbeit leisten. Authentizität ist das Wichtigste in der Politik. Und ich bin authentisch. Auch auf Facebook. Manchmal vielleicht etwas zu authentisch.

Über Facebook haben Sie kürzlich auch nach einer «neuen beruflichen Herausforderung» gesucht. Haben Sie Angebote erhalten? 
Ja. Schon vor dem «Bier-Bösch» hatte ich Gespräche, wo ich wegen meiner Medienpräsenz Absagen erhalten habe. Aber ich habe auch neue Perspektiven erhalten. Was sich daraus konkret ergeben wird, kann ich aber erst in rund einem halben Jahr sagen.

Liebäugeln Sie mit einer anderen Partei? 
Auch da hatte ich Anfragen. 

Von welcher? 
Unter anderem von der BDP. Entschieden habe ich mich aber noch nicht. 

«Wissen Sie, ein Drittel meines Lebens ist vorbei und ich habe nun Lust auf eine neue Herausforderung.»

Da werden Sie lieber Moderatorin? Sie haben in Ihrem Facebook-Post geschrieben, dass Sie gerne Moderatorin würden.
Sie müssen sich jetzt nicht darüber lustig machen. «Moderatorin» kann ja vieles sein. Ich habe vor etwa zehn Jahren auch die Aufnahmeprüfung an der Schauspielschule in München bestanden. Schon damals war ich sehr offen für dieses Leben als Schauspielerin oder Moderatorin. Wissen Sie, ein Drittel meines Lebens ist nun vorbei und ich habe nun Lust auf eine neue und nachhaltige Herausforderung. Im sozialen Bereich habe ich lange genug gearbeitet. 

Waren Sie eigentlich als sozialer Mensch in der richtigen Partei bei der SVP? 
Das ist eine gute Frage. Aber sozial sein ist kein Parteiprogramm, sondern ein Charakterzug. Und ich war ja auch nicht überall auf Parteilinie. 

Sie haben sich selbst als SVP-Hardlinerin bezeichnet.
Moderate Hardlinerin! Ich stehe für weniger Bürokratie, eine starke Berufsbildung, gestärkte und nicht geschwächte Autofahrer und eine vernünftige Art der Integration. 

Was machen Sie morgen?
Im Moment ist es wichtig für mich, mich zurückzuziehen, mein Programm zu schärfen und mich dann mit neuem Elan zurückzumelden. 

Sarah Bösch war nicht die Erste: Hier die haarsträubendsten Fauxpas der SVPler auf Social Media

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • arthur gredig 12.05.2015 20:05
    Highlight Ich wähle lieber Gunvor ;)
    8 1 Melden
  • Karl33 12.05.2015 18:51
    Highlight autsch, die bildstrecke zuunterst ist schon etwas heftig. über den is schimpfen, aber mindestens ebenso menschenverachtend sein. krass.
    6 1 Melden
  • Angelo C. 12.05.2015 15:38
    Highlight Rafaela Roth : Nettes Interview, eines das man noch berechtigter mit der ehemaligen Neuenburger Stadträtin Valerie Garbani/SP hätte führen können, die da auf Grund ihrer unrühmlichen Geschichte wohl viel ergiebiger gewesen wäre :-)! Doch zum eigentlichen Ärgernis , das sich hier immer mal wiederholt : Am unteren Ende des Artikels sind fehlbare SVP-Politiker wohllüstig aufgeführt, was hier immer wieder mit liebenswürdiger Gewohnheit und zum Gaudi der linken Galerie dienen soll. Da darf man doch sicher mal Gegenrecht anmahnen, damit der Übermut nicht allzugross wird. Deshalb hier mal ein recht eindrückliches Sammelsurium der vergangenen 10 Jahre aus der linken Ecke : Kindersex, Korruption, Wahlfälschung, Unterschlagung, Rassismus, Hausfriedensbruch. Fahrerflucht usw.usw.

    http://soaktuell.ch/index.php?page=/News/Ehemaliger-SP-Kantonsrat-und-Wahlbetrueger-nach-Konkurs-untergetaucht_795
    http://www.toponline.ch/winterthur/detail/artikel/winterthurer-bezirksratskandidat-unter-paedophilie-verdacht/
    http://www.basellandschaftlichezeitung.ch/schweiz/lokalpolitiker-aus-montreux-tritt-nach-verurteilung-zurueck-11955712
    http://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/garbanis-spaetes-gestaendnis-ja-ich-bin-sicher-eine-alkoholikerin-124586468
    http://soaktuell.ch/index.php?page=/News/Ehemaliger-SP-Kantonsrat-und-Wahlbetrueger-nach-Konkurs-untergetaucht_795
    http://bazonline.ch/panorama/vermischtes/SPVizepraesident-Wermuth-verurteilt/story/23369996?track
    http://www.bielertagblatt.ch/nachrichten/biel/ehemaliger-schulleiter-vor-gericht
    http://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/jurist-anzeige-gegen-tschaeppaet-soll-als-warnung-fuer-alle-gelten-127520937
    http://www.blick.ch/news/politik/gekauft-kurz-vor-abstimmung-leutenegger-oberholzer-und-die-zweitwohnung-id3558771.html

    Falls Bedarf an Nachschlag besteht, kann ich da gerne dienen, liegt noch einiges bei mir auf Halde ;-)!

    21 30 Melden
    • Grigor 12.05.2015 16:13
      Highlight Ich kann dich sogar ein wenig verstehen, eine einseitige Berichterstattung kann sehr anstrengend sein. Warum bleibst Du nicht bei 20min.ch und blick.ch, da bist Du ja super vertreten und würdest auch für die Kommentare unzählige Likes bekommen. Warum ist es Dir so wichtig das einzige Boulevardmedium das links von der Mitte steht auf die andere Seite zu bringen? Zu wenig Gleichschaltung?
      30 12 Melden
    • Angelo C. 12.05.2015 17:02
      Highlight @Grigor : Wäre nett, wenn du es mir überlassen würdest, auf welchen Online-Plattformen ich gerne präsent sein möchte, Blick und 20min (bei letzterem Hansi Voigt zuletzt Chefredaktor war;) sind es jedenfalls nicht.

      "Gleichschaltung" einer bestimmten Art finde ich eh vermehrt hier als anderswo vor, auch wenn mir WATSON im grossen Ganzen nicht übel gefällt. Über die Grenzen einer gewissen parteipolitischen Häme haben wir hier schon mal öffentlich (unter Mitsprache der Redaktion) diskutiert, was dir wohl glatt entgangen ist. Es gibt immerhin ausser mir noch zahlreiche Andere welche sich über etwas mehr redaktioneller Neutralität freuen würden.

      Und wenns dennoch im alten Muster weitergehen sollte, behalte ich mir jederzeit das Recht und der linken Galerie den Spiegel vor, damit diese auch die Leichen im eigenen Keller nicht vergisst ;-)! Man übersieht sie sonst gerne...
      14 15 Melden
    • Joshzi 12.05.2015 19:30
      Highlight Fall pro SVP Exponent, chronologisch geordnet:Belästigung,Veruntreuung,Illegale Beschäftigung,Geldwäscherei,Vollendeter Mordversuch,Drohung Urkundenfälschung,Versuchter Mord,Unterschlagung,Rassendiskriminierung,Fälschung von Stimmzetteln,Verstoss Arbeits- und Ruhezeitverordnung,Veruntreuung,IV-Rente zu Unrecht,,Tätlichkeit,Steuerbetrug und Urkundenfälschung,Veruntreuung,Veruntreuung Sozialhilfegelder
      Veruntreuung,Veruntreuung,Menschenhandel,Verleitung und Gehilfenschaft zum Bankgeheimnisverrat,Unterlassene Nothilfe,Rassendiskriminierung,Drohung, mehrfachen Hausfriedensbruchs ... unvollständig!
      8 6 Melden
    • 's all good, man! 12.05.2015 19:56
      Highlight Frage mich manchmal schon auch, ob es dir, lieber Angelo, eigentlich persönlich weh tut oder so, wenn hier eher links bzw Anti-SVP berichtet wird. Würde aber nicht so weit gehen, dich auf andere Plattformen verjagen zu wollen. Ich nehme dich jedenfalls als angenehmen, überlegten und doch leidenschaftlich agierenden Kommentierer wahr. Aber dein Engagement ist schon bewundernswert, mir persönlich würde es nie in den Sinn kommen, ständig bei z.B. der Weltwoche für die Linke weibeln zu gehen. ;-) Also, bleib noch ein bisschen! Gruss
      15 2 Melden
    • Angelo C. 12.05.2015 20:15
      Highlight @Joszhi : Sehr schön, dann haben wir uns ja doch verstanden (Lese- bzw. Interpretatsionskimpetenz), dies im Gegensatz dazu, wie du weiter unten in zwei statements unterstellst und den Ahnungslosen spielst. Es geht als doch letztlich um "das" - daher ja auch deine eiligst zusammengestellte Liste, die sich übrigens hinsichtlich den Deliktsarten und -taten inhaltlich so ziemlich mit der meinen (auch die aus der reichhaltigen Reserve) deckt. Und daraus lernen wir : Es ist müssig, wenn ein Esel den anderen Langohr nennt. Ich mein' das natürlich im Hinblick auf rechts und links, nicht auf uns persönlich bezogen :-)!
      6 5 Melden
    • Angelo C. 12.05.2015 20:32
      Highlight @s'all good man! : das hast du aber sehr artig formuliert, danke :-)! Du interpretierst mich vielleicht falsch, wenn du glaubst, dass ich mich ausschliesslich als Retter aller Witwen und Waisen (lies der SVP und der Rechten) verstehe und bloss deshalb in hehrer Absicht hier meine Runden drehe. Ich lese im Übrigen, nebst der WELTWOCHE, auch den unverdächtigeren Tagesanzeiger und weitere eher vielseitig gelagerte Medien, wobei ich mir Gestaltung und Mischung von Boulevard mit teilweise guten Hintergrundberichten von WATSON gern gefallen lasse. Selbst gegen linke Politstatements bin ich oft keineswegs am rüsseln (siehe z.B. Artikel "Deutschenhass" und andere) und finde diese oder jene solche Ansicht ganz in Ordnung, teile manche gar problemlos. Was mir aber nachhaltig auf den Sack geht ist, wenn hier oft wohllüstig der üblen Stimmungsmache mit dümmlichen und unsachlichen Argumenten nachwird. Nichts gegen gute Sprüche, das gehört irgendwie dazu. Aber dieses gebetsmühlenartig wiederholte Gelabber nervt bisweilen schon. Dazu braucht man nicht mal zwingend ein echter Nationalkonservativer zu sein....
      7 4 Melden
    • Rafaela Roth 12.05.2015 20:35
      Highlight Alles klar, ich klick mich mal durch deine Links, Angelo, danke! Aber eins muss ich schon noch sagen; ich kann wirklich nichts dafür, dass die SVPler die ungeschlagen Meister in Social-Media-Entgleisungen sind ;).
      15 2 Melden
    • Angelo C. 12.05.2015 20:41
      Highlight @Rafaela Roth : Keine Ursache, gern geschehen :-)! Falls du an weiteren handfesten Links interessiert bist, maile ich dir gerne eine vollständige Liste, so du sie hier denn in der Totale publizieren wirst, bzw. magst.

      Bezüglich deinem Nachsatz wage ich nicht, dir zu widersprechen :-)! Man bleibt sich gegenseitig halt nichts schuldig...
      7 1 Melden
    • Lumpirr01 12.05.2015 22:39
      Highlight @Rafaela: Da es rein statistisch doppelt soviele SVP'ler als SP'ler gibt, wird man logischerweise bei den Sozial Media Entgleisungen von SVP - Mitgliedern fündiger als bei den Linken!
      6 3 Melden
  • kettcar #mo4weindoch 12.05.2015 15:21
    Highlight Früher hat man noch Hexen verbrannt - ja sind denn die Frauen heute besser? Schlüssige Argumentation.
    16 2 Melden
  • krisenmanager 12.05.2015 14:18
    Highlight Da hat sich ein Reputationsberater alle Mühe gegeben... aber eben; Krisen, die wegen eigener Fehlhaltungen hätten vermieden werden können, sind oft die gefährlichsten Krisen.. Hier geht es hauptsächlich noch um Schadensbegrenzung. Wenn man sich entschuldigt, dann richtig und durchgehend konsequent. Immerhin hat watson das Bashing (oder neuerdings das Blickshing) vom Blick erkannt und versucht sich nun seinerseits durch ein Interview von solchen Praktiken zu distanzieren.
    14 3 Melden
  • Sagitarius 12.05.2015 12:47
    Highlight Ja, Frau Bösch, da kriegen Sie einen perfekten Steilpass um endlich alles zu klären und auch zu eigenen Fehlern zu stehen und was machen Sie?
    Der einzige Fehler war der FB Eintrag!
    Schade!
    46 5 Melden
    • Tom Garret 12.05.2015 13:13
      Highlight "Ja natürlich bereue ich einiges an diesem Vorfall. Nicht nur muss ich als Person des öffentlichen Interessens sorgfältiger mit den Sozialen Medien umgehen, ich werde bis auf weiteres auch keinen Alkohol mehr trinken wenn ich mit dem Auto unterwegs bin. Ich war mir da auch meiner Vorbildfunktion und den Folgen zu wenig bewusst. Ich möchte aber betonen das ich nicht bewusst oder Absichtlich mit soviel Promille gefahren bin sondern damit gerechnet habe noch unter den erlaubten 0.5 Promille zu liegen. Deshalb aber werde ich in Zukunft ganz auf das trinken verzichten wenn ich noch fahren muss".
      12 11 Melden
  • Petrarca 12.05.2015 12:45
    Highlight Die Uneinsichtigkeit der "Bier-Bösch" ist ja wirklich haarsträubend. Hinzu kommt ihre Totalverweigerung in Bezug auf Logik und Tatsachen: " Man muss nur ein bisschen zurückdenken, da war es noch legal, mit 0,8 Promille am Steuer zu sein." Den Ausweis verliert man erst wenn man mit MEHR als 0,8 Promille am Steuer erwischt wird – und das war auch früher schon illegal.
    46 7 Melden
  • Pater Noster 12.05.2015 12:43
    Highlight Jetzt will ich auch noch etwas Bösch-Bashing betreiben - juhuii...

    ähm eigentlich fällt mir gar nichts passendes ein für so jemanden...

    ähm ich kenn die ja gar nicht... ähm was schreibe ich den nun.

    Olee olee... ach nein das war ja Fussball und Blatter-Bashing.

    Ich sags jetzt einfach mal so, denn das ist faktenbasiert: Ich mag Bier!
    37 19 Melden
  • teha drey 12.05.2015 12:08
    Highlight Da könnt ihr jetzt alle motzen und rumpeln wie ihr wollt. Tatsache ist: Politiker und - innen mit Ecken und Kanten sind mir und einem ganz grossen Teil der Bevölkerung noch immer lieber, als harmlose Hinterbänkler ohne Message und mit harmoniebedürftigen Gesängen. Von dieser Frau wird man noch viel lesen oder hören. Worüber ist halt noch offen...;-)
    20 49 Melden
    • Tom Garret 12.05.2015 13:15
      Highlight Es geht ja nicht um das Vergehen an sich sondern darum dass sie sich nun auch noch uneinsichtig zeigt. Ich stimme ihnen absolut zu, wenn ein Politiker zu "sauber" ist werde ich auch eher Misstrauisch. Aber man darf dann auch offen zu den Fehlern stehen, sich entschuldigen, Konsequenzen ziehen und so weitergehen.
      19 4 Melden
    • teha drey 12.05.2015 17:06
      Highlight Hi Tom Garret, wir könnten beide Politiker werden. Denn auch ich pflichte Ihnen zu. Dieses "Nicht-zu-den-Fehler-stehen" allerdings, ist ein Unding und ein Charakterzug der schwierigen Sorte. ABER - und das macht mich ein bisschen madig - es ist beileibe kein Privileg der rechten Parteilandschaft. Sondern auch der linken. Und der mittigen. Es ist ganz einfach ein Menschen-Zug. Und mich ärgert halt, wenn die Esel in der linken Stallhälfte jene der rechten Stallhälfte LANGOHR schimpfen. Oder umgekehrt.
      4 2 Melden
  • Joshzi 12.05.2015 12:03
    Highlight Authentisch? Diese Dame sollte den Begriff im Duden nachschlagen. Aber offensichtlich, dass sich diese Gesinnung einen Deut auf Glaubwürdigkeit oder Verlässlichkeit schert. Wie auffällig sich der "rechtschaffene" Eidgenosse/in über Gesetzlichkeit oder Rechtmässigkeit hinwegsetzt - Bald sagen ja sowieso die rechtsnationalistischen Demagogen, was Recht und Gesetz ist.
    Das Problem ist, dass mit dieser Gleichgültigkeit gegenüber allem, was nicht ihrer Weltanschauung entspricht. Diese Gleichgültigkeit kann nicht durch Argumente beseitigt werden, denn willkürliche Emotion lässt sich nicht fassen
    30 9 Melden
  • Chaose 12.05.2015 11:49
    Highlight "Man muss nur ein bisschen zurückdenken, da war es noch legal, mit 0,8 Promille am Steuer zu sein. Hat man denn in der Zwischenzeit angefangen, schlechter zu fahren mit dem gleichen Alkoholpegel im Blut? Ich glaube nicht." - Wow... die Frau hat ja tolle Argumente. Vor einiger Zeit glaubte man auch noch, die Erde sei eine Scheibe. Ansichten können sich ändern, einfach weil die Menschheit mit der Zeit schlauer wird. Ausser vielleicht bei gewissen Kreisen.
    72 6 Melden
    • saukaibli 12.05.2015 12:11
      Highlight Vor allem hat Frau Bösch die Zeiten nicht mal erlebt, als man mit 0.8 Promille noch fahren durfte, denn die 0.8er Grenze wurde irgendwann in den 70ern eingeführt.
      30 3 Melden
    • Joshzi 12.05.2015 12:18
      Highlight Die Statistik der Verkehrstoten würde der Dame eine überzeugende Antwort liefern. Aber diese Gesinnung arbeitet nur über Emotionen und unbestimmte, alles und nichtssagende Phrasen. Leider werden diese Kreise immer grösser, die einer Partei, welche ausser vorbestraften Kriminellen und Verbrechern auf Laufmeter, noch nichts vollbracht hat, was nicht nur ihr, sondern auch der Schweiz nützen würde.
      25 12 Melden
    • Angelo C. 12.05.2015 19:00
      Highlight @Joshzi : du hast ja meine eindrückliche Liste solcher Parteien, die da - im Gegensatz zur viel gescholtenen SVP - über jeden Verdacht erhaben sind und der Gerechtigkeit und dem Nutzen für das Volk stets besonders gut dienen, inzwischen sicher auch zur Kenntnis genommen. Ich hoffe, sie verdirbt dir nicht den Abend :-)!

      Und wegen der Bedeutung der Personen : Bösch war nur ein kleines Licht, überall parteinintern "weitergereicht", während SP-Frau Valerie Garbani doch ein ganz anderes Kaliber war : Immerhin Stadtpräsidentin von Neuchâtel....


      http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/garbani-zu-60-stunden-gemeinnuetziger-arbeit-verurteilt-1.3463841
      http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/neuer-aufruhr-um-valerie-garbani-1.761360


      5 6 Melden
    • Joshzi 12.05.2015 19:10
      Highlight Und wieder ein Beitrag, der keinerlei Zusammenhang hat zu meinem Einwand. Lesekompetenz wird wohl etwas überschätzt.
      6 5 Melden
    • Angelo C. 12.05.2015 19:21
      Highlight @Joshzi : Wir wissen Beide schon, von was grundsätzlich die Rede war und ist, also nur keine ebenso hilflosen wie unglaubwürdigen Ausflüchte. Lies dessen ungeachtet am Besten nochmals deine Texte, damit wir uns hinsichtlich der Lesekompetenz einig sind ;-)!
      5 7 Melden
    • Joshzi 12.05.2015 19:34
      Highlight Immer auf die Person zielen, anstatt auf Inhalte. Es steht klar geschrieben, was ich meinte und scheinbar auch verständlich, ausser für sie.
      6 5 Melden
  • gupa 12.05.2015 11:29
    Highlight Eine moderate Hardlinerin, was für eine wunderschöne Wortkreation.
    58 4 Melden
    • Hans Jürg 13.05.2015 00:05
      Highlight ein klassisches Paradoxon
      2 0 Melden
  • Bruno Wüthrich 12.05.2015 11:27
    Highlight Frau Bösch wird es in der Politik nicht mehr weit bringen. Als Politikerin nach einer Blaufahrt (das ist andern Politikern auch schon passiert) öffentlich zu reklamieren, weil man zur Blutprobe muss, zeugt weder von Einsicht noch von politischer Weitsicht, und wird sie, wenn auch nicht sofort, Amt und Würden kosten. Im Unterschied zu «Weissbier Waldi», von dem wir wissen, dass er positiv und lustig ist, kommt «Bier Bösch» aktuell zu negativ behaftet rüber. Damit lässt sich derzeit keine Werbung machen. Doch in einigen Jahren könnte «Bier Bösch» durchaus ihr eigenes Bier brauen und vermarkten.
    30 4 Melden
  • Tom Garret 12.05.2015 11:22
    Highlight Ich finde das Interview schwach. Sie bereut offenbar nicht betrunken Auto gefahren zu sein (nur den Facebook Post) oder verpasste die Chance dies auch zu sagen. Dafür spielt sie das ganze noch herunter. Sie hatte genau genommen über 0.8 Promille intus denn sonst hätte sie den Ausweis noch und dass sie jetzt nicht sagt "ich hatte 0.9 Promille, deshalb wurde mir der Ausweis entzogen" lässt den Spielraum offen das da doch mehr war als sie jetzt sagt. Dass sie fordert man hätte sie einfach mit einer Busse weiterfahren lassen sollen ist ja dann noch das beste...
    52 4 Melden
  • one0one 12.05.2015 11:18
    Highlight Immer noch sehr uneinsichtig die junge Dame! Sie hält ihren Verstoss nach wie vor fuer einen Kavaliersdelikt.
    Auch das es früher mal anders war (das war alles mal Frau Bösch) rechtfertigt ihre Tat nicht im geringsten.
    Das sie den FB Post am meisten bereut an der ganzen Aktion zeigt ja wohl alles. Nicht der ist zu bereuen sondern das Saufen und Fahren!! Herrje!
    50 5 Melden
  • frankyfourfingers 12.05.2015 10:57
    Highlight "Aber sozial sein ist kein Parteiprogramm sondern ein Charakterzug". Sie scheint zwar noch nicht wirklich viel dazu gelernt zu haben, aber das ist wohl einer der klugsten Sätzen, die ich je von einer SVP-Politikerin gehört habe...
    46 4 Melden

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