Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Image

Michèle Binswanger erhebt Vorwürfe gegen den Journalisten Werner de Schepper. bild: tagesanzeiger.ch

Nach Grapsch-Vorwürfen gegen Ex-«Blick»-Chef: «Es gab schon lange Gerüchte in der Branche»

Einer der bekanntesten Journalisten der Schweiz soll jahrelang Frauen bedrängt haben. Die Enthüllung sorgt für Aufregung. «Tages-Anzeiger»-Journalistin Michèle Binswanger im Gespräch darüber, warum Frauen bei sexueller Belästigung keine Anzeige machen, wie schwer es ist, gegen den eigenen Chef vorzugehen und über Grenzen, die auch Frauen setzen müssen.



Der «Tages-Anzeiger» erhebt schwere Vorwürfe gegen Werner de Schepper, Co-Chefredakteur der Zeitschrift «Schweizer Illustrierte». De Schepper habe über Jahre hinweg Frauen bedrängt, belästigt und ungefragt berührt. Zu seinen Zeiten als Kadermann bei «SonntagsBlick», «Blick», «TeleBärn» und «AargauerZeitung» habe er als Chef der Zudringlichkeiten gegolten, schreiben die Autoren des Artikels Michèle Binswanger und Mario Stäuble.

Der Artikel löste eine Welle der Empörung aus. Nebst viel Zuspruch müssen sich die Autoren aber auch Kritik gefallen lassen. Ist es gerechtfertigt, jemanden aufgrund einer anonymen Klägerschaft derart anzugreifen? «Ja», sagt Michèle Binswanger und erklärt im Interview wieso. 

Frau Binswanger, Sie attackieren in ihrem Artikel einen der bekanntesten Schweizer Journalisten mit anonymen Vorwürfen, stellen ihn als zweiten Harvey Weinstein hin und riskieren damit, seinen Ruf und Karriere zu zerstören. Wie kommt es dazu?
Michèle Binswanger:
 Zunächst: Werner De Schepper ist nach jetzigem Kenntnisstand kein Harvey Weinstein. Es ist wichtig, nicht alles über einen Kamm zu scheren und jeden Fall individuell zu beurteilen. Die vorliegende Recherche ist im Zuge der MeToo-Debatte entstanden. Zu De Schepper gab es schon lange viele Gerüchte in der Branche. Also haben mein Kollege Mario Stäuble und ich beschlossen, uns das mal genauer anzuschauen.

Christa Markwalder, BE, 1. Vize-Praesidentin des Nationalrates, rechts, diskutiert mit dem Publizisten Werner De Schepper, an der Generalversammlung der FDP Frauen Schweiz, am Samstag, 6. Juni 2015 in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Im Fokus: Werner De Schepper Bild: KEYSTONE

Was ist die Schwierigkeit bei der Aufarbeitung solcher Fälle?
Es stellen sich zunächst grundsätzliche Fragen: Wo liegt das öffentliche Interesse? Wie kann ich einen Fall verifizieren? Wie viele Leute sind betroffen? Was, wenn die Frauen nicht bereit sind, mit ihrem Namen hinzustehen? Man muss den journalistische Zugang finden. Dann gibt es auch rechtliche und medienethische Fragen zu klären, wenn wir über das Thema schreiben.

Wann wussten Sie, dass Sie die Rechercheergebnisse in einem Artikel verarbeiten können?
Wir haben Frauen gesucht, die uns aus erster Hand von Ihren Erlebnissen berichten konnten, denn es gibt viele Gerüchte, nicht alle treffen zu. Die Frauen zu finden war relativ einfach. Etwas schwieriger war dann die Frage, wie wir mit der Anonymität umgehen. Frauen, die reden, gehen ein beträchtliches Risiko ein. Also haben wir Zeugen gesucht, Dritte, die den Fall in seiner Komplexität kennen. Für uns war klar: Wenn wir darüber schreiben, dann nur, wenn wir extrem breite und verifizierte Informationen haben.

«Wir sind dann zum Schluss gekommen, dass wir es verantworten können, weil die Vorwürfe zahlreich und glaubwürdig waren.»

Und die fanden Sie.
Ja.

Die Frauen, die im Text Anklage erheben, bleiben anonym. Inwiefern finden Sie es trotzdem gerechtfertigt, so auf die Person von de Schepper zu spielen?
Dieses Problem taucht bei solchen Fällen immer wieder auf. Die Opfer haben gute Gründe, anonym bleiben zu wollen, aber für eine saubere Recherche muss man irgendwann mit Namen arbeiten können, etwa bei der Konfrontation des Täters. Wir haben uns im englischsprachigen Raum umgesehen, wie man dort mit solchen Fällen und der Frage anonymer Anklägerschaft umgeht. Wir sind dann zum Schluss gekommen, dass wir es verantworten können, weil die Vorwürfe zahlreich und glaubwürdig waren.

Was war ausschlaggebend für eine Publikation?
Dass die Vorfälle systematisch und über eine lange Zeit hinweg erfolgt sind. Dass sehr viele Frauen davon betroffen sind und dass es darunter auch Fälle gibt, die bei den Frauen bis heute nachwirken. Dass das Machtgefälle zwischen Akteur und Betroffenen gross war. Auch ausschlaggebend war, dass de Schepper als Co-Chefredakteur der «Schweizer Illustrierten» noch immer in einer wichtigen Führungsposition sitzt.

Wie haben Sie sich rechtlich abgesichert?
Zusammen mit unserer Rechtsabteilung.

Ähnlich wie bei Harvey Weinstein haben die Frauen jahrelang geschwiegen. Viele fragen sich, warum. Wie erklären Sie das?
Im Rückblick ist das Bild immer klarer, als wenn man mittendrin steckt. Aber es gibt ganz unterschiedliche Gründe: Man findet es im Moment vielleicht gar nicht so schlimm und merkt erst später, dass man sich hätte wehren sollen. Man will sich nicht exponieren, schliesslich muss man gegen den Chef vorgehen. Und viele mochten und mögen De Schepper ja, auch wenn sie sein Verhalten abstossend fanden. Man geht davon aus, dass einem eh niemand glaubt, oder dass eine Meldung wirkungslos verpufft. Und manche fanden, dass sie sich selber wehren können. Es gab auch Frauen, die Ohrfeigen verteilten.

«Es braucht viel, um formal Beschwerde einzureichen und wer das tut, exponiert sich doch sehr.»

Warum haben sich die Frauen, mit denen Sie geredet haben, nicht gewehrt?
Teilweise haben sie sich gewehrt. Aber es braucht schon viel, um formal Beschwerde einzureichen und wer das tut, exponiert sich doch sehr. Und es gibt ja auch wirklich Risiken. Es gibt ein typisches Muster, dem ich auch bei anderen Recherchen begegnet bin: Frauen werden sexuell belästigt und melden das bei der zuständigen Stelle. Dann hören die Belästigungen auf, dafür heisst es dann plötzlich, die Mitarbeiterin performe schlecht. Die sexuelle Belästigung geht in Mobbing über.

Sie sehen sich mit dem Vorwurf der Hexenjagd konfrontiert. Was sagen Sie dazu?
Momentan gibt es viele Diskussionen rund um MeToo, auf allen möglichen Kanälen und zu allen möglichen Formen des «Sexual Misconduct». Das sind schwierige und manchmal auch schmerzhafte Diskussionen. Aber ich finde es extrem wichtig, dass sie geführt werden, das war für uns auch einer der Gründe, das zu veröffentlichen. Nicht nur, wenn es um klare Übergriffe geht, auch dort, wo das Fehlverhalten im Graubereich liegt. Wir müssen darüber diskutieren, was akzeptabel ist und was nicht. Wie wir Grenzen markieren können. Und Frauen sollen sehen, dass sie sich eine solche Behandlung nicht gefallen lassen müssen.

Welche Konsequenzen wird der Artikel haben?
Das ist schwierig abzuschätzen. Bei solchen Geschichten ist die Dynamik nicht kontrollierbar. Es liegt auch nicht an uns, das zu entscheiden.

«Ein Mann, der eine Frau anzüngelt, ihr an die Brust grapscht, an den Po fasst, weiss, dass das falsch ist. Jetzt weiss er auch, dass es Konsequenzen hat.»

Welche Folgen erhoffen Sie sich?
Dass wir endlich an den Punkt gelangen, wo Männer Frauen nicht mehr so behandeln. Warum wurde ein solches Verhalten so lange toleriert? Weil es keine Konsequenzen hatte. Das ändert sich hoffentlich. Ich hoffe aber auch, dass der Umgang zwischen Männern und Frauen nicht paranoid wird. Dass Frauen, die sich belästigt fühlen, ihre Grenzen erkennen und zeigen. Dass Männer sie akzeptieren. Dass wir auch künftig immer noch spielerisch und flirtend miteinander umgehen können. Denn so schwierig ist die Unterscheidung zwischen richtig und falsch ja eigentlich nicht: Ein Mann, der eine Frau anzüngelt, ihr an die Brust grapscht, an den Po fasst, weiss, dass das falsch ist. Jetzt weiss er auch, dass es Konsequenzen hat.

Vier Beweise, dass Weinsteins Verhalten kein Geheimnis war

Play Icon

Video: Angelina Graf

#MeToo: Diese Frauen belasten Harvey Weinstein

Das könnte dich auch noch interessieren:

Sexismus-Alarm am Frauentag: Ostschweizer Radio vergleicht Frauen mit Strassen 🤔

Link to Article

Sexismus auf Staatsebene: Trumps unangebrachte Bemerkung zu Macrons Frau Brigitte

Link to Article

So nicht, Männer! Warum ich mich für gewisse Genossen schäme

Link to Article

Sexismus-Alarm bei den SBB – die «schlauen Füchsinnen» finden nicht alle toll

Link to Article

Sexistische Kackscheisse! Google-Entwickler sagt, warum Männer bessere Programmierer sind

Link to Article

Sexismus-Alarm beim Tech-Giganten – was vom Googler-Manifest zu halten ist

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

139
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
139Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • John Carter 21.12.2017 19:11
    Highlight Highlight Interessant, jetzt masst sich eine Tagi Redakteurin an, gegen den Vize-Chef eines Konkurrenzblattes vorzugehen, obwohl nicht selber betroffen.

    Das ist schon fast wie die Kopfgeldjäger in Amerika (ja, das gibt es tatsächlich). Glaube kaum, dass er das überleben wird.

    Man stelle sich vor, keine Verurteilung, kein Richter, nichts. Nur Frau Binswanger die viral geht und alle laufen Amok. Welcome to wonderworld!

    Der richtige Weg wäre, wenn Sie die Frauen bei einer Anzeige unterstützt hätte und erst im Fall einer Verurteilung medial raus gegangen wäre. So wird der gute De Schaepper
    • SanchoPanza 22.12.2017 07:05
      Highlight Highlight hallo?! genau das ist der Job von Journalisten! Stories recherchieren und veröffentlichen! Sollten Journis nur recherchieren dürfen was sie selber betrifft hätten wir eine ziemlich schlecht informierte Welt.
    • John Carter 22.12.2017 17:27
      Highlight Highlight Aber hallo Sancho..

      Bin ja nicht gegen das Recherchieren. Aber dann nur den Namen des Beschuldigten zu veröffentlichen und das ohne richterlichen Beschluss, ist doch schon fast wie Selbst-Justiz.

      Stell Dir mal vor, irgend ein über motivierter Journalist publiziert eine "üble Geschichte" aus der Vergangenheit über Dich und publiziert das dann in den Medien ohne Rückfrage.

      Mein lieber Scholli - da hättest Du aber sicherlich Deine Freude..
  • silver*star 21.12.2017 17:55
    Highlight Highlight Ich glaube jetzt braucht es bald ein paar mutige Simmen von wirklich emanzipierten Frauen.

    Sonnst laufen wir hier voll in eine Art, modernen Hexer Wahn hinein.

    Diese ganze Sexismus Debatte ähnelt immer mehr, Mao, s Kulturrevolution.

    Und wir Männer sind ja nicht in der Lage, uns dagegen zur Wehr zu setzen.
    • SanchoPanza 22.12.2017 07:07
      Highlight Highlight wogegen soll ich mich den wehren? gegen eine recherchierte Story über einen mächtigen Typen der Frauen angrapscht? Seh das Problem nicht ehrlich gesagt.
      Bisher hab ich noch keine grossen Fälle von Falschbeschuldigungen mitgekriegt, bin aber ehrlich froh wenn mir das jemend belegen kann.
    • Citation Needed 22.12.2017 12:34
      Highlight Highlight Am besten Klappe halten, sonst ändert sich womöglich noch was. Wär ja fürchterlich.
      IRONY OFF

      Korrektur, silver*star. Es geht nicht gegen "Wir Männer". Es kann nicht einfach jeden treffen. Es geht gegen jene, die bisher ungestraft ihre Machtpositionen zum rumgrapschten oder schlimmerem missbrauchten. Und zwar systematisch. Warum konnten sie's? Weil niemand aufmuckte, M und F. Das soll geändert werden: enn keineR mehr wegschaut und v.A. wenn man Betroffenen glaubt statt abzuwimmeln, dann ist da gar nicht schlechtes dran, im Gegenteil.
  • a-minoro 21.12.2017 15:45
    Highlight Highlight Nur schon anhand der Kommentare hier sieht man(n), dass eine Diskussion über "sexuelle Gewalt" - denn darum geht es hier - dringend notwendig ist!
    • Enzasa 21.12.2017 22:16
      Highlight Highlight Sorry sollte Herz sein
  • äti 21.12.2017 15:25
    Highlight Highlight Das waren noch Zeiten, als wir mit einem Fell bekleidet und einer Keule in der Hand durch die Wälder streiften, um was Weibliches zu erlegen. Da waren die Verhältnisse noch klar. Wir haben noch immer einen weiten Weg.
    • Echo der Zeit 21.12.2017 17:55
      Highlight Highlight "Das waren noch Zeiten, als wir mit einem Fell bekleidet und einer Keule in der Hand durch die Wälder streiften, um was Weibliches zu erlegen" Das war eben nicht so - nur Kooperation zwischen denn Geschlechtern sicherte Entwicklung. Ich Empfehle in diesem Zusammenhang das Buch von Joachim Bauer - "Schmerzgrenze vom Ursprung Alltäglicher und Globaler Gewalt" ist Lesenswert - Ach, wärs doch so schön Miteinander als nur nebeneinander.
  • Boerig 21.12.2017 15:16
    Highlight Highlight '...Nicht nur, wenn es um klare Übergriffe geht, auch dort, wo das Fehlverhalten im Graubereich liegt...' Aus einer dringend nötigen Debatte über Grenzen im Umgang von Männlein mit Weiblein, wird inzwischen eine andere Grenze überschritten: Die der Unschuldsvermutung und der Verhältnismässigkeit. Ein Pranger für zwar wahrscheinliche, weil angehäufte Gerüchte, bleibt ein Pranger, solange die Schuld nicht rechtlich bewiesen ist - und somit ebenso verwerflich und hat nichts mit zivilisiertem Verhalten zu tun, so ätzend die Geschichten sind.
    • Herr J. 21.12.2017 17:03
      Highlight Highlight Ein merkwürdiges Verständnis von Öffentlichkeit. Dann dürfte also über jeden ev. justiziablen Fall erst berichtet werden, wenn die letzte Instanz ihr endgültiges (göttliches?) Urteil gefällt hat?
      Eine öffentliche Diskussion kann und soll bereits vorher stattfinden.
      Und zum "Pranger": Der Beschuldigte soll sich doch erklären und zur Wehr setzen, dann kommt die Debatte voran und wir alle lernen dazu.
    • SanchoPanza 22.12.2017 07:09
      Highlight Highlight hast du das Interview gelesen? Wäre es bei Gerüchten geblieben, hätte es meinen Artikel zu De Werner gegeben!
  • alles auf rot 21.12.2017 15:11
    Highlight Highlight Wer dem Artikel richtig liest, wird merken, dass besagter Herr durchaus mit den Namen konfrontiert wurde.
    Aber die haben in der Öffentlichkeit nichts zu suchen.
    Eine anonyme Anschuldigung ist es auch nicht. Es wurde ja nicht irgendwo angerufen, beschuldigt und dann aufgelegt. Die Namen sind bekannt und wurden nicht veröffentlicht. Warum dies nicht für den Beschuldigten gilt, steht auf einem anderen Blatt.
  • Gubbe 21.12.2017 14:24
    Highlight Highlight Da haben wir's wieder. Jeden Tag neue anonyme Anschuldigungen. Ich bin ein entschiedener Gegner von Grabschereien. Ein Gesetz braucht es dazu nicht. Irgendwo her habe ich gehört, dass auch Frauen recht sexistisch reden können. Auch bei zweideutigen Witzen wird gerne mitgelacht. Aber ist das schon Anmache? Hat unsere multisexuelle Gesellschaft das Anstandsmass überspannt? In Schweden ist das Ganze aus dem Ruder gelaufen. Wie langweilig werden zukünftige "Begegnungen" wohl sein?
    • goalfisch 21.12.2017 15:21
      Highlight Highlight du hast es vielleicht nicht begriffen. jede(r) mit ein wenig Sozialkompetenz weiss, wann das gegenüber es nicht mehr lustig findet.
      und für jene, die eben keinen blassen schimmer von einfühlungsvermögen haben, brauchen nun halt #metoo bis sie es begreiffen.
    • Citation Needed 22.12.2017 13:29
      Highlight Highlight Die Anschuldigungen sind nicht anonym, sie sind zum Schutz der Opfer einfach nicht öffentlich genannt. Hier sind den Journalisten die Namen der Opfer bekannt, die Fälle wurden, wo möglich, durch Dritte verifiziert (also bezeugt). Da spaziert ja nicht einfach irgendwer daher und macht aus dem Blauen heraus wilde anonyme Anschuldigungen.

      Diese Vorstellung auch, dass Sex künftig langweilig und unromantisch würde, wenn man Grapscher endlich mal zur Rechenschaft zieht, ist völlig unverständlich. Was soll so unsexy dran sein, das Gegenüber respektvoll zu behandeln?
  • hävi der spinat 21.12.2017 12:54
    Highlight Highlight Schon krass. Als es um die Affäre Schutzbach ging, die als Dozentin einer Universität, privat demokratiefeindliches Gedankengut ins Internet stellte, hat sich eben diese Frau Binswanger noch GEGEN jegliche Form von Öffentlichkeit gewehrt.

    "wir basteln uns eine Reizfigur" hieß damals ihr Artikel in dem moniert wurde, es gehe nur darum, "eine neue Sau durchs Dorf zu treiben"

    Dies scheint jetzt, im Fall von De Schepper überhaupt nicht zu gelten. Obwohl durch ANONYME Anschuldigungen, seine Kariere ruiniert wird.
    Der Bastler der "Reizfigur" diesmal, Frau Binswanger SELBST! (...)
    • dä dingsbums 21.12.2017 14:01
      Highlight Highlight Naja, im besagten Artikel kritisiert sie nicht, dass etwas öffentlich wird, sondern die künstliche Aufregung und den Shitstorm der "Affäre Schutzbach".

      Wer das nachlesen möchte: https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/Wir-basteln-uns-eine-Reizfigur/story/15322289

      Die Opfer/Anklägerinnen sind nur für die Öffentlichkeit Anonym, den beiden Journalisten sind sie bekannt.

      Ausserdem, einen Shitstorm kritisieren ist nicht das Gleiche, wie nach einer Recherche und zahlreichen Gesprächen mit Betroffenen einen Grapscher bloszustellen, finde ich.
    • silver*star 21.12.2017 15:12
      Highlight Highlight dingsbums

      "...Ausserdem, einen Shitstorm kritisieren ist nicht das Gleiche, wie.."

      Wie selbst einen lostreten?
    • Nick Name 21.12.2017 20:50
      Highlight Highlight Bitte hävis Kommentar – allenfalls – erst herzen, nachdem man sich über beide Fälle gut ins Bild gesetzt hat. Und nicht bloss aufgrund des Kommentars...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Betty88 21.12.2017 12:53
    Highlight Highlight Vor 9 Jahren (mit 20J) wurde ich in der damaligen Firma auch durch zwei Männer an den Po angefasst. Als ich das meldete hiess es man werde es abklären. Und am Schluss war es einfach nur ein Missverständnis.
    • Betty88 21.12.2017 13:14
      Highlight Highlight (Also es wurde von der Chefin als Missverständnis abgetan)
    • dä dingsbums 21.12.2017 14:05
      Highlight Highlight Ernst gemeinte Frage an die Blitzer hier.

      Wieso wird dieser Kommentar geblitzt?

      Glaubt man es nicht?
      Nicht so schlimm?
      Weil nicht sein kann was nicht sein darf?

      Nimmt mich wirklich wunder.
    • The Writer Formerly Known as Peter 21.12.2017 15:02
      Highlight Highlight Was will uns der Bericht sagen? Das das vorkommt? Das alle Männer Schweine sind? Komme auch nicht draus. Das #metoo ändert nichts daran, dass Sexismus nicht geht. Ging nie und wird nie gehen. Nur Betty bringt das nicht weiter. Das einzige was man in diesem Fall machen kann, die Arbeitsstelle wechseln. Anzeigen bringt hier nicht viel. Es wird bei solch leichten Fällen nichts geschehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • allanisreading 21.12.2017 11:33
    Highlight Highlight keine beweise, kein verfahren und erst recht kein urteil. das ist eine hexenjagd, nichts anderes.
    als mann wurde ich bereits mehrfach von frauen sexuell belästigt. interessanterweise ist das laut den frauen was anderes und nicht zu vergleichen.
    ich hoffe sehr, dass dieses theater nach hinten losgeht und frauen in zukunft beweisen müssen, was geschehen sein soll. aber vermutlich werden wir es wie schweden im gesetz verankern, dass eine anschuldigung grund genug für eine verurteilung ist. doppelmoral ist das stichwort und die tugend der stunde.
    • Angelo C. 21.12.2017 11:58
      Highlight Highlight Ich bin geneigt, dir mehrheitlich recht zu geben.

      Zwar gibt es kaum Zweifel, dass viele Chefs ihre Untergebenen sexistisch anmachen, doch daraus einen Rundumschlag gegen die ganze Gattung Mann zu machen, ist ohne Zweifel Geschlechterkampf und übersteigerter Feminismus pur, eine Neuauflage der Hexenjagd 🤔!

      Individuell sehr oft unbewiesene Behauptungen, nur um jemand den man hasst nachhaltig zu schädigen.

      Und nun das groteske Modell Schwedens, tztz 🙄!

      Ich habe meinen Söhnen empfohlen, sich eine Frau aus Lateinamerika oder Asien zu suchen, wo diese Dekadenzformen noch überschaubar sind.

    • Herr Ole 21.12.2017 12:40
      Highlight Highlight Keine Ahnung, wie Sie auf diese Idee vom Schwedischen Rechtssystem kommen. Das Gesetz sieht völlig anders aus.
    • olga 21.12.2017 12:58
      Highlight Highlight Und wie stellst du dir die Beweisführung vor? Wie soll eine Frau sexuelle Belästigung beweisen können, wenn keine Zeugen anwesend waren?
    Weitere Antworten anzeigen
  • praxis 21.12.2017 11:15
    Highlight Highlight Das Ziel, eine allgemeine Verhaltensänderung zu erwirken, ist ein wichtiges und richtiges Ziel. Es geht wohl nicht ohne Demaskierung von Tätern, auch wenn in diesem Fall zu viel Anonymität und wahrscheinlich zu wenig wirklich Strafbares vorhanden ist.
  • smarties 21.12.2017 11:03
    Highlight Highlight Sorry liebe Hater, aber subtiele Aktionen sind häufig! Einzeln fast unbedenklich, gehäuft mulmig und mit Selbstzweifel verbunden.
    Äusserungen bringen meist nichts - ein "Ach, sei nicht so empfindlich!" ist noch eine gute Reaktion, verglichen mit allfälligen Gerüchten/ Racheakten..
    • Mitsch 21.12.2017 13:47
      Highlight Highlight @smarties

      könnten sie "subtil" etwas genauer definieren?
    • smarties 21.12.2017 15:10
      Highlight Highlight Zb zweideutiger Unterton. Einmal ok. Auf Dauer unangenehm. Oder Blicke, die dich auszuziehen scheinen
    • Normi 21.12.2017 15:13
      Highlight Highlight also nehmen wir mal den Fall Kachelmann

      Sie finden es also Gut, einen Mann Unschuldig in der Öffentlichkeit zu Zerstören ?

      Sie finden es also Gut, dass er nie mehr in seinem Job arbeiten kann ?

      Sie finden es also Gut, dass er für immer als Perverser Vergewaltiger gilt, obwohl er in mehreren Verfahren für Unschuldig befunden wurde ?(Video unten)

      Sie befürworten also Vorverurteilungen, Bedrohungen, Hetze, Beleidigungen und Doppelmoral ?

      Sie finden es also Gut, dass nach Fällen wie Kachelmann Opfer von Sexuellergewalt noch viel mehr mühe haben Anzeige zu erstatten ?
      Wem soll das Helfen
      Play Icon
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tropfnase 21.12.2017 11:03
    Highlight Highlight Wer Frau nicht passt wird Beschuldigt, der neue Volkssport 😂
    • Herr Ole 21.12.2017 12:41
      Highlight Highlight Ja, ich finde systematische sexuellr Belästigung auch sehr lustig. Ha ha
  • amore 21.12.2017 10:56
    Highlight Highlight Mit me too und dem ganzen anonymen Hype sind wir in einer ganz besonderen Aera eines Unrechtssystems angelangt. Das geht in einem Rrechtsstaat überhaupt nicht. Wer strafrechtlich Taten verübt hat muss angezeigt werden, das rechtmässige Verfahren wird durchgeführt und das Resultat setzen Richterinnen und Richter fest. Eine anonyme zur Schaustellung sexueller Übeltäter lässt eine Unschuldsvermutung gar nicht mehr zu. Die Strafbehörden werden ja auch aktiv, wenn die Opfer anonym Anzeige erstatten.
    P.S. Ich bin der Meinung, dass Sexualstraftäter hart bestraft werden sollen.
  • Mitsch 21.12.2017 10:56
    Highlight Highlight Ich find's super dass dieses Thema endlich breit diskutiert wird. Finds aber nicht OK, das konsequent in Form eines öffentlichen Prangers abzuwickeln. Recherchieren, Material an die Gerichte, Personalabteilung sowie GL und VR liefern und die ihren Job machen lassen. Wenn dann nichts passiert, kann man immernoch an die Öffentlichkeit gehen. So empfind ich's aber schlicht als persönliche Vendetta und Selbstjustiz.

    • Nick Name 21.12.2017 20:59
      Highlight Highlight Das Ungleichgewicht an Aufwand – zeitlich, finanziell, psychisch, emotional – ist aber bei Ihrem vorgeschlagenen Vorgehen auf potenzielle Opfer und TäterInnen bezogen enorm, ausserdem wohl in vielen Fällen schlicht aussichtslos, was eine gerechte Behandlung der Involvierten am Ende angeht.
      Ist denn das auch ok?...
  • Dan Rifter 21.12.2017 10:47
    Highlight Highlight Komisch, im Blick ist nichts dergleichen zu lesen.

    Das war bei CVP-Buttet anders..
  • w'ever 21.12.2017 10:44
    Highlight Highlight gibt es eine funktion auf eurer page, bei der man(n) die ganzen vorwürfe (es sind vorwürfe!), anschuldigungen und #metoomimimi ausblenden kann?
    ich kanns echt nicht mehr hören.
    jede und jeder wurde vermutlich mal angemacht obwohl man es nicht wollte.
    • Walter Sahli 21.12.2017 12:16
      Highlight Highlight "Ich kann's echt nicht mehr hören!" sagte w'ever und verliess kopfschüttelnd das Zimmer als seine 16jährige Tochter weinend nach Hause kam und erzählte, sie sei im Bus angegrapscht worden...

      Wir Männer sind so arme Opfer!
    • olga 21.12.2017 13:02
      Highlight Highlight Hey du, weisst du was: Ich kanns auch nicht mehr hören. Aber weisst du, was ich auch nicht mehr haben will: Sexuelle Belästigung und ihre Verharmlosung. Solange das nicht aufhört werden auch solche Artikel nicht aufhören und das ist gut so. Wenn es dich nervt, dann kannst du dich höchstens dafür stark machen, dass Sexismus und Diskriminierung (und ich spreche von beiden Geschlechtern) aus unserem Alltag verschwindet.
    • w'ever 21.12.2017 13:13
      Highlight Highlight nein! wehr dich,
      auf dem rechtlichen weg, und nicht durch irgendwelche hexenjagden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Statler 21.12.2017 10:22
    Highlight Highlight «[...],dass der Umgang zwischen Männern und Frauen nicht paranoid wird» – genau das scheint aber bereits zu geschehen.
    Ich habe eigentlich nur ein Problem mit dieser Debatte: statt die Geschlechter zusammenzubringen, Verständnis füreinander zu fördern (denn genau daran mangelt es), wird ein Keil zwischen Männlein und Weiblein getrieben, der die Gräben und Vorurteile zwischen ihnen grösser macht, statt für Beruhigung zu sorgen.
    Ich kann die Empörung zwar verstehen, hilfreich ist sie aber kaum.
  • drüber Nachgedacht 21.12.2017 10:18
    Highlight Highlight Wie wurden die Frauen nun genau belästigt.
    Leider kann ich das aus dem Artikel von Watson nicht herauslesen.
    Ich denke jedoch, wenn eine Person öffentlich denunziert wird, sollte doch mindestens geschrieben werden, was er denn verbrochen hat.
    Wann ist eine Berührung eine sexuelle Belästigung?

    Einfach zu schreiben er hat sich nicht korrekt verhalten, , ist dann doch sehr wenig.



    • pun 21.12.2017 11:59
      Highlight Highlight Es handelt sich um ein Folge-Interview mit der Journalistin, die in einem Artikel darüber schreibt, wie Frauen von dem Typen belästigt wurden. Logischerweise wird dabei nicht nochmal der ganze Artikel rezitiert, da der Artikel auf einer anderen Plattform erschien.

      Schau, da gehts zum Auslöser des Interviews: https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/chef-der-zudringlichkeiten/story/12768479
    • drüber Nachgedacht 21.12.2017 14:43
      Highlight Highlight Der Artikel im Tagi ist nur für Abonnenten.

      Somit hat ein Grossteil der Leser hier keine Möglichkeit sich über die Fakten zu informieren.

      Es ist ja wohl ein Unterschied, ob der angebliche Täter seinen Opfern nach der Weihnachtsparty einen Kuss auf die Wangen gegeben hat, oder ob er die Opfer zu sexuellen Handlungen gezwungen hat.

      Als Leser von nur dem Watson Artikel gehe ich davon aus, dass der Täter die Opfer zu ungewollten sexuellen Handlungen gezwungen hat. Ansonsten wäre es ja wohl keinen Artikel wert.

      Oder vielleicht doch nicht???

    • goalfisch 21.12.2017 15:27
      Highlight Highlight ähm, wann sollte ein chef überhaupt seine angestellte berühren?
      NIE
      ... ausser es liegt ein medizinischer notfall vor ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • pun 21.12.2017 10:15
    Highlight Highlight Unglaublich. Langsam nervts.
    User Image
    • dä dingsbums 21.12.2017 14:13
      Highlight Highlight Mich nervt es überhaupt nicht.

      Und wenn diese News und Diskussionen dazu führen, dass solche Dinge meinen Töchtern erspart bleiben, wenn sie mal Erwachsen sind, bitte mehr davon.

      Wenn es Dich nervt, lies einfach die Artikel nicht. Ganz einfach.
    • pun 21.12.2017 17:25
      Highlight Highlight Hä? Mich nerven die Männer, die unter solchen Artikeln kommentieren, dass sie das Thema langsam nervt. Dachte das Meme unter meinem Kommentar ist da recht eindeutig.
    • pun 21.12.2017 17:25
      Highlight Highlight Sonst natürlich ganz deiner Meinung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dharma Bum(s) 21.12.2017 10:12
    Highlight Highlight Ganz vergessen: #MeToo eine Pizza bitte!
  • DonPedro 21.12.2017 10:11
    Highlight Highlight Jetzt dürften sich auch bei den Chefredaktoren die eignen Reihen lichten!
  • Raphael Stein 21.12.2017 10:06
    Highlight Highlight Na dann scheppert das aber gehörig im Glaskasten.
  • pamayer 21.12.2017 10:03
    Highlight Highlight sehr sorgfältig aufgegleister und abgestützer artikel über ein beschissenes thema von männern, die immer noch glauben, sich zu nehmen, was sie 'brauchen', sei ihr männliches recht.
    danke allen beiteiligten.
    es gibt ihn noch, den guten journalismus.
    • JackMac 21.12.2017 13:49
      Highlight Highlight Ich würde sagen es ist Rufmord, nicht?
      Seit wann gilt in unserem Rechtsystem keine Unschuldsvermutung mehr?
    • Herr Ole 21.12.2017 17:58
      Highlight Highlight Zeitungsartikel sind kein Bestandteil des Rechtssystems.
    • John Carter 21.12.2017 19:32
      Highlight Highlight Findest Du das wirklich guten Journalismus; Er ist schuld - wir wissen das genau! So etwas tönt guter Journalismus bei Dir.

      Guter Journalismus hätte die betroffenen
      Damen/Herren zu einer Anzeige begleitet und erst im Fall einer Verurteilung einen treffenden Artikel formuliert.

      So ist es reine Hexenjagt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mia_san_mia 21.12.2017 09:38
    Highlight Highlight Unglaublich. Langsam nervts.
    • pamayer 21.12.2017 09:51
      Highlight Highlight so so. die frauen sollen sich bereitwillig begucken, begrabschen und bebumsen lassen?!
    • smarties 21.12.2017 09:52
      Highlight Highlight Was?
    • Sauäschnörrli 21.12.2017 09:58
      Highlight Highlight Trotzdem klickst du munter weiter drauf, liest es und lässt sogar ein Kommentar da. 🙃
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. D. 21.12.2017 09:35
    Highlight Highlight Ich denke, bei der Schweizer Illustrierten rauchen jetzt die Köpfe gewaltig. Soll man es totschweigen ? Schlechte Idee.
    Soll man sich hinter Werner de Schepper stellen ? Sehr schlechte Idee.
    Ja, morgen wird die ganze Schweiz in die Illustrierte schauen. Es ist jetzt auch für Schweizer Illustrierte eine heikle Angelegenheit.
  • Dinolino 21.12.2017 09:34
    Highlight Highlight ...oje der Herr wurde weder angezeigt noch verurteilt. Ist das nicht Rufmord mit einer Prise Selbstjustiz?
    • just sayin' 21.12.2017 09:58
      Highlight Highlight natürlich.
      aber das hat die metoo-bewegung noch nie abgehalten, leben zu zerstören
    • Sarkasmusdetektor 21.12.2017 10:53
      Highlight Highlight Rufmord ist es nur, wenn etwas behauptet wird, was nicht stimmt. Wenn es stimmt, hat er seinen Ruf selbst zerstört.
    • walsi 21.12.2017 13:26
      Highlight Highlight @Tigerspirit: Ob Anschuldigung stimmen oder nicht entscheidet bei uns immer noch die Gerichte. So lange niemand rechtskräftig verurteilt ist gilt er als unschuldig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 21.12.2017 09:31
    Highlight Highlight “Dann hören die Belästigungen auf, dafür heisst es dann plötzlich, die Mitarbeiterin performe schlecht. Die sexuelle Belästigung geht in Mobbing über."

    Das ist ein Muster, das nicht nur bei den sexuellen Belästigungen nach dem platzieren eines Vorwurfs sich ergeben kann. Häufig erreicht man zwar dass ein Fehlverhalten eingestellt wird, es folgt aber postwendend die Reaktion zum Nachteil Derjenigen die die Untat angeprangert gaben. Beliebtes Muster zB. selbst bei Verwürfen gegen Gemeindebehörden oder im Schulwesen.
    • Sheez Gagoo 21.12.2017 13:13
      Highlight Highlight Kann ich bestätigen. Ich wurde von einem ehemaligen Vorgesetzten mehrfach rassistisch angegangen. Habe es gemeldet und wurde entlassen.

30 Prozent aller Nonnen werden missbraucht. Doris Wagner war eine davon, sie befreite sich

Die 34-jährige Philosophin und Theologin spricht mit uns über ihr tragisches Leben hinter Klostermauern. Und darüber, wieso sie jetzt im Schweizer Dokfilm «#Female Pleasure» mitmacht.

Wenn ich mir Männer und Frauen in der Bibel anschaue, läuft es immer auf diese ganz einfache Ordnung hinaus: Der Mann kann herrschen, aber er kann sich nicht beherrschen. Jedenfalls nicht, wenn er sich einer Frau gegenübersieht. Die ist automatisch eine Versuchung.In der Bibel, auch der christlichen Tradition, ist so viel drin, was auch toll ist. So viele Sachen, die wertvoll sind, die schön sind, die mich durchs Leben tragen, die Freude machen. Das Problem ist, dass das immer alte Männer …

Artikel lesen
Link to Article