Schweiz
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Hinweis von «befreundetem» Geheimdienst

IS-Anhänger planten Anschlag in der Schweiz

24.09.14, 04:25 24.09.14, 08:47
Sicht auf den Sitz des Departements fuer Verteidigung, Bevoelkerungsschutz und Sport, VBS, wo auch der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) ansaessig ist, am Freitag 28. September 2012, in Bern. Gestern hatte die Bundesanwaltschaft waehrend einer Medienkonferenz ueber Datendiebstahl beim Nachrichtendienst des Bundes berichtet. Ueber mehrere Wochen hatte ein Mitarbeiter des Schweizer Geheimdienstes NDB Daten im Umfang von mehreren Terabytes entwendet. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Der Sitz des Verteidigungsdepartements: Hier ist auch der Nachrichtendienst BND untergebracht. Bild: KEYSTONE

Drei Iraker planten in der Deutschschweiz einen Terroranschlag mit Sprengstoffen und giftigen Gasen. Diese Information erhielt der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) von einem «befreundeten» ausländischen Geheimdienst, berichtet der Tages-Anzeiger. Die drei Verdächtigen, die eine mutmassliche Zelle des Islamischen Staates (IS) bildeten, sitzen seit Frühling in verschiedenen Berner Gefängnissen in Untersuchungshaft.

Der Partnerdienst, der die Kommunikation dreier Iraker überwacht hat, meldete den Schweizer Kollegen, dass es konkrete Hinweise darauf gebe, dass diese einen Anschlag in ihrer Wahlheimat planten. Die Bundeskriminalpolizei begann ebenfalls, das Trio zu überwachen und schlug schliesslich zu, als jemand versuchte, Material für Terrorakte zu beschaffen: Ende März 2014 wurden die drei verhaftet.

FILE - This undated file image posted on a militant website on Tuesday, Jan. 14, 2014, which has been verified and is consistent with other AP reporting, shows fighters from the al-Qaida linked Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL) marching in Raqqa, Syria. Across the broad swath of territory it controls from northern Syria through northern and western Iraq, the extremist group known as the Islamic State has proven to be highly organized governors. (AP Photo/Militant Website, File)

IS-Kämpfer in Syrien: Drei Iraker sollen die Miliz aus der Schweiz aktiv unterstütz und einen Anschlag hier geplant haben. Bild: AP Militant Website

Auch Pornografie mit Minderjährigen vorgeworfen

Die mutmasslichen Terroristen sind zwischen 28 und 33 Jahre alt. Einer der Männer lebt im Aargau, einer in Schaffhausen, der dritte gab als letzten festen Wohnsitz die syrische Hauptstadt Damaskus an. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht, Mitgliedschaft oder Unterstützung einer kriminellen Organisation sowie Gewaltdarstellung. Dazu kommt der Vorwurf illegaler Pornografie mit Minderjährigen.

Das Trio wehrt sich mit seinen Berner Strafverteidigern gegen die schweren Anschuldigungen und gegen die Inhaftierung. Bislang erfolglos: Das kantonale Berner Zwangsmassnahmengericht und das Bundesstrafgericht haben mehrere Gesuche auf Haftentlassung abgewiesen. 

Ein weiterer al-Kaida-Ableger plante Anschläge in Europa

Neben dem Islamischen Staat geriet auch die Chorasan-Miliz in den Fokus der Öffentlichkeit – auch sie ist das Ziel von den US-Luftschlägen in Syrien. Nach Angaben des Pentagons sei die Terrorgruppe kurz vor der «Ausführung einer Attacke» gewesen. Aus diesem Grund habe US-Präsident Barack Obama den Befehl zu Luftschlägen gegeben. 

Die Chorasan-Gruppe wurde im vergangenen Jahr von Kaida-Veteranen gegründet. Sie soll der «New York Times» zufolge von Muhsin al-Fadhli angeführt werden, einem der engsten Vertrauten des getöteten Kaida-Chefs Osama bin Laden. Es kursieren Gerüchte, dass al-Fadhli bei dem US-Angriff getötet worden sei. (rey)



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    Alle Leser-Kommentare
  • Andreas72 24.09.2014 23:25
    Highlight Porno mit Minderjährigen im Verbund mit terroristischen Plänen, wirklich sehr religiös und spirituell...
    Nur ja, ihr Prophet hat ihnen das ja vorgelebt, hat religiös inspirierte Kriege geführt und u.a. die neunjährige Aischa geheiratet. Doch lassen wir den Sarkasmus. Wenn man hört, dass im Kosovo zahlreiche Muslime und mehrere Mullahs wegen enger Verbindung zum IS verhaftet worden sind, aber auch einstige kosovarische Asylanten aus Deutschland und der Schweiz in Syrien weilen, dann darf man gespannt sein, was uns noch alles erwartet. Einer steht bereits in Deutschland gerade jetzt vor Gericht, kehrte über die Türkei zurück.
    1 0 Melden
  • ERACobra 24.09.2014 18:00
    Highlight Wenn sich die Islamische Gemeinschaft nicht umgehend von IS distanziert, sind sie nicht besser als die geisteskranken IS und erweisen sich einen Bärendienst.
    4 0 Melden
  • Zeit_Genosse 24.09.2014 12:08
    Highlight Ist ja schön wenn man solche Tipps erhält. Doch wäre es nicht Aufgabe des NDB selbst auf der Höhe der Zeit und nahe an den Informationen zu sein? Jetzt haben wir viele Millionen für die Rüstung eingesetzt. Doch die Bedrohungslage kommt von solchen Gegnern, die man nicht mit einem neuen Militärvelo bekämpfen kann. Wir leben im Informationszeitalter, wo der Cyberwar und -terrorismus, sowie Industriespionage (Alltag geworden sind. Hier brauchen wir als unabhängige und reiche Schweiz unsere Mittel zur Verteidigung einzusetzen. Sicherheit ist auch ein gutes Geschäft, dass die Schweiz bieten sollte.
    4 1 Melden
  • MediaEye 24.09.2014 09:37
    Highlight Ach ja, ich wusste gar nicht, dass der BND hier in der schweiz offiziell ein Büro hat ??!!??
    2 3 Melden
  • FlohEinstein 24.09.2014 08:29
    Highlight Nachrichtendienst des Bundes (Schweiz) = NDB.
    Bundesnachrichtendienst (Deutschland) = BND.
    6 1 Melden
  • Wiederkehr 24.09.2014 06:29
    Highlight Wenn einer kommt und nach Asyl fragt muss die Frage sein: Du wirst verfolgt? Ja? Aha Du bist Christ, Jesside, Schwul? Nein? Also bist Du nicht verfolgt.... Barra!( Hau ab,verschwinde auf arabisch)
    23 16 Melden
    • Bobo Takero 24.09.2014 08:41
      Highlight Radikale wie du sind teil des problems, nicht der lösung.
      Liest du eigentlich was du schreibst?
      10 10 Melden
    • Der_Neopragmatiker 24.09.2014 10:15
      Highlight Schön das sie anhand der Frage Christ/Schwull Ja/Nein festlegen können ob jemand verfolgt wird. Ich glaube jedoch an die höchst provokante These *ironisch*, das es noch weitere Gründe für eine Flucht gibt und wir die nicht pauschal anhand Ihrer Definition von Asylgrund ausschliessen sollten. Aber das ist nur meine bescheidene Meinung
      9 3 Melden
    • Wiederkehr 24.09.2014 11:40
      Highlight @Bobo Takero: ja.....Barra!
      3 11 Melden
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