Schweiz
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epa06390034 French President Emmanuel Macron (L), German Chancellor Angela Merkel (R) and Netherlands' Prime Minister Mark Rutte during a family picture of 24 heads of state  members of Defense Permanent Structured Cooperation (PESCO) on the side of  the European Council meeting in Brussels, Belgium, 14 December 2017. EU leaders gather to discuss the most compelling matters in terms of migration, defense foreign affairs, education, culture, social issues and 'Brexit' negotiations.  EPA/STEPHANIE LECOCQ

Stefan Frey geht mit den Staatsoberhäuptern von Frankreich und Deutschland hart ins Gericht. Bild: EPA/EPA

«Von Macron bis Merkel ist allen scheissegal, was mit den Flüchtlingen passiert»

Ertrinkende Flüchtlinge im Mittelmeer, Übergriffe in der Silvesternacht oder Probleme in Asylzentren: Kaum ein Thema, zu dem Stefan Frey keine Stellung genommen hätte. Nun tritt der Sprecher der Flüchtlingshilfe ab. Im Abschieds-Interview schlägt er kritische Töne an. 



In der Weihnachtszeit vor zwei Jahren hatten die Asylzahlen in der Schweiz ihren Höchststand erreicht. Woran erinnern Sie sich, wenn Sie an die Zeit zurückdenken?
Stefan Frey: Vor allem an die Katastrophenbilder: Flüchtlinge, die von Schleppern in führerlosen Geisterschiffen aufs Meer hinaus geschickt und dort ihrem Schicksal überlassen wurden. An den nicht abreissenden Strom von Menschen auf der Balkanroute. Das sind Bilder, die bleiben.

Der Bund dachte damals laut über den Einsatz eines Notfallkonzepts nach. Die Schweizerische Mediendatenbank verzeichnet allein für den Dezember 2015 fast 4000 Artikel, in denen das Wort «Flüchtlinge» vorkommt. Was hiess das für Sie als Sprecher der Schweizerischen Flüchtlingshilfe?
Zeitweise war ich bis zu sechs Stunden pro Tag mit Journalisten am Telefon. Ich arbeite seit den 80er-Jahren in der Kommunikation und habe mir deshalb eine gewisse Krisenfestigkeit zugelegt. Wenn es plötzlich um Hunderttausende Menschen geht, die am Rande des Abgrunds stehen, dann ist es schon eine emotionale Herausforderung, zu diesem Elend Stellung zu nehmen. Besonders, wenn die mediale Debatte aus Herrliberg zusätzlich angeheizt wird.

Sie empfanden die Berichterstattung zur Flüchtlingskrise als reisserisch?
Wir sind es uns in diesem Land leider gewohnt, dass gewisse Akteure auf die Pauke hauen und damit Resonanz finden in den Medien. Das hat man auch in diesem Fall probiert. Eine Zeitlang funktionierte das aber bemerkenswert schlecht. Die Grundstimmung, die auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zu gewissen Aussagen bewegt hat, war auf der humanitären Seite.

Stefan Frey

Stefan Frey (65) war seit 2012 Sprecher der Schweizerischen Flüchtlingshilfe. Nun wird er pensioniert. bild: zvg

Wann ist die Stimmung gekippt?
Ich würde nicht sagen, dass die Stimmung generell gekippt ist. Zahllose Menschen engagieren sich in der Schweiz freiwillig für Flüchtlinge. Nicht leugnen lässt sich aber, dass Teile von Politik und Bevölkerung zynisch geworden sind.

Wie meinen Sie das, «zynisch»?
Das beginnt ganz zuoberst: Von Macron bis Merkel ist es allen scheissegal, was mit den Flüchtlingen passiert. Man hat auf Biegen und Brechen einen Deal mit Libyen gemacht, damit man die schrecklichen Bilder von ertrinkenden Menschen nicht mehr sehen muss. Dabei wissen diese Politiker ganz genau, dass das Elend weiter geht – einfach in den libyschen Lagern. Dieses Kalkül ist für mich unentschuldbar.

«Schutzbedürftige sollen frei entscheiden können, in welchem Land sie leben wollen.»

Es ist ja nicht so, als ob Angela Merkel sich nicht für die Flüchtlinge stark gemacht hätte. Allerdings kam ihre Haltung «Wir schaffen das» in der Bevölkerung schlecht an. Merkels CDU wurde an der Urne abgestraft – und die rechtspopulistische AfD legte stark zu.
Mein Bedauern für Angela Merkel hält sich in engen Grenzen. Der Fehler ist weit vor ihrem «Wir schaffen das» passiert. Merkel war mitverantwortlich für die Schaffung des Dublin-Systems, das vorsieht, dass immer das Erstankunftsland für einen Asylsuchenden verantwortlich ist. Dass dieses Schönwettersystem in Krisenzeiten zu einer Überlastung führen muss, hat jeder gewusst.

Bereits seit geraumer Zeit wird über eine Reform des Systems diskutiert – allerdings ohne brauchbares Ergebnis. Was schlagen Sie vor?
Schutzbedürftige sollen frei entscheiden können, in welchem Land sie leben wollen. Es macht keinen Sinn, Leute in Ländern zu kasernieren, in denen sie keine Zukunft haben. Das führt zu Desintegration und Randständigkeit.

«Heute ist es reiner Zufall, ob ein Asylsuchender einem Kanton zugeteilt wird, in dem er schnell Deutsch lernt und einen guten Zugang zum Arbeitsmarkt hat oder nicht.»

Ihr Modell ist doch utopisch. Wie soll das aufgehen?
Die Bedingungen müssten europaweit angeglichen werden, damit die Asylsuchenden nicht dahin gehen, wo sie die besten Sozialleistungen erwarten. Und natürlich müsste die Aufnahme an Bedingungen gekoppelt sein. Integration ist keine Einbahnstrasse, sie darf eingefordert werden.

Wie gut oder schlecht gelingt die Integration von Flüchtlingen in der Schweiz?
Es gibt noch Luft nach oben. Ein Mangel sind die riesigen Unterschiede zwischen den Kantonen. Heute ist es reiner Zufall, ob ein Asylsuchender einem Kanton zugeteilt wird, in dem er schnell Deutsch lernt und einen guten Zugang zum Arbeitsmarkt hat oder nicht. Hier bräuchte es dringend einheitlichere Standards. Ich hoffe, dass sich die Situation mit den beschleunigten Verfahren, die 2019 in Kraft treten, bessert.

«Inzwischen sind die Masken im rechten Lager teilweise gefallen: Eine generelle Diffamierung von Asylsuchenden wird wieder beliebter.»

Über fünf Jahre lang verfolgten Sie die Berichterstattung zu Flüchtlings-Themen täglich. Wenn Sie das Unwort der Asyl-Debatte wählen müssten – welches wäre es? Wirtschaftsflüchtling! Die Rechte kreierte den Begriff, weil es zu Beginn der Flüchtlingskrise politischer Selbstmord gewesen wäre, sich generell gegen Flüchtlinge zu stellen. So zeigte man Herz für syrische Bürgerkriegs-Flüchtlinge und konnte die Fremdenfeindlichkeit gleichzeitig bequem bei einer anderen Gruppe abladen. Inzwischen sind die Masken im rechten Lager teilweise gefallen: Eine generelle Diffamierung von Asylsuchenden wird wieder beliebter.

Gibt es für Sie aus humanitärer Sicht gar keinen Unterschied zwischen Menschen, die auf der Suche nach Arbeit sind und solchen, die vor Krieg oder persönlicher Verfolgung flüchten?
Nein. All diesen Menschen blühte in der Heimat eine Zukunft, die man in der Schweiz niemandem wünschen würde. Aber auch gar niemandem. Ob jemand aus politischen Gründen verfolgt wird oder in einem Kriegsgebiet lebte, spielt doch keine Rolle: Die Bombe, die den einen tötet, tötet den anderen auch. Und wenn jemand mit der Absicht nach Europa kommt, hier einen Job zu finden, dann macht er das auch nicht aus Spass, sondern weil er zu Hause keine Perspektive hat. Es geht gern vergessen, dass die Schweiz bis vor 150 Jahren auch jede Menge Wirtschaftsflüchtlinge produzierte.

Sie selber haben in Madagaskar ein Entwicklungsprojekt auf die Beine gestellt, dem Sie sich nun nach Ihrer Pensionierung verstärkt widmen wollen. Worum geht es?
Wir bringen Elektrizität in die Dörfer. Wir bauen ein Stromsystem auf, das auf Solar- und Windenergie basiert. Ich habe das Projekt zusammen mit sechs madagassischen Professoren entwickelt. Gleichzeitig bilden wir Leute vor Ort zu Basis-Elektrikern aus. Besonders stolz bin ich darauf, dass die Hälfte unserer Elektriker Frauen sind.

Kinder auf der Flucht

Schlepper stossen Flüchtlinge mit Knüppeln über Bord

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Video: srf

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56Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • olive 23.12.2017 14:23
    Highlight Highlight Die erste Frage wäre: wie lange? wie viele?
    Integration, die viel geforderte und versprochene, kann nur gelingen, wenn die Zahl der Migranten nicht zu gross ist. Wenn der Wille und die Fähigkeit beim zu Integrierenden auch vorhanden ist, sonst kommt das nicht gut. Unzählige junge Menschen ohne Aufgabe und Sinn im Leben, in der Sozialhilfe verharrend, ihre Kinder ebenso: ist das eine gute Perspektive? Schöne Worte sind gratis.
  • wiisi 22.12.2017 19:38
    Highlight Highlight Hier werden einmal mehr Symptome und keine Ursachen genannt. "Wirtschaftsflüchtlinge" sind ja vielleicht auch Menschen, welche vor den Sanktionen flüchten. Und wer verhängt Sanktionen bis heute in Syrien und wer flüchtet, kann es sich leisten? Vielleicht auch Leute, die so gebildet sind und nun fehlen beim Wiederaufbau.
  • Gavi 22.12.2017 17:17
    Highlight Highlight Herr Frey nennt keine Zahlen. Wieviele möchte er einwandern lassen? 5 Mio, 10, oder gar 20 Millionen?
    Diese Woche in den Schweizer Medien: 3 von 4 Eritreer bezieht Sozailhilfe.
    Keine Ausbildung, zum Teil Analphabeten. Und wie genau stellt er sich das vor?
    Er ist unglaubwürdig.
    • Angelo C. 22.12.2017 18:20
      Highlight Highlight Genau das ist ein Punkt mit, den all diese Illusionisten nicht beantworten wollen - wieviele Mio. dürfen es denn sein 🙄?

      Und, wie soll ein Aufnahmestaat, wie u.a. auch die Schweiz, langfristig mit Hundertausenden lebenslänglich auf volle Sozialhilfe angewiesener berufsloser Analphabeten finanziell überleben, dies auch eingedenk dessen, dass wir solche Leute nie in den Arbeitsmarkt integrieren können 🤔?

      Um dies ermessen zu können, muss man bloss die Grundrechnungsarten beherrschen...

      Man mag solche unüberlegten Pseudoargumente der sog. Hilfsorganisationen nicht mehr lesen, sie sind stupid.
    • _kokolorix 22.12.2017 19:28
      Highlight Highlight Dann schiessen wir sie eben an der Grenze nieder, lassen sie im Mittelmeer ersaufen und überlassen sie den lybischen Sklaventreibern.
      Euer Geheule ist zum kotzen. Sowas von doof, egoistisch, ohne auch nur einen Lösungsansatz. Einfach nichts tun, unseren ergaunerten Reichtum verprassen, Augen und Ohren zuhalten, wie im 2. Weltkrieg als wir ohne Not tausende in die Vernichtungslager geschickt haben. Aber desswegen werdet ihr kaum schlecht schlafen, oder?
    • Angelo C. 22.12.2017 22:49
      Highlight Highlight Kokolorix :

      An (unheiliger) Einfalt kaum zu überbieten, dein vielsagender Kommentar....

      Würde denn dein Lösungsansatz darin bestehen, dass die Nationalbank Geld und Gold kackt, oder möchtest du lieber die Steuern der Schweizer verdoppeln, um diese absehbaren Finanzen langfristig zu stemmen 🤔?!

      Und a propos uns Schweizern, die deiner Aussage gemäss alle "ihren ergaunerten Reichtum verprassen"eine schüchterne Frage : würdest du uns gelegentlich verraten, wie deine Grosseltern und Eltern ihr Vermögen ergaunert haben?

      Vielleicht könnten wir da alle noch was lernen 😉!

      Schwachstrom pur...
    Weitere Antworten anzeigen
  • henkos 22.12.2017 16:56
    Highlight Highlight Schön und gut, auf Merkel herzumzuhacken, aber warum traut er sich nicht, die Schweizer Politik zu nennen? Von Merkel bis Macron haben die anderen Staaten auch anteilig deutlich (!) mehr Flüchtlinge aufgenommen als die Schweiz.
  • Stachanowist 22.12.2017 16:52
    Highlight Highlight Schade, besteht dieses Interview fast ausschliesslich aus Fragen, die Stefan Frey den Ball zuspielen. Es ist schön, wenn sich Menschen einig sind und Harmonie leben. Von einem Interview erwarte ich mir aber mehr Nachhaken und Herausfordern und weniger Gefälligkeitsfragen; ein Dialog auf Augenhöhe eben.

    Das ist auch im Sinne des Interviewten. Erst wenn seine Ansichten angesichts kritischer Fragen bestehen und plausibel bleiben, können sie Personen überzeugen, die vor dem Lesen eine andere Meinung hatten.
  • Diana89 22.12.2017 16:02
    Highlight Highlight Ich muss mir nicht mal alle Kommentare durchlesen um zu merken, was uns allen gründlich fehlt betreffend dieser Thematik: Empathie.
    Ja, das System ist nicht gut, ja man könnte es verbessern (mit Aufnahmequoten die auf Wirtschafts- und Bevölkerungskraft eines Landes basieren zum Beispiel.) Und ja, es gibt schwarze Schafe, die das System für sich ausnutzen. Aber wichtig ist, das sind die wenigsten. Was uns allen fehlt, ist Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft für jene, die sie brauchen. Wir müssen aufhören mit den Vorurteilen. Schlussendlich sind wir alle eins: Mensch.
    • durrrr 22.12.2017 18:03
      Highlight Highlight So einfach ist das nicht. Wenn Migration differenziert betrachtet wird und mitunter auch kritisch, heisst das nicht dass die Empathie für arme Menschen fehlt. Es gibt durchaus vernüftigte Gründe um die hohe Quantität an Migration einzudämmen. Es ist nämlich auch eine Katastrophe für afrikanische Länder, wenn grosse Anteile junger Menschen emigrieren. Auch grosse Diskrepanzen in sachen Werte und Religion werden Europa zukünftig immer mehr Probleme bringen. Die Synagogen in den Grosstädten haben nicht umsonst immer mehr Fenster aus Panzerglas. Wir sollten daher urteilen und nicht vorurteilen.
  • Nelson Muntz 22.12.2017 15:34
    Highlight Highlight Macron steht ja auf ältere Damen, da hat er mit der Angie keine Zeit, über Politik zu reden.
  • ybfreak 22.12.2017 15:28
    Highlight Highlight Im Grundsatz gebe ich Herrn Frey recht, bin aber nicht mit allem einverstanden. Seine Forderungen nach einer gerechteren Welt unterstützten sicher die Meisten. Ich glaube die Problematik besteht darin, dass viele Länder genug eigene "Probleme" haben, um Standards bezüglich Flüchtlingspolitik zu übernehmen, die für die eigene Bevölkerung und die Staatskasse irgendwelche massive Nachteile bringen. Bessere Bedingungen und faire Regeln und Gesetzte für die Flüchtlingshilfe, da bin ich bereit dazu, auch wenns mich mehr kostet. Dieser Meinung sind längst nicht alle, z.T. sicher aus guten Gründen.
  • Angelo C. 22.12.2017 15:05
    Highlight Highlight Hier nur EIN einziges Zitat aus all den weltfremden Aussagen aus diesem Interview :

    "Schutzbedürftige sollen frei entscheiden können, in welchem Land sie leben wollen. Es macht keinen Sinn, Leute in Ländern zu kasernieren, in denen sie keine Zukunft haben. Das führt zu Desintegration und Randständigkeit."

    Wie illusionistisch und nicht zuende gedacht diese und andere Forderungen aus der Flüchtlings- und Asylindustrie des blauäugigen Gutmenschen Frey de facto sind, kann Jede(r) Denkfähige selbst ermessen, tztz 🙄!

    Zum Glück für Europa haben solch ruinöse Vorstellungen keinerlei Chance...


  • Olaf! 22.12.2017 13:29
    Highlight Highlight "Und wenn jemand mit der Absicht nach Europa kommt, hier einen Job zu finden, dann macht er das auch nicht aus Spass, sondern weil er zu Hause keine Perspektive hat. " Wenn jeder der will kommen kann, haben wir bald auch keine Perspektive mehr.
  • lily.mcbean 22.12.2017 13:22
    Highlight Highlight Es wird hier in den Kommentaren immer noch über Flüchtlinge geredet als wären die eine art Ware und keine Menschen. Der Krieg in Syrien ist auch mit schweizer Waffen aus unseren Firmen ausgefochten worden und ich weiss nicht wie es euch geht, aber meine Mama hat mir beigebracht das die Konsequenzen unseres Handelns auch augebadet werden müssen! Aber lieber die Augen zumachen und den ganzen 13 Monatslohn für unnötige Weinachtsgeschenke verballern gell. Moll. Prima. Scheinheilig!
    • flying kid 22.12.2017 14:04
      Highlight Highlight Hast du deinen ganzen 13. Monatslohn gespendet?
      Oder gabs doch auch Geschenke und ein dickes Weihnachtsessen?
    • mogad 22.12.2017 14:16
      Highlight Highlight Sie haben Recht. Trotzdem können wir nicht halb Afrika bei uns aufnehmen! Afrikaner und Menschen aus dem arabischen Raum haben z.T. sehr mittelalrerliche Werte. Auch wenns jetzt dann Blitze hagelt: besonders gegen den Strich geht mir dabei die Verachtung gegenüber Frauen, die die Dienerinnen des Mannes zu sein haben und sonst ein Nichts sind! Bin nicht bereit hart Erkämpftes diesen Männern zu opfern, denn zu 80% sind es Männer die kommen!
    • memento 22.12.2017 14:37
      Highlight Highlight Mit meinem 13ten zahle ich Steuern...
    Weitere Antworten anzeigen
  • wydy 22.12.2017 12:44
    Highlight Highlight Ich habe teils das Gefühl, dass in vielen Orten die ganze Flüchtlingskrise nicht bis zum Schluss gedacht wird. Es geht immer nur im Integration der Flüchtlinge.

    Was wenn sich der nahe Osten beruhigt hat. Das ganze Land liegt in Trümmern und es sind wenig gebildete Leute mehr im Land um die Infrastruktur aufzubauen. Damit ist die nächste Krise vorprogrammiert.

    Sollte es nicht unser Ziel sein, den Leuten Schutz zu bieten, sie auszubilden, sie danach in ihr Land zurück zu schicken und helfen die Infrastruktur wieder aufzubauen?
    • mogad 22.12.2017 14:19
      Highlight Highlight Die wenigsten werden zurückkehren, nachdem sie sich hier etwas aufgebaut haben. Jene, die von Sozialhilfe leben schon gar nicht. Das kann ich ihnen auch nicht verübeln.
  • ostpol76 22.12.2017 12:00
    Highlight Highlight "Und wenn jemand mit der Absicht nach Europa kommt, hier einen Job zu finden, dann macht er das auch nicht aus Spass..."

    Wenn das die neuen Kriterien für Asyl in Europa sein sollen, ja dann gute Nacht.

    Wer solche Aussagen macht muss sehr gute Freunde in der Sozialindustrie haben.
    • Ich mein ja nur 22.12.2017 13:48
      Highlight Highlight Oder einfach ein menschliches Herz.
    • mogad 22.12.2017 14:23
      Highlight Highlight @ich mein ja nur. Ich hoffe, dass "das menschliche" Herz der "Flüchtlinge" und Migranten so gut ist wie das unsere. Ich denke dabei an Respekt vor unseren Werten und Anstand. In kaum einem Land geht es den Flüchlingen und Migranten so gut wie in der CH.
    • Ich mein ja nur 23.12.2017 20:54
      Highlight Highlight Ich sehe keinen Grund daran zu zweifeln, im Gegenteil.
  • memento 22.12.2017 11:50
    Highlight Highlight Vor 150 Jahren teilten sich 1.5 Milliarden Menschen die Fläche der Erde...nur so nebenbei, wenn immer dieser Vergleich mit den schweizer Auswanderer kommt.
  • s_rosenthaler 22.12.2017 11:03
    Highlight Highlight ZDF - Die Anstalt vom 18.11.2014 ä, aktueller denn je

    Play Icon
  • mogad 22.12.2017 10:55
    Highlight Highlight Frey meint, die Flüchtlinge sollten das Land selber wählen dürfen, es mache keinen Sinn sie irgendwo zu kasernieren, wo sie keine Zukunft hätten. Gemeint sind mit irgendwo osteuropäische Länder. Was glaubt Frey denn, wie die Zukunft für die Flüchtlinge wären, wenn alle nur nach Deutschland, Frankreich, Oesterreich und England wollten? Glaubt er wirklich, dass es in diesen Ländern dann noch für alle gute Zukunftschancen geben würde? Es gibt auch dort schon nicht genug Jobs für Alle und die Sozialsysteme würden schlicht kollabieren.
  • Hierundjetzt 22.12.2017 10:53
    Highlight Highlight Selten Gedanken eines so eindimensionalen Menschen gelesen. Der lebt komplett in einer Filterblase.

    Das die SFH zu 2/3 vom Bund finanziert wird, wird nicht erwähnt.

    Das die Aufnahmebereitschaft einer Bevölkerung Grenzen hat? Egal.

    Das die Integration von Flüchtlingen im grossen und Ganzen in der Schweiz gut - sehr gut klappt? Glatt vergessen.

    Das Osteuropa insgesamt nur ein paar 1000 Aufnehmen will? Geschenkt.

    Lieber schwaffelt man von neuen hoch-theoretischen Systemen.

    Und komischerweise hat er wieder keinen *einzigen* konkreten Vorschlag wies besser ginge 😂😂😂
    • mogad 22.12.2017 11:13
      Highlight Highlight Die Flüchtlingshilfe, deren Sprecher Herr Frey ist, ist die Lobby der Flüchtlinge. Er kann gar nicht objektiv sein. Er darf das "Problem" gar nicht aus allen Blickwinkeln betrachten. Was den Interessen der Flüchtlinge nicht dient, wird ausgeblendet. Kritik an der Migration als "Diffamierung" von Flüchtlingen zu bezeichnen, find ich übrigens ziemlich demaskierend. Wer die Migration ausbaden und bezahlen muss, hat das Recht auf eine kritische Meinung, ohne gleich als Neonazi bezeichnet zu werden. Das wäre dann Diffamierung!
  • Konzeptionist 22.12.2017 10:46
    Highlight Highlight Jeder soll entscheiden wo er leben will - huupets? Einverstanden wenn die Personen die Kosten selber tragen. Solange diese, zum grossen Teil, Wirtschaftsflüchtlinge, auf Kosten des Steuerzahlers nur schmarotzen und 24/7 mit einem Bier am Bahnhof herumlungern, sollen sie da wohnen wo sie platziert werden. Oder noch besser - das Problem gleich im Keim ersticken und vor Ort helfen, anstatt solche pseudo Asylhilfe in Europa anzubieten
    • olga 22.12.2017 11:05
      Highlight Highlight Merkst du, wie du gerade selbst in die "Wirtschaftsflüchlings"-Falle getappt bist. Dabei outest du dich gerade, dass du eben keine Ahnung vom Schweizer Asylsystem hast. Denn die sog. "Wirtschaftsflüchtlinge" haben in der CH keine Chance auf Asyl und werden hopphopp wieder zurückgeschafft. Und die die bleiben, möchten arbeiten, dürfen aber nicht. Gib ihnen einen Job, anstatt hier rumzujammern. Wie würdest du denn deinen Alltag verbringen, wenn du arbeitslos wärst?
    • Erklärungsbedarf your limits 22.12.2017 11:22
      Highlight Highlight Und die Mär mit der Hilfe vor Ort... https://www.woz.ch/1745/paradise-papers/milliarden-ja-migranten-nein
    • mogad 22.12.2017 11:27
      Highlight Highlight @Olga. Stimme Ihnen zu, differenzieren ist wichtig. Es stimmt: Wirtschaftsmigranten haben keine Chance auf Asyl. Aber die Behörden bauen darauf, dass die Abgewiesenen das Land freiwillig wieder verlassen und in ihre Heimat zurückkehren. Doch ein grosser Teil taucht ab in die Illegalität. Und das birgt sozialen Sprengstoff: Schwarzarbeit, Kriminalität. Und werden aufgegriffene Illegale wirklich erfolgreich ausgeschafft? Ich hab auch keine Patentrezepte. Man hätte halt schon vor vielen Jahrzehnten für eine gerechte Verteilung des Wohlstands auf der Welt sorgen müssen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mogad 22.12.2017 10:41
    Highlight Highlight Frey sagt: Die Grundstimmung, die auch Merkel zu gew. Aussagen bewegt hat (wir schaffen das) war auf der humanitären Seite. Nein! Humanitär wär es gewesen schon 2012 einen legalen Fluchtkorridor für Kriegsflüchtlinge aus Syrien nach Europa einzurichten. So wie es NGO's, die UNO und Journalisten vor Ort immer wieder gefordert haben. Aber "freiwillig" wollte man keine Flüchtlinge aufnehmen. Erst als das Chaos, die humanitäre Katastrophe da war, liess man einfach alle die wollten unkontrolliert nach Europa kommen. Dann liess man Flüchlinge u.Bevölkerung allein mit den Problemen!
  • Alterssturheit 22.12.2017 10:24
    Highlight Highlight Alles schöne Worte von Herr Frey und natürlich wäre eine Welt wie sie ihm vorschwebt wünschenswert. Alles in allem ist diese Ansicht aber doch etwas gar blauäugig.
  • Steiner 22.12.2017 10:13
    Highlight Highlight Starke Aussagen und Hut ab vor seine Leistung!
    • Spooky 22.12.2017 13:29
      Highlight Highlight @Steiner
      Was genau ist an diesen Aussagen stark? Herr Frey sagt nur das, was er als Sprecher sagen muss, um bei seinem Arbeitgeber beliebt zu sein.

      (Von den harmlosen Fragen ganz zu schweigen.)
  • haegipesche 22.12.2017 10:01
    Highlight Highlight Wenn schon keine Unterscheidung von Flüchtlingen, dann schafft das gesamte Asylwesen und dessen Industrie ab und behandelt jeden Menschen, der in ein Land kommt gleich. So wie mich beispielsweise. Da wartet kein Land auf mich und schon gar keine Sozialindustrie. Wenn ich es aber unbedingt will, habe ich überall eine Chance...

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