Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Im März 2015 meldete sich die Niederländerin Nancy Holten an, um sich einbürgern zu lassen. screenshot telem1

Nancy Holten im Interview: «Es macht mir Angst, wie die Leute reagieren könnten»

Der Aargauer Regierungsrat sagt: Nancy Holten erfüllt alle Kriterien für eine Einbürgerung. Im Interview sagt die Holländerin, wie sie mit aufgerissenen Wunden umgeht, wie ihre Gefühle vor der nächsten Gemeindeversammlung sind und warum ihr der Gemeinderat jetzt leid tut.

30.06.16, 20:05 01.07.16, 11:37

Thomas Wehrli / az Aargauer Zeitung



«Ich bin keine Böse», sagt Nancy Holten am Donnerstag.

Sie hofft, dass sich die Gemüter der Gipf-Oberfricker in der Zwischenzeit etwas beruhigt haben. «Und sehen, dass ich mich nur für Tiere einsetzen will – Tierschutz und Schweizer Pass, das beisst sich doch nicht.» Video: © az/Thomas Wehrli

Die Holländerin Nancy Holten aus Gipf-Oberfrick erfüllt alle Kriterien zum Erhalt des Schweizer Passes. Das gab der Aargauer Regierungsrat am Donnerstag bekannt. Damit muss Holtens Wohngemeinde ihr Einbürgerungsgesuch erneut behandeln. Am 15. November 2015 wurde dieses abgelehnt, weil Holten zu wenig integriert sei. Dagegen hatte Holten Einsprache erhoben. Der Grund für das Nein der Gemeindeversammlung: Die Veganerin und Tierschützerin war mit ihrer Haltung angeeckt. Doch genau diese – ihre Wertehaltung – dürfe beim Einbürgerungsentscheid keine Rolle spielen, so der Regierungsrat.

Nancy Holten, der Regierungsrat hat Ihre Beschwerde gegen den negativen Einbürgerungsentscheid gutgeheissen. Sind Sie zufrieden?
Nancy Holten: Teilweise. Ich habe gehofft, dass der Regierungsrat mich direkt einbürgert, was ja in seiner Kompetenz liegt. Er tat es nicht, hielt aber unmissverständlich fest: Ich erfülle alle Kriterien, um eingebürgert zu werden.

Handelt der Regierungsrat mutlos?
Es steht mir nicht zu, über jemanden zu urteilen. Ich habe mir einfach eine direkte Einbürgerung gewünscht, da ich ein Anrecht darauf habe. Der Regierungsrat hat es sich sicher etwas einfacher gemacht, indem er den Ball an die Gemeinde zurückgab (lacht). Jetzt tut mir fast schon die Gemeinde etwas leid.

Nach der Gemeindeversammlung: 144 von 206 stimmten gegen eine Einbürgerung. screenshot telem1

Haben Sie je daran gezweifelt, dass Sie recht bekommen?
Ja, denn der Entscheid war begleitet von menschlichen Emotionen. Viele Menschen haben, gefragt oder ungefragt, ihre Meinung kundgetan. Das machte die Pass-Frage unberechenbar. Wäre allein der Gemeinderat oder der Regierungsrat für die Einbürgerung zuständig gewesen, wäre ich längst eingebürgert.

Der Regierungsrat hat sich für seinen Entscheid ein halbes Jahr Zeit gelassen. Wie haben Sie diese Zeit erlebt?
Lange habe ich sehnlichst auf Post aus Aarau gewartet. Im Frühling gab es eine Phase, in der ich jeden Tag nervös wurde, wenn gegen elf Uhr die Post zugestellt wurde. Ich sass da und dachte: Läutet es nun oder nicht? Im April hielt ich es nicht mehr aus und telefonierte mit dem zuständigen Departement. Die sagten mir, es werde noch einige Zeit dauern, bis der Entscheid kommt. Das half mir, mich zu entschleunigen.

Mahlt die Regierungsmühle zu langsam?
Die lange Frist lag wohl daran, dass mein Fall sehr speziell ist. Er bewegte viele Menschen, negativ wie positiv, und verlagerte eine Sachfrage auf die emotionale Ebene. Das war auch für den Regierungsrat neu. Er brauchte Zeit, seine Argumentation aufzubauen.

Nancy Holten ist besonders durch ihre Beschwerden gegen Kuh- und Kirchenturmglocken bekannt geworden. Als Konter-Aktion gegen ihre Anti-Kuhglocken-Facebook-Seite wird eine Hass-Seite gegen sie gegründet.
Keystone

Ist der Entscheid des Regierungsrates auch eine Genugtuung für all die negativen Worte, die an der Gemeindeversammlung fielen?
Nein, das ist es nicht. Ich wollte nie jemanden angreifen oder in die Enge treiben. Ich verspüre keine Genugtuung, habe aber Freude daran, dass sich der Regierungsrat hinter mich stellt.

Waren die letzten sechs Monate für Sie ein Spiessrutenlauf?
Ich wurde oft auf die Einbürgerung angesprochen. Leider, muss ich fast sagen, denn das erinnerte mich immer wieder an den ausstehenden Entscheid. Seit dem Telefon mit dem Departement lebte ich nach der Devise: Ich lasse die Sache los und warte auf den Entscheid.

Nun ist er da; Sie haben den Brief eben geöffnet. Wie ist das Gefühl jetzt?
Eigentlich sehr gut. Etwas Angst macht mir, wie die Leute reagieren werden. Die einen werden sagen: super. Andere: Oh weh, jetzt ist sie wieder in allen Medien. Ich darf nicht auf diese Leute achten, sondern ich muss auf mich hören. Und meine innere Stimme sagt: Die Schweiz ist meine Heimat, ich habe ein Recht auf den Pass.

Auf die Leute geschaut hat der Gemeinderat. Er hat die Einbürgerung zuerst befürwortet, stellte sich im Beschwerdeverfahren dann aber gegen Sie. Sind Sie enttäuscht?
Nein, der Gemeinderat hat nur seinen Job gemacht und die Mehrheit der Bevölkerung vertreten. Das ist seine Aufgabe. Was für mich wichtig ist: Der Gemeinderat hat das Einbürgerungsgesuch ursprünglich klar befürwortet.

Mit Beschwerde zum Schweizer Pass?

Nancy Holten wehrt sich gegen die Ablehnung ihres Einbürgerungsgesuches. In der Bevölkerung in Gipf-Oberfrick scheiden sich die Geister über ihr Vorgehen. Video: © TeleM1

Der Regierungsrat sagt: Wertefragen wie jene, ob man für oder gegen die Haltung von Nutztieren sei, dürfen bei einer Einbürgerung keine Rolle spielen. Ein Sieg für die Meinungsfreiheit?
Sicher. Es wäre für mich schlicht nicht nachvollziehbar gewesen, wenn man mir den Schweizer Pass aufgrund meiner Tierliebe nicht zugestanden hätte.

Ihr Einbürgerungsgesuch kommt nochmals an die Gmeind – es sei denn, Sie ziehen es zurück.
Das werde ich nicht tun. 

Gab es in den letzten Monaten nie den Moment, an dem Sie sich sagten: Blasius; wenn mich der Regierungsrat nicht direkt einbürgert, dann lasse ich es bleiben?
Doch, diese Momente gab es. Ich wollte mir das ganze Prozedere nicht nochmals antun. Jemand sagte mir dann: «Jetzt hast du so viel investiert; es wäre schade, wenn du nun aufgibst.» Das hat mich überzeugt. Ich lasse es laufen – und schaue, was passiert.

Sie könnten Ihre Chancen erhöhen, wenn Sie nun leiser auftreten. 
Ich weiss, aber das werde ich nicht tun. Ich lasse mir den Mund nicht verbieten. Ich hoffe, dass an der nächsten Gemeindeversammlung möglichst viele teilnehmen und neutral entscheiden. Dann sprechen die Fakten für sich.

Was erwarten Sie vom Gemeinderat? Ein Ja oder ein Nein?
Der Gemeinderat tut mir mega leid. Es war nie in meinem Sinn, ihm Probleme zu bereiten. Ich vertraue darauf, dass er das Richtige tut.

Wie ist Ihr Gefühl für die nächste Gemeindeversammlung?
Deutlich besser. Ich denke, Zeit heilt wirklich Wunden. Klar, es gibt auch Menschen, die nicht vergessen können. Die Frage ist: Sind sie an der Gmeind in der Mehrheit? Ich hoffe nicht.

Gehen Sie selber noch einmal in die Höhle des Löwen?
Ich werde kurzfristig entscheiden, ob ich an der Versammlung teilnehme. Das wird davon abhängen, wie stark ich mich in diesem Augenblick fühle.

Wenn ja, dann aber ohne Kinder, wie beim letzten Mal?
Es war ihr eigener Entscheid, dass sie mitkamen, weil sie mich unterstützen wollten. Ob sie mich nochmals begleiten, falls ich gehe, überlasse ich ihnen. (aargauerzeitung.ch)

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

42
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
42Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Trice 01.07.2016 19:45
    Highlight Es ist lächerlich, was für eine Plattform in unseren Medien diese Dame erhält. Sie setzt sich dauernd halbpatzig, nichtswissend für irgendwelche Verbote in der Schweiz ein. Selbst hat sie keine Ahnung von Tierschutz (forderte z.B. ein Verbot von Hundehalsbändern? - ein Verbot von Pferdesport, ein Verbot von Rauchen im Freien, etc. Die Kinder werden leiden wegen dem Selbstdarstellungsdrang der Dame. Gebt ihr den Pass, aber bitte keine Plattform mehr in den Medien! Es gibt richtige Tierschützer, die wirkliche Probleme anpacken wollen, gebt denen die Plattgorm!
    2 1 Melden
    • Fabio74 02.07.2016 15:13
      Highlight Tja freie Meinungsäusserung auch wenns gewissen nicht passt. Find die Dame auch bisschen speziell. Aber so ist es nun mal in einem freien Land.
      Ist auszuhalten
      1 1 Melden
    • Trice 02.07.2016 16:27
      Highlight Es kommt halt so rüber, als ob Frau Holten v.a. in den Medien erscheinen möchte. Ich habe doch nichts gegen freie Meinungsäusserung, aber bei Frau Holten hat man den Eindruck, dass sie gar nicht über die nötigen Kompetenzen/Wissen verfügt, sondern einfach auffallen möchte. Sie propagiert z.B. ihre Werbe-Tätigkeit für Rivella - als Veganer-Kämpferin. Widerspruch hoch 10! Aber ich sage ja, gebt ihr den Pass, ich muss sie trotzdem nicht ernst nehmen und darf ihr Handeln (v.a. wegen ihrer Kinder) als verwerflich und unüberlegt ansehen.
      0 0 Melden
  • Thomas_v_Meier 01.07.2016 07:09
    Highlight Finde es spannend wie man sich an Traditionen festklammert. Warum? Unsicherheit über das eigene Wesen, das eigene Ich, welches man über Kuh und Kirchglocken kompensiert?

    Bedenklich das es Menschen gibt welche so massiv gegen andere vorgehen die was ändern möchten. Ist nicht gerade das was die Schweiz ausmacht? Die Debatte? Ist das nicht auch Tradition das jeder versuchen kann was zu verändern? Für mich das Merkmal der modernen Schweiz, mehr als Glocken an Kuh und Kirche.
    Einbürgern und dann politisch debattieren und abstimmen so wie sich das in der Schweiz gehört.
    13 11 Melden
    • john waynee 01.07.2016 09:32
      Highlight Ja genau, linke Strategie. Alles einbürgern bis die CH Trottel in der Minderheit sind und wir uns in unserem Land von Passsammlern bestimmen lassen. Schöne neue linke Welt.-
      18 14 Melden
    • Fabio74 01.07.2016 17:38
      Highlight @waynee: Komm mal zurück aus deiner SVP-Welt in die Realität.
      Erstens wird nach wie vor sehr restriktiv eingebürgert. Zweitens hat die Frau die Kriterien erfüllt und damit Anrecht auf den Pass. Die Blut und Boden-Geschichte haben wir auf dem Müll der Geschichte entsorgt
      4 2 Melden
    • AdiB 01.07.2016 19:13
      Highlight @john für einen "stolzen" eidgenossen passt dein nick nicht. zubiel usa ist in deinem nick. und noch was irgendwan werden die nachfahren der eingebürgerten auch "stolze" schweizer wie jeder andere desen familie vor generationen herkam. blochers urgrossvater oder ur urgrossvater war ja auch ein ausländer.
      2 0 Melden
  • andersen 01.07.2016 00:08
    Highlight Kirchenglocken und Kuhglocken, Cervelat und Käse war schon dar, wo sie in der Schweiz einreiste und das soll sie respektieren.
    Kein Land mag es, wenn jemand der Land auf dem Kopf stellen will.

    20 26 Melden
    • Fabio74 01.07.2016 07:05
      Highlight Ja und. Wenn das entscheided wäe müsste man 100 000e Schweizer ausbürgern.
      9 4 Melden
    • andersen 01.07.2016 08:33
      Highlight Nun, ich sehe eher, dass die Dame in ein Opferrolle schlupft und das hat was tyrannisches.
      Sowie: Ich bin Veganer, darum wollen sie mich nicht.
      Das Extreme, wie sie demonstrieren, stossen die Menschen weg.

      Man kann auch etwas positives über die Schweiz sagen, wenn, dann zeigen die Schweizer die Menschen, die schönste Plätze von der Schweiz.

      PLOmaha90
      Ich bin nicht hier in dieser Blog, um mich zu anbiedern, dass hab ich nicht nötig, ich muss die Menschen hier verstehen, nicht die Menschen, die in der Schweiz Leben, müssen mich verstehen.
      Darum rede ich Mundart..

      1 6 Melden
    • andersen 01.07.2016 08:41
      Highlight Und warum ist es so wichtig für sie ein Schweizer Pass, mit seine Pass kann sie 143 Länder besuchen.
      Ich habe nie der Schweizer Pass beantragt, obwohl ich der Fragebogen auswendig weiss und ein tadellose Leumund hat.
      Das reicht.
      1 4 Melden
    • andersen 01.07.2016 08:43
      Highlight Sa Sat

      Ich habe nichts in der Schweiz importiert, dass war immer die Schweizer selber, die das wollten.
      Darum ist die Schweiz auch ein Hochburg von Sekten und Esoterik.
      1 5 Melden
    • andersen 01.07.2016 09:29
      Highlight

      Veganer wollen nur die Tiere retten, aber nicht sich selbst und verzichtet auf B12.
      Das steht sie frei.
      Und auch die Menschen steht es frei, ob sie jemanden Einbürgern will.
      Man darf niemanden zwingen.
      0 5 Melden
    • john waynee 01.07.2016 10:12
      Highlight Sa Set der Grund ist, dass sie lokales Kulturgut nicht respektiert. Das ist mehr als Grund genug.-
      5 8 Melden
    • ElendesPack 01.07.2016 11:31
      Highlight andersen: Ich bin einmal Ihrer Meinung, was mich ein wenig verblüfft.
      PLOmaha: Ihr Verweis auf die Landessprachen war jetzt so ein richtiger Schuss ins eigene Knie. Sie finden ein Einwanderer darf kritisieren und werfen dann einem, der kein einwandfreies Deutsch schreibt dies vor.
      Das war nun so richtig Panne.
      3 2 Melden
    • Fabio74 01.07.2016 17:39
      Highlight @andersen: Wer hier lebt, arbeitet und Steuern zahlt, hat auch ein Interesse am politischen Leben teilzunehmen. Dafür braucht sie den Pass.
      WEnn wir in unserer Musterdemokratie Wahlbeteiligungen von knapp 35% haben ist das eigentlich zum schämen.
      2 1 Melden
    • Fabio74 01.07.2016 17:41
      Highlight @John: Was ist lokales Kulturgut? Bin gespannt... Burezmorge und Wettkuhmelken daneben Alphorn blasen und Geld sammeln??
      3 1 Melden
    • ElendesPack 01.07.2016 18:43
      Highlight PLOmaha: Ne, das ist jetzt ein Bisschen zu einfach mit der Ausrede. Hätte er Ihre Meinung zu dieser Frage vertreten, hätten Sie den Spruch sicher nicht gemacht.
      Das war einfach ein Ausrutscher von Ihnen. Passiert jedem Mal, aber man könnte ja nachher auch einfach sagen: Jep, Scheisse gelaufen, da hab ich nicht so tief nachgedacht. Denn Andersens Kommentar oben war durchaus verständlich, wenn auch nicht in lupenreinem Deutsch.
      1 0 Melden
    • ElendesPack 02.07.2016 00:26
      Highlight Sorry, aber hier verstehe ich tatsächlich mal alle Kommentare von Andersen.
      Und ich könnte jetzt sagen, "doch sie waren widersprüchlich" und dann könntest Du wieder sagen "Nein, waren sie nicht" und dann könnten wir zusammen Ringelreihen tanzen und uns Blumen ins Haar flechten, weil wir uns dabei so amüsieren.
      Aber ich belasse es dabei. Du magst glauben, was du willst.
      0 0 Melden
  • remeto 30.06.2016 23:08
    Highlight Was gewinnt die Schweiz durch die Einbürgerung von Frau Holten? Streit wegen Kuhglocken und Hinweise zur Ernährung. Soll jeder selber entscheiden ob sich das lohnt...
    20 30 Melden
    • will.e.wonka 01.07.2016 00:22
      Highlight und was hat die schweiz von deiner existenz? jedenfalls nicht konstruktive inputs in onlinemedien
      26 14 Melden
    • Fabio74 01.07.2016 07:06
      Highlight Meinungsfreiheit nennt man das. In einem Rechtsstaat hat Gesinnung nichts zu suchen
      12 4 Melden
  • Baba 30.06.2016 22:57
    Highlight Auch wenn es Frau Holten wie die Hölle vorkommen mag, ist es trotzdem die HÖHLE des Löwen, in die sie sich eventuell begeben wird.

    Und an die Gipf-Oberfricker: Hört doch bitte auf mit dieser Hexenjagd und sprecht der Frau das wirklich überfällige Schweizer Bürgerrecht zu! Es ist lächerlich und unwürdig, ihr mangelnde Integration vorzuwerfen, bloss weil sie sich zu äussern wagt und ihre Ernährungsform nicht verschweigt.
    46 25 Melden
  • Madison Pierce 30.06.2016 21:21
    Highlight Das wird wohl noch länger so weitergehen. Habe die Vermutung, dass die Einbürgerung an der Gemeindeversammlung im Herbst erneut abgelehnt wird. Nicht weil es neue Gründe gibt, sondern weil man sich von "denen in Aarau" nichts sagen lässt. Eingebürgert wird die Frau dann wohl nächsten Frühling vom Regierungsrat.

    Es ist Unsinn, im Gesetz klare Vorgaben zu haben, dann aber trotzdem eine Abstimmung durchzuführen. Entweder ist es ein Verwaltungsakt oder eine Abwägungssache, aber nicht beides.
    85 11 Melden
  • BigE 30.06.2016 21:06
    Highlight Ich sehe das Problem nicht. Sie handelt urschweizerisch! Wenn mir etwas nicht passt, versuche ich, dagegen vorzugehen! Hier in der Schweiz kann man das als "einfacher Bürger" ja noch. Wolltnihr wirklich nur Ja-Sager und Abnicker mit rotem Pass?
    83 32 Melden
  • Reli 30.06.2016 20:53
    Highlight Wenn sie alle Voraussetzungen für eine Einbürgerung erfüllt, soll sie auch eingebürgert werden. Trotzdem nervt sie. Nicht mehr und nicht weniger als jeder andere militante Veganer. Genauso nervt mich aber auch die militante Werbung für Fleisch (Schweizer Fleisch, alles andere ist Beilage). Ich kann selber entscheiden was ich esse und möchte von all diesen Ideologien verschont werden.
    93 16 Melden
    • Pokerlady 30.06.2016 21:23
      Highlight Deine Meinung find ich gut! Und das sage ich als Vegetarier. Soll doch jeder essen, was er mag!
      65 3 Melden
  • amazonas queen 30.06.2016 20:52
    Highlight Konnte ich neben dem No-Glarner Knopf auch einen No-Holten Knopf haben? Danke!
    48 25 Melden
  • Capt. Crunch 30.06.2016 20:42
    Highlight Pünktlich zum Sommerloch holt die AZ Frau Holten wieder hervor.
    Wird Sie dafür entlöhnt?
    Es gibt zig Leute die für gleiches oder wichtigeres kämpfen aber ohne so grosse mediale Unterstützung...
    61 16 Melden
    • Ani_A 01.07.2016 00:58
      Highlight Meine Rede!
      7 6 Melden
    • Fabio74 01.07.2016 07:09
      Highlight Finde es gut,dass an diesem Beispiel gezeigt wird, wie viel Willkür in diesem Land herrscht.
      Und wenn man die Kommentare liest, wie wenig Leute keine Ahnung haben was zu einem solchen Verfahren gehört und was nicht. Eine andere Meinung zu haben mag unbequem sein, aber darf nicht verhindern, dass jemand zu seinem Recht kommt
      9 3 Melden

Wird der Vaterschaftsurlaub wieder abgelehnt?

Das Parlament tut sich schwer damit, den Männern auch nur das Minimum an Vaterschaftsurlaub zuzugestehen.

Der Vaterschaftsurlaub hat im Parlament einen schweren Stand. Zwei Dutzend Vorstösse dazu wurden abgelehnt, mal knapp, mal sehr deutlich. Mit der Initiative für einen vierwöchigen Vaterschaftsurlaub gelang es den Initianten, Druck aufzubauen. Zwar sieht der Bundesrat nach wie vor keinen Handlungsbedarf. Frisch gebackene Väter dürfen demnach weiterhin nur einen freien Tag beziehen. Zuletzt hat jedoch der Ständerat erklärt, dass Vätern wenigstens zwei Wochen Vaterschaftsurlaub zustehen …

Artikel lesen