Schweiz

Ab heute testen Zürcher Stadtpolizisten ähnliche Bodycams wie diese, bei einem deutschen Polizisten im Sommer 2015.  Bild: EPA/DPA

«Herr Baier, wirkt es deeskalierend, wenn ein Polizist die Kamera einschaltet?»

Ab heute tragen Polizisten der Zürcher Stapo Körperkameras im Dienst. Sie sollen sie vor Angriffen der Bevölkerung schützen. Dirk Baier leitet das Institut für Delinquenz und Kriminalprävention an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) und begleitet das Pilotprojekt «Bodycam» der Zürcher Stadtpolizei wissenschaftlich mit. 

06.02.17, 10:18 06.02.17, 17:46

Ab heute werden acht Zürcher Stadtpolizisten in einem Pilotversuch mit Bodycams ausgestattet. Sie sollen zum Einsatz kommen, wenn Polizisten Privatpersonen im öffentlichen Raum kontrollieren und sollen gewalttätige oder verbale Übergriffe verhindern. 

Herr Baier, das Pilotprojekt «Bodycam» der Zürcher Stadtpolizei ist umstritten, es fehlten die rechtlichen Grundlagen. Geht jetzt alles mit rechten Dingen zu und her? 
Dirk Baier:
Die rechtlichen Rahmenbedingungen betreffend des Pilotprojekts sind geklärt, sonst könnte es nicht starten. Wenn nach Beendigung des Projekts Bodycams dauerhaft eingeführt werden sollten, müsste eine entsprechende Rechtsgrundlage hierfür geschaffen werden.

Muss man ab heute als Passantin in Zürich damit rechnen, von Polizisten gefilmt zu werden?
Es wird nicht permanent gefilmt. Der Polizist schaltet die Kamera ein, wenn er davon ausgeht, dass eine Situation eskalieren könnte. Der Einsatz der Kameras folgt aber einem klaren Reglement (siehe Infobox). Von einer Rund-um-die-Uhr-Videoüberwachung kann nicht die Rede sein. 

Die Stadt gibt viel Geld aus, damit Sie wissenschaftlich belegen, dass Bodycams bei der Polizeiarbeit helfen. Können Sie da als Wissenschaftler unabhängig arbeiten?
Ich habe während der Planung des Projekts eine sehr offene und sehr interessierte Polizei erlebt, die herausfinden möchte, ob Bodycams ein geeignetes oder aber ungeeignetes Mittel sind, das Ziel, die Polizisten besser zu schützen, zu erreichen. Die Haltung der Polizei zum Ergebnis ist offen.

Sie sind der Wissenschaftler im Hintergrund. Was ist genau Ihre Aufgabe? 
Ich begleite das Projekt zusammen mit meinem Kollegen, Patrik Manzoni, wissenschaftlich mit, und zwar mittels eines experimentellen Designs, einem Feldexperiment. 

Dirk Baier, Spezialist Kriminalprävention.  bild: zvg 

Zur Person 

Dirk Baier leitet das Institut für Delinquenz und Kriminalprävention an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW). Seine Forschungsschwerpunkte sind Jugendkriminalität, Gewaltkriminalität, Extremismus und die Methoden der empirischen Sozialforschung. Davor war er stellvertretender Direktor des Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen. (rar) 

Was heisst das konkret? 
Einerseits führen wir am Anfang und am Ende des Projekts Befragungen von Beamten durch, um zu untersuchen, wie sich die Einstellungen und Erwartungen der Polizisten bezüglich der Bodycam während des Pilotversuchs entwickeln. Andererseits füllen die Beamtenteams nach ihren Schichten – mit und ohne Bodycam – kurze Fragebögen aus. So können wir vergleichen, was im Polizeialltag mit und ohne Bodycam passiert. Letztendlich versuchen wir durch Gespräche mit Polizisten, Richtern und Staatsanwälten herauszufinden, ob die Videoaufnahmen dabei helfen können, Beschuldigte besser zu überführen.

Sammeln Sie für die Studie auch massenhaft Aufnahmen? 
Nein, mit den Videoaufnahmen haben wir gar nichts zu tun. Diese analysieren wir nicht.

Wie haben Sie die acht Beamten ausgewählt, die die Bodycams ab heute tragen werden? 
Es wurde niemand ausgewählt. Jeder Beamte kann die Bodycam tragen. Welche Einsatzteams sie letztlich tragen werden, entscheidet der Zufall. Dies ist für ein experimentelles Forschungsdesign notwendig. Eine solche Begleitforschung ist ganz selten; es gibt weltweit kaum Studien, die den Einsatz von Bodycams in dieser Form evaluiert haben.

Bei Ihnen hört man eine gewisse Begeisterung für das Projekt heraus. 
Und wie! Ich kann es gar nicht genug wertschätzen, dass wir diese Möglichkeit erhalten haben, in so enger Zusammenarbeit mit der Polizei. Das ist höchster Standard von Evaluationsforschung.

Trotzdem, in den USA wurden Bodycams eingesetzt, um die Bevölkerung vor der Polizei zu schützen. Hier in der Schweiz, um die Polizisten vor der Bevölkerung zu schützen. Weil die Schweizer so viel brutaler sind als die Amerikaner? 
Die Schweizer Bevölkerung ist sicherlich nicht gefährlicher oder brutaler als die amerikanische Bevölkerung. Hier wie auch in anderen europäischen Ländern ist dennoch derzeit vor allem die Gewalt gegen Polizisten ein wichtiges Thema. Gewalt und Respektlosigkeit sind Phänomene, denen sich Polizisten ausgesetzt sehen. Ob diesen Phänomenen mit neuen Einsatzmitteln wie der Bodycam vorgebeugt werden kann, evaluieren wir im Projekt.

Unter diesen Bedingungen darf die Polizei Bodycams testen: 

- Bei Polizeikontrollen, bei welchen mit gewalttätigen oder verbalen Übergriffen zu rechnen ist oder wenn strafbare Handlungen begangen werden.
- Polizisten, die eine Kamera tragen, müssen mit dem Vermerk «Video» gekennzeichnet sein. 
- Sie müssen die Aufnahme mündlich ankündigen
- Auch Privatpersonen können von den Polizisten verlangen, die Kamera einzuschalten. 
- Alle Bearbeitungen und Zugriffe auf die Aufnahmen werden festgehalten. Nach 100 Tagen werden sie automatisch gelöscht.
- Der Pilotversuch
dauert zwei Jahre. Danach wird entschieden, ob die Bodycams weiter eingesetzt werden. 
Hier das komplette Reglement.

Glauben Sie, dass es deeskalierend wirkt, wenn ein Polizist in einer brenzligen Situation die Kamera einschaltet? 
Genau das versuchen wir herauszufinden. Ich bin sehr zurückhaltend, zum jetzigen Zeitpunkt Vermutungen zu den Ergebnissen unserer Untersuchung anzustellen. Die wissenschaftliche Datenlage ist im Moment sehr dünn.

Einige brutale Vorfälle von Gewalt an Polizisten in der Schweiz wurden von Vermummten ausgeübt. Da helfen Kameras nicht.  
Auch hier kann die Untersuchung Hinweise liefern, unter welchen Bedingungen die Bodycam effektiv ist und unter welchen nicht.

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Brikne, 20.7.2017
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35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • gänseblüemli 07.02.2017 12:15
    Highlight Der Einsatzt dieser Kameras sollte nicht nur darauf abzielen, die Polizisten zu schützen. Die Kameras müssten derart verwendet werden (bzw die Anwendung geregelt werden), dass auch mögliches Fehlverhalten der Polizisten aufgezeichet und geahndet werden könnte.
    4 0 Melden
  • öpfeli 06.02.2017 22:26
    Highlight Ich würde fast darauf wetten, dass die Kameras nie bei einem Fussballspiel zum Einsatz kommen.
    3 4 Melden
    • Philipp135 07.02.2017 00:34
      Highlight Warum meinst du? Bei Fussball- sowie Eishockeyspielen sind die Einheiten standartmässig mit Kamera ausgestattet, zwar nicht mit Bodycams, sondern mit Beamten welche kritische Szenen filmen sollen.
      4 0 Melden
    • shoerli 07.02.2017 02:39
      Highlight Ich würde fast darauf wetten, dass du noch nie an einem Fussballspiel warst. Als Gästefan wirst du da von A-Z gefilmt.
      7 0 Melden
    • öpfeli 07.02.2017 07:22
      Highlight Habt ihr euch von Vorurteilen leiten lassen beim kommnetieren?

      Seit Jahren regelmässig gehe ich an Spiele. Dass es jetzt schon überall Kameras hat muss man mir nicht mitteilen. Es gab mehr als eine Situation, da hätte eine Bodycam das Verhalten bestimmter Polizisten beeinflussen können. Zugunsten von Fans.
      2 0 Melden
  • Gustav.s 06.02.2017 14:53
    Highlight Wäre das Ganze permanent und es gäbe harte Strafen falls das Material Unbefugten in die Hände fällt, wäre ich unbeschränkt dafür.
    Es würde nämlich auch den Bürger vor arroganten möchtegern Diktatoren schützen. Win win.
    24 5 Melden
    • Philipp135 07.02.2017 00:35
      Highlight Dies ist meiner Meinung nach der einzige Kritikpunkt, dass schlusse dlich noch immer der Beamte die Kamera aktivieren muss, im Falle eines Fehlverhalten der Beamten bleibt die Kamera vielleicht ja einfach ausgeschaltet.
      9 0 Melden
  • alessandro 06.02.2017 11:46
    Highlight Ein an sich sehr spannendes forschungsprojekt. Die entscheidung, ganz auf eine analyse des videomaterials zu verzichten, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Also stützt man sich nur auf aussagen von polizisten? Nicht, dass ich diesen grundsätzlich misstraue, aber nur jene gruppe befragen, welche das gadget schlussendlich auch wirklich bekommt, ist grundsätzlich kritisch zu betrachten. Wobei, um vorher-nachher vergleiche zu machen müsste eine versteckte kamera permanent laufen. Ansonsten sieht man natürlich nur was nach dem einschalten der kamera zu sehen ist.
    35 4 Melden
  • Asmodeus 06.02.2017 11:25
    Highlight Permanent wäre besser und sicherer.

    So kann man immer noch behaupten man hätte es versäumt die Kameras anzuschalten wegen Stress, weil nicht mit Eskalation gerechnet wurde oder sonstigen Gründen.


    Generell prophezeie ich, dass wir bei vielen Beschuldigungen gegen die Polizei Sätze hören werden wie. "Die Kamera war defekt", "Das Videomaterial wurde nicht gefunden", "Das Material wurde gelöscht weil der Fall so lange her ist".

    Oder die Kamera wird, bewusst, erst später eingeschaltet, nachdem der Grund der Eskalation bereits vorbei ist.

    Und das sage ich obwohl ich tendienzell pro Polizei bin.
    89 23 Melden
    • LeserNrX 06.02.2017 16:06
      Highlight Die Polizei muss nicht einmal so weit gehen und behaupten, dass die Kamera defekt gewesen wäre, wenn sie jemand beschuldigt, sondern kann sich schlicht und einfach weigern diese herauszurücken. Ich halte es für ziemlich einseitig, dass man bewusst nur die Beamten schützt. Kein Wunder nimmt die Frustration/Gewalt gegenüber der Polizisten zu.
      27 15 Melden
    • John Carter 06.02.2017 17:35
      Highlight Es gibt so viele Armleuchter die sich die Birne voll trinken und dann meinen sie könnten jeden und alle anpöbeln.

      Oder die Chügeli-Dealer die sich sofort auf den Boden schmeissen und Rassismus, Rassismus Schreien.

      Wenn Du die Polizei freundlich angehst, dann gibt's auch keine Probleme. Eine gut Sache.
      19 15 Melden
    • Philipp135 07.02.2017 00:41
      Highlight Grundsätzlich bin ich gleicher Meinung, es gibt aber auch unter den Polizisten schwarze Schafe, wie auch überall sonst. Vielfach werden Verfahren gegen Beamte wegen Geringfügigkeit eingestellt, oder erst gar nicht aufgenommen, was das Vertrauen in den Staat sowie die Polizei nicht gerade stärkt.
      Bei der Abstimmung zur Überwachung kam vielfach der Einwand, wer nichts zu verbergen hat sollte kein Problem damit haben. Dann sollte man dies aber auch konsequenterweise bei Verfahren gegen die Polizei so handhaben, verhält sich ein Polizist korrekt, kann ein Verfahrem ihm somit nichts anhaben.
      8 0 Melden
    • Asmodeus 07.02.2017 07:33
      Highlight @John Carter
      Ich wurde auch schon am Rande einer Demonstration von Polizisten angegangen und provoziert die einfach nur auf Radau aus waren. (Mein Kumpel und ich waren da gerade dabei die Demo zu verlassen, als der Polizist mich in den Wagen gerufen hat, mir auf den Fuss getreten ist und sich wichtig gemacht hat)
      2 0 Melden
  • Maett 06.02.2017 11:21
    Highlight Hat man als Bürger das Recht zu verlangen nicht gefilmt zu werden? Es ist ja nicht so dass ich mich dem entziehen könnte, wenn ich in eine Personenkontrolle geraten würde.

    Überhaupt sollte man aufhören an den Symptomen der zunehmenden Gewalt gegen Polizisten rumzudoktern, sondern die gesetzlichen Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass die Polizei auch mal durchgreifen kann wenn es notwendig ist, besonders bei despektierlichen Vorkommnissen.

    Nicht die Uniform macht einem zur Respektsperson, sondern die mit dem Beruf verbundenen Vollmachten - werden diese beschnitten, wird das ausgenutzt.
    33 44 Melden
    • xlt 06.02.2017 11:37
      Highlight Natürlich hat die Polizei die Möglichkeit durchzugreifen und besitzt da alle Vollmachten. Dies ist aber zu Recht kein Blankoscheck, auch die Polizei muss sich an Gesetze halten.

      Das Auftreten und angemessene Handeln machen Menschen zu Respektpersonen, und nicht Gesetze oder Uniformen.
      45 7 Melden
    • DerDudeSagts 06.02.2017 12:03
      Highlight die "Schweiz" ist eine Firma. Also - nein, das Recht haben Polizisten schon lange nicht mehr. Polizisten haften mit ihrem Privatvermögen. Sie sind Bedienstete-Personen, keine Beamteten-Personen mehr. Nur wissen soll's halt möglichst niemand. ;) Selbiges gilt für Richter und Konsorten.
      5 32 Melden
    • BigE 06.02.2017 13:12
      Highlight @Maett: wie oft werden Polizisten ungefragt und verbotenerweise gefilmt? ;) Es geht darum, dass so vermutlich ganz viele "der Polizist hat sich falsch verhalten"-Aussagen innert kürzester Zeit widerlegt werden können. Passt natürlich nicht allen. Vor allem jenen nicht, die behaupten, die Polizisten hätten sich falsch verhalten. Und vielleicht lassen sich so auch einige Fehlverhalten von Polizisten verhindern. Auf alle Fälle ist es so objektiver, als wenn man nur Aussage gehen Aussage hat!
      15 7 Melden
    • Philipp135 07.02.2017 00:45
      Highlight Nunja, wenn man sich als Polizist beschwert wenn man bei seiner Arbeit gefilmt wird, hat man meiner Meinung nach den faslchen Beruf gewählt. Die Arbeit der Polizei findet zum grössten Teil im öffentlichen Bereich statt, dann muss man damit rechnen auch mal beobachtet zu werden. Sonst muss man diesen Beruf nicht ausüben. Wenn ich im öffentlichen Bereich (z. Bsp. Bahnhöfe) nicht gefilmt werden will, bleibt mir auch nichts anderes übrig, als diesen Bereich zu meiden.
      5 0 Melden
    • BigE 09.02.2017 02:25
      Highlight @Philipp135: (1) Es geht nicht nur um das Filmen an sich (wobei ein Polizist tatsächlich auch Persönlichkeitsrechte hat! Die gibt er nicht ab, wenn er die Uniform anzieht!) sondern um die Einseitigkeit dieser Aufnahmen. Wie oft werden die Filmchen dann geschnitten oder bearbeitet irgendwo im www eingestellt. Komischerweise sieht man NIE, was das polizeiliche Gegenüber gemacht hat. Immer nur die (natürlich völlig übertriebene) Reaktion der Polizei. Wenn die Polizei gefilmt werden darf, dann auch die, die kontrolliert werden.
      0 0 Melden
    • BigE 09.02.2017 02:28
      Highlight @Pilipp135: (2) Warum werden solche Filme eigentlih immer sofort online gestellt? Wenn es ein Fehlverhalten der Polizei gibt, kann man das den Vorgesetzten - oder, wenn man denen nicht traut - der Staatsanwaltschaft melden. Die nehmen sich dem Fall sicher an. Aber nein, sofort online stellen und die Polizisten verunglimpfen. So kann man sich schön als Opfer darstellen. Ich hoffe, dass der Filmer in diesem Fall entsprechend angezeigt und verurteilt wird - hätte ev eine abschreckende Wirkung!
      0 0 Melden
  • DocM 06.02.2017 11:10
    Highlight Wenn BodyCam, dann muss diese permanent an sein, inkl. GPS Daten. Und alle die dagegen wettern: Wie oft wurde die Polizei gefilmt und dann veröffentlicht?? Wenn ich den Gedanke so weiterspinne, wäre ein Livestream der Polizei noch interessant...
    48 9 Melden
  • Str ant (Darkling) 06.02.2017 10:50
    Highlight In dem Fall würde ich mir erst schriftlich versichern lassen das die Kamera für 100% der PersonenKontrolle läuft.
    Keine RosinenPickerei der Polizei damit sie gut dasteht
    69 21 Melden
    • BigE 06.02.2017 13:13
      Highlight Da wäre die Polizei sicher auch dafür. Aber jene, die Angst davor haben, dass sie bei Fehlverhalten gegenüber der Polizei gefilmt würden berufen sich da sofort auf den Datenschutz!
      9 11 Melden
  • pamayer 06.02.2017 10:44
    Highlight Hoffe, dass so die Aussage gegen Aussage Situationen via Kamera belegt werden können.
    @LuziFair
    Du hast schon Recht mit der Befürchtung, dass Polizisten die Bodycam quasi beliebig anstellen. Wenn schon, dann 100%.
    61 3 Melden
    • AL:BM 06.02.2017 12:54
      Highlight Nein, diese pauschale Verdächtigung ist ungerechtfertigt. Das permanente Überwachen der Polizeibeamten (-innen) ist zudem widerrechtlich.
      7 10 Melden
    • Griffin 06.02.2017 14:38
      Highlight @AL:BM Das würde ja nicht bedeuten, das die Bodycams live im internet gestreamt würden, sondern dass Staatsanwaltschaft, Richter und Kläger die Aufnahmen in Gänze für die Gerichtsverhandlung zur Verfügung stünde.

      Hat eine Partei so einseitig Einfluss auf die Beweismittel, ist dies für das Vertrauen in Justiz und Polizei schädlich.
      12 0 Melden
    • AL:BM 06.02.2017 16:48
      Highlight Macht keinen Unterschied.
      0 5 Melden
  • Luzi Fair 06.02.2017 10:20
    Highlight wenn schon filmen, dann permanent. Es kann doch nicht sein, dass die Polizei auf Gutdünken die Kamera aktiviert.

    ich seh schon wo das endet,
    - Polizei im Recht es wird gefilmt
    - Polizei im Unrecht Kamera bleibt aus

    #policethepolice
    89 30 Melden
    • AL:BM 06.02.2017 10:43
      Highlight Ein permanentes Filmen der Polizistinnen und Polizisten ist widerrechtlich.
      Es gibt Systeme welche sich von der Alarmzentrale aus aktivieren lassen, wenn ein Einsatz reinkommt oder bei Funksprüchen etc.
      Ist jedoch alles eine Frage der Kosten.
      14 28 Melden
    • humpfli 06.02.2017 11:15
      Highlight @Luzi Fair
      Das stimmt, aber wenn der Polizist die Kamera nicht einschaltet, wenn er dies tun hätte sollen, wirkt das nicht wirklich entlastend. Die erste Frage wird dann wohl sein: "Weshalb hatten sie die Kamera nicht eingeschaltet?" Somit schadet sich der Polizist auch.
      24 6 Melden
    • AL:BM 06.02.2017 12:53
      Highlight @Humpfli:
      Eine Einfache Ausrede wäre es zum Beispiel, einen technischen Fehler vor zu schieben.
      Es ist jedoch schlicht falsch und widerrechtlich Angehörige der Polizei permanent zu überwachen.
      Ausser dem finde ich es völlig daneben diese unter Generalverdacht zu stellen.
      12 5 Melden
    • humpfli 06.02.2017 13:46
      Highlight Technische Fehler können ganz einfach aufgezeichnet werden.
      3 0 Melden
    • AL:BM 06.02.2017 14:50
      Highlight Man könnte zB ein Kabel ausstecken und behaupten es sei im Handgemenge passiert.
      Es gibt kein optimales Mittel.

      Ich bin froh kann man bald anhand von Videos beweisen, wenn Polizeibeamte fälschlicherweise irgendwelchen Fehlverhaltens bezichtigt wurden.
      5 2 Melden
    • öpfeli 06.02.2017 22:31
      Highlight Meine Gedanken @Luzi Fair. Schlussendlich sitzt die Polizei am längerem Hebel.
      2 0 Melden
    • Olaf! 07.02.2017 09:08
      Highlight Ja dann ändert man halt die Gesetze, muss man laut Artikel ja sowieso machen.
      0 0 Melden

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