Schweiz
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«Man muss sich eine ‹Schwulenheilung› wie eine psychische Vergewaltigung vorstellen»

Mit «Therapien» gegen Homosexualität sollen Minderjährigen und jungen Erwachsenen gleichgeschlechtliche Neigungen ausgetrieben werden. Das Angebot ist vor allem in evangelikalen und freikirchlichen Kreisen verbreitet – und für die Betroffenen oftmals mit viel Leid verbunden, sagt Michel Rudin, Co-Leiter von Pink Cross.



BDP-Nationalrätin Rosmarie Quadranti hat den Bundesrat aufgefordert, sich der Problematik der «Schwulenheilung» bei Minderjährigen anzunehmen. Der Bundesrat sagte, es bestünde keine Notwendigkeit für eine neue Strafnorm. Was halten Sie davon?
Michel Rudin: Wir sind grundsätzlich enttäuscht von der Stellungnahme. Klar, theoretisch bestehen schon jetzt Möglichkeiten für Betroffene, sich zu wehren, aber im Alltag ist es so: Kinder und Jugendliche, die sich einer solchen Therapie unterziehen, stammen aus einem Umfeld, dem man sich nicht einfach so entziehen kann, das ist ein Teufelskreis. Wir sehen also nach wie vor Handlungsbedarf, vor allem sollten die entsprechenden Therapien endlich verboten werden.

«In der Schweiz werden nach wie vor Therapien auch bei Minderjährigen durchgeführt, die eine Heilung von Homosexualität versprechen»

BDP-Nationalrätin Rosmarie Quadranti

Image

bild: michelrudin

Zur Person

Michel Rudin hat Geschichte, Philosophie, Betriebswirtschaft und Recht studiert. Der 31-Jährige ist Co-Präsident von Pink Cross und GLP-Grossrat in Bern.

Was ist genau unter der «Heilung von Homosexuellen» zu verstehen?
Alleine schon der Begriff ist eine sprachliche Absurdität. Es ist mittlerweile seit 30 Jahren Common sense, dass Homosexualität keine Krankheit ist, also gibt es auch nichts zu heilen. Was die Therapeuten, Psychologen und Seelsorger mit ihren pseudo-wissenschaftlichen Methoden probieren, ist, über psychische Umpolung – man kann es auch Gehirnwäsche nennen – die Triebe der Jugendlichen umerziehen.

Der Bundesrat schreibt in einer Stellungnahme, ihm seien keine Organisationen oder Personen bekannt, die Therapien gegen Homosexualität bei Minderjährigen anbieten. Mit einer einfachen Websuche stösst man schnell auf entsprechende einschlägige Webseiten.
Nun, es ist ja nicht die Aufgabe des Bundesrats, hier zu recherchieren. Wir wissen von den Angeboten, sie sind äusserst niederschwellig.

In welchen Kreisen werden diese Therapien in der Schweiz durchgeführt?
In erster Linie im christlich-konservativen Milieu, also in evangelikalen Kreisen, innerhalb des freikirchlichen Spektrums und bei christlichen Sekten. Allgemein gesagt: Dort, wo ein konservatives Weltbild gekoppelt ist mit einer religiösen Lebensweise. Ausserhalb wäre mir nichts bekannt. Das Grundmotiv liegt praktisch immer in der Religion.

Wie muss man sich solche Therapien vorstellen?
Es gibt verschiedene Methoden, eine ist an Psychotherapien angelehnt. So werden Sitzungen abgehalten und über Verfehlungen und Ängste gesprochen und langsam wird einem eingeredet, dass man enthaltsam leben sollte, oder sich in eine Hetero-Beziehung begeben muss. Alles in allem ist es schlicht eine Unterdrückung des höchstpersönlichen Triebes, was für die Betroffenen natürlich mit viel Leid verbunden ist.

«Wenn mit einer Gehirnwäsche an der sexuellen Ausrichtung herumgeschraubt wird, dann hat das Auswirkungen auf die Psyche, da muss man kein Arzt sein, um das zu konstatieren.»

Pink Cross und andere LGBT-Organisationen bieten Beratungsangebote für Betroffene an.
Ja, aber wie gesagt, die Hemmschwelle ist enorm gross. Viele schaffen den Ausstieg gar nie, wir haben natürlich nur von einem Bruchteil der Betroffenen Kenntnis, die Dunkelziffer ist hoch. Sich bei einer entsprechenden Beratungsstelle zu melden, ist mit viel Scham verbunden. Und die Verantwortlichen strafrechtlich zur Rechenschaft zu ziehen, ist noch viel schwieriger. Stellen Sie sich vor: Ihre Familie, Ihre besten Freunde, Ihre ganze soziale Umgebung, alle sind involviert: Würden Sie dann eine Strafanzeige machen? Wohl eher nicht, vielleicht mag man als Opfer auch nicht mehr weiterkämpfen, ist erschöpft, lässt es beruhen. Das ist verheerend.

Was verursachen denn diese Therapien bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen?
Wenn mit einer Gehirnwäsche an der sexuellen Ausrichtung herumgeschraubt wird, dann hat das Auswirkungen auf die Psyche, da muss man kein Arzt sein, um das zu konstatieren. Die Integrität der Person – wozu auch die sexuelle Neigung gehört – wird in Frage gestellt. Natürlich heisst das nicht, dass alle Personen gleich reagieren, die individuellen Veranlagungen spielen eine Rolle. Aber die Gefahr ist da, dass im schlimmsten Fall Persönlichkeitsstörungen und Depressionen aus diesen Therapien resultieren. Das ist ein weiterer Grund, warum man intervenieren sollte: Die Gesellschaft trägt diese Folgekosten schlussendlich mit.

Apropos Kosten: Gibt es Hinweise darauf, dass Dienstleistungen von Psychotherapeuten über die Krankenkasse abgerechnet werden? Also der Steuerzahler dafür aufkommt?
Ja, das kommt vor. Die Therapeuten, die solche Angebote bereitstellen, sind ja Fachleute, die eine entsprechende Ausbildung haben, deshalb können sie ihre Behandlungen auch über die Krankenkasse abrechnen.

Levitikus 20:13 «Und wenn ein Mann bei einem Mann liegt, wie man bei einer Frau liegt, so haben beide einen Gräuel verübt; sie sollen gewisslich getötet werden, ihr Blut ist auf ihnen.»

3. Buch Mose, Levitikus – eine der wenigen Stellen in der Bibel, die homosexuelle Handlungen thematisiert.

Und was steht dann auf der Abrechnung? «Umpolung von Homosexuellen»?
Nein, da wird natürlich ein Geheimnis darum gemacht. Anstatt das Kind beim Namen zu nennen, steht dann halt: «Depression». Als Arzt weiss man schon, welche Formulierungen man gebrauchen muss, damit keine kritischen Fragen auftauchen.

Nicht selten handelt es sich bei den Therapeuten, die solche Behandlungsmethoden anbieten, selber um «geheilte» Schwule. Wie erklären Sie sich diesen Umstand?
Das zeigt genau den Teufelskreis auf. Die ungesunde Haltung, die sich solche Therapeuten selber eingeredet haben, oder eingeredet bekommen haben, geben sie nun weiter.​

Früher wurden Elektroschocks eingesetzt, um Schwule umzupolen, Ende 2014 ist es deswegen in China zu einem aufsehenerregenden Prozess gekommen. Gibt es in der Schweiz noch Behandlungsmethoden, die derartige Mittel anwenden?
Wir wissen nichts von solchen Methoden, zum Glück. Es wäre aber falsch, wenn der Eindruck entsteht, dass diejenigen psychischen Therapien, wie sie in der Schweiz praktiziert werden, harmloser wären: Das ist wie eine psychische Vergewaltigung.

Gehen die Leute, die bei einer LGBT-Anlaufstelle ein Angebot in Anspruch genommen haben, anschliessend wieder zurück in ihre Gemeinde?
Auch hier: Es gibt keine Zahlen. Aber es ist natürlich festzuhalten, dass es Christen gibt, die homosexuell sind und ihre Homosexualität offen leben.

Wie stossen die Jugendlichen überhaupt auf diese Angebote?
Irgendwann machst du dein Coming-out, oder du wirst erwischt. Dann wird der Fall in der Gemeinde besprochen, es gibt vielleicht Elternräte, man sucht das Gespräch, schlägt Therapiemodelle vor. Für die Jugendlichen, die in einer Findungsphase stecken, ist das eine Zerreissprobe. Schliesslich wurde einem ein Leben lang eingetrichtert, dass es falsch ist, homosexuelle Gefühle zu haben. Man denkt dann, man lebt in Sünde, hat vielleicht schon Handlungen vollzogen, ist zwiespältig, sucht dort Hilfe, wo einem Hilfe geboten wird – innerhalb der Gemeinde.

Das liest sich auf den entsprechenden Webseiten dann so: «Das Thema Glaube und Gleichgeschlechtlichkeit ist für uns alle und für betroffene Menschen, die in christlichen Gemeinden zu Hause sind, eine grosse Herausforderung. Nicht selten kann Druck durch die Gemeinde oder politische Diskussionen entstehen, der die Lage für Betroffene noch schwieriger macht. Wir wollen dir deshalb ohne jeglichen Druck und Vorurteil Raum für Gespräche und unsere Unterstützung bieten.» Auf den ersten Blick nichts Fundamentalistisches oder Schwulenfeindliches.
Nun, das Konstrukt stimmt für sich genommen ja schon, in sich ist es stringent, bloss: Das Problem ist, dass man sich nicht aussuchen kann, ob man homosexuell ist oder nicht. Man kann sich noch lange vorstellen, ob es besser ist, in einer heterosexuellen Gefühlswelt zu leben oder nicht. Da liegt ja der Hund begraben: Man hat eigentlich gar keine Lust homosexuell zu sein, weil man aus einem konservativen Elternhaus kommt und in einem konservativen Umfeld sozialisiert worden ist. Es liegt auf der Hand, dass man sagt: «Ich habe keine Interessen, mit Männern zu verkehren, aber irgendwas in mir läuft schief, das muss gerade gerückt werden.»

Wie viele Betroffene wenden sich jährlich an Pink Cross beziehungsweise allgemein an Beratungsstellen?
Wir können es schlicht nicht sagen, das ist das grosse Problem. Egal in welchem Bereich, in der Homo- oder in der Transgenderthematik, bei Missbrauchsfällen oder bei der «Schwulenheilung»: Man hat fast keine Zahlen, und zwar in der ganzen Schweiz.

«Machen wir uns keine Illusionen: Homophobie und Transphobie wird es immer geben.»

Michel Rudin

Woran liegt das?
Es ist in erster Linie eine Frage des Budgets. In der Schweiz existieren circa 44 Organisationen im LGBT-Bereich, aber der Grossteil von ihnen ist finanziell schlecht aufgestellt. Es gibt wenig Festangestellte, die meisten arbeiten freiwillig. Dabei wäre umfassende Statistik auch eine Möglichkeit, den gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben. Sehen Sie, vor 20 Jahren war das ganz anders, Schwulenhetze war da viel salonfähiger, oder auch die Behauptung, dass es Homosexuelle eigentlich gar nicht gibt. Mittlerweile wird sich die Bevölkerung langsam bewusst, dass wir Homosexuellen ein Teil der Gesellschaft sind.

«Die Schwulenheiler»: Undercover-Reportage eines NDR-Journalisten

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YouTube/ARD

Wie steht die Schweiz im internationalen Vergleich da?
Wenn wir die Länder weglassen, in denen LGBT-Menschen die Todesstrafe oder ähnliche Sanktionen drohen, dann sind wir wahrscheinlich irgendwo im Mittelfeld, die Musterländer sind wie so oft Schweden, Norwegen, Dänemark. Wichtig für uns wäre, die folgenden Fragen beantworten zu können: Gibt es homophobe Gewalt? Gibt es psychische Gewalt? Wie gross ist das Problem? Wenn man diese Fragen beantwortet hat, gibt es eine Zahlengrundlage. Denn dass es zahlreiche Opfer gibt, das wissen wir. Je mehr Daten wir haben, desto besser können wir den Betroffenen Unterstützung bieten. Aber machen wir uns keine Illusionen: Homophobie und Transphobie wird es immer geben, wir können nur versuchen, die Vorurteile und Ressentiments bis zu einem gewissen Punkt abzubauen.

Wenn in kirchlichen Kreisen über Homosexualität gesprochen wird, tönt das zwar oftmals ganz fortschrittlich, bohrt man aber tiefer, so stösst man nicht selten auf konservatives Fundament, das Homosexualität entschieden ablehnt.
Für viele Christen ist Homosexualität noch immer eine Sünde, aber im 21. Jahrhundert ist es schwieriger, offen gegen Schwule und Lesben zu argumentieren. Unter dem Deckmantel der Progressivität wird so vielfach eine reaktionäre Haltung gepflegt. Das muss nicht einmal eine Altersfrage sein: Ich kenne Jugendliche, die sich in Kirchen engagieren, sich öffentlich progressiv geben, gegen innen aber erzkonservativ sind. Die Kirche macht das aber auch geschickt. Sie sagt: Du als Mensch bist angenommen, aber deine sexuelle Ausrichtung ist eine Sünde. Man trennt zwischen dem Mensch und seinem sündigem Verhalten.

Engagieren sich die kirchlichen Verbände genug?
Nein, ich würde mir vor allem von den Landeskirchen wünschen, dass sie sich entschiedener dagegen äussern. Eine offenere Kommunikation täte auf jeden Fall Not. Auch intern gibt es viel Spielraum, vor allem auch bei den reformierten Kirchen, wo ein relativ breites Spektrum existiert – ich selber bin auch Protestant. Man kann es ja an der Liebe, das Kernthema des Christentums, ausrichten: Letzten Endes handelt es sich um Gewalt am Menschen. Man darf nicht vergessen, die Kirchen haben eine moralische Deutungsmacht wie kaum eine andere Institution, zudem werden sie staatlich unterstützt. Das bedingt, dass sie Verantwortung wahrnehmen und sich nicht in Vermeidungsstrategien üben.

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    Alle Leser-Kommentare
  • DavidMa7 06.06.2016 09:06
    Highlight Highlight Jemanden zu irgendetwas zu drängen, ist nicht ok. Aber offenbar (warum auch immer) gibt es schwule Männer, die sich mit ihren Gefühlen allein gelassen fühlen, weshalb sollen diese nicht auch Hilfe in Anspruch nehmen dürfen? Ein Freund von mir hat dies genutzt. Ich wollte von ihm wissen, ob er denn da in irgendeine Richtung gedrängt würde. Er hat den Berater als sehr professionell erlebt, seine sexuelle Orientierung war gar nicht das Hauptthema dieser Gespräche. Er war aber sehr froh um die Beratung. Zitat: "Ich weiss nicht, wie ich das sonst ausgehalten hätte." Das sagt doch alles!
    2 0 Melden
  • andersen 03.06.2016 08:43
    Highlight Highlight Schwule gab es schon der antike Rom und Schwule sind schon lange ein Bereicherung für die Gesellschaft.

    Ausserdem gibt es wenige Selbstmorde, weil der Toleranz grösser geworden ist, es ist doch wichtig, dass auch homosexuellen ein erfülltes und ein Liebesleben führen kann.
    Der Gesellschaft soll die Schwulen stärken, damit ihnen egal wird, was die andere über sie sagt und denkt.
    2 0 Melden
  • Nick Name 02.06.2016 10:04
    Highlight Highlight Sch schono intressant, wie sich diese Kommentare bis zuletzt entwickelten. Man kommt kaum drumherum mutzumassen.
    :-)
    1 0 Melden
  • öpper 01.06.2016 14:29
    Highlight Highlight Ganz offensichtlich werden in unserer "Meinungsfreiheit" eben doch nicht alle Meinungen akzepiert.
    Insbesondere gewisse Kreise, welche inflationär mit dem Wort Toleranz um sich werfen, scheinen gegenüber anderen Meinungen komplett intolerant zu sein.
    Ich finde es bedenklich, wenn Menschen vorgeschrieben wird, wie Ihre Einstellung zu der eigenen Sexualität zu sein hat.
    Mein bester Freund hat eine solche Therapie in Anspruch genommen und ist sehr glücklich darüber.
    Der Impuls zu dieser Therapie kam alleine von Ihm, sein Umfeld wusste damals nichts davon.
    5 14 Melden
  • whTaSon 01.06.2016 12:29
    Highlight Highlight Nun ja ein seriöser Artikel sieht anders aus, reisserisch und bedient alle Klischees ohne Anfang und Ende.

    Als Betroffener kann ich nur sagen, dass mich die Beratung im Leben weitergebracht hat. Das hat nix mit an der Identität rumbasteln zu tun, sondern zu lernen sich angemessen zu reflektieren und wahrzunehmen. Ich weiss nicht wer das alleine selber schafft mir hat die Beratung gutgetan. Es ging immer um mich als Mensch und nicht als Umpolungs-Möglichkeit. Der Berater sich zu jeder Zeit Professionell verhalten hat und dass man sich da nicht irgendwelchen Dogmen zu beugen hatte.
    8 9 Melden
  • pamayer 01.06.2016 07:49
    Highlight Highlight Wie hat(te) es denn der liebe gott mit dem sex??
    Ich weiss nur, dass er vater von dat ganze sei. Und maria ist ja mutter gottes, wenn gott selbst bei jesus nachgeholfen hätte, wäre das inzetuös.
    In sexuellen belangen ist der schöpfer an sich enthaltsam.
    Zum Glück sind wird menschen das nicht, sonst ginge es der Welt etwas anders.
    Ob's ihr ohne mensch besser gegangen wäre, ist eine andere Frage.

    Also, da die story um gott und das zeug um die zeugung schon recht schwurbelig ist, kann bei gläubigen ja nix gescheites dabei rauskommen, wenn sie sich auf ebendiesen ursprung berufen.
    4 10 Melden
  • TimTim 31.05.2016 23:45
    Highlight Highlight Danke für den interessanten Artikel! Bei vielen Kommentaren musste ich ein bisschen schmunzeln.
    Es gibt viele Menschen, die in ihrem Leben eine Beratung oder etwas in der Richtung in Anspruch nehmen. Warum nicht auch dann, wenn man Fragen oder Unsicherheiten hat bezüglich seiner Sexualität? Das ist doch nichts Verwerfliches... Ich habe selber auch Beratungen in Anspruch genommen, weil ich mich in meiner sexuellen Identität unwohl gefühlt habe. Mich haben diese Gespräche weiter gebracht und ich fühle mich in meiner Haut viel wohler als früher. Für mich hat sich dieser Weg definitiv gelohnt.
    12 3 Melden
  • Sagerei 31.05.2016 23:35
    Highlight Highlight Auch ich habe von der Beratung provitiert. Ich war schon immer ein sehr feinfühliger Mensch, doch ich fühlte mich zu keinem Zeitpunkt im Bezug auf mein sexuelles Empfinden manipuliert. Es war auch sehr horizonterweiternd für mich, dass ich in der Beratung nicht als "homo-" oder "heterosexuell" angesehen wurde, sondern einfach als mensch mit bedürfnissen. ich erlebte dies tatsächlich als sehr grosse freiheit. von schwulenfeindlichkeit möchte ich mich daher auch klar distanzieren. ich sehe kein problem darin, dass die sexualität verschieden erlebt wird. wir sind alle menschen.
    9 5 Melden
  • sasasa 31.05.2016 20:23
    Highlight Highlight Durch eine Beratung habe ich für mich eine neue Freiheit gefunden im Bezug auf mein ganzes Leben und Sein. Der Berater hat mir nie gesagt, was ich zu tun habe bezüglich meiner Sexualität, meiner Orientierung oder was auch immer. Er hat mir lediglich zugesagt, dass es mir persönlich möglich ist, wenn ich an meiner Persönlichkeit, meiner Identität, meinem Selbstwert arbeiten möchte, dass ich eine mir unbekannte Freiheit erlangen könne. Und so ist es auch geschehen und ich bin heute ein glücklicherer Mensch, als vor 6 Jahren und dies nicht zu letzt durch Beratungsgespräche
    14 7 Melden
    • Fabio74 31.05.2016 21:26
      Highlight Highlight Wenns dich glücklich macht. Ich bin glücklich mit meinem Leben als schwuler Mann und muss mir von niemandem reinreden was ich zu tun und lassen habe. Und dass ich unglücklich zu sein habe
      15 12 Melden
    • Miss_Ann_Thropist 31.05.2016 22:51
      Highlight Highlight An deiner Identität basteln.... du sagst es ja...
      4 9 Melden
    • TimTim 31.05.2016 23:34
      Highlight Highlight @ Fabio74: Du musst ja auch nicht solche Beratungsgespräche führen. Wenn man dort hingeht, so macht man das freiwillig. Jedem das Seine!
      6 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Manuela (1) 31.05.2016 18:23
    Highlight Highlight Hilfe in welchem Jahrhundert leben wir??? Die Kirche ist doch nicht ganz putz. Alle die da mit machen , sind doch hängen geblieben. Lasst doch jeden sein wie er will. Unglaublich wie manche Leute doch zurück geblieben sind.
    24 18 Melden
    • Nick Name 31.05.2016 20:42
      Highlight Highlight Nid ganz putzt ist sicher berechtigt in Bezug auf "Therapien" gegen Homosexualität.

      Aber bitte: Dahinter steckt nicht "die Kirche" - diese gibt es gar nicht. Die reformierten Landeskirchen beispielsweise würden sowas nie und nimmer "anbieten".
      10 9 Melden
  • thompson 31.05.2016 15:06
    Highlight Highlight Niemand sollte umgepolt werden...Last die Schwulen schwul sein, in ihren Clubs und Saunas. Aber bitte bleibt mir fern mit eurem Regenbogen!
    27 67 Melden
    • Fabio74 31.05.2016 16:05
      Highlight Highlight Warum sollten wir uns verstecken?
      Sicher nicht. Was stört dich dran?
      38 19 Melden
    • Fabio74 31.05.2016 19:25
      Highlight Highlight @Sa Set: Darum meine Frage. Was das heissen soll?
      Warum soll ich mich verstecken?
      10 7 Melden
    • thompson 31.05.2016 22:26
      Highlight Highlight Ich werde gerne von schwulen angemacht. Habe sogar schwule Kollegen. ICH MAG DIE Party Schwulen. Ich mag die Bünzli schwulen einfach nicht... die plötzlich Kinder haben wollen etc. Euch brauchts nicht in der Evolution
      4 19 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Okabe Rintarou 31.05.2016 13:06
    Highlight Highlight Warum nur Welt... wiso könnt ihr nicht einfach akzeptieren das es Schwule/Lesben/ Bisexuelle und ähnliches gibt? Diese Menschen sind nicht Böse oder Gestört das man sie heilen sollte. Da ich selber Bi bin kann ich diesen Scheiss nicht verstehen...
    57 23 Melden
    • FrancoL 31.05.2016 14:19
      Highlight Highlight Wieso brauchst Du die Mehrzahl? Wieso prangerst Du allgemein an? Ähnelt Dein verhalten nicht eben den Menschen die Dich nicht verstehen, auch die neigen (wie Du mit Deinem Post) zur Verallgemeinerung.
      Ich kann gut damit leben dass Du Bi bist, allerdings kann ich weniger gut damit leben dass Du mich mit Deiner Verallgemeinerung in einen Topf wirfst mit anderen. Differenziertheit wäre da angesagt!
      32 9 Melden
    • Okabe Rintarou 31.05.2016 14:40
      Highlight Highlight @FrancoL

      ich bleibe da allgemein um gerade eben keine bestimmten Personen bloss zu stellen oder in einen Topf zu werfen.
      5 10 Melden
    • Danyboy 31.05.2016 14:47
      Highlight Highlight Weltbürger: Wer so undifferenzierte Vergleiche anstellt, verdient eigentlich gar keine Replik. So Grundsätze bzgl. Beziehung zwischen mündigen Individuen sind dir schon bekannt? Und wo der ganz gewaltige Unterschied zwischen Homosexuellen und zb Pädophilen ist...?
      13 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Danyboy 31.05.2016 12:27
    Highlight Highlight Es ist bis heute völlig unverständlich, WARUM diese Leute Homosexualität "heilen" wollen. Ausser blindem religiösem Eifer (das Thema ist ja selbst in der Bibel nirgends wahnsinnig vorrangig). Es werden keine dritten geschädigt, wir wissen ganz genau, dass der Fortbestand der Menschheit nicht gefährdet ist (ganz im Gegenteil steuern wir weiter auf hoffnungslose Überbevölkerung) uvm. Dass hier eine jahrtausendealte moralische Vorstellung und für die damalige Zeit durchaus nachvollziehbare diffuse Ängste (vorwissenschaftliche Zeit) einfach weiter gehässig vor sich her getragen werden, ist krass.
    37 27 Melden
    • Danyboy 31.05.2016 12:38
      Highlight Highlight Der blinde Hass zeigt sich in der öffentlichen Diskussion: Bis vor wenigen Jahrzehnten (teils nich heute) hat man aus religiösen Kreisen den Homosexuellen v.a. ihre Andersartigkeit, ihr (aufgezwungenes) Leben "ausserhalb" der Gesellschaft, ihre vermeintlich zwingende Extravaganz vorgeworfen. Jetzt wo sich zeigt, dass Homosexuelle ihre gegenseitige "Verantwortung" wahrnehmen wollen (Ehe), Kinder adoptieren wollen, rechtlich gleich sein wollen und damit eigentlich die rechtlichen/sozialen gesellschaftlichen Pfeiler STÜTZEN und mittragen, ist es auch nicht genehm. Es geht eben nur um puren Hass.
      27 12 Melden
    • benjo46 31.05.2016 14:14
      Highlight Highlight Hey Danyboy willst du zwei Väter? Kinder sind sehr direkt und ich kann mir gut vorstellen dass ein solches Kind viel einstecken muss. Wieso wollen Homosexuelle eine Ehe eingehen? Heterosexuelle verzichten immer mehr auf die Ehe und wollen lieber im Konkubinat leben und Homosexuelle wollen heiraten? Gleiche Rechte von mir aus aber wieso ausgerechnet eine Ehe?
      22 35 Melden
    • FrancoL 31.05.2016 14:22
      Highlight Highlight @Danyboy; Der pure Hass? Das greift am falschen Ort an. Wenn Leute bedenken haben dann sollte man dies nicht als Hass auslegen. Bedenken können geklärt werden, Hass spielt da in einer anderen Liga und ist kaum umzulenken.
      9 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Micha Moser 31.05.2016 12:16
    Highlight Highlight Diese "Therapien" sind noch nicht verboten? Schrecklich. Das heisst man kann Therapien für nicht existierende Krankheiten veranstalten?
    30 12 Melden
  • Butschina 31.05.2016 11:23
    Highlight Highlight Ich bin selbst Mitglied in einer Freikirche. Der wichtigste Grundsatz nebst der Nächstenliebe ist es, nicht zu richten. Mein bester Freund ist homosexuell, es käme mir aber nicht im Traum in den Sinn in umpolen zu wollen. Ich liebe ihn wie alle meine Freunde ob gläubig oder nicht. Nicht jede Freikirche hat damit Probleme. Leben und leben lassen, heisst meine Devise.
    73 10 Melden
    • Louie König 31.05.2016 13:11
      Highlight Highlight Finde ich einen sehr tollen Kommentar. Sie sehen, dass dieses Interview weder gegen den Glauben oder gegen Freikirchen als Ganzes schiesst, sondern eine Praxis anprangert, die es gibt. Leider haben das hier nicht alle verstanden.
      24 11 Melden
  • Einer Wie Alle 31.05.2016 11:14
    Highlight Highlight Ich habe mir die Doku vom NDR angeschaut "Schwulenheiler".

    Die Interviews sind echt Spitze, wie kommt eine alte Frau darauf Schwule mit zweiköpfigen Kälbern zu vergleichen (ja Schwule seien nicht die Norm, wie zweiköpfige Kälber).

    Oder ein christlicher Arzt, der sagt es sei eine Entscheidung, man liesse ja auch nicht gerade alle Atombomben hochgehen.

    Ich meine ich kann es ja selbst auch nicht verstehen schwul zu sein, da ich es nicht bin. Aber für schwule ist das mit der Heterosexualität wohl genau das gleiche. Ich akzeptiere jeden Schwulen genau gleich wie jeden Hetero, kein Unterschied.
    56 2 Melden
  • fischbrot 31.05.2016 10:26
    Highlight Highlight Obwohl nach einer solchen "Korrektur" die Fassade stimmt, werden diese Menschen ihr Leben lang nicht glücklich werden. Ich spreche ihnen daher mein Mitgefühl aus.
    Die Menschheit hat noch einen langen, langen Weg vor sich.
    37 11 Melden
  • benjo46 31.05.2016 10:25
    Highlight Highlight Und wieder einmal eine Hetze gegen die Kirche... Ihr seid nicht besser als "Schwulenhasser" ihr habt es einfach auf Christen abgesehen. Zum Kotzen diese Scheinheiligkeit...
    44 149 Melden
    • Louie König 31.05.2016 10:44
      Highlight Highlight Wo? Wo wird hier gegen die Kirche gehetzt?! Es wird gesagt, wo solche "Korrekturen" durchgeführt werden. Und das wird nunmal vornehmlich in diesen Kreisen durchgeführt. Hat mit Hetze nichts zu tun. Es wird weder gesagt, dass die Kirche schuld daran ist oder, dass alle Kirchen diese Praktiken unterstützen. Es wird nur verlangt, dass von dieser Seite gegen diese Problematik vorgegangen werden soll. Tun Sie, als wohl sehr religiöser Mensch, doch etwas dafür, dass die Kirche endlich ins 21. Jahrhundert findet, anstatt sich als Opfer zu inszenieren. Zum Kotzen dieses Gejammer...
      70 43 Melden
    • benjo46 31.05.2016 11:03
      Highlight Highlight Die Kirche wird halt gerne schlecht dargestellt. Klar ein Stück weit hat sie sich das selbst zuzuschreiben... und als "sehr religiöser Mensch" muss ich sagen, dass ich nichts gegen Schwule habe (musste mein Sturmgewehr abgeben, nein ernsthaft ich habe wirklich keinen Hass auf Schwule). Und abgesehen davon ich kenne Schwule die sehr darunter leiden obwohl sie nicht in "christlichen Kreisen" sind. Dieses Problem herrscht überall.
      30 39 Melden
    • Fabio74 31.05.2016 11:10
      Highlight Highlight Niemand hetzt hier gegen die Kirche!! Kritisieren von unhaltbaren Zuständen ist keine Hetze, sondern legitim und nötig. Ausserdem ist das ein sehr sachliches Interview im Gegensatz zu Ihrem Kommentar.
      Dieses dauernde sich zum Opfer stilisieren kotzt mich an.
      47 39 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gren-D 31.05.2016 10:16
    Highlight Highlight Immer wieder Interessant, dass christliche Kirchen Homosexuelle heilen können....und sich Pädophile bei Ihnen hingegen weiter unbeschwert ausleben können...!
    102 32 Melden
  • leu84 31.05.2016 09:50
    Highlight Highlight Wie man eine Teufelsaustreibung durch die katholische Kirche ausdenken kann.
    8 23 Melden
  • El Schnee 31.05.2016 09:47
    Highlight Highlight Psychiatrische Therapie als psychische Vergewaltigung ist leider nicht nur bei Umpolung Schwuler und in Freikiirchen Tatsache. Auch die offizielle Psychiatrie richtet Unheil an: so werden z.b. den Menschen indentitätsvernichtende Krankheiten angehängt, die sie nicht haben, resp. die es gar nicht gibt und mit schwerste Medikamenten behandelt. Esoterik die mit FMH-Titeln geschützt ist. Niemand wagt zu widersprechen. Die Priester der Moderne haben eine grosse Lobby und werden tüchtig von der Pharma gepflegt. Eine zu grosse Ehrfurcht wird diesem Berufsstand entgegengebracht.
    16 69 Melden
    • elk 31.05.2016 12:01
      Highlight Highlight Ich glaube die Tabletten sind nicht unbedingt schwerer als beispielsweise eine normale Dafalgantablette. ;-)
      Was den Inhalt deines Beitrag angeht: klingt nach schlechten Erfahrungen.
      Die Psychiatrie hat sich trotzdem stark verändert seit den 50er Jahren und hat vielen Menschen geholfen. Das zu verneinen grenzt an Realitätsverlust.
      22 3 Melden
    • El Schnee 31.05.2016 12:36
      Highlight Highlight Elk: klingt wie ein klebriger Pharmavertreter oder Psychiater: ein bisschen Tablettenwitzchen (Psychopharmaka sind alles andere als harmlos, mitunter tödlich oder ist es als Warnung vor Schmerzmittel zu verstehen?), ein bisschen Verständnis, eine Prise historischer Verortung, aber zum Schluss doch noch die Rute: man pathologisiert kurzerhand Kritik an der Psychiatrie. Elk muss ein Profi sein, will sagen Profiteur vom Einsatz von Medis.
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    • elk 31.05.2016 13:20
      Highlight Highlight Tatsächlich wirkt Dafalgan va antipyeretisch und die schmerzlindernde Wirkung kann laut neusten Studien nicht bestätigt werden (sprich nicht mehr als Placebo).
      Bin werder Psychiater, noch klebriger sonst was.
      Aber Leute wie Du sind der Grund, weshalb sich Vorurteile gegenüber der Psychiatrie so hartnäckig halten und bedürftige Menschen stigmatisiert werden.
      Ich selbst möchte auch keine Neuroleptika nehmen müssen, ich weiss, welche Auswirkungen sie haben können. Aber ich möchte im Fall auch nicht mit unbehandelter Schizophrenie herumlaufen müssen.
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  • BetterTrap 31.05.2016 09:36
    Highlight Highlight Menschen töten und verletzen Menschen für einen Glauben, welchen Menschen erfunden haben um sich Überlegen gegenüber anderen Menschen zu fühlen.

    Wir sind eine primitive Spezies, nicht gemacht zum überleben.
    59 22 Melden
  • GammaPsh 31.05.2016 09:35
    Highlight Highlight Wir sollten ein Angebot für "Christenheilung" aufbauen und die Aufklärung propagieren. Wobei das haben wir ja, nennt sich Bildung und wird gerade zusammengestrichen und unter den Bauern verteilt.
    65 32 Melden
    • FrancoL 31.05.2016 10:46
      Highlight Highlight Ich staune immer wieder wie alles am Glauben und der Religion aufgehängt wird.
      Gerade heute wo eine grosse Ablehnung der Religionen und des Glaubens in unseren Breitengraden klar ersichtlich ist und auch gelebt wird finde ich ein verkennen der Tatsache, dass das Gleichgeschlechtliche viel eher eine gesellschaftliche Problematik darstellt das Hauptproblem. Aber scheinbar ist es einfacher Probleme NICHT zu lösen wenn man sich auf einen erkannten Schuldigen (Religion, Glauben) beschränken kann.
      31 17 Melden
    • Fabio74 31.05.2016 11:12
      Highlight Highlight @Franco: Abstrus. Inwiefern stellte eine Minderheit ein gesellschaftliches Problem dar? Was nehmen wir euch weg? Wovor habt ihr Angst?
      14 29 Melden
    • Louie König 31.05.2016 11:45
      Highlight Highlight @FrancoL: Warum stellen Gleichgeschlechtliche eher eine gesellschaftliche Problematik dar?
      Ich bitte um eine Erklärung, denn diese Aussage habe ich so noch nie gehört und sie macht für mich überhaupt keinen Sinn.
      13 23 Melden
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  • Miss_Ann_Thropist 31.05.2016 09:22
    Highlight Highlight Es ist ein Kampf auf verlorenem Terrain. Rechtlich gesehen kann man ihnen nichts anhaben, weil sie "bloss" Seelensorge betreiben. Das Individuum merkt dabei anhand seiner Erziehung und Religiosität nicht, dass seine Integrität nicht nur verletzt, sondern regelrecht gebrochen wird.
    Ganz perfid ist diese "du bist im Grunde ein guter Mensch und Gott liebt dich, du musst nur aufhören zu Sünden" Sache.
    Zudem unterwandern diese Freikirchler zurzeit den Sozialbereich (habe zwei in meiner FaBe Klasse) und nutzen jede Gelegenheit "vom Weg abgekommene" Menschen bekehren zu wollen.
    48 15 Melden
    • pulcherrima* 31.05.2016 10:33
      Highlight Highlight Erschreckend finde ich auch die grosse Anzahl Freikirchler in der PH. Es geht ja wohl überhaupt nicht, bei Kindern zu missionieren und womöglich die Genesis als wahr und die Evolutionstheorie als Lüge hinzustellen.
      30 7 Melden
    • Julian Steinmann 31.05.2016 11:04
      Highlight Highlight Man darf die Evolutionstheorie nicht als Lüge darstellen, die Schöpfung hingegen schon?
      10 18 Melden
    • pulcherrima* 31.05.2016 11:19
      Highlight Highlight Das wollte ich damit nicht aussagen. Es hat jeder das recht zu glauben, was er will. Es geht jedoch für einen säkularsierten Staat nicht, dass Lehrer ind der Primar- oder Sekundarschule den Kindern erzählen Gott habe die Welt geschaffen und dies als einzige Wahrheit hinstellen. Diese Aussage gehört nicht einmal in den Religionsunterricht. Dieser sollte vielmehr die verschiedenen Religion kritisch betrachten und bei der Schöpfung auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen Mythologien eingehen.
      20 2 Melden
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  • Calvin Watsn 31.05.2016 09:18
    Highlight Highlight Lasst einen Menschen einfach Mensch sein, so wie er ist.

    Zum Ko...., dieses immer Einfluss nehmen wollen. Gut gibt es Organisationen wie Pink Cross.
    67 23 Melden
    • Mnemonic 31.05.2016 09:45
      Highlight Highlight Gut gesagt!
      21 20 Melden
    • Calvin Watsn 01.06.2016 09:42
      Highlight Highlight 😂❤️😂❤️😂 ich mag Wurst 😂
      2 0 Melden
    • Calvin Watsn 01.06.2016 16:23
      Highlight Highlight bin ja schon still... ;((
      1 0 Melden
  • Mnemonic 31.05.2016 09:17
    Highlight Highlight Ich wage kaum an die Folgeschäden zu denken, mit denen diese jungen Leute dann als Erwachsene zu kämpfen habe.
    47 13 Melden
  • breeaakdancc 31.05.2016 09:11
    Highlight Highlight Und wieso braucht es dafür eine PushNotification?!
    21 56 Melden
    • Bav 31.05.2016 09:36
      Highlight Highlight Weil in einem Land wie der Schweiz solche Zustände nicht existieren dürften und es jeden was angeht. Sonst heisst es wieder "es gibt ja keine Probleme".
      48 16 Melden
    • SuicidalSheep 31.05.2016 09:39
      Highlight Highlight Gegenfrage: Warum liest du den Artikel dann, wenn es dich nicht interessiert?
      28 17 Melden
    • Stephan Locher 31.05.2016 10:10
      Highlight Highlight @breeaakdancc war Dir dieses Thema vor der Pushnotification auf nationaler Ebene bekannt?
      15 6 Melden
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